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Schul-Anzüge
in grosser Auswahl!
Markus Bauer,
Giessen, Kirchenplatz 11.
»e# Kinzenbach, 23. September. Tie Mitglieder des hier bestehenden landwirtschaftlichen Kasinos, hielten heute eine Versammlung wegen gemeinsamen Bezuges von Düngemitteln ab. Mehrere neue Mitglieder traten dem Kasino bei. In diesen Tagen wurde von einem Händler Hierselbst die ersten Zwischen, der Centner zrr 2.60 Mk., angekauft. Bei dem reichen Ertrag, den gerade die Zwetsche liefert, wird sich der Preis wohl kaum auf solcher Höhe halten.
am Friedberger Gymnasium einen Vertreter zu der Feier entsandt. Nachdem in geselligem Beisammensein der Nachmittag vergangen war, traten die Teilnehmer den Rückweg nach Gießen an. Wie allgemein bei ihm üblich so wird auch dieses Jahr zum Stiftungsfeste der Verein nächsten Mittwoch ein großes Wettschreiben abhalten.
k- Hohes Alter! Uebermorgen, den 26. I. M vollendet der Lehrer i. P. Prätorius hier, zuletzt in dem nahen Steinbach aktiv, sein 9 0. Lebensjahr in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit.
** Unsere jüdischen Mitbürger begehen in diesen Tagen ihr 5661. Neujahrsfest.
** Der Aufsatz über Hermann Schillers Weltgeschichte in unserer Sonntags-Nummer ist durch ein paar Druckfehler entstellt: Es muß heißen Spalte 1 .geile 11 von unten statt wichtigen: richtigen, Sp. 3 Z. 9 von unten statt geleistete», gewaltige» Arbeit: geleistete gewaltige Arbeit, SP. 4 Z. 12 von oben statt andere: erstere, Sp. 6 Z. 1 von oben statt Steppen: Etappen, Sp. 6 Z. 4 von oben statt Brücke: Lücke. "
will nichts von einer früheren Einberufung als im November wissen.
Ebensowenig entgegenkommend den Wünschen der Bevölkerung zeigt sich auch die Regierung von Oesterreich- Ungarn. „Noch einmal," droht sie, „machen wir den Versuch mit einer Neuwahl, dann" — ja, was dann? Das sagt sie nicht, weiß auch wohl selbst nicht, was dann eigentlich werden soll. Denn nachdem den Wenzelssöhnen einmal so viele Konzessionen von der Regierung gemacht worden sind, läßt sich ihre Begehrlichkeit nicht wieder aus der Welt schaffen.
In China treffen nach und nach die Regimenter ein, die das Deutsche Reich für dort mobil gemacht hat. Die Seebataillone, die den Reigen eröffneten, haben bereits eine größere Operation hinter sich; auf einem Zuge südwestwärts von Peking aus haben sie nämlich einen Sitz der Boxer, den Ort Liang zerstört, wobei während eines Straßenkampfes gegen 500 Boxer und chinesische Soldaten ihr Leben ließen. Die Russen sind hauptsächlich bei dem Kampfe gegen die Forts von Peitang in der Nähe von Taku beteiligt. Die Verbündeten haben diese Forts seiner- $tit, als sie auf Peking losgingen, vorläufig in der Hand der Chinesen gelassen, scheinen dies aber auf die Dauer bedenklich zu finden; daher die jetzigen Kämpfe. Rußland hat begonnen, seine Truppen von Peking zurückzuziehen, soll aber neuerdings doch entschlossen sein, wenigstens eine kleine Abteilung dort zu lassen. Frankreich richtet sich in dieser Frage ganz nach seinem großen Verbündeten. Die militärischen Expeditionen sind noch nicht zu Ende, und noch viel weniger ist Friede geschlossen.
