Hwei Bataillonen Infanterie nach China abgehen. Dadurch werde die französische Streitkraft auf 4000 Mann erhöht. Außerdem werde ein modernes- Kreuzergeschwader zusammengestellt, das 19 Knoten ■in der Stunde zurücklegen könne und auf das modernste «rmiert werde. Die Anzahl der französischen Schiffe in China werde mit diesem Geschwader auf acht Kreuzer, einem Aviso und vierKanonenboote erhöht. Mit dieser Streitkraft werde Frankreich, mit Rußland eng verbunden, in der Lage sein, an dem Humanitären Werke, an dem alle Großmächte beteiligt seien, aufs beste mitzuwirken, und eine Regierung einzusetzen, ine Sicherheit für das Leben der Europäer biete. Diese Erklärung Delcasses wurde von der Kammer mit großem Beifall entgegengenommen.
Crispi veröffentlicht in der römischen „Tribuna" einen flammenden Artikel. Er fordert die aktive Teilnahme Italiens an der Befreiung Chinas, sonst müsse Italien abdanken.
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Telegramme deS Gießener Anzeigers.
Kiel, 22. Juni. Bei dem gestern stattgehabten Besuch des Kanonenbootes „Luchs" ließ sich der Kaiser mit der gesamten Mannschaft photographieren. In einer An- spräche führte der Kaiser etwa aus, er hoffe, daß die Besatzung pflichtgetreu auf ihrem Posten sein werde. Das Kanonenboot geht vor seiner Ausreise nach China auf der Kaiserwerft in Dock, um eine 14 Tage in Anspruch nehmende Maschinen-Aenderung zu erfahren. Das Matrosen- Detachement schifft sich zur Ausreise auf den Fürst Bismarck ein. Die Reserve des 1. See-Bataillons der Jahre 1896 und 1897, die telegraphisch einberufen war, ist gestern nacht in Kiel eingetroffen. Erstere wurden auf Befehl des Kaisers sofort in die Heimat zurückgesandt. Die 1897er Reserve wurde zur kriegsmäßigen Ausrüstung des Bataillons verwandt. Sie wurde gestern nachmittag nach ihrer Untersuchung aus Dienstfähigkeit eingekleidet. Sämtliche Leute beider See-Bataillone werden mit Tropenhelmen und Khaki-Anzügen ausgerüstet. Für die Fahrt des Fürst Bismarck werden ungefähr 30 Tage gerechnet, sodaß derselbe Ende Juli zur Verfügung des Geschwaderchefs in Tsingtau stehen kann. In Wilhelmshaven wird der Kaiser am 3. Juli eintreffen, um derAbreise des Marine-Transportes nach China beizuwohnen. Die beiden für den Transport bestimmten Lloyd- vampfer „Wittekind" und „Frankfurt" werden am SamStag zur Abfahrt bereit im Hafen liegen.
London, 22. Juni. Die vereinigten Truppen hallen Tongku und die Forts von Taku und werden zum Entsatz aus Tientsin vorrücken, sobald ausreichende Verstärkungen eingetroffen sind. Man nimmt an, daß um Tientsin beständig gekämpst wird.
Loudon, 22. Juni. Nach einer Meldung aus Hongkong ist das englische Kriegsschiff „Rosario" gestern nachmittag in nördlicher Richtung abgedampft. Der Kreuzer „Bonaventura" und daS Kanonenboot „Redpole" stehen unter Dampf. Zwei Torpedojäger nehmen Kohlen an Bord, um für alle Eventualitäten bereit zu sein.
Loudon, 22. Juni. Aus Shanghai wird gemeldet, daß ein Oberst mit 200 Mann deS englischen Eingeborenen- RegimentS in Wei hai-wei nach Taku aufgebrochen ist.
Loudon, 22. Juni. Nach einem Telegramm aus Tfchifn ist der Neberrest der chinesischen Flotte in südlicher Richtung abgedampst. In Tschisu ist alles ruhig. Wie verlautet, haben englische Truppen auf den chinesischen Torpedojäger Yawn geschoffen. Der Torpedojäger soll gesunken sein.
