Ausgabe 
21.4.1900 Zweites Blatt
 
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haben Mai, September und Oktober, je einen Februar, Juni, Juli und November, während der Dezember nrH gewürdigt worden ist, Geburtsmonat eines unserer QSollten Häupter zu sein. Aber auch noch andere deutsche u il fremde Fürstlichkeiten, wie z. B. der Erbprinz Bern- b'nb von Sachsen-Meinigen, die Ex-Königin Marie von LMvver, der König der Belgier und der der Dänen, fLk der König Karl von Rumänien u a haben nichts b'1<tncn einzuwenden gehabt, tn dem verfehmten 4. Monat sw der ffidt zu erblicken Weiter sind jKiarl der Große und Napoleon III., Shakespeare, am rnLtüben Lage wie König Albert von Sachsen geboren, und Mland als Aprilkinder zu nennen. Endlich ist Bismarck M nennen. ___________

R. Reichelsheim i. d. W., 19. April. Ein hiesiger Bürger llialhi- am zweiten Feiertage einen Gang in den Wald nach d !v FelsenDer wilden Frauen Gestühl", um sein Losholz 5 ii brfichtigen. Da er ganz allein und ohne jeden Anhang f.j-it haus bewohnte, fiel erst am dritten Feiertag sein Aus- 'üiben auf. Ein von Dauernheim kommender Gendarm M den Mann, anscheinend schlafend, tot unweit des ge- mnnten Felsens. Er erstattete sogleich Anzeige, und das Gtticht stellte fest, daß der Entseelte an einem Herzschlage gestorben war. Die Leiche verblieb noch bis gestern nach­mittag, bis das Gericht alles eingesehen hatte, unter Toten- urocht zweier Männer, an Ort und Stelle. Dann wurde i jie hierher gebracht. Der Verstorbene hatte seinen Abfuhr- .Hein Über das LoSholz in der Tasche, woraus man sogleich Feine Person feststellen konnte.

§ Schotten, 19. April. Der hiesige Schlittschuh- und Badeverein erbaut zwischen der Holzschneiderei on Kaltenhäuser und der Adamsmühle ein B a d e h a u S. -In dem benachbarten Busenborn soll ein neuer Schnl- s.ial errichtet werden.

0 Selters, 19. April. Bezugnehmend auf den in Nr. .L d. Bl. erschienenen Artikel sei mitgeteilt, daß nicht der Kurort Selters im Taunus, sondern Selters, Kreis Aüdingen, gemeint ist. In hiesigem Orte ist kein Saal uorljanben, daher mußten die Vorführungen, unter denen ctudj das Leiden Christi in Lichtbildern gezeigt wurde. In Her Kirche stattfinden.

£ WormS, 19. April. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird das neuerbaute Schulhaus, die ,,Äi bei ungenschule", seiner Bestimmung übergeben. NaS 118. Infanterie - Regiment rückte gestern auf drei Wochen zur Schießübung und Bataillons-Exerzieren nach Griesheim ab.

WormS1-I8. April. In dem soeben erschienenen Bericht der hiesigen Handelskammer schreibt ein Kon- s^mnfabrikant, daß er im letzten Jahre 13 225 Zentner Mnides Obst aus verschiedenen Ländern verarbeitet habe, unter welcher Menge sich keine Apfelsinen, die zur Her- ffelfung von Marmeladen in großer Menge gebraucht wer­

