Ausgabe 
29.3.1900 Zweites Blatt
 
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An Wochenbettfieber sind 5 Frauen gestorben (unb weitere -tam auswärts krank in die Klinik eingebrachter), an anderen Folgen ^Di> Ste"blichkcü an ^Lun genschwindsucht istgegenaberben Vor^ -Ihren wieberum etwas zurückgegangen: es sind derselben. erlegen 155 Irfoncn, meist dem Mannesalter angehörenb (gegen 172 tm Boriahrel, «s 1OOOO Lebende berechnet nicht ganj 20 °.«» (22 1), dre betreffende Affer für das Großherzogtum war für das Jahr 1898 231,2! unb m Ihrigen Durchschnitte der vorausgegangenen Jahre. 25,6 ,too, 'M Siebenten unb achten Jahrzehnt noch 28 8 /wo- g

Bei 64 Verstorbenen war die Tuberkulose Nicht m den Sungtn, dem in anb-ren Organen beS Sörperä Idtaliflert, msg-samt freien y;rnaefi der Tuberkulose 219 Personen zum Opfer.

* An akuten Krankheiten der Athmungsorgane sind 207 -Aschen gestorben und zwar 109 (69) an Lungenentzündung, 73 (62) iHatarrhen und 25 (11) an Influenza, die uns fett dem Jahre 1889 5rj nicht wieder verlaffen hat unb im laufenben Winter roteber intensiver getreten ist. Durch Gehirnschlagfluß gingen 39 (48) zu Grunde, jfiforqe von Herzleiden 44, ebenso viele rote tm Vorjahre.

An Darmkatarrhen sind 48(61) gestorben, worunter 43 Kinder, Zn Abzehrung 16(9) Säuglinge unb an angeborenerLeben-schwäche 36(39).

Bei ben an bösartigen Neubilbungen, Krebsgeschwülstenusw., »erstorbenen 88 Personen, wobei 26 Kreisfrembe eingerechnet sind, ging die Geschwulstbildung 30 mal (340/0) vom Magen, 10 mal von der Speise tihre, 9 mal von der Leber 12 mal vom Darrn, 15 mal von weiblichen Merleibsorganen auS. ,

Bei 197 Verstorbenen ist Altersschwache als Todesursache an­gegeben, bei 215 andere, minder wichtige Krankheiten, bet 85 blieb die fote-ursache unbekannt. rr

23 Kreisangehörige und 12 Fremde, zusammen 35 Menschen, sind -in Berichtsjahre durch Unglücksfall verstorben, durch Selbstmord -enbeten 12 (im Vorjahre 23).

Gießen im März 1900.

Großh Kreisgesunbheitsamt Gießen.

Dr. Haberkorn.

Gerichtssaal.

Leipzig, 26. März. (Königliches Landgericht.) 3 in Dienste der südafrikanischen R e p u b l i k ist der 4ini I. August 1875 in Hamburg geborene Wilhelm H. vom Hi. August 1895 an laut Bestallungsurkunde, die der Präsident Singer -n nb der Staatssekretär Reih unterzeichnet haben, als -Werf beim Postwesen angestellt, nachdem er vorher als Bank- tauntcr lhätig gewesen ist. Eine Naturalisationsurkunde besagt, ich \y am 18. Juni 1895 Bürger der südafrikanischen Re- jnibliF geworden ist. H. erging es aber, wie vielen frühzeitig gewanderten, er musste sich wegen Hinterziehung der Wehr- jlidit im Sinne von Paragraph 140 Absatz 1 Ziffer 1 des Äia'Gesetzbuches verantworten, und zwar behauptete die Anklage, a bitte nach erreichtem militärpflichtigen Alter deshalb das Andesgebiet verlassen, weil er sich dem Eintritt in den Dienst stehenden .Heeres oder der Flotte habe entziehen wollen. 4\ hatte aber vorsichtigerweise schon am 17. April 1894 von

Krügersdorf aus ein Gesuch um Zurückstellung an die Ersatz­kommission gerichtet, und diese hatte ihm auch bis zum 1. Ok­tober 1897 Frist gegeben. Bor dem Ablausstermin hatte sich H. in Lourenzo Margues von dem ersten Marinearzt des damals in der Telagoabai liegenden KriegsschiffesEondor" unter- fachen kaffen, und dieser wiederum hatte laut Zeugnis den H. wegen allgemeiner Körperschwäche für zeitlich dienstuntauglich befunden. Um seine Dienstuntauglichkeit auch weiter zu be­kunden, hatte H. am 18. März 1897 bie Hamburger Ersatz­kommission gebeten, ihm zu gestatten, das; er sich tu Pretoria von zwei deutschen Aerzten untersuchen ließe, da ein deutscher Marinearzt nicht anwesend sei, und da er zu einer weiten Reise kein Geld habe, eine solche ihm auch die Stellung kosten würde.- Dem Schreiben hatte er auch hinzugefügt, daß er sich vorübergehend vom 18. April bis 7. Oktober 1896 zur Her­stellung seiner Gesundheit bei seinen Eltern in Lindenau bei Leipzig aufgehalten habe, und daß er damals natürlich gern seiner Stellungspflicht nachgekommen wäre, er habe aber im Hinblick aus die ihm betreffs seiner Untauglichkeit ausgestellten Zeugnisse fest geglaubt, er sei nunmehr jeder Stellungspslicht enthoben. Die Kommission antwortete H. aber unterm 12. April 1897 kurz und bündig, entweder müsse sich H. von einem deut­schen Marinearzt untersuchen lassen, oder am 1. Oktober 1897 stellen. H. ist nun diesem Verlangen nicht nachgekommen, und der Strafantrag der Ersatzkommission ist insofern nutzlos ge­wesen, als die 2. Strafkammer den Angeklagten, der nicht per­sönlich erschienen war, auf Grund eingehender Beweisaufnahme f r e i s P r a ch. Nach Zustellung der Ladung zur Hauptver­handlung hatte H. in einer Eingabe an die hiesige Staats­anwaltschaft die Verhältnisse klargelegt. Deutschland hat mit der südasrikauischen Republik keine besonderen Verträge, wie mit Nordamerika, über die Behandlung der Wehrpflichtigen abgeschlossen, und die Staatsangehörigkeit hört erst nach zehn­jähriger Abwesenheit von Deutschland auf. Der Gerichtshof sagte in seiner Urteilsbegründung, wenn auch die Stellungs­pflicht trotz des im Jahre 1895 erworbenen Bürgerrechts in Transvaal fortdauerte, hat H. alles gethan, um dieser Pflicht zu genügen: sein Verbleiben in Transvaal hat keineswegs den Zweck gehabt, sich der Militärpflicht zu entziehen.

