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Ichrzahl nach in den 1840er und 1850er Jahren von ge. liiitnüßiaen Männern für die Gemeinden ihres Bezirks, d o unter deren Garantie gegründet, sind nicht mir aus Ur Initiative Privater hervorgegangen, sondern auch von tu gleichen Bevölkerungskreisen inzwischen verwaltet und ttiter entwickelt worden. Der wohl in den meisten Sta Inten dieser Sassen ausgesprochene Zweck war: »Der ländlichen Bevölkerung Gelegenheit zu geben, ihre Er parmsie ton kleinstem Betrage an jederzeit verzinslich und sicher an- plegen, und gleichzeitig das Sapitalbedürfms durch Darren aus gerichtliche Hypothek oder gegen Garantie der Gemeinde zu billigem Zinsfuß zu befriedigen." Dieser Zweck ist anerkannt befriedigenderweise stets erreicht worden. Unt uneigennütziger, kluger und vorsichtiger Verwaltung, -konnten sich die Sparkassen im Laufe von etwa fünfzig Mren aus bescheidenen Anfängen zu ganz bedeutenden . liftituten entwickeln, die für den kleinen und mittleren Üblichen Grundbesitz eine hauptsächliche Darlehenquelle, -für den kleinen und mittleren Kapitalisten eine bequeme unb sichere Spargelegenheit bilden. Dabei konnten durch sparsame, großenteils im Ehrenamt ausgeübte Verwaltung nicht nur ansehnliche Reserven angesammelt, sondern auch fürgemeinnützigeZwecke alljährlich erhebliche Summen den Kreisen, Gemeinden rc. zur Verfügung gestellt werden. So wurden z. B. in den Jahren 1876 bis 1896 zu wohltätigen Zwecken folgende Beiträge von den Sparkassen
Nbet:
In Erbach i. O Mk.
,, Friedberg
„ Gießen
„ Grünberg
,, Heppenheim
,, Langen
„ Laubach
„ Mainz (Land) . . . . „ Offenbach
„ Oppenheim
„ Seligenstadt
„ Vilbel
„ Zwingenberg 291000
Bon sämtlichen hessischen Sparkassen zusammen wurden Mk. 3 820 000 für gemeinnützige und wohlthätige Zwecke herg<geben. Daß diese Anstalten auch unter dem bürgerlichem Gesetzbuch die ihnen gebührende Stellung behalten werden, ist wohl selbstverständlich.
180 000
194 000
169 000
104 000
221 000
395 000
108 000
139 000
1106 000
132 000
121 000
125 000
! Grünberg, 19. März. Der hiesige gemischte Chor (Kirchengesangverein), der sich neben der Pflege .de> Kirchengesangs and) diejenige des Volksliedes ange- Itfleu sein läßt, veranstaltete gestern abend, in der Turn- Holle eine Abendunterhaltung, welche sehr zahlreich besucht tour, Die einzelnen Nummern des reichhaltigen Programms (Chöre, Duette usw.) kamen unter der trefflichen Leitung des Dirigenten, des Herrn Lehrers Roth, recht wirkungsvoll zur Ausführung und wurden mit großem
Beifall ausgenommen. Auch das einaktige Lustspiel „Vetter Fritz" gefiel sehr gut, und die Darsteller ernteten lebhaften Ltpplaus. Die ganze Veranstaltung nahm einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf und bildete einen schönen und würdigen Abschluß der diesjährigen Wintervergnügungen in unserer Stadt. — Am Samstag kam die frühere Post, ein am Marktplatz gelegenes stattliches Gebäude, erbteilungshalber zur Versteigerung. Meistbietender blieb mit 20 100 Mark Herr Wollwarenfabrikant H. Schmidt.
0 Bleichenbach, 19. März. Ein Männliches Mitglied einer Hausiergesellschaft wurde vorige' Woche durch den hiesigen Polizeidiener Günther in einer Wirtschaft dahier verhaftet. Die Gendarmerie von Ortenberg fahndete schon einige Zeit auf den Inhaftierten und führte denselben geschlossen ins AmtsgerichlSgefängniS zu Ortenberg ab.
