Ausgabe 
26.7.1900 Zweites Blatt
 
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<!M 23. ds. mit Lihung - Tschang hatte. Der Vice- könig drückte dabei die Hoffnung aus, daß die Ge­sandten und Fremden in Peking wohl behal- - t e n seien, und gab neuerdings die Versicherung, daß, wenn die Mandschuh-Partei sich den Mord der Gesandten habe M schulden kommen lassen, er sich weigern würde, das Amt eines Vermittlers mit den Großmächten anzunehmen. Lihung-Tschang zeigte sich sehr erregt über dre Zweifel, die man in Bezug auf die A u t h e n t r z r t al der an ihn gesandten kaiserlichen Botschaft hege. Cx ver­sicherte, Nachrichten von den fremden Gesandten rn Peking abzuwarten, bevor er sich nach dort begebe. Er wolle srch von 10 000 Mann Truppen begleiten lassen, dre augenblick­lich in den Provinzen gesammelt würden.

London, 25. Juli. Die heutigen Morgenblatter zeigen sich sehr skeptisch trotz des Eintreffens der Bot­schaft Sir Macdonalds. Tie allgemeine Ansicht rst pessi­mistisch, weil das Telegramm des Gesandten sagt, der japa­nische Gesandte in London habe erklärt, das Telegramm bestärke ihn in seiner Ansicht, daß die Niedermetzelung der Fremden in Peking stattgefunden habe.Daily Mail" meint, es sei eine Kriegslist der Chinesen, erst gute Nachrichten zu veröffentlichen und dann wieder schlim. mere. In politischen Kreisen glaubt man, daß das Tele­gramm Macdonalds nur der Vorläufer der bestimmten Meldung über die Niedermetzelung ist.

Paris, 25. Juli. Aus Petersburg wird gemeldet: Der Generalstab erhielt folgendes Telegramm vom 21. ds. An der Grenze von Kouldscha ist alles ruhig. Die Post geht regelmäßig ab. Der russische Konsul unterhält diebestenBeziehungenmitdenChinesen. Der­selbe telegraphiert unter dem 20. ds., daß die Ruhe nirgends gestört sei. Große Gefahr bestehe aber für die östlichen Kolonien. Die Chinesen haben ihre Angriffe noch nicht erneuert. Die Bevölkerung von Khar- bin sei ebenfalls ruhig. In der Mandschurei sympathisiere die Bevölkerung keineswegs mit den Aufständischen. Die Hoffnung auf Wiederherstellung geordneter Zustände sei groß.

Petersburg, 25. Juli. General Gribski ist es ge­lungen, die Stadt Afgun, um die sich 7000 chinesisch^ Soldaten konzentriert hatten, zu besetzen und die Chi­nesen nach hartnäckigem Kampfe zu vertreiben. Den Angriff auf die um Aigun versammelten chinesischen Trup­pen Unternahm General Gribski von dem Orte Biswenna- jap aus. Die chinesische Artillerie eröffnete ein mörderi­sches Feuer, wurde jedoch nach, mehrtägigem Kampf zum Schweigen gebracht, worauf die Russen Aigun erstürmten und die Chinesen nach dem südlich gelegenen Fluß San trieben. Durch die Besetzung von Aigun haben die Russen eine v o r h errsche nde Stellung auf dem A m u r f l u s s e gewonnen.

Odessa, 25. Juli. Gleich der Freiwilligen Schiff­fahrts-Gesellschaft hat auch die russische Handels-Dampf- schiffahrtsgesellschaft den kommerziellen Dienst eingestellt. Im Laufe dieser Woche werden von hier 7225 Mann Sol­daten nebst 172 Offizieren nach China abgehen.

Der Krieg in Südafrika.

