Wiederaufnahme der Affäre Trcysuz enerai» äu widersetzen", m,t 245 gegen 60 Stimmen ana, nommen. Der 2)ctm)terpra)ii>cnt Waldeck-Rousseau hnt* zu diesem Antrag erklärt, die Regierung könne darin ni^ eine Billigung ihrer Erklärungen sehen.
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Herds-Neck wurde ein Gefecht geliefert, bei dem nur 20 Mann von den englischen Reitern entkamen. Die Engländer flohen und ließen ein Maximgeschütz mit zahlreich er Munition zurück. 16 Mann, darunter ein Leutnant und zwei Unteroffiziere, wurden gefangen genommen. Von den 20 entkommenen Engländern sind mehrere verwundet. Auf feiten der Buren ist der Verlust von einem Toten und mehreren Verwundeten zu verzeichnen.
London, 25. Mai. Wie aus Pretoria gemeldet wird, berichtet ein amtliches Telegramm, das am Abend des 23. veröffentlicht wurde, daß die Bure>n streitkräfte am vergangenen Dienstag bei Heilbronn in ein Gefecht Mit den Engländern gerieten. Die Engländer Mußten sich zurückziehen unter Zurücklassung von 60 Toten und Verwundeten. 200 Engländer wurden gefangen genommen. Die Engländer besetzten Heilbronn. Ungefähr 3000 Engländer mit sechs Geschützen drangen in die Gegend von Froedfort vor. —
London, 25. Mai. General Gataere wird am, 4. Juni das Kommando über den östlichen Distrikt des Oranjefreistaates übernehmen.
London, 25. Mai. Nach einer Meldung aus Pretoria vom 23. Mai verloren die Engländer in einem Gefechtin der Nähe von Stormberg, das eine Stunde dauerte, 40 Tote und eine Anzahl Verwundete. DieBuren behaupteten ihre Stellungen. Ferner fand ein Gefecht zwischen Heilbronn und Lindley statt. Die Buren mußten sich vor der erdrückenden Uebermacht zurückziehen. Sie hatten einen Toten und sieben Verwundete.
Aus Stadt und Sand.
(Rnont)mt Einsendungen, gleichviel welchen werden grundsätzlich nicht aufgenommä^-"**'
Gießen, 25. Mai 1900.
*• Der Himmelfahrtstag. Zu dem GlaubenSbekenntn § zahlreicher Leute gehört der Satz, daß es am Himmelfaürts tage regnen müsse. Dieser Glaube hat sich gestern wieder I einmal voll bewährt. Der gestrige HimmelfahrtStaa ist I natürlich auch nicht verlaufen, ohne daß das himmlische Naß die spazierengesührten neuen Feiertagshüte und Tvi- I letten gründlich beträufelt hat, und es haben demgemäß I die Anhänger der genannten meteorologischen Theorie ihr° I Freude gehabt. Trotzdem hat der schon Zweifel erregende I Himmelfahrtsmorgen ein außerordentlich zahlreiches Publikum I in die Wälder und auf die Höhen geführt, per Bahn, zu I Wagen, zu Rad und zu Fuß gen Braunfels und in den I Taunus, nach Frankfurt und nach Marburg und an I andere Orte.
I *• Elektrizitätswerk. Der elektrische Teil des geplanten I städtischen Elektrizitätswerkes ist der Aktiengesellschast I Schuckert & Co. in Nürnberg übertragen worden. Die Kraftmaschinen liefert dieDeutzer Gasmotorenfabrik, die Turbinenanlagen die Firma Leitheuser in Kassel.
I △ ßfa Verkehrshindernis wird, wie wir erfahren, end- I lich beseitigt. Die städtische Verwaltung hat mit der Brauerei Jhring in Lich, der Besitzerin des Schipka-PasseS I hier, ein Abkommen getroffen, wonach an der Ecke der I Bahnhofstraße und der Kaplansgasse zur Verbreiterung der letzteren der Stadt ca. 9 Meter I Gelände käuflich überlassen werden. Die Besitzerin des I bebauten zur Straße kommenden Terrains wird dieses in der Weise freimachen, als sie ihre Baulichkeit längs der I Kaplansgasse soweit niederlegt und zurück rückt, als nötig I ist, um den Bürgersteig an dieser Stelle in gleicher Breite I wie vor der daneben liegenden Werner'schen Hofraite bis I zur Bahnhofstraße weiter durchführen zu können. Die Durchführung des Projekts kostet allerdings die Stadt I 6000 Mk.; doch kann man dies Opfer nur billigen, wenn I man die Gefährlichkeit der Situation besonders für Fuß' gänger an dieser stark begangenen Ecke bedenkt.
