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Schkoßgasse 6.
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Ware, empfiehlt
Emil Fischbach
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Homberg, ben 23. März 1800. (L. S.) (gez.) Fleischhauer, HilfSgerichtSschr. des Gr. Amtsgerichts.
Zur Beglaubigung:
Betlstein, Rechtsanwalt.
Dem Beleidigten wird die Befugnis zugesprochen, die Verurteilung durch einmalige Nnrückung des entscheiden, den Teiles des Urteils in das Anzeigeblatt für den Kreis Gießen innerhalb 3 Wochen nach Rechts kraft des Urteils auf Kosten des Verurteilten öffentlich bekannt zu machen.
Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils be-
Cervelat wurst
feinste Gothaer, haltbare Winter-
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Johannesgemeinde.
Otto Peter Bon-Eiff, Metzger zu Gießen und Decker, Tochter des verstorbenen Wirts Johannes
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Matthäusgemeinde.
Dem Eisendreher Karl Eng ein Sohn, Otto
Hchstiues Sauerkraut
und grüne Bohne«, feinste Speise« und Salat-Kartoffeln empfiehlt die SmüsehaMuug J. Hanckel,
zu Gießen.
Den 18. März. Christiane Margarethe Decker zu Gießen.
In der Pmatklagesulhe des Heinrich Seipp V. von Rüddirgshausen, Privalklägers, vertreten durch Rechtsanwalt Beckstein in Grünberg,
gegen den Heinrich Sohl IX, zu Rüddingshausen, Angeklagten, wegen Beleidigung
hat das Großh. Schöffengericht zu Homberg am 20. März 1900 für Recht erkannt:
Der Angeklagte wird der ihm zur Last gelegten Beleidigung für schuldig erkannt, und deshalb nach § 186 R. St. G. B. in eine Geldstrafe von 15 Mark, schreibe fünfzehn Mark, an deren Stelle im Falle der Uneinbringlichkeit eine Gefängnisstrafe von drei Tagen zu treten hat, und die Kosten bt» Verfahrens verurteilt.
Der Verurteilte hat die dem Pri- valkläger erwachsenen, notwendigen Auslagen zu erstatten.
Auszug aus Len Kirchenbücher»
-er Stadt Gieße».
Evangelische Gemeinde. *
Getraute.
Matthäusgemeinde.
Den 21. März. Johann Christian Schaal, Artist zu Gießen und Margarethe Marie Anna Katharine Schuchardt, Tochter des Dienstmanns Gustav Schuchardt zu Gießen.
Markusgemeinde.
Den 18. März. Wilhelm Karl Berg, Kaufmann zu Höchst a. M. und Anna Henriette Christiane Spieß, Tochter des Bäckermeisters Georg Spieß zu Gießen
Lukasgemeinde.
Den 17. März. Heinrich Karl Rethwisch, Bahnarbeiter zu Gießen und Marie Wilhelmine Jullmann, Tochter des verstorbenen Kalkulators Heinrich Jullmann zu Gießen.
Den 18. März. Karl Muhl, Friseur zu Gießen und Wilhelmine Johannett« Marx, Tochter des verstorbenen Fuhrmanns PhUipp Marx
den 6. Februar. .. e
Markusgemernde.
Den 18. März. Dem Dachdecker Wilhelm Panz Zwillingstöchter, Elise und Auguste, geboren den 23. Februar.
Lukasgemeinde.
Den 18. März. Dem Tischler Johannes Pitz ein Sohn, Hans Konrad, geboren den 9. Februar.
Denselben. Dem Gärtner Adam Keil em Sohn, Wrllr Philipp, geboren den 2. Februar. .
t Denselben. Dem Briefträger Hermann Mickel eine Tochter, Hedwig Katharine, geboren den 21. Januar.
Denselben. Dem Wirt Karl Schmitt eme Tochter, Katharme Auguste Hermine, geboren den 8. Februar.
