Musiktribüne ist in Oppenrod passiert. — Die großherzoglich hessische Domäne hat, wie verlautet, ein größeres Weingut in Oppenheim mit fünfzehn hessischen Morgen Weingärten in der Oppenheimer und der Dienheimer Gemarkung angekauft. Vor etwa Jahresfrist hat die Domäne ebenfalls einen größeren Komplex Weinberge in der dortigen Gegend, in der Gemeinde Bodenheim gekauft. — Der Rechnungsabschluß der städtischen Verwaltung in Mainz über das abgelausene Jahr ergab infolge der in allen Verwaltungen erzielten Mehreinnahmen einen bis jetzt noch nicht erreichten Ueberschuß von mehr als 700 000 Mk. — Aus Hanau wird geschrieben: In unserer Stadt der Goldschmiedekunst wird der 400jährige Geburtstag Bene- venuro Cellinis festlich begangen werden, und zwar am 3. November in Form eines großen Kommerses, der alle, die zur Kunstindustrie Beziehung haben, vereinigen wird.
Zweibrücken, 25. September. Beim gestrigen'Rennen stürzte Siegfried in Bayern beim Nehmen eines Hindernisses, glücklicherweise ohne sich erheblich zu verletzen. Gleichfalls stürzte beim Nehmen eines Hindernisses Leutnant Frhr. v. Seldeneck, der anscheinend schwer verletzt ist.
zusammen drei Monate. Das Urteil lautete in jedem Fall auf drer Wochen, zusammen auf einen Monat Gefängnis. In der Begründung heißt es, daß die Artikel die schwersten Beleidigungen gegen die Behörden enthielten. Dem Oberlandes-Gerichts-Präsidenten von Marienwerder, der Staatsanwaltschaft von Könitz und dem Polizeipräsidenten von Berlin wurden die Publikations- Befugnis in der „Germania" und der „Staatsb.-Ztg." sowie der „Konitzer Ztg." zugesprochen.
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Kunst und Wissenschaft.
Telegraphie ohne Draht. Fortgesetzt sind Bestrebungen im Gange, die bedeutenden wissenschaftlichen Errungenschaften bezüglich der Telegraphie ohne Draht I mehr und mehr der Schiffahrt nutzbar zu machen. Der | Norddeutsche Lloyd hat solche Versuche schon unternommen I und. dem NautischM Vereine folgenden Bericht über den I Ausfall derselben zugehen lassen: Die durch uns eingerichteten Stationen für drahtlose Telegraphie nach dem System Marconi auf der Insel Borkum und dem Feuerschiff „Borkum Riff" sind nach längeren Versuchen am 15. Mai der Oeffentlich-keit übergeben worden. Ein Tag- und Nachtbetrieb hat sich leider wegen Mangels an geschultem Personal noch nicht sofort einrichten lassen: daher werden bis auf weiteres Meldungen von in der Nähe des Feuerschiffs passierenden Schiffen nur in der Zeit von 6 Uhr früh bis 8 Uhr abends ausgenommen und nach der ,Insel Borkum weitergegeben. Auf der Insel Borkum ist in etwa 50 Meter Abstand vom Leuchtfeuerturm für die Ems ein 130 Fuß hoher Mast errichtet, von dessen Spitze ! littet isolierte Drähte nach! den Marconi-Jnstrumenten, dre in einem abgekleideten Raum im Feuerturm Aufstellung gefunden haben, geleitet sind. Der Großmast des ijt vermittelst einer aufgebrachten Stenge auf 100 Fuß erhöht worden. Mit diesen Höhen ist es dem Führer unseres Dampfers „Kaiser Wilhelm der Große", welches Schiff ebenfalls mit den Marconischen Instrumenten ausgerüstet ist und den Großmast zur Befestigung der ^.ertungsdrähte benutzt, gelungen, eine Verbindung mit der Insel Borkum bis auf 29 Seemeilen und mit dem Feuerschiff bis auf 31 Seemeilen zu erreichen. — Mit drahtloser Telegraphie nach dem S y st e m S ch ä f e r wurden vor einiger Zeit ebenfalls Versuche angestellt. Ru diesem Zwecke war auf dem Riesenkrahn des neuen Kaiserdocks in Bremerhaven eine kleine Stenge errichtet und am Fuß dieses Krahns ein Deckhaus ausgestellt, in welchem die Instrumente untergebracht waren. Die zur Verfügung stehende Höhe betrug 150 Fuß. An Bord unseres Tenders „Seeadler" war der Mast vermittelst einer auf- gebrachiten