Ausgabe 
29.11.1900 Zweites Blatt
 
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Luvadia, 27. November. Der Kaiser verbrachte den Gjcßrigen Tag gut. Um 9 Uhr abends war die Temperatur : Puls 66. Nachts schlief der Kaiser gut. Am Morgen

Mbit Aufregungen und Anstrengungen, welche die eine Zeit Ihng znemlich kritische Lage mit sich brachte, und die im auf ihren eigenen Zustand doppelt empfindlich sein »mußten, tapfer überwunden. Ihr Befinden entspricht den 1 Imftäiben, und der reichliche Speichelauswurf, aus dem argwöhnische Gemüter bereits ebenfalls Vergiftungs- ijnpitome entnehmen wollten, ist lediglich eine häufig ,zMg auftretende Begleiterscheinung dieses bekannten Zu-

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Gellert lebte von 1741 an in Leipzig; das RhinoceroS als eine seltene Sehenswürdigkeit mag ebensy die Meffe von St. Germain wie die von Leipzig bezogen haben, und zwar die letztere vorher, da die fabelnden Erzählungen Gellerts Mitte der 1740er Jahre erschienen.

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Neueste Meldungen.

Berlin, 28. November. Die antis.Staatsb.-Ztg.- veröffcntlicht in einem längeren Artikel sensationelle Ent­hüllungen zum Prozeß Sternberg, die schwere Beschuldigungen gegen eine Reihe von Personen, in

Universität und Hochschule.

Geheimrat Professor Dr. Wilhelm Erb in Heidelberg be­geht am 80. ds. seinen 60. Geburtstag. An der Berliner Uni. versität hat sich Dr. Alfred Weber als Privatdozent mit einer Antritts­vorlesung über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Hausindustrie eingesührt Nach dem soeben erscheinenden Personalbestand zählt die Universität Göttingen in diesem Semester 1317 Studierende, die höchste Winterfr-quenz der letzten sieben Jahrzehnte. Biel besprochen werden einige merkwürdige Vorgänge an der Universität in Budapest. Die juristische Fakultät beschloß die Anbringung eines Kreuzes in der Aula und im Sitzungssaal und die Verwendung des Kreuzes bei Pro- Movierungen, ferner die Ernennung eines Predigers und Profesiors für christliche Sittenlehre. Die Fakultät beschloß gleichzeitig die Wahl der Uni eisitätSprofefsoren Kraus in Freiburg in Baden und Brinz in Brüssel zu Ehrendoktoren.

Kunst und Wissenschaft.

' Paris, 28. November. Die Vorstellung von SchillersJung­frau von Orleans", mit der Marie Barkany heute ihren CycluS von zehn Vorstellungen eröffnete, nahm einen ungestörten Verlauf. Der deutsche Botschafter wohnte den ersten Akten bei. Das Publikum nahm die Vorstellung freundlich aus. (Die Direktion Kruse u. Helm hat uns für die diesjährige Spielzeit auch ein Gastspiel der Barkany in Aussicht gestellt. D. Red.)

be§» nri« UriegSminister angebotene Demission. Eine teilweise iUrmblung beS Ministeriums wirb für wahrscheinlich

Gießen, 28. November 1900.

* Zur Feier des Geburtstages des Großherzoglichen MareS fand gestern Abend großer Zapfenstreich statt, aus- Mssthrt von der Regimentskapelle, dem sich heute früh AchS Wecken anschloß. Vom Turm ber evangelischen Schch erschallten mehrere Choräle. Heute Vormittag 10 Uhr das Regiment am allgemeinen FestgotteSdienst teil. Plnr.rr Dr. Grein prebigte über ben Wahlspruch des «Wen Fürstenhauses:Ist Gott für uns, wer mag wider mii sÄn?" (Röm. 8, 31). Um 11 Uhr war irn Anschluß uki btet Gottesdienst Regrmentsappell. Heute Abend feiert W Regiment bataillonS- bezw. kompagnieweise in ver- sGrderaeu Lokalen den Tag in üblicher Weise durch Auf- f'ichamgen und Ball. Die verschiedenen Behörden und

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Generalversammlung der Besitzer von Pfandbriefen der Preußische» Hhpothekeu-Aktien Bank, Berlin.