Während im Oranjefreistaat das Spiel zwischen Katze und Maus bisher zu Gunsten der letzteren verlaufen ist und zur Durchbrechung der Bahnlinie von Kroonstad nach Pretoria in Honingfpruit geführt hat, fetzt Lord Roberts feine Operationen in Transvaal langsam fort. Aus der letzten amtlichen Meldung des Feldmarschalls erfuhr man, daß Lord Methuen, der die Aufgabe erhalten hat, die linke Flanke und nach ihrer Rechtsschwenkung in der Richtung aus Middelburg, den Rücken der Hauptarmee zu decken, von Krügersdorp nach Nordwesten vorgedrungen und vor Rustenburg bei dem Olifants Nek genannten Höhenzuge mit den Buren handgemein geworden ist. Methuen be­richtet darüber, daß er den Gegner mit schweren Verlusten zerstreut, Rustenburg befreit und sich mit Baden-Powell vereinigt habe. Delarey, der in dieser Gegend das Kommando führt, hat also den Briten, wie zwischen den Zeilen zugegeben wird, hart zugesetzt. In einer Reuter­meldung aus Kapstadt vom 8. Juli hieß es, Kommandant Lemmer, der Rustenburg zur Uebergabe ausgesordert habe, sei nach Eintreffen einer Abteilung australischer Buschmänner aus Zeerust unter schweren Verlusten zurückgeworsen worden. Man glaubte nun, Rustenberg, das wegen der Ver­bindung nach Maseking wichtig ist, sei entsetzt. Aber wie sich jetzt herausstellt, dauerte die Belagerung un­geschwächt fort und machte sogar das Anrücken der ganzen Division Methuen notwendig. Unter­dessen hat die Hauptarmee an der Eisenbahn nach Middel­burg den Vormarsch fortgesetzt. Die Spitze hat die Station ElandSriver und die linke Flanke Doornkraal am ElandS- river erreicht. Damit befindet sich Lord Roberts etwa 40 Km. östlich von Pretoria. Middelburg ist das nächste Ziel des Marsches. Ob diese Operation, wie man an­nehmen sollte, durch Buller von Süden her unterstützt wird, entzieht sich der Kenntnis. Nach den bisherigen Meldungen scheint es beinahe, als ob er reichlich mit der Sicherung der Natalbahn zu thun hätte; denn noch am 22. konnte ein Angriff der Buren bei Heidelberg nur mühsam abge­wehrt werden.

Stevensons Brigade hat die Station Ela'ndsriver (40 Km. östlich von Pretoria) eingenommen. Jan Hamilton hat Doornkraal (19Km. nördlich von ElandS- rrver, am Flusse gleichen Namens) besetzt.

Daily Telegraph" meldet aus Lourenzo Marquez: Die Frau des Präsidenten Krüger hat mit verschiedenen Bürgerfamilien aus freien Stücken Pretoria verlassen. Daily Expreß" meldet vom 23. Juli aus Machadodorp: 600 Frauen und Kinder aus Pretoria sind in Haber­ton eingetroffen, unter denen auch die Frau des Prä­sidenten Krüger und die Frauen der Generäle Botha und Mayer sich befinden. In den letzten drei Tagen fand ein schweres Gefecht statt, 400 britische S oldaten sind in den letzten Kämpfen bei Derdopoort östlich von Pretoria gefallen.

Deutsches Reich.

Berlin, 24. Juli. An Bord der YachtHohen- zollern" ist nach einem heute eingegangenen Draht­bericht alles wohl. Das Wetter ist trübe und kühl.

Aus Ekensund wird gemeldet: Die Kaiserin traf heute, von Gjenner Föhrde kommend, vor Ekensund an Bord derIduna" ein und begab sich mit den kaiser­lichen Prinzen und ihrer Umgebung nach, Schloß Graven- stein. Morgen gedenkt die Kaiserin nach Kiel zu segeln und sich abends nach Wilhelmshaven zu begeben, um das Marine-Lazareth-SchiffGera" vor seiner Ausreise nach China zu besichtigen.

Beim Reichskanzler Fürsten Hohenlohe fand gestern eine kleine Tafel statt, zu der die in Berlin zur Zeit anwesenden Staatsminister und der Kommandeur des ostasiatischen Expeditionskorps, Generalleutnant v. Lessel Einladungen erhalten hatten.

Abg. Prof, van der Borght ist jetzt auf Wunsch des Reichskanzlers vom 1. Oktober ab zunächst zur kom­missarischen Beschäftigung im Reich samtdesJnnern vom Kultusminister beurlaubt worden.

