Samsiaq den 24. Februar
1900
GrPes Blatt.
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Arning in tigam
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Abg Stöcker (b. k. F.) stimmt bent Abg. Jgobenbetg zu, und beklagt vom christlichen Standpunkt aus das Duellwesen. Aber Anerkennung verdiene, daß dasselbe durch die Maßnahmen des Kaisers bereits stark eingeschränkt sei.
Der Titel „Ministergehalt" wird bewilligt.
Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der Beratung des Militärotats.
Schluß 5 Uhr.
een Anzeigen zu der nachmittag« für deu »Uenben tag erscheinenden Nummer bi« vorm. 10 Uhr, Abbestellungen spätestens abends vorher.
* Vom Kriegsschauplatz.
Brüssel, 22. Februar. Die neuesten Nachrichten vom Kriegsschauplatz lauten für die Buren günstig. General Cronje hielt den Vormarsch des Generals Roberts nach einer Reihe heftiger Gefechte auf, wobei die Engländer erhebliche Verluste erlitten. Die Truppenteile der Burengenerale Schalkburger, Botha, Lucas Meyer vollziehen unaufhaltsam ihre Vereinigung mit der Armee Cronjes. Entgegen den ersten Londoner Meldungen fand bei Kimberley ein heftiger Kampf statt, wobei General Roberts mindestens 1000 Mann verlor, über 50 englische Offiziere, darunter zwei Obersten, wurden verwundet oder getötet,
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Bekanntmachung.
Betreffend: Maul- und Klauenseuche.
In Londorf ist in einem Gehöfte eines Viehhändlers •ott Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre av geordnet worden.
Gießen, den 23. Februar 1900.
Großh. Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
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Die „Central News" melden aus Sterkftroom von gestern nacht: Die Situation ist hier unverändert. General Brabants Brigade hält Dordrecht noch besetzt. Man glaubt, )aß die Buren sich etwa sieben Meilen nördlich befinden, wo sie ein verschanztes Lager gebildet haben.
Einem Telegramm der „Voss. Ztg." aus London zu. olge, ist die „Morning Post" der Ansicht, daß Ladysmith lereits entsetzt sei. Ein Teil der Truppen Bullers dürste chon gestern in Ladysmith eingezogen sein.
Telegramme des „Gietzeuer Anzeiger".
London, 23. Februar. Das K r i e g S a m t veröffentlicht zwei Verlustlisten, die erste über die Verluste bei Chieveley am 19., die zweite über die Verluste beim Rückzüge von Rensburg am 15. Die erste umfaßt einen getöteten und zwei verwundete Offiziere und 14 verwundete Soldaten, die zweite 14 Tote und 4 Verwundete, außerdem 162 Gefangene.
Loudon, 23. Februar. Die letzten Meldungen aus dem Lager Bullers berichten, daß dieser unter großen Schwierigkeiten den Tugela überschreite. Die Infanterie befinde sich auf dem rechten Ufer des Flusses, während btc Buren noch immer stark verschanzt auf dem andern Ufer stehen. ,
London, 23. Februar. Das zur Untersuchung des Jameson-Einfalles gebildete Komitee beschloß, sofort eine lebhafte Agitation in England zu beginnen.
Loudon, 23. Februar. Der „Evenning News" wird von gestern nachmittag aus Paardenberg telegraphiert: Kommandant Botha machte den Versuch, Cronje zu befreien. Ein schwerer Kampf fand statt, bei dem Bothas Kommando zerstreut wurde. Die Buren hatten schwere Verluste.
London, 23. Februar. Lord Roberts depeschiert aus Paardenberg vom Mittwoch Nachmittag: Durch eine sorgsam durchgeführte starke Rekognoszierung Überzeugte ich mich, daß ich die feindliche Stellung nicht ohne schwere Verluste angreifen konnte, welche ich durchaus vermeiden wollte. Ich entschloß mich daher, die Stellung nur mit Artillerie zu beschießen und meine Aufmerksamkeit den heranrückenden Verstärkungen des Feindes zuzuwenden. Das Resultat war ein zufriedenstellendes. Die Buren wurden nach allen Richtungen zerstreut. Viele von ihnen wurden getötet oder verwundet, 50 gefangen genommen. Diese sagten aus, sie seien vor zwei Tagen auf der Eisenbahn von Ladysmith eingetroffen. Wir verloren zwei Offiziere, den Kapitän Campbell von den 9. Ulanen und den Oberleutnant Houston von der reitenden Artillerie, sowie vier Mann, alle leicht verwundet.
London, 23. Febrar. Aus Kapstadt wird vom 22. gemeldet: General Cronje hat um einen neuen Waffenstillstand von 24 Stunden gebeten, um seine Toten zu begraben. Es wurde ihm jedoch geantwortet, der Kampf müsse bis ans Ende fortdauern, oder er müsse sich bedingungslos ergeben.
