Ausgabe 
25.11.1900 Fünftes Blatt
 
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SVg o/o Heesen

. 75.40| Harpener Tendenz: fester.

3 o/o Portugiesen 30/0 Mexikaner . 4Vi °/e Chinesen .

Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank .

Gotthardbah« Laurahütte Bochum

. , 86.50 Dresdener Bank . . . . 92.70 Berliner Handelsges.

. , 94.70 Oeaterr. ßtaatsbahn

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Ritterkreuz 1. L t8 Großmittigeil dem L V b« Provivz Obech Oberamtsrichter bei. d» Charakter aU ^uffe Tugust Metz ^rdieuftordens Philipp der Oberförstern Sy h; das Ritterkreuz 2. L? r Großmütigen dem Wck ch zu Homberg; tafr erförstern «dost $ü\\; !ich, Eduard al Im ab

* Verein zur Förderung eines SaalbaueS. In der s--- =tXl .etmqen Generalversammlung erstattete der Dor. den Rechenschaftsbericht über daS abgelaufene

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. 206 30 . 174.20 . 132.20 . 146.20 . 149.50 . 140.90 . 146.40 . 203.50 . 184 50 . 180 20

Börsemnachrichten.

Berlin, 25. November.

dem Berlage von Ernst Balser, MäuSburg 11, in der | bekannten handlichen und übersichtlichen Anordnung er­schienen. Sämtliche Neuanschlüsie find darin ausgenommen.

-k. Ober Mockstadt, 23. November. In hiesiger Ge meinde tobt schon einige Wochen ein heftiger Wahlkampf wegen eines zu wählenden Beigeordneten. Es hatten sich zu diesem Ehrenposten nicht weniger als fünf Kandi­daten aufgestellt. Bei der ersten Wahl bekam keiner die absolute Majorität. Es mußte dann zwischen Heinrich Scharmann und dem Ziegeleibesitzer Spamer die Stichwahl entscheiden. Diese fand gestern statt, aus der jener mit drei Stimmen Majorität als Sieger hervorging.

Darmstadt, 23. November. Im 6. Wahlbezirk der Provinz Rheinhessen wurde bei der heutigen Ersatz- I wähl an Stelle des Dr. jur. Schröder Altbürgermeister I Koch in Oppenheim einstimmig zum Landtagsabge­ordneten gewählt.

Offenbach, 23. November. Durchgebrannt ist gestern mit 900 Mk. der Hausbursche einer hiesigen größeren Fabrik. Der Durchbrenner, ein verheirateter Mann von hier, hatte den Auftrag erhalten, einen auf der Post lagernden Geldbrief mit 900 Mk. Inhalt einzulösen. Nachdem | er diesen Teil deS ihm gewordenen Auftrages erfüllt hatte, ist er, anstatt in die Fabrik zurückzukehren, mit dem Gelbe flüchtig gegangen. Nach dem Ausreißer wird eifrig ge­fahndet, und wert dürfte er nicht kommen.

Mainz, 22. November. Der in Ruhrort verhaftete ! Mörder des Schreiners Haspel ist der 18 Jahre alte I Schlosser Wilh. Ernst aus Hahn bei Wiesbaden. Bor dem Untersuchungsrichter hat der Verhaftete seine That bereits eingestanden, doch will er nicht die Absicht gehabt haben, den Haspel zu töten.

I Marburg, 23. November. Die Umgegend von Mar­burg ist in unglaublicher Weise unsicher geworden. So sind vorgestern (am Buß- und Bettag) in Cappel abends zwei, wie dieOberh. Zig." schreibt, ruhig des Weges gehende Leute überfallen und durch vielfache Steinwürfe verletzt worden. Die Leute wurden noch eine lange Strecke Weges verfolgt und konnten sich weiteren Mißhandlungen nur durch schleunigste Flucht entziehen. Gestern Abend ist die bei I der Kohlengas-Vergiftung in der Villa Schüler verunglückte I Katharine Becker aus Neukirchen gestorben, ohne biS I dahin die Besinnung wiedererlangt zu haben.

