Wasserversorgung zurückgehen werde. Die Soolwasser- und die Süßwasserfrage gehen Hand in Hand.
Finanzminister Küchler weist die Notwendigkeit der Erwerbung nach und bittet die Sache nicht von der Hand zu weisen, weil der Staat nur Vorteil davon habe.
Geh. Hofrat Tr. Lepsins gibt über die Leistungsfähigkeit des Bcldes Nauheim und dessen Soolquellen eingehende Auskunft und kann die Annahme der Vorlage im Interesse des Bades ebenfalls nur empfehlen.
Der Finanzminister tritt nochmals für den Erwerb des Wasserwerks ein und hält die Bedenken des Abg. Schönberger für nicht stichhaltig. Der Hauptkonsument des Wasserwerks in Nauheim sei der Staat, und dessen Bedarf sei jetzt durch die Bäderfrequenz auf 100 pCt gestiegen. 'Durch eine teilweise Sperrung desselben sei es nur möglich 'gewesen, den Wasserbedarf zu decken. Die Erwerbung liege im Interesse des ganzen Landes.
Nachdem noch der Abgeordnete I o u tz für den Erwerb des Wasserwerks eingctreten, wird die Vorlage einstimmig angenommen.
Ferner werden für die Süßwasserleitung zu Bad Salzhausen 119 000 Mark bewilligt.
Für Anlegung einer Waldbahn zwischen Mainz- Frankfurt und Darmstadt fordert die Regierung HOOOOM. Abgeordneter Schlenger begrüßt die Vorlage mit Freuden, und richtet an den Finanzminister die Aufforderung, wo es notig sei, mit der weiteren Anlage von Waldbahnen vorzugehen. Der Sympathie der beteiligten Kreise könne er sicher sein.
Die Forderung wird hierauf einstimmig angenommen.
Ebenso wird die Regierungsvorlage auf Erweiterung des Betriebs der Braunkohlengrube Ludwigs- Hoffnung, sowie der Gesetz-Entwurf, betreffend Aufhebung des Gesetzes vom 9. Dezember 1876 di e Besteuerung des Weins ohne Debatte angenommen.
Die Wahlprüfungen finden ohne Bemerkung die Zustimmung des Hauses.
Die Verhandlungen werden hier abgebrochen. Fortsetzung der Beratungen morgen früh 9 Uhr.
Lokales und Provinzielles.
(Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gießen, 23. Februar 1900.
** «eschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 33 Jahren, am 24. Februar 1867, wurde In Berlin der erste norddeutsche Reichstag eröffnet, der aus unmittelbaren Bolkswahlen hervor- aegangen war, und unter dem Vorsitz deS Abgeordneten Simson, des ehemaligen Präsidenten des Frankfurter Parlaments, tagte. Die erste Beratung bildete die Dersassungsurkunde deS Norddeutschen Bundesstaates, die nach längeren eingehenden Verhandlungen mit 230 gegen 53 Stimmen angenommen wurde.
** Das Wohlthiitigkeits - Konzert des Kronbauer'scheu Quartett-Vereins hat ein schönes Ergebnis geliefert, und dem Zweck einen reichen Zuschuß gebracht. Einschließlich der Zuwendungen ist der Reinertrag Mk. 765,40.
