Ausgabe 
28.10.1900 Viertes Blatt
 
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Eine besorgte Mutter

für den linken Arm und die linke Hand auf einem andern Blatt der Albertina; ebendort findet sich auch eine Zeich­nung mit dem Toteuschädel, auf den die Hand weist, und eine Zeichnung des Lesepults mit den Büchern. Alle diese Blätter sind auf dunkel violettem Papier und in derselben Technik, Tusche mit Bleiweiß, gehöht. Gerade kleine Ab­weichungen verraten den frei mit seinem künstlerischen Eigentum schaltenden Meister. Das Motiv, die Darstellung des Hieronymus mit d em Totenschädel, war in den Nieder­landen, wo Dürer das Bild malte, schon während des 15. Jahrhunderts als Memento mori sehr beliebt. Dürers Gemälde muß früh zu hoher Berühmtheit gelangt sein, denn es finden sich mehrere Bilder, die augenscheinliche von dem von Dürer geschaffenen Typus beeinflußt sind.

gibt ihren Kindern keinen Bohnen­kaffee, weil dieser der Gesundheit schadet! Für die Kleinen ist Kath­reiners Malzkaffee ein sehr bekömm- licherund überaus wohlschmeckender Ersatz, für die Erwachsenen ein ausgezeichneter Kaffee-Zusatz.

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Berliner Verein vom Roten Kreuz und dem hiesigen Zweigvercin des Vaterländischen Frauenver- e i n s an unsere Mitbürger gerichtete Bitte, durch lieber Weisung von Liebesgaben an die Berliner Sammelstelle des Roten Kreuzes für das Ostasiatische Expeditionskorps auch ihrerseits dazu beizutragen, daß unsere jungen Krieger im fernen Osten zur Weihnachtszeit in würdiger Weise und nach deutschem Brauch beschert werden, hat, wie zu erwarten war, in allen Schichten der Bevölkerung lebhaften Widerhall gefunden, und eine überaus stattliche Anzahl bereits eingegangener und noch täglich eingehender Weihnachtsspenden, wie wollenes Unterzeug, Strumpfe, Pulswärmer, Portemonnaies, Kämme, Bürsten, Uhrketten, Zigarren usw., legen Zeugnis der so oft bewährten Opfer­willigkeit der Reichshauptstadt ab. Auch bares Geld von kleinen Beträgen bis zu stattlichen Summen, welches zum Ankauf der benötigten Gegenstände verwendet wird, geht von vielen Seiten ein. Neben den obigen Gegenständen wird der Verein 270 Kisten Pfefferkuchen, drei Doppel­waggons bester Tiroler Aepfel und einen Doppelwaggon Nüsse als Weihnachtsgabe hinüberschicken und so dafür Sorge tragen, daß jedem einzelnen Soldaten eine kleine Bescherung zu teil wird. Der letzte Termin für die rechtzeitige Verschiffung ist der 30. Oktober dieses Jahres, an welchem Tage dieIrene" des Nordd. Lloyd von Bremerhaven nach Asien abgeht.

* D i e kleinste Schule des Deutschen Reichs dürfte sich im badischen Bezirk Schönau befinden. Dort liegt am Westabhang des Rohrkopfes der zur Gesamt­gemeinde Häg gehörige Ort Rohrberg mit eigener Gemeinde - Verwaltung und Schule. Das geschlossene Oertchen zählt in 10 Häusern 80 Einwohner. An der von jetzt ad noch von vier Schülern besuchten Schule amtiert ein junger Hauptlehrer. Vor zwei Jahren verkaufte ein Bauer fein Hofgut, machte sich in Unteralpfen ansässig und nahm dem Lehrer seine ganze erste Klasse (bestehend in einem Schüler) und ein Sechstel der zweiten Klasse mit fort, sodaß der Lehrer am Nachmittag keinen Unterricht mehr zu erteilen hatte. Der Gesamtaufwand durch Staat uni) Gemeinde beträgt für jedes Kind 349.56 Mk.

