-Betrieb der elektrischen und Dampfbahn sei schon deshalb unmöglich, weil diese nie die Fahrgeschwindigkeit bewilligt erhalten können wie die elektrische Bahn. Im übrigen macht das Ministerium einen Vorschlag für ein Ueberein- kommen zwischen der Süddeutschen Eisenbahn- aesellschaft und der Stadt Darmstadt, gegen den die Bürgermeisterei ernste Bedenken hat, über den sie nähere Mitteilungen aber in der öffentlichen Versammlung nicht macht. Äe hält ein Uebereinkommen überhaupt so lange nicht für empfehlenswert, wie die derzeitige Gesetzgebung über die Nebenbahnen dem Staat die Berechtigung giebt, solche als Nebenbahnen klassifizierte Bahnen nach Ablauf der Konzessionsdauer selbst zu erwerben. Die Stadtver ordnetenversammlung beschließt auf Vorschlag der Bürger meisteret, zunächst erneut um die Konzession einer Linie einzukommen, die nicht mit einer schon bestehenden Dampfbahnlinie zufammenfällt, nämlich die Linie Grafenstraße- Wendelstadtstraße - Liebiastraße - Kalertstraße-F-rankfurter- stratze. Des weiteren soll Material gesammelt werden zur Entkräftung der technischen Bedenken des Ministeriums für die andere Linie. Ferner wird an die Regierung und an die Stände das Ersuchen gerichtet werden, eine Aenderung d e s Neben bahn gesetzes herbeizuführen, derart, daß die Regierung zu Gunsten der Stadt auf ihr Erwerbungsrecht verzichtet. — Von anderer Seite erfährt der Korre- spLNdent der „Franks. Ztg." über das vom Finanzministerium der Stadt Darmstadt vorgeschlagene Uebereinkommen mit der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft, daß die Stadt der Gesellschaft eine jährliche V a u s ch a l s u m m e von 8 5 00 Mark zahlen soll, wofür die Gesellschaft alle Einkünfte, die ihr aus dem internen Stadtverkehr zufließen, an die Stadt abzutreten hat. Jene Summe soll dem Jahresdurchschnitt der Einkünfte entsprechen, die die Gesellschaft in den letzten Jahren aus dem Lokalverkehr hat. Die Bürgermeisterei soll gegen diesen Vorschlag namentlich Bedenken rechnerischer Natur haben.
G r o ß - U m st a d t, 22. August. Ueber den am letzten Montag in die Kollekte des Kaufmanns I t t m a n n gefallenen Haupttreffer der Großh. Hessischen Landeslotterie läßt sich eine echte, rechte Legende von vielen merkwürdigen Zufälligkeiten bilden. Der viel- begehrte Treffer von 500 000 Mark fiel bekanntlich auf die Losnummer 4377, und zwar auf zehn Zehnteile. Die Besitzer dieser Zehntellose sind teils wohlhabende Landwirte, teils sehr bedürftige Arbeiter. 3 Zehntel entfielen auf hiesige Einwohner, 3 weitere Zehntel auf eine Spiel-Gesellschaft in Kleestadt und die übrigen nach Schlierbach bei Babenhausen. Unter den Mitgliedern der oben erwähnten Spielgesellschaft befand sich auch ein Polizeidiener, der aber vor der letzten Ziehung aussckfied. Ein anderer Besitzer des glücklichen Zehntelloses bot in Groß- Umstadt noch am Ziehungstage morgens beim Frühstück einem Maurer sein Los für zwei Mark an, fand jedoch zu seinem großen Glücke keinen Abnehmer. Eine halbe Stunde später hatte ihn dies ominöse Los zum wohlhabenden Manne gemacht mit 42 500 Mark barem Gewinn. (N. H. V.)
Mainz, 23. August. Der Gefreite Albert Heftrich von der 2. Eskadron des 13. HusarenregimentS, der am Sonntag in Wackernheim von dem Landwirt Weiland mit einer Heugabel erstochen wurde, ist heute abend auf dem dortigen Friedhose mit militärischen Ehren beerdigt worden. An dem Leichenbegängnis sich nahezu
die ganze Gemeinde, die auch alle Kosten der Beerdigung trägt. Mitglieder des Kriegervereins trugen den Sarg. Der Mörder, sowie sein Helfershelfer Karl Krieger sind beide im AmkSgerichtSgefängnis zu Ober-Ingelheim interniert und werden, sobald die Voruntersuchung abgeschlossen ist, nach Mainz gebracht werden.