Loudo«, 22. Juni. „Daily Mail" meldet aus Hongkong, daß Räuberbanden die Provinz Shantung durchziehen. Die chinesischen Behörden besitzen nicht die Macht, die Ordnung aufrecht zu erhalten, aber die englischen Behörden haben Maßregeln getroffen zum Schutze der englischen Interessen. Die Chinesen in der Umgebung von Hongkong legen große Erregung an den Tag.
Der Krieg in Südafrika.
Feldmarschall Roberts soll nach London in einem Privatbriefe angekündigt haben, er gedenke bis zum 28. August in London zurück zu sein. Er schreibt wörtlich: „Soweit menschliche Voraussicht reicht, glaube ich versprechen zu können, am 28. August in London zu sein und Verabredungen eingehen zu können."
Lord Roberts ist seit dem 16. ds. telegraphisch wieder isoliert. Aus der letzten von Kapstadt eingelaufenen Verlustliste ersieht man, daß Dewet den Engländern am 14. ds. bei der Kommunikationslinie am Leeuwspruit einen weiteren Schlag versetzte, wobei 8 Engländer fielen und 60 gefangen genommen wurden.
Entgegen der gestrigen Meldung von der Ablehnung eines fünftägigen Waffenstillstandes wird aus Pretoria dem „Daily Telegraph" gemeldet: Gegenwärtig ist ein nicht formeller fünftägiger Waffenstillstand mit den Truppen General Bothas in Wirksamkeit; doch wird Marschall Roberts nach Ablauf dieser Woche ein kräftiges Vorgehen erfolgen lassen.
Deutsches Reich.?
Berlin, 21. Juni. Aus Kiel wird gemeldet: Der Kaiser besuchte gestern vormittag daS holländische Kriegsschiff „Noordbrabant" und begab sich von dort mittags auf das Linienschiff „Kaiser Wilhelm II.". Der Kaiser besichtigte später daS Kanonenboot „Luchs". Die Regatten der Kieler Woche begannen heute mit einer Wettfahrt im Kieler Hafen für Rennyachten von 8 bis 5 Segellängen, 23 pachten starteten. Der Wind ist westlich und geteilter- boeig. Der Kaiser wohnte der heutigen Regatta bei und überreichte nachmittags auf der „Hohenzollern" den Preis der Regatta Dover-Helgoland im Beisein zahlreicher englischer Damen und Herren.
— Der Kaiser hörte, wie man aus Kiel meldet, gestern die Vorträge des Staatssekretärs v. Tirpitz und des Vertreters des Auswärtigen Amtes Grasen von Wolff- Metternich.
— Der Kaiser wird seine NordlaudSreise am 3. Juli antreten. — Staatssekretär Graf von Bülow ist in Kiel eingetroffen.
— Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt: In der Preffe findet sich die Nachricht, daß eine deutsche Ausstellung in Moskau nach einer Interessenten Ver- sammlung im Reichsamt des Innern sicher in Aussicht genommen sei. Demgegenüber ist zu bemerken, daß Ende Mai über den von Interessentenkreisen gehegten Plan einer Ausstellung von Erzeugniffen der deutschen Maschinen- und Metallindustrie in Rußland im ReichSamt deS Innern allerdings eine vorläufige Besprechung stattgefunden hat, die aber zunächst in der Absicht einer Klärung der Meinungen erfolgte.
— Den „Times" wird aus Berlin gemeldet:
Der bekannte Major v. Reitzenstein, Generalstabs-Offizier, der in Südafrika bei den Buren mitfocht, ist nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Mai vor ein Kriegsgericht gestellt nnd -u sechs Monaten Festungshaft verurteüt worden, die er in Glatz -u verbüßen hat.h
— Nach einer pfälzischen Zuschrift der „BolkSztg." soll Dr. Oertel, Reichstagsabgeordneter und leitender Redakteur der „Deutschen Tagesztg.", in einer Versammlung des Bundes der Landwirte im Dorfe Ebernburg gesagt haben:
Der nächste Krieg fei ein Seekrieg, und zwar gegen England. Das sei die vertrauliche Instruktion vom Regierungstische aus! Darum hätten auch die Bündler für die Flotte gestimmt.