Den 22. März Dem Wirt Wilhelm Fischer eme Tochter, Marie Wilhelmine Clisabethe Katharine, geboren den 9. Februar.
Johannesgemeinde.
Den 18. März. Dem Bahnarbeiter Karl Weber Zwillinge, Katharine Wilhelmine und Karl Friedrich, geboren den 28. Januar.
Pferde-FMrit
Ziehung 16. Mai,
Los- ä 1 M,., H Lose 10 Mk. Porto und Liste 20 Pfg. extra empnehlt und versendet die bekannte Hauptkollekte L. jp, Ohnacker, Darmstadt.
Kunst und Wissenschaft.
Wien, 24. März. Eine Anzahl Universitätsprofessoren protestierte aus ethischen und ästhetischen Gründen gegen Klimt's für die Universitäts- aula bestimmtes Deckengemälde „Die Philosophie".
Verhandlung wegen des s. Zt. gegen den Reichstagsabgeordneten Dr. Lieber verübten Attentats tatt. Der Angeklagte Brand war zur Verhandlung nicht irschienen. Der Staatsanwalt beantragte wegen der Höhe der zu erwartenden Strafen zwangsweise Vorführung zum nächsten Termin. Der Gerichtshof beschloß demgemäß, und verkündigte, daß gerichtlicherseits beim Abg. Dr. Lieber angefragt werden solle, wann er zur Nachkur abreise, um ihn eventl. als Zeugen zu laden, und danach den neuen Termin anzusetzen.
Universität und Hochschule.
Gestorbenr Der Chemiker Dr. Josef Pohl, der von 1862 bis 1895 Professor an der technischen Hochschule in Wien war, im Alter von 75 Jahren. (Profeffor Pohl war dadurch in Wien eine stadtbekannte Figur geworden, daß er auch im strengsten Winter nur mit einem leichten Sommerrock bekleidet ausging.)
Verschiedenes r In Bonn begeht heute Geh. Rat Profeffor der Rechte Hermann Hüffer, der bekannte Literarhistoriker, seinen 70. Geburtstag. — Aus Göttingen schreibt man: Profeffor Dr. O. Bürger, Privatdozent an der hiesigen Universität, hat einen Ruf als Profeffor der Zoologie und Direktor der zoologischen Abteilung des Landesmuseums nach Santiago in Chile angenommen.
Den 18. März.
Friedrich Karl, geboren den 8. Februar. . ~ r
Denselben. Dem Spenglermeister Rudolf Rüdiger em Sohn, Georg, geboren den 20. Dezember.
Denselben. Dem Schreinermeister Friedrich Benzler em Sohn, Wilhelm Emil, geboren den 23. Februar.
Dem Arbeiter Johann Georg Kaiser ein Sohn, Konrad, geboren
Prima Sauerkraut,
per Pfund 8 Pfg., [2313 empfiehlt Emil Fischbach.
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PfM-Lotterie
----Ziehung L. Mai 1900 =
1 Los nur 1 Mark.
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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
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Angebot der Arbeitnehmer r 2 Bauschloffer, mehrere Taglöhner, 1 land- »irvschaftlicher Arbeiter, 1 Mechanrkerlehrling, 1 Mädchen nach Ostern für leichtere Hausarbeit, 1 Büglerin, 1 Flickerin, 2 Schreibgehilfen.
Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Böcker, 1 Holzdreher, 2 Buchbinder, l tücht. Bauschloffer im Alter von 24—26 Jahren bei hohem Lohne, 1 Maschinenöl offer, 1 tücht. Wagner, 1 Schuhmacher im Alter von 17—18 Jahren, 1 Rock- itbeitcr, 1 Schneider auf Woche, 1 tücht. Bauschreiner, 1 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 landwirtschaft. Arbeiter, 3 Dienstmädchen, 2 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 per- fifte Herrschafts-Köchin, 1 besseres Hausmädchen.
Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Buchbinder, 1 Glaser, 1 Mechaniker, 1 Sattler, lKupferschmied, 1 Schirmmacher, 3 Schneider, 1 Schreiner, 1 Kellner, 2 Schuh- racher, mehrere Spengler gegen tägliche Vergütung, 1 Wagner.
Ärmste KeÜwnge»
Depeschen deS Bureau .Herold".
Berlin, 26. März. Wie dem „Berliner Tageblatt" aus Madrid gemeldet wird, erklärte Ministerpräsident Silvela bei der Beratung des Nachtrags-Kredits für die Gesandtschaft zu Marrakesch, die spanische Politik sei die Aufrechterhaltung des status quo und die Autorität des Sultans in Marokko. Er glaube, dies sei auch der Wunsch der Großmächte. Er könne nicht annehmen, daß das jetzige Vorgehen Frankreichs die Aus. rollung der gefährlichen marokkanischen Frage bezwecke, da Frankreich am meisten an der Aufrechterhaltung des Friedens interessiert sei.
Berlin, 26. März. Im Rathaussaale tagte gestern eine vom Ko mit6 gegendiederKunstund Litteratur feindlichen Bestrebungen der lex Heinze einberufene Versammlung. Es waren nur Herrn geladen. Davon sprachen: Professor Eberlein, Engelhorn, Vorsitzen- der des Börsen-Vereins deutscher Buchhändler, Direktor Brahm vom Deutschen Theater und zuM Schluß Hermann Sudermann, der die Gründung eines Göthe-Bundes empfahl, dessen nächstes Ziel Rechtsschutz sein soll, wo die lex Heinze übergreife. Einstimmig traten die Versammelten, etwa 700 an der Zahl, darunter auch Adolf von Menzel, Theodor Mommsen, dem^Bunde bei.
Berlin, 26. März. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Paris: Siegfried Wagner dirigierte gestern in Paris das Orchester Colonne. Er wurde beim Erscheinen mit Beifall begrüßt, der sich bei der Ouvertüre zum Bärenhäuter wiederholte. Das Publikum bereitete dem jungen Dirigenten eine geradezu stürmische Ovation nach dem meisterhaft ausgeführten Idyll von Siegfried.
Berlin, 26. März. Nach einein Telegramm der „Berliner Montagszeitung" aus Paris ruft der Befehl, das Bataillon der Fremden-Legion, das in Oran bereits auf einem Paketboote nach Madagaskar eingeschifst war, zurückzuhallen, große Aufregung hervor, da dadurch die Gerüchte über Verwickelungen mit Marokko bestätigt werden.
Wien, 26. März. Der „Montags-Zeitung" zufolge soll Bürgermeister Lueger fest entschlossen sein, seine Stellung niederzulegen. Zu seinem Nachfolger habe erden Antisemitenführer Porzer bestimmt.
Rom, 26. März. General Giletta ist vom italienischen Kriegsminister nach Verständigung mit der französischen Regierung wieder znm aktiven Heere berufen worden. Giletta war im vorigen Jahre in , Frankreich wegen Spionage verhaftet und von seiner ; Regierung seines Amtes entsetzt worden.
London, 26. März. In hiesigen chauvinistischen i Kreisen macht man in der letzten Zeit große Anstrengungen, um die Reise des Prinzeß von Wales nach Paris zu verhindern. Wie nunmehr aus amtlicher Quelle mitgeteilt wird, begiebt sich der englische Thronfolger auf jeden Fall nach der französischen Hauptstadt. In Hofkreisen versichert man, der Prinz werde während seiner Anwesenheit in Paris die freundschaftlichen I Gesinnungen zwischen beiden Ländern möglichst fördern.
Bekanntmachung.
Die erledigte Stelle eines KreisftraßenwartS mit dem Sitz m Klein-Linden ist demnächst wieder zu besetzen.