△ Mainflingen, 19. März. Einen wohlverdienten Denkzettel erhielt vorgestern ein zu Offenbach beschäftigter Tagelöhner von hier. Derselbe hatte nämlich für einen erkrankten Kollegen in dessen Auftrag das Kranken« gelb einkassiert, aber diesem nicht abgeliefert. Diese sonderbare „Kollegialität" muß er jetzt mit 4 Wochen Gefängnis büßen, und das gewiß von Rechtswegen.
)( Mainz, 19. März. Gestern sanden hier zwei Versammlungen statt, in welchen Protestresolutionen gegen die Lex Heinze gefaßt wurden. Die eine der Versammlungen war von sozialdemokratischer Seite einberufen und die andere war eine Versammlung der Buchdruckergehilfen, die sich mit der Beteiligung an der Gutenbergfeier beschäftigte und bei dieser Gelegenheit zum Schluß eine Resolution gegen die Lex Hemze faßte. — Nachdem die Lohnbewegung der Tischler, Kunst- und Bauschreiner 'vergangene Woche glücklich zu Ende gegangen, wollen jetzt die sogenannten Kistenschreiner in Lohnbewegung treten und haben durch ihre Lohnkommission folgende Forderungen aestellt: Einführung der neunstündigen Arbeitszeit mit Lohnerhöhung von 10 Prozent, Einführung eines Tarifs. Für Ueberstunden und Sonntagsarbeiv. dreiunddreißigeindrittel Prozent Lohnaufschlag. — Zum S t r e i k d e r T ü n ch e r. In einer Samstag abend stattgehabten Versammlung der Gehilfen wurde mit 207 Stimmen beschlossen, den Streik fortzusetzen. — In dem kommenden Etatsjahre haben die Protestanten hier eine Kom- munalkirchenfteuer pon zwei und zwei Zehntel Pfennig auf die Mark Steuerkaprtal zu zahlen.
)( M ai n z, 19. März. Auf der Eisenbahnstrecke Mainz- Worms hat sich in der verflossenen Nacht in der Nähe der Station Nackenheim der bei dem 11. Pionierbataillon in Kastel dienende Pionier Klos IL, aus Kaub am Rhein gebürtig, von einem Schnellzug überfahren lassen. Die Räder des Zuges trennten dem Selbstmörder den Kopf vom Rumpfe. Erwiesenermaßen war Klos von Mannheim gekommen und in Nackenheim ausgestiegen, lieber das Motiv zu dem Selbstmord fehlen alle Anhaltspunkte. In den Taschen Klos fand man noch eine Barschaft von 50 Mark. — In der Schloßgasse, einer entlegenen Straße hier, spielte sich heute vormittag ein düsteres Familiendrama ab. Ein dorten wohnender Schuhmacher versuchte erst seiner Frau und dann sich mittelst einer Schusterkneipe den
Hals abzuschneiden. Die Verletzungen von Mann und Fran, die beide in das Hospital verbracht wurden, sind lebensgefährlich. Der Thäter hat schon mehrfach Anfälle von Geistesstörung gezeigt.
' Aufruf!
Fern im Südosten der österreichisch-ungarischen Monarchie an den Pforten des Orients, in Siebenbürgen, besteht seit 5 Jahren mit dem Sitze in Hermannstadt ein Verein Angehöriger des Deutschen Reiches, dessen Hauptzweck ist, seine Landsleute, welche aus den unteren Donauländern, der Türkei, ja oft aus Asien ihren Zug zurück nach der Heimat nehmen und meistens aller Geldmittel bar nach monatelanger Wanderung im elendesten Zustande an die Grenze Ungarns gelangen, aufzunehmen, zu verpflegen und ihnen die Mittel zur Weiterreise zu bieten
Bor zwei Jahren hat dieser Verein den Grund zu einer Stiftung gelegt, welche unter dem Namen „Deutsche Stiftung" dazu dienen soll, in Hermannstadt einen Ort zu schaffen, wo diesen Zuzüglern vorüber« gehend Unterkunft und Verpflegung geboten werde. An diese Stiftung anschließend hat jetzt der Verein dm Plan entworfen, ein Vereinshaus zu gründen, welches dem Zwecke der „Deutschen Stiftung" und den Bedürfnissen des Vereins für gesellige Zwecke entsprechend den Namen „Deutsches heim und Deutsches Stift" trogen soll.
