Ausgabe 
22.4.1900 Zweites Blatt
 
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Das Unglück auf dem Rheine.

AllSMg MS ton Standesamtsregistrn

JU Stonffütt a. M. mit Katharine Henriette Elisabeche Schmidt hier- lewst. 14. Heinrich Sonia, Fuhrmann in gRannp« mit 1

r,cn . ; , , . r - .----Z, ; V1 «-Mjuvtiuc öiumiai Dia:

l- r ar!1 ?ont8' Fuhrmann zu »atmen mit Emilie 3iei Hierselbst. 18. Konrad Schardt, Fuhrmann dahi-r mit Anna Katharine Dorothea Sommer Hierselbst.

Dem auf Herstellung einer Einfriedigung entlang des Weges an der Wieseck lautenden Gesuche des Herrn Th. Haubach stimmt die Versammlung zu. Es soll der parallel zur Moltkestraße laufende Teil der Einfriedigung Ü, r stkn des Gaswerks ausgeführt werden, während der Gesuchsteller die Kosten für den senkrecht zur Moltkestraße laufenden Teil zu tragen hat.

Unter Vorsitz des Herrn Beigeordneten Wolff wird sodann beschlossen, dem Verbände deutscher Gewerbe- 8erichte während der nächsten zwei Jahre je 20 Mk. zu bc»tHigen. In einem an die Bürgermeisterei gerichteten Schreiben wird als Hauptziel des Verbandes bezeichnet die Herbeiführung der Einheitlichkeit im litterarischen Austausch.

diesem Zwecke soll eine möglichst genaue Sammlung der von den deutschen Gewerbegerichten ergangenen Erkenntnisse angelegt und im Druck veröffentlicht werden. Ueber die dazu nötigen Mittel, ferner diejenigen für die Besoldung j eines ständigen Mitarbeiters verfügt der Verband zurzeit noch nicht, weshalb er sich mit Gesuchen um Unterstützung an die deutschen Städte wandte; eine Anzahl derselben hat Zuwendungen von 100 bis 300 Mk. in Aussicht ge-

T1 !?r Anerkennung der Wichtigkeit einer im Sinne I o^ ^esuches angelegten Sammlung gewerbegerichtlicher Entscheidungen und in Berücksichtigung des Geschäfts­umfanges des hiesigen Gewerbegerichts wurde auf Antrag I Oer Finanzdeputation wie oben angegeben, beschlossen.

SeborenL.

» Am b. April. Dem Schreiner Ferdinand Sauer eine Tochter. 8. Dem Kaufmann Aloys Spengler eine Tochter. 8. Dem Hauptmai» Georg Großmann ein Sohn, Otto Karl Friedrich Wilhelm 8 De« Sergeant Heinrich Kaiser eine Tochter. 10. Dem Spengler und In­stallateur Wilhelm Haupt ein Sohn Wilhelm. 13. April. Dem Schmied Philipp Wilhelm Schomber ein Sohn. 13. Dem WertsUhrer Phili» Schrerner ein Sohn. 13. Dem Fabrikarbeiter Adam Schaum ein Tochter, Katharina Karoline. 13. Dem Schriftsetzer Georg Qemnudet eine Tochter, Marie Johanna Dorothea. 14. Dem Kaufmann Rati Wilhelm Schwan eine Tochter. 14. Dem Bergmann Karl Herr ein, Tochter, Elise. 15. Dem Bergmann Ludwig Rosenbaum eine Tochter Anna Julianne Henriette. 15. Dem Eisenbahnschaffner Heinrict Schneider 8. ein Sohn, Wilhelm. 16. Dem Glaser Richard Müller tim Tochter. 17. Dem Großh. Kreisamtmann Hermann Frhr. Schenck -i SchweinSberg ein Sohn, Hermann Karl Maximilian Ferdinand Reiw hold. 18. April Dem Lagerarbeiter Philipp Schneider 4. eine Tochter Christine.

w Gestorbene.

Am 14. April. Gertrude Flett geb. Wolff, 56 Jahre alt, SheftL von Lokomotivführer i P. Moritz Flett Hierselbst. 14. Heinrich Münckei 48 Jahre alt, Fuhrmann von Biskirchen. 15. Maria Andrü, 6 Jahr alt, Tochter von Hoboist Wilhelm Andrä hterselbst. 16. Erna Schild Wächter, 7 Monate alt, Tochter von Metzger Ludwig SchildwLchter hier selbst. Am 17. April. Auguste Dornseiff, geb. Melior, 80 Jahr alt Rentnerin dahier.

ar ,,r Aufgebote.

