der
Jäger!
8829
Trapp.
8349
Näheres bei Otto Luft, Hieße«.
8332
nrHu Beteiligung fand gestern die Verbringung der Leiche bitfbutd) den Fußtritt seines Sohnes verstorbenen Schreiners x statt. Die christlichen Gewerkschaften mit ihrer Fahne
dem Verstorbenen das letzte Geleit. Heute nachmittag e Mitr die gerichtliche Obduktion des Verstorbenen. M. T.
Kretzeuheim, 28. Dezember. Von dem GlückSloos 1665 d^hiff. Landeslotterie, auf daS ein Hauptgewinn von L MOOOO Mk. fiel, spielten 4 junge arbeitet von hier tn di« Mette Anton Münzenb.erger gemeinschaftlich ein Fünftel.
Pinge«. 28. Dezember. Das mehrfach erwähnte und tiiritr viel Aufsehen erregende Disziplinarverfahren gMM den Schutzmanns-Wachtmeister Jung hat e utzlgim einem früheren einstimmig gefaßten Beschlüsse der CZOtnerordnetenversammlung, wonach auf Dienstentlassung edanntt wurde, nach erneuter komplizierter Verhandlung -ich steinen Abschluß gefunden, daß die Dienstentlassungs- eimfügung aufgehoben und der Wachtmeister in seinen 8Wohungs- und Gehaltsverhältnissen weniger fiilinftiig gestellt wird.
Marburg, 28. Dezember. Hier liegen sich die Kohlen- tiiinb-.cr tn den Haaren, indem sie sich gegenseitig den vorrechnen. Infolge dieser Umstandes offeriert jetzt etiie Kohlen-Großhandlung den Zentner prima Nußkohlen fryil.lB Mk. Seither war der Engros-Preis 1.30 Mk. A.
Wteße«, den 28. Dezember 1900.
Ter Wahl-Kommissär: N. Stamm.
Wei der heute vorgenommenen rubr. Wahl ist Herr Kommerzienrat W Heichelheim dahier zum Mttgliede de« Vorstandes der israelitischen RLchioinrgemeinde dahier wiedergewählt worden.
Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß dreier Tage, nämlich am 30. und 31. Dezember 1900, sowie am 2.8 Zllniuar 1901, das Wahlprotokoll mit allen Anlagen in der Wohnung deW Merzeichneten Vorstandsmitgliedes und Wahlkommtffärs, Goethe» strüch M. 31, offen gelegt fein wird, und daß während der unerstrecklichen FM bolefer drei Tage die Stimmberechtigten, sowie der Gewählte von detuMhlprotokoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen und Einwendungen Wahl oder gegen den Gewählten, bezw. auch eine Ablehnung deraTM 6ej Vermeidung >es Ausschlusses bei Großh. Kreisamt dahier «aickiWen tömten.
Aufgebot.
Auf Antrag des Pflegers Land» wirts Ludwig Wsgner aus Albach wird das Ausgebotrverfahren zum Zwecke der Todeserklärung des am ö. Oktober 1832 zu Albach geborenen, im Jahre 1851 ausgewanderten und seit mehr als zehn Jahren verschollenen Karl Joseph Lauer, Sohn der Joseph Lauer Eheleute aus Albach, eingeleitet und Aufgebotstermin ai beraumt auf
Mittmch de« 10. Iu!i 1901,
vormittags IO Uhr.
Der Genannte wird aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todesanzeige erfolgen wird. Alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen oder Ansprüche oder Rechte an den Nachlaß desselben geltend machen, werden aufgefordert, spätestens im Aufgebotstecmin dem Gericht, Zimmer Nr. 14, Anzeige zu machen. F 46/00.
Gießen, den 18. Dezember 1900.
Großherzogliche« Amtsgericht.
Alice-Kochschule.
Am 7. Jamm 1901 beginnt ein neuer Koch-Kursus.
Anmeldungen nimmt die Lehrerin, Fräulein Neuner, in der Schule entgegen. 8331
Kunst und Wissenschaft.
