Ausgabe 
23.3.1900 Sechstes Blatt
 
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Mieterverein.

ii

Dr. I. Collin.

Lokales und Vroomzieüer.

(Anonyme «insenynngen, gleichviel welchen Jn-aUe-, weryen -run-sätzlich nicht aufgenommen.)

Gießen, 22. März 1900.

9-r**^k^!K^kazender. (Nachdruck verboten.) Bor 81 Jahren, aus MuÄi» 1819 wurde durch den Studkntm Karl Ludwig Sand ?rmArh br^r Dichter und russische Staatsrat Augusto. Kotzebue fih,r ?/lcher durch seine gehässigen Berichte an den russischen M. üb« die in Deutschland herrschende Stimmung den Haß der ÄrYLnh a 3u8fn? auf lich geladen, und daher als Verräter des °^°sehm wurde Sand büßte seine migltckselige That am 20. März 1820 auf dem Blutgerüst in Mannheim.

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Empfang. Se. Königl. Hoheit der Großherzog I empfingen am 21. März u. a. den Major Freihcrrn 1^Normann, Kommandeur des Gendarmerie-Distrikts I Oberheffen.

Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der I Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 21. März den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen I Eduard Holzapfel zum Landgerichtsrat bei diesem Ge- I cn ernennen; dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht I Furth Ludwig Strein und dem Amtsrichter bei dem Amts­gericht Alsfeld Alexander Fr.itz den Charakter alsAmts- genchtsrat" zu erteilen; - den Gerichtsassessor Franz I aus Büdingen zum Amtsrichter bei dem Amts- Sencht Friedberg, den Gerichtsassessor Wilhelm Trautwein I ?U1 Alsfeld zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offen- bach, den Gerichtsassessor Fritz Hanstein aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein, den Ge.

I richtSafsessor Fritz Dröll aus Langen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld, den Ersten Staatsanwalts- dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Johann Dämel Flick zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht $ "7, den Gerichtsschreiber Heinrich Maus zu Alzey

zum GenchtSschreiber bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach, | , ben Regif^ator bei dem Landgericht der Provinz Starken- 9d^ifer zum Registrator bei dem Oberlandesgericht zu ernennen.

Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß. LV«?9 Ergnädigst geruht, am 3. März den in der Egenschaft als Bolksschullehrer angestellten Lehrer an der Viktoriaschule und dem Lehrerinnensemiuar in Darmstadt Georg G eiß zum Lehrer an dieser Anstalt mit den Rechten eines Zivilbeamten zu ernennen.

m * Ass dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ivurbe bcr RegierungSasseffor Lang ermann in Gießen mit Aushilfe­leistung bei dem Großherzoglichen Kreisamt Groß-Gerau veauftragt. M

. Erledigte Lehrerstellen. Erledigt ist: Eine mit ^nem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, Kreis Offenbach, mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich bemessend?» Gehalt. "

I rMarburg, 21. März. Mit dem 1. April tritt bekannt- I en ^nem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung für den hiesigen Stadtbezirk eine Immobilien-Umsatz- steuer m Höhe von 1 Prozent in Kraft. Man hofft auf diese Weise, unter Zugrundelegung von Berechnungen der auJ einc jährliche Einnahme von 22 bis V-MO Mk. was so ungefähr den Kosten der neuen Polizei gwchkäme. Für die ersten Jahre dürfte wohl diese Be­rechnung nicht stimmen, denn seit dem Bekanntwerden dieser neuen Steuer werden fast tagtäglich größere und kleinere Jmmobiliengeschafte zum Abschluß gebracht. Mehrere größere Wirtschafts-Etablissements, die in den letzten Wochen verkauft wurden, hätten eventl. allein mehrere tausend Mk. dem Stadtsäckel eingebracht.

