dächtiger Bulgaren ein geplantes Bombenattentat entdeckt wurde. „ ,. m
Sofia, 27. August. Ter rumanr,cheVertreter überreichte die Antwortnote auf die letzte bulgarische dLote. Rumänien nimmt darin Kenntnis von der Bereitwilligkeit Bulgariens, die Erpresser gerichtlich zu verfolgen, nennt mehrere Thäter und spricht die Erwartung aus, daß die bulgarischen Gerichte die übrigen Thäter eruieren werden. Die Note weist die Ergebnisse der bulgarischen Unterluch ung bezüglich des Mordattentates auf den Rumänen Karadjow in Sofia zurück, wonach der Mord ein Racheakt sein und nicht mit dem macedonischen Komitee zusammenhängen sollte, und sieht in der bulgarischen Auslegung des Falles deutliche Vorbedachte der Skizzierung für die Verteidigung und für bps Verhalten der Angeklagten. Die Note meint, die bulgarische Behauptung, stets rm Sinne der Erhaltung der besten Beziehungen gewirkt zu haben, entspreche nicht den Thatsachen, da rn der Verzögerung der Verfolgung der Morderpresser gerade das Gegenteil gesehen werden müsse, und fordert sofortige gerichtliche Maßnahmen.
Yokohama, 27. August. Nachrichten aus Soeul zufolge teilte der koreanische Minister des Aeußern dem japanischen Vertreter mit, daß in Uebereinstimmung mit der Anregung der letzteren die Regierung Koreas eine Streitmacht zur Wahrung der Ordnung an die Nordgrenze entsende, zugleich versicherte er, daß der Ausbruch der Unruhen durch örtliche Zwistigkeiten veranlaßt worden und nicht auf feindselige Gesinnung gegen die Ausländer zurückzuführen sei.________________
Aus Stadt und Land.
Gießen, 28. August 1900.
•• Warnung! Die Besitzer hiesiger Gastwirtschaften werden vor einem zuletzt in Mainz aufgetretenen unbekannten Hoteldieb gewarnt, der sich Hotelsekretär vr. jur. Georges Mandlesco, auch Dr. v. Marsa genannt hat und am 19. Mai 1871 zu Ploesci in Rumänien geboren sein will. Der Genannte, der sich gewandt und elegant benehmen soll, ist etwa 1,72 Meter groß, von schlanker Statur, hat schwarze Haare und ebensolchen Schnurrbarts stark ge« bräuntcS Gesicht und macht den Eindruck eines Südländers. Bekleidet ist er mit dunklem, kurzem Sackcocke, gestreifter Hose, braunen Lederschnürschuhen (vom Knöchel ab mit braunem Tuche besetzt), hellem Strohhute mit geradem Rande. Ec führt eine gelblederne Tasche mit sich.
-r Klein Linden, 27. August. Nachdem es die ganze vorige Woche und besonders am Samstag noch in Strömen geregnet hatte, trat unerwartet am gestrigen Tage das herrlichste Wetter ein. Von dem wolkenlosen Himmel lachte freundlich die Sonne nieder und lud zu Ausflug und Spaziergang ein. Man wandte sich vorzüglich nach unfern Orte, der den Bewohnern Gießens am nächsten liegt; und hier bot sich den Ausflüglern auf der Kirchweih reichlich Gelegenheit, einige vergnügte Stunden zu verbringen. Bon 3^2 Uhr ab, nachdem der festliche Umzug vorüber, bewegte sich auf der Straße von Gießen her eine nicht endenwollende Menschenmenge, sodaß man denken mußte, ganz Gießen sei auf den Beinen. An der Abzweigung der Wetzlarerstraße teilte dieser Strom sich und ergoß sich hauptsächlich nach den Wirtschaften, in denen Tanzmusik war, nach der „Burg" und der „Deutschen Eiche". In beiden Wirtschaften war der Andrang so stark, daß viele Besucher keinen Platz mehr fanden. Ebenfalls waren sämtliche anderen Wirtschaften Überfüllt, ganz besonders auch die Gartenwirtschaft des Herrn Spuck. Die Wirte können ganz mit dem gestrigen Tage zufrieden fein, zumal es bei solch prächtigem Wetter an Durst nicht fehlte. Leider öffnete heute mittag am zweiten Kirmestage wieder Gott PluviuS die Schleußen des Himmels, weshalb auswärtige Teilnehmer nur in geringem Maße eintrafen. Doch herrschte in den Festwirtschaften auch heute eine lustige Kirmesstim- tnung, die noch erhöht wurde durch die recht gute Musik der beiden Kapellen, deren Leistungen allgemein anerkannt wurden.
