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Zister und Aostenempfangsregister des Amtsgerichts Wien Einige Wochen vorher hat die Mainzer Straf- lammer den Gerichtsschreiber Pöpperlrng-Alzey aus ähnlichen Gründen zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Das sollte wohl wieder einmal die Aufmerflamkett aus k Liese Vorgänge lenken. Dem Page wurden mildernde
ll m st ä n d e im weitesten Maße zugebilligt, nicht blos weil er sonst stets fleißig und unbescholten seinen Dienst erfüllt hot, sondern, wie die Verhandlung durch eingehende Beweisaufnahme, durch Reden des Oberstaatsanwalts und besonders des Verteidigers Tr. Pagenstecher-Mainz ergab, -v'il die flüherin Zustände unter dem alten Oberamts- richter Rehr derartige Vorkommnisse geradezu erleichtert haben Rehrs Abgang erfolgte denn auch ohne die sonst .allaemein übliche „Anerkennung der geleisteten treuen
1 Dienste", und nach seinem Tode übernahm der jetzige hoch- geschätzte und mit eminenter Arbeitskraft begabte Ober- omtsrichter Rhumbler die Wiederherstellung der Ordnung. Was alles früher vorgekommen ist, spottet jeder Beschreibung. Rückstände von 5—7 Jahren mußten von Bliumbler in Angriff genommen und aufgearbeitet werden. Bei dem, was in Alzey jedermann von der total einge- iisseneu „Schlamperei" in der früheren Zeit weiß, von Bvrgängen in offenen Schöffengerichtssitzungen, wo der Borsitzende im Halbschlaf dem Amtsanwalt das Wort gab, nachdem dieser gerade seine Rede beendet hatte, mußte es eigentümlich berühren, daß der Oberstaatsanwalt Tr. Schmidt doch nachdrücklich den „Ehrenmann" in Rehr betonen zu müssen glaubte, von dem und über den die Zeugen — die doch geladen waren, um ihre Wahrirehm- ungen zu bekunden — keine Erörterungen machen sollten: das sei unstatthaft, es sei hier kein Disziplinargerichtshof. Tas hatten sich die Zeugen „vom Amtsrichter bis herunter zum Gerichtsdiener" und auch Geschworene und Gericht und Verteidigung absolut nicht eingebildet. Schließlich mußte der Oberstaatsanwalt aber selber wiederholt .zugeben, daß ein großer „Mangel an Ueberwachung, auf deutsch Kontrolle", wie die eigentümliche Redefigur lautete, dem Angeklagten die Strafthaten erleichtert habe. Mit ben Ausführungen, daß gerade diese Zustände der „Nährboden" für die Delikte Pages gewesen seien, traf denn auch die Verteidigung ins schwarze. Als der Fall Stengel zur Erörterung kam — Stengel, Gerichtsdiener, hatte früher 2'iOO Mark unterschlagen, die Page ersetzen mußte, und vom tboramtsrichter Nehr war der Bericht ergangen, die Sache sei erledigt — konnte der Verteidiger mit treffendem Sar- laemus sagen: „Das war auch einer der Berichte, wie sie damals am Amtsgericht Alzey gang und gäbe waren". Wumdern muß man sich nur, daß diese Zustände am Amtsgericht Alzey so lange haben andauern können, ehe eine energische Remedur eintrat. Warum ließ man solche Leute wie Pöpverling, der schon eine „Vergangenheit" hatte, und den oer Oberstaatsanwalt vor der Strafkammer als „unwahren Menschen" charakterisiert hat, und Page in ihren verantwortungsvollen und hochbezahlten Äemtern? Auch die Gehaltsfrage bedarf der Beachtung. Gewiß gebührt den Gerichtsschreibern eine ordentliche Bejah lung. Aber Einkommen von 6000 Mark, höher als die mancher Richter, erscheinen doch unangemessen. Allein aus der Nebeneinnahmen könnten da noch andere Existenzen geschaffen werden. Man sieht, die Regelung und Ueberwachung der Verhältnisse bietet der Thatkraft der obigen Justizbehörde Spielraum genug. Diese Lehre giebt der Prozeß Page auch mit großer Deutlichkeit neben dem andern aus zum Glück vergangenen Tagen, worüber die Akten mit dem milden de mortuis nil nisi bene nunmehr geschlossen sein mögen."
H. Bolkartshaiu, 19. März. Hier hat sich ein Gesangverein gebildet. Dirigent ist unser Herr Lehrer Karl Schmidt von der „Horstenburg" bei Lich.
