W^ext. Stadtverordneter Ulrich hat deshalb eine Be- HRvetbe beim Kreisamt eingereicht. Der Oberbürgerineister zMIfich an das Ministerium um Verhaltungsmaßregeln g-Mndt, das Ministerium jedoch die Einmischung abge- haben.
g^aimen. (Drst. Ztg.)
A Mainflingen, 23. Februar. Sin interessanter Witchtsstreit mit der Stadt Aschaffenburg ge- IWe neuerdings zum gerichtlichen Abschlüsse. Zum Bau b ior alten Aschaffenburger Mainbrücke hatte nämlich seiner- hiesige Gemeinde einen Zuschuß geleistet, und da- dtiilch die ihr urkundlich zngestandeue Gerechtsame erworben, fili ilpe Bewohner und deren Fuhrwerke und Vieh auf ewige Zeiten vom Brückengelde befreit zu sein. Diese alte Wuchtigkeit wurde auch seit urdenklichen Zeiten von der ÄßchHenburger Brückenverwaltung unbeanstandet respektiert, MS dia an Stelle der alten Brücke getretene neue Main- bikicke dem allgemeinen Verkehr übergeben war. Seitdem auch die hiesigen Gemeindeangehörigen zum üblichen SSriitengelbc herangezogen. Unter Berufung auf die alte
utigen Reichs^, ™ mit bet Cbjtiub t Miulengesttz betten.
ruhige Merlan, bu macht einen ginnig» drehen hoyi mm bai \ der Polu/5^ u»b bk ie LschM ton ki Cl Beschluß bis bLhmWn ie UnlaMMtz p utv
Tie Geckchte, die Wt ichung ber^tito' ntiert.
Xadnify der m ibta nbere UnjuDerläjjigln Königin bei ihre ieta stanMchetz v x MMtztn, ibtüU b tchen rotdt, iwi tätiat. Mcui mit fii t Ävwetchung M gi' im so mehr mzrfm. öS r kurze AuWDrehen Reisender bekannter, beiW
। Nvrschr von hier, Hr. Gr. wegen dringenden Verdachtes, tznalanb WuAr b xe an der Straße Ruttershausen Wismar verübten B a u m- fftivel begangen zu haben, durch die Großh. Gendarmerie
, erzählte, es few 'n jemefen. Der W affen, wie er üb* igoögel des «ergnflfl» M gestört hat. "
i® »“"gs (»riK gti.
k«b| Gießen abgeführt. Die eifrige Verfolgung des Buben- MaLes ist sehr erfreulich.
Offenbach, 22. Februar. In der heutigen Sitzung V6» Stadtverordneten wurde auf Antrag des Stadtverord- nie ten Ulrich ein Ausschuß eingesetzt, der die Angelegenheit b-Meröfsentlichung der städtischen Anzeigen rin sozialdemokratischen „Offenbacher Abendblatt" prüfen «itml Der Sache liegt ein einstimmiger Stadtverordneten- Hjrtflhluß zu Grunde, der die Bürgermeisterei beauftragt, d-iie Bekanntmachungen außer der „Offenbacher Zeitung" *id) dem „Offenbacher Abendblatt"" zu den gleichen Be- bthmngen zu überlassen. Dieser Beschluß wurde vom Ober- b*igermeifter Brink nicht zur Ausführung gebracht. Auch ktanbe den Stadtverordneten die Einsicht der Akten ver-
kd Landwehr-Bezirks Friedberg, zum Oberleutnant be- ftvert. Frank, Leutnant der Infanterie 2. Aufgebots H 2andwehr Bezirks Gießen , der Abschied bewilligt. Dem Lijetoachtmeister Will im Großh. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 8.) die Erlaubnis zur Anlegung der silbernen Medaille am Stiibe des Kaiser!. Russ. St. Stanislaus-Ordens verliehen.
*♦ Befihwechfel. Das Dr. Klewitz'sche Anwesen, Süd- «lage 10, ging gestern für den Preis von 98 000 Mark lidcn Besitz des Herrn Karl Bieler in Gießen über. — Mchdem wegen nicht erfolgter Wirtschaf^kon-ession an den Mn wer I. Seibel, dessen Kauf des M. Scheel'schen Hauses ridaängig wurde, kaufte derselbe gestern das Besitztum des WmhändlerS Kupke ^Zur Ludwigsburg- Ludwigsplatz 13 Wegen, für 57 000 Mark.