E i n wieder gefundenes Gemälde von Al­brecht Dürer. Eine interessante Nachricht über ein Bild Albrecht Dürers bringt A n t o n W e b e r in derZeit­schrift für bildende Kunst". Er hat während eines Aufent­haltes in Lissabon im dortigenMuseu Nacional das Bellas Artes" ein Gemälde entdeckt, das den heiligen H i e r o n i m u s darstellt, und das er als ein von Dürer selbst in seinemTagebuch der niederländischen Reise" er­wähntes erkannt hat. Zum Monat März des Jahres 1521 merkt Dürer dort an:Ich habe einen Hieronymus fleißig in Oelfarben gemalt und dem Roderigo von Portugal geschenkt". Der Portugiese Roderigo Fernandez hatte sich in Antwerpen des deutschen Künstlers angenommen, und Dürer hatte ihm aus Dankbarkeit dieses Oelbild gewidmet. Das Gemälde, durch den Gesandten des Königs Joao III., Ruy Fernandez de Almeida, nach Portugal gebracht, wurde von den Nachkommen desselben in dem Marktflecken Azeitao aufbewahrt und gelangte im Jahre 1880 durch Kauf in den Besitz der portugiesischen Regierung. Es stellt den Heiligen in >etwas vorgebeugter Stellung dar. Das greise Haupt ist mit der flachen rechten Hand gestützt, der Arm ruht auf einem pultartigen Kasten, der Zeigefinger der vorgestreckten linken Hand ist auf einen Totenschädel gelegt, der sich auf einem schmalen Tische vor dem Greise befindet. Aus einem Lesepulte liegt ein aufgeschlagener Quartband, während zwei geschlossene Bücher darunter sichtbar werden. Aus dem größeren grüngebundenen Buche ragt ein weißer Buchmerker hervor, der oben die Jahreszahl 1521 und unten Das Monogramm Dürers trägt. Von der grünen Wand des Hintergrundes hebt sich ein Kruzifix ab. Tie Arbeit zeigt' im ganzen keine recht befriedigende Farben­harmonie, sie ist jedoch mit außerordentlichem Fleiße ge­malt; die Zeichnung der Adern und der einzeln angege­benen Haare, die Behandlung des Antlitzes und des Toten­kopfes zeigen die Malweise des Künstlers. Jeder Zweifel daran, daß man es hier mit dem von Dürer erwähnten Bilde zu thun hat, scheint ausgeschlossen. Wie der Heraus­geber der Zeitschrift, Prof. Max Zimmerman, hinzufügt, ist von keinem anderen Gemälde Dürers außer von dem verbrannten Hellerschen Altar von Frankfurt a. M. eine jo sorgfältige Vorbereitung durch Zeichnungen nachzu­weisen wie von diesem wiederentdeckten Hieronymus-Bilde. Der berühmte Greisenkopf an der Albertina ist maßgebend gewesen für das Gesicht im allgemeinen, für den Bart, für die rechte Hand und für die -Kappe; ohne daß sich der Künstler jedoch ganz sklavisch in diese gehalten hatte. Aus einem jetzt im Berliner Kupferstichkabinett bewahrten Blatte zeichnete Dürer denselben Kopf noch einmal, weil er in dem Gemälde die Augen geradeaus blicken lassen wollte, während die Zeichnung der Albertina den Greis mit nieder­geschlagenen Augen giebt. Daran schließen sich Studien

