Ausgabe 
21.8.1900 Erstes Blatt
 
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verantwortliche Reichsbeamte, der Reichskanzler, noch der Bundesrat sind im ganzen Verlauf der Dinge bisher in den Vordergrund getreten, Graf Bülow, der als das aus­führende Organ eines höheren Willens austritt, trägt vor dem Parlament keine Verantwortung, und so sieht man in allem, was bisher geschehen, nur den Monarchen; er ist es, der anordnet und leitet, von ihm ist der Weg vorge­zeichnet, der dem Reiche der Mitte gegenüber eingeschlagen worden ist.

Durch eine Rede, die der Kaiser an die aus der Reise nach China befindlichen Offiziere des Expeditionskorps ge­richtet haben soll und die in diesen Tagen bekannt wurde, ist die Ungewißheit über die Haltung des Reiches China gegenüber keineswegs verringert worden. Einstweilen hat man die Rede als ein Streiflicht über die Unklarheit der Situation zu betrachten, und ein solches ist vielleicht auch die neuerlich aufgetauchte Behauptung von der Amtsmüdig­keit des Reichskanzlers. Folgte dieser auch alsbald ein Dementi aus dem Fuße, so ist doch kaum zu verkennen, daß der Zurückhaltung, der sich der leitende Staatsmann in seinen Amtsgeschäften befleißigt, schwerwiegende Ursachen zu Grunde liegen müssen, denn ein Staatsmann kann kaum ein sonderliches Gefallen daran finden, gewiffermaßen das fünfte Rad am Reichswagen zu spielen und eine Politik mit seiner Verantwortlichkeit zu decken, die, nicht nur was China an­betrifft, der Besonnenheit widerspricht, durch welche sich die Politik des ersten Reichskanzlers auszeichnete. Für den Geschichtsschreiber dürste die Amtsperiode des Fürsten Hohen­lohe eine Quelle interessanter Forschungen werden, nicht nur was des Fürsten stille Thätigkeit als Kanzler anbetrifft, sondern auch hinsichtlich seiner Stellung zu den Parteien, die so außerordentlich verschieden beurteilt wird. Im übrigen dürste es an Gründen, die für einen baldigen Kanzlerwechsel sprechen, nicht fehlen; daß die schutzzöllnerische Strömung auch in den Kreisen der Regierung dem Fürsten Hohenlohe nicht behagt, ist eine Thatsache, die hinreichend bekannt ist, und hinsichtlich seines Amtes als preußischer Ministerpräsi- deut dürsten, abgesehen von mancherlei anderem, die in Be­zug aus die Volksschule gehegten Pläne, die von den Kon­servativen und der Zentrumspartei mehr und mehr auf das Gebiet eines neuen Kampfes um die Schule hingesteuert werden, Veranlassung genug sein, ein Bedürfniß nach Ruhe zu empfinden.

So ging es aus dem Gebiete der inneren Politik ebenso still zu wie in der Vorwoche, wenn auch hier und da An­zeichen austraten, daß die Vorarbeiten für die parlamentar­ische Saison allmälig in Fluß geraten. Vom Auslande blieb es natürlich China Vorbehalten, den Hauptteil des allgemeinen Jnteresies zu beanspruchen. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, ist zur Stunde die große Frage der Rettung der Gesandten und Europäer in Peking bereits gelöst und der Zeitpunkt gekommen, an dem die chinesische Regierung Rechenschaft für das vergossene Blut und das zerstörte Eigentum der Europäer, für die Mißachtung des Völkerrechts abzulegen hat. Ob mit der Besetzung der chinesischen Hauptstadt aber die Wirren ihr Ende gesunden haben werden, muß doch noch sehr ftaglich erscheinen. Noch gährt und brodelt es in der chinesischen Bevölkerung überall, und bestätigt eS sich, daß die Kaiserin und die sonstigen Machthaber sich in das Innere des Landes zurückgezogen haben, dann kann kaum erwartet werden, daß Ruhe und Ordnung in Ostasien sobald wieder einkehren. So lange die chinesische Regierung nicht unter dem Drucke der euro­päischen Truppen steht, so lange wird auch mit der Mög­lichkeit gerechnet werden müssen, daß die Wasienherrschaft andauert.