OHO TAFELKARTEN *

BALL- UND TISCHKARTEN HOCHZEITSTAFELKARTEN

REIZENDE NEUE MUSTER

IN EINFACHER UND GLÄNZENDER o o o o o AUSFÜHRUNG, o o o o o

BRÜHLSCHE UNIV.-BUCH- UND STEIN­DRUCKEREI, GIESSEN, SCHULSTRASSE 7. Kunst-Ausstellung- ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 8 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- end Feiertagen 20 Pfg.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)

Von rohen Bubenhänden wurden in der Nacht vom 21. auf 22. November in der Westanlage verschiedene schwere Cementrühren zertrümmert. Ferner wurde bemerkt, daß in der Bahnhofstraße an einem hölzernen Gartenzaun die Spalierlatten abgebrochen waren.

Es wäre nunmehr endlich einmal an der Zett, daß diesem groben Unfug und den dummen Bubenstreichen, die in letzterer Zeit m unsere» Stadt vorkommen, Einhalt gethan würde.

Gerichtssaat.

L L. Gießer,, 23. November. Strafkammer. Wegen Ur­kundenfälschung und Betruges haben sich die in Alsfeld geborene z. Z. der Straftbat noch nicht 18jährige Dienstmagd Elise Stamm und ihre damalige Kosigeberin Th. Sohn aus Friedberg zu verantworten. Die Strafkammer, die beiden Angeklagten mildernde Umstände zubrllrgte, erkennt gegen die Angeklagte Bramm auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche, gegen die Angeklagte Sohn auf eine solche von 2 Wochen. Der vorbestrafte 25jährige Dienstknecht Joh. Marona, zuletzt zu Bad Nauheim beschäftigt, hat nunmehr auf der Anklagebank Platz genommen. Er wird beschuldigt, am 23. April d. I. zu Bad Nauheim 2 Westen einem seiner Mitknechte bezw. einem Bruder desselben entwendet zu haben. Der Angeklagze war durch Urteil des Schöffengerichts Bad Nauheim in eine Gefängnisstrafe von 2 Wochen genommen, hatte indes gegen dieses Urteil Berufung eingelegt, die heute vor der Straf­kammer kostenfällig abgewiesen wird. Nachdem die einge­legte Berufung gegen ein Urteil des Schöffengerichts Laubach in der Strafsache gegen Konrad B auernfeld von dort wegen Körperverletzung von dem Angeklagten zurückgezogen worden war, wird in die Verhand­lung gegen den Rentner Karl Pröscher von Schotten wegen Beleidigung eingetreten. Dem Angeklagten ist zur Last gelegt, in einem Briese vom 1. Juli d. I. einen seiner Vermögensverwalter der Unterschlagung ge­ziehen und ihm vorgeworfen zu haben, daß er dem Zuchthaus immer näher rücke, sowie einen der Sache vollständig fern stehenden Beamten des Amtsgerichts Schotten schwerer Dienstverletzungen beschuldigt zu haben. Gegen die Bestimmungen des $ 200 des Strafgesetzbuchs hat der An­geklagte dadurch verstoßen, daß er den Brief in einer öffentlichen Wirt schäft verlesen hatte. Das Urteil lautet auf eine Geldstrafe von 80 Mk.; auch wird in demselben die Befugnis ausgesprochen, das Urteil durch die Ortstafel zu Schotten zu veröffentlichen. Geschlossen vorgesübrt werden nunmehr drei des schweren Diebstahls angeklagte männliche Per­sonen, Kröckel, Hardt und Stöbe, von denen zwei bereits wegen ! desselben Vergehens im wiederholten Rückfalle Zuchthausstrafe erlitten haben. Nach Schluß der Zeugenvernehmung muß auf Antrag des am schwersten belasteten Angeklagten, der seine Beteiligung an den aus- qeführten Diebstählen in Abrede stellt und sein Alibi nachweisen will, die Vertagung der Angelegenheit bis zum nächsten Dienstag beschlossen werden.