s 1°' Es ist nunmehr bestimmt, daß seitens der Militar-Jntendantur des 11. Armeekorps ein Proviant- ?mt^u(ba Errichtet wird. Die Militärverwaltung hat die Erbauung einer Magazinanlage in Fulda in Aussicht genommen, dagegen die Miteinrichtung einer Bäckerei nicht beabsichtigt. Das Proviantamt soll seine Dienstthätigkeit in Fulda möglichst schon am 1. Oktober ds. Jrs. aufnehmen Die Errichtung eines Nebenamtes bis zur betriebfertiaeu Herstellung des Neubaues liegt nicht im dienstlichen In. teresse. In der Zwischenzeit wird vielmehr der Pferde, futterbedarf von der Intendantur des 18. Armeekorps derart sicher gestellt, daß derselbe teils vom Proviantamt Hanau überwiesen, teils aber an den Truppenteil nach Maßgabe der verfügbaren Aufbewahrungsräume unmittelbar vom Produzenten eingeliefert wird. Der hiesige Kriegerverein hat beschlossen, in Fulda ein Denkmal für Kaiser Friedrich zu errichten.

§ Ufingen, 21. März. In dem unweit von hier ge­legenen Dorfe Maibach hat der etwa 60Jahre alte ver- heiratete Nachtwächter Ruppel, vorgestern abend, wie unterstellt wird, im Zustande des Tiefsinns, sich in seiner Wohnung aufgehängt.

Nbm @tof Mch Beschluß bet MtzteuBchuchll Rk. 33 bil 48 und der Art. 1 öffentlichen knnM, J'tawnn frei

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Sächsische Jäger. Mit dem 1. April verschwindet einer der batälloü ^PPiC?teiIe «>er ^^lischen Armee, das bisherige 3. Jäger- S S11, Wr. 15 JU Wurzm, aus der Armeeliste. Es bestand nur 'VeflÄt/wrÄ?? b?Lr* 9ataiDoM beS neugebildeten Infanterie (die höchste Regimentsnummer, bilden. Da die sächsischeSchwarze Brigade , bestehend aus den Jägern und Schützen, fb?enf*mnrf?rn9tin Äor,p69ci.P p^C0t fo roirb bea 15. Jägern schwer, ch" schmucke Uniform hergeben zu müssen.

Heer und Marine.

Ueber Dienstverhältnisse der Bollsfchullehrer.

aroat im Dienstverhältnisse jener Volksschullehrer, welche

llenen Jahre ausgehoben wurden, wegen zu später Bor

«Aushebungsgeschäftes in ihren Bezirken jedoch nicht mehr zu ° b August begonnenen zehnwöchentlichen BolkSschullehrer. Uebungen em^rufen werden konnten, hat man sich in den beteiligten k l' cn Besorgnissen insofern hingegeben, als diese Lehrer nach noch Anrecht auf die Ableistung ihrer aktiven Militärdienstpflicht nach den früheren milderen Bestimmungen infolge ihrer aus militärischen Gründen erfolgten Zurückstellung jedoch nunmehr unter die strengere Reuregelung (einjährige Dimstzeit) der militärischen Dienstverhältnisse der Volksschullehrer fallen. Wie nun <$at ?boch das Kriegsministerium aus Billig keitS- frnR.vJl » anorbnn9 ««troffen, daß diese Lehrer noch nach de« KtflrV no?0nrmcn .B?<mbclt u»d lediglich zu zehnwöchiger aktiver ^"berufen «erden. Nicht eingeschlossen in diese ienc Mehrer, welche aus persönlichen Gründen Kn* ungenügende körperliche Entwicklung) zurück-

8«steur wurden. "

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unter so viel, öi l össcntlichen Dienst hingen Dienstzeit ' libe^üttet routben, WMbchznmc tonen eine audömr rhe man die bean vielleicht ließe sich daß man die bettel Jung teilte. M ein junger Mann r ivohl existieren, n der Liaatsbienst- derechnen-, aber in Ansatz gebtad trenn wir sür bi -es Justiz- unb für wahrschein/u Mr wollen, der Namhaftmart sehen. Es galt un stiele aujzustellen, jur Gewährung d der alten Penfiom und wir glauben |nftanjen überlafji

Kunst und Wissenschaft.