△ Bleicheubrch, 20. März. In Bezug auf den Artikel in gestriger Nummer des „Gieß. Anz." : „Aus Oberhessen", bezüglich der Vertilgung von Raupen und anderem Ungeziefer, gibt unsere Chronik über Verheerungen der Raupen in den Jahren 1729 und 1730 folgenden Ausschluß: „In diesen zwei Jahren hat es so viele Raupen gegeben, daß alle Hecken und Bäume vollhingen und diese Kewächse blätterlos wurden. Auf Befehl der Regierung _|u Hanau mußten alle Bewohner der Gemeinde die Nester -aufsuchen und zerstören, allein es half nichts. Das war -eine Strafe Gottes!"
Hercheutzam, 18. März. In unserem höchfigelegenen "Mirgßoite macht die Industrie stets Fortschritte. So hat -der Maurermeister Johannes Oppel III. hier dieser Tage ^in Dampfsägewerk eröffnet, und wird sich derselbe vorwiegend mit dem Schneiden von Dielen und Latten be« ßchiifligen, die waggonweise nach anderen Gegenden, wie Westfalen u. s. w., verladen werden sollen.
§§ Bermuthshain, 17. März. Die Zigarrenfabrik-der Firma Weidner in dem benachbarten Herchenhain sicht seit der kurzen Zeit ihres Bestehens sehr gute Fort- Milte. Als Spezialität fabriziert dieselbe Zigarren nach Hamburger Fabrikation in Handarbeit, und wird dieselbe atg in nächster Zeit Formarbeit in billiger Preislage her- Krlen lasten, welche nichts zu wünschen übrig läßt. Ebenso Ml dieselbe jetzt eine Packung'her, die in Bild den Hohe- codökopf mit Klubhaus, den Taufstein, die Herchenhainer Me mit Aussichtsturm u. s. w. aufweist, und die in ihrer gelegenen Aufmachung allgemein Bewunderung hervorruft. Noch vorzüglicher aber schmeckt die aus rein überseeischen Sabafen hergestellte „Perle des Vogelsbergs", welche Zigarre mit Recht eine Perle selbst für den anspruchsvollsten Taucher ist.
§ Stockheim, 18. März. Der in weiteren Kreisen bekannte, in der Nähe des hiesigen Bahnhofes wohnende Gastwirt und Baumaterialienhändler Jo Hs. Walther i'l verflossene Woche gestorben.
O Büdingen, 18. März. Vor einigen Tagen stürzten hier beim Abbruche eines Hauses ein hiesiger Zimmer- weifter und ein Lehrjunge ab und erlitten beide einige erhebliche Verletzungen.
— Kinzenbach, 19. März. Am gestrigen Sonntag Mittag fand Hierselbst im Saale des Gastwirts Peusch eine
Versammlung der landwirtschaftlichen Kasinos des Kreises Wetzlar statt, welche sehr zahlreich besucht war. Von feiten des Vorstandes hatten sich eingefunden der Herr Direktor der landwirtschaftlichen Winterschule Dr. Perseke, Herr Kreisbaumeister Kämpfer und Herr Kreis- Obstbaumlehrer Kilb aus Wetzlar. Der Vorsitzende der vereinigten Kasinos, Herr Oekonom Vorwerk aus Wetzlar, eröffnete die Versammlung, worauf Herr Dr. Perseke einen sehr lehrreichen Vortrag über Frühjahrsbestellung hielt. Sowohl über den Gersten- und Haferbau, als auch über die Anbauung der Knollengewächse gab der Herr Direktor aus dem reichen Schatz seines Wissens über Bodenverhält niffe, Saatgut u. s. f. ausführliche Mitteilung. Mit regem Interesse folgten alle Anwesenden dem Vortragendeu, und auch aus der daran anschließenden Debatte konnte man noch manche Belehrung schöpfen. Mit diesem ersten Vortrag war aber die Tagesordnung noch nicht erledigt. Auch Herr Kreisbaumeister Kämpfer, sowie Herr Kreis-Obstbaumlehrer Kilb machten im Anschluß an diesen Vortrag m- teressante Mitteilungen. Zum Schluffe dankte der Herr Vorsitzende für den zahlreichen Besuch, und ermahnte, daß man auch die nächste Versammlung zu Garbenheim im Monat Mai recht gut besuchen möchte.
Uermischles.