Unsere in Nr. 44 des „G. A.- enthaltene Notiz Mr. Gelände-Erwerb in der Wilhelmstraße ergänzen wir da- jm, daß nicht 1000 sondern ca. 2000 Quadratmeter :Dnöin von Herrn Bankier Grünewald zu dem mitgeteilten 'fliesse angekauft worden sind.
** Stadttheater. Es ist nicht ausgeschlossen, daß »n erste Held und Liebhaber des Nürnberger Stadttheaters, öt-rr Hubert Dietzsch, hier an der Stelle seines vor- ,ihn gen Wirkens noch einmal spielen wird. Herr vieissch hat telegraphisch in Nürnberg um Nachurlaub er- hudit und wird, falls man ihm diesen bewilligt, am nächsten Mittwoch, den 28. ds. Mts. in seiner Glanzrolle, nämlich „Pfarrer Hell"" in dem Anzengruberschen Volksstück ,6er Pfarrer von Kirchseld", auftreten. Mit dieser Rolle •MR Herr Dietzsch kürzlich auch am Nürnberger Stadt- i Heater einen durchschlagenden Erfola.
** Eingesandt. Das wirklich gute Volksstück .«kbildetc Menschen" mit seinem schlichten, ein- •«cheri und dabei doch höchst wirkungsvoll spannenden Jn- : teilt, welches Außerdem sich durck) charakteristische Lebens- -mhrheit auszeichnet, ist seit seiner Erstaufführung im cLadttHeater nicht wieder auf dem Spielplan erschienen. •Die Direktion würde sicherlich einen guten Griff thun, :oenn sie dieses Stück zur nochmaligen Aufführung bringen t oiirbf. Ganz besonders dürfte sich dies „echte Volksstück" ijiir „Vvlksvorstellung" eignen.
**■ Nachdem die Flüsse W i e s e ck und Lahn wieder rai ihr Bett zurückgekehrt sind, konnte die städtische Pumpstation außer Bettieb gesetzt werden. Es wurden iw beri fünf Tagen vom 19. bis 24. Februar im ganzen ■Hinb 35 400 Kubikmeter Wasser gefördert, also pro Tag ' Mchjchnittlick) 7080 Kubikmeter (70 800) Hektoliter).
** Eine« ganz eigenartigen Tric, um einen zahlreich be- sjnthte» BereinSabend herbeizuführen, hatte für gestern • ütnb einer unserer zahlreichen VereinS-Vorstände ange- iwenbet. Er sandte im Laufe deS Tages seinen ca. 100 tMitgliedern eine liebenswürdig abgefaßte Einladung auf * Marte* durch den Hektographen vervielfältigt, beklebt mit je einer 5 Pfg.-Marke. Da das Wort Postkarte aber nicht durchstrichen war, erhob die Kaiser!. Reichspost von ilen Empfängern der Karte je 5 Pfennig Strafporto, von Innen nicht ein Einziger sich weigerte, die Einladung anzn- wihmeu. Man nahm sich, wie auf Verabredung vor, in blit Versammlung zu gehen, und dort dem Vorstand gerade Heine Schmeicheleien wegen des bezahlten Strafportos zu |'iigen. Doch erfahren wir, daß es bei der Vornahme blieb. SIS« BereinSabend ist sogar gestern bei lange nicht dage- r«jener überaus starker Beteiligung seitens der Mitglieder sW animiert verlaufen. DaS zweite mal allerdings wird tier Tric den erwünschten Erfolg wohl schwerlich haben.
> Lollar, 23. Februar. Zu dem kürzlich gemeldeten ßkiubruch ist noch nachzutragen, daß das entwendete Fahr- rab in der Nähe von Bellnhausen, eine Stunde von hier, uanter einer Hecke aufgefunden wurde. Den Dieben ist man a«f der Spur.