Kunst und Wissenschaft.

Siegfried Wagner in Paris. Der talentvolle Sohn des großen Tondichters hat mj^ seinem Pariser Konzert einen großen Erfolg errungen. Wie ein Telegramm meldet, wurden bei dem Siegfried Wagner-Konzert 18 000 Francs ver­einnahmt, eine bei Konzert-Aufführungen bisher unerreichte Ziffer. Jeder Nummer des Programms folgte enthusiastisck>er Beifallssturm. Der Trauermarsch aus der Götterdämmerung mußte wiederholt werden. Nach dem Konzert erschienen die Spitzen der Aristokratie, darunter die Gräfinnen Polignac und Larochefoucauld in Siegfried Wagners Garderobe, und bestürm­ten ihn, er möchte ein zweites Konzert geben. Jung-Siegfried erwiderte, das sei unmöglich, seine Mutter erwarte ihn in Flo­

renz. Aber die Damen ruhten nicht Sie wandten sich tci'e-» graphisch an Frau Cosima und erhielten deren Zustimmung. Am nächsten Sonntag wird nun Siegfried Wagner sein zweites Konzert gt'beit unter der Mitwirkung des Pianisten Moritz, Rosenthal. Während des Konzertes von Siegfried Wagner, wel­chen das Programm den deutschen Aiglon, den Adlerjüngling von Bayreuth, nennt, fanden Photographieen Richards und Sieg­frieds reißenden Absatz. Gegenüber diesem großen Erfolg des Sohnes ist die wehmütige Erinnerung am Platze, daß genau vor 60 Jahren Wagners Tannhäuser in Paris in ^kgenmard des tiefgekränkten Meisters ausgepfiffen wurde Anschluß an dieses Telegramm teilen wir einen litterarischen Beweis da­für mit, wie jetzt in Paris das Andenken Richard Wagners in der Ehrung des Sohnes gefeiert wird. Der Figaro bragite aus der Feder der Pariser Musikhistorikers Charles Jolh einen Ar­tikel, in welchem er an die Geburt Siegfried Wagners,erinnerte^ und erzählt: Die Geburt dieses Kindes war eine große Freude für den Meister, vielleicht die größte seines Lebens. Emige Wochen später schrieb er an seine Freunde, Herrn und <yrau Wille, in Mariafeld bei Zürich:Sie hat mir einen wunderbar schönen und kräftigen Jungen geschenkt, den ich Kurt Siegfried nannte. Er wächst zugleich mit meinen Werken, er giebt nns ein neues Leben und hat meinem ganzen Dasein die schönste Herzens­grundlage gegeben." Wagner vergötterte den Knaben, er wollte ihn- immer bei sich haben, und leitete selbst seinen ersten Unter­richt. Das Glück, sein Kind voll auszubilden, blieb dem Meister versagt: denn als Rickmrd Wagner im Jahre 1883 in Venedig starb, war Jung-Siegfried erst 13 Jahre alt."

Handel und Verkehr. Uolkswirtschsst.

Frankfurter Börse vom 87. März

Wechsel auf New-York zu 4.2N/r-22%.

Prämien auf Kredit per ult April 1.75 %, do. per ult. Mai 2.75% Diskonto Kommandit per ult. April 1.70%, do. per ult. Mai 2.75%. Lombarden per ult April 0.75%, do. per ult. Mai 1.00%.

Notierungen: Kreditaktien 234.60-40-00, Diskonto- Kommandit 197.80-00-000, Staatsbahn 136.20, Gotthard 142 00, Lombarden 28.30-00, Ungar. Goldrente 97.00, Italiener 94 60, Sproe. Mexikaner 26.00, Oesterr. Coupons 84, Amerik. Coupons 4.20, Privat-Diskont 4%%.

IV» bis 2% Uhr: Kredifaktien 234.40-30, Diskonto-Kommandit 197.80-00-00, Staatsbahn 136.20, Lombarden 00.00-00, 3proc. Portu­giesen 25.60-70, Sproz. Mexikaner 25.90.

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