<A^,2H*at-rrrise in Arankfttrt a. M. ist augenblicklich in ein Stadium der Ruhe getreten. Es scheint, al« ob die Zahl der geeigneten Bewerber um die Leitung der Frankfurter Oper keine sehr umfangreiche sei. Das Schauspielhaus verbleibt weiterhin unter der Leitung Claars, und nachdem die Kombination Pierson-Claar nicht gelmigev, wandte man sich von Frankfurt aus an einen be- !/»,i»L^^liner Theaterleiter, der vor einiger Zett die Direktion des bisher von ihm geleiteten Berliner Theaters aufgab. Aber auch «ar eine Einigung nicht zu erzielen, und das gleiche Mißgeschick !Ä «»E-^ENkfutter bei einem Versuch in Hamburg. Man neigt KU?.?^f^ba,u. alles beim alten, und beide Theater der Beste sei" beB Intendanten Ela.r zu lassen, und d-S dürfte das Nachträä ®ftr^oUt.e^eMHon. Nachdem durch den

«dhrniL Reichshaushalts-Etat für das Rechnungsjahr 1899 die roorb^nLr/» 2tu6^?un9 einer deutschen Südpolar-Expedition beroiDi-t worben waren, erschien als bie dringlichste Aufgabe der Bau des

Die alten Pensionäre.

(Eine Stimme vom Lande.)

schon wiederholt, auch in Ihrem geschätzten Blatte, von der Eingabe die Rede gewesen, welche die vor dem Jahre 189 7 in tzensionsstand getre. tenen Beamten um Erhöhung ihrer % c n f i o* neu an das Ministerium und die Kammern gerichtet §^oen. Es wurde auch darauf hingewiesen, wie wenig es der Btlltgkert entspreche, daß man gerade diese alten Män­ner, von denen die meisten über ein Menschenalter dem Staate treue Dienste geleistet, von den Wohlthaten der Besoldungserhohung ausgeschlossen hat. Die Teuerung aller Lebensverhältnisse, welche dem aktiven Beamten gegenüber für die fragliche Erhöhung geltend gemacht wurde, besteht doch für sie in dem nämlichen Grade. Auch bei der beabsichtigten Steuererihöhung werden sie in gleicher Weise wie alle übrigen Bewohner des Landes her- ungezogen werden. Und hat man den früher pensionierten Bolksschullehrern gegenüber das früher Versäumte nach- ^eholt und manchen derselben Ruhegehalte bewilligt, die über die früher bezogenen wirklichen Dienstgehalte hinaus- gehen; warum denn gerade den alten Staatsdienern ver weigern, was allen anderen zuteil geworden tfp Auch ihre Zahl vermindert sich, dem Gange der Natur ent- von Jahr zu Jahr, und nach Ablauf von zehn Zähren wird wohl kaum noch einer von denen vorhanden sein, welche jetzt die besprochene Wohlthat erbitten.

r olles wahr und gut, wird man nun erwidern,

aber die Mittel des Staates sind erschöpft: es ist kein s r r--t/ ? ? r. b 0 r a n t> e n ! Ganz abgesehen davon, alv blne als notwendig zu erachtende Ausgabe die Mittel immer finden müssen, möchte ich mir deshalb erlauben, jetzt bei Beratung des Hauptvoranschlags für J.WJ01 nur auf zwei Posten hinzuweisen, durch deren Ausfall die nötigen Mittel sich mehr als im doppelten Betrage finden würden.