’* Turnerisches. Die Gießener Turnerschaft, die die Vorarbeiten zu dem vom Gauausschuß des Turngaus Hessen alljährlich auf dem Dünsberg geplanten Volkswettturnen übernommen hat, hatte zur Besichtigung eines geeigneten Turnplatzes die Vorstände mehrerer Nachbar-Vereine am gestrigen Himmelfahrtsmorgen auf beit Dünsberg eingeladen. Trotz der ungünstigen Witterung hatte sich doch eine große Anzahl Vertreter der Vereine eingefunden. Nachdem man | verschiedene zum Turnen mehr oder weniger geeignete Plätze besichtigt hatte, einigte man sich für daS östlich vom Turn? gelegene, ziemlich freie und mit wenig Kostenaufwand z»m Turnen herzurichtende Terrain. Mit dem Forstmeister soll nun bezüglich der Platzfrage weiter verhandelt werden. Man hofft zuversichtlich entgegenkommende Unterstützung der Forstbehörde, sodaß die Turnvereine des Gaues Hessen in Bälde einen gemeinschaftlichen Turngang nach dem Düns- berg unternehmen können.
Q Viehmarkt. Der Ochsenmarkt am Mittwoch hatte nur den geringen Vorrat von 10 Stück aufzuweisen, wo« für eigentliche Reflektanten auch nicht vorhanden waren Infolge besten wurden die Tiere zu billigen Preisen von hiesigen Händlern ausgekaust. — Der Schweinemarkt zeigte einen Auftrieb von 1800—2000 Stück. Trotz der geringen Nachfrage zu Anfang des Marktes forderten die Verkäufer für die Ware doch hohe Preise, sodaß sich bit Reflektanten abwartend verhielten. Hiermit erreichten fic» daß die Preise heruntergedrückt wurden, sodaß gegen Endv des Marktes sich ein recht flotter Handel entwickelte. Der Markt blieb um V» überständig. Gehandelt wurden 6 bis 8 Wochen alte Ferkel zwischen 24—33 Mk., 3 bis 4 Monat- alte 40—55 Mk., leichte Springer 60—70 Mk., schwere Springer 90—120 Mk. pro Paar.
§ Bad Nauheim, 25. Mai. Fürst Ferdinand von- Bulgarien trifft demnächst zu mehrwöchentlichem Kurgebrauch hier ein.
Darmstadt, 24. Mai. DaS Oberkonsistorium hat nachstehendes Ausschreiben an die evangelischen Pfarrämter des Landes erlaffen:
Nachdem Seine Königliche Hoheit der Großherzog an- zuordnen geruht haben, daß im Hinblick auf die bevor- stehende Niederkunft Ihrer Königlichen Hoheit der Groß^ Herzogin in allen Kirchen des Landes das übliche Kirchengebet stattfinden solle, beauftragen wir Sie, fortan — und zwar erstmals am Sonntag Exaudi, 27. Mai — in das allgemeine Kirchengebet nach den Worten:
„Insbesondere laß Deine Gnade walten über unserem Großherzog, der Großherzogin seiner Gemahlin uud dem ganzen Großherzoglichen Haust- die nachstehende Fürbitte einzufügen und hiermit bis zur erfolgten Niederkunft fortzufahren:
„Du wolltest unserer geliebten Großherzogin be sonders in der kommenden Zeit ein starker Schutz und Schirm fein, und die Hoffnungen unseres Fürstenhauses zur Freude und zum Segen des Landes gnädig in Erfüllung gehen lasten."
8. Darmstadt, 23. Mai. Folgendes Intermezzo, das uns Kunde giebt von dem ungezwungenen und gemütlichen Verkehr, der an unseren Hofkreisen und besonders zwischen unserer Großherzoglichen Familie und ihrem fürstlichen. Schwager dem Prinzen Heinrich von Preußen herrscht, wird uns aus verbürgter Quelle mitgeteilt. Bald nach feiner Ankunft bei seiner Mutter, der Kaiserin Friedrich
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Deutsches Mich.
