Preis ist M.2- für dieses Werkchen, das auf weißes, holj- sreies Papier ^gedruckt und in biegsamen Leinenband gebunden ut.
Dt. med. G. H. Berndt: „Tas Buch der Wunder x n i> der geheimen Wissenschaste n". Mit zahlreichen Textillustrationen. Erscheint in 30 wöchentlichen Lieferungen e 50 Pfg Verlag don Oswald Mutze, Leipzig. Lieferung 1. Mit dem Worte „geheime Wissenschaften" verbinden die meisten die Vorstellung von Geistern, Vampyren und all' den anderen düsteren Gebilden der 9?ad)t, und es könnte scheinen, als ob das vorstehend angezeigte Merk nichts anderes als eine gelehrte Geschichte abergläubischen Unsinns sei. Allein das ist durchaus mcht der Fall. Das Werk will vielmehr in gemeinverständlicher Weise für die weitesten Kreise — unterstützt durch eine reiche Illustrierung und die Bequemlichkeit einer Lieferungs-Ausgabe — den Hypnotismus, Lebensmagnetismus, die Sympathiekuren, das Besprechen, Gedankenlesen, Hell- und Fernsehen, die Träume, Bauchrednerkunst usw. darstellen und dabei das Hauptgewicht auf die praktische Seite legen. Wie der Verfasser ein Arzt ist, so wendet sich sein Buch auch an die Leidenden und zwar nut der Darlegung der thatsächlichen Wirksamkeit geheimnisvoll scheinender Kuren und Heilmittel, eine Wirksamkeit, die z. B. schlagend durch 'die zahllosen Heilerfolge des Mesmerismus, durch die Wiederherstellung Gelähmter mittels Magneten, durch die Besserung von faulen, schlechten, unsittlichen Kindern infolge Suggestionen usw. bewiesen wird. Wir kommen auf das Werk, auf das «wir unsere Leser aufmerksam machen, wohl noch zurück.
Humoristisches.
— Donnerwetter. Hausfrau: „Mein Mann zählt erst vierzig Jahre. Es ist nur ein Altersunterschied von zehn Jahren zwischen uns. Mtkosch: „Main Kompliment — Ausgezaichnet erholten — Hätte ich wirklich nicht geglaubt, daß sind gnädige Frau schon 60 Johre olt 1"
— Bezeichnend. Wie bekannt, singen die Buren als Schlachtgesang die erste Strophe des Kirchenliedes „Ein' feste Burg ist unser Gott". Die Engländer berieten sich nun, da sie auch einen Schlachtgesang haben wollten, und kamen zu dem Entschluß, die zweite Strophe des Liedes zu singen: „Mit uns'rer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren!"
- Da- Germanische Museum auf der «irmeß. In einem kleinen Nest der Pfalz war ein historischer Fund gemacht worden. Der Direk or des Germanischen Museums in Nürnberg liest davon mit großem Interesse in der Zeitung, und da ihm dies eine gute Acquisition für das Museum zu sein scheint, so setzt er sich kurz entschlossen auf die Bahn und fährt hin. Dort angekommen, geht er stracks zum Bürgermeister und beginnt sein Anliegen, indem er sich zunächst vorstellt:
„Mein Name ist N. N. Direktor vom Germanischen Museum in Nürnberg — —"
„Ja, licwer Mann", unterbricht ihn da aber die Ortsobrigkeit, „ja deß thut mer sehr leid, mer hawwe awwer schont e Karussell, e
Schießbud, e Riesedame und e Affe, und Hundetheater un jetzt komme Sie zwaa Tag vor der Kerb mit Ihrem Germanische Museum!" —
* Da- Gleiche. Dem Besuch der Torpedoflottille m Köln widmen in den „Lustigen Blättern" zwei Köllsche Jungens die folgende Betrachtung: „
Pitterche: „Do, kiek ens die Scheffger! Die verjage uns p all de Salme! Wat mügge die blos en Kölle wolle?"
