ihm über Krügers Absicht, nach Berlin zu kommen, konferierte, bedurfte es keiner Erörterung und keiner Prüfung. Der Monarch und der Minister waren sofort einig. Und als eines Abends eine Hofdame, deren Sympathien für die Buren bekannt sind, sich im engsten Kreise über die Möglichkeit von Krügers Kommen nach Berlin mit dem Kaiser unterbielt, gab derselbe augenblicklich seinen Entschluß kund, indem er sagte:
„Wenn ein Pferd durchgeht, giebt es drei Arten von Leuten: Die einen fallen dem Tier ohne Besinnen in die Zügel und werden unfehlbar mit Hufen getreten. Die andern flüchten sich auf eine Bank und schwingen ihr Taschentuch, glaubend, daß der Gaul dadurch zum Stehen komme. Die dritten wenden im Gefühle ihrer Ohnmacht die Augen ab und gehen ihrer Wege. Nun gut, ich gestehe mir nicht das Recht zu, das Deutsche Reich England an den Kopf zu werfen, denn nicht ich sondern Deutschland würde mit Füßen getreten. Andererseits wiirde ich lächerlich erscheinen, wollte ich auf eine Bank springen, bloß um mit dem Taschentuch zu wedeln; gegenüber meinem Lande ist es meine Pflicht, daß ich meines Weges gehe."
Der Verfasser des Briefes erzählt weiter, einige Tage später seien die Blicke der Kaisers auf den Ausspruch einer ausländischen Zeitung gefallen (einer französischen), worin es hieß, Wilhelm II. brauche nur ein Wort zu sagen und England werde seine Feindseligkeiten einstellen und den Buren die Freiheit geben. Da zuckte der Kaiser die Achseln und sagte lächelnd: „Nicht Wilhelm II. ist es, der nur ein Wort zu sagen braucht. Gott ist es — wenn anders er die englisch Flotte in einer Nacht verderben will." Daraus geht hervor, fährt der Briefschreiber fort, daß der Kaiser Krüger nicht empfing, weil er nichts für ihn thun konnte, und wenn man sage, er hätte sich durch den Empfang zu nichts verpflichtet, so überlege man nicht, daß dies ein Komödienspiel gewesen wäre, denn der alte Mann sei nicht gekommen, um bei offiziellen Empfängen zu paradieren und die Straßen be» flaggt zu sehen. Er kam, um sein Land zu retten, und Europa schuldet ihm zwei Dinge: Mitleid und Aufrichtigkeit. Frankreich hat ihm das Mitleid bewiesen. Deutschland fiel die rauhere Aufgabe zu, ihm die Wahrheit zu sagen. Frankreich spielte die Rolle der Freundin, die es nicht über sich gewinnt, der Mutter eines totkranken Kindes zu fagen, daß dieseß nur noch wenige Stunden zu leben hat, und lieber eine fromme Lüge sagt; Deutschland diejenige des Arztes, der mit der traurigen Wahrheit hervortreten muß. Beide haben ihre Pflicht g e t h a n.
In den unerwarteten Zusammenbruch der Preußischen Hypothekenaktienbank und der Deutschen Grundschuldbank in Berlin ist, wie berichtet, jetzt auch der ev. kirchliche Hilfsverein und sein Vorsitzender, der Frhr. v. Mirbach, Oberhofmeister der Kaiserin, hineingezogen worden. Frhr. v. Mirbach hat von dem jetzt verhafteten Direktor der Preußischen HYPv- thekenaktienbank Kommerzienrat Sanden große nun fast wertlos gewordene Summen für Kirchbauzwecke angenommen und dafür Sanden einen Orden verschafft, ihn angeblich sogar zur Nobilitierung vorgeschlagen.