1 J®pt=L WSelm Mauelshagen, EisenbahnbetriedSwnl. mit ®mma Simon zu Sterzenbach 17. April. Julius Bruno Frilmg, Chemiker zu Höchst a. M. mit Hu- Jemn6 in Düsseldorf. 17. Hirsch (genannt Her- mann) Pfifferling, Metzger zu Hamburg mit Hilda Goldschmidt geb. Werth-»» Hierselbst. 18. Anton Joseph Schmitt, Bahnaröeiter zu Lohnen mit Anna Maria Bug zu Dammersbach. 18. Hermann Bauer, Mech» mker dahier mit Victoria Friederike Henriette Caroline Dingmann in pulda. 19. Johannes Foph, Schreiner dahier mit Katharina Schmidt m Lang-Göns. 19. Samuel Elsoffer, geschieden, Kaufmann dahier mit Bertha Höchstetter Hierselbst. 19. Friedrich Wilhelm Heinrich Ludwiq Christoph Ernst Cramer, Gerichtsaffeffor dahier mit Bertha Antonie Gutscher zu München.

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, o- t -* üivvv «vguyunt.il. Daran soll n<9 eine Huldigung vor dem Denkmal anschließen. Für diese Feier wurde der 17. Juni bestimmt. Am 23. Juni tn l ^cr Rosen-Ausstellung ein Kommers statt- stnden, dem am nächsten Tage ein Gartenfest gleichfalls in der Rosen-Ausstellung folgen soll. Der Kommers wird eine besondere Anziehungskraft durch den berühmten Stuttgarter GesangvereinGutenberg", der an diesem Tage in Frank­furt weilt, erhalten. Die Veranstaltungen sollen den Cha­rakter großer Volksfeste tragen, an denen teilzunehmen, jedem ermöglicht sein wird. Es wurde ferner der Gedanke einer Ausstellung angeregt, die vielleicht aus den Schätzen der Stadtbibliothek, des städtischen Museums und des Kunst­gewerbe-Vereins kombiniert werden könnte.

Arbeiterbewegung.

Wiesbaden, 20. April. In einer Versammlung der Bauunto nehmet wurde gestern abend beschlossen, auf dem unbedingt ablehnend Standpunkte gegenüber den Forderungen der streikenden Maurern verharren. Auch das Vermittlungsanerbieten der hiesigen !nIPeaW? einstimmig abgelehnt. Die Streikenden bringen pitfiii i^e Leute ber Erdarbeiten rc. unter oder gestatten es dem einen cte oberen, kleinere Arbeiten selbstständig zu übernehmen.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft Frankfurter Börse vom 80. April.

Wechsel auf New-York zu 4.21,/r221/|.

Prämien auf Kredit per alt April 0.85 %, do. per all Mai 2.10®/q, do. per ult. Juni 8®/o Diskonto Kommandit per uK April O.8OO/0, do. per ult. Mai I.8OO/0, do. per alt. Juni 2.70»/ Lombarden per ult April 0^40'/o, do. per ult. Mai 0.75«/,, do. p<- ult. Juni 0.55%, Spanier per ult. April 0.55.

Notierungen: Kreditaktien 229.60-229-70 Diskont»- Kommandit 190.10-60-00, Staatsbahn 137-137.20, Gotthard 142.04» Lombarden 27.50-70 00, Ungar. Goldrente 97.65, Italiener 94.90, Spros. Mexikaner 25.75, Oestorr. Coupons 84.%, Amerik. Coupon« 4.19, Privat-Diakont 4% Br. 4%G.

l%-2S/4 Uhr: Kreditaktien 229.70-229.00- Diakonto-Kem- mandit 190 60-30 Staats bahn 137.20, Lombarden 27.80.

Sttinb-rg"k7j-d^'g'«ähtt. 5efCi^' 6aU6a4 U"" I L P-°'°S F-str-d- abzuhalt-n Das Gesuch der Firma KauffmannLCo. um Frist­verlängerung zur Erbauung eines Wohnhauses am Schiffen- berger Weg wird nach Befürwortung durch die Baudeputation genehmigt, und die erbetene Frist auf zwei Jahre festgesetzt, ms zu welchem Zeitpunkt sich nach Mitteilung des Herrn Oberbürgermeisters die baulichen Verhältnisse am Schiffen- berger Weg so geregelt haben dürften, daß die Errichtung eines einen Fabrikhinterbau deckenden Wohnhauses verlangt werden könne.

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9. gafob Wallbott, geb. Lrryn Wollbott do 131 DieseL ölten nach bimoli ringe) M Moi inge untoint war. Bi am 19. Febul« 18 -Mene VrMzen M in Gndenteiä 170 M. 5 Pfg.

