Ausgabe 
23.11.1900 Zweites Blatt
 
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jptof. Diese Verbindung i.fl nicht nur unbedingt zu för­dern für die Bewohner des südlichen Stadtteiles, sie liegt auch besonders im Interesse der Personen, die mit der Staatsbahn hier ankommen und mit der Bieberthal- dahu weitersahren, oder die umgekehrt in der Weise eine Reise vorhaben. Früher gingen die Personenzüge der Bieberthalbahn auch vom neuen Güterschuppen an der Hammstraße gegenüber den Bahnhöfen der Staats­bahn ab und kamen auch dort an, wobei man an eine möglichst nahe Verbindung der Vollbahn mit der Schmal- ipnrbahn für die Reisenden dachte. Der Verkehr bis zum Güterschuppen wurde aber eingestellt, weil der Wetz vom «eustädter Thor bis zu den Bahnhöfen nicht Wetter ist, als wenn die Reisenden vom Güterschuppen, da von dgrt eine direkte Verbindung nicht vorhanden ist, den Umweg über die Brücke im Zuge der Klinikstraße zu den Bahn- hufcn oder umgekehrt gehen. Wie wichtig die geforderte runnelverbindung im Interesse der zahlreichen Handels- lluie ist die unsere Viehmärkte besuchen, kann man an üdem Markttage beobachten. Alle diese Handelsleute, die mit der Staatsbahn hier ankommen und abfahren, haben auf dem Güterbahnhof persönlich zu.thun um bei der -ii und Abfahrt ihrer Ware die Kontrolle und Auf­sicht zu führen, und müssen jetzt erhebliche Umwege machen, die viel Zeit erfordern. Aber auch im Interesse dec zahlreichen Beamten, die heute die Schienengeleise queren müssen, um vory Personen- nach dem Güterbahn- bof und umgekehrt gelangen zu können, ist die gefor­derte Verbindung sehr wichtig. Es ist fast als ein Wunder zu betrachten, daß beim Ueberschreiten der Geleise durch tarnte noch kein Unglück passiert ist^wäre dies der Fall, so hätte man den Brunnen vielleicht bereits zu- gedeckt. Es ist ja bekannt, daß die Stadt Gießen sich der Eisenbahnbehörde gegenüber gewissermaßen verpflichtet hat, am Durchgang vom Felsenkeller aus nach der Hamm- snoße einen hochwasserfreien Weg anzulegen. So viel Pur teile dieser Weg, wenn er da wäre, auch böte, scheint doch dessen Anlage wenn auch nicht unmöglich, so doch mit so großen Kosten verknüpft, daß es sicher besser sein würde, wenn der Betrag dafür zu einer Unterführung der Bahngeleise vom Personen- nach dem Güterbahnhof verwendet würde. Auch die Bieberthalbahn würde gewiß für pen geforderten Tunnel ein Geldopfer bringen, da damit eine vorzügliche Verbindung für ihre Reisenden

geschaffen würde.

Theater-Verein. Wie der gestrige Theaterzettel mtb teilt, wird die vierte Vorstellung Mittwoch den 5. De­zember stattfinden. Herr Bauer aus Frankfurt a. M. spielt die Titelrolle in Ibsen'S ,, Volks feind".

Stadttheater. Aus dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Als 6. DolkSvorstellnng geht am Frei- tag LesfingsNathan der Weise" in Szene. Herr Liebscher spielt die Titelrolle. Eintrittspreise: 1 Mk., 40 Pfg. und 20 Pfg. Für nächsten Sonntag ist Henrik JbfenS neuestes Werk, der dreiaktige dramatische Epilog ,Wenn wir Toten erwachen" in Vorbereitung.

