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M. 274 Erstes Blatt. Donnerstag den 22. November 150. Jahrgang LSOO
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Amtlicher Heil.
Gießen, 20. November.
Betr.: DaS Formular zu den Anträgen auf Versicherung der Gebäude.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
«n die Großh. Bürgermeistereien des KreiseS.
Der Antrag auf Versicherung von Gebäuden ist von d<m Eigentümer oder Nutznießer schriftlich bei der Großh. Bürgermeisterei des belegenen Gebäudes einzureicheu oder auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu protokollieren. Nur der schriftlich gestellte Antrag hat die Folge, daß daS Gebäude von dem gestellten Antrag ab, als versichert erachtet wird. Es erscheint daher notwendig, daß Sie stets mit dem nötigen Antragsformular versehen sind, und ist insbesondere die Lieferung des Formulars durch die Bau- schÄtzer, wegen zu Tag getretener Unzuträglichkeiten, für bif Folge untersagt.
Sie wollen daher Ihren Bedarf an Formularien — in größeren Gemeinden für etwa ein Jahr, in kleineren für nchrere Jahre — alsbald bei der Großh. Brandversiche- rvngSkammer vor gänzlichem Verbrauch auf Nachbestellung vom Formularpapier bedacht sein.
Insbesondere weisen wir darauf hin, daß die Ein- irvgung mündlicher Anträge in daS Verzeichnis der gestellten Versicherung- Anträge unzulässig ist, und die erwähnte gesetzliche Wirkung der begonnenen Versicherung nicht habe« kann.
___________v. Vechtold.__
Gießen, den 20. November 1900.
8ctc.: Die an den Centralkirchenfond abzuliefernden Erträgnisse des Einkommens der evaugelieschen Pfarrstellen für 1900/1.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die evaugel. Kirchenvorstäude des KreiseS.
Einem Ersuchen Großh. Oberkonfistoriums entsprechend empfehlen wir Ihnen, die in Betracht kommenden Kirchenrechner, welche aus den Erträgnissen der Pfarrstellen für 1900/1901 bereits mehr als 100 Mk. vereinnahmt haben, aazuweisen, die vorhandenen Mittel alsbald an den Rechner des evangelischen Centralkirchenfonds abzuliefera.
v. Bechtold.
Bekanntmachung.
yetr.. Die Veranstaltung von Verlosungen innerhalb des Großherzogtums.
Die Faselmarkt-Kommission zu Butzbach beabsichtigt mit einem im nächsten Frühjahr stattfindenden Faselmarkte, QtR 14. März 1901, eine Verlosung von Fasel, Rindern,
Kirchenkonzert.
Der protestantische Kirchengesang hat in den letzten 15 Jahren überall durch Bildung zahlreicher Sängerchöre title schätzbare Belebung und Förderung erfahren. Auch bei uns in Gießen ist in dieser Beziehung vieles geschehen. Dem in erster Linie wohl zur Hebung des Gottesdienstes ins Leben getretenen Gießener Evangelischen -i r ch e n g e s a n g v e r e i n ist es, unter günstigen musikalischen Verhältnissen, gelungen, nicht nur seinem ursprünglichem Zwecke zu dienen, sondern eine erweiterte Wirksamkeit zu entfalten. Er veranstaltete am Vorabend des Dienstag, einem schönen viel geübten Brauche entsprechend, zur Vorfeier des Totenfestes gewissermaßen, iiite geistliche Musikaufführung, zu der unsere Stadtkirche ihre erhabenen Hallen geöffnet hatte. Das durch die Erliche Orgel aufs würdigste unterstützte Konzert hatte das arone Mittelschiff der Kirche vollständig gefüllt.
S Äo^rt besann mit dem erften 6# au§ her CcaeH onate in D-moll von Alexander Guil-- rnsnt, dem später der zweite ^te Herr Organist .Görlach entwickelte dabei seme technische Vollkommenheit. Er weiß durch die Kunst der Registrierung dem Instrumente die weichsten und feinsten Klangwrrmngen zu entlocken. Seine manuale Fertigkeit ist ebenso bedeutend wie seine Pedale, und so kann man bmi seinem Zpiel wohl sagen, es hat „Hand und Fuß. Die Guil- mo irische Komposition, ein Effektstück, nicht ohne französisches Raffinement gearbeitet, bot dem Spieler leg enheit, auf seinem Instrumente — um einen vulgaren
Schweinen, Geflügel und laudwirtschaftlichen Geräten pp. zu verbinden.
Gr. Ministerium des Innern hat die Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung erteilt und zugleich den Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet.
Gießen, den 20. November 1900.
Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.
I. V.: Dr. Wagner.
Gießen, den 19. November 1900.