Berlin. 24. Mai. Aus Wiesbaden wird gemeldet : Zu der nach der Oberon-Vorstellung im Schlosse stattfindenden Vereinigung waren geladen außer den Herren des Gefolges der Intendant v. Hülsen, die Professoren Uphues und Knackfuß, der Flügeladjutant des Großherzogs von Sachsen-Weimar, Graf Biland und Oberst Graf Moltke. Morgens unternahm der Kaiser einen Spazierritt durch das Nerothal nach der Rabenschlucht und erledigte später Regierungsangelegenheiten. Die Kaiserin traf gestern nachmittag hier ein. Zum Empfange waren anwesend der Kaiser und der Großherzog von Sachsen-Weimar. Das Kaiserpaar fuhr direkt nach dem Schloß. Die hohen Herrschaften besuchten heute früh den Militärgottesdienst und fuhren 11.10 Uhr zum Besuche der Kaiserin Fried--? rich nach, Cron berg, von wo die Rückreise 4 Uhr 20 Min. erfolgte. Die Abreise der Kaiserin erfolgte heute abend 7 Uhr 20 Min. von Wiesbaden nach Berlin.
— Die Kaiserin hat den auf Mitte Juni festgesetzten mehrwöchigen Aufenthalt in Cadinen abgesagt. Dagegen hat der Kaiser seinen Besuch dort für den Herbst ^gekündigt.
— Der Kronprinz wird im Herbst dieses Jahres als Vertreter des Kaisers an der Enthüllungsfeier des Königin Luise-Denkmals in Tilsit teilnehmen. Bei dieser Gelegenheit wird der Kronprinz auch einen Abstecher nach Königsberg unternehmen, um dem ihm am Tage der Großjährigkeitserklärung vom Kaiser verliehenen Grenadier-Regiment einen Besuch abzustatten. Der Tag der Denkmalsenthüllung ist noch nicht festgesetzt.
— lieber das Befinden des Groß Herzogs von Baden konstatiert der Hofbericht der „Karlsr. Ztg.",daß der» Großherzog die Torpedoboots-Offiziere wegen andauernden Unwohlseins nicht empfing. Auch gestern war das Allgemeinbefinden noch sehr beeinträch- i tigt.
— Die Hochzeit des Prinzen Rupprecht von Bayern mit der Herzogin MarieGabriele findet in München am 15. Juli statt.
— Die Vorsitzenden des Vereins Berliner Kaufleute uno Industrieller, Goldberger und Jakob, hatten gestern eine halbstündige Audienz mit dem Präsidenten Soul? et. Wie man aus Paris meldet, sagte Loubet Folgendes: „Ich weiß, daß Ihr Kunstgewerbe und Ihr Maschinenwesen den ersten Rang einnehmen. Machen Sie nur daheim tüchtig Propaganda für die Ausstellung, wie es ja Ihr Kaiser wünscht. Seine Depesche an die Berliner Herren hat uns hier sehr erfreut. Wir haben dieselben Friedenswünsche. Es wäre wahrhaftig ein I Frevel, wenn irgend eine Nation die Errungenschaften jahrelanger Arbeit gewaltsam zerstören wollte". Nochmals I betonte Loubet den hervorragenden Anteil des Kaisers und I be§ Deutschen Reiches am Gelingen der Pariser Aus- I stellung.
