Ausgabe 
25.12.1900 Zweites Blatt
 
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Die Friede»Sverha«dl»»gen mit Cht«a.

DerBerl. Lok.-Auz.- meldet aus Peking: Die Kollektivnote ist in französischer Sprache abgefaßt; eine genaue chinesische Uebersetzung davon wird dem Prinzen Tsching auSgehändigt werden. Li-Hung-Tschangs Befinden ist befriedigend; trotzdem hat er große Furcht vor dem Tode und fragt jeden Besucher nach seiner Meinung darüber.

DieAg. Stefani" meldet auS Peking vom 23. ds.: Die chinesischen Bevollmächtigten werden ihre Vollmachten morgen den Vertretern der fremden Staaten zustelleu.

Deutsches Reich.

Berlin, 22. Dezember. In Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin wurde heute Mittag die Enthüllung der beiden neuen Gruppen in der Siegesallee vollzogen. Bildhauer Magnussen hat die Gruppe Joachims II. entworfen. Die andere Gruppe Friedrich Milhelms I. stammt von Professor Siemering.

Wie dieNordd. Allg. Ztg." mitteilt, besteht in den beteiligten Ressorts die bestimmte Absicht, den Gesetz* entwurf über die künstlichen Süßstoffe so zeitig vorzulegen, daß die Vorlage noch in dieser Session des Reichstags verabschiedet werden kann.

Potsdam, 22. Dezember. Heute mittag fand im Parke Babelsberg bei Glienicke in Gegenwart des Kronprinzen und des Prinzen Friedrich Leopold, des Oberpräsidenten Bethmann Hollweg, sowie der Kreistagsabgeordneten des Kreises Teltow die Feierlichkeit des ersten Spatenstichs zum Teltowkanal statt.

Wilhelmshaven,22. Dezember. Die PanzerschiffeBaden" undFreya" find zu den Hochzeitsfeierlichkeiten nach Holland kommandiert.

Dresden, 22. Dezember. Reichskanzler Graf v. Bülow, der auf dem Bahnhof vom sächsischen Minister des Aeußern v. Metzsch, dem Oberhofmarschall Grafen v. Bitz* thum-Lichterwalde, dem bayerischen Gesandten Freiherrn v. Niethammer und anderen hervorragenden Personen em* pfangen wurde, fuhr in einem Hofwagen nach Villa Strehlen, wo er bei dem Könige eine längere Audienz hatte. Der König fuhr im Lause des Nachmittags bei dem Hotel des Reichskanzlers vor, und gab seine Karte ab. Zu Ehren des Reichskanzlers fand bei dem Minister des Aeußern v. Metzsch eine Frühstückstafel statt, wozu an sämtliche Minister, an den bayerischen Gesandten und die obersten Hofchargen Einladungen ergangen waren. Am Nachmittag empfing Prinz Georg den Reichskanzler in besonderer Audienz. König Albert verlieh dem Grasen v. Bülow den Orden der Rautenkrone. Abends findet in Villa Strehlen eine größere Hoftafel statt.

Ausland.

London, 22. Dezember. An Stelle des in den Pairs- stand erhobenen bisherigen Staatssekretärs des Innern, Whise Ridley, wurde in Blackpool der Konservative Taylor mit 7659 Stimmen gewählt. Der liberale Gegenkandidat Heap erhielt 5589 Stimmen.

Rom, 22. Dezember. Der Vorsitzende der außer­ordentlichen Finanzkommission der Kammer, die das S t e u e r * reformprogramm der Regierung berät, schlug heute eine Tagesordnung gegen das Ministerium vor, in der eine Steuer auf die innere Rente verworfen und alle Steuererleichterungen als zu geringfähig getadelt werden, zumal sie nur die wohl­habenden Klassen treffen. Als unbedingt erforderlich wird die Abschaffung der Mehlsteuer gefordert und die Regierung angewiesen, eine Vorlage über die Abschaffung des städtischen Oktrois einzubringen. Augenblicklich tagt die Kommission noch in Gegenwart Saraccos und des Finanzministers Chimirri. Die Annahme dieser Tagesordnung dürste über das Schicksal des Ministeriums entscheiden.

Der Senat vertagte sich bis zum 28. Dezember.

Belgrad, 22. Dezember. Der Kassationshof bestätigte das Urteil gegen den früheren Minister Gentschitsch.