Betr.: Ablieferung der allgemeinen evangelischen Kirchensteuer für 1900/1 an den ZeutralkirchenfondS.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großh. Bürgermeistereien deS KreiseS.
Einem Ersuchen Großh. Oberkonfistoriums gemäß beauftragen wir Sie, den Gemeinde-Einnehmer Ihrer Gemeinde anzuweisen, die für 1900/01 bereits eingegangenen und noch nicht abgelieferten Kirchensteuern, soweit es sich um Beträge von mehr als 100 Mk. handelt, an den Rechner des evangelischen ZeutralkirchenfondS alsbald cinzufchicken.
v. Bechtold.
Bekanntmachung.
Seit einiger Zeit erscheint in Blättern ein Inserat mit der Neberschrift „Tind Sie taWW*, durch welches für „Dir. Daltons Ohrenheilanstalt" in Chicago Reklame gemacht wird, indem für jede Art von Taubheit und Schwerhörigkeit — mit Ausnahme der angeborenen Taubheit — Heilung durch Selbstbehandlung auf Grund brieflicher Verordnung und mit geringen Kosten zuge- sagt wird.
Wer sich an die angegebene Adresse wendet, bekommt, wie Großh. Polizeiamt Darmstadt festgestellt hat, aus Chicago einen gedruckten Prospekt zugeschickt, in welchem die auf der Anwendung des angeblich von der Firma erfundenen, mit einer nicht näher beschriebenen Flüssigkeit „Lotton" befeuchteten thermoelektrischen Tym- hrannms beruhende Heilmethode der genannten Anstalt als unbedingt wirksam angeprieseu uud zur Einzahlung des Betrages von 54 Mk. aufgefordect wird, nach besten Eingang die Zusendung des gesamten zur Heilung notwendigen Apparates erfolgen werde.
Nach sachverständigem Gutachten kann einer ärztlichen Behandlung von Taubheit uud Schwerhörigkeit auf brieflichem Wege ohne Untersuchung ein besonderer Wert nicht beigemesten werden, uud es kann die Anwendung eines — nicht einmal bekannten — Selbstbehandlungsapparates unter Umständen gefährliche Folgen nach sich ziehen.
Mit Rücksicht hierauf, und da der Preis der Kur em im Vergleich zu dem angebotenen Heilapparat unverhältnismäßig hoher und keine Garantie geboten ist, ob die Zusendung des Apparates nach Vorauszahlung des Betrages
Ausdruck zu gebrauchen — alle Puppen tanzen zu lassen. Im Konzertsaal würde das kirchliche Tonstück einen Sturm des Beifalls entfesselt haben. Es folgten zunächst zwer und dann noch ein paar Chöre a capella, die den Freunden unseres Kirchengesanges Genu ßbereiteten. Dre Tempi, allerdings schienen uns öfters mehr als gut verlangsamt; auch an einer noch feineren Nuancierung und noch edlerem Stimmenklang hätten wir größere Freude gehabt.
Solistisch mitwirkend war an erster Stelle Fraulem Marie Kayser aus Frankfurt a. M. Gleich das wundervolle Agnus Dei Mozarts ließ uns ihre stimmliche Begabung und technischen Fertigkeiten erkennen. ^hr Organ ist von weichem, vollem Klang und sie wertz es kunstgerecht zu handhaben. Was ich ihren Vorträgen nach- rübmen möchte, das ist die keusche, prunklose rnnrge Art mit der sie ihre kirchenmusikalischen Aufgaben loste. Herrn Wilh. Schmidt, gleichfalls aus Frankfurt, ist die gleiche Anerkennung leider nicht zu zollen. Er begann mit dem schönen Solo aus Händels „Mejflas _. „Er weidet seine Herde". Seine Stimme ist nicht groß und wenig ausgiebig und die Abrundung unvollendet. Dazu kam noch eine merlliche Indisposition.
Bach war, wenn auch nicht daS A, so doch das O des schönen Konzertes. Die andachtvollen Hörer wrirden zum Schlüsse mit der großartigen Kantate „Wre schon leuchtet d e r M o r g e n st e r n" von dem Meister aller deutschen Musik erfreut. Hier trat als Solist neben den beiden Frankfurter Kiinstlern ein Mitglied des Vereins, Herr Dr. Sp., auf, der die Baßpartie übernommen hatte. Seine prächtigen Stimmmittel, ihr Wohlllang und ihre Kraftfülle, lassen es bedauern, daß sie nicht ganz in
überhaupt erfolgen wird, halten wir und verpflichtet, vorstehendes öffentlich bekannt zu geben.
Gießen, den 19. November 1900.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.
Deutscher Reichstag.
Berlin, 20. November.