London, 23. Februar. Das Kriegsamt veröffentlicht eine Verlustliste, über die Kämpfe bei Rensburg. Darnach verloren die Engländer 194 Mann, darunter 174 Gefangene. — Der „Times" wird von gestern nachmittag aus Chieveley telegraphiert: Einige Buren überschritten den Fluß am Montag wieder. Die englischen Truppen besetzten iölangwane, machten aber weiter keine Fortschritte. Der Tag wurde mit dem Herannahen der schweren Geschütze zugebracht. Am Dienstag befestigten unsere Truppen Co- lenso. Die Infanterie ging zum Schluffe vor. Der Feind hält eine starke Stellung auf den Hügeln oberhalb Eolenfos besetzt. Der Fluß ist schwer zu überschreiten, weil er sehr hohe Ufer hat. .
London, 23. Februar. Aus Paardenberg wird vom 21. gemeldet: Der Nachmarsch Cronjes scheint mit einer großenNiederlaaezit enden. Sein Haupt- Corps befindet sich nunmehr in völliger Utüzingelung. Cronje besetzte ein Thal, welches durch einen Winkel des Modderflusses gebildet wird. Das Thal ist vollständig von den englischen Truppen beherrscht und im Osten und Westen durch Infanterie eingeschlossen.
London, 23. Februar. Das Kriegsamt veröffentlicht ein Telegramm vom Modder aus Paardenberg, in welchem es heißt, Lord M e t h u e n berichte aus Kimberley, daß Lebensmittel und sonstiger Proviant so schnell wre möglich eintreffen müßten. Ferner müßten innerhalb zehn Tagen genügend Kohlen vorhanden sein, um bie 3)1(1™^= gruben in Thätigkeit zu setzen. — Die währten sich vorzüglich. Es sind 45 Kranke ns ch Western mit der Verpflegung der Verwundeten und Kranken beschäftigt. Die Verwundeten sind auf dem Wege der Besserung. Lord Methuen hofft, daß die Ruhe bald in der ganzen Gegend
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Preußischer Landtag.
Abgeordnetenhaus.
30. Sitzung vom 22. Februar 11 Uhr.
Tagesordnung: Erste Lesung des Gesetzentwurfes betr. die Polizeiverwaltung in den Stadtkreisen Charlottenburg, Schöneberg und Rixdorf. (Die Stadtkreise Berlin und die genannten drei sollen zu einem gemeinsamen Polizeibezirk vereinigt werden).
Minister vonRheinbaben betont, daß die Wünsche der Kommission, welche bereits im vorigen Jahre die damalige Vorlage berathen, durchaus in dieser Vorlage berücksichtigt seien. Er empfehle die Vorlage einer wohlwollenden Prüfung.
Abg. v. Blankenburg (?.) glaubt, daß man in der Kommission die Frage nach der künftigen kommunalen Gestaltung Groß-Berlins eingehend werde erörtern müssen.
Minister v. Rheinbaben erwidert, daß es leichter sei, ein polizeiliches als ein kommunales Groß-Berlin zu schaffen. - Er bitte dringend, beide Fragen nicht miteinander zu verbinden.
Abg. Träger (frs. 23p.) vermißt in der Vorlage eine Klärung der Stellung des Bezirksausschusses. Es herrschten hier in Bezug auf die einschlägigen Angelegenheiten in Berlin wesentlich andere Zustände, als in den Vororten.
Die Vorlage geht an eine besondere l 4er Kommission.
Es folgt die 1. Lesung der Novelle zur Kreisordnung für die altpreußischen Ostprovinzen.
Minister v Rheinbaben erläutert die Vorlage. Dieselbe habe sich bemüht, einen Mittelweg zu finden, nm auch eine gedeihliche Mit' Wirkung der Landgemeinden in der Nähe großer Städte auf den Kreistagen möglich zu machen. Man müffe verhüten, daß die größeren Vorortgemeinden durch die große Zahl der Hausbesitzer in eine Stellung auf den Kreistagen gerathen, die von der geltenden Kreisordnung nicht beabsichtigt gewesen fei.
Aba. v. Sanden (nl) steht der Vorlage im Ganzen freundlich gegenüber und meint, daß einzelne Bedenken in einer Kommission näher geprüft werden müßten. . , rr
Abg. Richter (frs. Vp.) hat Bedenken gegen die weitgehende Vollmacht, welche die Regierungsvorlage in Gestalt des königlichen Verord, nungsrechtes geben wolle. Die der Vorlage beigegebene Statistik fei unvollständig und gebe namentlich kein erschöpfendes Bild von der Steuerleistung der in Betracht kommenden Gemeinden.