(Originalbericht desGießener Anzeigers".)

-i- Berlin, 26. November 1900.

Die von der preußischen Regierung einberufene Versammlung wurde heute früh 10 Uhr durch den Regierungsrat Hoppe eröffnet. Schon eine halbe Stunde vor Anfang stellte es sich heraus, daß der zur Abhaltung bestimmte Saal viel zu klein war und es wurde ein grüß-rer bezogen. Der Andrang zur Versammlung war sehr stark, man schützte zwischen 450500 Personen, meist Vertreter und Bankiers, i Besonders erwähnt sei die überaus starke Anwesenheit von Bankiers aus der Provinz. Bemerkenswert war auch die Anwesenheit des ersten Direktors der Preuß. Hypotheken-Aktien Bank, Kommerzienrat Landen, sowie einiger Aufsichtsratsmitglieder.

Der Vertreter der Regierung erklärte nach Erledigung einer Reihe von Formalitäten, daß die Prüfungskommission mit der Prüfung der Hypotheken nicht fertig geworden sei, nur der zehnte Teil sei geprüpft, was sehr bedauert wurde. Ueber den Befund dieser Revision bedauert der Regierungsvertreter früher keine Auskunft geben zu dürfen, als bis das Gesamtresultat vorliege. Darauf gab es stürmische Debatten. Man griff die Verwaltung auf das schärfste an, forderte unter heftigen Aus­drücken von dem anwesenden Direktor Auskunft, der sich jedoch in tiefeL Schweigen hüllte.

Wir werden morgen eingehend auf die Vorgänge in dieser Ver­sammlung zurückkommen, bemerken nur, daß man trotzdem zum großen Teil die Hypotheken im Durchschnitt für genügend zur Deckung der Pfand­briefe hielt. Auch ist nicht daran zu zweifeln, daß die am 1. Januar fälligen Coupons eingrhen, da an Hypolhetenzinsen dieselben um ca. 900000 Mk. übersteigen. Als besonders wichtigen Moment heben wir kurz hervor, daß als Vertreter die Deutsche Treuhandgesellschaft ge­wählt wurde. Dadurch haben die Obligationenbesitzer indirekt die Deutsche Bank zur Vertreterin.

-i- Deutsche Grund schuld Bank. Die in Berlin abgehaltene Versammlung ging insofern resultatlos auseinander, als die Regierung noch nicht in der Lage sein will, genügend Material mitteilen zu können. Wir kommen noch hierauf zurück.

a. Hain-Gründau, 27. November. Nach amtlicher Bekannt­machung ist nunmehr em 23. b. M. die Eintragung der hiesigen FirmaOberbessische Portlandcement- und Stein-In­dustrie-Werke, Aktiengesellschaft" tn das Handelsregister erfolgt. Sitz der Gesellschaft ist Hain-Gründau. Das Grundkapital zu 600 000 Mk. besteht aus 600 Aktien zu V 1000 Mk. auf den In­haber lautend.

Familien Nachrichten.

Gestarbenr Frau Pfarrer Keim geb. Schmidt, iu Darmstadt. Michael Fürth in Darmstadt. Marx Joseph II. in Osthofen.

Vermischtes.

* Berlin, 27. November. Auf einen bei dem Stadt- babnhof Tiergarten haltenden Stadtbahnzug fuhr heute vormittag ein von dem Bahnhof Bellevue a b - gelassener zweiterZug auf. Nach bisheriger Fest­stellung sind drei Personen leicht verletzt. Die Ursache war eine Störung des elektrischen Blockapparates. Die Verkehrsstörung war in einer Viertelstunde beseitigt.