Mainz, 23. August. Heute nachmittag ist Bischof Dr. Komm von Trier zum Besuch des Bischofs Dr. Brück hier eingetroffen.
Mainz, 23. August. Nach einer Mitteilung aus- Wendelsheim beträgt der Schaden, den der jüngst dahier startgehabte Wolkenbruch in der Gemarkung an Gebäuden, Feldern und zu Grunde gegangenem Vieh verursacht hatte, über 450 000 Mark. Es hat sich ein Unter» stutzungskornite gebildet. — In seiner heute Abend abgehaltenen Generalversammlung schloß der Verein für Volkswohlfahrt seine vorjährige Bilanz mit 85667 Mark 28 Pf. ab. Das Vereinsvermögen beträgt jetzt, durch besondere Zuwendungen im abgelaufenen Jahre 31329 M. 78 Pf., für feine verschiedene Wohlthätigkeitsanstalten bewilligte der Verein für das nächste Jahr 15 485 Mark.
(?) Worms, 23: August. Maschinen- und Werk- Keugausstellung für das Kleingewerbe in Verbindung mit einer Ausstellung von Kunst- und kunstgewerblichen Gegenständen, sowie einer Ausstellung von Schüler- und Lehrlingsarbeiten aus Hessen, wurde am letzten ^wstag hier eröffnet. Sie bietet in ihrer Eigenschaft
. Fachausstellung für Gewerbe und Handwerk ein ganz eigenartiges, hochinteressantes Bild. Neue interessante Werkzeuge und gewerbliche Erzeugnisse wechseln in bunter h mio ben modernsten Hilfsmaschinen für die
verschiedensten Zwecke ab. Ter elektrischen frraftübertrag» ist c.in wertes Feld eingeräumt und dieselbe ermöglicht e., daß die meisten der in großer Anzahl vertretenen Maschinen in Betrieb gezeigt werden. Letztere sind sogar oft ju mechanischen Musterwerkstätten in Gruppen zusammen- gestellt. Selbstverständlich sind auch die verschiedensten Tnven von Kleinmotoren vertreten. Kurz, die Ausstellung bietet eine Fülle des Interessanten und Belehrenden für jedermann.
).( Frankfurt, 23. August. Im Opernhaus wird Richard Wagner'S Trekralogie „Der Ring des Nibelungen" im Zusammenhänge am 1. September beginnend, an folgenden Tagen zur Aufführung gelangen.- 1. September- nRheingold", 3. September: „Walküre", 7. September: -Siegfried", 9. September: „Götterdämmerung". In „Siegfried", „Walküre" und „Götterdämmerung" wird der Kammersänger AloyS Burgstaller Mitwirken. Die Preise werden die normalen großen des Opernhauses sein.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Nach einer Mitteilung auS Birnheim ist am 21. d. M. ein furchtbares Unwetter mit Hagelschlag dort niedergegangen, wodurch ein großer Teil der Tabakernte zu drunde gegangen ist. — Als Nachfolger des im Herbst aus dem Staatsdienst ausscheidenden Kreisrats HaaS in
Offenbach werden genannt Kreisrat v. Homberg-Alzey und KreiSamtmann Fuchs, der augenblicklich Sekretär im Staatsministerium ist. — Bon den Offenbacher Stadt* verordneten ist der KontrollauSschuß, der die Ausführung der Befchlüffe der Stadtverordnetenversammlung durch die Bürgermeisterei überwachen soll, gewählt worden. Vorsitzender ist der Stadtverordnete Ulrich. — Ein Wirt aus der HeringSbrunnengaffe in Mainz hat Frau und Kinder und Geschäft im Stich gelaffen, und ist unter Mitnahme alles baren Geldes verduftet. Bon Frankfurt aus hat er seiner Frau 150 Mk. per Post gesandt mit dem Auftrage, dafür die Bicrrechnung zu bezahlen. Mit ihr, seiner Frau, könne er nicht länger zusammenleben, sie möge sehen, wie sie fertig würde, er ginge in die weite Welt, sein Glück wo anders zu suchen.__________________________________________
Vermischtet.