den, befinden; er fügt hinzu:Aus dem vorstehend an­geführten Material geht zur Deutlichkeit hervor, daß in Jahren, in denen eine Mißernte eintritt, der Bezug von ausländischem Obst geradezu unerläßlich ist. Eine Er­schwerung des Bezugs von ausländischem Obst durch Zoll­maßregeln würde auch die im Aufschwung befindliche Fruchtkonserven-Jndustrie empfindlich treffen. Das aus­ländische Obst kostet soviel Fracht, daß diese schon einen Schutz bildet, und der Abgang an Früchten, der durch den langen Transport in den heißen Sommertagen entsteht, ist so groß, daß man nur unter dem Druck der ernstesten Notwendigkeit nach ausländischem Obst sich umsieht". Nachdem nun auf den Nachteil hingewiesen ist, der dem deutschen Konservenfabrikanten daraus entsteht, daß er den Zucker um 23.50 Mk. teuerer bezahlen muß als der ameri­kanische und englisck)e Fabrikant den aus Deutschland be­zogenen Zucker, heißt es weiter:Nicht genug damit, soll nun auch nock) das frische Obst verteuert werden? Jede Verteuerung des Obstes, die eine Erhöhung der Fabri­kationskosten nach sich zieht, erleichtert dem Amerikaner die Konkurrenz aus deutschem Boden, und es würde der Zoll von 60 Mk., der auf Konserven ruht, nur um so illusorischer werden, da dieser durch unsere unglückselige Prämien- und Zuckersteuerwirtschaft bereits nahezu kompensiert ist. Die Obstpreise sind von selbst in den letzten Jahren ganz wesent­lich in die Höhe gegangen und es werden z. B. für Apri­kosen, Mirabellen, Reineclauden u. s. f. heute 100 Prozent höhere Preise angelegt als vor 67 Jahren; das spricht doch deutlick) igemuj. Was in aller Welt würde der Fabrikant anfangen, wenn eine Mißernte eintreten würde, wie z. B. in den letzten beiden Jahren? Er wäre unausbleiblich zur Einstellung des Betriebes verurteilt."

bm. Mainz, 19. April. Nach Mitteilung des Kreis­amts wird Staatssekretär Graf Posadowsky morgender Stadt Mainz einen Besuch abstatten. Die Reise gilt haupt­sächlich der Besichtigung des kurfürstlichen Schlosses, zu dessen Renovation ein Reichszuschuß beantragt ist. Die infolge des schrecklichen Unglücks bei Bingen wieder sehr laut gewordenen Klagen über den mangelhaften Ver­kehr zwischen RüdeSheim und Bingen haben der hiesigen Eisenbahndirektion Veranlassung gegeben, sofort Erhebungen darüber anzustellen, in wie weit Aenderungen im Trajekt­verkehr angängig sind. Zn dem deutschen Bundes­schießen in Dresden wurde angeregt, daß die Stadt Mainz eine Ehrengabe stiften solle. Der städtische Finanzausschuß hat sich aus prinzipiellen Gründen ein­stimmig dagegen ausgesprochen. Ehe man aber in der Stadtverordneten-Versammlung eine definitive Ablehnung beantragen will, soll ermittelt werden, ob die Stadt Dresden zu dem hiesigen Bundesschießen irgend eine Ehrengabe ge­sandt hat. Zwischen dem hiesigen Schulvorstand und dem Ministerium in Darmstadt hat sich hinsichtlich der Z u- sammensetzung des ersteren eine etwas eigentümliche Meinungsverschiedenheit gebildet. Nach dem Volksschulgesetz von 1874 hat nämlich der Vorsitzende des Schulvorstandes im verflossenen Jahre den Pfarrer derFreien christlichen

Vereinigung" Frhr. v. Cueeagna in den Schulvorstand be­rufen Das Ministerium aber bestritt dem Genannten nach einer gesetzlichen Bestimmung des Jahres 1850 die Be­rechtigung, dem Schulvorstande angehören zu dürfen.

Marburg, 19. April. DieHessische LandeSzeitung" chreibt: Der Abgeordnete Ludwig Werner hat sich nun endlich doch noch bereit gefunden. die Privat. beleidigungSklage gegen unseren verantwortlichen Re­dakteur ErdmannSdörffer einzureichen. ErdmannS- dörffer wird den Wahrheitsbeweis dafür antreten, daß Werner einem jüdischen Parlaments - Journalisten gegen Entgelt Nachrichten geliefert, und, als er dies ableugnete, eine bewußte Unwahrheit ausgesprochen hat.