♦* Die Tellsage und SchUlerS Wilhelm Tell. lieber dieses Thema hielt Mittwoch abend, wie bereits 'kurz berichtet, Herr Geh. Hofrat Dr. Oncken den vom Kaufmännischen Verein und Ortsgewerbeverein angesetzten Vortrag. Das dem Stoffe entgegengebrachte allgemeine Interesse rechtfertigt es, daß wir heute darauf zurückkommcn. Redner führte ungefähr folgendes aus. Schiller hat seinem Drama zu Grunde gelegt die Fassung, wie sie die Sage bereits im 16. Jahrhundert durch Aegidius Tschudi gefunden hat. Lange blieb diese Ueberlieferung unwidersprochen. Erft als 1734 Tschudis Werk zum erstenmal in Druck erschien, wurde sie von Voltaire, dann von eidgenössischer Seite angegriffen. Die 1760 anonym erschienene Schrift des Berner Pfarrers Freudenberger bezeichnet die Geschichte von Tell als Fabel, den Apfelschuß als dänischen Ursprunges. Entrüstung darob im Schweizerland; durch Gegenschriften und strenge Handhabung deS Preßknebels gelang es, in der freien Schweiz die neue Ansicht zu unterdrücken-. schon Johannes von Müllers Schweizer Geschichte (1786) stimmt in der Geschichte von Tell mit Tschudi überein, und als 1804 Schillers Drama erschien, waren alle Zweifler besiegt. Erst 1835 stellt der Luzerner Euty- chyus Klopp wieder die Behauptung auf, daß es eine Tyrannei österreichischer Vögte nie gegeben, noch weniger einen Landvogt Hermann Geßler. Von Häufler in Heidelberg wurde dann 1840 die Tellfrage behandelt. Danach gehört die gewöhnliche Ueberlieferung der Sage an. Aber man hat keinen Grund, das Vorhandensein einer solchen Persönlichkeit überhaupt in Abrtzde zu stellen, die irgend etwas Verdienstliches gethan haben muß, was s. Zt. als bedeutsame That angesehen wurde. Als historischer Kern bleibt nach Häufler die Tyrannei der Vögte, das Aufstecken des Hutes und die Grußverweigerung. Zur Bestätigung dessen haben neuere Forschungen ergeben: daß das Aufsteck.n eines HuteS im 14. Jahrhundert in der Schweiz allgemein Brauch war, um ein angezweifeltes Recht als unbestritten zu bezeichnen, ferner, daß die Tellsage in ihrer jetzigen Gestalt nicht Erfindung Tschudis. sondern be- reitS in viel älteren Chroniken zu finden ist. Tell erscheint als die Verkörperung des heldenhaften Anteils, den der Kanton Uri an der Befreiuung des Landes genommen hat. Am wichtigsten sind in dieser Hinsicht die Chroniken aus den Kantonen Unterwalden und Schwyz, die doch wahrlich kein Interesse daran haben konnten, zugunsten der Urer etwas derartiges zu erfinden. Auch von den Leugnern des Tell wird anerkannt, daß diese Gestalt in ihrer jetzigen Ueberlieferung von unzweifelhafter Echtheit und natürlicher Treue erscheint. Ausführlich wi'd dann besprochen das Bild, das Goethe, der sich selbst mit dem Gedanken einer epischen Behandlung des Stoffes trug, in seinem Briefe an Schiller 1797 von Tell entworfen har. Seine Mitteilung fiel auf empfänglichen Boden bei Schiller, der fich in jener Stimmung befand, wie sie „der Spaziergang- und der Aufsatz über naive und sentimentalische Dichtung wiederspiegeln. In der Zeichnung des Helden selbst folgt Schiller den Spuren Goethes und Tschudis Ueberlieferung mit größter Treue.
Redner gab sodann eine eingehende Darstellung der umfassenden Vorarbeiten, der mühsamen Studien und der Quellen, aus denen der Dichter, der die Schweiz nie gesehen hat, die Kenntnis der landschaftlichen Szenerie und der wirtschaftlichen Verhältnisse schöpft, sowie eine Würdigung des ganzen Dramas. z.