* S o e st, 19. März. Der durch gegangene E i s e n b a h n z u g. Ein lustiges Kleinbahnidylt wird aus hiesiger Gegend berichtet. In einem Soest benachbarten Kreise erlebten kürzlich die Reisenden eines Kleinbahnzuges eine seltene Kurzweil. Ein Reisender hatte, da er ohne Fahrkarte im Zuge war, eine solche nachzulösen. Zur Regelung dieser Angelegenheit begab sich der Zugführer mit ihm, als man eine auf dem Scheitelpunkt der Bergstrecke gelegene Haltestelle erreicht hatte, in das Dienstzimmer, welches zugleich Schankstube war. Der Zug mußte wohl, trotzdem die Fahrt bergauf gegangen war, stark vor der fahrplanmäßigen Zeit eingetroffen sein, denn der Zugführer steckte plötzlich den Kopf zur Thür der Schankstube hinaus und winkte, worauf Lokomotivführer und Heizer gleichfalls in der Schankstube verschwanden, selbst der Schlußbremser stieg von seinem Thron herab und gesellte sich seinen Kameraden zu. Ob nun der Wunsch der Reisenden, bald weiterzufahren, so mächtig war, oder was sonst die Ursache war, plötzlich setzte sich der Zug ohne das Personal in Bewegung und roflte programmmäßig thalabwärts. Es entspann sich nun ein wildes Rennen, die Beamten jagten hinter dem Zuge her, ohne ihn einholen ru können. Bald jedoch verlangsamte sich die Gangart der Maschine, schnaufend erreichten endlich die Zugbeamten den ihrer Obhut anvertrauten Train und schwangen sich wie die Katzen auf ihre Plätze, worauf dann die Weiterfahrt erfolgte.
• Berlin, 19. März. Wie begehrt in der Leipzigerstraße in Berlin Geschäftsräume sind, beweist die That- sache, daß in dem Neubau, welcher auf dem am 1. April zum Abbruch gelangenden Hotel Kißkalt (Stadt London), Leipzigerstraße 50 a,' erstehen wird, bereits, wie die „Allg. Fleischer-Zeitung" mitteilt, sämtliche Läden, 1. und 4. Stockwerk an eine Hamburger Firma für eine Jahresmiete von 150,000 Mk. vermietet worden sind. Ebenso haben die Läden und erstes Stockwerk, welche der Neubau auf den gleichfalls zum 1. April dem Abbruch verfallenen Grundstücken Leipzigerstraße 73 und 74 enthalten wird, zum Mietpreise von 65,000 Mk. fürs Jahr bereits einen Mieter gefunden. Endlich wird mit dem Beginn des Frühjahrs auch das kleine Haus Leipzigerstraße 12 abgerissen werden, welches für den ansehnlichen Preis von 750,000 Mk. von einer Linoleumfabrik erworben worden ist, um auf dem Platz ein neues Geschäftshaus zu errichten. Werden so mehr und mehr alle Räume der Leipzigerstraße für Geschäftszwecke hergerichtet, so werden umgekehrt in der Friedrichsstraße Geschäftsräume vielfach Restaurationszwecken dienstbar gemacht. Man bezeichnet das im Volksmund kurzweg dadurch, daß man die Leipzigerstraße Kaufstraße getauft hat, die Friedrichsstraße aber „Saufstraße".
* Berlin, 19. März. Die Märznummer der anarchistischen Zeitschrift „Neues Leben" wurde heute auf Grund des § 130 des Strafgesetzbuches konfisziert.
* Ksnitz, 19. März. Die Untersuchung in Sachen des ermordeten Obertertianers Ernst Winter ist jetzt durch einen neuen Umstand wesentlich erschwert worden. Wie bereits telegraphisch gemeldet, ist ebenfalls seit dem 11. d. M. der 17i/t Jahre alte Wirt- schaftS-Eleve Paul Bülow aus Jesiorken bei Könitz spurlos verschwunden. Bülow war im Krankenhause zu Könitz behandelt worden, und sollte an jenem Tage als geheilt entlassen werden. Er ging aus, um nachzusehen, ob ein Wagen, der ihn hätte abholen sollen, angekommen sei, und ist seitdem nicht mehr gesehen worden. Seine Sachen hatte er im Krankenhause zurückgelassen. Bezüglich des Winter ist jetzt noch ein weiterer Fund gemacht. Die Unterkleider des Ermordeten wurden nämlich in der Nähe der katholischen Kirche aufgefunden. Uebrigens soll Winter, ein schlanker hübscher Mensch mit der Tochter eines Fleischermeisters verkehrt haben, weshalb vermutet wird, daß er einem Eifersüchtigen zum Opfer gefallen ist. Die Ergebnisse der Untersuchung werden vorläufig geheim gehalten, auch ist eine Verhaftung bisher nicht vorgenommen worden.