* Wien, 27. November. In Wörth und Stuppach wurde gestern Abend 7 Uhr 30 Minuteu ein 3 Sekunden dauerndes Erdbeben in ber Richtung von ©üben nach Norden verspürt.

* Krakau, 27. November. Ein Unbekannter feuerte auf den Bezirkshauptmann von Podgorze, den Grafen Starczenski, auf der Straße einen Revolverschuß ab. Da ber Schuß nicht traf, führte ber Attentäter einen Dolchstoß gegen bie Brust des Grafen, ber leicht verletzt würbe, ba der Stoß durch ein Zigarrenetui abgeschwächt wurde. Der Attentäter flüchtete. Man bringt diese That mit ber Wahlaufregung in Verbindung.

Um bad RhinoceroS zu seh'n, erzählte mir mein Freunb, beschloß ich auszugeh'n", singt Gellert. Da bieses Tier im vorigen Jahrhundert jedenfalls nicht viel in Europa zu sehen war, so mag die folgenbc Affiche auf die Gellert'sche Sehenswürdigkeit Licht werfen, die die fran zösische Revue L'Anthropologie enthält. Unter den Samm. hingen ber Bibliothek Mazarine war folgendes Plakat: An bas Publikum! Ein lebenbes RhinoceroS ist ange­kommen, das in Asien im Lanbe bes Großmoguls in ber Provinz Äffern, 4000 Wegstunden von hier, gefangen wurde. Es ist jetzt 15 Jahre alt und wächst bis zu 25 Jahren. Es ist daher noch ein Rhinoceroskalb. Diese Tiere leben noch 150 bis 200 Jahre. ES ist der Meister des Elefanten. Täglich frißt eS 60 bis 70 Pfb. Heu und 20 bis 25 Pfd. Brot und säuft bis zu 14 Eimer Wasser. Es ist ganz dunkel und hat keine Haare. Seine Haut ist doppelfinger- dick und ist eine vollständige Gewandung, Mantel und Matrosenhose, und zwar liegt eine Hautlage sichtbar über ber andern, daß man den Finger dazwischen stecken könnte. Kein Schneider hätte dies bester zuschneiden können. Es wiegt 5000 bis 6000 Pfund. Es ist von 8 Uhr morgens bis 10 Uhr abends auf dem Jahrmarkt von St. Germain zu sehen und zwar in der vierten Querreihe in ber Bube Fayance. Erster Platz zahlt 12 Sols, der zweite 6 Sols. Der Be­sitzer des Rhinocerostes verkauft eine Medaille, auf der eine Abbildung des Tieres zu sehen ist, für 20 Sols." Tin Datum fehlt unter dem Plakat; da aber eine in der Anthro­pologie zugleich mit veröffentlichte Anzeige, bie einen Milben betrifft, das Datum vom 17. Januar 1753 trägt, so mag das Rhinoceros-Plakat ungefähr aus derselben Zeit stammen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)

Das Benehmen einer nicht kleinen Anzahl von Theaterbesuchern ließ bei der letzten Volksvorstellung manches zu wünschen übrig. Zunächst was das laute Lachen anbetrifft. Wohl ist es die Absicht des Dramatikers, durch komische oder erheiternde Momente die Lebhaitigket der Darstellung zu erhöhen, aber keineswegs darf das dem Publikum zu störendem Gelächter zum Anlaß sein, ganz abgesehen davon, daß lautes Lachen in Gesellschaft überhaupt unanständig ist.