Stenge auf 100 Fuß erhöht. Mit diesen Höhen ! gelang es, eine gute drahtlose Verbindung bis zum Rote- sand-Feuerturm, Entfernung 25 Seemeilen in der Luftlinie zu erreichen. Weitere Versuche mit drahtloser Telegraphie nach: dem System Schäfer werden unternommen Für diese Versuchte ist in der Nähe der neuen Wartehalle des Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven ein 200 Fuß hoher Mast errichtet und vermittelst einer neuen Stenge der Mast auf dem Tender „Seecchler" auf.150 Fuß erhöht Ar hoffen, mit diesew Höhen eine gute drahtlose Ber- standigung bis zum Weser-Außenfeuerschiff, Entfernung 32.5 Seemeilen in der Luftlinie, zu erreichen
* Die Enthüllung einer Gedenktafel zum Andenken an die Besteigung des Watzmanns durch den deutschen Kronprinzen Wilhelm und dessen zwei Brüder sand am Donnerstag auf der höchsten Spitze des Hockeck statt. Eine an gleicher Stelle schon angebrachte Tafel erinnert an die am 30. Juli,1872 durch den Kronprinzen Friedrich Wilhelm, den späteren Kaiser Friedrich ausgeführte Besteigung.
* Marquette (Michigan), 25. September. Ein furchtbarer Sturm verwüstete die Gegend am oberen See und richtete großen Schaden an. Zugleich zerstörte der Sturm eine große Naturmerkwürdigkeit, nämlich die sogenannten gemalten Felsen. Dieselben bilden eine sieben englische Meilen lange, stark zerklüftete Felsenkelte, welche dle wunderlichsten Formen aufweisen.
Uermischtes.
• Eine Tragödie aus dem Leben. Ueber einen erschütternden Vorfall, der sich im Hessischen ereignete, wird geschrieben: Em grauer Nebelschleier hat sich über die Berge ge,enkt. Auf den Wiesen erheben sich weiße, feuchte Dünste und langsam rollt das dunkle, kleine Flüßchen dahin. Am Horizont erglänzt ein rötlicher Streifen, ein Abschiedsgruß r^c^^^enven Sonne. — Durch die dämmernde Land- schäft wandern die aus der Stadt zurückkehrenden Fabrik, arbeiter ihrem Heim entgegen. Sie sind totmüde, hungrig und durstig und eilen auf kurze Stunden nach Haus, zur Ruhe, um morgen wieder ihr freudloses Dasein zu beginnen. Am Ufer des Flüßchens stehen einzelne Menschen. Immer mehr der Vorübergehenden sammeln sich dort an — eine Leiche wird geländet. Der Körper eines halberwachsenen Mädchens wird in das Gras gebettet. Die zerrissene ärmliche Kleidung, das magere Gesichtchen, von blonden, triefenden Haaren umrahmt, zeigen an, daß es ein Kind des Volkes ist, das den frühen Tod in den Wellen gefunden. ES wird dunkler und nebliger. Ernst und schweigend bereiten die Umstehenden jetzt eine Bahre, um die Tote in das Leichenhaus am Friedhof zu bringen. Keine Heimat, keme Anverwandten! Es war ein armes, elternloses Schopf, im Waisenhaus erzogen, und erst seit Ostern in Stellung. Selbst noch ein Kind, mußte es dort die Kinder der Bauersleute warten und pflegen. Eines Tages fehlt dem Bauer Geld aus seinem ledernen Beutel, der aus dem Tische lag. Es wird alles durchsucht, aber nichts gefunden. Jctemand außer dem armen kleinen Kindermädchen ist in der Stube gewesen. Es scheint außer Zweifel, daß sie das Zweimarkstück entwendet habe. Unter Thränen beteuert sie ihre Unschuld, aber niemand glaubt ihr. Der Bauer I sagt sie in seiner Wut aus dem Haus. Wer weiß, was I in dem unglücklichen heimatlosen Wesen vorging, bis es den verzweifelten Entschluß faßte, in denTod zu gehen? Schon am nächsten Morgen wird der Armensarg mit dem Uymachttgen Körper im äußersten Winkel des Friedhofes, bei den Selbstmördern, beigesetzt. Um dieselbe Zeit sieht der Bauer, tote sein zweijähriges Kind mit etwas glänzen- dem spielt und es im Sand ein- und ausgräbt. Es ist das fehlende Zweimarkstück. Scheu und beschämt schaut er sich nach allen Seiten um. Da niemand in der Nähe ist, steckt er schnell das Geldstück in seinen ledernen Beutel.