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12. Elisak von Kuller-Haus zu Rutterrhausei wesend und ist Menden Pflege

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Die hessischen Landtagsabgeordneten Dr. F r e n a y und M o l t h a n haben die nachstehende Interpellation an die grotzherzvglick)e Regierung gerichtet:Die Unterzeichn- neten richten an die großherzogliche Regierung nachstehende drinalrc^ Anfragen: 1) Ist der großherzoglichen Regierung der Schiffsunfall bekannt, der sich am Abend des 17. April 1900 auf dem Rhein zwischen Bingen und Rüdesheim er­eignete, und bei dem eine große Anzahl von Menschen das Leben einbüßte? 2) Welche Maßregeln gedenkt die groß­herzogliche Regierung zu ergreifen, um den bisher durch­aus unzulänglichen Trajektverkehr zwischen Bingen und Rüdesheim den dortigen regen Verkehrsverhältnissen ent­sprechend zu gestalten? Ist die großherzogliche Regierung insbesondere bereit, mit der preußischen Regierung' dieser- h«lb in Verhandlungen einzutreten? 3) Haben die Er­mittlungen der großherzoglichen Regierung dafür Anhalts­punkte ergeben, ob die polizeiliche Ueberwüchung des Ver­kehrswesens zwischen Bingen und Rüdesheim ordnungs­mäßig gehandhabt wird?"

Der Schiffer Walter von Riederspai landete vorgestern nachünttag den Unglücksnachen von Bingen am Ufer in Oberspai. Der Nachen zeigt im vorderen Teil, im sogenannten Kopf, ein handgroßes Loch, auch sonst ist der Nachen, der auf 14 Personen geaicht ist, in sehr schlechtem Zustande. Gestern nachmittag besichtigte eine Gerichts­kommission aus Bingen das Fahrzeug. Sachverständige sind der Ansicht, daß, tvenn 20 Personen den Nachen zur Ueberfahrt benutzt hätten, die Personen nur eng znsammen- gedrängt hätten sitzen können.

Eheschtte-imgev.

Am 14. April. Ferdinand Franz Karl Anton Heßler, v«-n«r- beiter dahier mit Margarethe Finzel Hierselbst. 14. Johann Friedruh Gustav Aßmann, Gärtner zu Kassel mit Auguste Schardt hierseld'i. 14. Heinrich Feußer, Tagldhner dahier mit Anna Elisabeths Kathans« Schweitzer Hierselbst. 14. Louis Carlü, Ober-Ingenieur zu Ettlingen mit Chnstlna Elrsabecha Kaißling von Düsseldorf. 14. Paul Oskar Arthur Schuster, Kaufmann dahier mit Anna Jakobine Karoline Adolfine

Aerselbst. 14. Ludwig Ruppel, Metzger und Gastwirth zu Ridd« mrt Katharina ©mitte Lind hterselbst. 14. Philipp Haller, Cementirer

Bingen, 20. April.

Aus zuverlässiger Quelle liegt nachstehende Mitteilung über einige Einzelheiten der schrecklichen Katastrophe vor, 5^ nSxm5ntIl(^*er das Kentern des Kahnes aufklären Der Nachen war (nur für 15 Personen geaicht. Zahnarzt ^Ewmle r (Marburg) wollte noch mit dem Nachen "-F ö""i Muck etwas zu spät und mußte in Bingen übernachten. Als das Wasser immer mehr feüt. sp^ng Sind, theol. Bernh. Meurer (ohne Ueber- dem Kahn und suchte sein Heil im Schwimmen- Er und der verunglückte Stud. theol. Ba- dior (beide aus Geisenheim) schwammen im Sommer oft im freien Rhein als sehr geübte Schwimmer ohne Beglei­tung eines Nachens. Meurer kam unterhalb des Rüdes- ganz erschöpft an. Gehen konnte er J*1/ 0-r lag am User und schrie um Hilfe. Sein Rus churde gehört, und er war gerettet. Er befindet sich noch 2118 das Wasser höher stieg, er' 9ileI mit lauter, kraftvoller Stimme den Anwesenden die Gencralabsolution. Bald darauf ver­sank der Kahn mit den Insassen. Ein lauter entsetzlicher ba"£ ?[teS still! Frichmesser Niel hielt sich über Wasser. Er bemerkte in seiner Nahe nur noch eine ^eJ*?liVrn dem umgeschlagenen Nachen sich

l sfenffpr1' E. ^Cmetne Schiffsmann, und noch etivas im Diese drei Personen wurden.

