Ausgabe 
28.12.1900 Zweites Blatt
 
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Schaft mit 5 Prozent w 4 */i Prozent zu verzinsen Dezember. Die Stator-- iomS Hauptbahnhos" ch

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Irauerfcter für 6er ^xrobios Karl DeLer MM in der Halle des MM ße statt. ®er Santo m rusgebahrt, ein Be^W ißen lag die, rbeerkranz MarM^ aiserS und der Kaisem« eisen. Prachtvolle ArW r tte» to «'°d-7-d-r^ , Lochschule für W ist? die königliche Md5 >a, bet «6gm*e b* 1 niebetlegen H: JL

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tom einschließen lassen. Man hat von ihm noch

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1 Lpur.

Hamburg, 24. Dezember. Der von Newport News h-miiTenfce Hamburger DampferMilano" rannte in der 1-trittNacht gegen das bei Altenbruch ankernde englische Bo^LMsfWiscombe Park", von Jamburg nach Sidney beiwt, und beschädigte dasselbe schwer Die Wrs- camilc Park" wurde etwas leck, mußte die Anker schlippen ürtJi? int Schlepptau zweier Dampfer nach Hamburg zurück- feßhen. DieMilano" kollidierte dann noch mit der eltitMs weiter elbaufivärts ankernden BarkWeser", von Hamburg nach Hongkong bestimmt; ^dieWeser" wurde fcfthi.ret Xircf und sank nach dreiviertel stunden. Die Mann- sckTiH wurde durch Boote derMilano" gerettet, spater lififi bet elbabwärts gehende Leither DampferNorty Slifüi" auf das Wrack derWeser" und nahm die vtiitmcm, den Großmast und den Besanmast der

'Verhaftung eines Seeoffiziers. Eine 1 e«njatiornelte Meldung kommt aus Kiel. Der Ober-- Cl, utitiant zur See Butterlin, Kommandant des 3 Z^ziolffchiffesOtter" und Referent der Minenversuchs- fownifiion ist wegen begangener Unterschlagungen v..-iha stet und seines Postens bereits enthoben worden.

'Dresden, 24. Dezember Das Bulletin über das B'&Ntm des Prinzen Friedrich August besagt: Das HMmbcin war auch harte ein durchaus befrredtgendes, eA bestt ht kein Fieber, die Wundenheilung nimmt einen norjiiniifen Verlauf.

5. irsch berg, 23. Dezember. DerVoss. Ztg." zu- saiche »st das bekannte Hotel Weißbachhof m 3 i vilrrhau niedergebrannt. Auch die anstoßende Löitcanfftalt wurde ein Raub der Flammen.

' M y s l 0 w i tz, 23. Dezember. Ein Nachtwächter in >smHeinrichsthaler Papierfabrik hat seine beiden ältesten M iitibt r erhängt und sich dann selbst entleibt, da m iregen Trunks entlassen worden war.

' Was ein T h e a t e r d ir e kt 0 r heutzutage !i inter Umständen alles thun muß, um Zu- scl t euer ins Theater zu bekommen, beweist eine Mit­te Jung aus L y cf. Direktor ©trüning macht bekannt, daß er das VolksstückDie Grille" 'geben und dabei als E/''ira l! eberraschung zum Schluß einenkompletten 11 neuen Anzug" verlosen wird. Jeder Theaterbesucher er Wt rin Freilos. Mehr kann man nicht verlangen.

He gen 6 bürg, 20. Dezember. Ein langer Rechts- ;t nit soll morgen vor dem königl. Amtsgericht Regens- innig I im Vergleichswege sein Ende stnden. Aus fach- mckWischen und beteiligten Kreisen wird uns mitgeteilt, daß i'i'sel Streit schon mehr als 400 Jahre, seit 1585, leiden der Regensburger Fischerinnung und den Fischern iec oberen Donau, Mariaort, Ober- und Niederwinzer,

so «e Stadtamhof, die nunmehrige Fischereivereinigung der id'MN Donau, besteht. Letztgenannte Vereinigung behauptet, sich ihr Fischereirecht in der Donau an der Stadtseite abmrM bis zum weiteren Wöhrd (eiserne Brücke) erstreckt, tocikJ wn der Regensburger Fischerinnung bestritten wird.

' § ch i f f b r u ch. Das in Malmö beheimatete Segel- schrm ,Sverre" ist am Freitag während eines Sturmes umwät »Göteborg gestrandet und gesunken. Sieben Mann sii in crilrunken, drei retteten sich auf eine unbewohnte Ile me Insel, wo zwei gestorben sind, während der dritte l)c w noch lebend aufgefunden wurde.

»Die erste Volkszählung in Samoa, die in dei-i M vom 15. August bis zum 30. September d. I. vemchattet wurde, hat für die Insel Upolu 17 755 (8W männliche und 8835 weibliche), für Manoua und AMma 1038 (483 männliche und 555 weibliche), für SMli 14022 (7491 männliche und 6531 weibliche), für initi gesamte Deutsch-Samoa also 32 815 (16 894 männliche .mtti 15 921 weibliche) Einwohner ergeben.