Da ist von feiten des Ministeriums des Innern unter Kapitel 65b:Sonstige Förderung des (fünft- gewerbe s", der Betrag von 20 000 Mk. angefordert, von dem 16 000 Mk. zu Gehalten an die nach Darmstadt berufenen Künstler verwendet werden sollen. Wir haben noch nicht erfahren, ob die betreffenden Herren schon irgendwo in Beziehungen zu dem Gewerbestande getreten sind, wollen es auch unentschieden lassen, ob die von ihnen zu erwartende Thätigkeit überhaupt einem so reichlichen Aufwand von Mitteln entspricht, auch das möge unent­schieden bleiben, ob die Berufung einer Künstlerkolonie

Expeditionsschiffes. Mit der Erledigung der Bien*. . «otarBeUen wntbe eine ständige Kommission betraut^ die Oberleitung des Schiffsbaues bestimmten höheren Technik^ J Reichsmarmeamts angehören. Auf Gru»d der von dieser ausgearbetteten Bedingungen ist der Bau des ExpeditionSs»,«?« fii9e7fl^HU^ 4rei6Uni DOri9en 3^res den Howalbtsy^e«"? Kiel übertragen worben. Das Echiff wirb ein Holzbau lei« L" fXtC^Menbe Festigkeit und Elastizität ür die Ei-r^ K*" kann D'e Form des Schiffes wird etroaä voller in bet Werse abgeschrägt fern, wie es bei Dr. NansensfttanvS?

®orm die schweren Stürme unb ben\8^ fdbft 3J?eete ungeeignet erscheint, wie es

LbA aul ben^ internationalen Geographenkongresse zu Berlin nlT Snbbc?6 Schiff so stark wie möglich gebaut wirb, ist sL k9n,l®tf Abstützungen mit gewachsenem Eichenkruw, Uwe t h $etI!*Unß b,d Zwischenbecks nahezu in die $$ Lnb S ?Cmflof1?0n iu -rwaitenden Eisbrucke einen Ä etwa S,bPa.nb l"sten. Die Länge des Schiffes^,,»

etwa 46 Meter, die Breite zwischen 10 und 11 Meter und Tiefgang unter der Wasserlinie etwa 5 Meter betragen. Das ^üffu^o Sn? K°hlenoorrats und der gesamten «uz.

Mobn u- ? a V eingerichtet werden und behaM.

Wenn 5 Gelehrte, 5 Offiziere und rtj

0 Mann Besatzung erhalten. Für jeden Gelehrten und Offizier tu, teHtnun^^Hhmmt6 ?'e Mannschaften werden auf 4 Räum? Z teilt und erhaltm außerdem eine gemeinsame Messe. Das Vorderfäii fernen Raum für 50 Polarhunde erhalten. Deckskammern stllq den 9n9. DOnt Fffchereigerätschaften dienen und außerdem aui f itefttnT J? ^nehmen. Die Werft ist verpflichtet, das Sch?

f.rV 5 1. Mar 1901 abzuliefern, so daß K

wissenschaftliche und praktische Ausrüstung bis zum Abgänge d« ^^ugust 1901, noch fertig gestellt werden kni m Modell des Schiffes soll noch für die Weltausstellung in Paris ar Kfi?«l9Lherben' 5)16 Spedition wird fünf wissenschastttche Teilnehmt- ein^-n ' o?r3roar ^"I.^hysischen Geographen als Leiter der Expedition einen Zoologen und Botaniker, einen Arzt und Bakteriologen etren ^efieitunXr (?^T!er' Einen Erdmagnetiker und Meteorologen. Für die Leitung der Expeditwn und die Ausführung der physisch-geographischen

Ä 'st der außerordentliche Professor der GeoarLhi- an D^rn9?^?» ^^ Wilhelms-Universität in Berlin, Dr. Erich von "°rden, für die zoologisch.botanisOn Arbeiten Qnnfnni» nm *m. . L Vanhöffen, Privatdozent btr I

«rX! bar lEniversität Kiek, für die ärztlichen und bakteriologischen Jsa^r ^M0n^n"E ?°LerV- ^lsistenzarzr am Krankenhause link« der "nd für die geologischen und chemischen Dr. Enul am, Ku^cum Naturkunde in Berlin. Der ßrd. 8?k« und Meteorologe ist noch nicht bestimmt, doch wird auch hier- über die Entscheidung in nächster Zeit erfolgen.