Strömung und den hohen Wasserstand mitten im Rhem weitergetrieben. Dr. Bank schwamm, die beiden anderen hielten sich am umgekippten Nachen und wIS1 das Ruder. Furchtbar tönte ihr schauerliches Hilferufen über die wette dunkele Wasserfläche. Aber erst in M^^shausen wurde der Hilferuf von Dienstmädchen iin xer- Rheinvillen gehört. Die Mädchen ^fort einige Schiffer, welche die drei rasch und glücklich retteten. Die Aufregung und die Teilnahme im ganzen Rheingau ist gewaltig. Wie viel hoffnungsvolle ^ben und wie viel Hoffnungen sind bei diesem Unglück hinein Schlag zerstört worden.' Dpr ertrunkene Wilhelm I O st ern (Geisenheim) war Alumnus,- er sollte in etwa drei Rochbn dw Priesterweihe empfangen. Sttid. theol. Prinz ^udesheim) absolvierte zu Ostern mit Auszeichnung das Gymnasium zu Montabaur, Kaplan Weber (Oestrich) war I erst em Jahr Priester, Kaplan Alphons Heun (Eltville) I fett September v. I. Der ertrunkene Werner (Schlangen- | bao) war Stud. jur. et cam., N o e v e r (Krefeld) Eand I niCCr ?^^drderich (Wiesbaden) war ein angesehener I ^^?^ter Arzt in der Mitte der dreißiger Jahre, Stud. theol Pfeifer studierte in Straßburg und weilte zu I Besuch in Aulhausen. 1

Die Trajekt-Verhältnisse Bingen-Rüdesheim sind qe- radezu vorsintflutlich und auch> als die Grundursache des Unfalles anzusehen. Die alten Ueberfahrtsdampfkasten stammen aus der ältesten Zeit der Dampfschiffahrt auf dem Rheme. Um 9 Uhr 2 Min. abends geht von Bingerbrück das letzte L^rajektschiff nach Rüdesheim, das fahrplanmäßig "uht einmal in Bingen hält. Bon Bingen fährt das letzte um 8 Uhr 8 Min. nach Rüdesheim über. Vor einer Reihe von Jahren ist das Privat-Trajektschiff in die Luft geflogen. ZZch damals verloren an derselben Unglücksstelle viele Mensck)en ihr Leben. Die jetzt wieder sehr laut gewordenen Klagen haben der Eisenbahndirektion Mainz Veranlassung gegeben, sofort Erhebungen darüber anstellen zu lassen, m wie weit Aenderungen im Trajektverkehr angängig sind, die dem Bahn- wie auch dem Personenverkehr nutzbringend

I L-iche ««fg-fund» Nach betStraßb. Post- 6ai , durch einen unglücklichen Zufall das Gewehr entlade»

I dem Jäger drang der Schuß in die Brust. *

r k *r. ?" den, 20. April. In der vergangenen iij sind bei dem Gutsbesitzer Walter in Re in bar! grimMa Einbrecher eingedrungen, welch'e die kräny! Eheftau und deren Tochter überfielen. Der Ehefrau * 1 mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitten > Frau starb nach einer halben Stunde. Die raU^*nÄbann attc8 aufl nnd es gelang ihnen zu enttomai

* Kammersänger Dr. Walter wurde bei sch, jüngsten Gastspielreise nach Riga verhaftet. Dr. nahm auf der Reise von Königsberg nach Riga vow v' aus eme besonders schöne Gegend photographisch 5m selbm Waggon saß aber ein russischer Geheiv^^ und tn Riga wurde Walter als Spion verhaftet, Intervention des deutschen Konsuls und des dortigen direktors gelang es, den Tenoristen aus der Klemvr ziehen.

Aus Stadt und Kund.

GrwfirV? m a? 711.3"ür Eltern und Kinder ist der Konfirmationstag gleich wichtig. Eltern, denen die sorq- Jame Erziehung ihrer Kinder Gewissenspflicht ist, sehen Lnp Zeit bewegen Herzens auf den Tag zurück, da Sur Taufe gebracht haben, vor ihrer Seele ftehen alle die großen und kleinen Sorgen, die die leibliche und geistige Pflege des Kindes verursacht, ins Gedächtnis treten aber auch die mancherlei Freuden, die sie haben aUC5 die Kinder fühlen die Wichtigkeit ^eses Tages. Weit zuruck gehen schon die Vorbereitungen EU'.dresen Tag, der ganze Winter gehört ja der geistigen Ausrüstung für die Konfirmation, bem ernsten Bemühen, fie zu befähigen für den ernsten Kampf des Lebens, in den fte mehr und mehr hineingestellt werden, auf daß sie sich rbines 5)erz und ein gutes Gewissen bewahren Manche stehen noch mit kindlicher Unbefangenf- Gert vor den Pfortew der Welt, die sich ihnen jetzt aufthun manche haben schon bisher erfahren müssen, was der Kampf