x btaufenHerg, 23. Februar. Heute wurde ein junger
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1 Ä Srotz Umfladt, 22. Februar. Der hiesige Ortsgewerbe-
'u v^titabtvimn beabsichtigt den Bau eines neuen Gewerbeschul- ^somnien, eiM^. h^,s eS. Der Verein hält im Frühjahr eine Ausstellung '^wellen, das s^„" vi-m Lehrlingsarbeiten ab. — In unserer Stadt, sowie in L.hi her d'»tn-rachbargemeinden sind am Montag die Störche an-
Urkunde verweigerte indesieu vor einiger Zeit der hiesige Metzgermeister und Gastwirt I. A. Horn, welcher die Brücke häufig benützt, die Auszahlung des Brückengeldes zwecks Erlangung einer gerichtlichen Entscheidung über die schwebende Rechtsfrage. Bei der schon im September 1899 diescrhalb am Schöffengericht zu Aschaffenburg erfolgten Verhandlung gelangte die im Besitze der hiesigen Gemeindebehörde befind« liche Urkunde als Beweismittel zur Vorlage. Die Entscheidung wurde damals behufs Einholung eines diesbezüglichen Gutachtens der bayerischen VerwaltungSinftanzen ausgesetzt. Auf Grund dieses Gutachtens wurde nun bei der vorgestrigen Schöffensitzung zu Aschaffenburg die Klage der Stadt Aschaffenburg kostenfällig abgewiesen, und das Recht der freien Fahrt über die Aschaffenburger Main« brücke für die Gemeinde Mainflingen anerkannt.
□ Mainz, 23. Februar. Für die in die Strecke Mainz—Bingen einmündende neue Bahnlinie Gau- alg es heim —Kreuznach sind jetzt die Detailpläne fertiggestellt, aus welchem sich ersehen läßt, welche Richtung die neue Bahnverbindung einschlägt. Dieselbe zweigt von der Linie Mainz—Bingen auf dem Bahnhof Gaualgesheim links ab, wendet sich stark westlich in geringer Steigung nach dem Scharlachberg,, und führt in scharfer Kurve, nach Süden wendend, bis zur Station Gensingen. Von Gensingen nimmt die Bahn ihren Weg über Ippesheim, Planig nach Kreuznach, mündend in die alte Nahebahn, am Bahnhof Kreuznach-Bad. Die Linie überschreitet nicht die Nahe, sondern bleibt immer auf dem rechten Ufer. .— Eine größere Anzahl (55) bedeutender Eisenfirmen teilten durch Zirkular ihrer hiesigen Kundschaft mit, daß sie in Folge der in ganz ungewöhnlicher Weise andauernd steigenden Preise für Koks und Roheisen gezwungen seien, auf die seitherigen Preise für Bau- und Maschinenfach einen Aufschlag von 2 Mk. per 100 Kilogramm eintreten zu lassen. — In dem nahen Weisenau ist man in den Kalksteinbrücheu der Filiale der Mannheimer Portland-Cementfabrik gestern bei Abbauarbeiten auf eine große römische Lagerstätte gestoßen. In derselben hat man eine große Menge intereffanter Schmuckgegenstände, und zahlreiche wohl erhaltene Thon- und GlaSgefäße gefunden.
UnwersttSt und Hochschule.
— Berufe«» Der vor kurzem zum a.-o. Profeffor beförderte Germanist an der Univeifität Straßburg, Dr. Eugen Joseph, hat einen Ruf an die Universität Marburg erhalten, und wird ihm folgeleisten.
— DerschtedeueSr Am kgl. Orientalischen Seminar zu Berlin werden, wie die „Boff. Ztg.* berichtet, vom Sommersemester des Jahres 1900 an auch national-ökonomische Vorlesungen speziell für die Hörer des Seminars gehalten werden. Zum Zweck der Abhaltung dieser Vorlesungen ist vom Kultusministerium Profeflor Dr. Georg Adler in den Lehrkörper des orientalischen Seminars berufen worden. Adler war früher a.-o. Professor der Nationalökonomie an den Universitäten Freiburg (in Laden) und Basel. Dort hatte er auch den bekannten Gesetzentwurf betreffend obligatorische Arbeitslosenversicherung verfaßt.
Kunst und Wissenschaft.
— Müpzauktion zr» München. Am 5. März 1900 und folgende Tage kommen unter Leitung des Experten Otto Helbing in München die Münzsammlung des Herrn Otto Hartmann in Holzminden, sowie die nachgelassene Sammlung des Herrn G. Lochner in Wien zur Versteigerung. Diese Sammlungen enthalten Münzen und Medaillen verschiedener Länder des Mittelalters und der Neuzeit, sowie auch eine Anzahl alter griechischer und römischer Münzen. Der Katalog umfaßt in 2532 Nummern weit über 5000 Münzen und Medaillen und ist gratis zu beziehen durch den Experten.