tz. AltenBnseck, 28. August. Gestern Vormittag ertränkte sich der Landwirt Johannes Weiner hier in der in seiner Hofraite befindlichen Pfuhlgrube. Was ihn zu dieser That veranlaßt hat, ist bis jetzt noch völlig unbekannt.
'" Wendelsheim, 27. August. Ein nach Taufenden zahlender Fremdenschwarm ergoß sich gestern über unser Dorf, um die Verwüstung in Augenschein zu nehmen, die das durch einen Wolkenbruch hervorgerufene Hochwasser hier verursacht hat. Einstimmig hörte man überall, daß die Verheerung größer sei, als man sich vorgestellt habe. Ob schon die vom Wasier Heimgesuchten inzwischen Übermenschlich gearbeitet haben, um den Schlamm aus den Häusern zu entfernen, bietet das überschwemmte Gebiet doch immer noch einen sehr traurigen Anblick. Wenn man bedenkt, daß ein unansehnlicher Bach, der sich etwa einen Kilometer lang dicht an dem Dorfe vorbeizieht, zu einer Breite von etwa 200 Metern sich ausdehnen konnte, alle dicht daran- liegenben Gärten überfluthend, wenn man die kolossalen Steine, bis zu 20 Zentner schwer, die das Wasier mit sich führte, und das mehrere Fuß hoch mit Schlamm bedeckte Terrain, wenn man 'die eiugestürzten Häuser, die Brücken und Gartenmauern besichtigt, kann man erst beurteilen, welches großes Unglück über unser Dors hereingebrochen ist. — Durch Ministerialrat Braun fand eine Besichtigung der Gemeinde statt, wobei eine staatliche Unterstützung zugesagt wurde.
Mainz, 27. August. Von einem Freiwilligen des Expeditionskorps nach China ist heute früh folgende am 16. August in Port-Said aufgegebene, von der Kaiserlich Deutschen Marineschiffspost beförderte Postkarte hier eingetroffen: „Port Said den 15. August 1900. Am 4. August sind wir in Bremerhaven eingeschifft. Bei uns an Bord ist es nicht gerade hervorragend bequem, aber der Mensch gewöhnt sich schließlich an alles. Von Tatsächlichem ist zu berichten, daß wir einen fliegenden Fisch gefangen haben, daß Gibraltar uns recht uneinnehmbar angeblinzelt hat, und daß man bei der Morgenwäsche vom Salzwasser nicht reiner, sondern schmutziger wird." Die Karte zeigt in künstlerischer Ausführung die Porträts des Prinzen und der Prinzessin Heinrich und des kleinen Prinzen Waldemar. — In einer Wirtschaft in der Rheinstraße trank vorgestern der 23 Jahre alte Müller Heinr. Sarpe aus Engen, Kreis Herrfurth vier Glas Bier. Ehe er zahlte, verlangte er von dem kleinen Sohne des Wirtes, der allein mit dem Gaste in dem Lokale anwesend war, eine Bürste zum Reinigen seiner Kleider. Während der Abwesenheit des Jungen stahl der Müller, der sich seit 8 Wochen ohne Stellung herumtreibt, auch erst vor Kurzem in Worms wegen Fahrraddiebstahls mit 3 Wochen Gefängnis bestraft worden ist, die im Buffet stehende, die Tageseinnahme enthaltende Kassette und verduftete damit. Als der Junge mit der Bürste zurückkam und der Gast nicht mehr da war, war fein erster Blick nach der Geldkaffete. DaS Verschwinden derselben bemerken, und sofort dem Dieb nachzueilen, war für den Jungen baß Werk eines Augenblicks. Er erblickte auch ben Dieb