Da aber der Aufbau dieses Vereinshauses Geldmittel erfordert, die der an sich kleine Verein, welcher alle seine Gelder nur der Unterstützung hilfsbedürftiger Landsleute zuwendel, nicht ohne weiteres aufzubringen im stände ist, wendet er sich vertrauensvoll an die mildthätigen Herzen der Landsleute in der Heimat/ mit der inständigsten Bitte, ihm in seinem Vorhaben, ein deutsches VereinShaus zu errichten, welches den notleidenden Brüdern eine^lhüerftanb, Freunden des Vereins, welche das schöne Siebenbürgen aufsuchen, einen Sammelplatz bieten wird, zu unterstützen, und mit zuhelfen an dem Aufbau einer Stätte des Wohlthuns und echter deutscher Geselligkeit.
Geldbeiträge wolle man unmittelbar: An den Verein Angehöriger des Deutsche» Reichs in Hermannstadt (Ungarn) richten, doch dabei angeben, ob dieselben für das „Deutsche Heim" oder das „Deutsche Stift" bestimmt sind. Wer auf einmal mindestens 100 Kronen oder 85 Mk. dem „Deutschen Heim" oder dem „Deutschen Stift" widmet, wird Gründer des „Deutschen Heims" oder des „Deutschen Stifts" und als solcher auf einer im Vereinshause anzubringenden Tafel zu dauerndem Andenken und auch alljährlich im Jahresbericht des Vereins verzeichnet.
Der Verein Angehöriger des Deutschen Reiches in den siebenbürgischen Teilen des Königreiches Ungarn zu Hermannstadt.
Georg Meyer, Vereinsoorfland.
— Kraftmehl-Suppe. 6 Personen Zubereitungszeit 20 Min. Man nimmt von Maggis Krastmehl-Suppe 3 Würfel ä 10 Pfg., zer» drückt dieselben, rührt mit kaltem Wasser zu dünnem Brei an, gießt langsam iVe Liter siedendes Wasser dazu, läßt bei kleinem Feuer 20 Minuten kochen, seiht die Suppe durch, läßt sie noch 10 Minuterr zugedeckt an warmer Stelle ziehen und giebt sie zu Tisch. (Sehr nahrhafte und leicht verdauliche Suppe.)
HW
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Kirchenplatz II.
— Herrenkonfektion. —
Anfertigung n. Maae in eigener Werkatä
Da» Reinige« und Putze« der Oefe« in der Veterinäranftalt M für die Zeit vom 1. April 1900 116 zürn 81. März 1901 vergeben «trbtti. Reflektanten werben ersucht, che Angebote alsbalb bei der unterzeichneten Direktion einzureichen.
Gießen, bett 19. März 1900. Großh. Direktion der Veterinäranstalt.
Dr. Eichbaum. 2140
Hofguts- Berpachtrmg.
Dar Fürstlich Solmr-Braunfels- sche Hofgut Riugelshauseu bei Hungen (eigene Gemarkung) ist sofort meu zu verpachten. Es enthält 1109 ha, darunter zirka 16 ha Wiesen. Lurch die im Gange btfindliche Felb- bttdnigung find die Ausmäüer der im Ganzen 122 ha großen Gemark- Uß aus dem Fürstlichen Besitz aus- Meden, so daß dieser vollständig tm nbiett ist. Weiter sind durch M Feldbereinigung bedeutende Me- lairationen herbeigesührt, insbesondere Qainage-Anlagen und Regulierung ta Wasserläufe und Gräben aus- zesührt. Wohnhaus und Oekonomie- Müde sind in gutem Zustand, llcherleitung ist auf dem Hofe vor« 6 anlien. Die Verpachtung soll von bim Fürstlichen Rentamt zu Hungen auf der Hand vorgenommen werden unb wollen Reflektanten, welche über Ihre Befähigung und ihre Vermögens- vnhaltniffe genügende Ausweise bei Bringen haben, sich spätestens bis M 1. April an das genannte Annmit wenden, wo die Pacht tebin gungen zu ihrer Kenntnisnahme affen liegen.