cf Vom Lande, 22. Februar. Zur Leutenot. Vor noch nicht allzulanger Zeit war das Los der Arbeitslosen und „das Recht auf Arbeit" Gegenstand der Diskussion. Letzteres wurde sogar von Staatsmännern ausdrücklich anerkannt. Heute hört man von der sog. „Leutenot", vornehmlich auf dem Lande, d. i. von dem Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitern und infolge deren von der eminenten Steigerung der Löhne derselben. Die Sache ist thatsächlich zu einer Kalamität geworden. Ich sprach in letzter Zeit mit verschiedenen Gutspächtern. Dieselben sprachen offen aus, daß, wenn die Löhne in dem Maße, wie seither, weiter stiegen, sie außer Stande seien, die seitherigen Pächte zu zahlen. Auch bei Verpachtungen von Gütern an Privatleuten, welche damit dem notwendigen Minus bei eigener Bebauung ihrer Ländereien aus dem Wege gehen wollen, zeigt sich ein Minder erlös, der der obengenannten Kalamität entspringt. Woher die Leutenot? Ist doch unsere Bevölkerung, besonders in den unteren Schichten, in steter Zunahme begriffen. Man sucht mit Recht zum Teil die Ursache der Not in dem Zug der Leute nach der Stadt, wohin allerdings mancherlei lockt. Keine anstrengende Feldarbeit, keine besondere Anforderung, wie sie der Landmann zur Erntezeit an die Ausdauer seiner Leute stellen muß. Ferner eine gute Bezahlung und nicht zum wenigsten Abwechselung und Vergnügen um ein Geringes. Und da lockt der eine den anderen. Kommt z. B. ein Dienstmädchen aus der Stadt zu Besuch nach Hause, mit Hut und Schleier ausgestattet, vielleicht auch in Begleitung eines dort gewonnenen Herzensfreundes; dazu mit weißem Teint und glatten Händen und erzählt von den Herrlichkeiten der Stadt, so findet es leicht Nachfolger, die nach den Schattenseiten des Stadtlebens nicht fragen. Das ist aber nicht der einzige und nicht der tiefere Grund der Leutenot. Der liegt vielmehr in der Erziehung des Volkes, seitens des Elternhauses. Früher rekrutierten sich die Dienstboten nicht blos aus dem geringen Stande, auch bessere Leute scheuten sich nicht, ihre Kinder eine zeit- lang dienen zu lassen. Aus meinem Aufenthalt in Rheinhessen vor 20 Jahren ist mir ein Fall bekannt, daß eine sehr vermögende Witwe eine ihrer zwei Töchter als gewöhnliches Dienstmädchen in ein Pfarrhaus auf dem Lande mit Landwirtschaft vermietete. Auf meine Frage, warum sie das thue, bekam ich die Antwort, ihre Tochter solle auch einmal sehen, wie es in anderen Häusern zugehe, und etwas lernen, sie werde dann das eigene Heim mehr schätzen lernen. Zehn Jahre später fand ich es in einem oberhessischen Dorfe schon anders. Wieder eine Witwe mit zwei Töchtern in knappen Verhältnissen; sie sollte mir eine derselben auf kurze Zeit zur Aushilfe überlassen, — aber sie zog es vor, mit ihren Töchtern Kartoffeln und Kaffee zu speisen und hinter dem Ofen zu sitzen, „ihre Töchter seien die Arbeit nicht gewöhnt". Das Streben nach leichterer Arbeit und größerem Genüsse, die ganz falsche Ansicht, gewöhnliche Arbeit schände den Menschen, — Ansichten, die im Elternhaus, statt zurückgewiesen zu werden, gehegt und genährt werden, führen schließlich zu solchen Nöten, wie sie die Landwirte gegenwärtig durchzumachen haben. Wenn gegenwärtig eine Erhebung gemacht würde, wieviel Prozent der zu Ostern der Schule entlassenen, durch ihre Verhältnisse auf Arbeit angewiesenen Kinder der Arbeit auf dem Lande aus dem Wege gehen, so würde das Ergebnis Staunen erregen. Wie hier Wandel schaffen? Das zu ergründen, wäre keine unwürdige Aufgabe. Vorerst wird die Folge der Leutenot die vermehrte Anschaffung von Maschinen sein; vielleicht ist es der Elektrizität Vorbehalten, die fehlenden Menschenkräfte zu ersetzen!
F. Aus dem Kreise Friedberg, 22. Februar. Die anhaltend nasse Witterung hat auch bei uns wieder Hochwasser im Gefolge gehabt, welches glücklicherweise langsam zu sinken beginnt. Das Grundwafler ist dermaßen in die Höhe gegangen, daß Leute Waffer in die Keller bekamen, welche seit vielen Jahren nichts derartiges erlebten. — Die Witterung ist ungesund geworden, Halsentzündungen, schwere Katarrhe, Heiserkeit, Diphtherie und Influenza sind an der Tagesordnung. — Unsere Kreisstadt, die schon seit längerer Zeit die Filiale eines Großkaffeehauses besitzt, soll nun auch eine Filiale des Wronker'schen Großwarenhauses in Frankfurt a. M. erhalten. Die Kaufleute, Gewerbetreibenden und Handwerksmeister aller Erwerbszweige sind sehr wenig angenehm berührt von dieser Aussicht. Sollte hier nicht ein genossenschaftlicher Zusammenschluß aller Gewerbetreibenden am Platze fein?