DerReichsanz." veröffentlicht die Verleihung des Kronen - Ordens 4. Klasse an den Militärattachee bei der österreichisch'-ungarischen Botschaft in Berlin, Major Grafen S t ü r k g h.

DerReichsanz." veröffentlicht eine kaiserliche Ver­ordnung über die teilweise Inkraftsetzung des Fleisch- schaugesetzes, wonach § 12 Absatz 1 betr. die Schlacht­vieh - Fleischbeschau am 1. Oktober 1900 in Kraft tritt. Gleichzeitig treten die Vorschriften der §§ 26 Nr. 1, 2, 27 Nr. 1, §§ 28 und 29 in Kraft, soweit sie die Zuwider­handlungen gegen § 12 Abs. 1 und das Verbot betreffen, Fleisch, das den Vorschriften des § 12 >Ajbs. 1 zuwider ein- geführc ist, als Nahrungs- und Genußmittel für die Menschen in Verkehr zu bringen.

Ein neues preußisches Schulgesetz wird jetzt von der Zentrumspresse besonders energisch gefordert. Namentlich beschäftigt sich! dieKöln. Volks-Ztg." mit dieser Materie und sie polemisiert augenblicklich wieder gegen die preußische Unterrichtsverwaltung, die den Forder­ungen der Modernen zu große Zugeständnisse gemacht habe". Sie hält das Vierblatt: Religion, Lesen, Rechnen und Schreiben für ausreichend, und man solle zufrieden sein, meint sie, wenn der Schüler nach seiner Entlassung so weit gelangt sei, daß er einen Brief mit einer Waren­bestellung oder dergleichen schreiben könne. Mehr zu leisten, hält das Zentrumsblatt nur ganz ausnahmsweise bei sehr tüchtigen Schülern und Lehrern" für möglich'.

Wie dieStaatsbürger Zt g." mitteilt, hat am' Montag bei ihr auf Grund eines Beschlusses der fünften Strafkammer des Landgerichts I wieder Haussuchung und Beschlagnahme stattgefunden. Die zweite Bei­lage der Nummer vom 15. Juli, welche die Reden pes Grafen Pückler, des Buchdruckereibesitzers Bruhn und des Schriftstellers Böckler in einer Versammlung am 13. Juli enthält, war diesmal die Ursache der Haussuchung und das Ziel der Beschlagnahme mit der Begründung, daß darin Aufreizungen zum Ksassenhaß und daß gegen die genannten Redner AnNage erhoben worden sei. Der vorgefundene Rest der Auflage wurde beschlagnahmt. Und wie in der Redaktion derStaatsbürg. Ztg.", fand auch bei dem Konitzer Berichterstatter des Blattes wegen der Winter'schen Mordsache eine Haussuchung statt. Es wurden verschiedene Briefe beschlagnahmt.

Im preuß. Ministerium des Innern ist man mit der Ausarbeitung eines Regulativs beschäftigt, das den Verkehr mit Automobilen für die gesamte preußi­sche Monarchie ordnen soll. Für Berlin ist eine derartige Fahrordnung vom Polizeipräsidium bereits ausgearbeitet und dem Ministerium des Innern zur Begutachtung unter­breitet worden.

Hannover, 24. Juli. Wie derH. C." erfährt, hat Kultusminister Dr. Studt bei seiner Anwesenheit in unserer Stadt den Vorsitzenden und den Geschäftsführer des Ausschusses für Errichtung einer Handelshoch­schule in Hannover, Kommerzienrat v. Cölln und Han­delskammersyndikus Dr. Rocke, zu einer Besprechung em­pfangen, der auch der Oberpräsident Graf zu Stolberg und der Rektor der Technischen Hochschule beiwohnten. Der Minister zeigte das größte Interesse für die Angelegen­heit und sagte jede Förderung, soweit sein Ressort in Frage komme, zu. Bei den Straßenbahnkrawallen« sind eine Anzahl von Personenverhaftet worden, idie sich absolut nichts hatten zu Schulden kom­men lassen. Am 19. Juli standen 17 Angeklagte vor Gericht, davon wurden 13 f r e i g e s pr och e n. Bei fünf Angeklagten stellte sich heraus, daß sie nur deshalb in Hast genommen und sechB Wochen lang darin gehalten« worden waren, weil die sie verhaftenden Schutzleute wörtlich den ihnen gegebenen Befehl gemäß gehandelt hatten, alle ihnen begegnenden Personen zu verhaften, einerlei, ob sie bei Ausschreit- ungen abgefaßt wurden oder nicht. Das Ge­richt kam ohne Beratung zur Freisprechung und Haftent­lassung dieser Angeklagten. Wir müssen der sozialdemo­kratischen Presse recht geben, wenn sie ihren Unwillen über ein solches Vorkommnis ausspricht.