Aus dem Kriegsschauplätze in Südafrika spielt sich seit vielen Tagen schon eine Jagd auf den Burenführer De Wet und seine Mannen ab, die bisher erfolglos ver­laufen ist, obgleich die englischen Kolonnen von allen Seiten den Weg zu verlegen suchen. Lord Roberts hat ein außerordentlich großes Interesse daran, diesen be­fähigtsten aller Burengeneräle in seine Macht zu bekommen, denn solange De Wet nicht lahmgelegt ist, solange ist auch nicht auf eine Beendigung der Feindseligkeiten zu rechnen. Glückt es dem vielgewandten Führer, durchzukommen und seinem Kameraden Delarey die Hand zu reichen, dann werden die Engländer noch lange im Felde zu stehen haben, ehe sie von einem thatsächlichen Ende des Krieges sprechen können.

In Italien ist, nachdem König Humbert nach seiner letzten Ruhestätte überführt und der neue König die For­malitäten der Versasiung erfüllt, die alte Ruhe wieder ein­gekehrt und Viktor Emanuel wird nun zu zeigen haben, ob diejenigen recht hatten, welche aus dem Fehlen jedes aus den Dreibund bezüglichen Passus in seiner sonst sehr bei­fällig aufgenommenen Thronrede ein Hinneigen zu Frank­reich befürchten zu sollen glaubten.

Die Vereinigten Staaten endlich standen unter bem (mbrud der ersten programmatischen Rede des ernstesten Präsidentschaftskandidaten Bryan'S, der den Kamps gegen den Imperialismus zu seiner Parole gemacht hat, die ihm den Sieg bringen soll. Daß er damit Glück hat, bezweifeln wir. Amerika fühlt sich als Weltmacht und da der Iankee gegen derartige Gefühle, die seinem Nationalstolz wohlthun, Nicht unempfindlich ist, wird Mac Kinley das Feld voraus­sichtlich behaupten.

China 1895 bis zum Juni 1900. n.

Die jetzigen Unruhen gehen nach der allgemein ver­breiteten Ansicht, und soweit die äußeren Umstände in Frage kommen, von den sogenannten Boxern aus. Die wahren Ursachen liegen, wie wir im vorstehenden kurz zu entwickeln suchten, tiefer und beruhen in der Reaktion des Altch-inesentums gegen die fremde Kultur und gegen den Zuwachs des fremden! Uebergewichts. Diese Frage hat sich dadurch so scharf zugespitzt, weil die Mandschu-Dynastre

sich auf 'feiten des Altchinesentums gestellt und hiermit auch die ihr ergebenen Truppen dem Aufstand zuge- führt hat.

China ist das Land der G e h eimb ün d e", sagt M. v. Brandt. Unter diesen Geheimbünden, deren Zahl sehr groß und auch nicht annähernd zu schätzen ist, nehmen einzelne nach Einfluß, Raum, Zahl der Mitglieder, Ge­fährlichkeit der Bestrebungen eine wichtige Stellung ein, umsomehr als sie sich gern und leicht in den Dienst son­stiger Fragen, auch in die Gefolgschaft einflußreicher Per­sonen und Parteien stellen. Ohne alle politischen Rechte, ohne die Möglichkeit, die gemeinsamen Interessen ord­nungsmäßig zu verfechten, dabei niedergetreten von der Gewalt eines despotischen Beamtentums, lag für die höher stehenden Kreise Chinas das Bestreben nahe, die herr­schenden Mißstände durch engeres Zusammenschließen der beteiligten Kreise zu bekämpfen und zu überwinden. Dies konnte natürlich nur im Geheimen geschahen, unter dem Deckmantel des Mystischen für die Außenstehenden, unter der Wirkung des Schreckens für die Mitglieder selbst, um Verrat und Mißbrauch zu verhindern. Ursprünglich nur auf wirtschaftlicher Grundlage beruhend, mischten sich schon frühzeitig politische Interessen in das Wesen der Geheim­bünde, z. B. Bekämpfung der herrschenden Dynastie, Ab­wehr von außerchinesischen Einflüssen usw. Viele blutige Umwälzungen, an welchen die chinesische Geschichte so reich ist, entstammen dem Wirken dieser Verbindungen. Mit Feuer und Schwert, mit Härte und Grausamkeit ausge­rottet, traten sie unter der verschiedensten Form immer wieder von neuem auf und sind bis auf unsere Tage ein wesentliches Moment des innerpolitischen Lebens Chinas geblieben. Die fremden Missionare, namentlich die .am Jang-tse-kiang thätigen englischen und amerikanischen Sta­tionen, haben sich vielfach dieser Bündnisse zu ihren Zwecken: bedien-, leider nicht immer glücklich im Interesse der Frem­den n id der Ausbreitung des Christentums. Der letzte Aufstand in Schantung, welcher auch das deutsche Inter­essengebiet in Mitleidenschaft zog, ist von derartigen Strö­mungen ausgegangen. Man zählt heute Hunderte von Missionsstationen, viele hunderttausende von chinesischen! Christen. Aber trotzdem ist leider nicht zu leugnen, daß der Geist des Christentums keine nennenswerten Fortschritte gemacht hat. Die Chinesen, welche sich bekehren lassen, sind in zahlreichen Fällen von rein äußerlichen Rückfichs- ten geleitet worden. Die Masse sieht in "ihrer Religion etwas dem Christentum Ebenbürtiges, während die oberen Schichten sich streng ablehnend verhalten. Auch in Japan macht die christliche Lehre nur mühsam Fortschritte, darf aber auf die volle Achtung der Japaner rechnen. In China herrscht offene Feindschaft, Verachtung, Haß gegen die aufgedrungene neue Religion, deren Missionare frei­lich nicht immer von Cchjuld freizusprechen sind, wenn sich das Volk gegen sie wendet.