2B eitere Aufschlüsse werden von ■ blef:m Rentamt bereitwilligst erteilt.
Braunfels, den 16. März 1900.
Fürstliche Rmcknmmer. 2139
36)
243
der
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.
2134
Ver>
Bonn
Schutzmarke,
Otto.
2110
Ikrlkigmuuu'ii
3 250
65 180
85 5051
Buchen-Scheit, Nadcl-Schrtt, Eichen-Knüppel, Nadel-Knüppel, Aspen-Knüppel,
rm
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3
24
7 136
2 6700 3600
54
nachverzeichnetes Holz zur steigerung:
Hohversteigerung.
Donnerstag den 22. März l. IS., vo« vormittags 9 Uhr au, kommt im Beuerner Gemeinde- walb in verschiedenen Distrikten
Hotzversteigerung
rm Gjkßkmr Stflbtwolb.
Montag de« 26. März 1900, vormittags 9l/t Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadt wald im Distrikt Waldshute versteigert werden:
Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen.
Beuern, den 17. März 1900.
Großh. Bürgermeisterei Beuern.
Durchforstung).
Die Zusammenkunft ist auf Licherstraße an der 1. Schneise.
Gießen, 19.. März 1900.
Buchen-Wellen (1. Durchforst.) Nabel-Wellen, rm Nabel-Stöcke.
in Packeten zu 60, 70, 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. das */> Pfund
mit Taschentücher Zugabe empfiehlt in stets frischer Röstung nso Hrch. Wallach Gießen
Seltersweg 62 Seltersweg 62.
Schuster’s Kaffee Sehusfer s [ vielfach preisgekrönt / Kaffee
Für
Schweine
empfiehlt secunda 2124
ltberthrau u. phssphorsaur. Kalk
billigst
Otto Schaat, Seltersweg 39.
Mittwach den 21. Mär; 1900,
nachmittags 2 Uhr,
werden im Bieker'scken Saale versteigert:
1. 1 Sofa, 1 dgl. mit 6 Stühlen und 2 Sesseln, 1 Vertikow, 1 Kommode, 1 vollst. Bett, 1 Regulator, 1 Silberschrank, eine Nähmaschine, 2 Kleiderschränke, 1 ovaler Tisch, 2 Hobelbänke, 6 Malter Kartoffeln, 1 Faß Rot- und 1 Faß Weißwein, ein schwere? Zugpferd, 1 vollst. Meyers Konversationslexikon u. a. m.
2. Eine gut erhaltene Bohrmaschine mit Fußbetrieb.
Die Versteigerung unter 2 findet bestimmt statt.
2117 Geißler, Gerichtsvollzieher.
Krepp ein
täglich frisch. 272
Friedrich Noll, Hofbäcker, MäuSburg.
Kiefernstämme mit 139,64 fm (darunter Scheitholz), Birkenstämme mit 0,94 fm, Fichten- Reisstangen mit 1,86fm, rm Nadel-Scheitholz,
„ Nadel-Knüppelholz, „ Nadel-Stockholz,
Wellen Nadel'Reisig (darunter
Hohversteigerung
in dem
LüßellindenerWarkwatd.
Es werben versteigert Dienstag den 27. März aus ben Ab Leitungen Roblanb, Eichelstück rc.:
6 rm Buchen-Knüppel, 4 rm Eichsn-Nutzscheit, 61 rm Knüppel, hiervon 29 rm in Schichten von 2,5 und 3 m Länge. 1370 Wellen, 38 rm Stöcke, 2500 Nadel-Wellen, 6 rm Stöcke und 5000 Weichholz- Wellen.
Zusammenkunft morgens 9^ Uhr auf der Torsschneise an Abteilung Rodlanb.
Groß Rechtenbach, 16. März 1900. 2133 Das Bürgermeister-Amt.
Jfacbmr-Badeökn i
O.R P. Uber 50000 im Gebrauch D.R.P. fiouben’s ßasbeizöfen t?rospecle gratis.Uertretcr an fast allen Platzen» J.0T)oubcn SobnCarl,Hachen.
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