Nun wäre ja das laute Lachen bei wirklich komischen Stellen zu begreifen. Aber es wurde inNathan der Weiße" gelacht bei Stellen, wo schlechterdings nichts zu lachen war. Damit stellen sich vie Betreffenden ein großes Armutszeugnis aus, daß sie so wenig die großen Gedanken und Handlungen verstehen, so wenig die Handlung des Stückes miterleben können, daß sie an Aeußerlichkeiten hängen bleiben, Komik suchen, wo keine zu finden ist. Dafür nur ein Beispiel. Als der Tem­pelherr in Recha seine Schwester erkennt und beide tiefbewegt sich einige Augenblicke in den Armen liegen, erregte das die Lachmuskeln einiger Zuhörer. Gelächter war doch sicher nicht der Ausdruck der Empfindung, die hier am Platze gewesen wäre. So wenig Verständnis sollte man Besuchern des Theaters nicht zutrauen müssen I Abgesehen davon hegt eine Rücksichtslosigkeit gegen das übrige Publikum in diesem Gebühren, die noch eklatanter darin zum Ausdruck kommt, daß nach den Pausen viele zu spät sich zur Vorstellung einfindev und dann truppweise mit Donnergepolter ihren Plätzen zueilen. Ist es doch sonst bei Gelegenheiten Sitte, einen geeigneten Moment zum Aussuchen des Platzes abzuwarten. Sollte es etwa hier anders sein?

Mit diesem Benehmen erweisen die Betreffenden der hiesigen Stadttheaterdirektion einen schlechten Dank für die Freundlichkeit, die Schätze unserer klassischen Bühnenstücke weiteren Kreisen zugänglich zu machen.Uebermenschen", die sich über alle Schranken der Sitte und des Anstandes wegsetzen dürfen, giebt es nicht. Vielmehr gilt wie überall so auch hier das Wort:Immer gebildet, wenns auch schwerfällt."

nungs-Koinmich. »er den 'Antrag & auf Genehmig' Ztrafver'Mns o- lroschür/.m W en b?-- Mstages eck >m Mngen Brauche zm erteile.

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bie Bürgerschaft begehen ben Geburtstag Ihrer König!. I Hoheiten heute Nachmittag l1/« Uhr durch ein Festessen im | GesellschaftShauS. Die öffentlichen Gebäude und zahlreiche I Privathäuser haben geflaggt. Der Beter an en-Verein I beging am Montag Abend bie Geburtstagsfeier in einfacher, | aber würdiger Weise bei Kamerad Bourgeois. Am I Sonntag, dem eigentlichen Festtage, wurde schon eine Glück- I wünsch Depesche abgesandt, worauf folgende Antwort einlief: I Veteranen Verein-Gießen.

Herzlichen Duck für freundlichen Glückwunsch zu unserem I G bunstage. I

Ernst Ludwig. Victoria Melitta.

** Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 27, vom 24. No- I nember enthält:

1. Oeffcntliche Anerkennung einer edlen That. 2. Ordensver- I leihungen. 3. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder I Orden. 4. Namensveränderung. 5. Dienstnachrichten. 6. Dienst- I entlaffungen. 7. Promotionen an der Großherzoglichen Landesuni- | versität im Rektoratsjahre 1899/1900. 8. Nachweis der Befähigung I zur Uebernahme eines Kirchenamts. 9. Exequaturerteilung. I 10. Charaktererteilungen. 11. Ruhestandsversetzungen. 12. Kon- | kurrenzeröffnungen.

** Aus dem Militärwochenblatt. Flor et, Bizefeldw. im Landw.-Bez. Marburg, wurde zum Lt. ber Res. des 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarbe)Regt. Nr. 115, Gastell, Vizewachtm. im Lanbw.-Bez. Mainz, zum Lt. ber Res. bes 1. Großh. Hess. Drag.-(Garbe)Regts. Nr. 23 unb Becker, Lt. ber Inf. 1. Aufg. b. Lanbw -Bez. Darmstadt I, zum ' Oberlt. befördert; dem Lt. d. Feldart. 2. Aufg. des Landw.- Bez. Darmstadt I Römhelb würbe ber Abschied bewilligt.

* Befitzwechsel. DaS dem Herrn Fischer gehörige Bersch'sche HauS mit Bauplatz Alicestraße 22, wurde I für 50 500 Mk. vom Weißbindermeister H. LaunSpach I gekauft.