Der Geheimbund der Boxer ist vornehmlich in den Nordostprovinzen, namentlich in Tschili, aber auch in , Schonst, Schantung, bis in die Mandschurei hinein über Hunderitausende, vielleicht viele Millionen verbreitet. Der chinesische Name des! Verbandes istJ-ho-chuan", d. i. Bund der vereinigetn Patrioten. Die eigentümliche Be­nennungBoxer" dürfte auf einem Mißverständnis be­ruhen, dachuan", anders gesprochen, soviel wieFäuste" bedeutet. Die Ableitung, daß diese Sekte sich mit ihrer Hände Arbeit ernährt, daß sie sich mit athletischen Ueb- ungen beschäftigt, daß sie den Kampf als Nahkampf, mit der Faust führt, sind willkürliche, nachträglich entstandene Annahmen. Zweifellos ist derBund der Boxer", wenn wir diksen Namen als einen nun einmal gebräuchlichen: beibehalten, neuen Ursprunges, wenigstens in dem ausge­sprochen fremdenfeindlichen und aufrührerischen Geiste, der die gefährliche Erhebung herbeigeführt hat. Zwischen Pe­king iwnd TientsinTaku besteht seit Alters ein ungemein lebhafter Verkehr, welcher sich der Karawanenstraße mittelst Tragtieren oder des Peiho mittelst Dschunken (d. h. chi­nesischen Ruderbooten) bedient. Diese Verkehrsmittel setz­ten viele Tausende von Arbeitskräften in Nahrung, ebenso war es üblich und notwendig, daß bei der Unsicherheit des Landes und dem Räuberunwesen die Reisenden private Begleitkommandos zu ihrem Schutze mieteten. Seit 1898 verkehrt zwischen Taku und Peking die europäische Eisen­bahn. Ueberall entstehen neue Bahnlinien, deren Bau und Betrieb fast ausschließlich in Händen der Fremden liegt. Die alten Karawanenstraßen sind verödet, die zunehmende Sicherheit macht besondere Schutzmaßregeln überflüssig. Viele Tausende wurden brotlos, andere Unzufriedene chlossen sich, an, und so entstand die Verbindung der Boxer n der heutigen Gestalt, nachdem sie vorher eine rein wirt- chaftlich zugehörige Genossenschaft gewesen war. Tie an­gedeuteten Verhältnisse führen die Boxer naturgemäß auf ein deutlich vorgezeichnetes politisches Gebiet. Ihr Wahl- pruch ist:Verjage die Fremden, schirme die Dynastie!" Ihr Zorn richtet sich vornehmlich gegen die modernen Werke der Kultur, hauptsächlich gegen die Eisenbahn, in welcher der abergläubige, unwissende Chinese nicht nur ein Werk des Bösen, sondern die direkte materielle Schädi­gung seiner Lebensbedingungen erblickt. Zum fanatischen Hasse gegen die Fremden führte fernerhin alles das, was jene ins Land gebracht hatten, vorzugsweise das Christen­tum. Nebenbei mag die Anschauung, daß die Fremden thatsächlich zur Aufteilung Chinas schreiten würden, die patriotischen Besorgnisse dieser Kreise erregt haben. Daß die Regierung zu Peking die von den Boxern 1900 hervor­gerufenen Unruhen Angriffe auf Bahnhöfe, Missionts- tationen ursprünglich gern gesehen hat, ist höchst wahr- cheinlich- da es ihr nur daran gelegen sein konnte, den Fremden vor Augen zu führen, wie groß und wie gefährlich der Widerstand oer breiten Volksmassen gegen das Ein­dringen der Ausländer in das Innere Chinas ist. Da die Regierung mit dem Aufstande liebäugelte, schlug er mäd)p tig empor und ist der Regierung schließlich über den Kopf gewachsen. Die Bewegung war volkstümlich, die Regie­rung selbst ebenso ftemdenfeindlich wie die Boxer: so sah ie sich vielleicht wider Willen mit fortgerissen und chwenkte dann ganz in die aufständische Bewegung ein mit )em Bewußtsein, daß sie nicht imstande sein würde und nicht einmal wagen dürfe, mit den Fremden gegen die eigenen nationalen Bewegungen einzuschreiten. So be­gegnete sich die Reaktion von oben mit der Revolution von unten, beide vereint im Haß gegen die Fremden.

