Europa mit besonderer Sorgfalt ausgeführt, sondern jeder Weltteil mit seine» Ländern bei größter Genauigkeit berücksichtigt worden. Die Karte hat für jedermann das größte Interesse, und ist es ein ebenso unumgängliches Bedürfnis für jeden Zeitungsleser, eine solche zu besitzen. Die Weltkarte ist eineinviertel Meter breit und 87 Zentimeter hoch, in acht Farben hergestellt, mit Stäben und Oesen versehen, fertig zum Aufhängen, und liefern wir dieselbe unseren bisherigen, sowie neu hinzutretenden Abonnenten gegen die geringe Vergütung von nur 1 Mk. Für auswärts sind bis zur II. Zoue 35 Pfg. (von der II. Zone ab 60 Pfg.) für Porto und Verpackung beizufügen. Eine Karte hängt zur Ansicht für Interessenten in unserer Geschäftsstelle aus. Bestellungen auf die Wandkarte werden möglichst bald gegen obigen Betrag erbeten. Die obige Vergünstigung gewähren wir nur unseren Abonnenten. Nichtabonnenten indes geben wir diese Wandkarte zum Preise von 6 Mark ab.
Verlag des Gießener Anzeiger.
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zus. 17 H.-K., 17 K.
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zus. 17 H.-K., 39 K.
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zus. 5 H.-K., 24 K.
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Darmstadt Offenbach Babenhausen Beerfelden Bensheim Bürgel Dieburg Fürth Gernsheim Gr.-Bieberau Gr.-Umstadt Gr.-Zimmern Lampertheim Langen Michelstadt Neu Isenburg Rüsselsheim Seligenstadt Sprendlingen Waldmichelbach
Friedberg Büdingen Heldenbergen Gießen Alsfeld Butzbach Gr.-Karben Grünberg Laubach Lauterbach Bad-Nauheim Nidda Ortenberg Rendel Schotten Vilbel
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•* I. Die Großh. Hessische Landeslotterie hat im Großherzogtum bis jetzt 39 Haupt Kollekteure und 80 Kollekteure, welche sich auf die drei Provinzen wie folgt verteilen:
Mainz Worms
Alzey Oppenheim Bingen Fürfeld Gensingen Ob.-Ingelheim Sprendlingen
Starkenburg 17 H.-K., 39 K., zus. 56
Rheinhessen 17 „ 17 „ „ 34
Oberhessen 5 „ 24 „ „ 29
Auf die einzelnen Städte sind sie wie nachstehend verteilt:
Hiernach verteilen sich in der Provinz Starkenburg, das auch die meisten (56) Kollekteure hat, die Lose auf 20 Orte, während Rheinhessen mit 34 Kollekteuren dieselben nur auf 9 Orte verteilt; die wenigsten Kollekteure hat Oberhessen an 16 Orten.
** Von einem sehrkalt^uWiuterimJabre 1740 berichtet die Dorfchronik der Gemeinde Bleichenbach folgendes: Der Winter war sehr hart und streng. Am 9., 10. 11. Januar war er in hiesigem Orte am strengsten, sodaß das Thermometer noch drei Grad tiefer gestanden hat, als in allen vorhergehenden Wintern. Es sind vielen Menschen Hände, Füße, Nasen und Zehen erfroren, namentlich Soldaten, die Schildwache standen. Vieles Vieh ist erfroren, sogar 40 Schafe in einem Stalle dahier. Eine Zeitung aus Mainz sagt am 22. Februar wörtlich: „Der Rhein ist so fest und tief zugefroren, daß bei Mainz verschiedene junge Leute mit Bändern artig geziert, einen Tanz hielten. Mitten auf dem Rhein waren Weiber mit Obst, Bäckertische mit Brot und Wecken im Ueberflusse anzutreffen. Die Bendevmeister in Mainz schlugen ein großes Faß den 19. Februar auf, so ihrer Aussage nach sechs Fuder halten soll, wobei die Meistersöhne mit roten und weißen Bändern auf deu Hüten geziert waren. Die
Küfer schlugen zu dem Ende Hütten und Zelte auf, um darinnen die Zuschauer mit rotem und weißem Wein zu akkomodieren. Den 20. d. M- wurde noch eine lange Kegelbahn und verschiedene Spieltische aufgerichtet. Mit Kutschen und Wagen wurde auf dem Rheine spazieren gefahren. Zu Frankfurt und Hanau haben die Bendermeister aus dem Main auch Fässer ausgeschlagen". Dieser Winter hat sehr frühe angefangen und sehr lange angedauert, uämlich von Ortenberger Markt (1. November) an, bis nach Ostern. Es entstand darum auch großer Mangel an Nahrungsmitteln für Menschen und Vieh. Der Zentner Heu hat gekostet 1 sl. 20 Albus, und das Fuder Roggenstroh 6 fl.
** Bei dem Jäger-Bataillon Nr. 11 in Marburg werden Zweijährig-Freiwillige für Oktober d. Js. schon jetzt angenommen. Die Betreffenden haben sich im Monat Februar oder März d. Js. an einem Samstagvormittag 10 Uhr im Geschäftszimmer des Bataillons in der Kaserne unter Vorlage eines Meldescheines zur Untersuchung zu melden.