Wir haben, bemerkt hierzu die „Boss. Ztg.", erwartet, daß bie „Deutsche Tagesztg." diese Mitteilung, die, wenn sie so wahr wäre, einen Vertrauensbruch schlimmster Art bezeugen müßte, sofort entschieden in Abrede stellen würde. Die „Deutsche TageSztg." aber schweigt.
— Der Bundesrat erteilte nachstehenden Gesetzentwürfen in der vom Reichstage beschlossenen Fassung seine Zustimmung: Abänderung der Unfallversicherungsgesetze, Unfallfürsorge für Gefangene, Handelsbeziehungen zum britischen Reiche, Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten, Abänderung deS Krankenversicherungsgesetzes (vorgelegt vom Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim und Gen.), Abänderung der Gewerbeordnung. Die Resolutionen des Reichstags zu den Gesetzentwürfen bett, die deutsche Flotte, betr. Abänderung des Zolltarifgesetzes wurden dem Reichskanzler überwiesen. Ferner wurde u. a. der Entwurf von Bestimmungen des Bundesrats betr. die Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen in Werkstätten, in denen durch elementare Kraft bewegte Triebwerke nicht blos vorübergehend in Anwendung kommen, nach den Ausschußanträgen genehmigt. Zugestimmt wurde ferner dem Entwürfe der Verordnung wegen Abänderung des Statuts der Reichsbank vom 21. Mai 1875 und den Ausschußanträgen über die Vorlage vom 16. Juni 1900 betr. die Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze wegen Abänderung des Reichsstempelgesetzes vom 27. April 1894, sowie über die Vorlage vom 15. Juni betr. Abänderung«- und AussührungSbestimmungen zum Wechselstempelsteuergesetz.
— Eine bemerkenswerte Bestimmung über die Beschickung ausländischer Kongresse und ähnlicher Veranstaltungen seitens der preußischen Hochschulen hat vor einiger Zeit das Kultusministerium getroffen. Darnach darf die Entsendung von Delegierten der Universitäten und Technischen Hochschulen außerhalb des Reichsgebiets nur mit Genehmigung des Kultusministers erfolgen. Alle Hochschulen und Universitäten find angewiesen worden, in künftigen Fällen darnach zu verfahren.
Oldenburg, 21. Juni. Großherzog Friedrich August versammelte vorgestern die Staatsbeamten der ersten fünf Klaffen, etwa 200, und hielt folgende Ansprache:
„Meine Herren! Ihnen ist ein gütiger und gnädiger Herr gestorben, und Sie haben viel an ihm verloren. Ich möchte Ihnen zunächst dazu meine allerinnigste Teilnahme aussprechen. Es ist mir ein Bedürfnis, unter Sie zu treten, die ich hier als die Beamten des Landes versammelt habe. Ich habe während meiner Dienstzeit mehrere Regenten- wechsel durchgemacht, und kenne das Empfinden, das man dabei hat. So glaube ich, daß auch Sie jetzt ein gewisies dumpfes Gefühl haben. Meine Herren, dieses Gefühl möchte ich Ihnen nehmen und Ihnen sagen, wie ich meine Stellung auffaffe. Ich betrachte mich als den Ersten, meinen Oldenburgern zu dienen, und bitte Sie, daß Sie mit mir für das Volk arbeiten und ich mit Ihnen, denn die Beamten sind des Publikums wegen da, und nicht umgekehrt. Ich habe größtes Vertrauen zu meinen Beamten und bitte Sie um ein gleiches. M. H., ich möchte noch eins besonders sagen. Ich liebe ein offenes Wort und bitte Sie, mit mir zu sprechen, wie Sie denke«, selbst roenn es mir unangenehm ist; ob ich dann immer so handeln werde, ist allerdings etwas anderes; ich kann nicht eines jeden Wunsch befriedigen, aber ich möchte doch alle hören. Die Beamten sollen mit dem Publikum leben und chm näher treten; fie kennen deßhalb seine Wünsche am besten. Meine Herren, ich werde nun in der nächsten Zeit auch viel im Lande herumkommen. Ich werde mich sehr freuen, wenn die Leute zu mir kommen. Ich bin ein Freund von einem Kranz oder einer Blume; ich wünsche aber nicht besondere Empfänge und Festlichkeiten; denn erstens schickt sich das nicht im Trauerjahr, und dann wünsche ich auch nicht, daß dafür Ausgaben gemacht werden. Wenn ich aber Blumen erhalte, dann freue ich mich. Meine Herren! Ich kann keine lange Rede halten, und waS ich hier sage, ist auch keine Rede, sondern nur eine Gefühlsäußerung. Wenn Sie von hier nach Hause zurückkehren, jeder in seinen Kreis, in seine Thätigkeit, dann, bitte, sprechen Sie es überall aus, was ich hier gesagt habe. Ich kann Ihnen allen die Hand nicht geben, hatte aber doch das Bedürfnis, zu Ihnen allen zu sprechen."