Bonn, 24. Juli. Die an der Coblenzerstraße nach dem Rheine zu gelegene prachtvolle Villa des verstor­benen russischen Staatsrats König, jetzt Eigentum des Pro­fessors Finkler, ist vom Kaiser käuflich erworben wor­den. Sie soll zur .Hofhaltung des Kronprinzen und spater der anderen Kaisersöhne während ihres Studiums an der hiesigen Universität dienen. ...

München, 24. Juli. Der in diesen Dingen meist gut unterrichtete klerikaleBayerische Kurier" schreibt: Seit ein paar Wochen taucht bald in Berlin, bald tn lunchest die Nachricht von Verhandlungen über eine päpstliche Nuntiatur für Deutschland wieder auf, gewöhn­lich in der Form, daß die Verhandlungen ani Widerstand der deutschen Regierung gescheitert seien. Wir jinb in der Lage, zu erklären, daß von einem Scheitern der Ver- handlunaen noch keine Rede ist. München will begreif­licherweise Sitz der Nuntiatur bleiben, aber so wenig eine R e i ch s nuntiatur bergen, wie irgend einen anderen Reichsgesandten. Dagegen ist sowohl im Reiche wie in Rom der Wunsch nach einer Nrmtiatur erster Klasse die Münchener Nuntiatur ist eine solchie zweiter Klasse für

das Reich vorhanden. Die Verhandlungen darüber hängen! eng mit jener über die Straßburger theologische Fakultät zusammen. Gelingt es diese und die eine und die andere Frage noch gütlich zu regeln, so ist die Ver­setzung des Nuntius Sambucetti in eine mittel­deutsche Stadt als ReichsnUntius und die Er­nennung des Freiherrn v. Hertling zum deutschen« GesandtenbeimVatikandie nicht unwahrscheinliche Folge._______________________________________

Ausland.

London, 24. Juli.' Wie das Reutersche Bureau er­fährt, werden die für den Krieg in Südafrika und die chinesische Expedition erforderlichen Zuschlags­kredite zum Heeresbudget 11 einhalb Millionen Pfund betragen.

Das Unterhaus nahm die Flottenresorm- Vorlage in zweiter Lesung an.

Brüssel, 24. Juli. Die Repräsentanten­kammer nahm die Vorlage betr. die Genehmigung der Schlußakte der Friedenskonferenz und die dazu ge­hörigen Verträge an. Auf eine Anfrage erklärte der Mi­nister des Auswärtigen, die Regierung bringe dem Plane einer belgischen Expedition nach China volle Sympathie entgegen, da derselbe der öffentlichen Meinung entspreche.

Paris, 24. Juli. Es verlautet in hiesigen sehr ernsten Finanzkreisen, die bekannte Beziehungen zum amt­lichen Rußland unterhalten, daß jetzt unter den Kandidaten für den Nachfolger des Grafen M u r a w i e w der Fi­nanzminister W i 11 e mit in erster Reihe in Frage komme. Mit Rücksicht auf die finanzielle Bedeutung dieser Wahl würde man sie hier mit Sympathie betrachten.