A Grebenhai«, 21. Februar. Der Artikel in Nr. 41 des „Gießener Anzeigers" aus Breungeshain bei Schotten, welcher besagt, daß die ältesten Linden in den Dörfern der Forstwarteien Breungeshain, Sichenhausen und Herchen- Hain, auf Veranlassung Großh. Oberförsterei Grebenhain gemessen werden u. s. w., bedarf einer Richtigstellung. Der eigentliche Zweck dieser Messung ist nicht, wie der Einsender obengenannten Artikels meint, man gehe mit dem Gedanken um, im Oberwalde einen Versuch mit Lindenpflanzungen zu machen, sondern es sollen diese alten Bäume der Nachwelt erhalten werden. Aus diesem Grunde werden nicht allein die Linden, sondern alle alten, großen Bäume von Zeit zu Zeit gemessen, um deren Wachstum zu beobachten. Ferner soll für Erhaltung dieser Bäume gesorgt werden durch Ausbesserung schadhafter Stellen, fauler Astlöcher u. s. w. Wie verlautet, sollen diese Bäume sogar Namen erhalten haben.
Nidda, 22. Februar. Heute nachmittag hatte beim Holzaufladen im benachbarten Wald ein Mann aus Bors
dorf das Unglück, daß ihm ein schwerer Spalten ftoh auf den Unterschenkel eines Beines fiel, was einen Bruch des Beines zur Folge hatte. Der Verunglückte mußte Wagen nach Hause gebracht werden. — Der Storch seine Residenz unter lautem Jubel der Kinder bezogen In den infolge des Regens unter Wasser gesetzten Wiesen unterhalb der Stadt sind Scharen von Wildenten zu beobachten, leider aber schwer zu strecken, da sie beim ersten Nahen des Jägers das Weite suchen.
A Ober Lais bet Nidda, 21. Februar. Wie bereite früher im „Gießener Anzeiger" mitgeteilt wurde, so beabsichtigt unsere Nachbargemeinde Fauerbach, welche bekanntlich sehr wasserarm ist, durch Ankauf von Quellen aus unferer Gemarkung eine Wasserleitung anzulegen. Um nun auch unsere Gemeinde vor etwaigem Wassermangel zu sichern, hat dieselbe von einzelnen Besitzern ein Quellen, gebiet für 3000 Mk. angekauft, welches an die alten Quellen grenzt und soll dies Wasser durch eine Wasserleitung nach unserem Ort geführt werden.
§§ Crainfeld, 22. Februar. Seit den letzten Jahren ist nicht allein der Pachtpreis der Jagden in die Höhe gegangen, sondern auch derjenige der Fischereien. So hat z. V. die Fischerei der Gemeinde Vaitshain früher pro Jahr 36 Mk. gekostet, jetzt beträgt der Pachtpreis 74 Mk jährlich; Pächterin ist gegenwärtig eine hier wohnende Frau von Grolmann. Der hiesige Gemeinde-Fischbach kostete früher ebenfalls sehr wenig, bei der diesjährigen Verpach tuug kam derselbe auf 58 Mk. Die Verpachtung lautete nur auf 6 Jahre; sie wurde deshalb nicht genehmigt. Gestern fand eine nochmalige Verpachtung auf 12 Jahre statt, wobei nur ein Pachtpreis von 44 Mk. jährlich erzielt wurde. Pächter sind diesmal einige hiesige Landwirte.
m Dillich (Kreis Homberg), 22. Februar. Auf eine traurige Weise büßte gestern nachmittag der im benachbarten Dorfe Verna ansässige Schreinermeister Fey sein Leben ein. Derselbe war auf der in Nassenerfurth abgehaltenen Holz- auktion gewesen und hatte dem Branntwein zu viel zu gesprochen. In recht aufgeheiterter Stimmung kam Fey daher nachmittags hierher und, nachdem er noch einige Kunden besucht hatte, trat er auf äußerst wackeligen Füßen die Heimreise an. Bald fiel er auf diese, bald auf jene Seite der vvn hier nach Frielendorf-Verna führenden Land straße. Fey hatte sich kaum 15 Minuten von hier entfernt, als er dem am Straßenrande angebrachten 1 Meter tiefen und vollständig mit Waffer angefüllten Graben zu nahe kam, in denselben fiel und vollständig mit dem Gesicht auf dem .Boden lag. Der gerade zufällig von Frielendorf kommende Kaufmann N. Israel von hier sah denselben in diesem lebensgefährlichen Zustande im Graben liegen, requirierte sofort die in der Nähe im hiesigen Interessenten- wald beschäftigten Holzarbeiter Menge! und Klippert, welche Fey jedoch leider bereits als Leiche herauszogen. Der schleunigst benachrichtigte Bürgermeister Burkhardt - Dillich nahm von der Leiche Besitz und traf sofort die nötigen Anordnungen, daß der Verunglückte in seine Heimat gebracht wurde. Der Schrecken der schon vorher erkrankten Ehefrau ist nicht in Worten zu schildern. Fey war ein recht fleißiger und strebsamer Arbeiter, der sich leider in letzter Zeit dem Trünke ergeben hatte. Er steht im 50. Lebensalter und hinterläßt eine Witwe mit zwei bereits erwachsenen Töchtern.