Kommerzienrat Sanden erhielt noch am 14. Dezember, sechs Tage vor seiner Verhaftung, als die Mißwirtschaft in der Grundschuldbank längst bekannt war, als Stifter einer Kirche in Steinbuschl vom Vertreter des' Konsistoriums den Kronen-Orden 3. Klasse. Der „Reichst)." macht es der Ordenskanzlei zum Vorwurf, daß sie im jetzigen Augenblick Sanden für eine solche Ordensauszeichnung Vorschlägen konnte. Das Blatt findet es unbegreiflich, daß die Uebergabe des Ordens nicht wenigstens so lange sistiert worden war, bis der Bankkrach vorüber war. Jetzt mache es einen im höchsten Maße peinlichen Eindruck, daß dieser Mann in diesem Augenblick einen Orden erhält. — Nach dem „Berl. Tagebl." wußte sich Kommerzienrat Sanden in Hofkreisen, speziell bei dem Oberhofmeister der Kaiserin, Freiherrn v. Mirbach, dadurch in Gunst zu setzen, daß er für den Kirchenbaufonds 300 000 Mark her- gab. Dieses Geld hat er aber nicht in Bar, sondern in Aktien der Deutschen Grundschuldbank gegeben. Die betreffenden Aktien waren aber gesperrt, d. h. durften nicht zum Verkauf gebracht werden, und so stellt sich das Geschenk, da die Aktien nunmehr ca. 5 pCt. notieren, als beinahe völlig wertlos heraus.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats beider Banken war der Kommerzienrat und Generalkonsul S ch in i d t, der als Inhaber des' nunmehr ebenfalls in Verfall geratenen länger als 100 Jahre bestehenden Bankhauses von Anhalt und Wagner Nachfolger den Titel Hofbankier führte. Er war auch Aufsichtsratmitglied der Pommers chen Hypothekenaktienbank, der vor kurzem der Titel Hofbankier der Kaiserin verliehen wurde. Es geht aus diesen Zusammenhängen von neuem hervor, daß der Freiherr v. Mirbach nicht der geeignete Berater der Kaiserin ist. Durch die hohen Titel der in die Angelegenheit verwickelten Bankinhaber, an deren Verleihung Freiherr v. Mirbach einen wesentlichen Anteil haben wird, ist leider das Publikum zu einem Vertrauen verleitet worden, das sich jetzt auf das Bitterste rächt. Das Publikum hat es eben für selbstverständlich gehalten, daß solche Titel nur an vollkommen zuverlässige Männer verliehen werden, und daß die Verleiher selbst im Stande sind, scharf genug hinzusehen, ob sie es mit solchen zu thun haben oder nicht. Diese Fähigkeit hat Freiherr von Mirbach nicht besessen. Allerdings muß auch dem an den Banken interessierten Publikum, den Inhabern der Aktien, vorgeworfen werden, daß es nicht von seinem Rechte Gebrauch macht, auf den Generalversammlungen zu erscheinen, wo die Leitung verpflichtet ist, Auskunft auf jegliche Frage zu erteilen. Nur so könnte man sich doch selbst über die Geschäftsführung der Institute ein gegründetes Urteil verschaffen, denen man sein Ver mögen anvertraut hat. Statt Hunderte von Aktieninhabern sind aber oft genug nur 3 oder 4 zugegen? — Es muß übrigens wiederholt daran erinnert werden, daß es sich nur um den Verfall der beiden genannten Hypothekenbanken handelt, die übrigen Pfandbrief-Institute aber, über die bereits unbegründete Befürchtungen laut wurden, nichts damit zu thun haben.