Die Engländer glauben, daß der Burenkrieg bald zu Ende sein wird. Lord Roberts soll schon anfangs Oktober nach England zurückkehren und die noch etwa nötigen militärischen Maßregeln in den annektierten Republiken dem General Baden-Powell allein überlassen wollen. Dieser hätte gegen die Guerillabanden der Buren nicht mehr gemäß Kriegsbrauch, sondern als Polizei nach gemeinem Recht vor- rugehen und die kämpfenden Buren nicht mehr als Soldaten, sondern als Verbrecher zu behandeln. Das ist es, was die letzte Proklamation des Lord Roberts den Buren androht. Inzwischen manöverieren die an Zahl den Buren ganz ungeheuer überlegenen englischen Truppen das letzte reguläre Kommando allmählich aus Transvaal heraus und zwar längs der Delagoabahn, an der an verschiedenen Punkten gekämpft wird. Schon sind zahlreiche flüchtige Buren auf dem Gebiete der anstoßenden portugiesischen Kolonie eingetroffen und werden dort nach Kräften beherbergt und verpflegt. Da Portugal besorgt, der Kampf könne sich auf fein Gebiet hinüberspielen, hat es eine größere Anzahl Truppen au die Grenze beordert, um diese zu schützen. Präsident Krüger befindet sich nach wie vor unter dem Schutze des Gouverneurs in Lourenzo Marques, d. h. in Host, doch hat die Regierung in Lissabon dem Gouverneur aufgetragen, der Abreise Krügers kein Hindernis in den Weg zu legen. Anfangs wollte Ohm Paul den deutschen Ostaßclkadampser Herzog benutzen, nahm aber dann gern i oen Vorschlag der niederländischen Regierung an, an Bord । beS Krlgsschiffes Gelderland die Reise nach Europa zu machen. Krüger fühlt sich jedenfalls auf diesem Kriegsschiffe sicherer, als auf einem Handelsdampfer. Krüger soll in den Tagen seiner Einschließung in Lourenzo Marques einen eigenartigen Einfall gehabt haben, er soll an Pap st Leo XIII. ein längeres Telegramm gerichtet haben, worin er die Sache der Buren verloren gibt und dem Papste für seine Sympathie dankt. Es soll darin heißen: „Gott hat es gefallen, unsere Nation von ihren Feinden überwältigen zu lassen. Die Buren sind keinesfalls besiegt noch gedemütigt. Die patriotische Begeisterung, die meine Söhne auf so vielen Schlachtfeldern aufrechtgehalten hat, I wird niemals erlöschen. Ich ziehe mich für den Augenblick vom Kampfe zurück, denn ich bin alt und krank, aber ich setze mein Vertrauen immer noch auf die Barmherzigkeit | Gottes. Gestatten Sie, heiliger Vater, Ihnen meine Dankbarkeit für die Sympathie, die Sie uns immer bewiesen I haben, auszudrücken. Ich bin sicher, daß Ihre Bitten sich ont den unserigen vereinen werden für den schließlichen Triumph meines armen Volkes." In England höhnt man über dies Telegramm, weil Krüger und sein System den Katholiken in Transvaal keine Stätte gewährt hätten. Die I Sondergesandtschaft der Buren, welche augenblicklich in Amsterdam weilt, hat einen Aufruf an die Völker erlassen-
w Vaterlande beizustehen gegen die von England I ESJXÄ"9 eines freien Volkes. Dieser letzte ver- sckmerck'ck^^ ist überall gehört, aber mit jenem I tCTintni«n”,,!tn.bin ausgenommen worden, das die Er fenntms der Unmöglichkeit, zu h-lsen, gewährt.