Am Bundesratstische Reichskanzler Graf Bülow unb< die meisten Staatssekretäre. Bei ziemlich gut besetztem Hause wird die Beratung des Nachtragsetats füy die Chinaexpedition fortgesetzt.
Abg. Bass er mann (nl.) wendet sich gegen dre gestrigen Bebelschen Ausführungen und die Abfertigung der Boxer, sowie gegen seine Ausführungen über die Erwerbung von Kiautschou. Er beruft sich für die Beurteilung der Chinafrage gegenüber Bebel aus entgegenstehend« Ausführungen Bernsteins. Die imperialistische PolrtiS habe schon "mehrfach in der Sozialdemokratie Verterdiger gefunden. Er spricht seine Befriedigung über die Erklärung; des Reichskanzlers aus, daß dte deutsche Regierung keine Politik der Abenteuer treiben wolle und hält das starke Aufgebot an Streitkräften für berechtigt, wenn auch dre theatralischeJnszenierung nicht am Platze war. Die Ernennung Waldersees zum Oberkommandeur ser berechtigt gewesen. Erfreulich sei die bewiesene militärische Leistungsfähigkeit. Bei der Beurteilung der Handhabung der Kriegführung müsse man auch an die Grausamkeit der Gegner denken. Aufreizungen seien allerdings zuj vermeiden, aber der Kriegsminister habe ja deren streng« Bestrafung zugesagt. Das Programm des Reichskanzlers könne im allgemeinen gebilligt werden. Das deutsch« englische Abkommen sei ein «Erfolg der deutsche« Politik, falsch aber sei die Begebung der 80 Millionen- Anleihe (in Amerika. Redner tadelt zum Schluß die verzögerte Einberufung des Reichstages. Für diese Verfassungsverletzung bleibe nur die Forderung der Indemnität übrig. Auch die Bildung der neuen Formationen unterliege Bedenken und ihre Beibehaltung für die Zukunft sei nicht zulässig. .
Abg. v. Levetzow (kons.) spricht ferne Befriedigung über die deutsche Chinapolitik aus und sieht die In- demnitätsfrage als nebensächlich an, da die Bewilligung auch die Indemnität enthalte. Etw as w en r g er Parade wäre wünschenswert gewesen, da es deutsche Artz ist, still in den Kampf zu gehen. In den Soldatenbrrefe» sei sicher viel Renommage gewesen.
Abg. Richter (frei). Volksp.) erkennt an, daß nach Bekanntwerden der Ermordung des deutschen Gesandten eine unverzügliche deutsche Machtentfaltung notwendig war Nicht dasselbe gelte vom zweiten Nachschub End« August, der nur erklärlich sei in Zusammenhang mit der Uebernahme des Oberbefehls, dem man ein besonderes Prestige geben wollte. Die Uebernahme des Oberbefehls der den anderen Mächten abgedrungen wurde, war ein schwerer Fehler. An sich geboten die deutsche« Interessen keineswegs die Uebernahme der Führung. Der
den Dienst der Kunst gestellt worden sind, da noch vorhandene Schwächen durch intensives Studium gewiß bald verschwinden würden. Aber Herr Dr. Sp. steht in einem angestrengten bürgerlichen Beruf; Wünsche aber wie bett geäußerten pflegt man fromm zu nennen....
Im Laufe des Abends hörten wir noch em anderes Bachsches Werk, ein Largo für zwei Violinen, dessen gehaltvoller Vortrag, ausgeführt von den Herren Konzertmeister Bauer und Prof. Dr. W., die wohlklingende Zusammenstellung der gleichen Instrumente zum schönen Ausdruck brachte.
Eine ganz besondere Freude aber,machte der Gemeinde Herr Organist Gör lach mit seiner Knaben-Chor- s'ch u l e. Die sichtlich mit größtem Fleiß und ernstester Sorgfalt einstudierten 'Knabenchöre zeugten von deS Lehrers außerordentlichem Geschick dazu. Ueberraschen» war der korrekte Zusammenklang, die sehr, man könnte fast sagen: zu korrekte Aussprache der Knaben, die unantastbare Sicherheit und Reinheit der Tonbildung sieht man von der selbstverständlichen kurzen anfänglichen Befangenheit der Heinen Leute ab.
Zum Schlüsse sei der angenehmen Pflicht genügt, dem Evangelischen Kirchengesangverein Dank zu zollen für da. im ganzen sehr genußreiche Konzert. -tt"
— Au3 Kopenhagen wird geschrieben: Björnstjerne djdrn- son ist hier angekommen, um sich einige Tage bei sAemverlegerHegÄ auszuhalten. Von Kopenhagen begiebt er sich nach Pari-, wo er den Winter bei seinem Schwiegersohn Dr. Langen Verbrin-en und em neue!
Drama »ollenden wird.