Der spanische Senat stimmte mit 157 gegen 49 Stimmen der Botschaft betreffend die bevorstehende Ver- nrählung der Prinzessin von Asturien mit dem Grafen Caserta zu. Die Liberalen stimmten dagegen. Die Verlobung der Schwester des unmündigen Königs von Spanien, Maria de las Mercedes, mit dem Bourbonen Don Carlos, dem zweiten Sohn des „Grafen von Caserta", der sich noch immer als legitimen „König beider Sizilien" betrachtet, hat ganz Spanien in tiefste Aufregung versetzt. Die Liberalen, an ihrer Spitze Sagasta, und derjenige Flügel der Konservativen, welcher der Führung des ehrgeizigen und unzuverlässigen Romero Robledo folgt, sind die Träger der Opposition gegen diese Ehe. Die politische Bedeutung derselben wurzelt vor allem darin, daß der künftige Gatte der Prinzessin von Asturien nicht nur der Schwager des demnächstigen Königs sein wird, sondern daß bei der schwachen Gesundheit des Königs vielleicht seine Schwester einst den Thron besteigen und der bour- bonische Prinz dann womöglich den maßgebenden Einfluß in Spanien haben wird. Mit allen nur irgend möglichen Mitteln kämpft man gegen die von der Königin-Regentin dringend gewünschte Heirat. Einmal meint man, Italien müsse schwer verstimmt werden, wenn der Sohn des Grafen von Caserta, der noch immer sein Recht auf den Thron von Neapel und Sizilien geltend macht, die Hand der Donna Mercedes erhält. Nun aber macht man sich im Quirinal wohl sehr wenig aus den praktisch unmöglichen Aspirationen der verkommenen und verhaßten Bourbonen, und die spanische Gesandtschaft, die dieser Tage mit den höchsten Orden in Rom eintraf, soll ja klar zum Ausdruck bringen, daß Madrid und Rom dieser Seite der Sache kein Gewicht beilegen. Die Hauptsache ist die Beziehung des Grafen von Caserta zu den politischen Zuständen in Spanien selber. Er tvar ein entschlossener Parteigänger von Don Carlos; er hat im Bürgerkriege in dessen Heer gefochten; er ist sogar wegen der Greuel von Cuenca durch einen formell noch bestehenden Spruch zum Tode verurteilt worden? Er hat ferner niemals König Alfons XIII. anerkannt. Und Romero Robledo konnte darauf Hinweisen, daß der Graf von Caserta garnicht einmal selber die Werbung für seinen Sohn unternommen hat, sondern dies seinem älteren Sohn überließ Und selber nur sein Einverständnis mitteilte! Diese karlistischen Traditionen bilden auch für die Liberalen den Kernpunkt der Frage. Sie fürchten alles von einer Regierung, auf die die Bourbonen von Neapel Einfluß erlangen könnten und sehen schon weltlichen Absolutismus und Jesuitenmacht am Horizont der spanischen Zukunft Heraufziehen. Mag nun vielleicht die Königin selber gerade von der Verbindung ihrer Tochter mit einem karlistischen Bourbon eine Festigung ihres Thrones erwarten, so bleibt es doch sehr zweifelhaft, ob eine Verbindung, gegen die neben zersprengten Konservativen die geschlossene Phalanx der Liberalen und der in Spanien recht zahlreichen Republikaner steht, wirklich ein Glück für den Bestand der Dynastie^ sein wird.________________________________
Deutsches Reich.
Berlin, 21. Dezember. Der Kaiser begab sich heute nach dem Bornstedter Felde, um einem Korps- Exerzieren des Lehr-Jnfanterie-Bataillons beizuwohnen.
— Die Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen veröffentlicht eine dem Herrn Reichskanzler vorgelegte Denkschrift zur Frage des Ein- heits-und Doppeltarifes. Zur Charakteristik des Doppeltarifs erörtert die Denkschrift den Ausbau des Systems in Frankreich, Norwegen, Spanien und Griechenland. Die Denkschrift bezeichnet den Doppeltarif als ein System, das die wirtschaftliche Machtprobe an die Stelle der friedlichen Verständigung setzt, und deshalb, wie die Erfahrungen in Frankreich beweisen, zum Zollkriege führt. Zu der Weltpolitik des Deutschen Reiches, die der nationalen Arbeit die fremden Märkte öffnen will, würde der Maximal- und Minimaltarif als ein System veralteter Zollpraxis, vertragsfeindlicher Tendenz und schematischer Gebundenheit in unvereinbarem Gegensätze stehen. . ' 1" {*'1
— Die „Natllib. Korresp." meldet: Die Beratungen der Behörden über die Reform der Kriminalpolizei, wobei auch die Unterstellung derselben unter die Justizverwaltung in Frage steht, dürften sehr bald zu einer Vorlage an das Abgeordnetenhaus führen.
Oldenburg, 21. Dezember. In der heutigen Sitzung des Landtages wurde die Regierungsvorlage, worin die Civilliste des Großherzogs um 145 000 Mk. erhöht werden soll, mit 19 gegen 17 Stimmen angenommen.
Posen, 21. Dezember. Der Reichs- und Landtagsabgeordnete Amtsgerichtsrat M o 11 y ist heute gestorben.
Ausland.