©icfien, den 24. September 1900
' «nm Kloppenheimer Mord gehen uns von der fflrnfif, Staatsanwaltschaft hier folgende Mitteilungen w- Hm 19. Huguft wurde im Wäldchen bei Kloppenheim die in Verwesung übergegangene Lerche eines Unbekannten ae suuden. Die Leiche war aller Wertobjekte sowie der Schube und Beinkleider beraubt, der Schädel völlig zertrümmert Ein neben der Leiche gefundenes blutiges „W." gezeichnetes Taschentuch, in das ein fußgroßer Chausfeestein gewickelt war, hat offenbar als Mordwaffe gedient. Es ist ermittelt worden, daß der Erschlagene identisch ist mit bcm Taglöhner (früher Schuhmacher) Heinrich Möller geboren am 29. März 1852 zu Sontra. Möller hatte in oen letzten Monaten bei W. Schlocker in Hattersheim bei Dachst a. M. gearbeitet, war am 13. August um 2 Uhr dort mit der Bahn allein weggefahren und ist Ak>end in Frankfurt a. M. ohne Begleitung in Sanbftraä^Qo1168 Spezereihändlers Walter, Friedberger-
1 aße 133, gewesen, bei dem er einiges kaufte und
I mehrere Goldstücke sehen ließ. Vorher war er ebenfalls I allein bei einer Verwandten, der er erzählte, er wolle in
Die Heimat und seiner verstorbenen Frau einen Grabstein setzen lassen. Noch vor 9 Uhr abends scheint er dann in | der „Herberge zur Heimat" (Alte Mainzergasse 30) ein- I gekehrt zu fein, in der er die Nacht über und zwar in
Zimmer Nr. 5 logierte. Am Morgen des 14. August wurde er um 9 Uhr etwa auf der Friedberger-Landstraße in der Richtung nach Vilbel zu marschierend gesehen. In seiner Begleitung befand sich ein Unbekannter, von dem die Zeugen nur sagen können, daß er größer als Möller und in den zwanziger Jahren gewesen sei, braunen Hut und I hellbraunes Jaquet getragen habe. Am Nachmittag wurde denn Möller in Begleitung von zwei jüngeren Personen im
I Dortelweiler Chausseehaus beobachtet. Die drei tranken Schnaps zusammen. Namentlich Möller sollte noch mehr
I bezahlen, verweigerte es jedoch mit dem Hinweis, I daß er fein Goldstück nicht mehr „naß" mache. Die I drei gingen dann die Straße nach Kloppeuheim zu I weiter, rasteten unter einem Apfelbaum und scheinen sich | dann nach dem rechts von der Chaussee vor
I Kloppeuheim gelegenen Wäldchen begeben zu haben. Dort I ist Möller offenbar von seinen beiden Begleitern nieder- I geschlagen und beraubt worden. Die beiden Thäter I gingen dann auf getrennten Wegen vom Thatort weg und trafen am Ortsausgang von Kloppeuheim nach dem Bahnhof Groß-Karben zu wieder zusammen, was von
I Zeugen beobachtet wurde. Von dort an fehlt jede Spur. I Es ist möglich, daß die Thäter nach Friedberg weiter oder I über Petterweil nach Homberg v. d. H. oder in der Richtung I nach Hanau bezw. nach Frankfurt zurück marschiert sind. I Die als Thäter in Betracht kommenden Begleiter Möllers I werden wie folgt geschildert: der Aeltere ca. 25 Jahre alt; I etwa 1,65—1,70 Mr. groß, gesetzte Statur; volles, rundes I aber blasses Gesicht; dunkle Haare; dunkeler Schnurrbart; I an den Augen das Weiße auffallend sichtbar; dunkelgrauer | Rock; ebensolche Mütze oder Hut; trug ein Päckchen. Der I Jüngere: ca. 18 Jahre alt, etwa 1,60 Mir. groß, schmale I Statur; brauner Rock; brauner Hut. Beide hatten stechen I GesichtSarrsdruck und machten arbeitsscheuen Eindruck; nament- | lich der ältere soll ein richtiger „Stromer" sein. Möller I selbst war 1,55 Witz, groß, hatte blonden Schnurrbart, I dunkelblonde Haare, graue Augen, etwas jüngeres Aussehen ■ I und trug, als er von Hattersheim wegging, helle Hosen • (hell und dunkelgrau gestreift), neue rindslederne Schuhe, i
