Ausgabe 
23.2.1900 Erstes Blatt
 
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Markus Bauer

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Kirchenplatz No. 11.

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Stadt Abends 7 Uhr 11 Min. folgt dann in der Stadt­halle der beliebte erste große Maskenball mit zwei Ball­orchestern. Dienstag, 27. Februar, morgens: General­marsch der Garden, Paroleausgabe an dieselben auf dem Schillerplatz, Umzug der Prinzen-- und Ranzengarde. Großes Maskentreiben in der Stadt und in den Hotels. Abends 7 Uhr 11 Min. in der Narrhalla (Stadthalle) zweiter großer Maskenball mit zwei Ballorchestern. Mittwochs feierlicher Einzug des allgemeinen Katzenjammers. Wir können allen, welche sich einmal recht vergnügte, heitere Stunden bereiten wollen, den Besuch während der Fast­nachtstage in Mainz, und besonders der großen Masken­bälle, nur wärmstens empfehlen.

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zweiten Unterrichts Kursus

Schreiben auf der Schreibmaschine abzuhaltm gedenken.

Anmeldungen zur Teilnahme werden vom 22.-27. Februar, abends

Als Beisitzer sind nun als gewählt anzusehen: A. Für die Arbeitgeber. Schuhmachermeister Karl Berg Fabrikant Louis Emmelius Spenglermeister C. A. Faber Friseur Gustav Gerhardt

Als Wahlkommissär wird Herr C. W. Nowack fungieren. Gießen, den 22. Februar 1900.

Großherzogliche Handelskammer.

Koch.

Arokstr Mr»»«,«.

Depeschen deS Bureau .Herold'.

Dr. Miquel.

Berlin, 22. Februar. Der Finanzminister Dr. Miquel ist gestern plötzlich von neuem erkrankt; aus diesem Grunde ist die erste Beratung des Gesetzes über die Waren­haus Steuer bis zur nächsten Woche verschoben worden.

Emil Horst, Hießen,

Zementwareu- und Kuuftsteiu-Fabrik.

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Gebhardt.

Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß wir vorn 28. c. einen 1390

Es starben an: .

Altersschwäche Krebs

Lungenschwindsucht Herzleiden

von 89 Uhr in der Schule Nordanlage 15 entgegengenommen.

Dir Schülkounnilßlm der Ksufmauuischeu Fachschule.

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2.

8.

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Bekanntmachung.

Der Kreisausschuß des Kreises Gießen hat der Beschwerde, welche gegen die Wahl des Ofensetzers Karl Busch und des Tapezier« Jacob Henn, beide von hier, als Beisitzer der Arbeitgeber für das Gewerbe­gericht der Stadt Gießen, eingelegt war, durch rechtskräftige Entscheidung Dom 15. Dezember v. Js. stattgegeben. Die Kommission für die Wahl der Beisitzer für das Gewerbegericht hatte in ihrer heutigen Sitzung für die beiden oben Genannten au« der Zahl der bei der am 21. Oktober 1899 mU 12 Stimmen gewählten und als Arbeitgeber zu betrachtenden Personen Ersatz durch das Los zu bestimmen. Das Los entfiel auf:

Schuhmachcrmeister Karl Berg und Kaufmann Eduard Krumm dahier.

Gießen, den 17. Februar 1900.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: Wolff.

Arbeiterbewegung.

Berlin, 21. Februar. In dem Massenstreik der Tischler sind heute noch gegen 5500 Mann ausständisch, nachdem im Laufe des gestrigen Tages einige größere Arbeitgeber eine Verständigung mit ihren Arbeitern herbeiführten und diese zur Wiederaufnahme der Arbeit ver­anlaßten.

Berlin, 21. Februar. Eine große Gewerkschaft tn ^eplitz entsandte, nach einem Telegramm derVoss. Ztg." aus Wien, einen Beamten zur Aufnahme von 600 Bergarbeitern nach Krain und Kroatien.

Nach demBerl. Tgbl." ist das Einigungsverfahren in Halle gescheitert und in Zwickau der Streik zurückgegangen

Mährisch-Ostran, 21. Februar. Die Zahl der Ausfiändischen betagt nahezu 25 000. Die Arbeiterführer erklären, daß, bevor die Gewerke nicht in irgend einer Form Entgegenkommen bezüglich der Herabsetzung der Arbeitszeit zeigen würden, die Wiederaufnahme der Arbeit gänzlich ausgeschlossen sei.