Haag, 21. Dezember. Aus den gestern der Zweiten Kammer zugegangenen Gesetzentwürfen über die Ehe» schließung der Königin mit dem Herzog Heinrich zu Mecklenburg ist hervorzuheben, daß der Herzog, nach» dem er aus dem bisherigen Skaatsverbande ausgeschieden sein wird, alsbald als holländischer Staatsangehöriger angesehen werden wird. DaS ihm bewilligte eventuelle Witwergeld beträgt ebenso wie daS Witwengeld der Königin- Mutter 150000 Gulden.
Brussel, 21. Dezember. Den letzten Meldungen aus dem Kongogebiet zufolge sind neue Unruhen im Lusarbo-Distrikt auSgebrochen. Mehrere eingeborene Soldaten meuterten, sodaß eine Straf-Expedition organisiert werden mußte. Verschiedene Handelsgesellschaften werden gerichtlich verfolgt werden, weil sie sich, wie es heißt, zu grausamer Mittel bedient hätten, um die Gummiproduktion seitens der Eingeborenen zu erhöhen. Der Handelsagent LemmenS soll von den Eingeboren getötet worden sein. MH AM
Paris, 21. Dezember. Der Zwischenfall Cuiguet ist vorläufig damit abgeschloffen, daß der Kriegsminister den Major Cuignet mit zwei Monaten Festungshaft bestrafte.
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Vermehrung des Notenumlaufs der Emissionsbanken s warf. Der König hat die Eutlaffung sogleich angenonn^ Neapel, 21. Dezember. Wegen neuerdings gekommener Studenten-Exzessej wurde, die hi^ Universität geschloffen.
Rom, 21. Dezember. Der Schatzminister reichte gestern nacht seine Entlastung ein. Zum nahm Rubini die kabinettfeindliche Haltung der Bnd» fnrnnnffinn htp hi? im fphtcn StinnninrhnfA
Kolonialpost.
Deutsch Ostafrika. Laut Nachrichten, die mit der letzlri Post eingetroffen find, wurde der Oberleutnant Fon«! (August), früher im Regiment 68, jetzt Stationschef von BiSmarckSburg am Tanganjkasee, auf einer Expedition gegen die Wahehe durch einen Streifschuß am Kopfe urb einen Speerstich in den rechten Unterarm ziemlich schwer verwundet.
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ästiger Sitzung btm Dr li t der chirurgischen Wi Chirurgie gesprochen. 1 '.Si ngrre Zeit als Stabsai ß: nurgischen Klinik tommi mit Harz unb ift 1864 ge.
" fte rechte Weih Bi atkrschnttehrrrn iw H:r tzrhdh Mtben Kammern der Lar «nt wesentliche Lerbesser *1. Hand aber geht bamii taibe zu gute kommende wilder Lehrer an ihrem st Molksbildung zum Vorteil «W'Aw M Sur." ift 1'!' Großen Selchen ^^beschloßene Sache. M W nach dem Hotel mm 0 “l"”' *1 SB s“«' d-, B-ig-r ÄÄ. ।
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Konstantinopel, 21. Dezember. In der Note, die griechische Gesandte in der Angelegenheit der Ermordv, des griechischen Arztes Sakkolarion der Pforte demnch überreicht, erhebt er Einspruch gegen die Lage in Makebov wodurch bereits die Ermordung mehrerer Griechen öeranh worden ist. Er fordert energische Maßregeln zur Verhüte ähnlicher Verbrechen sowie Zahlung einer Entschädigung: die Familie des ermordeten Arztes. Der Mörder ist bi? her noch nicht verhaftet.
Manila, 21. Dezember. Die Bevölkerung befindet in lebhafter Besorgnis wegen der ungenügenden M kehr der Freiwilligen nach Amerika. Man befürchtet, büfc, wenn die gegenwärtigen Garnisonen, die bereits wgeHen/ sind, noch weiter geschwächt werden, von Seiten derl^« furchtbare Repressalien an den friedfertig^, wohnern auögeübt werden. General Mac Arthur P der Hoffnung Ausdruck, daß die gegenwärtig von den Unwilligen besetzten Distrikte neue Garnisonen erhalten vollständig geschützt werden würden. Aber man weiß ich gut, daß dies unmöglich ist, es müßte denn die gegtr wärtige OkkuPationS - Armee bedeutend verstärkt tottbti Die hier ansässigen Amerikaner erwarten auf daS ängstlich diese Verstärkung, da ihrer Ansicht nach im Falle des Nicht- eiutreffens derselben die Philippinen geräumt werden müßten Die Blätter veröffentlichen eine Proklamation des General» Mac Arthur, worin es heißt, daß in Zukunft die Kriegt, gesetze mit aller Strenge zur Anwendung gebracht tottbtn. Man hofft, daß infolge dieser Proklamation der Guerilla- Krieg ein Ende nehmen wird.