△ Lich, 24. Januar. Bei der gestern stattgehabten Wahl eines Mitgliedes für die Handelskammer als Vertreter des Bezirks Lich-Hungen stritten sich zwei Kandidaten um die Ehre des Tages, Herr Heinrich Jhring junior, Prokurist der Firma Joh. Hch. Jhring, Brauerei und Herr Leopold Meyer, Getreidehändler in Hungen. Ein dritter Kandidat, Herr Julius Fendt aus Hungen, war noch in letzter Stunde zurückgetreten. Von der Entfaltung einer regen Werbetätigkeit längere Zeit vor der Wahl konnte keine Rede sein, hatte man doch in Lich erst in den allerletzten Tagen vor der Wahl daran gedacht, einen Kandidaten in Vorschlag zu bringen; namentlich dem energischen Eintreten des hiesigen Ortsgewerbevereins ist es gelungen, das allgemeine Interesse für die Wichtigkeit der Wahl zu entfachen. Um so größer war die Spannung, als man auf die Veröffentlichung des Resultates wartete, hier und da standen kleine Gruppen, sich über die Aussichten der Kandidaten unterhaltend. 74 Stimmen sind abgegeben worden, 37 hatte jeder erhalten, das Los entschied zu gunsten des Herrn Jhring. Mag auch von dem einen oder dem anderen die Parole hie Lich, hie Hungen ausgegeben worden sein, die Handeltreibenden aus den Bezirken Lich und Hungen werden einmütig für die Förderung der Handelsinteressen eintreten und? Herr Jhring wird sich bestreben, jedem berechtigten Wunsche gerecht zu werden.
A Grünberg, 25. Januar. Eine unangenehme Ueberraschung wurde dem Milchfuhrmann Kutscher von Bersrod, welcher täglich Milch in die hiesige Molkerei bringt, zu teil. Als er am Sonntagmorgen auf seinem Wagen den Wald zwischen Winnerod und Reinhardshain durchfuhr, gewahrte er einen langsam vor ihm hergehenden, stämmig gebauten Menschen in schäbiger Kleidung, von dem er annahm, daß er mitfahren wolle. Derselbe fiel jedoch dem Pferde plötzlich in die Zügel und bedrohte Kutscher mit dem Rufe: „Das Geld her oder das Leben!" Der wackere Fuhrmann besann sich nicht lange. Sprung und Griff nach der Kehle war eins und im nächsten Augenblick lag der prügelbewaffnete Wegelagerer auf dem Boden unter den Knieen Kutschers, der ihm mit wuchtigen Faustschlägen die nötigen Denkzettel ins Gesicht trotz der Gegenwehr verabfolgen konnte. Mit der Bemerkung, der Angreifer möge bis zu feiner Rückkehr hier liegen bleiben, um dann die zweite Tracht in Empfang zu nehmen, ging Kutscher seinem Fuhrwerk nach. Bei der Heimkehr fehlte aber jede Spur des Räubers. Leider versäumte der Angegriffene sofort die nötigen Schritte, die zur Entdeckung des so gründlich im Gesichte gezeichneten Menschen führen konnten, zu unternehmen Erst nachdem er von ähnlichen Vorkommnissen hörte, erzählte er auch, daß er von dem Rechte der Notwehr ausgiebigen Gebrauch gemacht hatte. Mögen diese Zeilen zur Ergreifung des Verbrechers führen.
+ Grünberg, 23. Januar. Gestern fand hier im Rathaussaale die Wahl eines Abgeordneten zur
Handelskammer für den Bezirk Grünberg statt. Die Beteiligung war sehr gering, indem kaum 40 Prozent der Wahlberechtigten von dem Wahlrecht Gebrauch machten. Von den abgegebenen 17 Stimmen entfielen 14 auf Herrn Kaufmann Louis Moll hier, welcher somit zum Vertreter der Interessenten hiesigen Bezirks gewählt ist.
S. Darmstadt, 25. Januar. In der heutigen Stadtverordnetensitzung machte der Oberbürgermeister in längeren Ausführungen die sehr bedauernd aufgenommene Mitteilung, daß sich die Verhandlungen mit der „Süddeutschen Eisenbahngesellschaft" vorm. Bachftein u. Co. bezügl. Uebernahme der Straßenbahn resp. gegenseitiger Verkehrserleichterung wegen unannehmbarer Bedingungen seitens der Gesellschaft zerschlagen haben und daß damit auch dem weiteren rationellen Ausbau unserer elektrischen Straßenbahn vorläufig ein bedeutendes Hindernis entgegengetreten sei. — Bekanntlich hat die „Süddeutsche" noch 35 Jahre Konzession.
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Das neue Jahrhundert.
Allegorische Gruppe von Professor G. Eberlein:
Professor Eberlein, der sich im letzten Jahrzehnt vorzüglich mit der Ausführung einer Reihe von Kaiserdenkmälern beschäftigte, hat in der allegorischen Gruppe „Das neue Jahrhundert" ein hervorragendes Werk geschaffen. Aus der durch die Wolken daher rollenden Erdkugel sehen wir als Symbol des scheidenden Jahrhunderts die Gestalt eines kraftlos dahingesunkenen Weibes, über welches das geflügelte Zeitrad unaufhaltsam seinen Weg nimmt. Auf dem Rade sitzt das neue Jahrhundert, durch einen kräftigen Mann verkörpert, der die Siegespalme in seiner erhobenen Linken hält, während die Rechte den Arm des Weibes packt. Der Gedanke, den Eberlein mit seiner Allegorie zum Ausdruck bringt, ist so eigenartig, daß unseren Lesern die Wiedergabe der plastischen Gruppe willkommen sein wird.
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Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend, meinen Freunden und Gönnern, sowie meiner werten Nachbarschaft zur gefl. Nachricht, daß ich die Wirtschaft
Zum Darmstädter Kaus übernommen habe. Für ein ff. Glas Sichler-Mer, reingehaltene Meine, warme und Satt« Speisen zu jeder Tageszeit werde ich stets Sorge tragen.
Um geneigten Zuspruch bittet Achtungsvoll s«
Louis Feldbaus.