Neueste Meldungen.

Kiel, 24. November. Der Kaiser führte in seiner Rede in der Matrosen-Kaserne etwa Folgendes aus: Nach langer Friedensarbeit sei seit wenigen Monden ein Streit herausgebrochen, der alle gesitteten christlichen Völker im Dienste des Glaubens in die Ferne zu gemeinsamen Vor­gehen getrieben habe. Mit Stolz und Treue könne er sagen: Meine Söhne, die mir den Fahneneid geleistet und jetzt draußen kämpfen, haben ihn nicht gebrochen. Der Kaiser hob weiterhin rühmend hervor, daß die Deutschen ihre Kameraden aus der Schaar der Feinde herausgehauen hätten, weil sie an ihren Fahneneid dachten, und ermahnte die Rekruten, auf demselben Wege zu wandeln.

Genu«, 24. November. Ein furchtbarer Orkan richtete große Verheerungen an. Mehrere kleine Dampfer find im Hafen gesunken. Ein Teil der Docks ist zerstört. Der Eisenbahnverkehr ist gleichfalls unterbrochen.

Sofia, 24. November. Die Polizei entdeckte eine aus 200 Personen bestehende Diebes- und Räuber­bande, die ihre Thätigkeit auf ganz Bulgarien erstreckte.

5\ Italien. Rente 40/0 Griech. Monop.-Anl.

3*/i% Reichsanleihe . . do . .

Schiffsnachrichterl.

Der Postdampfer .Kensington" derRed Star Linie", in Ant­werpen, ist laut Telegramm am 21. Aov. wohlbehalten m New-York angekommen.

Nach wie v»r bewegt sich am Markte in Nürnberg daS Geschäft sehr ruhig Für Kundschaftszwecke wirb nur das notwendigste dem Markte entnommen, aber auch der Export beteiligte sich nur sehr gering­fügig am Einkauf. Es wurde» bezahlt für: Württemberger Prima 95105 mittel 8090, Hallertauer Siegel 95HO, Prima 95 bis 103, mittel 85-90, Gebirgshopfen 88-92. Marktware 7085, Badisch« 75105 Spalter Land 100115, Elsässer 85-100, Pos.ner Prim« 100105, mittel 8590. In Baden wurden nur ermge kleine Poste» Kundschaftsware zu Mk. 80-90 umgesetzt. In Württemberg rst di- Stimmung ebenfalls sehr flau, es sanden nur einige kleine Umsätze von Mk. 70-85 statt. Ebenso berichtet Elsaß über sehr flauen Geschäfts­gang zu Preisen von Mk. 7585.

Viehmärrte.

Prima Großvieh war auch während der Berichtswoche an säst allen einschlägigen Märkten ausverkauft Daher kam es auch, daß den mittleren Qualitäten etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt und dem Markt hiervon ziemlich entnommen wurde. Kälber sind stets begehrt, daher auch der Absatz hierin sehr flott. Ebenso werden vollmästrge Schweine sehr lebhaft gefragt, der Antrieb ist allenthalben rasch abgesetzt, sodaß vielfach auch mittlere Qualitäten zu Hausschlachtungen aus dem Markt genommen wurden. Läufer und Milchschweine wurden sehr leb­haft gehandelt.

Kohlen.

ES notieren: Ruhr-Fettnutz Körnung! und H 2RL 250 bi8 Mk. 260, Nutzschmiedekoblen Mk. 230 biS Mk. 240 .Deutsche Anthracit-Nußkohlen Mk. 380 bi» 390, englische Anthracit-Nußkohlen Mk. 430 bis Mk. 440, Ruhr-Flammnuh Körnung I und II 3M. äw dtS Mk. 260, Ruhr - Flammnutzkohlen IH Mk. 230 »iS Mk. 240, F-ttschrot Mk. 200 bis Mk. 210, Ruhr-BruchcokS Mk. 330 bi« Mk. 340, AuSfiebgries Mk. 000 bis Mk. 000. Alle» per 10 Ts. ab Mannheim. Der Wasserstand will sich immer noch nicht ge­nügend aufbeffe'n; dageg.n beginne» unverkaufter Mengen eng- lischt und schottischer Jnbustriekohlen den hiesigen Markt zu I d.ücken. ____________________________

Handel Md Verkehr. Volkswirtschaft.