Petersburg, 21. Dezember. Die Kaiserin-Mutter bat den Zaren, mit Rücksicht auf die Epidemieen, besonders Grippe, die infolge anormaler Witterung hier herrschen, die Rückkehr nach Petersburg zu verschieben. Es verlautet, der Zar werden den Wünschen seiner Mutter entsprechen. Auch die Minister, die am 23. Dezember hier eintreffen sollten, hätten ihre Rückreise demzufolge verschoben. Der Emir vonBuchara übergab dem Generalgouveneur von Turkestan anläßlich der Genesung des Zaren den Betrag von 10000 Rbl. als Spende für WohlthätigkeitSzwecke.

Aus Stadt usd Land.

Gießen, 24. Dezember.

** Spezialitalen-Vvrstellung. Am Sonntag, 23. d. M. fand im Saal^zu den Vie r Jahreszeiten große Speziali- täten-Vorstellung statt. Es waren sehr gute Kräfte, welche wir sahen. Der Komiker Zander verstand e», die Lach- muskeln der Zuhörer zu bewegen. Wir können den Besuch dieser Vorstellungen zum Verbringen einiger fröhlicher Stunden empfehlen. Es finden am 3. Feiertage, sowie am 27., 28. und 30. d. M. wiederum Vorstellungen statt. Alles nähere im Anzeigenteil.

fc. Friedberg, 23. Dezember. Die Unterband- lungen unseres Stadtvorstandes mit dem Ortsvorstande von Fauerbach zwecks Eingemeindung des letzteren Ortes in Friedberg begegnen hier dem lebhaftesten Interesse. Da Friedberg durch seine Lage im Zentrum der wohl­habenden, verkehrsreichen Wetterau gewiß eine bedeutende Zukunft hat und durch seine vielen Bildungsanstalten unter den gleichgroßen Städten Hessens gewiß an erster Stelle steht, so wäre die Eingemeindung Fauerbachs, -essen Grenze bis an unsere letzten Häuser in der Bis­marckstraße geht, sodaß hier in einer der schönsten Straßew

die Ausdehnung gehemmt ist, im Interesse beider Ge­meinden sehr zu wünschen.

Darmstadt, 23. Dezember. Ein schreckliches Un­glück hat sich heute vormittag um dreiviertel zehn Uhr hier zugetragen. Der Buchbinder W. Heckmann hatte in seiner Mansardenwohnung, Mühlstraße 78, eine größere Sendung zum Detailverkaus bestimmte Feuerwerks­körper aufbewahrt, und sind dieselben durch einen bis jetzt noch nicht vollständig aufgeklärten Umstand unter donnerühnlichen Schlägen explodiert; die ganze Wohnung wurde dabei mit undurchdringlichem, erstickendem Rauch erfüllt und geriet in Brand. Heckmann selbst wurde im Gesicht und an den Händen schwer verletzt, die Ehefrau geb. Kunzendorf ist anscheinend durch den Qualm ohn­mächtig geworden, erstickt und verbrannt, sodaß sie nach dem Leichenhaus verbracht wurde. Das ca. dreiviertel Jahre alte Kind wurde sehr schwer auf der ganzen Vorderseite und an den Füßchen verbrannt nach dem Krankenhaus gebracht und wird an seinem Aufkommen gezweifelt; eine ca. 24 jährige Schwester des H. ist gleichfalls sehr schwer verbrannt im Krankenhaus, ebenso H. selbst. Von der Gewalt der Explosion kann man sich einen Begriff machen, wenn man sieht, daß durch die Wucht ganze Scheidewände eingeschlagen und die Steine vom Mörtel getrennt sind. Durch die rasch herbei­geeilte Feuerwehr wurden die Leute gerettet, weiteres Unglück verhütet und der Brand gelöscht. Das lang­jährige Mitglied des Großh. Hoftheaters, Kammer­sänger i. P. Ludwig Bär, ist heute vormittag nach längerem Leiden g e st o r b e n.

M a i n z, 23. Dezember. Hier ist.man eben im Begriff, ein Institut für physikalische Therapie zu errichten. Der Ortsgesundheitsrat hat sich sehr warm dafür ausge­sprochen und wird binnen kurzem eine Vorlage an die Stadtverordneten zur Bewilligung der nötigen Mittel ge­langen. In dem nahen Oberingelheim wurde ein wohl­habender Landwirt wegen Mordversuch verhaftet. Der­selbe war mit einer Mistgabel bewaffnet in die dortige Obereinnehmerei eingedrungen, um einen daselbst beschäf­tigten Schreiber zu erstechen, welcher ihn wegen einer rück­ständigen Steuer hatte pfänden lassen. Ein anwesender Fremder wehrte den Stich rechtzeitig ab.