Wie«, 23. Februar. Der Direktors des Karl-Theaters, Jauner, hat sich erschossen.
Arbeiterbewegung.
Btpttp, 23. Februar. Die streikenden Tischler Berlins hielten heute vormittag ein« allgemeine Versammlung ab. Es wurde berichtet, daß die Streiklage eine günstige sei, da schon nächste Woche aus London 50,000 Mk. hier eintreffen werden, und die Arbeiter aufgefordert, im Streik auszuharren. — In Zwickau nimmt der Streik dem .Tagebl." zufolge, fortwährend ab. Gestern streikten 28,9, heute morgen 23,4 Proz. der Bergarbeiter. — Aus der Vereinigten Friedrich- und Czechen-Steinkohlengrube sind 30 Proz. der Tagesbelegschast und 30 Proz. der Nachtbelegschaft nicht eingefahren.
Halle a. S., 23. Februar. Aus Meuselwitz wird gemeldet, daß gestern die Arbeiter der Prehlttzer Braunkohlen-Aktien-Gesellschaft, der Grube „Fckbtschritt" und der Grube »Vereinsglück- in den Streik eingetreten sind. Für heute erwartet man den Ausbruch deS Ausstandes auch auf den Gruben »Glückauf" und „Union", sowie auf der „Friedensgrube". Bis heute abend dürfte wohl der größte Teil der gesamten hiesigen Arbeiterschaft ausständig sein.
Handel und Verkehr. Uolkswittschafl.
Frankfurter Börse vem 83. Februar.
Wechsel auf New-York zu 4.21-22.
Prämien auf Kredit per ult. Februar 0.400/y, do. per ult. März 1.80 o/e, do. per ult. April 2.8C%. Diskonto Kommandit per ult. Febr. 0.40%, do. per ult. März 1.60%, do. per ult. April 2.40% Lombarden per ult. Februar 0,40% do. per ult. März 0.95%. Deutsche Bank per ult. März O.%> Dresdener Bank per ult. Febr. 0 00%, Berliner Handelsgee. per ult. Febr. 0.00.
Notierungen: Kreditaktien 236-20-10-70, Diskonto-Kom- mandit 195.50-70-00, Staatsb. 140.30-00, Gotthard 142.30 Lombarden 29.50-00, Ungar. Goldrente 98.80, Italiener 94 60, 3proz. Mexikaner 26.30, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 4%%.
1% bis 2% Uhr: Kredit 236.70-000, Diskonto 195 70-00-00. Staatsbahn 140.30-50, Lombarden 29 50-30-90, Barl. Handelsg. 000, Bochumer —.—
t 24. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. v* v.80-0.90, Hühncrei-r Per St. 6—7 4, 2 St. 00—00 H, Enteneier 1 St. 0-0 A, Gänse, eiet per St. 6-00 Käse 1 St. 6-8 Käsematte 2 St. 5-6 4, Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 H, Tauben per Paar •* 1.(0—1.20, Hühner per St. X 1.20—3.20, Hahnen per Stück 1.20—2.00, Enten per Et. X 2.00—2.40, Gänse per Pfund ** Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh. und Rindfleisch
per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 A, Schweine, fleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—64 Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bii 4.50 Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.50—7.00, Milch per Liter 16 A-
Tabak.
Mit Ausnahme von ca. 300 Zentnern, die noch in Herxheim liegen, ist der 1899er Einkauf als geschloffen zu betrachten. Mit dem Einwicgentder Tabake in der Pfalz geht es flott vorwärts. Es wäre nur zu wünschen, daß die Tabake besser abgehängt worden wären. Man kann den Produzenten, die fast alle für eine gute Abhängung sehr bemüht waren, einen Vorwurf nicht machen; die Tabake hatten eben seit langer Zeit unter der sehr ungünstigen Witterung zu leiden. Was die Qualität anbelangt, so läßt solche, wie schon in früheren Berichten erwähnt, zu wünschen übrig, sie ist sehr kräftig und schlecht brennend. In alten Tabaken ging es im Laufe der Woche ebenfalls sehr lebhaft zu und wurden außer den von uns schon gemeldeten Verkäufen noch ein größerer Posten -an Fabrikanten zu 28—32 Mark zu Einlagezwecken verkauft. Es wurden ferner einige Partien alter Tabake zu Schneidgutzwecken und Zigarrentabake von Händler zu Händler gehandelt. Unsere vor einigen Wochen schon bekundete Ansicht, daß die Fabrikanten, wenn sie sich die neuen Tabake gründlich besehen haben, sich den alten Jahrgängen gerne zuwenden werden, scheint sich immer mehr zu bewahrheiten. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß in nächster Zeit größere Umsätze hierin vorkommen werden, vorausgesetzt, daß die Spekulanten und Händler die Preise nicht zu hoch spannen. In Pfälzer Rippen flau. Lose feine 8,50—9 Mark, gebündelte 10—11 Mark.