Tie Wiener medizinische Wochenschrift hat aus Anlaß ihres 50 jährigen,Bestehens ein Heft ärztlicher „A p h o - rismen" gesammelt. Wir zitieren daraus: „Nicht sowohl in mangelnden Kenntnissen hat die Mehrzahl der diagnostischen Irrtümer ihren Grund, als vielmehr in mangelnder systematischer Untersuchung und in Ueberschätzung der Bedeutung einzelner Symptome. Nur eine methodische Untersuchung aller Organe in jedem Falle einer inneren Erkrankung und eine schürfe Abwägung der diagnostischen Bedeutung jedes einzelnen Symptomes vermögen vor Fehldiagnosen zu schützen. Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Franz Riegel-Gießen".
Dem Lehrer am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt a. M., Radierer Bernhard Mannfeld, ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden.
Bekanntmachung,
Mrreffeab: Die Ergänzungswahl des Borftaudes israelitischen Religionsgemeinde Gießen.
Ungeachtet gewaltigen Wettbewerbs behauptet die
fflickensderfer
ihren wohlbegründeten Ruf als einfachste, darum zuverlässigste, dabei dauerhafteste und handlichste
Schreibmaschine.
Preis der No. 5: Mk. 160, der No. 7: Mk. 225,—.
Ausführliche illustrierte Kataloge und Anerkennungsschreiben durch die
BrühVsche Druckerei, Giessen,
Schulstrasse 7.
Achtung!
Junge Hühnerhunde, vorzügliche Rasse, englisch-deutsche Kreuzung. Sämtliche Abstammungen erhalten auf Gebrauch ersten Preis.
Mdtischer Arbeitsnachweis Meßen Garteuftra^e L.
Nlrrgebot >tr Arbeitnehmer: 1 Metzger, 2 Bauschloffer, 1 Wagner, ri ü-ch Aaglöbner, 1 SchreibgehUfe.
Machfrage der Arbeitgeberr 1 Küfer, 1 Schuhmacker, 2 Vauschrciner sd «8<chmenmacher, i Lauffrau.
Lehrlinge r 1 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Friseur, 1 Mechaniker, 1 : Uik-iner.
Vermischtes.
'Las gerettetetzündchen. Ter „Franks. Ztg." ti wirb geschrieben: „Zufällig erhielt id)i dieser Tage von & einer kleinen Episode Kenntnis, die sich aus das Osfen- llicrfjii Eisenbahnunglück bezieht. Am Tage nach dem I Mirf besuchte eine Offenbacher Dame mit ihrer Tochter üiie lluglücksstätte und sah dort ein kleines, schwarzes 5 Ändchen auf verbrennten Ueberresten von Polstern sintgen die wahrscheinlich einem Koupee erster Klasse an- $ Börsen. Tas Hündchen war noch hochgradig erregt, ji.iitei 1:;’ am ganzen Körper und war trotz zahlreicher 3'rjiifll)e nicht zu bewegen gewesen, seinen Platz zu ver- WMjieu. Ebenso hatte es jede Nahrung hartnäckig ver- d Migei t. Endlich gelang es der jungen Tame, das Hünd- cflhii Li-uf ihren Armen nach Hause zu tragen. Auch hier t‘j»t !"s noch Tage lang sehr ängstlich und aufgeregt, i'M aber gewöhnte es sich an seine Umgebung und s nfein: sich, jetzt recht wohl zu fühlen. Gleichwohl sind d-'ie Adoptiv-Eigentümer des Hündchens gern bereit, dasselbe seinem rechtmäßigen Besitzer oder falls derselbe c irilkicht selbst ein Opfer des Unglücks geworden ist, r «seil Angehörigen zu übergeben. Versuche in dieser Äffilhtumg waren bisher erfolglos". (Tie Adresse der be- t utiler.ben Familie ist der „Franks. Ztg." mitgeteilt r ooorbem.)