' Auch eine Ausstellungsstatistik. Wie viele Lei Mfund in der Pariser Weltausstellung verhaftet worden? . i j Pirifer Polizeipräfektur giebt jetzt hierüber Aufschluß. WiHkird der Zeit vom 17. April bis 31. Oktober gab es die i Etliche Zahl von 13,904 Verhaftungen. Die meisten .ne^ur Vergehen gegen die öffentliche Ordnung (6420), die r.tic Wiftcn (5123) aus Anlaß von Eigentumsdelikten; 1 ILM tonten auf rechtswidrige Angriffe gegen fremde Per- fonattj, 362 auf Sittlichkeitsdelikte zurückzuführen. Eine roiitifriang der Verhafteten nach ihrer Staatsangehörigkeit üi ck,dQß sich die Nichtfranzosen im Großen und Ganzen brarM i-r^alten haben; es waren nur 1189 Fremde unter

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allen Arretierten. An der Spitze marschierten Belgien und Deutschland mit den Ziffern 360 und 257, wahrend Oester« reich Ungarn und Amerika sich mit der bescheidenen Ziffer von je 44 begnügen müssen.

Briefkasten der Mdaktion.

M. Fast durchweg wird Venedig als die Heimat des Marzi­pans angesehen. Nach einer alten Ueberlieferung soll man ihn zuerst dort gebacken haben, zu Ehren des heiligen Markus, des Schutzpatrons der Bäcker und der Stadt, zum Gedächtnis an eine Hungersnot, von der jener Heilige durch seine Fürbitte die Stadt befreite. Deshalb nannte man das Brod Markusbrod, Marei panie.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.

Sabbathfeier am 29. Dezember 1900.

Freitag abend 4 Uhr, SamStag vormittag 833 Uhr, nach mittag2

Uhr, Sabbathausgang 620 Ubr.

Nachmittag 2« Uhr Schrifterklärung.

Wochengottesdienst: morgens 7*° Uhr, abends 41S Uhr.

Universität und Hochschule.

Sein 2bjähriges Jubiläum als Dozent an der Berliner Universität feierte der Geheime Medizinalrat Dr Max Wolff, der Direktor der königlichen Poliklinik für Lungenkrankheiten.

Der Direktor des kaiserl. Statistischen Amts, Herr Geh. Ober- Regierungsrat Dr. jur. et phil. v. Scheel, wurde von der staatswiffen- schaftlichen Fakultät der Universität Tübingen zum Ehrendoktor ernannt. Diese Ehrung, welche die Wiffenschaft dem Leiter der Reichsstatistik zu Teil werden ließ, erfolgte nach derN. A. Ztg." unter ausdrücklicher Hervorhebung der ganz hervorragenden Verdienste, die v. Scheel um die Reichsstatistik überhaupt und neuestens insbesondere um die muster­haft durchgeführte Berufs- und Gewerbestatistik sich erworben hat.

Bet der Universität Freiburg i. Br. ist dem Privatdozenten der Nationalökonomie Dr. Heinrich Sieveking, dem Dozenten der inneren Medizin Dr. Adolf Schüle und dem Dozenten für Zivilrecht Dr. Konrad Beyerle der Charakter als außerordentlicher Profeffor verliehen worden, Dorpat, 26. Dezember. Wegen Nichtbezahlung der Kollegien- gelder wurden 245 Studenten von der hiesigen Universität ausgeschloffen.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Markusgemeinde.

Den 18. Dezember. Ludwig Müller, Bäcker zu Gießen, und Karoline Müller, Tochter des Ackermannes Jakob Müller III. zu Günterod.

LukaSgemeinde.

Den 16. Dezember. Elias Schön, Etsenbreher zu Gießen, und Margaretha Aff, Tochter deS Ackermanns Ludwig Aff II. zu Queckborn.

Getaufte. MarkuSgemetsde.

36, Dezember. Dem Ausläufer Philipp Römer eine Tochter, Luise, geboren den 26. Oktober.

Denselben. Dem Fabrikanten LouiS Lenz ein Sohn, Erich August Ludwig, geboren den 7. November.

J9 ^Ember. Dem Schreiner Ferdinand Sauer eine Tochter, Johanna Luise, geboren den 6. April.

LukaSgemeinde.

Den 16. Dezember. Dem Metzger Karl Hartmann eine Tochter, Erna, geboren den 28. November. '

Denselben. Dem Bahnarbeiter Konrad Eller eine Tochter, Elfriede Katharina Johanna, gefroren den 11. November.

Arbeiterbewegung.

Genua, 23. Dezember. Infolge der von der Behörde erteilten Erlaubnis zur Bildung einer neuen Arbeitskammer ist der Ausstand der Arbeiter beendigt.

Sandet und Herkehr. Votkswirtschast.