— Tas preußische Staatsministerium hat am I Dienstag seine Stellung zu dem im Reichstage angenom- I wenen Initiativanträge Graf Hompesch und! Genossen bezüglich der Lex Heinze beraten und sich mit I Pen Beschlüssen des Reichstages einverstanden erklärt. I
- Die zweite Lesung des Fl o 11 e n g e s e tz e s I worden^1 * vorläufig auf den 6. Juni angesetzt I «„-77 Der hiesige amerikanische Botschafter W h rte empfing eine Abordnung des deutsch - ameri - ^uNchen Kriegerbundes, dessen Präsident Rich. I
Botschafter in warmen Worten für seine uner- I rundlichen Bemühungen, ein herzliches Einv erneh - r/ru1 ?en Deutschland und den Vereinig- I ten Staaten zu erhalten, dantte. In seiner Erwiderung I
Botschafter auf die mc.nmgfad)eL ö pin, welche die Vereinigten Staaten und Deutschland ver I binden, erinnerte ferner die Abordnung an den ungeheuren I Aufschwung, den ihr deutsches Geburtsland während der I letzten Jahrzehnte genommen und fügte hinzu, daß dieser I Aufschwung ihn wie jeden anderen vernünftigen Ameri I Taner erfreue, weil er feiner Ansicht nach auch den Ver- I einigten Staaten zum Vorteil gereiche. Er hoffe, daß I der Kriegerbund hier und in Amerika dazu beitragen werde, I vorhandene Mißverständnisse und irrige Ansichten, die in | den beiden Landern über das andere gehegt werden, aus- I zuklären. Er sprach sich lebhaft zu Gunsten der Beibehal- |
I tung und Pflege der deutschen Muttersprache seitens der I Deutsch-Amerikaner aus, weil er darin nicht, nur einen I unschätzbaren Vorteil für die Betteffenden, sondern auch I ein starkes Bindeglied erblickte, das geeignet sei, die beiden I Länder, trotz wohl auch in Zukunft unvermeidlicher Jn- I teressengegensätze materieller Natur, in dauernder Freund- I schäft zu erhalten. Er betonte schließlich, daß er sowohl I wie Graf Bülow, unterstützt von den beiderseitigen Re- I gierungen, sich die Pflege solcher herzlichen Beziehungen I sehr angelegen sein ließen.
— Der B u n d e s r a t hat Zusttmmung erteilt dem I Ausschußbericht über den Antrag Hessens, bett. Aus- I führung des Paragraphen 45 des In v a l id e n-B e r - I sicherungsgesetzes.
— Das preuß. Abgeordnetenhaus beriet heute I das Warenhaussteuer-Gesetz in dritter Lesung. In I der Generaldebatte erklärte Minister v. Miquel, daß die I Einbeziehung des Umsatzes von Mark 300 000 zu weit- I gehend und für die Regierung unannehmbar fei. Zu | § 1 lag ein Antrag Krawinkel (nl.) vor, dem zufolge die I Besteuerung der Zweigniederlassungen steuerpflichtiger Be- I triebe an einem Orte nur so weit eintreten solle, als in I jeder dieser Verkaufsstellen mehr als einen der vier Waren- I gruppen geführt wird. Dieser Antrag wurde mit großer I Mehrheit angenommen und mit diesem Zusatze § 1 nach I den Beschlüssen b-er zweiten Lesung (mit steuerpflichtigen I Umsätze). In der Gesamtabsttmmung wurde das Gesetz I gegen die Stimmen der Freisinnigen angenommen. 1 Hierauf gelangte die Zwangserziehungsvorlage I in dritter Lesung gegen die Konservativen zur A n n a h m e. I Die Renten gut-Novelle wurde in dritter Lesung I nach dem Anträge Weihe (frk.) genehmigt.
I — Die vom Verein Deutscher Zeitungs-Ver-? I leger gewählte Kommission zur Beratung der Papier- I Frage hielt hier eine Sitzung ab, in der beschlossen wurde, I eine dauernde Geschäftsstelle für den Einkauf von Zeitungs- I Papier für sämtliche deutsche Zeitungen mit dem Sitze in
I Berlin zu gründen und einen Syndikus zur Leitung dieser I Geschäftsstelle anzustellen. Eine Einladung zur Benutzung I dieser Geschäftsstelle soll an alle dieser Bewegung noch fernstehenden Zeitungen ergehen, lieber die Zahl und die Art der zu errichtenden Papier-Fabriken wird nach lleber- sicht Kes GesamtbedarfA eine Entscheidung getroffen werden. 1 Ferner wurde beschlossen, eine Petition an den Reichstag ! um Gleichstellung des Zolles auf weißes Zeitungsdruck- | papier mit dem für Packpapier und eine weitere Petition an die Eisenbahnminister der deutschen Bundesstaaten um Gleichstellung der Frachtsätze für Druck-Papier mit dem für Packpapier abzusenden.