Bewerber wollen ihre Meldungen unter Angabe von Alter und bir- brriger Beschäftigung, sowie unter Beischluß von Zeugniffen bei dem Kreir- Mßenmeister Rohrer in Gießen bis zum 2. April l. Js. einreichen.
Gießen, den 24. März 1900.
Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen.
v. Bechtold.
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Ue seltener.
De«, 22. März. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Weber eine Tocht-r, Marie, geboren den 14. Februar.
Beerdigte.
Matthäusgemeind e.
Den 17. März. Johannette Christiane Petri, Rentnerin, 72 Jahre alt, starb den 16. März.
Mgrkusgemelnde.
Den 19. März. Karoline Feldhaus, Privatin, 61 Jahre alt, starb den 17. März. _ ,,, . . . .
Den 21. Mürz. Jakob Krauvkops, Taglöhner, verheiratet, 48
Jahre alt, starb den 19. März. , , .
Denselben. Katharine Otto, geb. Wagner, Ehefrau des abwesend.n (wo unbekannt) Heinrich Otto.
Lukasgemeinde. . . .,
Den 17. März Jakobine Güngerich, Tochter deS Landwirts Michael Güngerich, 76 Jahre alt, starb den 16. März.
Joh anneS gemeinde.
Den 20. März. Elisabeth«- Weller, verw Becker geb Sommer ad Ehefrau des Hilfsweichcnstellers Christoph Weller, 58 Jahre alt, starb den 19. März. __
Kirchliche WchrWrrr.
Evangelische Gemeinde.
Montag den 26. März, abends 8 Uhr: BibelstUNde *m Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: 2. Theffalonicherbrres. Kap. 2. Die Zeit und die Zeichen der Wiederkunft deS Herrn.
Pfarrer Dr. Nauma»n.
.ostanstatt zur Einlösung lagern, sofern der Vorzelgetag lilbt schon verstrichen sein sollte. Bei dringenden Paketen !:st die bisher vorgeschriebene Angabe des Inhalts nicht ii t’6r erforderlich. ,, , , <
Tie Annahme von Postsendungen außerhalb der Lchal- ttr-Dienststunden erstreckt sich fortan außer auf gewöhnliche Pakete und Einschreibebriefe auch auf Einschreib- talete. Bei einfacher Berichtigung der Aufschrift gewöhnlicher Brieffendungen, ohne daß eme Aenderung des Nahens oder der Eigenschaft des Empfängers emtritt kann tei Absender den Antrag der Bestimmungs-Poltanstalt zu- srtiaen ohne die für Aenderung der Aufschriften sonst wraeschriebene Förmlichkeit beachten zu müssen. Den Inhabern von nicht eingetragenen Handelsfirmen wird der Nachweis der Empfangsberechtigung wesentlich erleichtert. Siir Abholungserklärungen tritt eine Erweiterung insofern ein als sich dieselben auch auf Postsendungen, deren Auf- schrist den Abholer als zweiten Empfangsberechtigten enthalt, imb auf gewöhnliche Pakete für Reisende in Gasthöfen erstrecken können. Die Nachsendung von Paketen und Geld- buefeu auf Verlangen des Empfängers wird nicht mehr van dem Vorhandensein der Sicherheit für das Porto abhängig gemacht. Die Paketadressen und Postanweisungett mit den zur Frankierung verwendeten Marken gehören vom Zeitpunkt der Einlieferung ab der Postverwaltung und müssen bei Abnahme der Pakete oder Empfangnahme des Geldes, sowie auch dann an die Postanstalt zurückgegeben werden, wenn auf die Annahme des Pakets oder die Auszahlung des Betrages verzichtet wird. Das Ablosen von Marken ist unstatthaft. Zu Geldbriefen müssen Umschläge aus einem Stück ohne farbige Ränder verwendet werden, und die Siegelabdrücke müssen sämtliche Klappen des Umschlages fassen. Gewöhnliche Pakete werden bei nicht rechtzeitiger Abholung, soweit sie sich zur Bestellung eignen, am zweiten Tage nach dem Eingänge bestellt, solche, die sich nicht zur Bestellung eignen, ferner Einschreih- scndunaen, Wertsendungen und Postanweisungen indes am achten Tage nach dem Eingänge als unbestellbar behandelt. Loweit für heute. Auf einzelne wichtige Punkte hoffen wir noch zurückzukommen.