- Dem ReichstagSabg-ordmten Fchrn. v. Heyl ist von dem Syndikus des TabakveretnS, Jof. Schlotzmacher, oorgeworsen worden, er habe gesagt, daß er selbst auf die Gefahr einer Revolution in Wrstfalm hin die Erhöhung des Tabakzolleö betreiben würde. Herr v. H-yl bittet nun die ^Nat.-Ztg.", diese Mitteilung wie folgt zu berichtigen:

1. daß ich in meinen Ausführungen über Tabakzoll auf dem Frankfurter Parteitag der Nationalltberalen Heffens die Reichstags- sraktton in keiner Weise engagiert oder auch nur herang^zogen habe; 2. daß ich auf eine Bemerkung deS Herrn Schloßmacher, die Erhöhung des Tabakzolleö würde eine Revolution unter den Natio­nalliberalen in Westfalen herbrifüh:en, scherzhaft erwiderte, eine solche Revolution würde mich nicht abhalten, meiner Ueberzeugung zu folgen.

Beerdigte.

Markusgemeiube. e o L

Dm 16. Dezember. Karl Nikolai, Dachdecker, Sohn des Dahn- arbeiters Konrad Nikolai und besten Ehefrau Elisabeth, ged. Merker, 23 Jahre alt, starb den 13. Dezember.

Matthäu-gemeinbe.

Dm 19. Dezember. Richard Pröschold, Schlostermeister, oa* heiratet, 63 Jabre alt, starb den 18. Dezember. ______

Humoristisches.

* Unter Kollegen. Dr. A.: ,Dr. X . . . ist zum Bahnarzb ernannt worden. Was sagst Du dazu?"

Dr. B:Hm, das ist eine Art Eisenbahn-Unglück!"

* Bitter. Geck (zu einem Fräulein):Verschmähen Sre mich nicht, ich würde Ihnen ein Licht sein in der Nacht des Lebens!"

Fräulein:Ich danke, ich brauche kein Nachtlicht.^ '«IU- ! ISSSS

Neueste Meldungen.

Berlin, 27. Dezember. DasKleine Journal" mel­det aus Mohelew: Ein schrecklichjer Unglücksfall hat sich zwei Meilen von der hiesigen Stadt ereignet. Ein Land­wagen, auf welchem fkfy -6 Bauern und 4 Frauen be­fanden, wurde von einem Schnellzuge erfaßt und total zermalmt. 4 Männer und 3 Frauen blieben sofort tot, die übrigen wurden schwer verletzt. Die Barriere soll nicht geschlossen gewesen sein.

Berlin, 27. Dezember. Nach demKleinen Jornal" wurden auf der Grube Brandenburg bei Kattowitz drei Arbeiter schwer verletzt.

Berlin, 27. Dezember. Der Polizei-Direktor von Meerscheidt-Hüllessem wurde am ersten Weihnachsts-Feier- tage mittags 1 Uhr an der Seite seiner ersten Gemahlin beigesetzt. Ter Beerdigung Lohnten bei: Rat Dieterici, mehrere Kriminal-Inspektoren und fast alle Kriminal- Kommissare der Kriminal-Abteilung A und B.

London, 27. Dezember. Aus Neufundland wird ge­meldet, obgleich die englische Regierung ihre Ansicht über die Erneuerung des modus vivende mit Frankreich be­treffend die Fischereifrage noch! nicht kund gegeben hat, ist die neuftmdländische Regierung entschlossen, diesen Modus nicht ohne neue Vorteile für Neufundland zu er­neuern. *

London, 27. Dezember. Nach einer Mitteilung der Blätter soll ein großer Pilgerzug englischer Katho­liken von London nach Rom abgehen.

Nizza, 27. Dezember. Großes Aufsehen erregte gestern ein Eifersuchtsdrama. Der Graf Jules de Ber- nouilly hatte aus Eifersucht sechD Revolverschüsse auf seine 25 jährige Gattin abgefeuert und sie dadurch getötet. Er stellte sich darauf der Polizei-

Washington, 27. Dezember. Die amerikanische Re­gierung ist entschlossen, an Spanien keine Entschädigung für die während des Krieges gehabten Verluste zu zahlen.

Washington, 27. Dezember. Man befürchtet ernste Verwickelungen für den Fall, daß Kuba die ihm auferlegte Entschädigung nicht zahlen kann.

Washington, 27. Dezember. Man versichert, daß der deutsche Gesandte dem Präsidenten der Republik Nicaragua mitgeteilt habe, daß die Vorschläge der amerikanischen Re­gierung betreffend den Ausbau des Nicaragua-Kanals an­genommen werden sollen.

Börsennachrichten.

Berlin, 24.2Dezember.

40/- Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 44 00 M.

4ü/0 do. 8. 5/6 unk. b. 1904 44.00 *

31/0 0/. do. 8. 7/8, unk. b. 1906 41.00

4 ü/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 96 50 »

8i/ o/0 do. unk. 1905 87.50

4 o/o Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 74.50

40/0 do. 8. 15-18 unk. b. 1900 74 50 M.

4 r</0 do. 8. 19-20, unk. b. 1905 74 50

310/ do. 8.13, 14 72.20

31/jfl/o do. 8. 21, 22, unk. b 1905 72.20

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Diie Mitglieder von der Rabenau wollen die Pferde Samstaa im: 12. Januar, vormittags IO Uhr, hierher zur Besichtigung Lvtnkga.

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