ANStmck.
London, 21. Juni. Im Unterhause fragt Achmed Bartlett an, ob die Regierung Kenntnis davon habe, daß die Lieferungsangebote englischer Firmen zur Ausbesserung und neuen Ausrüstung der türkischen Flotte niedriger seien als die Krupps, ob der Lieferungsauftrag wahrscheinlich der deutschen Firma gegeben werde und zwar
infolge politischer Pression, ob ferner der britische Botschafter in Konstantinopel beauftragt sei, den Wunsch bei der Pforte zu unterstützen, über diese Angelegenheit nach den finanziellen und technischen Gesichtspunkten zu beschließen. Brodrick erwidert, die Regierung habe keine Mitteilung erhalten, die die im ersten Teile enthaltene Behauptung bestätige. Die Regierung sei davon in Kenntnis gesetzt, daß die türkische Regierung mit einer Firma in Genua einen Vertrag abgeschlossen habe bezüglich der Aus. befferung von 8 türkischen Panzerschiffen. ES werde ferner gemeldet, daß die Ausrüstungen der Schiffe von Krupp zu liefern feien. Der britische Botschafter habe die Ansprüche britischer Firmen dem Sultan zur Kenntnis gebracht. Er sei weiter ermächtigt, der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß die britischen Firmen einen ansehnlichen Teil der türischen Aufträge zur Lieferung von Kriegsmaterial erhalten.
Paris, 21. Juni. Der Senat nahm mit 211 gegen 41 Stimmen den Antrag an, nach dem Preßvergehen gegen das Staatsoberhaupt, gegen Parlamentarier und gewisse hohe Beamte nicht mehr nur vor dem Schwurgericht, sondern auch vor dem Zucht Polizei, gericht verfolgt werden.
Madrid, 21. Juni. DaS Lokal der Union Mercantil wurde durch die Behörden geschloffen und der Verein aufgelöst. Heute wurden die Beschlagnahmen in den Läden der Steuerweigerer fortgesetzt. Die meisten Läden sind geschlossen und die Straßen mit Sand be- streut. Viele berittene Schutzleute sind aufgeboten. Die Blätter „Liberal" und „PaiS" dürften unterdrückt werden. Die Stimmung ist sehr ernst. DaS Amtsblatt macht die Aushebung der konstitutionellen Garantien in der Provinz Madrid mit der Begründung bekannt, daß die Regierung mit allen Mitteln die Anwendung der äußersten Maßnahmen zu vermeiden gesucht habe, aber in dem gleichen Maße, in dem die Besonnenheit der Regierung zunahm, nahm die Dreistigkeit gewiffer Elemente zu, die die Achtung, die die Regierung vor den konstitutionellen Freiheiten hegt, als Beweis der Schwäche auslegten. Die Begründung schließt, indem sie betont, die Regierung werbe angesichts der gegenwärtigen sozialen Disziplinlosigkeit nicht zögern, ihre Pflichten zu erfüllen, die ihr die außergewöhn« lichen Verhältniffe auferlegen.
Ans Stadt und Kand.
An der am 20. d. M. beendigten juristischen Fakul- tStSprufung haben 25 Kandidaten teilgenommen. Von diesen haben 17 die Prüfung bestanden, und zwar 1 mit der Note „sehr gut", 2 mit der Note „gut", 6 mit der Note „im Ganzen gut" und 8 mit der Note „genügend".