---Frankfurt a. M., 19. April. Stadttheater. Nach Vereinbarung mit Eleonore Düse ist festgesetzt worden, daß die Künstlerin am 28. und 30. April tm Schauspielhause auftreten wird. Sie bringt ihre, ganze italienische Gesellschaft mit. Die Preise werden erhöht fein.

Kassel, 19. April. Mit gewaltigem Krachen erfolgte gestern vormittag in dem Häusergeviert, das sich zwischen Graben, Tränkepforte und Marställer Platz befindet, em Einsturz. Diesmal sind die Fundamente der Hinterhäuser von Privatmann Heckmann und Buchhalter Dubuision teil­weise eingestürzt. Diese Fundamente sind vermutlich zum Teil auf dem alten Stadtgraben aufgerichtet gewesen.

Kandel Md Uerkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse vom 19. April.

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Prämien auf Kredit per ult April 0.95 %, do. per ult. Mai 2.10%. Diskonto Kommandit per ult. April 0.80%! do. per ult. Mai 1.80%. Lombarden per ult April 0.40%, do. per ult Mai 0.75%, Spanier per ult. Mai 0.00.

Notierungen: Kreditaktien 228.80-229-80, Diskonto- Kommandit 190.40-10-40, Staatsbahn 186.80-00, Gotthard 142.00, Lombarden 27.90-00.00, Ungar. Goldrente 97.70, Italiener 94 80, Sproz. Mexikaner 25.80, Oeaterr. Coupons 84.%, Amerik. Coupons 4.19, Privat-Diskont 00 Br. 4%G.

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Mehlshndikat. c

Nach derR. Vztg." wollen die Handelsmühlen der Rheinprovmz, Westfalens, Hannovers und Hessen-Nassaus ein Mehlsyndttat bilden, hauptsächlich weil augenblicklich die Mehlpreise einen Tiefstand erreicht hätten, der zu den in- und ausländischen Getreidepreisen m keinem Verhältnis stehe_______________________________________________________

KchWnachrichku

Der PostdampferKensington" derRed Star Sink', in Ant­werpen, ist laut Telegramm am 17. April wohlbehalten m Rew-Yorr angekommen._______________ _____

Weltausstellung Paris. Das im Auftrage des deutschen Reich« durch bett Münchener Künstler Panstock entworfene moderne Zimmer wird einen Gasofen im sezesfionistischen Style von der Firma I. G. Houbrn Sohn Carl, Fabrik fte Gasheizöfen und Gasbadeofen tn Aachen enthalten.

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Bekanntmachung.

Mit Bezug auf die unterm 18. November v. Js. erlassene Orts- Mlizei Ordnung, betreffend die Ausführung der Artikel 40 m,d 61 ci« Allgemeinen Bau-Ordnung, machen wir die Beteiligten hierdurch noch­mal» darauf aufmerksam, daß nach § 4 der gedachten Verordnung vom Wrginu der inneren und nutzeren Berputzardeiten an allen, zpv längeren Aufenthalt von Menschen bestimmten Neubauten, sowie von Air Fertigstellung deS iuneren BerputzeS von Wohngebäuden dttv Sladtbauamt schriftliche Anzeige zu erstatten ist, und daß nach $ 5 der Verordnung Verfehlungen gegen diese 23 eft immun gen für die Äecherren, Baumeister und Bauhandwerker Geldstrafe bis zu 150 Maik oib it Haft nach sich ziehen.

Gießen, den 12. April 1900.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

2WI Gnauth.

KWfMMischn Imin.

rx-mstag, 21. April, abends 9 Uhr, im VereivshanS:

Krdentliche Generalversammlung.

Tagesordnung: 2646

ll) Sericht über das Geschäftsjahr 1899/1900, Vorlage de« geprüften Rechnungsabschlusses und Entlastung des Vorstandes.

2$) Neuwahl des Vorstandes, der Revisoren zur Prüfung der laufenden lähresrechnnng, des Aufnahme- und Schulausschuffes.

Sl) Beratung und Feststellung des Voranschlages für 1900/1901.

48) Etwaige Anträge der Mitglieder in Gemäßheit § 51 der Satzungen.

Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand.

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