Der militärische Wert der Boxer ist gering, da es I ihnen zum wirksamen! und dauernden Kampf gegen die |

jSÄ" a^ObCTn^J8af!en' überhaupt an Feuerwaffen gebricht. Dagegen durfte kaum daran zu zweifeln sein, nnd an fanatischem Mute fehlen lassen

betl wbmg kriegerischen Massen des mittleren Chinas ganz erheblich unterscheiden werden. ^^?<^^ftsche -rrrchpen auftreten, so ist kaum daran zu zweifeln, daß die Ueberwindung dieser großen Massen an die fremden ^reitkrafte höhere Forderungen stellen dürfte und namentlich ein verhältnismäßig zahnreiches Aufgebot Bezeichnend für die Richtung, welcher der Boxeraufttand im Verein mit der Haltung der bisher amtlicken Regierung zu Peking verfolgt, ist ein Aufruf den die Boxer m Schantung verbreitet haben: Besagt die ftemden Teufel! Zerstört die Eisenbahnen! Zerschneidet die Telegraphen! Versenkt die Dampfschiffe!

Aus dem Jahresbericht der Grohh. Handelskammer zu Gießen.

Fortsetzung.

..... Die Leitung des Arbeitsnachweises ist einer städtischen Deputation übertragen worden, welche aus dem besoldeten Beigeordneten als Vorsitzenden und den nachgenannten 8, von der Stadtverordneten-Ver- sammlung gewählten Beisitzern des Gewerbegerichts be- steht: Em melius, Faber, Heyligenstädt und Kirch aus dem Kreise der Arbeitsgeber; Andreas, Bock Bräutigam und Diehl aus dem Kreise der der Arbeitnehmer.

Der Verkehr und die Arbeitsvermittelung im dritten Geschäftsjahr des Arbeitsnachweises, 1. November 1898/99,. hat sich, verglichen mit dem vorausgehenden, gestaltet wie folgt:

Ärdetts.tkellen: Gewerkt.

305 (399)

528

165 (339) *728

138

817

997

223

Gemeldet: Gesucht:

Andere Arbeiter:

Arbeiter:

160 (226)

Von den gemeldeten Arbeitsstellen entfallen:

614 (823) auf hiesige, 114 (174) auf auswärtige Arbeit­geber ; 221 (433) Stellen wurden von hiesigen, 307 (385) von zugereisten Arbeitern gesucht;

von den vermittelten 138 (223) Stellen entfallen:

5 auf auswärtige Arbeitgeber und 49 (130) auf hiesige,.

89 (93) zugereiste Arbeiter.