Der Bierverbrauch in Deutschland hat r wchemd der beiden letzten Jahrzehnte sehr bedeutend »j ngeiil o m m e n , er ist von 37,78 Millionen Hektoliter i m (r«lhre 1880 aus 69,45 Millionen Hektoliter im Reichs r iLiiosjjabre 1899/1900 gestiegen. Der Verbrauch pro Kopf d nm Äiwölkerung stieg in dieser Zeit von 84 Liter auf ein- e Moierctel Hektoliter. Am größten ist der Verbrauch in ä Mtncnii, denn hier kamen im letzten Jahre annähernd zwei- e iilhalll' Hektoliter auf den Kopf; es folgt Württemberg niait |o]t zwei Hektoliter, Baden mit eindreiviertel Hekto- l i.K das norddeutsche Brausteuergebiet mit 104 Liter, E W»-Vothringen mit 85 Liter pro Kopf. In Bayern wird b ioi* ausschließlich nur das im eigenen Lande erzeugte getrunken; in Württemberg kommen 2—3 Proz. des 2 b-!nbrßmchs, in Baden etwa 8 Proz., im Brausteuergebiet 5 Hi Proz., in Elsaß-Lothringen dagegen nicht weniger als 2 !Wooz. auf fremde Biere. Die Bierbrauerei Bayerns deckt n liiit nur den Bedarf des eigenen Landes, sondern sie liMit fast ein Sechstel ihrer Produktion nach außerhalb. Jsm lebten Jahre wurden 2,77 Millionen Hektoliter aus- glÄrit, davon nach dem norddeutschen Brausteuergebiet v. ir..' dem übrigen Deutschland 2,41, nach dem Auslande 0 Millionen. Auf den Kopf kommen in Deutschland jc eft durchschnittlich 1.73 Mk. Biersteuer. Natürlich ist d tor Satz in den einzelnen Steuergebieten verschieden, ti riili wegen der verschiedenen Höhe der Steuer, teils weil d iro Konsum verschieden stark ist. Bayern, wo der Bier- vnw'Wuch am stärksten ist, hat auch die höchste Steuer, e-silontinen hier im Jahre durchschnittlich! 5.93 Mk. auf öiiiü Hopf; Baden folgt mit 4.56 Mk., Württemberg mit 4 '3 Mk., Elsaß-Lothringen mit 2.12 Mk. und das Brau- flstMgebiet mit 1.73 Mk. Die Gesamteinnahme an Bier
steuer (einschließlich Zoll und Uebergangssteuer) betrug im letzten Etatsjahr im Deutschen Reich rund 96 Millionen Mark. Hiervon entfallen aus das Brausteuergebiet 39 und aus Bayern 36 Millionen Mark.
* Eine Ehe-Lotterie. Ein griechischer Philanthrop, der vor einiger Zeit in Korfu gestorben ist, hat eine ziemlich beträchtliche Summe für eine Stiftung ganz neuer Art hinterlassen. Es handelt sich um eine Lotterie, deren Nummern arme junge Mädchen repräsentieren, die sich eines tadellosen Rufes erfreuen; eine gewisse Anzahl von ihnen, deren Nummern gezogen werden, erhalten eine Mitgift, die sie zur Anschaffung ihrer Aussteuer verwenden können. In jedem Jahre läßt das zu diesem Zweck ernannte Komitee, an dessen Spitze der Erzbischof der Insel steht, in den Zeitungen ankündigen, wieviel Plätze frei sind und wieviel Kandidatinnen also untergebracht werden können. Darauf stellen sich die Bewerberinnen vor, es werden genaue Erkundigungen über sie eingezogen, und wenn das Ergebnis günstig ist, so erhalten sie ihre Nummern. So. wäre die Lotterie also zu einer moralischen Institution erhoben.
• Ein Bräutigam in Ketten. Eine traurige Hochzeit hat in WitebSk in Rußland stattgefunden. Der Bräutigam ist ein Uhrmacher namens Obschenski, der kurz vor seiner Heirat wegen Falschmünzerei zu zehnjähriger Arbeit in den sibirischen Minen verurteilt worden war. Die Braut, eine Tochter des dortigen Popen, wurde von ihrem Vater beschworen, den Gedanken an die Heirat aufzugeben; aber sie wollte den Manu ihrer Wahl in seinem Unglück nicht verlassen. Die Trauung wurde deshalb in der Gefängniskapelle vollzogen. Der Bräutigam hatte Handschellen und war mit Ketten belastet und die Braut trug Trauerkleidung. Nach der Zeremonie ging dec junge Ehemann in seine Zelle zurück. Seine Frau wird ihm nach Sibirien folgen.
öer a
AM MM MM
Kammer hat i-x f S-S-Atz
°°° «ÄÄ"?