Wetterbericht, lieber Zentral- und Südwest- Europa lagert ein Gebiet hohen Druckes, in dessen Innern aber die Verteilung der Barometerstände unregelmäßig ist. Insbesondere befindet sich über Südwest-Teutschland ein sekundäres Minimum. Das Ostseegebiet wird von der Depression bedeckt, die gestern über Skandinavien lag. Tic britischen Inseln und Frankreich stehen unter dem Einfluß einer weiteren Depression, deren Zentrum noch auf dem Ozean etwas westlich von Irland liegt. Auf unserem Gebiete fielen während der Nacht und vormittags vielenorts Niederschläge. Die Temperaturen sind allenthalben gestiegen. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch wechselnde Bewölkung. Ziemlich mildes Wetter und einzelne Niederschläge.
Ururflr Meldungen.
Depesche« des Bureau , Herold *.
Berlin, 24. Februar. Dem Reichstage ist der Gesetzentwurf, betreffend die Bestrafung der Entziehung der elektrischen Kraft, zugegangen.
Berlin, 24. Februar. Nach einer Mitteilung des „Vorwärts" wurde die gestrige Nummer des Anarchistenblattes „Neues Leben" wegen des Leitartikels: „An die Arbeiter" beschlagnahmt. Der Redakteur des Blattes, Großmann, wurde verhaftet. Das Manuskript des Artikels wurde nicht gefunden.
Berlin, 24. Februar. Wie die „Bosfische Zeitung" berichtet, hat in dem Disziplinar-Prozeß gegen den Privat- Dozenten Dr. Arons das Staatsministerium dahin entschieden, daß Dr. Arons auf gehört habe, Privat- Dozent zu sein. Das Urteil ist bereits durch Vermittelung des Universitäts-Kuratoriums ausgefertigt worden.
Paris, 24. Februar. Habert, welcher gestern zu sechs Jahren Verbannung verurteilt wurde, verließ nachts Paris und ist heute früh in Brüffel eingetroffen. Derselbe gedenkt 14 Tage in Brüssel zu verweilen und sich bann nach San Sebastian zu begeben.
Paris, 24. Februar. In den Wandelgänaen des Senats, in denen das Urteil gegen Habert gesprochen wurde, erörterten gestern Senatoren gruppenweise die letzten Telegramme vom Kriegsschauplätze. Die allgemeine Ansicht war die, daß im Falle der Niederlage Cronjes und der Vernichtung seiner Armee ein Vermittelungs- Versuch von der russischen oderamer i ka n i s che nf Regierung gemacht werden wird, um die Einstellung der Feindseligkeiten zu erwirken. ®in früherer Minister erklärte, er sei überzeugt, daß England keinerlei Einmischung, welcher Art sie auch sei, sich gefallen lassen werde, sondern sich die Entscheidung über die Feindseligkeiten Vorbehalten werde. Die Einstellung der Feindseligkeiten in diesem Augenblick würde eine thatsächliche Volkserhebung in England zur Folge haben, und weder die Offiziere würden sich jetzt einem Rückzugsbefehl fügen.
London, 24. Februar. Eine große Versammlung von englischen Katholiken wird heute stattfinden. Der Zweck dieser Versammlung ist, gegen den Osser- vatore Romano und andere katholische Organe der römischen Presse zu protestieren wegen der von diesen Blättern gegen England eingenommenen Haltung. Die Kritik dieser Blätter hat hier die größte Erregung bei den englischen Katholiken, welche den Krieg billigen, hervorgerufen. Der Versammlung wird der Herzog von Norfolk präsidieren.
Kunst-Ausstellung. ausstelluag im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geäffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfgi an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.
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