Frankfurt a. M., 23. Dezember. Die preußische Staatseisenbahnverwaltung hat mit dem rheinisch-west­fälischen Kohlensyndikat einen vom 1. Juli 1901 bis 30. Juni 1902 laufenden Lieferungsvertrag atgeschlossen, wonach die Preise für den Bezug von 3000000 Tonnen Dienstkohlen auf 11 Mk. 10 Pf. pro Tonne ab Zeche fest­gesetzt sind.

Uermischtes.

* Der Tod des Polizeidirektors v. Meer- scheidt-Hüllessem hat trotz der gegenteiligen Versiche­rungen zu allerhand Gerüchten Veranlassung gegeben. Dem­gegenüber kann nunmehr mit Sicherheit mitgeteilt, werden, daß der Polizeidirektor eines natürlichen Todes ge­storben ist. Das Leiden des Verstorbenen war schon alten Datums. Als Herr v. Meerscheidt-Hüllessem im vorigen Jahre in Paris weilte, war er Augenzeuge des Brandes derComedie Franyaise und der mit der Katastrophe verbundenen schrecklichen Szenen. Der furchtbare Eindruck wirkte auf ihn derart nachhaltig, daß von Meerscheidt- Hüllessem nach seiner Rückkehr noch unter dem seelischen Eindruck litt und den Dienst nicht sofort aufnehmen konnte. Die Folgen machten sich in einer hochgradigen Nervosität bemerkbar. Nachdem der ihm bewilligte Nachurlaub ver- floffen war, traf den Polizeidirektor ein schwerer Schicksals­schlag : seine zweite Frau, mit welcher er seit fünf Jahren verheiratet war, starb. In seinem Schmerz ließ er sich am Tage vor der Beerdigung der Frau in der Leichenhalle einschließen, um die letzte Nacht an dem geöffneten Sarge zu verbringen. Seit dieser Zeit steigerte sich die Nervosität des schwergeprüften Mannes, sodaß er wiederholentlich tage­lang dem Dienste fernbleiben mußte. Die Heineinziehung seiner Person in den Prozeß Sternberg brachte das Leiden zu vollem Ausbruch. Sofort nach seiner Vernehmung als Zeuge mußte sich der Polizeidirektor zu Bett legen. Trotz vor­züglicher Pflege verschlimmerte sich die Krankheit derartig, daß v. Meerscheidt-Hüllesem seit ca. 10 Tagen von seinen Gliedmaßen keinen Gebrauch machen konnte. Der Tod trat in Gegenwart seines Arztes ein und ist, wie schon erwähnt, durch Herzlähmung, eine häufig eintretende Kom­plikation bei Nervenkranken, herbeigeführt worden. Die Meldung von der Beschlagnahmung der Leiche durch die Staatsanwaltschaft bestätigt sich nicht. Der Verstorbene hinterläßt vier erwachsene Kinder aus erster Ehe.

* Berlin, 24. Dezember. Die Trauerfeier für Professor Carl Becker fand gestern mittag 12 Uhr in der Kapelle des Matthäuskirchhofes statt.

* Trier, 23. Dezember. Im Prozeß Dasbach wurde der Angeklagte Haubrich zu 1500 Mk. Geldstrafe verurteilt; der Wahrheitsbeweis wurde in keinem ent­scheidenden Punkte als erbracht anerkannt. Nur mit Rück­sicht auf den Gesundheitszustand des Angeklagten wurde von Gefängnissttafe abgesehen.

* Paris, 23. Dezember.Aurore" teilt mit, daß ein sozialistischer Abgeordneter den Finanzminister in der Kammer interpellieren wird über die Auszahlung von ca. 500000 Fr. an die deutsche Gesellschaft,Badische Anilin- Fabrik", von welcher irrtümlich für die Einfuhr von Indigo ein Zoll in Höhe genannter Summe erhoben worden war, während dieses zollfrei ist. Der Finanzminister hatte daraufhin Befehl gegeben, die irrtümlich gezahlte Summe der Gesellschaft zurückzuerstatten.

