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Alle Anzrigm-BermittlungSstelleu deS In- und ÄuilenW nehmm Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegw, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg.
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8ohlen zu horrenden Preisen beziehen mußten. Man dürfte in Ker Schätzung kaum fthl gehen, wenn man annimmt, ba§ während der Streikdauer ungefähr 50,000 Waggon- fitöiler Kohle zur Einfuhr gelangt find. Für dieses teils mgrrische, teils fremdländische Brennmaterial mußten, wie schn. bemerkt, fast unerschwinglische Preise bewilligt werden. Qmr angenommen wird, daß für das bezogene Quantum htmber Kohle durchschnittlich ein Mehrpreis von 200 Kronen Iw Waggon bezahlt werden mußte, so ergiebt sich eine
......vei, Hei uit jtttgiBirage zu erledigen. DaS Einfachste würde eS fein, die Resolution «r-zunehmrn.
Abg. v. Kardorff (Rp.) äußert sich ungefähr in dem gleichen Sinne.
Abg. Bebel (Soz.) hält die Theorie des Abg. Gröber, der jetzt der Entscheidung aus dem Wege gehen wolle, doch für sehr bedenklich. Eine Rechtsfrage muffe eben entschieden werden, sobald sie auftauche (Ruse: Sehr richtig I) Er und seine Freunde beantragten daher, in der Resolution der Kommission das Wort ,thunlichst" zu streichen.
Abg. Hasse (nl.) meint bezüglich der Resolution, man wiffe gar nicht, was man eigentlich mit derselben wolle. Entweder man werfe eine Rechtsfrage überhaupt auf, dann müffe man sie auch beantworten
dwirt,
)• Die Resolution lasse ja ohnehin alles beim alten, denn zordre besage schon, daß möglichst nur Freiwillige in den
beschäft werden sollten. Man könne wohl für die nmen, denn, wenn man gegen sie stimme, würde das auf ng des bestehenden Zustandes hinauslaufen (Sehr richtigs). . Levetzow (kons.) erklärt, genau aus diesem Grunde seine Freunde für die Resolution stimmen.
ner kurzen Bemerkung des Abg Groeber (Zentr.) hält r-Sagan (ft. Vp.) diese Frage für so wichtig für die Mterung, daß sie unter allen Umständen gelöst werden Freunde könnten unmöglich die Resolution mit dem „thun- ten.
Debatte beteiligen sich noch die Abgg. Arendt (Rp.), .kons.) und Eickhoff (frs. Vp), worauf bei Anwesenheit ebneten, unter Ablehnung des Antrages B?bel auf Streichung ,thunlichst", die Resolution unverändert angenommen wird. atschou'Etat wird genehmigt.
tat des Reichsschatzamts erklärt auf eine Anfrage v. Thielmann, an deutschen Goldmünzen seien bis 1 ausländischen Münzen insgesamt 386 Millionen Mark zur gelangt.
eihe kleinerer Etats wird erledigt.
tat des Bankwesens richtet Abg. Arendt (Rp.) griffe gegen die Diskontpolitik der Reichsbank.
inkpräsident Dr. Koch tritt denselben wiederum entgegen, lch auf konservative Blätter, wie „Reichsbote" und „Schle- sezug nehmend, die die Gründe der vorübergehenden Dis- auf 7 Prozent, den industriellen Aufschwung und den da- n Geldbedarf durchaus richtig gewürdigt hätten. Der Abg. eine eigentümliche Rolle in der bimetallistischen Bewegung. >ch nicht die Zahlen so tendenziös herausgreifen, wie Ab- endt es thue. Die Reichsbank arbeite nur zum Wohle
Staudy (kons.) beklagt die Kampfesweise, die der gegen die Konservativen einschlage. Letztere griffen den m durchaus nicht persönlich an.
.nkpräsident Dr. Koch antwortet, auch er habe keineswegs ven angegriffen. Er sei auch kein Freund eines hohen bei solchen Geldmarktsrrrhältnissen, wie wir sie hätten, sei vermeiden.
üsing (nl.) bemerkt gegenüber der Rechten, daß die je doch wohl nunmehr entschieden sei. Daß der hohe : Erwerbskreise schädige, sei nicht zu leugnen, aber zu ran nichts angesichts der Thatsache, daß kolossale Geld- . an die Reichsbank heranträten.
cendt (Rp.) erklärt, er müffe den ihm vom Bcmkpräsi- )ten Vorwurf tendenziöser Zusammenstellung von Ziffern geschäftsordnungsmäßig zustehenden Entschiedenheit zurück- et verbreitet sich bann nochmals eingehend über die Dis-
Reichsbank.
c wird auch dieser Etat genehmigt.
1 Uhr: Reste dcS Etats, Gesetz bett. Verwendung über: Lseinnahmen pro 1910, Nachtragsetat Gesetz betr. Be- Diebstahl an elektrischer Arbeit und Gesetz betr. Patent- )luß 6 Uhr.
* Vom Kriegsschauplatz.
, 21. März. Die englischen Gesamtver- zum 17. März betragen nach amtlicher Fest- 447; bis zu demselben Zeitpunkt verloren die em Exchange-Telegramm aus Kapstadt zufolge, nur 7722 Mann.
s Kapstadt und Ladysmith wird übereinstim- det, daß ein neuer Vorstoß unmittelbar bevor- Lage in Ladysmith ist noch sehr trau- erselben Stadt liegen noch 2400 Personen an den Hospitälern. Die erste öffentliche Brot- onnte erst gestern stattfinden.
t gestern von dem Parlamentssekretär des Kriegelend angekündigte Proklamation Chamber- sich nicht nur auf die Johannesburger Goldern auf die Zerstörung allen britischen s beziehen. Hierfür sollen mit ihrer Person im alle diejenigen verantwortlich gemacht wer- die Zerstörung veranlaßt haben. Daß Chamber- cht das Kriegsamt die Proklamation erläßt, be- Die Burenrepubliken von dem Kolonialamt erden sollen.
Kapstadt hat sich unter den Engländern ein parlamentarisches Wachsamkeitskomitee gebildet, milde Behandlung der Burenrepu- chindern, und den Ausschluß der Kapburen tentarischen Leben zunächst dadurch bewirken z Kapburenkolonie zwei Jahre lang als Kron- _____altet wird.
* *
Telegramme des „Gietzerrer Anzeiger".
Loudon, 22. März. Ein Telegramm aus Spring- fontein berichtet, daß die Buren in Gruppen von Hunderten sich unterwerfen. — In militärischen Kreisen ist man wegen der Verzögerung der Entsetzung von Mafeking durch Plumer sehr überrascht. Da aber Plumer über nur geringe Streitkräfte verfügt, um den Widerstand der Belagerer zu überwinden, und außerdem noch eine