I neues rot und weiß karriertcS Hemd, blauweiß tarrierten j I Arbeitskittel, dunkelblau und weiß farrierte Weste, darüber I dunkelgraue Tuchjacke, schwarzer Filzhut, trug ein schwarzes I Packet an einem Strick um die Schulter; er war dem | Trünke nnb der Vagabondage ergeben. Eine Photo- I graphie des Möller konnte man bis jetzt nicht erlangen, | wäre aber für die Untersuchung von großer Be- I beutung. Wegen der sonst am Thatort Vorgefundenen, | sowie der dem Möller geraubten Gegenstände können alle I Polizeibehörden auf Grund der Ausschreiben in den Fahndungs- I blättern nähere Mitteilung machen. — Geraubt sind inS- | besondere: die Schuhe, die Hosen, das Päckchen, die Legiti- I mationspapiere des Erschlagenen, ferner ein neues kleines I Notizbuch mit biegsamer schwarzer Decke (Aufdruck Notizbuch), tarrierten Papier und vorgedrucktem „Gemeinnützigen Ratgeber", neue, hellgraue Stoffmütze mit ausgenähtern Schild; mittelgroße vernickelte Scheere mit Firmenstempel: I Gottlieb Hemsfer, Solingen (mit Fabrikmarke), blauer Gummigürtel mit weißen Streifen, Metallhaken und Spangen; eine schöne schwarze Kammgarnhose. Die Thäter dürften I die Gegenstände bei sich führen oder weiter veräußert haben. I Jede weitere Beschreibung und sonstige Mitteilung über die I Begleiter des Möller und mutmaßlichen Thäter wolle man I an die Gr. Staatsanwaltschaft Gießen richten. Von dieser I Behörde ist eine Belohnung bis zu 400 Mark dem- I jenigen zugesagt, der zur Ermittelung so beiträgt, daß Er- I
I greifung und Verurteilung des oder der Thäter erfolgt. I Genannte Behörde sucht in dieser Sache als wichtige Zeugen: I Hans Engelbrecht aus Auerbach (Schlosser geb. 1884); I Karl Pröger (Schlosser, geb. am 8./II. 79 zu Groß- Ollersdorf); Bäcker Max Berger aus Bosaus (geb. 75); I Goldarbeiter M. Kohn (geb. 81 zuBogoly oderKiesfallat); I Kamin Katz, Kaufmann aus Frankfurt a. M.; Drechsler I Anton Werbouschegg aus Wien (geb. 24,/IX. 75); I Steindrucker Johs. Keller aus Hagenbusch.
** Stadttheater. Die diesjährige Spielzeit wird am Sonntag, den 30. d. Mts., mit der Operettenposse „Tie I schöne 11 n g a r i n" von Manstädt und Weller, Musik I von Gust Steffens, eröffnet. Als zweite Vorstellung geht I am Dienstag, den 2. Oktober, „Uriel Aeo st a" von Carl I Gutzkow in Scene. Bestellungen aus Ab onne rne nt- I billets nimmt die Musikalienhandlung von Emst ! Challier entgegen. Ter Plan der Plätze liegt dort aus. I
** Jubiläum. Heute sind es 25 Jahre, daß Herr I Johannes Brücket aus Steinberg bei Herrn Wilhelm. I Seipp I. thätig ist. Herr Brückel hat in dieser langen I Reihe von Jahren durch Gewissenhaftigkeit und Fleiß I sich stets das Vertrauen und die Zufriedenheit seines I Arbeitgebers zu erhalten gewußt. Es ist gewiß ein gutes I Zeichen von Einvernehmen, wenn jemand auf eine 25- I jährige ununterbrochene Arbeitszeit in derselben Privat- I stellung zurückblicken kann. Hoffentlich ist es dem Jubilar I vergönnt, in Gesundheit noch, lange Zeit seinem Berufe I nachzugehen.
** Stenographisches. Der zweitälteste Steno- I graphenverein Gießens, der Stenographenverein „Gabels- I 1 berget" am hiesigen Gymnasium beging gestern sein 25- I ! ahriges Stiftungsfest durch eine bescheidene Feier. I ^egert 2 Uhr mittags vereinigten sich die Teilnehmer zu | einem Ausfluge nach dem „Jagdschlößchen Dutenhofen", too bereits mehrere Telegramme, u. a. auch von dem ©mnber und Ehrenmitglied Dr. F. Noack in Rom (dem römischen Eichenblatt-Korrespondenten der Köln 3tg.. D. Red.) eingelaufen waren. Die Lehrerschaft war . vertreten durch einen Oberlehrer (alten Herrn des Ver- I eins) und zwei Accessisten; mich hatte der Bruderverein
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 22. September.
Wechsel auf New-York zu 0.00-00.
Prämien auf Kredit per ult Sept. 1.200/0, do. per ult Okt. 2.500/q, Diskonto-Kommandit per ult. Sept 1.00 0/0, do. per ult. Okt. 2.40 0/0, Lombarden per ul*. Sept. 0.40%, do. per ult Okt. 0.85 0/^ | Deutsche Bank per ult. Sept. 0.000/q.