GkLe», 24. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 1.051.25 Hühnereier | oer St 79 A 2 St. 0000 Enteneier 2 St. 0016 4, Gänse» der per EL 00-00 H, Käse 1 St. 5-8 Kasematte 2 St. 5-6 Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 34 H, Tauben per Paa, 0.600,90, Hühner per St. X 0.901.80, Mnen per 6tüd 0.651.00, Enten per Sl. 2.002.20 Gänse PA Piurrd

5 50 Weißkaut per SL 0000, Zwiebeln per Ltt. X 5.000.00, « pn 18 * ®<trel»e.

e*n der abgelaufenen Woche zeigte sich im Getreibegeschäst eine bessireStttnmung, angeregt durch die festere Haltung Amerikas, dem ftd) auch die übrigen Exportländer willig anschlossen. Auch im Konsum machte sich eine etwas bessere Nachfrage geltend. Roggen, «erste und Hafer unverändert. Mais in alter Ware gut gefragt; ncu<8 Mais ruhig. Angeboten ist: Redwtnter II Mk. 136, Kansas II Bit 137 bis 138, südruss. Weizen Mk. 130 bis 144, ruwän. Wetzen Mk 131 bis 144 ruff. Roggen Mk. 105 bis 110, rufs. Futtergerste Mk 100 russ H-fer Mk. 100 bte 116, amertk. Hafer Mk. 105./-, mixed Mais neuer Ernte Mk. 92; per Tonne cif Rotterdam.

Tabak.

Im Laufe der Berichtswoche wurden die Orte Hasloch (Pfalz) zu 21-23 Mk. und KSserthal zu 20 Mk. verkauft. Die Tabake hängen größtenteils nach am Dach, und wenn nicht bessere Witterung emtritt, werden jedenfalls viele Tabake am Dach faulen. In titen Yaoalen ging es ruhig zu, es wurde sehr wenig umgesetzt. Vermehrte Nachfrage besteht nach gut brennender entrippter Einlage sowie Emlagetabaken. Verkauft wurde in Eppelheim eine Partie 1889er Tabake zu 28 Mk. tranit, eine Partie 1894 Einlagetabak (B-rgsträßler) zu 28 Mk., sowie einige kleine Posten Gebirgstabake zu Mitte 30 Mk. In losen pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine 88«/i Mk. verpackt, gebündelte feine 1011 Mk.

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Merzoglilhell Paare; te öornnltag in feiner l tagte Ihrer LöH »er die grundlegender i Geltung bt! »ck bin, M Herr OStü toat uwrofat W ktn, woron/tr btfpnbdi i-pißton und einige & lltS zu nennen find. Mchen Grdände zur ö' oßherzoglichensa-' lens deS GeboriSM ilgtn, an welchem T:- Börden gemeinsam W' rben. .

-nsveterinärarzt M fiot Dr. 1 hs"-

unb lreu geleisteten - «rilfung, dre sich . Inden bis geM ' Schüler,

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lpps des ä ^^BÄnsjahr. Nach demselben beträgt das Vereinsvermögen 1 SauietBn*6500 Mk. Dem Rechner wurde Decharge erteilt. Orbio der Gesamtausschuß als auch die ArbeitSauSschüsie

^erne ^w,Me» durch Akklamation wiedergewählt und einige in den- tigen bem entstandenen Lücken durch Zuwahl ergänzt. In

e mm Winter soll zunächst eine theatralische Liebhaber-

A'ltAhr »ng, später ein Liederabend und im Laufe des

n @t;im9hcn betn «cW« Sommers ein größeres Fest veranstaltet werden. ipdS bea"«?', silbj. DI, »ir verschiedentlich über die Zwecke deS VeremS