* Wien, 21. Dezember. Die Leipziger Verlagshand­lung Breitkopf und Härtel erhob Einspruch gegen die Konfiskatton des Werkes des Grafen HoensbroechDas Papsttum in seiner sozial-kulturellen Wirksamkeit". Das Wiener Landesgericht gab dem Einsprüche keine Folge, da das Buch eine herabwürdigende Polemik gegen die Institution des Papstttlms bilde, die nach dem Dogma eine göttliche Einrichtung der katholischen Kirche sei.

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Opernhaus.

Dienstag, den 25. Dezember, nachmittags 3*/, Uhr: Snee­wittchen und die sieben Zwerge. Abends 7 UKr. Zu« erfienmale die Opernprobe. Komische Oper in 1 Akt von Sibert Lortzing. Hierauf: Die Regimentstochter. Sliltooä), btn 26. Dezember, nachmittags 3^/, Uhr: Sneewittchen unb bi? sieben Zwerge. Abends 7 Uhr: Lohengrin. Sonnetllag, den 27. Dezember, nachmittags 3Vs Uhr: Sneewittchen vn> die sieben Zwerge. Abends 7 Uhr: Der Troubadour- Freitag den 28. Dezember, nachmittags 3Vs Uhr: Sneewittch" und die sieben Zwerge. Abends geschlossen. bamstaz bt* 29. Dezember, nachmittags 3</t Uhr: Sneewittchen unb bi? sieben Zwerge. Abends 7 Uhr: Der Wildschütz. \ den 31. Dezember, nachmittags 3 V, Uhr: Sneewittchen^ die sieben Zwerge. Abends 7 Uhr: Die Geisha. den 1. Januar 1901, nachmittags 3V» Uhr: S n e ew',ab die sieben Zwerge Abends 7 Uhr : Die G eisho. LiaaM den Januar 1901, nachmittags 3«/r Uhr: © n e e ro i t tdjei utb sieben Zwerge Abends 7 Uhr: Tannhäuser und brr Sängerkrieg auf der Wartburg.

SchirnfptethetttO.

Dienstag den 25. Dezember, nachmittags 3</a montag. Abends 7Uhr: Fuhrmann Henschel. Nittooq»« 26. Dezember. Nachmittags 3</z Uhr: Zaza. Abenbs 7

Flachsmann als Erzieher. Donnerstag den 27. Dqrn» Nachmittags 31/* Uhr: I m weißen Rößl. Abends 7 Uhr: montag. Freitag den 28. Dezember. Abends V,7Uhr:F° e 1. Theil. Samstag 29. Dezember. Nachmittags 3Vi tl&r: 6 MV- leys Tante. Abends 7 Uhr: Zopf und Schwert den 30. Dezember. Nachmittags 312 Uhr: Rosenmontag, jur Die strengen Herren. Montag 31. Dezember. besonder Umstände halber Lustspiel in 1 Akt vonOlgo Wohlbrück. Ü'6* Eharleys Tante.

*) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr.

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Universität und Hochschule.

Als Nachfolger des Profeffors Dr. Stemerltna h» Ende dieses Halbjahres nach Kiel übersiedelt, ist der J5 Wochenschr." zufolge Dr. Wollevberg, Oberarzt an der anstatt in Hamburg zum ordentlichen Professor der an der Universität Tübingen berufen worden Dr. Wollenb,!?^' ehe er in seine jetzige Stellung eintrat, außerordentlicher an der Universität Halle.Ct0^

Arbeiterbewegung.

Brüssel, 22. Dezember. Bei den Ausschreitung« em iw Eockerrll sollen, wie aus Antwerpen gemeldet wird, etwa 3D darunter 10 schwer verletzt worden sein. Die Polizei schritt ntt blanker Waffe ein, sondern war genötigt, Revolverschüffe auf bnlm, abzugeben, die schließlich zurückgedrängt wurde. Die Berwunbeten 2 die Polizei mit. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.

Antwerpen, 22. Dezember. Am Quai Cockerill routbt Ekc nachmittag die Arbeit wieder ausgenommen. Eine Schaar von 2öi>j Ausständigen wollte die Arbeiten auf einem Dampfer aus Grimsby c/ Ander". Die Polizei schritt mit blanker Waffe ein und zerstreute i Ausständigen, die flüchteten. Die Schlägereien zwischen den drgen und den aus der Provinz gekommenen Arbeitern dauern fort.