* Vortrag. Aus Veranlassung des kaufmännischen anb des Ortsgewerbevereins hielt gestern abend im HotelGroßherzog von Hessen" Herr Ingenieur Brock- nann aus Offenbach einen recht interessanten Vortrag -ibewdie Erbauung der Jungfraubahn", zu dessen Verständnis die begleitenden, scharfen Lichtbilder erheblich bei- tnigeo. Herr Brockmann führte uns zunächst in die Regionen der Jungfrau ein, gewährte uns Ausblick auf die benachbarten Lergriesen und Thäler, die sich beim Besteigen der Jung­frau bieten. Dann ging er auf die Inangriffnahme, den flau und die Fortführung der Jungfraubahn ein, bei deren Detailschilderung die großenteils von Herrn Brockmann selbst photographisch aufgenommenen Lichtbilder das Ver- MdniS sehr erleichterten. Auch in die Kraftanlage des MsemmternehmenS, in das Elektrizitätswerk, gewannen die zahlreich Erschienenen einen getrauen Einblick, die dem an­regenden Vortrag mit größtem Interesse folgten und mit tzrem Beifall nicht kargten. Für den Alpenverein dürfte die Darbietung eine bedeutende Propaganda gewesen sein, der den veranstaltenden Vereinen, ebenso wie die sonstigen Teilnehmer an dem wohlgelungenen Vortragsabend, dafür feinen Dank wissen wird.

Sonnenfinsternis. Heute, 22. November, vormittags fand eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die je­doch in unseren Breiten nicht sichtbar war. Sie begann tun 5 Uhr 20 Min. morgens (mitteleuropäische Zeit) und endigte um 11 Uhr 20 Min. vormittags. Als partielle Finsternis sollte sie (im nördlichen Afrika) bis herauf zum 20. Breitengrad sichtbar sein. Nur auf einem ziemlich schmalen Streifen der Erdoberfläche, der im Atlantischen Ozean beginnt, Südafrika durchquert, am südlichsten Punkt »ort Madagaskar vorbeigeht, dann den Indischen Ozean Larchzieht und im Nordoften von Australien end'gt, war die Finsternis zentral (ringförmig).

In der Gräflich Leiningen Westerburg'schen Angelegenheit «Hatten wir aus Friedberg folgendeBerichtigung", die wir, obwohl sie den Bestimmungen des §11 des Reichs- preßgesetzeS nicht vollständig entspricht, ungekürzt zum Ab­druck bringen. Die Zuschrift lautet:

An denGießener Anzeiger, General-Anzeiger", Gießen!

Als Generalbevollmächtigter Seiner Erlaucht des Herrn Grafen Diedrich zu Alt-Letningen-Westerburg und in dessen speziellen Auftrag «suche ich Sie auf Grund deS § 11 des Gesetzes über die Presse be. Mich des in Nr. 262 Ihres Blattes auf der 3. Seite mit ,fc. Lim­burg (Lahn), 6. November" überschriebenen Artikels folgende Berichtigung »fjunehm«^rr $ . in fcie Standesherrschaft Westerburg und Schadeck, dnen letzte Inhaberin die in Innsbruck kinderlos verstorbene Gräfin Franziska Seraphine zu Neu-Leiningen-Westerburg war nicht auf Grund einer letztwilligen Verfügung dieser, die solcher gar nicht zustand sondern euf Grund des von dem Grafen August zu Letmngen-Westerburg am 1.3Rai 1819 errichteten Familienstatuts succedrert. Das von der Gräfin Franziska Seraphine hinterlassene Testament hatte nur deren Allod- -lachlaß zum Gegenstand. Dieselbe hatte den Herrn Grafen zum Erben derselben ernannt, allein solchen derart mit Legaten belastet, daß der Herr Graf die Erbschaft unter der Rechtswohlthat be5 Inventars an- tvtrelen sich veranlaßt sah. Die Verhandlungen über die Ausemander- setzuirg mit den Legataren zogen sich viele Jahre hin, endigten schließ- Nh durch einen im Jahre 1896 mit solchen abgeschlossenen Vergleich und ÄiLegatare fanden auf Grund desselben ihre Befriedigung. Von diesem