* Kreuznach, 24. September. In der Notwehr hat I in vergangener Nacht der Feldschütze Bauer den Taglöhner Völker erschossen. Völker, ein bereits 50mal bestrafter Mensch, war Jnsaffe des städtischen Asylhauses, Bauer dessen Aufseher. Am vergangenen Mittwoch war Völker I von der Strafkammer zu Koblenz wegen Mißhandlung und thätlicher Beleidigung Bauers, der ihn auf Grund eines Haftbefehls festnehmen wollte, zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte deshalb Bauer Rache geschworen und mehrfach geäußert, er werde ihn totschlagen. Seit dieser I Zeit trug Bauer einen Revolver bei sich.
* Sin ergötzlicher Vorfall hat sich in einer Dorfschule des Kreises Bunzlau zugetragen. Der zweite Lehrer des Dorfes wär vou der Ableistung [einer sechswöchigen Hebung in die Heimat zurückgekehrt. Die ^Schul- kmder hatten es sich nicht nehmen lassen, ihrem Lehrer ^^ ehrenvollen Empfang zu bereiten. Sie hatten fleißig ?le Honde gerührt und überall im Klassenzimmer Mlumen-
& angebracht. Nicht nur die Eingangsthür, sondern Di? Katheder jund Stuhl waren mit Gnirlanden geschmückt, arasi Ueberraschung des Lehrers hierüber war lauf nahn^ Schulstunde einen urgemütlichen Ver- Schüler P)<nVu d-r nächsten Stunde rief ein
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* Friedrichshafen, 25. September. Der Aufstiea des Zeppelin'schen Luftschiffes ist infolge einesZwsichen- falls auf mindestens 14 Tage hinausgeschoben, wenn nicht für dieses Jahr ganz in Frage gestellt. Letzte Nacht brachen zwei Flaschenzüge, an denen der Ballon aufgehängt ist, und dabei wurde daS Gerippe beschädigt und verbogen.
* Innsbruck, 25. September. Im Stallenthal, das zwischen Schwaz und Jenbach aus der Nordkette in das Innthal herausbricht und in dem auf schwindelnder Höhe einer Felskanzel das uralte Kloster Georgenberg steht, ist »er 19 Jahre alte Bauernsohn Josef Mair aus Fiecht über eine mehrere hundert Meter hohe Felswand abgekürzt. Kinder, die ihn zuvor noch jodeln gehört hatten, x” c l G^se stürzender Steine vernahmen, eilten herbei und fanden die Leiche mit zerschmetterter Hirnschale im Föhrengeäste hängen.
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Gerichtssaal.
! Darmstadt, 25 September. Die Frau des Tagelöhners Schnabel in Offenbach hatte sich heute vor dem Schwurgericht wegen Körperverletzung mit tötlichem Ausgang zu verantworten. Sie hatte zwei uneheliche Kinder mit in die Ehe gebracht, Knaben von 4 und 1'/, Jahren. Während sie für diese Kinder, die sie in Pflege gegeben hatte, vor ihrer Ehe nach Kräften sorgte, blieb sie nach ihrer Verheiratung mit dem Pflegegelde im Riwstand und mußte schließlich die Kinder zu sich nehmen. Da ihr Ehemann namentlich das jüngere der Kinder nicht leiden konnte, war es bald, zumal nach der Geburt eines ehelichen Kindes, auch der Mutter im Wege. Es wurde deshalb so mangelhaft ernährt und gepflegt, daß es nach vier Wochen an Entkräftung und Vernachlässigung starb. Der Leichnam wurde völlig abgezehrt, mit einem gebrochenen Arm, über und über mit Ungeziefer be- deckt, von Schmutz starrend und von Würmern angefreffen aufgefunden Die Angeklagte gab an, das Kind so gepflegt zu haben, wie es ihre elende Lage ihr gestattet habe. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage unter Annahme der Vorsätzlichkeit, bewilligten aber doch mildernde Umstände. Die Strafe lautete auf 4«/, Jahre Gefängnis. Der Mitangeklagte Mann erhielt ein halbes Jahr Gefängnis.