Antwerpen, 22. Dezember. Terwagne, der sozialistische gfo ordnete für Antwerpen hat, wie man hört, auf privatem Wege den ix bertsminister ersucht, den Conseil de lindustrie et du travail zur kei- legung des Ausstands einzuberufen. Der Minister erwiderte, er hit- an ben Präsidenten des Conseils, Herzog Ursel, geschrieben, aber Hilt: feine Antwort erhalten. DieBayern" vom Norddeutschen Lloyd td mit Hilfenahme der eigenen Mannschaft gelöscht. Der Kapitün hcfft am Weihnachtsabend in Hamburg einzutreffen.

Antwerpen, 22. Dezember. (Abends). Jetzt herrscht wlete Ruhe.

Rom, 22. Dezember. Der Ausstand in Genua drohte durch In Solidarität der anderen Arbeiter nach ganz Ligurien überzugreisen. KriegsschiffSaint Bon" ist nach Genua abgegangen, zwei anbei üehen in Spezia unter Dampf. Heute^empfing Saracco eine Kommissur der Ausständigen unter der Führung des römischen Abgeordneten Saracco erklärte die Zurückziehung des Dekrets der Aufhebung btt Arbeitskammer für unmöglich, gestattete aber die Neukonstruienmg auf dieser Basis. Morgen beginnen die Ausgleichsverhandlungen. Wahr­scheinlich wird der Ausstand so beendet werden.

Prag, 22. Dezember. Die Berliner Börsengerichte von nnern bevorstehenden Streik der böhmischen Kohlenarbeiter werben on infor­mierter Stelle als unzutreffend bezeichnet. Wohl macht sich rin? $r. wegung für den Achtstundentag bemerkbar, der einen AuSstonb aiJ einzelnen Werken herbeiführen könnte, aber für einen allgemeinen Etw' wie er im Januar eintrat, liegen keine Anzeichen vor.

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Kirchliche Nachrichten.

rvavgelistze Gemeinde.

L Weihnachtsfeiertag, Dienstag, den 26.

Gottesdienst.

I« per Stadtttrche.

Vormittags 9Vi Mr: Pfarrer Schlosser.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

I« der Aahanneskirche.

Bormittags 9</, Uhr: Pfarrer Euler.

Abends 5 Ubr: Pfarrasfistent Kraus.

Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Bewahranstatt.

* Weihnachtsfeiertag, Mittwoch, den 26. Dezember.

Gottesdienst.

Irr der StadMrche.

Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus« gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer lever erbeten.

AbendS 5 Uhr: Siehe Johanneskirche.

In der Johann-Skirche.

Vormittags »/ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. y

Beichte und heil. Abendmcchl für bie Wfarret harrneSgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem vi Gemeinde erbeten.

Abends 5 Uhr: Liturgische Andacht, Mrrer Eul-

Nach allen Gottesdiensten besondere Sammlung sur 0*

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Kunst und Wissenschaft.

Vertin, 22. Dezember. In der allgemeinen Elektri.^ gesellschaft hielt in Gegenwart des Kaisers und eine« Publikums Prof. Slaby einen Vortrag über neue drahtlose giE? fachtelegraphie. Von Schönweide an der Oberspree einerseits (u$ und Charlottenburg (4 km) andererseits wurden gleichM« ä aramme gesandt, die von dem Blitzableiter der Zentrale Schiffs dämm gemeinschaftlich aufgefangm und getrennt niederaesän^ wurden.

München, 23. Dezember. StrindbergS Komödie in 8 $iiu. »Rausch", eine groteske Mischung «uS Seelendrama, Thesenstück^ grober SmsationSmache, wurde im Schauspielhaus bei tnMi« Darstellung entschieden abgelehnt.

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Die Regierung oer v»

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@6 wird zur Äenn f bet Bestinmungen der A i istarMchen Religionr-G' > zche das Mglied Her : stände ausschetdet, und bi i wähl gteitag« i im Sitzungssaale des Sen i finden soll.

OnÄ nach S 2 e werden zu dieser Wahl mi : in den Stunden von 10 rstattfindet.

Zum Wahlkommiffä Gießen, den 24. Di X Dir Vorstand der isri

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Wie in den bergangt > übenden Jahreswechsels zu

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