Niddci b ir-c tümlichen Austastungen begegnet sind, so seien aus den

ruln«V einigen die wesentlichsten Bestimmungen hier wiederholt :

Aufgabe des Vereins ist es, die Ecrichtung eines Saa- ^.Heinnch Äteube bums tn Gießen zu fördern, indem er einen Mittelpunkt Iffit x0|Tal ben o. N fM klle auf diese/ Ziel gerichteten Bestrebungen bildet und taLrbt]L 2anbeiünifc späteren Ausführung des Baues die Wege ebne ins-

Netto- ordere durch Schaffung emeSSaalbaufonds aus den b^ Professor ber' iWichen Ueberschüffen, sowie etwaigen besonderen Zu- Wrlität unb bttjjwibuigen und Ueberweisungen. 2. Mitglied des Vereins ®lbti den CharM tim jeder werden, der an dieser Aufgabe wttzuwirken Stahl unb bem 1 tert ist. Jedes Mitglied zahlt einen J°hresbettrag von iu Nen, ben -iriiibeflcn« 10 Mk., und zwar zu Anfang des Geschäfts- t Dr. Groedel r» r tute, das mit dem 1. Oktober beginnt. 3. Als teilweise ^edizinalrat dem Dr i - ^nleistung wird jedem MitgUede für fein; Person oder t ew Dr. garl Dickör! '-Glied seiner engeren Familie freier Zutritt zu künstleri^en "nerzienrat dernFM A.fthrungen (Konzerten, theatralischen Dilettanten-Vor- k.e m... .Uliyw VJ'U u. dergl.) geboten, die der Verein veranstalten *itb. Beim Verkauf der weiter auszugebenden EintrittS- * TUtea haben die Mitglieder das Vorrecht.

** Oberhefsischer Geschichtsverein. Am onnc rstag abend tagte imEafe Ebel" die gut besuchte ,tDcntlicbe Mitgliederversammlung des Over- lauschen Geschichtsvereins. Der Vorsitzende, Professor Dr. toihlbaum, erstattete den Bericht über die Thatig- Sktt ßes Vorstandes und über das verflossene Verernsjahr. | Me R.'chnungsablage fand keine Beanstandung^ Bei der | tonach § 16 der Satzungen vorgenommenen Vorstands- nah, wurde der bisherige Vorstand wiedergewahlt. An Älelle des Kommerzienrats Heichelheim, der eine rSiederivahl abgelehnt hatte, und des nach Darmstadt umzogenen Prof. Dr. Dieterich wurden Steuerrat a. D

und Oberlehrer Dr. Bernb eck gewählt Die ««rfairimlung beschloß, dem bisherigen Kafsierer des Ver- Kommerzienrat Heichelheim, den Dank des rrne fit seine langjährige treue Mitwirkung auszusprechen i .mb ben Präsidenten des Ministeriums der Finanzen §>na m t h zum Ehrenmitglied des Vereins zu ernennen.