*♦ Personalnachrichten. In den Ruhestand wurde versetzt am 16. dsS. Mts. der Salzsteueraufseher Heinrich Schweinhard zu Bad-Nauheim auf fein Nachsuchen unter Anerkennung feiner mehr als 50jährigen treugeleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Juli d. I. an.
-i-. Londorf, 19. Juni. An dem am nächsten Sonntag in Dieburg stattfindenden Sänger wett st reit e, veranstaltet vom Männergesangverein Dieburg anläßlich seines 25 jährigen Jubiläums, nehmen die nachfolgenden Vereine teil: Klasse I. Thalia-Nied, Frohsinn-Bieber^ Frohsinn - Obertshausen, Liederkranz - Klein - Steinheim, Männergesangverein-Groß-Umstadt. Klasse II. Liederkranz- Groß-Umstadt, Teutonia-Darmstadt, Polyhymnia-Nieder- roden, Sangerlust-Roßdorf, Teutonia-Sprendlingen, Liederkranz-Viernheim, Frohsinn-Bad-Nauheim, Sonntag- verein-Müylheim, Concordia-Urberach, Sängerlust-Egels- büfd), Concordia-Mein-Auheim. Klasse III. Bergquartett- Sachsenhausen, Eintracht-Langenselbold, Geselligkeit-Homburg v. d. H., Frohsinn-Londorf, Concordia-Roßdorf, Jugendlust-Gundernhnusen, Männergefangverein- Groß-Zimmern, Eintracht-Treisa, Concordia-Obertshausen, Sängerlust-Langenselbold, Edelweiß-Urberach, Thalia- Heldenbergen, Liederkranz-Eppertshausen, Sängerlust- Niederrodenbach , Männergesangverein - Leutershausen, Frohsinn-Käferthal, Männer-Quartett-Steinbach a. T., Eintracht-Aschaffenburg.
-k- Treis a. d. Lda., 20. Juni. Am Sonntag und Montag feierte der hiesige Gesangverein „Liederkranz" fein 25jähriges Stiftungsfest und Fahnenjubiläum. Die ganze Gemeinde befleißigte sich, durch Schmückung der Häuser ihre Freude an dem Erscheinen zahlreicher Sänger und Festgäste kund zu thun. Doch beinahe wäre die ganze Festfreude zu Waffer geworden; denn am Festmorgen strömte unendlicher Regen herab. Doch Gott PluviuS hatte gegen mittag ein Einsehen. Um 2 Uhr bewegte sich ein stattlicher Zug mit zwei Musikkorps durch den reich geschmückten Fest- ort. Auf dem Festplatze angekommen, folgte in rascher Aufeinanderfolge Ansprache, Uebergabe zweier Fahnenschleifen seitens der hiesigen Jungftauen und des KriegervereinS, Ueberreichung eines Ehrendiploms an Bürgermeister Benner, der 25 Jahre dem Verein als Mitglied angehört, Danksagung für die Geschenke und die Teilnahme der vielen Bereine, denen zur Erinnerung an die Feier je ein Fahnenband vom festgebenden Verein gestiftet ward. Nach Absingen des Festliedes und der Einzelgesänge der öeretne machte sich bald ein munteres Festleben geltend. Bem herrlichsten Wetter verlief auch der zweite Festtag in ungetrübter Freude. Das Fest bot deS Schönen so viel, daß gewiß jeder Festteilnehmer mit Freuden sich deS hresigcn Sängertages erinnert.
X Nidda, 21. Juni. Von den Gewittern, bie gestern mehrfach über unsere Gegend zogen, hat eins heute nach' mittag gegen 4 Uhr einen orkanartigen Sturm und schweren Regen mit Hagel gebracht. In dem benachbarten Fauerbach schlug ein kalter Blitz ein; von der Scheuer, die er traf, wurden Dachsparren und Ziegel herabgenffen. Eine in der Nähe stehende Frau wurde ohnmächtig. Am Sonn' tag schlug es in demselben Orte ein, der ziemlich hoch mgr, ebenfalls ohne zu zünden.
Lengfeld, 20. Juni. Gestern vormittag gegen vuyr- wurde im Walde bei Weiler Zipfen der Förstereleve I- v-
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