terventwn annehmen, das steht jetzt fest. Aber trotz der etwas kläglichen letzten Erfolge nicht der englischen Waffen, lvndern dev englischen Taktik, scheint die blutigste Periode des Krieges wohl erst zu beginnen. Bei weiterem Vorrücken der Engländer werden die Buren jedenfalls aus Johannes­burg, dem Ziel der englischen Wünsche, ein Moskau machen, und ob General Roberts dort nicht ein ähnliches Schicksal findet wie Napoleon I., steht noch dahin. Einen Frieden, der nicht die Unabhängigkeit der Buren garamtiert, kann England selbst noch nicht in Johannesburg und Pretoria diktieren: einen solchen Frieden aiebt es erst, wenn der letzte Bur gefallen ist und das Schn>eigen des Todes über dem verivüsteten und verödeten Lande ruht.

Wohnungsfrage ist ohne Zweifel ein wesentliches Stuck der sozialen Fra^e. Das ist eine Erkenntnis, die sich immer mehr Bahn bricht. Es ist darum mit Freuden zu h'rbaB Großherzogin am 9. Februar d. I. den Anstoß zur Gründung eines Vereines zur Besse-

Wohnunasverhältnisse Minder-

J fe rV in Stadt und Land gegeben hat bpbfpfrinte^ ß? el nxd)t Qttein' bie bei der Wohnungsfrage billigt fmd, sondern mit ihnen zusammen die große 3ah( tonnen re£,rb1^ «g°ncm Grund Ld Boden

?/A?bn. Zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen ©tähtPJl^rl-n' in ben ?kten Jahren in verschiedenen. Stahlen Bereinigungen der Mieter gebildet. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch hat den Mietern als den im att- gemeinen wlrtschaftlich «schwächeren einen besseren Schutz SiPrSrem ^^hvltnisse zu den Vermietern gewährleistet i H^rhin gehören vor allem die §§ 536, 537, 538 die dem

Pflicht auferlegen, die vermietete Sache in ft äu dem vertragsmäßigen Gebrauche geeigneten Zu- stande zu übergeben und während der ganzen Mietszeit galten, und den Mieter berechtigen, Mängel auf Aufforderung nicht beseitigt werden,

aus Kosteii des Vermieters zu beseitigen oder die Miete I 9n^nadffetK- ?ar$ "der teilweise innezubehalten u s w !

r L ie e Vorteile können durch die Art der Fassung I n^p^'^vertrages in Frage gestellt toerden, zu dessen I iinpnh^hp11«? Mieter aus Unkenntnis oder durch I irgendwelche Notlage bestimmen lassen kann. So ist es I j. ®. in Berlin nad) der Einführung des B. G. B vor- I gekommen, daß unberechtigterweise die Mitunterschrift der I

unter den Mietsvertrag verlangt worden ist was I verhängnisvollen Folgen haben kann, ^n diesen und vielen anderen Beziehungen aufklärend zu I rech iät-u b-LSchutzzu Ochern, ihn' durch L Ä1; Selbstschutz zu ergänzen, ist die Sache der 1 aR reter üeretne Denn wir wollen hier ganz schweigen Sprf*/hpa ^'kanen, willkürlichen Eingriffen in das

5 Meters, denen er, wenn auch nicht überall so Sp?Jrel-Unb ba, ausgesetzt ist, besonders in der Zeit nach b w^p9h n9- °bert b-efler gesagt, der Medervermietun? ^....^^te^verelne bestehen in einer großen 3aht von