Gerichtssaal.
W. Gießen, 25. März 1900.
Strafkammer. Wegen Gefährdung eines Eisenbahntransportes hatten sich am Freitag vor unserer Strafkammer Stationsvorsteher Müller, Hilfsweichensteller Ludwig Briegel und Lokomotivführer Karl Gebauer von Echzell zu verantworten. Am 20. Oktober, nachmittags nut 2 Uhr herum — der Angeklagte Briegel hatte auf der Station gerade Dienst — wurde auf Bahnhof Echzell rangiert, wobei versehentlich die Weiche zur Einfahrt von Friedberg het, diese Richtung sperrend, stehen gelassen wurde. Dec Stationsvorsteher Müller trat etwa 10 Minuten nach 2 Uhr seinen Dienst an, und meldete ihm Briegel, daß zur Tinssahrt deS von Friedberg kommenden, 2 Uhr 24 Min. Tchzell einlaufenden Güterzuges alles in Ordnung sei. Infolge der falschen Weichenstellung, die der den Zug führende Lokomotivführer Gebauer zu spät bemerkte, fuhr der Güter- zug in ein falsches Gleise gegen mehrere dort stehende Merwagen. Gebauer hat im letzten Moment noch Gegendampf gegeben, um das Unglück zu verhüten, war aber, als rr den Zusammenstoß vor Augen sah, von feiner Lokomotive gesprungen; er hat sich dabei einen Beinbruch zugezogen; ein Materialschaden ist nicht entstanden. Die Strafkammer verurteilte nur den Angeklagten Ludwig Briegel zu einer Woche Gefängnis und sprach die beiden Mitangeklagten unter folgender Begründung frei: Der den Dienst kurz vor dem Einlaufen des Güterzuges antretende Stationsvorsteher hatte sich wohl darauf verlassen müssen, daß die Meldung seines Dienstvorgängers, es sei alles in Ordnung, richtig sei. Betreff des Angeklagten Gebauer stehe zwar fest, daß dieser seiner Instruktion gemäß aus die Weiche hätte achten müffen. Es seien aber bei der Einfahrt zur Station Echzell nicht nur kurz hintereinander zwei Weichen, sondern auch zwei ungeschlossene Bahnübergänge seitens des Lokomotiv- süh-rerS zu beobachten gewesen. (Sekundärbahnbetrieb!). Bei dm Uebergängen habe Gebauer sich auf der Lokomotive jedesmal herumdrehen müffen, um das Läutewerk zur Warnung der Passanten an und abstellen zu können. Diese Umstände führten den Gerichtshof zu derUeberzeugung, daß dem Angeklagten Gebauer ein strafbares Verschulden nicht |uc Last falle.
Berlin, 24. März. Bor der ersten Strafkammer sand heute gegen den Schriftsteller Adolf Brand die
Arvettrrbewegung.
Zwickau, 24. März. Amtlicher Angabe zufolge beträgt die Zahl der infolge des Streiks befinitiv ausgesperrten Bergarbeiter bis heute 340. Dieselben verlieren alle Ansprüche an die Knappschastskaffe. Weitere Aussperrungen sollen bevorstehen. Die Ausgesperrten werden durch böhmische Bergarbeiter ersetzt.
Telegramme des- »Gietzeuer Anzeiger-.
Berlin, 26. März. Die endgiltige Beilegung des Tischlerftrikes ist gestern nachmittag in einer von mehr als 5000 Tischlergesellen besuchten, sehr stürmisch verlaufenen General-Versammlung beschlossen worden