Vergleich wurden nur zwei Legate nicht getroffen, nämlich da» hier fragliche an die Armen in der Standesherrlchaft Westerburg und Schadeck und ein solches an einen Verwandten. Dieser ist ebenfalls infolge eines mit demselben in 1897 geschloffenen Vergleichs abgefunden worden. Be­züglich des hier fraglichen Legats hatte der Herr Graf schon in 1895 bezw. 1897 seinen Rentbeamten in Westerburg angewiesen, dessen Aus- zahlung zu bewerkstelligen und eS find von diesem anch die Listen über die Armen eingezogen worden. Daß der Beamte den ihm gewordenen Auftrag nicht ausgeführt haben sollte, davon hat der Herr Graf biS jetzt keine Kenntnis erhalten. Die hierüber eingeleitete Untersuchung wird ergeben, wie es sich damit verhält. Schließlich sei noch bemerkt, daß die Erblafferin in ihrem Testament einen Testamentsvollstrecker bestellt hatte, dem die Verpflichtung oblag, für die Auszahlung der Legate be sorgt zu sein. Der dem Herrn Grafen gemachte Borwurf der absicht­lichen Verschweigung und Hinterziehung des fraglichen Legats entbehrt hiermit jeder thatsächlichen Grundlage.

Hochachtungsvoll

Jockel, Justizrat.

-n- Grnuinge«, 21. November. Unser seitheriger Post' verkehr hat mit dem 16. dsS. Mts. eine Aenderung er­fahren. Grüuingeu gehört nunmehr zur Post Steinberg, seither zu Gießen. Unsere Fahrpost geht von nun an das ganze Jahr täglich nur morgens nach Gießen und zurück. Vom 1. April 1901 an geht sie außerdem noch nachmittags um 5 Uhr an die Haltestelle Schiffenberg. Seither ging der Postwagen vom 1. April bis 1. Oktober auch mittags nach Gießen. Man bezweifelt hier, ob obige Aenderung eine Verkehrserleichterung ist. Noch weniger will es ge­fallen, daß am Sonntag der Postwagen überhaupt nicht mehr nach Gießen sahn unb Dem Postsuhrmanu zugemuttt wird, die Strecke GrüningenGießen und zurück, d. h. rund 22 Km., auch im Winter zu Fuß zurückzulegen.

Bad-Nauheim, 21. November. Wie derBad-N. A." meldet, ist ein Angestellter der Firma Rudolph & Co. in Frankfurt a. M., der nach der hiesigen Filiale 1500 Mk. bringen sollte, mit dieser Summe feit gestern spurlos verschwunden.

Darmstadt, 21. November. Der Geburtstag des Großherzogs und der Großherzogin wird seiten's der Angehörigen der Technischen Hochschule durch Veranstaltung eines Festaktes in der Aula am Samstag dem 24. November, vormittags 117a Uhr, feierlich be­gangen werden. Professor Pütz er wird die Festrede lieber Denkmalskunst" halten.

Mainz, 21. November. In der verflossenen Nacht wurde der 25 jährige Metzger Karl Friedrich Fischer aus Reichenbach (Württemberg), der bei den Gebrüdern Schramm in der Korbgaffe beschäftigt ist, auf dem Braudplatz hinter­rücks von den Schiffern Karl Schimpf ans Mannheim und Jakob Faix aus Mainz überfallen und durch einen Stich ins Herz getötet. Die Thäter wurden heute nacht noch verhaftet. Gestern nachmittag wurde ein Mann verhaftet, der seine ehemalige Braut mit einem Revolver erschießen wollte. Als der Mann darüber zur Rede gestellt wurde, erklärte er, er würde seine Braut er­schießen, und wenn er 5 Monate Gefängnis bekomme. Der thut'S recht billig!

Vermischtes.

Berlin, 21. November. Auf der Bühne der Gebrüder Herrefeld, eines Theaters in Berlin, ist gestern abend ein Schauspielerin infolge eines Schlaganfalles wenige Minuten vor der Vorstellung gestorben.

* Regensburg, 21. November. Ein 14 Jahre alter Schüler der vierten Lateinklssse hat einen Selbst­mordversuch begangen, weil er nicht wie die übrigen Schüler den Zirkus Barnum besuchen durfte. Der Knabe versetzte seine Uhr und kaufte sich einen Revolver, mit dem er sich in die Schläfe schoß. Er liegt jetzt schwer verwundet im Krankenhause.