* Musterhaftes Deutsch! Ein prächtiges Inserat ent- I hält die Nr. 92 derDtschen. Volksmacht", des Organs I des Mitteldeutschen Bauernbundes. Bürgermeister Köhler I in Langsdorf, Reichstags- und Landtagsabgeordneter, em- I pfiehlt' in diesem Inserat bie Benutzung ber Gemeinde- I bibliothek unb sagt u. a. wörtlich:

Es wird besonders großen (eie! D. Red.) Wert darauf ge- I legt, daß mehr die Bücher, die wissenschaftliche Themata« (sic!) I behandeln, benutzt werden möchten, als solche, die nur Romane« I und sonstige Räubergeschichten (sic!) enthalten. Vor allen I Dingen soll e aber die Jugend angehalten werden, gute wissenscbaft- I liche, besonders aber landwirtschaftliche Bücher zu lesen und ver- I stehen zu lernen. Denn solange der Bauernstand sich nicht dazu I entschließt, der allgemeinen Dummheit und Teilnahmlosigkeit, die I leider besonders durch das Generalanzeigerlesen, das Karien- I spielen und das Biersaufen genährt und gefordert werden, auf der I ganzen Linie den Krieg zu erklären, insolange kann es mit dem I Bauernstand nicht besser werden."

Das ist zweifellos sehr schön und eindrucksvoll gesagt. I Ganz besonders imponierend ist bie tiefe LitteraturkenntniS, I die sich in ber Bemerkung über bieRomanen unb sonstige I Räubergeschichten" offenbart.

Mainz. 27. November. Heute nachmittag wurde beim I Schulgang ber 13jährige Schüler Eigenbrodt, als er einen I Scheeren einfammelnben 16jährigen Italiener neckte, von I biefem burch Schlagen mit den Scheeren auf den Rücken lebensgefährlich verletzt. Der Thäter, Johannes I Stefani ans Rigads, wurde verhaftet.

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111U n Q h TKwbert« dem Staate zu schenken.

'bie ursvrü röniä: Wie«, 27. November. Wie dieOstd. 8lnnbfd)auM 0r M ahr f ?l$ei11 melbrt, hat der Unterrichtsminister an die österreichischen üer9eblithnnrk xnilet: Wlelschulen einen geheimen Erlaß gerichtet, nach dem ben Kaisers???Etelschülern der Verkehr mit ben Hochschülern erbr(ei!et löorbeSil6^ erbieten fei, weil biese babnrch zu Politischen Partei- daß iril tintn verleitet werden könnten.

M?. die Marin-Belgrad, 27. November. Der ehemalige Minister dm,. "Flotte" e2 3nein im Kabinet Giorgiewitsch Gentschitsch, wurde nach seinen' «qm Majestätsbeleidigung, begangen burch eine in auR'\?lten Stanbc exintm ausländischen Blatte veröffentlichte, den König ver- en ^lm und Lj (irpbe Aeußerung, sowie wegen direkter Beleidigung durch Gilbet ^V011 wi- HmiDen König beleidigende Briefe verhaftet. Gentschitsch der Fn9Ltoetb?' klcksteauch wegen Veruntreuung von Staatsgelbern in Kaiser v«tsolqt werben. .

Wfm ®runb Ä a 97 $y>nhpmfipr Tipr Kaiser verbrämte den NmbeTaufuS0111111 ; Puls 66. Nachts schlief der Kaiser gut. Am Morgen volUndiq umflpS' rixar Vas Empfinden unb ber allgemeine Kräftezustanb mit Beslimmtbeit t- v- ollkommen befriedigen b. Temperatur 36, Puls 66. . Vorlage nun erst > DnS Verhalten ber Zarin in biefen schweren Tagen Siebung im i(cnum vmd fiortbauernb als bewunbernswert geschilbert. Sie hat > der BeihnachtsferienN"'c...... ^ett

des Etats und mit r an «ntroge Rintelen jl- Ebnung u. s. m. au->

Konstantinopel, 27. November. Die^ türkischen unb r anerikanischen Beziehungen haben sich verschärft, sDtt a merikanische G esanbte führte auf ber Pforte ent ßehr scharfe Sprache und drohte mit einer grrlo tl en-Demonstration, wenn nicht sofort die Zahlung d:« Entschädigung für die amerikanischen Unterthanen ecjolgt und die Erteilung des Exequatur an den neu er- ^mnttn Konsul in Charput ausgesprochen werde.