Telegramme des »Gießener Anzeiger".

fSv Berlin, 22. Februar. Aus dem Streikgebiet wird gemeldet: Im Zeitz er Revier sind auf den Wilhelmsschächten alle Arbeiter bis auf wenige Mann ausständisch. Von den übrigen Gruben liegen keine Nachrichten vor, doch wird ein allgemeiner Anschluß an den Streik er­wartet. In Zwickau wurde in der gestrigen Nachmittags-Besprechung des Streik-Komitees mit dem Vorstande der Knappschafts-Kassen be­schlossen, die Forderungen zu ermäßigen. Der Lohn soll nur im all­gemeinen erhöht und ebenso die Schichtzeit beschränkt werden Heute finden neue Verhandlungen statt. Im Halle'schen Revier gewährte ein Werk eine Lohnerhöhung von 20 Pfg. unter 2,50 Mk. Lohn, von 15 Pfg. über 2,50 Mk. Lohn und von 10 Pfg. über 3 Mk. Lohn.

Gerichtssaal.

Marburg, 21. Februar. Die Revolveraffaire am Neujahrs­morgen, welche den Tod eines braven Familienvaters, des Kutschers Mühl zur Folge hatte, beschäftigte heute in umfangreicher Verhandlung die Strafkammer des hiesigen Landgerichts. Die Anklage gegen den Diamantschleiser und Kaufmann Houy aus Hanau lautete auf Körper­verletzung und Raufhandel. Vorgeladen waren 17 Zeugen und zwei ärztliche Sachverständige. Der Zuhörerraum war besonders von Stu­denten, mit denen der Angeklagte verkehrt, dicht besetzt. Houy hat trotz seiner 28 Jahre schon eine recht interessante Vergangenheit, u. a. hat er 8 Jahre in Australien gelebt, wo er sich auch verheiratete. Die Zeugenaussagen über den zur Verhandlung stehender: Fall widersprachen sich sehr. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis.

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5. Bäckermeister Friedrich Henning«

6 Restaurateur Jean Kirch

7. Kaufmann Eduard Krumm

8. Schneidermeister Heinrich Leib

9. Schreinermeister E. H. Müller

10. Metzgermeister Ludwig Pirr

11. Schloffermeister Karl Stohr

12. Maurermeister Heinrich Winn

B. Für die Arbeitnehmer:

1. Glaser Heinrich Baum

2. Drechsler August Bock

3. Spengler Georg Dahnler

4. Schriftsitzer Adolf Hensel

5. Brauer Gustav Holtberg

6. Tapezier Paul Kretz'g

7. Eisendreher Gustav Krüger

8. Maurer Wilhelm Laucht von Gleiberg

9. Schreiner Heinrich Männche

10. Schneider Christian Petersen

11. Cigarrenmacher Johannes Rudolph von Wieseck

12. Lackierer Johann Schäfer von Steinberg

Bekanntmachung,

betreffend: Die Ergänzungswahl der Grohh. Handelskammer zu Gießen.

Da Herr C. Klingspor am 8. Februar 1900 seinen Austritt als Mitglied der Handelskammer angezeigt hat, so ist zur Ergänzung der Mitgliederzahl der Handelskammer die Ersatzwahl eines Mitgliedes erforderlich.

Wahlberechtigt sind hierbei diejenigen Kaufleute und Gesellschaften, welche als Inhaber einer Firma in dem für den Bezirk der hiesigen Handelskammer geführten Handelsregister ein­getragen stehen, in der Stadt Gießen ihren Sitz haben und einer der vier ersten Gewerbesteuer­klassen angehören.

Die Liste der Wahlberechtigten liegt zehn Tage lang, und zwar vom 23. Februar bis 5. März 1900, auf dem Büreau der Firma A. Heichelheim von 9 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags zur Einsicht offen. Einwendungen gegen den Inhalt der Liste, welche nur innerhalb der erwähnten zehntägigen Frist zulässig sind, müssen bei der Handelskammer vorgebracht werden. Nur diejenigen sind zur Teilnahme an der Wahl berechtigt, welche in die festgestellte Liste ausgenommen sind.

Termin zur Wahl ist bestimmt aus

Donnerstag den 8. März t. nachmittags von 2-6 Ahr.

Gefellfchastsverem.