Berlin, 25. September. Der Erste Staatsanwalt hat in der Konitzer Affaire ein Ermittelungsverfahren gegen zwei Beamte eingeleitet, gegen die er den Verdacht der Durchstecherei mit der „Staatöbztg." hegte. Er hat in dieser Angelegenheit bei der „Staatsbzra " und bei dem Korrespondenten Wienecke, der s. Z. in Könitz geweilt und verschiedene Berichte von da an das genannte Blatt versandt batte, eine Haussuchung stattgefunden, wie es heißt, ohne Erfolg.
Ä Berlin 25. Sept. Von der zweiten Strafkammer oes Landgerichts I wurde heute wegen Beleidigung der in der Untersuchung des Konitzer Mordes beteiligten ^orhen, begangen in zwei Artikeln, gegen den Redakteur der „Germania", Kontzen, verhandelt. Der Staats- auwalt wies in längerer Rede auf die Mordangelegen- r- I)in,„Bbab€T betonend, daß idie Behörden in dieser S^r??nronitncTI it)re Wicht gethcm hätten. Der Staatsanwalt beantragte für jeden Fall zwei Monate Gefängnis
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
vem 25. September.
Wechsel auf New-York zu 0.00-00.
2 Kredit Per ult. Sept. 1.20%, do. per ult. Okt.
J^onto-Kommandit per ult. Sept 1.00 %, do. per ult. Okt. nAnkAhQLS'nbi,arden Kopt. 0.40%, do. per ult Okt. 0.90°/-.
Deutsche Bank per ult. Sept. 0.00%. 6
- ! Kreditaktien 203.40-000.00-000. Dlskonto-
^5 20 00 ^iJha8'70" 1 »7qÄ6 q20’ •8taatobahn 141.20-000, Lombardes 2^20-00, Italiener 93.80, Spanier 71.80.00, Sproz, Mexikaner 25.20, nTl^SOOOn^n1?8'60^?0 b& Laura 189.40-189.00 bz., Harpener kost*4%% bZ1’ Gelsenkirchen 185.50-185 bz. G., Privat-Dis- . , bis 2% Uhr*: Kreditaktien 202.70-201.90-202 bz., Die- konto-Kommandit iö^O-^ß.iO^Obz., Staatsbahn 141.00-000.00 bz. B^^OOanA5^°‘00»C0 b-, Laura 000-00, BerUner Handelsgesell- 00(M OOh^fm’ 3^r0Z; ^bxikaner 00.00 bz, 3proz. Portugiesen
^omanbank 000.00 bz., Bochumer 000.00 bz., Deutssh®
Dana 1oä.öU-182 bz.
Universität und Hochschule.
^ud Marburg wird geschrieben: Die Bemühungen, wiffen- schaftliche Vorlesungen für Volksschullehrer und Lehrerinnen hier zu veranstalten, haben einen großen Erfolg gehabt. Bis jetzt liegen ca. 200 Anmeldungen, sogar aus weiteren Entfernungen, vor. — 3t9/ zufolge ist Prof. Dr. Ziehen, der Direktor der Wöhlerschule m Frankfurt a. M. (also eines der beiden dort bestehenden Reform-Realgymnasien), zum Amte eines Ober« studiendirektors für die Kadetten-Anstalten ausersehen. Als nächste Reformschule ist eine staatliche Anstalt in Dortmund in Aussicht genommen; weitere werden folgen. Seit Ostern dieses Jahres hat Direktor Reinhardt vo,n Goethe-Gymnasium in Frankfurt a. M. die Erlaubnis bekommen, in einem Lehrer-Seminar geeignete Probekandidaten für den Unterricht an Reformschulen praktisch auszubilden.
TelephouischeMelduugen desGieheuerAuzeigerS.
Bonbon, 26. September. „Standard" meldet anr Schanghai vom 24. ds.: Im Namen des Kaisers erließ Vriur Tu an ein Geheim-Edikt, durch das allen hohen Behörden im 0Wn 9icidje mitgeteilt wurde, der Kaiserliche Hof habe be- chl°ss-«. dm fltieg gegen die fremden Mächte nm jeien Preis fortzusetzen. Das Edikt droh« an. jeder
I *et dir Mandschn nicht unterstützt, werde als Verräter gckopft, seine ganze Familie vernichtet nnd die Gräber seiner Angehörigen wurden zerstört werden.