* Gers, 20. März. Der Brauereidirektor Jrmscher aus Neustadt a. d. Orla, der Leiter der Thüringischen Exportbierbrauerei hat sich im hiesigen Gerichtsgefängnis erhängt. Er war bedeutender Unterschlagungen beschuldigt.
* München, 20. März. Der Kuppeleiparagraph scheint einmal den Richtigen getroffen zu haben. Ein Bau« aus Sauerlach wurde vom Landgericht zu V/2 Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er seiner Stieftochter gestattet hatte, häufig ihren Liebhaber bei sich aufzunehmen, und er sich dafür von dem Liebhaber im Wirtshause freihalten ließ.
* München, 19. März. Gestern wurde in Schleiß- heim bei München zum großen Erstaunen der Reisenden! der ganze Münchener Zug von Gendarmen durchsucht und ein in dem Wagen dritter Klasse sitzender Mann verhaftet. In der Nacht vorher war in der Nähe von Freising ein Bauer aus Tuntenhausen ermordet und ausgeraubt worden. Der Verdacht lenkte sich auf einen gewissen Hell aus Neustift bei Freising. Dieser ivar am Morgen nach der Mordthat in Marzling in den Münchener Zug gestiegen und unterwegs ereilte ihn die Verhaftung.
* Kiew, 20. März. Nach dem Aufthauen des Schnee« stellt sich heraus, daß bei dem dreitägigen Schnee sturm, der Ende Februar Südwestrußland heimsuchte, sehr viel Menschen um'S Leben gekommen sind. Im Kreise Kiew wurden etwa 20 Leichen Erfrorener gefunden. Auch in anderen Kreisen stößt man auf die Leichen verirrter Menschen und Pferde.
* Durch einen Akt der Liebenswürdigkeit: des Kaisers wurde ein Matrose des Linienschiffes „Kurfürst Friedrich Wilhelm" überrascht, als dieses mit dem Monarchen an Bord dieser Tage Helgoland anlief. Der Matrose Hermann Dreher war nämlich der erste Sohu der Insel, Der als Freiwilliger sich zur Aufnahme in die deutsche Marine gemeldet hat. Als man sich seiner wogenumbrandeten Hermat näherte, erhielt er auf Befehl des Kaisers die Mitteilung, daß ihm bis um 12 M)r nachts Landurlaub zum Besuch seiner Verwandten bewilligt sei; die Dampfpinasse des „Kurfürst Friedrich Wilhelm" werde zur angegebenen Stunde am Strande bereit stehen, um ihn wieder an Bord zu bringen. Vor allen Dingen aber wurde dem hocherfreuten Urlauber als Geschenk des Monarchen ein Zwanzigmarkstück überreicht, auf daß er seinen Angehörigen nicht mit leeren Händen zu nahen genötigt sei.
Heer und Marine.
Der Abschnitt »Uufklärung* innbet neuen Felddienst- ordnung enthält neben einer neuen Bezeichnung für die von großen Reiterkörpern vor der Front vorgeschobenen und eigentlich als starke Offizierpatrouillen, zu. betrachtenden Eskadrons „Aufklärungs- Eskadrons" und neben dein Hinweis darauf, daß auch Patrouillen den Kampf nicht scheuen, saftest/ selbst größere Jnfonteriekörper eingesetzt werden dürfen, wenn1 äufi'wDtre Weise Nachrichten nicht zu erhalten sind, auch eine Neuerung von großer Bedeutung. In Nr. 83 ist der Satz, daß die Kavalleriedivisionen vor der Front auch die Bewegungen der eigenen Truppen verschleiern sollen, nicht mehr enthalten. Bei näherer Prüfung wird man dem bei» pflichten können; einigermaßen kommt damit der Satz, daß die eigene Kavallerie zunächst die feindliche»! Reitermasien in der Aufklärung ju werfen habe, zum Ausdruck, die Reitermasien vor Front werden weniger gebunden, können sich steter nach dem Punkte, an dem starke Kräfte nötig erscheinen, zusammenschieben. Bei den sehr großen Frontbreiten der heutigen Masienarmeen während der Bewegungen list es den Kavallerie-Divisionen nicht möglich, die ganze Front zu verschleiern, wenn sie sich nicht zersplittern nnd ihre Kampfkraft beim Zusammenstoß mit der feindlichen Kavallerie in Frage stellen wollen. Zudem wird die Thätigkeit der Kavallerie-Divisionen vielfach auf den Flügeln liegen. Wenn die Verschleierung, ebenso wie die nähere Austlärung an manchen Stellen der Divisions-Kavallerie zufallen wird, so darf man die letztere nicht zu schwach bemessen, die Felddienstordnung spricht sich über ihre Stärke nicht bestimmt aus, läßt vielmehr Spielraum.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter B3r*e vom 80. März.