Der Kampf der Gemeinden besteht ja schon seit Jahren. Die Ge. meinden, welche einen großen Einfluß erlangt haben, wollen denselben auch beibehalten. Endgiltig ändert auch die Vorlage daran nichts. Die Verhältnisse werden sich immer von neuem wiederholen. Viel besser scheint die Regelung der Frage durch die Bildung von neuen Stadtkreisen ringsum Berlin. Es wäre zu wünschen, daß die Vorlage einmal den Anlaß dazu giebt, daß die Verhältnisse der Vororte in der Um- qebuna größerer Städte einheitlich und grundsätzlich festgelegt wurden.
Abg. Gras Bernstorfs (sr.-konf.) billigt die Vorlage, und erklärt sich bereit, dieselbe ohne Kommtsiionsberatung zu erledigen. Redner beantragt die Verweisung an dieselbe Kommission, an welche die Polizctvorlage für die Berliner Vororte Charlottenburg, Schoneberg und Rixdorf verwiesen ist. r or.,. .
Aba. Jrmer (kons.) führt aus, hier bandle es sich darum, dem Grundbesitz die Rechte zu erhalten, welche die geltende KreiSordnung habe geben wollen. Den vom Abg. Richter vorgeschlagenen Weg könne man nicht annehmen. Die Hausbesitzer seien ein ebrenwerter Stand, aber sie können nicht verlangen, daß man ihnen Rechte ein- räume auf Kosten des Großgrundbesitzes. Seine (des Redners) Freunde hielten an der Trennung von Stadt und Land fest, und wünschten deshalb, daß das Ausscheiden der Stadtgemetnden aus den Kr-i,-n } ^-,kt noch, d-ß bte V-rh-MM- sich
bet uns ganz ähnlich entwickeln, wie sie sich in der Rheinprovinz ohne alle Schwierigkeit entwickelt bStten. Es liege gar kein Grund vor, die Gewerbetreibenden ganz oder teilweise um das ihnen gesetz-
^Abg ^H ir^ch^(Ztr.) ^erkenn? an, daß gewisse Mißstände vorhanden seien, die der gesetzlichen Abhilfe bedürfen; aber er habe oeaen die Königliche Verordnung große Bedenken, weil man nie wissen könne, wie der Nachfolger des Ministers (Heiterkeit) über die Sache denke. Man werde versuchen müssen, diese Frage gesetzlich zu regeln- . t „
Die Debatte wird geschlossen.
Die Vorlage geht an dieselbe Kommission, welcher die Berliner Vorort-Polizeivorlage übertragen ist.
Nächste Sitzung morgen Freitag 11 Uhr. T.-O.: Gemeindewahlrechts-Vorlage.
Schluß 1 Uhr 15 Min.
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Die Gießener AamilieuvtStler »erben dem Anzeiger »t Wechsel mit „Hess. Landwirt- n. „Blätter Ar heff. Volkskunde- r»Schtl. 4 mal beigelegt.
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Deutscher Reichstag.
152. Sitzung vom 22. Februar. 1 Uhr.
Das Haus ist sehr schwach besetzt.
Auf der Tagesordnung steht der Militäretat.
Abg. Bebel (Soz) erkennt an, daß die Militärverwaltung bestrebt sei,. Uebelstände in der Armee zu beseitigen, aber noch nicht immer mit bent gewünschten Erfolge. Heute müffe er auf den Fall des Reservisten Briefe zurückkommen, der schwer bestraft worden fei, weil er sich vor Gericht als Sozialdemokrat bekannt habe. Er müsse den Kriegsminister feigen, ob es sich inzwischen als richtig herausgestellt habe, daß Briese bit eft vom Gerichte daraufhin befragt worden sei, und zwar nachdem »riefe bereits als Zeuge vereidet worden sei. Sei dem Minister ferner begannt, daß ein Oberleutnant der Reserve und Gutsbesitzer Hochheimer siivt'n anderen Gutsbesitzer mit seinen Knechten überfallen und tödlich mißhandelt habe? Weiter teilt Redner verschiedene Fälle von Mißhandle,g von Rekiuten durch ältere Mannschaften mit Auch über Mißhand- lungen durch Vorgesetzte macht er Mitteilungen. Ganz besonders schwere Nmßhandlungen feien im Januar d. I. bei einem Ulanenregiment in Ochatz vorgekommen. Die zweijährige Dienstzeit sei noch viel zu lang. D«v erhelle aus der Verwendung von Soldaten als Wärter auf der Hundeausstellung in Rostock, ferner als Kellner auf einer Ausstellung in Göttingen. Weiter geht Redner auf das Duellunwesen ein und auf bc j eigentümliche übertriebene Standes- und Ehrgefühl der Offiziere. Wie diese Anschauungen über Ehrgefühl grassieren, erhelle auch aus einem Vorgänge unter zwei Reichstagsabgeordneten. In diesem Falle sollle es Mühe genug gekostet haben, den einen der Herren von der Forderung abzubringen. Wie wenig die Wünsche und Gebote des ol ersten Kriegsherrn von den Offizieren beachtet würden, zeige nicht nur das Duellwesen, sondern auch der Luxus und die Spielwut. Was habe di r Harmlosenprozeß nicht alles aufgedeckt I m . . , . „