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der thätigen Hilfe in der Nähe immer zu festigen, damit kein junges Mädchen mehr vom Lande in die Stadt oder von einer Stadt zur anderen wandere, ohne an eine Freundin empfohlen zu sein, damit keines, sein Beruf oder seine Lebensstellung sei welcher Art sie wolle, ohne Schutz und Hilfe bleibe, sobald es sich nur helfen lassen will. Um die erprobten Mressen, die derRatgeber" enthält, auch außerdem möglich zu verbreiten, bat der Verein Zettel mit diesen Angaben drucken lassen, die die Mitglieder ver­teilen, wo sich Gelegenheit dazu bietet. Vor allem wer­den dieselben an den Bahnhöfen den ankommenden und durchreisenden Mädchen eingehändigt, und an den Quar­tals-Zeiten, bei dem M- und Zuströmen der weiblichen Arbeitsuchenden, ist in vielen Städten ein regelrechter Bahnhofdienst eingerichtet, bei dem freiwillige und bezahlte Kräfte im Sinne des Vereins wirken. Endlich werden die obengenannten Adressen durch Plakate in den Eisenbahnstationen und Wartesälen und seit den letzten Jahren auch in den Eisenbahnwagen 3. und 4. Klasse be­kannt gegeben. Je mehr diese Hilfsmittel bekannt und benützt werden, um so mehr wird erreicht, was nach dem oben Gesagten Zweck und Ziel des Vereins iftf daß die in gesicherter Lebensstellung- Befindlichen in einfacher und natürlicher Weise denen Schutz und Hilfe bieten, die durch die gegenwärtige Art unserer gesellschaftlichen Verhält­nisse mannigfachen und ernsten Gefahren ausgesetzt sind, denen allein und auf sich selbst gestellt, sie nicht genügenden Widerstand entgegenzusetzen vermögen. Zu jeder näheren Auskunft ist gerne bereit: Frau Oberkonsistorialrat D. Walz, Darmstadt, Wittmannstraße 41.

Littrratur.

-> Der Bauherr und Hauswirt. Ein praktischer Ratgeber für Jedermann in Bau- und Haus-Angelegenheiten. Von S. Müller, Architekt. Mit 8 Separatbildern und zahlreichen Text­abbildungen. Vollständig in 10 Lieferungen L 50 P g. Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30. Dieses Buch ist aus einem offen­kundigen mariischen Bedürfnisse hcrvorgegangen und wird von jedem Hauswirt und Baulustigen sicherlich mit großem Interesse begrüßt werden. Er erfährt, wie er den Kauf eines Grundstücks zu bewirken bat, lernt ferner die tbm als Eigentümer zustehenden Rechte und Pflichten kennen, dad Grundbuch- und HypothUnwesen, die Bau- befchränkungen, die Vergebung der Arbeiten, die Baupläne ble!Sau Materialien, die Erd- und Fundierungsarbeiten, die Arbeiten der verschiedenen Bauhandwerker, die Einrichtungen der Ventilation und Heizung, der Beleuchtung, der Wasserleitung und Abortanlagen, des Badezimmers, ferner das Gesamte der Verwaltung des Haus s, wie die Steuern und sonstigen Abgaben, Einquartierung, St"ßev- retniaung, Treppenbeleuchtung, die Bestimmungen über das Mtets- recht nach dem neuen Bürgerlichen Gesetzbuch - kurz es werden alle Fragen sachgemäß behandelt, welcheaus d'n manntg^chen Be- riebunaen des Hauswirts zu den Behörden, zu dem Baumeiner, zu den Bauhandwerkern, den Nachbarn und zu den Mietern hervorgehen.

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Kerem der Freuridmuen junger Mädchen.