noch in ber Rheinstraße. Als dieser aber merkte, daß man ihn entdeckt, ergriff er eilenden Laufes die Flucht. Durch die Karmelitenstraße und mehrere Seitengassen ging die wilde Jagd nach dem Diebe los. In der Löhrstraße stellte ben Flüchtigen eine Anzahl Jungen, bie ihn so lange festhielten, bis ein Schutzmann erschien unb ihn verhaftete. Die Kassette, die einige 50 Mk. enthielt, wurde dem Dieb abgenommen unb er selbst geschloffen zuerst ber Kriminalpolizei zugeführt unb bann in baß Untersuchungsgefängnis eingeliefert. — In einer gefährlichen Situation würbe gestern, wie ber „Mainz. Anz." schreibt, nachmittags am Rheinquai in ber Nähe des Köln-Düsseldorfer Billet- hauses ein schlafenber Mann gefunben, ber sich jebensalls in feiner Betrunkenheit bort hingelegt hatte. Der Kopf bes Schlafenden hing über bie Quaimauer hinab, währenb ber Körper langgestreckt auf ber Straße lag. Der Hund bes Mannes saß nebenan unb bewachte feinen schlafenben Herrn! Die Polizei verbrachte ben Schlafenden aus feiner gefährlichen Lage, der hierüber, nachdem er geweckt worden war, in nicht geringes Erstaunen geriet. Er wußte gar nicht, wie er an den Rhein gekommen war.
Frankfurt a. M., 27. August. Zwei Bockenheimer Husaren, bie als Burschen bei hiesigen Offizieren bienten, gerieten vorgestern abenb in bem Quartierhauß in Streit, bet sich bis in bie Kronprinzenstraße fortsetzte, wo einer von bem anbern mit einem scharfkantigen Gegenstanb einen Schlag über den Kopf erhielt, der eine schwere Verletzung
zur Folge hatte. Civilisten mischten sich in den Streit, unb wenn bie Polizei nicht sehr energisch eingefchritten wäre, hätte es zweifellos noch weitere Verletzungen abgesetzt.
Hauau, 27. August. In Hast genommen wurde heute ber seit April dsß. IS. hier beschäftigte Maurer Josef Schilling, der, wie sich herausstellte, von ber Staatsanwaltschaft Heidelberg unb dem Amtsgericht Füssen (Bayer«) steckbrieflich verfolgt würbe. In beiden Orten hatte er als Streineiter fungiert unb war mit den Streikgeldern durch- gegangen. Die Fahndung nach ihm erfolgte daher wegen Betrugs. Hier in Hanau hatte er sich alsbald nach Antritt eines ArbeitSverhältnisieS an die Rockschöße der Sozialdemokratie und der gewerkschaftlichen Organisation gehängt unb bas große Wort geführt. (H. Anz.)
** Kleine Mitteilungen auS Hessen unb ben Nachbarstaaten. Die Frau, bie, wie wir vor einigen Tagen melbeten, in Offenbach unter blatternverbächtigen Erscheinungen erkrankt unb ins Krankenhaus verbracht worden war, ist dort gestorben, und zwar sollen Blattern als Todesursache festgestellt worden sein.
Berlin, 28. August. Wie bie „Staatsbürger Zeitung" hört, soll balb nach der Ankunft beß Reichskanzlers in Berlin ein Thronrat stattfinben.
Kiel, 28. August. Durch eine Explosion im Patronenlager beB To rpe bobootes G. 89 würben ein Deck-Offizier, ein Obermaat, ein Heizer unb ein Matrose verletzt. Die Verwundungen bes Heizers finb schwer. Der Unterleib würbe ihm völlig aufgerisien. Die Beschädigung beS Torpebobootes ist anscheinend gering.