• Köln, 23. August. Ein bedauerlicher Unfall hat zwei Unteroffizieren des süddeutschen, nach Ostasien bestimmten TruppentranSpoiteS das Leben gekostet. Der eine stürzte bei der Station Kalk aus dem Zuge, der andere fiel bei Düsseldorf auf das Geleise und wurde von dem nachfahrenden Berliner Schnellzuge total zerstückelt.
• Berlin, 23. August. Durch die Explosion einer Sauerstoffflasche wurden heute morgen ein Arbeiter gelobtet, ein anderer lebensgefährlich verletzt. Dem Getödteten war durch die Gewalt der Explosion der Kopf vom Rumpfe gerissen und der Körper mehrere Meter weit fortgeschleudert.
• Berlin, 23. August. Professor Rudolf Virchow, der morgen mit seiner Gattin die goldene Hochzeit feiert, hat Paris verlassen und wird den morgigen Tag in WilhelmShöhe bei seinem dritten Sohne zubringen, der dort kgl. Obergärtner ist.
* Wien, 23, August. Der Eilzug Budapest — Fiume entgleiste bei der Station Kelenfeld. Die Lokomotive, sowie zwei Waggons wurden zertrümmert, Passagiere jedoch nicht verletzt.
* New-Vork, 23. August. Da die Behörden die Neger gegen den Lynchmord schützten, brannte der weiße Mob in Akron (Ohio) das Rathaus nieder und demo« lierte das Gericht mittels Dynamit. Zwei Kinder wurden getötet und verschiedene Personen schwer verletzt. Die Staatsmiliz stellte die Ordnung wieder her. In Akron ist durch die gegen die Neger entstandene Bewegung ein Schaden von 1 Million Dollars verursacht worden.
Universität und Hochschule.
— Der Vorstand der Fachschule für Spinnerei in Reutlingen, Professor Iohannsen, hat einen Ruf an die technische Hochschule in Dresden erhalten. — Prof. Dr. Bernhard Kübler, Privatdozent der Geschichte in der philosophischen Fakultät der Berliner Univerfität, ist zum a.-o. Professor in der Berliner Juristenfakultät ernannt worden. Wie die „Voss. Ztg." berichtet, hat Küblers Uebertritt von der philosophischen Fakultät in die rechtswissenschastliche ihren Grund darin, daß Kübler seit einer längeren Reihe von Jahren einem großen rechtswiffen- schastlichen Werke seine Arbeit widmet, einem Werke, daS zugleich für die klassische Philologie, das Sonderfach Küblers, hervorragende Bedeutung hat. ES ist das Wörterbuch der klassischen römischen Rechtssprache, das auf die Anregung und auf Kosten der Savigny'Sttftung bei der Berliner Akademie der Wissenschaft in Angriff genommen wurde. — Der Prtvatdozent in der medizinischen Fakultät der Universität Berlin Dr. Max Ritze wurde zum a.-o. Professor ernannt. - Prof. Dr. Ernst Commer von der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Breslau hat einen Ruf als o. Professor der Dogmatik an die Universilät Wien erhalten und wird, dem Vernehmen nach, demselben zu Beginn des Wintersemester- folgeleisten. — Prinz Max von Sachsen, der seit l1/« Jahren als Geistlicher in Nürnberg thätig war, hat die Berufung als Professor für kanonisches Recht und Liturgie an die Dominikaner-Schule Freiburg in der Schweiz angenommen.
Arbeiterbewegung.
B Mainz, 23. August In einem Schreiben an die sogenannte Lohnkommisfion hat jetzt der Vorstand der Lederwerke eine sehr bündige Erklärung abgegeben. Die verlangten Forderungen könnten, schreibt der Vorstand der Lederwerke, infolge der schlechten Konjunktur unmöglich Bewilligung finden, weshalb eine Verhandlung vor dem Gewerbegericht zwecklos sei. Nur in Bezug auf die Ueberstunden sei man eventuell bereit, eine Aufbesserung eintreten zu lassen. Weiter gibt der Vorstand bekannt, daß, wenn die Streikenden unter den alten Bedingungen die Arbeit wieder aufnehmen wollten, solches bis kommenden Montag zu geschehen habe, wogegen den gekündigten Arbeitern die Fabrik geschloffen bleibe. In einer gestern abend abgehaltenen Versammlung der Ausständischen, in der das Schreiben deS Vorstandes der Leoerwerke zur Verlesung kam, ging man unter großer Entrüstung über den Vorschlag der Geschäftsleitung zur Tagesordnung über. Nach einem hier zirkulierenden Gerücht, das indeß wenig Glauben findet, fanden wieder Verhandlungen statt, die darauf abzielten, die hiesigen Ledenverke mit einem großen Lederwerk in Worms zu vereinigen. Schon vor längerer Zeit hat ein derartiges Gerücht zirkuliert, das sich aber bekanntlich nicht bewahr- heitet hat.