* Admiral Canevaro, der frühere Marineminister und Minister des Aeußern von Italien, hat in Dax, wo der französische Südexpreß entgleist ist, die Leiche seines Bruders in Empfang genommen. Francesco Canevaro, der Getötete, erhielt als reicher Grundbesitzer Liguriens von König Humbert den TitelHerzog von Zoagli" nach einer feiner Besitzungen. Er war feit Jahren in Paris ansässig und wollte als Gesandter Peru'S an dem ibero-amerikanischen Kongreß in Liffabon teilnehmen. Mit ihm fand sein Privat­sekretär Alfred Elster den Tod und auch die Gesellschafts­dame der Herzogin von Canevaro-Zoagli, Frau Dalenzuela.

* Sofia, 21. November. Auf der Eisenbahn- linieRu st schuk-Tirnowa entgleiste ein Perfonen- zug. Ein Offizier wurde getötet. 9 Reifende schwer verwundet.

* Algier, 21. November. An der Küste von Oran herrscht ein heftiger Sturm. Die BarkeCarmen" ist unter gegangen und mehrere Menschenleben find zu beklagen. An dem Küsten Verteidigungs-Material ist großer Schaden angerichtet worden. Die Torpedoboote haben nur wenig gelitten. Der Leuchtturm vor dem Hasen ist von den Wellen weggerissen worden. Man hat eine provisorische Notbeleuchtung eingerichtet.

Kunst und Wissenschaft.

In Brüssel wurde am 20. November in der königl. Oper WagnersTristan und Isolde" aufgeführt. Die Vorstellung hatte einen riesigen Erfolg und bildet das größte theatralische Ereignis der Saison.

schule in Darmstadt, Geh. Saurat Berndt wurde der preußische Note Adler-Orden dritter Klaffe verliehe». Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen.

46. Woche vom 11. November bis It. November 1900 (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, intt. 1600 Mann Militär.) SterblichkeitSziffer: 8,38/«, »ach Abzug der Ortsfremden 6,30%».

Linder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1, Lebensjahr: 2.15. Jahr: Lungenschwindsucht 2 (1) 2 (1)

Lungenentzündung 2 1______________1 ~

Summa: 4 (1) 3 (1) 1

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf wm auswärts nach Gießen gebrachte Ätanle kommen.

Kottcsdienst in der Synagoge, Südanlage.

Israelitische Wetigiousgemeinde.

Samstag den 24. November 1900.

Vorabend 4» Uhr, morgens v Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 5" Ubr.

Bem. In Verbindung mit dem Freitag-Albend-GotteS- dienste findet die Feier des Geburtstages Ihrer «önigU Hoheiten des GroßherrogS und der Großherzogin statt.

Gottesdienst der israelttischen Keligiousgesellschast.

Sabbathfeier am 24. November 1900.

Freitag abend 4 Uhr, Samstag vormittag 8 Ubr Aeier des Geburtstages Ihrer König!. Hoheiten des Grotzherzogs und der Großherzogin, nawmittags &*> Uhr, SabbachauSgang 5* Uhr.

WochengotteSdienft: morgens 7 Uhr, abends 4 Uhr.

Familien Nachrichten.

Gestorben r Rosalie Eigenbrodt geb. Weyland, Witwe des Geh.- Rats Dc. K. Eigenbrodt, In Darmstadt. Leontine Noack geb. Fro- benius in Darmstadt. Kail Petri, Schreiner, in Darmstadt.

Kriefkasten der Redaktion.

S. Sie irren sich, wenn sie glauben, daß ein junger Fuchs nicht aufzuztehen sei, denn Unfreut verdirbt nicht. Man muß nur einen gut gemauerten Stall für ihn haben, aus dem er nicht aus- br^chen oder sich durcharaben kann.

Neueste Meldungen.

(Telephon-Meldungen desGießener Anzeigers".)

nn. Darmstadt, 22 November. In der Znselstraße, nahe dem großen Woog, ist heute vormittag 11 Uhr ein nahezu fertiggestellter Neubau, dem Bauunternehmer Meier von Beffungen gehörig, zu s am men gestürzt, wobei eine ganze Anzahl Arbeiter verschüttet wurde. Bei den Aus- grabungsarbeiteu fand man bis jetzt sechs meist Sch wer­verletzte, die nach dem Keanfeuhause gebracht wurden. Man befürchtet, daß man noch mehrere Tote zu beklagen haben wird.

-d Petersburg, 22. November. Das Befinden des Zaren ist andauernd günstig. Zn allen Kirchen werden Bittgebete für die Gesundheit des Zaren gesprochen.