Budapest, 25. Juli. Neuere Berichte melden große Aufregung und Erbitterung in ganz Serbien. Der größte Teil der Hofwürdenträger demissionierte. Avakumovitsch verweigerte die Kabinettbildung, eben­so Krititsch, wofür dieser strafweise sofort von der Stelle des Präsidenten des Staatsrates ent­hoben wurde. Der König ist bemüht, ein farbloses Ge- schäftsministerium zur Erledigung der Eheangelegenheit zu bilden. DasN. Pester Journ." meldet aus Belgrad aus einer diplomatischen Quelle: Eingeweihte Kreise glauben, Milans Entrüstung über die Verlobung Alexanders sei nur erkünstelt, weil Alexander ent­schlossen sei, im Notfälle zu Gunsten Milans zu ab- dizieren. Die Uebernahme der Regierung durch Milan sei nicht ausgeschlossen, da die radikale Partei säst gänzlich, vernichtet, und die anderen Parteien ungefährlich seien. Das Militär, das ganz für Milan sei, und auch Rußland sei angeblich geneigt, Milan gewähren zu lassen. Bei dem vor drei Monaten im Hause des Ministerpräsidenten ar­rangierten Kostümball wich der König nicht von der Seite der Frau Maschin. Beim Konfettiwerfen wurde der König sehr böse, wenn auch ein anderer es wagte, Frau Maschin zu bewerfen. Schließlich kniete der König nieder und bewarf sogar mit denaufdem BodeNzer ft reuten Konfetti Frau Maschin. Das diplomatische Korps war über dieses sonderbare Benehmen des Königs sehr verwundert. Milan wird heute abend in Belgrad erwartet. Von anderer verläßlicher Seite wird gemeldet, daß Georgewitsch keine Ahnung von der Verlobung hatte. Der König be­nutzte die Abwesenheit des Ministerpräsidenten zur Aus­führung seines Planes. Es verlautet, es werde anläßlich der Verlobung die Begnadigung der im Attentats­prozeß Verurteilten erfolgen.

Belgrad, 24. Juli. Die Bildung des neuen Ka­binetts soll vom Präsidenten des Appellgerichtshofes Jo - w a n o v i c übernommen werden. Wie verlautet, findet die Vermählung des Königs Alexander mit Frau Draga Maschin spätestens in drei Wochen statt. Das Amts­blatt veröffentlicht einen Ukas, wodurch König M i l a n' auf feine Bitte von den Funktionen eines Armeekom­mandanten enthoben wird.

Konstantinopel, 24. Juli. Die Verlobung des Königs Alexander hat hier das größte Er­staunen hervorgerufem______________ _

Aus Stadt und Land.

®ie8en, 25. Juli 1900.

Der Rektor der Landesuniverfitat hat, wie wir hören, an das Rektorat der Hochschule zu Darmstadt am Sams­tag die Anfrage gerichtet, ob bei der dort gepflogenen disziplinarischen Untersuchung sich ergeben habe, daß bei den in Mainz gelegentlich der Gutenbergseier vorgekommenen Roheiten Gießener Studenten beteiligt gewesen seien. Bis­her ist eine Antwort aus diese Anfrage hin noch nicht eingetroffen.

Oberst z. D. von Westernhagen, von 1877 bis 1882 Kommandeur unseres Jnsanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm,, ist am 17. Juli zu Weimar verschieden.

* * KavallerieKouzert. Schon im Anzeigenteil unserer gestrigen Nummer kündigte die Kapelle des württembergischen Garde-Dragoner-RegimentS aus Ludwigsburg ein Konzert für heute abend in Steins Garten an. Die hervorragenden Leistungen dieser Kapelle dürften unserm musikliebenden Publikum noch von dem vor einigen Wochen hier gegebenem Konzert in Erinnerung sein.

* * Das nächste Abonnements Konzert unserer Regunents- kapelle findet morgen abend in SteinS Garten statt.

Konzert. Am Freitag konzertiert, tote aus dem Inseratenteil ersichtlich, die Kapelle unseres Leibgarde-Regi­ments (Nr. 115) aus Darmstadt in S-ternS Garten. Sie befindet sich auf der Durchreise zu einer großen Soldaten­feierlichkeit des Garde-Vereins von Rheinland und Westfalen nach Lüdenscheid. Der Leiter der Kapelle, Musikdirektor Hilqe, dessen hervorragende Leistungen hier in Gießen (eit vielen Jahren anerkannt und gewürdigt worden sind, dürfte uns wieder einen genußreichen Abend bieten. Jeder Musik- verständige und Musikkenner wird mit Freuden das für dieses Konzert ausgestellte Programm begrüßen; weist es