— Ein Konflikt zwischen Bürgerschaft und I Behörden besteht schon seit mehreren Jahren in Königsberg wegen der sogen. Börsengarten-Affaire. Die höheren Beamten und Offiziere müssen auf Anordnung ihrer vorgesetzten Behörde die Börsenhalle, die erste und I hervorragendste Stätte zur Erholung uni) Geselligkeit in I Königsberg, meiden, weil vor mehreren Jahren ein Offizier I sich dort vom Vorstand der Börsenhalle nicht mit der von I ihm geforderten Rücksicht behandelt glaubte. Um endlich I einen Ausgleich herbeizuführen, hat jüngst der erste Vor- I stehr der Gesellschaft „Börsenhalle", Bürgermeister Brink- I mann , einen Versuch unternommen, beim Oberpräsiden- | ten v. Bismarck eine Versöhnung in die Wege zu leiten. I Dieser erklärte sich seinerseits, nachdem er zuerst gewisse I Bedenken erhoben hatte, bereit, im versöhnlichen Sinne I thätig zu sein und sogar dahin zu wirken, daß die den Re- I gierungskreisen .angehörigen Persönlichkeiten fortan nicht I bloß als eingeladene Gäste, sondern als Mitglieder der I „Börsenhalle" an den Veranstaltungen der Gesellschaft teil- I nehmen würden. Ein gleicher Vorschlag wurde auch dem I kommandierenden General Grafen Muck v. Finckenstein vor- I getragen. Dieser lehnte jedoch jede Beteiligung und An- I Näherung rundweg ab.
Braunschweig, 24. Mai. Im Landtag teilte I der Präsident mit, daß die Vorlage wegen des Umbaues I des Hoftheaters eingegangen sei. Danach sollen die I Kosten pes Um- und Erweiterungsbaues 1 300000 Mark be- I tragen und der Regent Prinz Albrecht sich bereit erklärt I haben, ein Viertel dieser Summe aus eigenen Mitteln zu I decken. Die Vorlage soll noch vor Pfingsten erledigt und I mit dem Umbau während der diesjährigen Sommerferien I begonnen werden.
AusbmS.
Lo n d o n, 23. Mai. Unterhaus. In der heutigen | Sitzung wurde in zweiter Lesung mit 248 gegen 129 Stirn- I men ein Gesetz angenommen, wonach Fraue n für die I neuen M un i zip a l r ä t e der verschiedenen Stadtteile I Londons wählbar seien, die durch das 1899 erlassene ] Gesetz über die Londoner Lokalverwaltung geschaffen I wurden.
— Dem „Manchester Guardian" zufolge wird der I deutsche Kronprinz auf der größeren Tour, die er I unternehmen wird, auch Indien besuchen, da der! Kaiser wünscht, daß der Kronprinz die Grundsätze kennen I lernt, nach denen England seine urientalifdjen Besitzungen I regiert. Lord Curzon hat von diesem Wunsche des Kaisers I Mitteilung erhalten.
Brüssel, 24. Mai. Ein dem uwabhängigeniKonLo- I floate zugegangenes Telegramm besagt. Die bei dem letz- I ten Aufruhr im Fort Shin caeassa entkommenen! I meuterischen Eingeborenen wurden von den sie verfolgen- I den Truppen des Kongostaates in Bulu im Wasserfall- I Gebiete eingeholt und geschlagen. Der Anführer wurde I getötet. Der General-Gouverneur Baron DHanis ist I am 5. Mai in Borna eingetroffen, der Vicegouverneur I Wangermee hat sich an Bord des Dampfers „Leopold- I ville", der wahrscheinlich am 19. Mai Borna verließ, nach I Europa eingeschifft.
Paris, 24. Mai. Aus Brest wird gemeldet, Fürst I Hohenlohe werde demnächst auf Schloß Revuon nahe I bei Brest eintreffen. Das Schloß war früher Besitztum I oes russischen Fürsten Wittgenstein, Schwagers des Reichs- I kanzlers; es werde für den Besuch in stand gesetzt.
.r. ~ ^r Großherzog von Sachsen-Weimar I j)t gum Besuch der Ausstellung hier eingetroffen, ebenso I
- r3^9 Friedrich mit seiner Gemahlin und I fernen drei ältesten Töchtern. I
Kammer wurde ein Zusatzantrag von Cha- I puiö: „Die Kammer fordert die Regierung auf, sich der |