-d. Rom, 22. November. Der englische Kolonialminifier Chamberlain ist gestern abend abgereist.

Ko n itz, 22. November. Die Strafkammer verurteilte den Gutsbesitzer Szukalski aus Witkowo wegen Be­leidigung der mit der UntersuiHftng'iu der Konitzer Mord- afsaire betrauten Behörden zu 200 M k. Geldstrafe.

Brü sfei, 22. November. Infolge des befriedigenden Resultats, das mit der drahtlosen Telegraphie zwischen der belgischen K ü st c und den Post- dampfern, die nach England gehen, erzielt worden ist, wird diese Telegraphie vom 1. Dezember ab den Passa­gieren der betreffenden Dampfer zur Verfügung gestellt werden. t

Brüssel, 22. November. In der gestrigen Kammer­sitzung verursachte der nationalistische Abg. Demblon einen Zwischenfall, indem er erklärte, seiner Ansicht nach seiderPrinzvonWalesschuldigeralsSipido, weiter die Ermordung der armen Buren zu- ließ. Der JustiAminister nahm sofort das Wort und drückte sein Bedauern darüber aus, daß ein Redner sich in so abfälliger Weise gegenüber der englischen Königs­familie habe äußern können. Nach längerer Debatte wurde ein Vertrauensvotum des Abgeordneten Wöfte für die Regierung mit großer Mehrheit angenommen.

Paris, 22. November. Nach einer New-Porker Mel­dung ist die Stadt Columbia infolge eines C y c l o n s vollständig zerstört. Bis jetzt sind 17 Weiße und 22 Schwarze tot aufgefunden.

Moskau, 22. sicovember. Die feit einigen Wochen grassierende Influenza nimmt immer mehr einen epe- demifchen Charakter an. Die städtischen Krankenhäuser sind mit Lungenkranken überfüllt. Täglich sterben viele Personen an Influenza.

Jekater inoslaw, 22. November. In der Stein­kohlengrube zu Malinowskaja stürzte infolge Reißens deK Seiles ein Fahrstuhl in bde Tiefe, in dem sich 18 Ar­beiter befanden. Nach den bisherigen Nachrichten er­litten alle den Tod.

W a s h i n g t o n, 22. November. Hier herrscht große Unruhe über den columbischen Zwischenfall, besonders seit der Abfahrt des englischen Kriegsschiffes! Pleasand aus dem Hafen, das den Zwischenfall zwischen England und Columbien regeln sollte. Man glaubt, daß England eine schwere Genugthuung Der* langen wird.

Universität un- Hochschule.

Darmstadt, 21. November. Die Zahl der Studierenden und Hospitanten an der Technischen Hochschule hat im laufen­den Wintersemester die höchste bisher erreichte Frequenzziffer bereits überschritten. Bis heute sind eingeschrieben an Studierenden, bezw. Hospitanten in folgenden Abtellungen: Architektur 111, bezw. 39; Jn- genieurwefen 184, bezw. 16; Maschinenbau 374, bezw. 44; Elettrotechnik 552, bezw. 73; Chemie 123, bezw. 10; Mathematik und Naturwissen­schaften 23, bezw. 9'2, zus. 1367 Studierende und 274 Hospitanten. Darnach sind es 1641 Hörer gegen 1638 im Wintersemester 1899/1900 und 1563 im Sommersemester 1900. Unter obigen 274 Hospitanten befinden sich 54 Damen. Dem o. Professor an der Technischen Hoch-

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 22. November.

31/> % Reichsanleihe . . 94.85 Kreditaktien ..... 206.30

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4 0/o Griech. Monop.-Anl.

3 0/0 Portugiesen . .

3 o/q Mexikaner . . .

41/« °/i Chinesen . . .

Darmstädter Bank . Dresdener Bank . .

92.90 Berliner Handelsges.

94.80 Oesterr. Staatsbahn

94.90

86.05

41 85

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25.25

75.40

Gotthardbahn Laurahütte Bochum Hxrpener .

. 131.60 . 146 30 . 149.30 . 140.50 . 147 50 . 206.50 . 188 50 . 183.

Tendenz; schwach.