Gerichtssaal.
Darmstadt, 22. August. Auf der Station Rosenhöhe in Darmstadt war am Wittag des 12. September 1899 ein Rangierzug in den Personenzug von Eberbach hineingefahren und hatte neben ziemlich bettächtlichem Materialschaden die mehr oder minder starke Verletzung von drei Paffagieren sowie des Fühters der Personenzugsmaschine und des Heizers der Rangiermaschine herbeigeführt. Verantwortlich gemacht wurden dafür von der Staatsanwaltschaft und der Verwaltung, die m der Person des Essenbahndirektors Weiß aus Mainz einen Sachverständigen gestellt hatte, ein Stationsdialar, der am Tag des Unfalls den Dienst versah, der Führer der Rangiermaschine, ein Hilfsweichensteller, der als Rangiermeister fungierte, sowie ein Güterbodenarbeiter. Die drei ersten wurden glatt freigesprochen, weil ihnen weder Vernachlässigung ihrer Pflickten und Dienstvorschriften, noch auch Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden konnte. Sie haben im Gegenteil gethan, was ihnen nach Lage der Dinge pflichtgemäß oblag. Der vierte Angeklagte, ein Güter- bodenarbetter, der die Anordnung der da- Unglück verursachenden Rangierbewegung überbracht hatte, ohne dazu von zuständiger Stelle ermächtigt zu sein, wurde freigesprochen, weil er kein Beamter im Sinn des Gesetzes und Dienstreglements ist, also auch nicht als solcher zur Verantwortung gezogen werden kann. Die Schuld am Unfall traf nach Ansicht des Gerichts den Wärter des Signalturms, der das Zeichen zur Einfahrt des Personenzugs gegeben hatte, ohne sich davon zu überzeugen, ob das Gleis auch frei fei. Dieser aber war sonderbarerweise nur als Zeuge geladen. In seiner Aussage machte er einen so unbeholfenen und verworrenen Eindruck, daß man nicht begreifen kann, wie ein Mann von einer solchen geistigen Veranlagung an einen so verantwortungs- I vollen Posten gestellt werden konnte. Das sprach denn auch der Vor- I sitzende des Gerichtshofs in der Urteilsbegründung offen genug aus, in- ।
dem er meinte, verantworttuh für den Unfall seien ganz andere Leute' alS die Angeklagten, nämlich jene, die den Signalturmwärter an sein« Post« gesetzt hätten. Diese müßten sich deshalb wegen des Bs» gekommenen Vorwürfe machen. Die in Betracht kommende Verwaltung ist die der hessisch preußischen Sisenbahngemeinschast. Interessant war auch die Konstatierung, daß eS zwar eine schwere Menge von Instruktion-, Vorschriften im Essenbahndienst giebt, daß aber gerade durch ihre Ueber- fülle die genaue Kenntnis und Beobachtung durch die Beamten fast um möglich wird und thatsächlich auch vielfach unterbleibt. Eine Vereinfachung, so meint die „Franks. Ztg." und wir schließen unS ihr an, wäre da wohl dringend am Platz.
Leipzig, 23. August. DaS Reichsgericht hat die Revision, die gtflcn das Urteil des Berliner Landgerichts I in Sachen des Attentats auf den Reichstagsabgeordneten Dr. Lieber eingelegt worden war, heute verworfen. Der Schriftsteller Adolf Brand war bekanntlich wegen diese- Attentats zu einem Jahre Gefängnis oct» urteilt worden.
Paris, 24 August. Die Zahl der Drosch en kutsch er, welche die Arbeit wreder ausgenommen haben, hat sich bedeutend vermehrt. Ungefähr 800 Kutschen der Compagnie gänerale konnten in Betrieb gesetzt werden. Die Ausständigen sind eifrig bemüht, sich die tHumment der Wagen von den Streikbrechern zu verschaffen. Man befürchtet infolgedessen für nächsten Tage Ausschreitungen der Ausständigen gegen die arbeitenden Kutscher.