Wechsel auf New-York zu 4.21%-221/8.
Prämien auf Kredit per ult. März 0.75 %, do. per ult. April 1.80% Diskonto Kommandit per ult. März 0.750/q, do. per ult. April 1.85%. Lombarden per ult. März 0.65%, do. per ult April 0.80%, Berl Handelsges per ult. April 0.00%.
Kotierungen: Kreditaktien 235.10.00-00-000, Dtekonte- Kommandit 197 40-000, Staatsb. 187.90, Gotthard 142.00, Lombarden 28.70-00.00, Ungar. Goldrente 96.95, Italiener 94.80, Spree. Mexikaner 26.00, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.29, PrivakDiskont 5%% Geld.
1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 234.90-00.000, Diskonto-Komman- dit 197.40-197, Staatsbahn 187 70-20, Lombarden 28.70 Portugiesen 00 00 B. 00 G. Bochumer 00.00.
Verlosungen. (Ohne Gewähr.)
— Ostender 2S»Ares »Lose von 1858. Ziehung vsm 1. März. Haupipretse: Nr. 27477 3000 Frcs, Nr. 2414 3149 6307 8583 9084 9813 10ßÖ£) 10621 11175 12581 14043 17136 17147 19787 21946 23894 Y4866 25104 25554 36706 je 100 Frcs.
— Antwerpener 100»FrcS.»Lose von 1887. Ziehung vom 10. März. Ser. 62766 Nr. 7 10000 FrcS., Ser. 8460 Nr. 24 1000 Fres., Ser. 61762 Nr. 15 500 FreS., Ser. 22192 Nr. 23. Ser. 35724 Nr. 14 je 250 F>cS. Auszahlung 1. Juli.
— Mailänder IV Kr. Lose von 1866. Ziehuna vom 16. März. Ser. 92 371 848 878 1872 1996 2586 2984 3799 4067 4105 4178 4209 4449 4452 4683 4684 5097 5574 5592 5817 6031 6649 6918 7420. Hauptpreise: Ser. 4067 Nr. 12 50000 2., S. 5817 Nr. 100 1000 2, S. 5097 Nr. 73 6002., S. 5817 Nr. 32, S. 6649 Nr. 2, S. 6918 Nr. 42 und 70 je 100 2.
Eisenbahntelegraphistinnen. Auf den Bahnhöfen Berlins findet gegenwärtig die Ausbildung junger Damen zu Telegraphistinnen statt, die nach und nach die männlichen Kräfte zum Teil ersetzen sollen. Während der Ausbildung erhalten die Damen 30 bis 45 Mark, später werden dieselben gegen Tagegeld von 2 Mark diätarisch beschäftigt, Bei der etatsmäßigen Anstellung wird ein AnfangSgehalt von 900 Mk. und der Wohnungsgeldzuschuß der Unterbeamten gezahlt, Der Meistgehalt ist auf 1400 Mark festgesetzt vielleicht giebts demnächst auch werbliche Zugführer, Schaffner und Briefträger, letztere dürsten sich insbesondere zur Bestellung von Laubfröschen (Postaufträgen) und Nachnahme eignen, da man Damen gegenüber in der Regel zuvorkommender ist und deshalb lieber bezahlt als wenn der bärtige Postbote kommt.
Marconi und die Amerikaner. Wie die deutsche Post- zertung schrerbt, hatte Marconi, der Erfinder der Telegravhie ohne Draht sich erboten, die amerikanischen Kriegsschiffe mit Apparaten seines Systems zu versehen und entsprechende Stationen zu errichten jedoch unter der Bedingung, daß mindestens 20 Stationen errichtet, und für jede Station jährlich 1000 Dollar Entschädigung an Marconi gezahlt würden. Diese Forderungen erklärten die Amerikaner für unerfüllbar und nahmen daher die Sache selbst in die Hand, indem sie einen höheren Marine-Osfizier beauftragten, zunächst m New-York und auf den Inseln gegenüber der Bai je eine Station anzulegen. Mit welchem Erfolg bleibt abzuwarten. .
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