war der geschäftliche Teil der Tagesordnung er- Ißlrbiqt Nach kurzer Pause hielt dann Dr. Wilhelm Becker einen Vortrag:A u s der Anfangszeit d e r U n i - t: erjität Gießen", zu dem sich noch recht zahlreuche tzMk einaefunden hatten. Der Redner, dessen Darleg- tmqen sich hauptsächlich) auf das Material des hiesigen N inversitätsarchivs stützten, ging nach einem Hiuweiv auf in wenigen Jahren bevorstehende Universitatsfubi- Mch zu einer Schilderung des politischen und religiösen tzNeusatzes über, der zwischen den Landgrafen ^dwig V Ilan dessen-Darmstadt und Moritz von Hessen-Kassel zu Qi«ng des 17. Jahrhunderts bestand. ^ie Einführung i i a-genannten Verbesferungspunkte m der ^^ersckat ) Marbnirg führte zu dem Entschluß, für H^sen-Darmstadt . piaene Landeshochschule zu gründen. So trat IbOa jln Schule in Gießen als akademisches Gymnasium I .mi, Ei Fakultäten ins Leben. Zur Illustration wurden «iW ben Sammlungen des GeschichtvvereiNv eme Anzahl I to Bildnissen der ältesten e Professoren vor gezeigt. I >^indacaf Ludwig gewann bald noch weitere Ge- (Mlrte und erwirkte durch eine Reise nach Prag I t 'on Kaiser Rudols II. das Universitats-P?vileg, am 7. Oktober 1607 die Universität Gießen Mrlich eröffnet werden konnte. Der Redner sch äderte ton die finanzielle Lage der Hochschule und ihrer Glieder iniity den Rechnlingsbückjern der Unwersitat, was zu einer ^acleaunq der kleinstädtischen Verhältnisse des alten Men Anlaß gab. Die Bauart des alten Kolleggebaudes, Hin ivcit und breit berühmt war, wurde durch zwei Ab- UiMngen veranschaulicht. Eme kurze Ullninersitätsorganisation und der Fakultatsverhaltnisj Mie das Ausmünden aller Lehrfächer m die Theologie^ %od dem Ausbruch des dreißigjährigen Kriege^ gerwt E>t und Universität durch Christian von Braunschweig übergehend in große Gefahr. Als 1623 die ganze M.irburgische Erbschaft der Darmstädter Linie zufiel, fuS- Otnbierte Landgraf Ludwig die Gießener Hochschule und | die Lehrer nach Marburg, wo er sie mit einigen

HioieHoren der dortigen Universität zu einem ^eyr- IlSi-jer vereinigte. Die Universität ist 25 Jahre m Mar- lieiiü geblieben und hat schwer durch den Krieg gelitten. M die Pest 1633 in Marburg herrschte, flohen die An- i^horigen der Universität, fanden sich aber größtenteils l!i ließen zusammen und setzte dort die Lehrthätigkeit jior bis die Gefahr vorüber war. Am schwersten litt 'Milniversität im Hessen krieg 164548. Doch auch unter im schwersten Drangsalen verstanden sich die Professoren nitt zum Huldigungseid für die Regentin von Cassel, kor bem Friedensschluß hatte die Universität noch eilte i lilliae Ausplünderung durch die Kaiserlichen auszuhalten, i-n frieSen trat sie zunächst wieder unter gemeinsame Der- Haltung beider hessischen Smten; bald aber entschloß sich fcri II. von Darmstadt, wiederum eme eigene yoch- ® ® zu eröffnen und die Marburger Professoren daran .Setten Ms Ort der llnioerletat waren anfangs Als- rinh Oirünbera in Aussicht genommen, 1 pater ent. M un° Grunverg n u November 1649 eine

ber ©tabt Darmstadt diese Entscheidung wieder euujvue uti stäbte bewarben sich nun

tex sS-MZLZ k Landgraf endgiltig für Gießen; am Mai fani) tn !<i.'rliche Wiedereröffnung statt, und s Eseitiaer Bei- . Ali tät in Gießens Mauern geblreben._ ÄU eitig«

kAl! öankle den Redner für seinen hochinteressanten, mit Ätl Humor gewürzten Dortrag. cn#fi?n in

*** Ei» neues FerusprechüellerwerzeichniS ist soeben in

Telephonisches* Kursbericht Frankfurt, den 24. November.

Deutsche Grundschald-Bank 1 u. 2

75.90 M.

do.

8. 5/6 unk. b. 1904

75.90

do.

8. 7/8, unk. b. 1906

72.50

). Hyp.-Bank (Berlin) S. 10 uak. 1908

99.50 .

do. unk. 1905

90.50 ,

Prenss.

Hyp-A.-Bank 8. 8-12

88.30 ,

do.

8. 15-18 unk. b. 1900

88.30

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8. 19-20, unk. b. 1905

88 30

o do.

8. 13, 14

81.40

j do.

8. 21, 22, unk. b. 1905

81.40