London, 28. August. „Daily Mail" meldet aus Rom: Ein ernster Aufruhr fand in Palermo statt, tolobei mehrere Personen getötet und zahlreiche schwer verletzt wurden. Die Ursache des Aufruhrs war das Verbot, das Gebet der Königin Margherita in der Kirche au beten. Vier Personen, die trotz des Verbots dieses Gebet in der Kirche beteten, mürben aus derselben ausgewiesen. Die draußen Stehenden nahmen für die Ausgewiesenen Partei, und es kam zu heftigen Zusammenflüßen, sodaß die Gendarmerie ein- schreiten mußte. (Die Königin-Witwe Margherita hatte nach der Ermordung ihres Genrahls ein Gebet versaßt und niedergeschrieben. Dieses „Gebet der Königin" hat aber die Zustimmung der obersten Mrchenbehörde nicht erhalten, und die Geistlichkeit verbietet den Gebrauch öffentlich. Die Königin-Witwe soll sich der päpstlichen Entscheidung gebeugt haben. D. Red.)
Wieu, 28 August. Nach einem tschechischen Nacht- Meeting bei Raunitz zogen die jungen Leute mit einer schwarzen Fahne mit rotem Felde nach dem Orte zurück. Aus dem Marsche begegnete die Kolonne bem Bezirks- Hauptmann. Derselbe forderte mit lauter Stimme bie Beseitigung ber Fahne. Da biefer Aufforberung nicht Folge geleistet würbe, sprang ber Beamte auß bem Wagen, riß die Fahne auß ben Hänben beß Trägerß, zerbrach bie Fahnenstange unb nahm baß Tuch an sich, worauf er weiterfuhr. Alß bie Menge in Raunitz ankam, zog sie vor bie Bezirkshauptmannschaft unb gab bort in stürmischen Rufen ihrem Unwillen über ben Vorgang Ausdruck. Genbarmen umstellten das Gebäude und zerstreuten bie Menge.
Wien, 28. August. Die beutschen Varteiführer nehmen gegenüber ben bevorstehenben Verhandlungen beß Ministerpräsibenten v. Körber ben Stanbpunkt ein, baß lebiglich bie Obmänner-Konserenz baß maßgebenbe Organ für bie Haltung ber beutschen Parteien fei. Nur biefe werbe bem Ministerrat auf etwaige Derhanblungen Antwort erteilen. Sie werbe auch einberufen, wenn v. Körber an einzelne deutsche Parteiführer herantreten sollte. Es steht mit Sicherheit zu erwarten, daß die deutschen Führer in Würdigung der Wichtigkeit des gemeinsamen Auftretens auch in voller Einigkeit auftreten werden.
A aU (Heesen) zw. Darmstadt u. Heidelberg,
Hotel u. Pension „zur Krone« Sommerfrische. Pensionsprospekt u. Fahr, grat. Bes,: G. Diofenbaoh.
A eidenstoffe, ’ÄKJSS«“^4?
HAM- Sammle von Elten & Kernes $»und Velvets „„ ,„L
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß A. Bergemann dahier zum provisorischen Oktroierheber am Seltersthor ernannt, verpflichtet und am 21. d. Mts. in seinen Dienst eingewiesen worden ist.
Gießen, ben 24. August 1900.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_______________________I. V.. Wolfs.______________________5696
Bekanntmachung,
betreffend, städtisches Elektrizitätswerk.