Die maskierten Besucher des Fastnachts-Balles können die Beheimkarteu

Samstag den 24. l. Mts., nachmittag» zwischen 2 und 4 Uhr,

Sonntag den 25. l. Mts., vormittag« zwischen 11 und 1 Uhr

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frtlirf, 20. Februar. Am Montag wurden wir hier von Hoch wasser überrascht; die aus dem Vogels- 6euHommenb? Alteseld brachte Plötzlich so enorme Wasser- mcnaen, daß die oberste Böschung deS regulierten Fluß- ,,ttes al«bald erreicht wurde, während die von der ent- acaenaesetzten (nordwestlichen) Seite in unser Thal dringende Lauterbach sehr rasch den Wiesenplan rechts der Bahnhof­straße (wo das Bonifaciuskrankenhaus steht) in einen großen Sce verwandelte. Auf der kurzen Strecke zwischen den beiden über die Lauterbach führenden Brücken der Bahnltme Salzschlirf-Schlitz stürzte ein Teil der hohen Dammböschung ein doch wurde der Schaden alsbald wieder besetttgt. c>n unserem Badeort sind die Vorarbeiten für die kommende Kursaison bereits stark im Gange, überall sind die Handwerker in voller Thätigkert. Nach den vor­liegenden Anmeldungen scheint das Bad in diesem Jahre einem gesteigerten Besuch entgegenzugehen, wie dies nach den außerordentlichen Heilerfolgen nicht anders zu erwarten ist. Wie wir hören, beteiligt sich die Aktiengesellschaft Bad Salzschlirf an der in Kürze stattfindenden balneolog- i scheu Ausstellung in Frankfurt a. M.

Mainz, 21. Februar. Mainzer Karn ev al-Verein. Nach den bisher getroffenen Vorbereitungen für die Fast­nachtsfestlichkeiten, dürften die drei Fastnachtstage ihren Vorgängerinnen an Originalität und Humor bedeutend über sein. Nach dem offiziellen Fastnachtsprogramm sind, außer dem herkömmlichen Rekruteneinzug und großem Fackelzug am Samstag, vorgesehen: Sonntag den 25. Februar, vor­mittags : Umzüge der Garden durch die Straßen der Stadt, große Parade auf den Lagerplätzen, Besuch des närrischen Ministeriums bei den Garden, Empfang der auswärtigen Schützenbrüder an den Bahnhöfen und Schiffen und Zug derselben durch die Stadt. Nachmittags 2 Uhr bis abends 11 Uhr: großes Volksfest in der Narrhalla (Stadthalle) mit Absingen von Chorliedern, Theater VarivteS und sonstige urkohlige Aufführungen,Schützefest uff'm Blocksberg", die Festrede hält hierbei der preisgekrönte Schützenkönig Jean Dremmel. Abends zwangloses großes Maskentreiben in der Stadt. Montag den 26. Februar, vormittags 11 Uhr 11 Minuten: große kostümierte Kappenfahrt und Blumen­korso durch die Hauptstraßen der Stadt. Zu der Kappen­fahrt, welche in diesem Jahre an Stelle des Zuges tritt, sind bereits zahlreiche Gruppen und Wagen, die hervorragend Originelles bieten, angemeldet, dem Zuge folgt dann großes Maskentreiben in den Straßen und Restaurationen der

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Im üerpmyntn Sonn- m Ste taalboM bii lteMungderM' jühireicher %til* TarProgramms! Solovorträgen, r- nb Instruments, i ! unter der getofl'.- geriten, Herrn ich Mch mit benjunbme titfr em einziges Wc tttn Sufsührungen ji i, kein Porschtag al^ liger Sänger mar i. r Hinsicht mstech gelangen dem Ire::

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Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Giehen.

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Die zur Herstellung eine« rd. 250 m langen und 10 m breiten Weges auf dem vorderen Tell des Trieb erforderlichen Erd- und Maurer- bezw. Pflasterarbeiten sollen Samstag, 3. März d. I., vormittags W/, Uhr, öffentlich verdungen roetben.

Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsichtnahme offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin einzu­reichen.

Gießen, 21. Februar 1900. Das Stadtbauamt.

Schmandt. 1314

Summa: 9 (1) 9 (1)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Hottradienft der israelitischen Keligiou«tzr^8^hsfi.

Sabbathfeier am 24. Februar 1900.

Freitag abend 53- Uhr, Samstag vormittag 8°° Uhr Predigt, nachmittags 8 Uhr, Sabbathausgang 6«> Uhr.

Wochengottestüenst morgens 7 Uhr, abends 580 Uhr.

; Meyers Konvet sdhons - Lexikon

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