Dasein bedeutet. Heute ist ihr Herz bewegt, und nicht wenige werden vom Tage der Konfirmatton die Kraft mit Uineninehmen ins Leben, die nie versagt, weder in Freud noch in Leid, weder in Not noch im Tod. Die Pflege der konfirmierten Jugend ist eine dringende Aufgabe aller derer, denen ihre Weiterbildung anvertraut ist, denen I pflichtgemäß die Erziehung eines geisttg starken Geschlechts befohlen ist. Daß die Pflege der konfirmierten Jugend mifi I

Ausbildung in Fachschulen nicht aethan ist, wird jeder I §^standige begreifen. Wer die wirkliche Ausbildung und Durchbildung der Jugend ermöglichen hilft, leistet ihr I den besten Dienst.

Kunstverein. In der Gemälde-Ausstellung im I Turmhaus am Brand hat, wie bereits kurz erwähnt, diese I Woche wieder ein teilweiser Wechsel der Gemälde statt- I Pfunden. Neu ausgestellt ist eine Kollektion von zirka I 30 Gemälden von Prof. W. Trübner in Frankfurt, so- I wie eine solche von 10 Gemälden von unserer einheimischen I Künstlerin Emy Dingeldein. Auch Herr Karl Wiegand I Hut die Ausstellung mit hervorragenden kunstgewerblichen I Sachen beschickt.

* Ueberfahreu. Heute morgen 8 Uhr geriet an der I Ecke der Schulstraße und des Marktplatzes ein Radfahrer I unter einen Omnibuswagen. Die Pferde gingen über ihn I hinweg, ohne ihn erheblich zu verletzen. Außer einer Haut- I abschürfung an der Stirn kam er mit dem bloßen Schrecken I davon, da der Omnibus sogleich hielt.

* Selbstmord. Der 27jährige ledige Rottenarbeiter «ugust Heß aus Gräveneck schoß sich mittelst Revolvers I eme Kugel in den Hals. In die hiesige Klinik verbracht, verstarb er während der Operation.

Mainz, 20. April. Staatssekretär Graf P o s a d o w s k y I traf heute vormittag hier ein, empfangen vom Staats- I miniftcr Rothe, Provinzialdirektor v. Gagern und Beige- I orbnctcn Baurat Kuhn als Vertreter der Stadt Mainz. I kurfürstliche Schloß und besonders das römisch- I

Museum wurden eingehend besichtigt. Dann «I?Trac?Äman blc vorzunehmende Neuherrichtunq des I «chloffeS. D I

= Sraslfurt .. Eleonore Duse

na5 nunmehriger Vereinbarung im Schauspielhause I auflreteu, bic sie in Frankfurt noch nicht g-sp>-ll hat, und zwar am 26. April in der »weiten Sr°u" von Pinero, am 28. «pril in Priu^ n @eorflc«" von Duma«, und am 30. April in conda" von d Anunzio. I

Frankfurt a. M., 20. April. Gutenberg-Feier. I Unter dem Vorsitz deS Buchdruckereibesitzers Ofterrieth I traten heute abend eine Anzahl von Männern der verschie- I densten Berufe zusammen, um über die in Frankfurt zu I veranstaltende Gutenberg Feier zu beraten. Es wurde be- I schloffen, im großen Saalbausaal eine akademische Feier |

Vermischtes.

* dluf der Jagd verunglückt. Der Gerichts- asftffor Dr. Oskar Lauterbach, Amtsverweser des No- tariatS in Habsheim, begab sich am Montag in den Hard- wald auf den Schnepfenstrich. Andern TagS wurde er als

Kunst und Miffenschast.

9i .stenographischen Kreisen rüstet man sich für den n,

iJ" ^rCdbtnJiattfinbenben Vt Deuffchm Gabelsberi d " phent a g, dessen Protektorat Prinz Georg von Ca-t»' 6nmnS bc" aCen Kreisen sich geltend machrr^

Sympathiekundgebungen zu urteilen, dürfte sich der Stenographe^ zu einem hervorragenden gestalten. Bereits jetzt liegen nahezu K« rtmTiKirnre ®^e"ben Deutschlands vor. Im ganzen bfirig etwa 1500 Gabelsbergersche Stenographen in Dresden eintreffen.