Nach den Erfahrungen, die in den beteiligten Kreisen immer wieder gemacht werden, ist ein Verein noch zu weuig bekannt, der, mit ganz einfachen Mitteln arbeitend, doch eine eingreifende und segensreiche Wirkung zu üben vermag, wenn man sich seiner zur rechten Zeit erinnert und ihn in Thätigkeit setzt. Es ist dies derVerein der Freundinnen der jungen Mädchen". Der­selbe, auf christlichem Standpunkt stehend, ist eine Ver­bindung evangelischer Frauen in allen eivilisierten Län­dern und hat!den Zweck: in erster Linie jungen, unbe­scholtenen Mädchen, und wo es not th.ut, auch allen Frauen, die sich in Stellung befinden, in den vielen Schwierigkeiten ihrer isolierten Lage einen zuverlässigen Anhalt zu ge­währen. Er will ihnen sowohl in religiöser und sittlicher Beziehung einen Halt bieten, als auch ihnen bei ihrem äußeren Fortkommen behilflich sein. Wie notwendig dieser Anhalt in unzähligen Fällen ist, weiß jeder Eingeweihte. Es ist außerdem bekannt, wie gewissenlos, ja mit welch ver­brecherischen Absichten viele sogen. Agenten oder Stellen­vermittelungen arbeiten, und wie leichtsinnig und unbe­dacht auf ihre Anerbietungen größtenteils eingegangen wird. Um den Wirkungen dieser verhängnisvollen Zu­stände zu begegnen, hat man zu dem einfachen Mittel schriftlicher Verständigung unter den Mitglie­dern des Vereins gegriffen. Jedes derselben ist im Besitz einer gedruckten Liste, die die Adressen der nach Tausenden zählenden Freundinnen enthält. Auf Anfrage irgend eines Mitgliedes ist jede Freundin verpflichtet, Erkundigungen darüber einzuziehen und Nachricht darüber zu geben, ob irgend eine bestimmte, bezeichnete, Familie, Institut, Ge­schäft re., über die eine Auskunft gewünscht wird, sich that sächlich an dem Wohnort der befragten Freundin befindet. Sie hat sich ferner so genau wie möglich darüber zu ver­gewissern, ob die betreffende Familie sich in solch äußeren Verhältnissen, bürgerliche Ehrbarkeit inbegriffen, befindet, daß die erforderliche Sicherheit der bei ihr in Stellung Tretenden gewährleistet scheint. Ist mit dem Engagement eine weitere Reise verbunden, und ist die Stellungsuchende etwa auch der fremden Sprache nicht mächtig, was bei Bonnen und Kindermädchen ja oft geradezu gewünscht wird, so ist jede Freundin auf Benachrichtigung hin ver­pflichtet, der Durchreisenden beim Wechsel der Züge, län­gerem Aufenthalt und Besorgung eines passenden Nacht­quartiers persönlich oder durch geeignete Vertretung in jeder Weise behilflich zu sein. Das gegenseitige Erkennen wird durch ein verabredetes Zeichen vermittelt. Die an ihrem Bestimmungsorte Angelangte findet endlich an der mit ihren Angelegenheiten bereits vertrauten dortigen Freundin Hilfe und Rat in allen Fällen, wo weiblicher Schutz einerseits und Erfahrung und Kenntnis bet Orts­angesessenen andererseits an und für sich schon wertvoll

Die Anregung zu solchem Vorgehen von selten der Frauen ging vor 22 Jahren von der Schweiz aus. ^edes Land mit seinen Vereinsmitgliedern bildet eine nationale Gruppe, die sich wieder wie in Deutschland nach seinen politischen Einheiten: Preußen, Sachsen, Baden, Helsen u. s. w. in 29 Einzelverbände teilt. Diese wieder gliedern sich in die Vereine der einzelnen Städte und der sonst vor­handenen einzelnen Mitglieder. Ein jeder solcher Ver­band hat seinen Vorstand. Die Vereinsprasidentm für Deutschland ist Freifrau von der Tann-Ratsanchauien in Weimar (das Nationalbureau befindet sich in Berlin W., Köthenerstraße 43). Dann giebt der Verein ein kleines Buch heraus, denRatgeber", der ein Verzeichnis von Rat und Auskunft erteilenden Freundinnen, zuverlässigen Herbergen, Hospizen, Stellenvermittelungen rc. enthalt und den stellesuchenden Mädchen zu gute kommen soll Aus diesem bescheidenen Büchlein geht hervor, daß der Verein sich nicht nur über ganz Europa, sondern auch über die bedeutendsten Städte Amerikas erstreckt und auch schon nut Asien, Afrika und Australien Fühlung erhalten hat. Sucht er so seinen Kreis nach der Ferne immer mehr zu er­weitern, so strebt er vornehmlich auch danach, fein Retz

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