Hännesge: „Die wolle akkurat et Selve wie die Salme. Se schwemme de Rhing erop, om he zo laiche — do weißt doch, von wege der Vermehrung."
AUS den »Meggendorfer Blättern". Unter der lex Heinze. Warum spielen Sie denn keinen Skat mehr, Herr Aengstlich?" — „Weil ich's nicht mehr riskieren möchte, Damen und Buben durcheinander zu mischen!"
August Nudelmann zur lex Heinze. Hochgeehrte Redaktion! Indem Sie zu „Stimmen über die lex Heinze" auffordern, möchte ich hierdurch auch die meinige abgeben. Ich bin der Meinung: durch das Feigenblatt werden die nackttn Figuren gerade erst gemein; denn schon Ellendt-Seiffert sagt sehr richtig:
„Commune ist, was einen Mann und auch ein Weib bezeichnen kann.", Ergebenst Aug. Nudelmann, Unter-Sekundaner.
Prinzen-Unterricht. Lehrer: „Hoheit wollen doch hinfort Thron lieber nicht ohne h schreiben, wenn schon Hoheits zukünftiger Thron natürlich auch ohne h fest steht." — Neues von Serenissimus. Serenissimus hat einen verdienstvollen Großindustriellen in die Residenz befohlen, um ihm anläßlich seines 50. Geburtstages persönlich Allerhöchst Seinen Hausorden zu verleihen. Bei dieser Gelegenheit halten Serenissimus folgende Ansprache: „Meine Herren! Es gibt — äh — Ritter des Schwertes, es gibt — äh — Ritter vom Geiste, und es gibt — äh — Ritter der Industrie Von den Letzteren, meine Herren, steht — äh — einer der hervorragendsten vor Ihnen..." — In Amerika. . . Zum Kuckuck, ich glaube, ich werde allein nach Europa reisen müssen; jetzt hat mir schon der vierte, den ich zur Mitfahrt einlud, geantwortet, seine Geschichte sei noch nicht verjährt."
(„Münchener Jugend").
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Opernhaus.
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Schauspielhaus.
Mittwoch den 23. Mai: Natban der Weise" Im Abonnement. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 24. Mat:
Gastspiel des Direktors Konrad Dreher: „Das fünfte Rad". Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Freitag den 25. Mai: Vorletztes Gastspiel des Direktors Konrad Dreher: „Das fünfte Rad". Im Abon. Gew. Preise. Samstag den 36. Mat: Neu etnstudiert: „Einsame Menschen" von G. Hauptmann. Im Abon. Gew. Pr. Sonntag den 27. Mat: L.tzteS Gastspiel des Direktors Konrad Dreher: „Die beiden Retchen- müller". Im Abon. Gewöhn!. Preise. Montag den 28. Mai: „Einsame Menschen". Im Abonnement. Gew. Preise.
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Schisssnachrichten.
Der Postdampfer „Aiagonia" der „Red Star Line" in Arü- werpm ist laut Telegramm am 18. Mat wohlbehalten in Phlla« delphta angekommen.
Auszug MS den Kirchenbücher» der Stadt Gieße«.
Evangelische Gemeinde.
Getaufte.
Lukasgemeinde.
Den 13. Mai. Dem Bäckermeister Ludwig Weber ein Sohn, Wilhelm Ludwig Georg Otto, geboren den 8. April.
Beerdigte.
Lukasgemeinde.
Den 17. Mai. Elise Volk, geb. Kollmer, Ehefrau des Wagen- wärters Heinrich Volk, 30 Jahre alt, starb den 15. Mai.
Johannesgemeinde.
Den 12. Mai. Karl Lyncker, Kaufmann, lediger Sohn des verstorbenen Kaufmanns Karl Lyncker zu Gießen, 31 Jahre alt, starb den 10. Mai
Den 16. Mai. Heinrich Schnegelsberger, städtischer Straßenkehrer, 44 Jahre alt, starb den 14. Mai.
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