Paris, 26. September. Der „Matin" will will-» Minister Dekasio habe eine Art Memorandum an die Mächte genchtet, nach dem folgende Vorbedingungen für die Friedensunterhandlungen zu stellen seien: Sckleifuna ^r^Kr^n^rtragshästu, Besetzung der strategischen Punkte ®18 öur Erfüllung der verlangten Bürgschaft, Feststellung der den Schuldigen ausznerlegenden Strafen und das Verbot der Waffen- und Munitionseiufuhr nach China.
* * * 26k®cp,cmbct- Das Verbot des Lustspieles „Gestrenge Herren" von Sabelburg und Blumentbal E v°m ?0('ä'i‘?räfibtum wieder aufgehoben und die Verfügung der Dmktion des Berliner Theaters zugestellt worden (Die Direktion Kruse & Helm hat uns für die bevorstehende Spielzeit auch dieses StÜ-k in Aussicht ge-
Berlin, 26. September. Wie die biellae
«16en «fS iLcinet Glichen Meldung^Ins ! " jufolge das Gerücht von einem Attentat auf den
Kronprinzen und den Prinzen Georg von Griechenland daraus zurückzuführen, daß ein Geistesgestörter den prinzlichen Wagen aufzuhalten versuchte.
Iandwirtschastliches.
m * 2?- September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die
Nachnchten über den Stand der Kartoffeln, des Klees, der Luzerne MldWresen umMrtte September: Kartoffeln 2,6, Klee 3,2, Luzerne 2,8, W esen 2 9. Das schöne Wetter war für das Einbringen aller Halm- ftüchte sehr günstig, nur Futterpflanzen und Kartoffeln litten stellenweise unter der anhaltenden Trockenheit. Die Herbstbestellung ist durch Trockenheit etwas erschwert.
Für den Saatenstand in Deutschland Mitte September stnd nach der Zusammenstellung des Kaiserlichen Statistischen Amts die Noten folgende (Nr. 1 bedeutet sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering, 5 sehr genug; dre Zwischenstufen sind durch Dezimalen bezeichnet): Kartoffeln 2,6 (gegen 2,3 im August und 2,7 im September 1899), Klee 3,2 (3,1 und 3), Luzerne 2,8 (3,1 und 3,0), Wiesen 2,9 (2,8 und 3,0). '
Arbeiterbewegung.
rr ^?^mber. Eine von über 300 Küfern, die bei
»um Ä arbeiten, besucht« Versammlung, die gestern im .Brauhaus jum ©utenbers abgehalten wurde, hat dem zweiten Punkt, ihren ^beru«gm geäußerten Wünschen entsprechend, nachstehende Fassung ir6sm?‘ ?aS J81 Lebensjahr erreicht haben, erhalten
19 Mk. und mit dem 20. 20 Mk. Die
°°n ^0 bis 25^Mk. erhalten eine Aufbefferung nach gegen- $Ae Abstimmung ergab Annahme mit K n L Gegner verfügten über eine ansehnliche Minderheit. m?ä-,?.^k.^?stande ttfolgter Mitteilung, daß ein großer Teil der
3 y® Se.ro4I!!l6un9 der gestellten Forderungen ein» n^m ?^.z^rsammlung einstimmig nachstehende Resolution an. ^,D:e heutige Versammlung beschließt, an der um- »r PrtnzipatttSt im weitgehendsten Maße entgcßtnius ?°^Ä-rung der Lohnsätze festzuhalten und erwartet °aß in Anbetracht der schon angeführten Gründe, insbesondere der gesundheitsschädlichen Einflüsse innerhalb deS Küfer- berufes unseren Wünschen Rechnung getragen wird."
.... ^LW'Dork, 25. September. Obgleich die Grubenbesitzer die positive Erklärung abgegeben haben, daß gestern die Arbeit ausgenommen werden sollte, ist der Streik umfangreicher als je. Die Gährung unter den Bahnangestellten dauert an. Die Weichensteller-Union beschloß, keme von den Streikbrechern geförderten Kohlen zu transportieren.