DerHarmlosen"-Prozetz.

Berlin, 27. November.

^nächst wird heute der Zeuge Leutnant v. A. j ihtittommeu. Er sagt aus, er habe einmal vom Auge- ! logtem v. Kayser an bar 2900 Mark gewonnen. Tie e5diu(tn sei pünktlicl) beglichen worden. Mehrere andere , jniflent gaben als Gesamtergebnis ihrer Spielerthätigkeit «mehr oder weniger große Summen verloren. Zeuge Kauf- 1 mattn Licht bekundet, v. Kayser habe sich beim Spiel Ihinb hohe Einsätze ausgezeichnet. Seien Differenzen vor- ^ttfom-inen, dann sei v. Kayser als Schiedsrichter an-! c utruft n worden. Zeuge hat innerhalb eines Jahres i *000 Mark beim Spiel verloren. Er sei durch einen >.Min Dr. Voßwinkel in den Spielklub eingesührt worden, '□tu bereite öfter genannten Dr. Schröder habe er ge- | tonnt, aber nicht gewußt, daß er ein Falschspieler sei. ;,(.rüge Referendar Graf K r., der schon zu einem ahnen Tage zur Vernehmung geladen, aber nicht er- iiitieiu-n war, weil er sich auf einer Reise in Italien | leimte, zieht sich eine Rüge des Präsidenten zu. Dieser meint,, die Zeugenpflicht gehe doch einer Vergnugungs- eriji vor. Der Gerichtshof nehme deshalb den Zeugen awegen seines Ausbleibens in eine Geldstrafe von 100 Mk. Itai Zeuge kann nichts Besonderes aussagen. Seine ^,-ielverluste giebt er auf 10 000 Mark an. Es ir»itb dann die Aussage des kommissarisch vernommenen -Ilmrikaners Ingenieurs Murrey verlesen. Aus der-

geht hervor, daß er mit Wolff näher bekannt war. lüiefer habe ihn einmal väterlich ermahnt, mit Spielen (inkuhören. Zeuge hat weiter ausgesagt, daß er an v>. iayser niemals Geld verloren, sondern stets von ihm aponnen habe. Trübe Erfahrungen habe er dagegen mit

v. Radeck gemacht. Der Angeklagte v. K a y s e r ver- iiiafiet auf eine Reihe seiner Entlastungs- und Leumnnds- Men. Rechtsanwalt Friedmann beantragt dagegen btie Verlesung der Einladungen und Hofansagen, um zu botifen, daß v. Kayser in den, höchsten weisen ein Affin gesehener Gast war. Der Oberstaatsanwalt liÄmcrkt, wenn der Angeklagte den Mut habe, auf diesem Antrag zu beharren, müsse ihm natürlich ftattgegeben hheiöcn. Nach einer kurzen Diskussion über diesen Antrag '.Milchen dem Oberstaatsanwalt und dem Rechtsanwalt 7jMdmann zieht dieser den Antrag zurück. Auf Antrag Blee Rechtsanwalts Wronker wird der Untersuchungs- utitoier, Landgerichtsrat Herr, vernommen. Es handelt fl iah darum, um zu bekunden, daß der Verteidiger sich nviÄeirholt bemüht habe, freies Geleit für den Angeklagten tfcßf zu erwirken. Zeuge .kann dies bestätigen. Weiter- rüenhaildlung Donnerstag. An diesem Tage werden .--iüd einige Zeugen vernommen, dann beginnen tfrx Plaidoyers. _______________________________________

q.Micn.

,Q ua. I Der König beabsichtigt, die Villa'und bas Museum SahÄrrghese anzukaufen und zum Gedächtnis König n9 Oea & 5e(li U'-vberts dem Staate zu schenken.