Kriesbasten !>er Redaktion.
O. Die gestern erwähnte Rew-Porker Firma, die den Grand Prix in Paris erhalten hat, heißt allerdings nicht Glatt & (Eo., sondern Platt & Go.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Gieße«, 24 August 1900.
Der Herr Verfasser des gestrigen „Eingesandt" in Nr. 197 d. Bl. behauptet mit Unrecht, daß ein Metzgerhund „feit Monaten" die Nacht ruhe der gesamten Nachbarschaft stört. Wenn sich der betreffende Herr bei dieser Nachbarschaft ober der Polizeibehörde erkundigt hätte, wäre et mit seinem Richterspruch jedenfalls etwas vorsichtiger gewesen.
Der Besitzer eines Metzgerhundes in jener Gegend.
Kirchliche Nachrichten.
Sv aegeliskht « e n e i n b t.
Sonntag den 26. August. 11. nach Trinitatis.
Gottesdienst.
In der Giadtkirche.
BormittagS 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der MarkuS- gemeinde.
Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Schlosser.
An der Johannedktrche.
Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Nächsten Sonntag, den 2. September, findet die kirchliche Feier deS Sedanfestes statt. An biefem Tage wird eine ftoUttte zum Besten der «aiser Wilhelm Stiftung für deutsche Invaliden erhoben.
CS wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend gebeten, eS rechtzeitig — spätestens eine Woche vvT der Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 26. August
Nachmittags um V/» Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 26. August. 12. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags von 6</i Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;
vor und in derselben Austeilung der heil, Kommunion.
, um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.
, um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 21,, Uhr: Andacht für die Abgestorbenen.
Gottesdienst in der Synagoge.
SamStag den 26. August 1900.
Vorabend 7 Uhr, morgens 8« Uhr Predigt, nachmittags 4 Uhr, SabbalhauSgang 8" Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschafi.
Sabdathfeier am 26. August 1900.
Freitag abend 7 Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr Predigt, nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 8»* Uhr.
WochengotteSdientz morgend 6« Uhr, abends 7 Uhr.
Berlin, 24. August. Die am Dienstag in der aufgelösten Anarchiften-Verfarnrnlung verhafteten Personen, tvelche Berliner Arbeiter find, find entlassen worden. Ter von der Rednertribüne herab verhaftete Ternpwolf ist am Mittwoch vorn Untersuchungsrichter auf freien Fuß gesetzt worden. Es soll gegen die Auflösung Beschwerde erhoben werden. Für morgen abend ist eine Kundgebung nach Weißensee einberufen worden.
Antwerpen, 24. August. Die letzten Nachrichten aus dem Mongallo-Gebiet zufolge ist der Auf - stand daselbst noch nicht beigelegt. Mitte Juli wurden noch 500 Soldaten der Kongotruppen zur Niederwerfung des Aufstandes abgesandt.
Rom, 24. August. Die Geschworenen in Trapani verurteilten den Studenten Grillo, der den Deputierten. Lcrmpiatti durch Messerstiche schwer verwundet hatte, zu 17 einhalb Jahren schweren Kerker.
Belgrad, 24. August. Der angesehe Einwohner der serbischen Stadt Ueskueb, Nowanovic, wurde in dem Moment, als er ein Kaffeehaus verließ, von einem Ar- nauten ermordet. Ta der That politische Motive zu Grunde liegen, herrscht in der Bevölkerung große Aufregung_________
Gut zur Suppen- und Saucen-Vndilkung!
Der seine Geschmack von Saucen und Suppen, läßt oft wegen nefetiaer Verdickung, trotz der besten Zutbaten, viel zu wünschen übrig. Spielend leicht läßt sich eine tadellose Verdickung bereiten durch Brown und Polsons Mondamin. Es ist Gelatine und ähnlichen Bindemitteln vorzuziehen, weil Mondamin frei von jedem Nebengeschmack ist und die Farbe der Saucen klar laßt. Obgleich Mondamin eine kleine Ausgabe erfordert, ist es iedoch so ergiebig, daß zu den Suvveu und Saucen schon em wentg genügt; daher kann sich Mondamin ein jeder gestatten. Es ist überall käuflich in Packeten ä 90 und 15 Brown u. Polfons neue Rezevte sind als Büchlein bei deutlicher Adresse Berltn C. 2, kostenlos zu hab.u.