Prozeß Sternberg.
Berlin, 21. Dezember.
Im Prozeß Sternberg sprach heute zunächst Rechtsanwalt Dr. Heinemann als Verteidiger der Angeklagte Wender, der die Freisprechung seiner Klientin beantragte. Bei etwaigem Schuldigspruch bat er um mildernde Umstände | sowie Anrechnung der Untersuchungshaft. Nach einer Sat« । gegnuug des Oberstaatsanwalts Dr. Jsenbiel suchte Rechtsanwalt Dr. Mendel in längeren juristischeu Ausführungen darzulegen, daß sein Klient L u p p a aus RechtS- gründen schon heute freizusprechen und daS Verfahren auszusetzen sei. Rechtsanwalt Wronker als BerteW der Angeklagten Schieding trat mit Wärme für dem Freisprechung ein. Hierauf wendete sich RechtSamrwll Dr. Fuchs nochmals gegen einige Ausführungen 6(8 Oberstaatsanwalts. Dieser wies die ’Hngtifft-J8 Rechtsanwalts Fuchs auf die StaatsanwglWst zunm, worauf eine Pause eintrat. Nach derselben «R Angeklagte Sternberg selbst das Wort zu eintx Verteidigungsrede.
Nach dreistündiger Beratung des Gerichtshofes wurde, (wie wir gestern bereits durch Aushang bekannt gaben) «r Angeklagte Gteruberg zu 2V2 Jahre» Zuchthaus und 5 Jahre« Ehrverlust verurteilt. 6 Monate mv den als verbüßt erachtet. Gegen LuPPa wurde das unru ausgesetzt, gegen die Wender lautete dasselbe ans 6 Monate Gefängnis, von denen 2 als verbüßt erachtet werden. Die Angeklagte Schieding wurde ft" gesprochen.
Im Gerichtssaale verlautete, der Polizei«Direktor r Meerscheidt -Hüllesem sei am Herzschlage gestorbe, Dieses Gerücht hat sich, (wie uns gestern Abend teIe0rÄ,, gemeldet wurde), bestätigt. Gegen Herrn v. Ww , Hüllesem war bekanntlich wegen seiner im Sternberg'Pl i festgestellten früheren finanziellen Beziehungen $u ®ttin . ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. . # seiner gerichtlichen Zeugenvernehmung wurde er von t Nervenchoc ergriffen, und anscheinend haben die wer Prozeßenthüllungen, namentlich das Geständnis TM. erregend auf ihn eingewirkt, daß die Erkrankung tätlichen Verlauf nahm. Durch diesen Ausgang w»o vollständige Klärung der Sternberg-Affaire, ^ve» > um Sternbergs Beziehungen zu amtlichen Personncy handelt, leider wieder erschwert werden.
Eine Frau Rüwe war vor den Untersuchungsn^ ' Landgerichtsrat Brandt geladen, weil sie unter dem dnng Verdacht steht, vor Jahren eine ähnliche Rolle gefpt haben wie Margarete Fischer, jetzige Frau Miller, der R. beläuft sich die Zahl der Opfer Sternbergs ms bereits auf 18. In Haft befinden sich bet Krimlnalkomm^ Thi-l, dn Agent Wolff, dessen Geliebte Huld > ® und die Angestellte eines Detektivbureaus Frau Steckbrieflich verfolgt werden der flüchtig gewor angeflagte Sternbergs Direktor Luppa, ferner Popp, einer der Freunde des Angeklagten^. s .^schap Suchard. Wegen Beleidigung derOber-Staatsa werden sich der Kaufmann Arndt und Frl. P fleget verantworten haben. DiSziplinaruntersuchung »M den nun verstorbenen Polizeidirektor v. Meerschelvr-V
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