° £1 Eenburg, Berlin, Darmstadt, Düssel­dorf, Essen, Frankfurt, Freiburg, Halle, Kassel, Wiesbaden ^^^r?^^alstelle befindet sich in Altenburg, ihr Lrgan istDer Wohuungsmieter". Aus einer Reihe von frphpnn9orra °?rile?en/ möchte ich einiges hervor- heben. Als Zweck wird stets betont: Wahrung der berech- ^en Jn^ressen in Bezug auf Miets- und Wohnungs- verhaltnisse Hinarbett auf Regelung und Verbesserung der letzteren, Anbahnung gesunder und wohlgeordneter Be­ziehungen zwischen Mieter und Vermieter auf Grund ae- recht verteilter Lasten und Pflichten. (Ausschluß politischer £nb /ellgioser Fragen.) - Die Mittel zur Erreichung dieses Zweckes smd überall dieselben; kleinere Vereine be­gnügen sich hierbei mit weniger. Es sind: 1. Errichtuna eines Auskunftsbüreaus, 2. Anstellung eines Rechtsbei- stanhes, 3. eines ärztlichen Beistandes, 4. Vorträge und Besprechungen 5. geeignete Anträge an die Behörden, 6. Stellungnahme zu kommunalen Angelegenheiten und

l Einführung eines humanen, alle Teile gleich beschützenden Mietsvertrages. Der jährliche Beitrag schwankt Zwischen 1 und 2 Mark; das Eintrittsgeld zwischen ^rsonen ist die Mitglied­schaft selbstverständlich gestattet. Einzelne Vereine sind ävAwich auchSpar- und Bauvereine", wodurch die Mieter befähigt ioerden, ihre eigenen Bauherrn zu werden. Das

zeckst des B. G. B. kommt ja solchen Bestrebungen I hpr omp @°r M Pölich die Versicherungsanstalt Kassel der Aktiengesellschaft für Heinere Wohnungen in Frank- n- M. aOOOOO Mark zu dreieinfünftel Prozent auf Erbbaurecht mit Amortisation in 80 Jahren gegeben.

c ^Ife bwse Bestrebungen stehen in Zusammenhang mit den vom Bund der deutschen B o d e n r e f o r m e r ^Evetenen Ansichten. Sein Vorsitzender ist Ad. Damaschke inl Berlin, der entschiedenste Verbreiter der Lehren des I ?mcerJf?ner? Henry Georges. In ihnen wird der Grundsatz I verfochten: Jedem das «Seine: dem einzelnen das Erzeugnis I Inner ehrlichen Arbeit, der Gesamtheit aber, was kein einzelner hervorbringt, sondern was allein der Zusammen- arbeit aller zu danken ist. Das sind die unaufhörlichen Wertsteigermigen des Grundes und Bodens, die im Gefolge I

.^^Bereicherung einiger wenigen auf Kosten der Ge- LpL^nffL ^,trk ö' ^?end eine gemeinnützige Einrichtung I geschaffen, zu deren Kosten alle beitragen (z. B. Bau einer I torun^^unh^nh0 ' J bie baöon' daß der angrenzende Sp q vlb Joden teuerer wird, also die Mieten steigen. Diese Zuwachsrente, die allein die Arbeit der Gesamtheit I w^de^den ^?erz1?fit9fi^^r.weise auch der Gesamtheit und EX» - gSf? a meiftcn anderen Steuern ermög- iichen. Diese Andeutungen müssen hier genügen. Sie I foHen nur bezwecken, zu zeigen, welche wichtige Stelle in I unserem sozialen Leben gerade di- Wohnungsfrage ein- nimmt: sic mögen ferner di- Anregung geben sich Darüber Har ju «erden, wie sehr hier bie Interessen ber bei totitem größeren Zah ,NI Spiele finb. Der Zusammenschluß alle" dabei beteiligten t)t darum ein Gebot des Vorteils unh ^.ne soziale. Pflicht Jede Lässigkeit und Gleichgiltigkeit rächt sich hier bitter. Wir wollen deshalb hoffen dass diese Zeilen dazu beitragen, daß sich auch in Gießen die I weitesten Kreise mit dem Gedanken der Gründung eines I Mieter Vereines befreunden jund bald mit seiner! Verwirklichung Ernst gemacht wird.