Um die Abgabe von Elektrizität für den Bedarf des Stadtgebietes bis zum 1. April 1901 bewirken zu können, ist es j-tzt schon erforderlich, die Verteilung elektrischer Energie in diesem Gebiet festzustellen. Das Werk wird im Gleichstrom-Dreileitersystem 2 mal 220 Volt ausgeführt. Die Stärke der Leitungen und die Führung derselben wird in ben Straßen entsprechenb dem vorausfichtlichen Bebarfe an elektrischer Energie für die einzelnen Bezirke bestimmt. Wirb babei auch Spielraum für einen über ben Rahmen der ersten Anmeldungen hinausgehmden Verbrauch vorgesehen, so können durch nachträgliche Anmeldungen den Abnehmern Schwierig- leiten und besondere Kosten erwachsen. Es wird deshalb dringend gebeten, den voraussichtlichen Bedarf an elektrischer Energie bis zum 1» Oktober d. I. auf den dafür in dem Büreau des städtischen Elektrizitätswerkes (Reumühle) unb bei der Großh. Bürgermeisterei unent- gelttich zur Verfügung stehenden Formularen anzumelden. Die Bedingungen für den Bezug elektrischer Energie sind ebendaselbst erhältlich. Die Aufforderung zur Stellung definitiver Anträge auf Anschluß erfolgt dann Wäter. Zur Erläuterung fei bemerkt, daß jedes Grundstück in der Regel nur einen Anschluß an die elektische Leitung erhält, d2ß abtr die ver
schiedenen Gebäude eines Grundstückes ober die verschied men Stockwerke eines Gebäudes durch besonderen, mietweise überladenen, Zähler in ihrem Verbrauche kontrolliert werden können.
Bei der Anmeldung ist getrennt anzugeben ber voraussichtliche Bedarf an elektrischer Energie:
a) für Beleuchtungszwecke durch Bezeichnung der Art, Stärke und Zahl ber Lampen,
b) für elektrische Motoren nach Pferbestärken des Elektrometer»,
c) für sonstige Zwecke unter Beschreibung ber Verwendung,
bie beiben letzten Angaben mit Zufügung ber Tageszeiten unb Stunden, in welchen der Betrieb voll und beschränk stattfindet.
Jede gewünschte weitere Auskunft erteilt der Betriebsleiter des städtischen Elektrizitätswerkes, Herr Mulert, auf ber Neumühle in den Stunden von 11—12 Uhr vormittags und 5—6 Uhr nachmittags.
Gießen, den 27. August '900.
Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Wolff. 5705
Gebäude verkauf auf Abbruch.
In der Pfarrhorraite zu Eberstadt bei Lich soll Montag den 3. September 1900, mittags 2 Uhr, eine aus gutem Eichenholzfachwerk bestehende, mit Ziegeln gedeckte gut erhaltene Scheuer — 11,25 m lang, 8,5 m tief, 2 Stock
zus. 5,1 m hoch, auf den Abbruch öffentlich versteigert werden.
Lich, den 27. August 1900.
Die Fürstlich Solmfische Bauverwaltg.
Schön, Bauinspektor. 5707
Arbeitsmrsteigerung.
Die zur Reparatur eines Ge« meindebrunnens nötigen Arbeiten, sowie die Anschaffung einer neuen Pumpe von Tannenholz sollm
Lawstag den 1. September, vormittags 8 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei unter ben im Termin bekannt gegebenen Bedingungen wenigstnehmend versteigert werden und zwar:
veranschlagt zu
1. Maurerarbeit 10
2. Zimmerarbeit 21 „
3. Pumpenmacherarbeit 57 ,
4. Pflasterarbeit 38 „
5. Brunnenreinigungsarbeiten 4 „
Trohe, am 27. August 1900.
Großh. Bürgermeisterei Trohe.
__________Schmidt. 5706
Bekanntmachung.
Donnerstag den 30. d. M., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 1. 1 Vertikow, 1 Kommode, 1 Tischchen, 4 Stühle, 1 Regulator und drei Paar Vorhänge mit Zubehör,'
2 Mehrere Schränke, Sofas, Betten, Stühle und sonstiges Hausgerät, ferner 2 große Wagen, 1 Klavier u. 1 Schreibtisch u 30 Blumenkörbe zwangsweise gegen bar versteigert werden. Die Versteigerung der unter ad 1 aufgeführten Gegenstände findet voraussichtlich bestimmt statt.
Gießen, den 28. August 1900.
03539 Seipel, Gerichtsvollzieher.