Kriegsminister von Goßler bemerkt, was den Fall Briese betreffe, so liege derselbe allerdings so, wie Herr Bebel ihn geschildert habe. Mer der juristische Beistand des kommandierenden Generals m Danzig habe gemeint, Briese habe sich doch strafbar gemacht (Ruf links: Uner- ho rt!) Briese hätte ja sein Zeugnis verweigern dürfen. Gegen den tMeroeleutnant Hochheimer werde zweifellos ein ehrengerichtliches Ver- ia'hren eingeleitet werden, sobald das zivilgerichtliche zum Abschluß ge- l0mqt fei. ' Hebet einzelne der Mifihandlungssälle, die Herr Bebel angeführt, liege ihm, dem Redner, das Material nicht vor, weshalb er sich nicht dazu äußern könne. Von der Abkommandierung von Soldaten in Mstock als Hundewärter sei ihm nichts bekannt, wo bestimmungswidrige Verwendung erfolge, lasse er stets Remedur eintreten. Was das Duell- wesen in ber Armee anlange, so habe dasselbe in hohem Maße abge- nwinmen. Mit einem Offizierkorps ohne Ehrgefühl könne man jedenfalls nichts machen. Daß, wie Abg. Bebel behaupte, durch den Harmlosen- prozeß die ganze vornehme Welt von Berlin in Mitleidenschaft gezogen feu diesen Eindruck habe er, der Minister, von dem Prozeß nicht. Er bebe auch nicht den Eindruck, daß es in der Armee Ucbermenschen gebe, nm Abg. Bebel es darstelle (Beifall rechts).
Abg. Graßmann (nl.) kann sich in dem Marienburger Fall Briefe der Auffassung des Kriegsministers nicht anschließen.
Abg. Groeber (Zenit.) spricht sich in demselben Sinne aus.
Minister v. Goßler bemerkt noch, künftig werde sich di§ Sache tooM dadurch erledigen, daß solche Fälle vor das Militärgericht kommen. Freilich glaube er nicht, daß ein Richter überhaupt solche Fragen an den Zeugen richten darf.
Abg Dasbach (Centr.) bespricht den Fall Döring. Es handele sich da um einen einfachen, an dem Studenten verübten Mord, verbrämt mit dem höflichen Namen Duell. Das Ehrgefühl, auf das der ytimfter Hinweise, könne niemals erfordern, daß man jemand vor die Pistole fordere Erst ein striktes Verbot des Duells könne Abhilfe schaffen. Statt deffen aber erfolge fast stets Begnadigung-
Minister v. Goßler entgegnet, das Begnadigungsrecht fei ein Richt des Kaisers, über das er nichts sagen könne.
Abg Dasbach (Gentr.) meint, wenn der Offizier in Coblenz «men seines Benehmens auf dem Tanzplatze eine Ohrfeige bekommen (j-be habe er sie wohl verdient. (Lachen rechts). Daß der Ehrenrat d-n Mord anbefehle, indem er das Duell für notwendig erkläre, da höre doch alles auf!
Präsident von F r e g e ruft den Redner wegen der letzteren Be- innrkung zur Ordnung , f3 „
Minister ik Goßler betont, nicht der Ehrenrat setze das Duell fe-st, sondern die Parteien hätten dasselbe unter sich vereinbart.
Abg. Bebel (Soz.) meint betreffs des Falles Döring, statt sich zw entschuldigen, noch den Beleidigten vor die Pistole fordern, bas fei v.-ch barbarisch. Wenn schon früher preußische Könige sich gegen das Duell erklärt hätten, so werde man doch wohl annehmen dürfen, daß ft« Ehre im Leibe gehabt hätten. (Beifall). „ _ . . _ ,
Nachdem Minister v Goßler nochmals zu dem Fall Briese sich im obigem Sinne geäußert, nimmt Abg. v. Hoden berg (Welse) gi'.genüber dem Kriegsminister den Militärgeistlichen in Schutz, der am ®rabe eines im Duell Gefallenen sich abfällig über das Duellwesen ge- üuißert habe. Der Geistliche habe recht gehandelt; Gottesdienst gehe wer Herrendienst.
Abg. Werner (Antis.) hält dafür, Duelle seien im Heere nicht }uu vermeiden.
Gießener Anzeigers
General-Anzeiger