4- Alsfeld, 20. Februar. Als gestern durch Beamte des hiesigen Kreisamtes eine unvermutete Revision der Gemeindekasse zu Schwarz vorgenommen werden sollte, war der Gemeinderechner angeblich nicht zu Hause, infolgedessen die Beamten nach Versiegelung der Kaffe unverrichteter Dinge wieder zurückfahren mußten. Noch während ihrer Anwesenheit im Dorfe aber wurde der Rechner von Dorfbewohnern gesehen und dies den Beamten hinterbracht, worauf sie nochmals in der Wohnung des Rechners nachfragten, aber mit negativem Erfolg. Was dieser, der als ein rechtschaffener Mann gilt, und das Ber trauen der Gemeinde schon lange Jahre genießt, mit diesem sonderbaren Benehmen bezwecken wollte, ist bis jetzt noch nicht aufgeklärt.
§ D a r m st a d t, 22. Februar. Der am Fastnachts - dienstaa hier stattfindende Karnevalszuß spricht großartig und imposant zu werden. Fast sämtliche größere Vereine beteiligen sich an ihm, und so ist es möglich, daß in ca. 60 Nummern, darunter fast oie Halste große Wagengruppen, so ziemlich alles in heiterer Form dargestellt wird, was die Darmstädter und wohl das^ganzo Hessenland in der letzten Zeit erregt hat: Englische „Siege" und Hessische Fälle, Steuervorlagen und Frauentage, Moderne Kunst und Theater, alles dies und noch manchem andere wird sich den Zuschauern darbieten, wozu noch bte prachtvollen Prunkwagen für Prinz und Prinzessin Knr- neval, das Komitee u. s. w. kommen. Nicht weniger al£ zehn Musikkorps, darunter vier berittene, sorgen für bt< nötige Musik, alle, wie auch der ganze übrige Zug, neu, kostümiert, was nur durch die überaus reichlichen Geld-, mittel, die von der Bürgerschaft dem veranstaltenden Narr hallakomitee überwiesen wurden, zu ermöglichen war. D« der Zug in den frühen Nachmittagsstunden 2—6 Uhr statt' finden wird, ist auch den auswärts Wohnenden Gelegenheit geboten, sich durch Besichtigung desselben einen froher Tag zu machen.
A. Ans Starkenburg, 21. Februar. Von der oberft« Finanzbehörde wird eine staatliche Betriebskran len taffe für das ganze Großherzogtum Hessen geplant, welch! von den segensreichsten Folgen für diejenigen ^crfonei werden wird, die dieser Kasse anzugehören haben. Am Personen die in Staatsbetrieben beschäftigt sind, sollen Ml glieder werden, mit Ausnahme von solchen, die bei bei Slaatseisenbahnen arbeiten. Der Staat will das und Rechnungswesen auf eigene Kosten besorgen lasser wodurch den Kassemitgliedern große Kosten erspart werder Die Mitglieder erhalten ein gleichmäßig hohes Krankengeu welches sich nach dem Arbeitsverdienst richtet, und es v- unabhängig von dem Ort der Beschäftigung. Wetter. ei halten sie nicht blos Krankenunterstützung bis zu 26 Woqei,
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-Nainz-Dwbach ! Vischofsheini, übet . hach schon vor einig i ift, werden zur Zeit r ■ w bet neuen Wi unb Vermessungen v jjß Vorhandensein ' ali nachträglich ersä dadurch veranlaßt
। bet projezierten n J Spekulationssucht i I hat und sowohl in । wie auch aus dem einzelne Grundstücke , fallen, exorbitant hl i nehmnngSlustigen uni - eine- lutratinen &efd)i l&ptfulalion, btt butt
Dtt -MM I gegen die Wahl be« [ • Nn, beide von hier, i gericht der Stadt Gieße i vom 15. Dezember v.; • Beisitzer für da» G l die beiden oben Genannt W‘112 Stimmen gemal Ersatz durch da» La»
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Beisitzer si
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1-1! pW Stoß, 112. §!?^°iocher 7
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