1 zu kleinen 3W ' ^enbs als arllRnrVttt Losie
v ,|C "Aon Stufe zu
Ach ffjim in
,» « Bmdifi. D°rt fa
> e?B bö‘iML te M dort aw 8. Fibm S also gegen Mitte g-tbmr. | und Karten, dagegen noch lr eDon anderer Seite irrtüM lufschn'st ist erste Erfordmi- v
!8. Dezember. In der üorz Luiker dköOberWschen LW Büdingen, in unserer tzezL i uahiu praktische UntrrwchU
»2". Dezember. Heute wick ein Telegramm hoch erstm 8 e winneS der hessischen & Nr. 1665, aus der MM zen gefallen. Die glüdlid iger bemittelte Leute, e ogeuannte Spielgesellscha'. a und spielen fünf sich vielleicht ein PrU älhaber sein letztes auf andere Weise t* * lber nicht anerkM * . Zii®ber. toSUWWl 'iliäfligw IrbtUto' K. Vien 6800 Ult. in ™
„embtü. Cer hiestgiA-M T wegen MWÄ m »riegSgmcht i« .mute® werde» ®»t M „t g°°tt°II»erI-»wlmK°>>
WM «»fto* ‘len Jtaifer beg«E itiMM de« Sentnants
irn eitt. ®’ Mag»
nm °«
■Ml tret«« w O LS-s-Z
»AsSß.
- !«g
* ’tf’W ® h-»e f* ’L ei°-2^
Spar- und Darlehenskasse Nch.
Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht.'
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß wir vom 1. April 1901 ab alle Einlagen bei unserer Kasse mit 4 Prozent verzinsen, dagegen neue Einlagen schon von jetzt ab. Den Zinsfuß für Schuldscheine haben wir auf 5 Prozent und für Hypotheken auf 41/» Prozent, auch vom 1. April 190! ab, festgesetzt. Die Zinsen in laufender Rechnung (Konto- Korrent) betragen 372 Prozent und 4*/, Prozent.
Lich, den 27. Dezember 1900. 8330
Jakob Heller, Direktor.
Mtrratur.
Ruinen und Scherben. Ein Sang vom Rhein und Bilder des Lebens. Lyrisch---epische Dick)tungen von Hugo Koester. Univ.-Buchhandlung August Frees in Gießen. — Das kleine Bändchen setzt ein mit einer Klage um den Tod der Mutter. Schon hier lernen wir Koester als einen Schsiler Lenaus kennen, schon dieses Gedick)st ist ein lyrisches Stück von bitterem Schmerz und weichem Klang. Der nun folgende Cyklus „Ruinen" ist dem Rhein gewidmet, und es erwärmt des Dichters große und reife, tiefe Liebe zum deutschesten der Ströme, dessen Geschichte er mit seinem Sauf verfolgt. Hier findet man auch leichte und graziöse Frische in Anschauung und Form. Eingestreute Lieder von Mosel und Lahn erheben sich freilich nicht über die Spielmannsart eines Julius Wolff. Mehr gefallen uns die „Scherben", Nachtbilder aus dem Leben. Hier sehen wir wieder den trüben Dämmerschatten Scnau* sckM Poesie, eine schöne und edle Plastik in der Schilderung. Koester erinnert uns hier auch an die Poesien des Prinzen Schönaich und Arthur Fitgers, deren Weite des Blickes und Tiefe des Empfindens er freilich noch nicht erreicht hat. Alles in allem jedenfalls ein ernster, junger Poet von noch Besseres verheißender Begabung.W.
Handel und Uerkchr. Kolkswirtschafl.
Tabak.
Infolge der Festtage ist von der verfloss-nen Woche nicht viel zu berichten. In JlveSheim wurden die noch liegenden Resttabake
zu Mk. 18 bis 19, Seckenhetmer von der letzte» Abhängung zu Mk. 18 bis 20, Gienshof zu Mk. 22 verkam. In alten Taoaken wurde eine Parthte Pionkstädter von Spekulant an Händler zu Anfang Mk. 30 verkauft. Sor.ft fanden in alten Tabaken keine Umsätze statt. Die Händler find jetzt mit dem Einbringen der neuro Tabake aus dem Necka thal und badischen Oberland beschäftigt. Man hofft, daß die letzteren Tabake, was Abhängurg anbelangt, trockener als im Neckarthale ausfallen. Lose pfälzer Rippen ge- schastsloS, lose feine Mk. 8,50 bis 9, gebündelte Mk. 11 bis 12. Es wurden in alten Tabaken, wie wir erfahren, noch verkauft eine Partbte 1898er Oberländer von Händler zu Händler zu Anfangs Mk. 30 und eine Parthie 1896er Plankstädter Tabak versteuert von Produzenten en Händler.