Dtenstbotrn Zu- gegen im u. dergl. sammen Vorjahre 63 (192)

. . 264 (324) 299 (334)

Vermittelt: 46 ( 72) 75 (96) 17 ( 55) ___

Gegenüber dem Vorjahre ist leider wieder ein nicht unerheblicher Rückgang sowohl im Angebot als auch in der Nachfrage zu verzeichnen. Einerseits hat dies seinen Grund darin, daß immer noch von einem großen Teile der Interessenten der Nachweis zu wenig berücksichtigt wird, und andererseits kommt in Betracht der Aufschwung, welchen die Industrie in der jüngsten Zeit genommen hat, infolgedessen konnten die Arbeitnehmer auch ohne In­anspruchnahme des Arbeitsnachweises leicht lohnende Be­schäftigung finden.

Der vergleichsweise hohe Anteil auswärtiger Geschäfte und zugereister Arbeiter bei der Inanspruchnahme des Arbeitsnachweises bestätigt wiederholt, daß der letztere nach wie vor dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage über das örtliche Bedürfnis hinaus dient. In Würdigung dieser Thatsache hat denn arlch Gr. Ministerium des Innern auf diesseitige Anregung hin zu den Kosten des Arbeits­nachweises einen Zuschuß von 300 Mk. aus Staatsmitteln gewährt.

Von der nach der Geschäftsordnung gegebenen Mög­lichkeit, bei dem Arbeitsnachweis Auskunft einzuholen über Fragen aus dem Gebiet der sozialen Gesetzgebung ist bis­her in keinem Falle Gebrauch gemacht worden.

Die für 1898/99 anberaumten 34 Vieh- und Krämer­märkte konnten sämtlich abgehalten werden und haben durchgängig einen starken Auftrieb gezeigt; im Ganzen waren aufgetrieben:

20 497 Stück Rindvieh gegen 10 950 in 1897/98

13 780 Schweine 8 458

Wenn danach auch die Einnahme aus den Märkten den Voranschlag um 1419.72 Mk. überstiegen und im ganzen 4019.72 Mk. betragen hat, so haben doch auch anderer­seits die bezüglichen Ausgaben namentlich infolge der hohen Kosten für die tierärztliche Ueberwachung der Märkte mit 825.40 Mk. den Voranschlag überschritten und im ganzen 1958.29 Mk. betragen.

Der Viehmarkt ist jetzt endgültig auf das der Stadt gehörige Gelände hinter dem Schlachthaus verlegt, dort der Boden aufgefüllt und geebnet, sowie eine Schutzhalle für 100 Haupt Vieh eingerichtet worden.

Die auf Wiedereinrichtung von Pferdemärkten in Gießen gerichteten Bestrebungen sind von Erfolg be­gleitet gewesen, sodaß im Frühjahr 1900 der erste über alles Erwarten gut besuchte Pferdemarkt hier abgehalten werden konnte.

Aus Stadt und Aand.

Gießen, den 20. August 1900.

** Forst- und landwirtschaftliche Bernfsgenoffenschaft. Im Auftrage des Vorstandes der Forst- und landwirtschaftlichen Berussgenossenschast für daS Großherzogtum Hessen finden gegenwärtig Spezialrevifionen bei den Personen statt, die eit dem Bestehen der Berufsgenossenschaft durch einen Un- all in den Genuß einer Rente gekommen sind. Hierbei teilte es sich heraus, daß sich der körperliche Zustand nahezu amtlicher Rentenempfänger im Lause der Jahre derart ge- jeffert hat, daß eine Reduktion der Renterbezüge um 25 bis 33*/g ®/e vorgenommen werden kann.

* Rückzahlung der Jvvaliden-Beittage. Eme Bestimmung der Jnvaliden-Bersicherung erfreut sich ungeteilter Aner­kennung bei den weiblichen Versicherten: die Rückzahlung der Beiträge, sobald sie eine Ehe eingehen. In diesem Falle wird die Jnvaliden-Verficherung zu einer Sparkasie, deren Inhalt, wenn er auch nicht groß, doch für die Be­gründung eines Hausstandes recht gelegen kommt. In wel­chem Umfange die Rückzahlungen erfolgen, ergiebt sich aus nachstehenden Angaben: Die Rückzahlung der Beiträge be­gann, der im ersten JnvaliditätS- und Altersversicherungs- Gesetze vorgesehenen Wartezeit von fünf Beitragsjahren entsprechend, um die Mitte deS Jahres 1895. In den seit­dem verflossenen fünf Jahren sind an nicht weniger alSs

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