I Notierungen s Kreditaktien 205.60-204.50-000, Dlskonto- Kommandit 170.80-171-169.00, Staatsbahn 142.20-000, Lombarden 25.50-00, Italiener 93 90, Spanier 71.90.00, Sproz. Mexikaner 25.20, Bochumer 173.50-171.50-000 bz., Laura 190.50-189.50 bz., Harpener 174.90-50-000.00 bz., Gelsenkirchen 187.90-000.00 bz., Privat-Dis- kont 45/6°/o 0.
iy« bis 2»/, Uhr: Kreditaktien 204.50-3.70-4.20 bz., Dte- konto-Kommandit 168.80-50-90.00.0 bz., Staatsbahn 000.00-000 bz., Lombarden 00.00 00.00 b., Laura 000-00, Berliner Handelsgesellschaft 000.00 bz., 3proz. Mexikaner 00.00 bz, 3proz. Portugiesen 00.00-00 bz., Ottomanbank 000.00 bz, Bochumer 171.50 bz.
Märkte.
Grünberg, 22. September. Fruchtmorkt. Weizen 16,00—16,25 Mark, Korn 16,70—20,00 Mark, Gerste 13,00—14,00 Mark Hafer 13,00—14,00 Mark, Erbsen 00,00—00,00 Mark, Linsen 00,00—00,00 Mark, Samen 25,50—00 Mark, Kartoffeln 0,00-0,00 Mark.
.n c- Die PommerscheHypotheken-Aktien-Bank, Berlin,
ist rur „Hofbank Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin" .morden und hat die Ermächtigung erhalten, neben diesem
Titel da« ihr aus diesem Anlaß verliehene Wappen zu führen.
«... "" ?aA A statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahltndustrieller belief sich die Roheisenprodukito« m?rt..?CiannCn (einschließlich Luxemburgs) im Monat
1900 auf ^22 244 Tonnen, darunter Puddelroheisen und ©piegdeiten 127 602! können, Bessemerroheisen 46 274 Tonnen, $boma8robd[en 427199 Tonnm und Gießereiroheisen 121169 Tonnen. - Ae $robutHon im Juli 1900 betrug 695 213 Tonnen, im 681 £51 Tonnen. — Vom 1. Januar bis 31. August
1900 wurden produziert 5 469 014 Tonnen gegen 5 367 509 Tonnm im gleichen Zeiträume des Vorjahres.
-i- Rod heim, 23. September. Das Ab turn en des hiesigen älteren Turnvereins wurde heute nachmittag im Bender'schen Garten abgehalten. Das herrliche Herbstwetter ermöglichte es, daß die Hebungen im Freien vor- genommen werden konnten. Daher hatten sich viele Schaulustige eingefunden, die der jugendlichen Turnerschar ein reges Interesse entgegenbrachten. Die Hebungen wurden in zwei Gruppen vorgenommen, wovon die Vorgeschrittenen staunenswerte Leistungen darboten. Am 6. Oktober feiert der Verein sein Stiftungsfest, wozu schon längere Zeit eifrig Vorbereitungen bezüglich der theatralischen Aufführungen betrieben werden. Gleichzeitig soll mit diesem Stiftungsfest eine Abschiedsfeier für die zum Militär gehenden Mitglieder verbunden werden.
§ Butzbach, 23. September. Ein hiesiger Bürger stürzte vorgestern beim Obstbrechen im Felde rücklings von einem hohen Baum und zog sich dabei nicht unerhebliche innere Verletzungen zu. — Für die bevorstehende Bürg ermei st erwähl kommen bis jetzt als Kandidaten in Betracht: Beigeordneter Küchel und Gerbereibesitzer Flach.
Apklplw in atrthiielm jranbfurltr Staitthe-trr.
Opernhaus.
Dienstag den 25.Septbr.*): „Der Ring des Nibelungen." Vorabend der Trilogie: „Da8 Rheingold". Mittwoch den 26. September : „Mignon". Donnerstag den 27. September: „Geisha". Freitag den 28. September: „Die Puppe". Samstag den 29. September, abends </z7 Uhr: „Der Ring des Nibelungen". Erster Tag der Trilogie: „Walküre". Sonntag dm 30. Septemker: „Postillon von Lonjumeau". Montag den 1. Oktober: „Meistersinger".
GchansplethanS.
Dienstag den 25. September: „Volksfeind". Mittwoch den 26. September: „Madame Sans Göne". Donnerstag den 27.September: „Im weißen Rößl". Freitag den 28. September: „Hüttenbesttzer". Samstag den 29. Sep tember: „Die Weber". Sonntag den 30. September, nachmittags 3'/, Uhr: „Die Weber". Montag den 1. Oktober: „Minna von Barnhelm".
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, um 7 Uhr.