Spiritus.
Spiritus bröckelte an der Berliner Börse wiederum um 20 Psg. während der Berichtswoche ab und schließt heute Rohsptritus mit Mk. 44,50. Die Zufuhren fließen reichlich und finden stets prompte Aufnahme.
Kohlen.
ES notieren: Ruhr^Fettnuß Körnung I und II Mk. 230 biS Mk. 240, Nußschmftdekodlen Mk. 220 bis Mk. 230, Deutsche Anthracit-Nußkoblen Mk. 370 bis 380, englisch- Anthracit Nußkohlen Mk. 420 biS Mk. 430, Rubr-Flammnuß Körnm-a I und II Mk. 230 bis Mk. 240, Rubr - Flammnußkohlen III Mk. 220 biS Mk. 230, Fettschrot Mk. 180 bis Mk. 190, Ruhr-Bruchcoks Mk. 320 bt- Mk. 330. Alles per 10 Tonnen ab Mannheim. Stimmung , flau.
. H. Man spricht von einem Ausfuhrverbot von Kohle auS den Vereinigten Staaten. Wie dieses Gerücht entstanden ist, lcißr sich schwer feststellen, da erstens ein großer Export, rotnn man vielleicht Frankreich ausnehmen will, nicht existiert und zweitens auch hierzu noch die ständigen Hafeneinrichtungen fehlen, zu deren Herstellung es Jahre bedarf. An sich ist aber kaum daran zu zweifeln, daß die Union so reichliche und auch vorzügliche Kohle hat, um ihre noch größere Industrie als heute und zugleich einen Teil Europas damit Jahre hindurch zu versorgen. Wenn man bedenkt, wie lange das kleine England mit dieser Ausfuhrware die Welt versorgt hat trotz seiner ungeheuren Eigen-Jndustrie, so wird ein Riesenland wie die Union sicher einmal in denselben Wegen wandeln. Was die Entdeckung neuer Steinkohlenlager im Kaukasus betrifft, so kommt es nur darauf an, inwiefern hierbei der leichte Transport möglich ist. Fundstätten von Kohle oder Eisenerzen an sich bedeuten für deren Ausbeutung in der heutigen Zeit der Konkurrenz noch sehr wenig.
Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Am 27. Dezember. Albrecht Fey. Zuschneider in Euskirchen mit Ottilie Paula Schindler Hierselbst. 28. Friedrich Daniel, Hilfsheizer dahier mit Marie Schlesinger von Leihgestern.
Eheschltetzuuge«.
Am 22. Dezember. Johann Konrad Heckroth, Hausbursche dahier mit Christine Lentz Hierselbst.
Seboreue.
Am 16. Dezember. Dem Dachdecker Adolf Thielmann ein Sohn, Wilhelm Hugo. Dem Schlosser Johann Friedrich Urban ein Sohn, Karl Friedrich Paul. 17. Dem Zahntechniker Friedrich Lehrmund eine Tochter, Katharina, 18. Dem Metzgermeister Wilhelm Scherf Zwillingstöchter, Katharine und Elisabeth. 21. Dem Schlosser Karl Euler eine Tochter. Dem Hilfsbremser Konrad Weber II. ein Sohn. Dem Schlosser Wilhelm Kahn eine Tochter, Wilhelmine Anna. 26. Dem Bureauvorsteher Heinrich Rothe, Zwillingstöchter.
«estorbeue.
Am 21. Dezember. Wilhelm Stein, 2 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Wilhelm Stein dahier. Franz Heinrich Karl Kammer, 1 Jahr alt, Sohn von Oberpostassistent Wilhelm Kammer dahier. 22. August Velke, 6 Monat alt, Sohn von Kutscher August Velke dahier. 23. Karl Martin Schreier, 2 Jahre alt, Sohn von Schreiner Karl Andreas Schreier dahier. 24. Luise Johanna Sauer, 8 Monate alt, Tochter von Schreiner Ferdinand Sauer dahier. Katharine Kann, geb. Roth, 80 Jahre alt, Witwe dahier 25. Hermann Jakob Winter, 63 Jahre alt, Zugführer i. P. dahier. Auguste Werner, 1 Jahr alt, Tochter von Knecht Christian Werner dahier. Karl Friedrich Wilhelm Grüneberg, 62 Jahre alt, Werkmeister dahier.


