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21.3.1900 Erstes Blatt
 
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Kskales md Uroviiyielles

Geschmack.

302

Universität und Hochschule

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giebt dem Kaffee nicht nur eine schöne Farbe, sondern auch einen exquisiten

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Essenz

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ernannt.

** Polizeibericht. Gestern abend wurde der Bergmann Heinrich Söhn aus Leun, welcher auf GrubeMarie"

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In bem Scsells : gtlragm, daß die ieiie' ^sMaft mit -mtchlür Mckbnb

.Berlin, 20. März. Der Abgeordnete Dr. Lieber verbringt erneu großen Teil des Tages außer Bett, (fr empfing bereits, im Sessel sitzend. Besuche seiner Freunde und Fraktionsgenossen. Am geftrigen Montage, dem Namensfeste seiner Frau, kamen viele Gratulanten, welche tZ-rau Dr. Lieber ihre Glückwünsche zu der anhaltenden Besserung im Befinden ihres Gatten darbrachten.

Paris, 20. März. Als Gäste der Weltausstell- ung werden folgende gekrönte Häupter erwartet: Der König von Griechenland, der Schah von Persien, der König von Serbien und vielleicht auch der Zar; ferner der Prinz von Wales, ein österreichischer Erzherzog und der Prinz von Neapel. Der Be­such des Negus Menelik ist noch nicht sicher.

London, 20. März. Aus Peking wird gemeldet: Der Einfluß, welchen die Partei der den Fremden feindlich Gesinnten gewinnt, nimmt von Tag zu Tag zu. Die Kaiserin-Mutter scheint es sich zum Prinzip gemacht zu haben, in Zukunft nur solche Beamte, welche wegen ihrer fremdewfeindlichen Haltung bekannt find, mit den höchsten chinesischen Orden auSzuzeichnen.

London, 20. März. Aus Rangoon wird gemeldet: Seit der Niederlage, welche die Kolonne Hertz erlitten hat, nehmen die Unruhen unter den Chinesen und die englandfeindliche Haltung derselben zu. Die Engländer haben sich veranlaßt gesehen, zahlreiche Truppen-Abteilungen nach den bedrohten Gebieten abzusenden.

Lex Heinze.

Berlin, 20. März. Nach der in BundeSratskreisen vorherrschenden Stimmung zu urteilen, muß es dem Lokal- Anzeiger zufolge als ausgeschlossen betrachtet werden, daß die sogenannte Lex Heinze die Zustimmung des BundeSrats finden könnte. Die wachsende Erregung in liberalen und Künstlerkreisen hat auch auf die maßgebenden Regierungsstellen Eindruck ge­macht. Der Bundesrat legt ferner daS größte Gewicht auf den Wohnungs-Paragraphen, der in dritter Lesung ge­strichen worden ist.

Nr.

Erstes!

jpTStaSaren.

'VersW'8 ,. Essbestecke!

Briefkasten.

. Herrn Dr. G. in Die Dampfer der deutschen Ostafrita- Lmie brauchen zur Fahrt nach Lorenzo-Marquez von Neapel aus 27 bU 34 Tage. Sie verlaßen Neapel am 1. und 15. jeden Monats. Heber den Gegenkurs sind wir leider nicht unterrichtet.

Kirchliche Nachrichten. Evasgeltsche Gemeinde.

In der Stadttirche.

. den 21. März, abends 6 Uhr: 4. Dasfionz,

andacht. Pfarrer Dr. Grein.

m de§ Bur-su

e« ttn,t.Jni königlichen Opernhause fand gestern abend auf Befehl des Kaisers eine Fest-Bor- ber 200 Jahr-Feier der Akademie ", ^Osonschaften statt, und zwar wurde auf Wunsch der Mitglieder derselben derFliegende Holländer" gegeben. Der Kaiser wohnte mit zahlreichem Gefolge der Vor­stellung bei.

Berkin, 20. März. DemBörsen-Courier" zufolge werden im Reichstage die Osterferien, soweit es jetzt an maßgebender Stelle bestimmt worden ist, bereits cV?reri ^Uang nehmen. Die zweite Beratung def Etats hofft man heute zu Ende führen zu können. Di? dritte Beratung wird sich alsdann bald anschließen Der Etat wird demnach rechtzeitig fertiggestellt werden können. « Ue&er etn angeblich im Einver

nehmen Mit Deutschland, und Frankreich abgefaßtes r u s s i. sch es Commnniguee betreffs der Friedensver Mittelung in Südafrika, das bereits die ßuftinv mung des Zaren gefunden haben soll, wird einem hiesigen Blatte berichtet. Von unterrichteter Seite erfährt 'die Rational-Zeitung", daß diese Angabe, soweit sie eine deutsche Mitwirkung betreffe, den thatsächlichen Verhält­nissen in keiner Weise entspreche. Die deutsche Regierung hat die Note des Präsidenten Krüger für sich allein be- antwortet.

Kunst und Wissenschaft.

brr mäe3; Die 200 Jahr-Feier der Akademie

JL!fiSel U Ä-Jn B* Astern abend mit einer Begrüßung der Gäste «nfö?9genommen. Die eigentliche Feier fand des fiaiferä9 finH 3Bei^en. ®aafe des königlichen Schlosses in Gegenwart rL8 des Lrs ^°ßem Pomp- vor sich. Um den Ein-

?ie etatitdmTnlftPr ^rtten Vxd) eingefunden: der Reichskanzler,

^toi^ börbTn K und Staatssekretäre, die Spitzen der Militär- und

die^Vlrsammlung^

wurde der Festakt mit einem Chorgesange^eröffnet^ AlSd^n°bi vorfitzende Sekretär der Akadem?- X^Ä biJ

Tages hmwies, an welchem vor 200 Jahren Kurfürst Fnedrtch III. seine Entschließung zur Errichtung einer A,ahhÜ. ShffenUaften kundgeben ließ. Der Kultusminister brachte 'einen Erlaß Kaisers zur Derlesung, wonach die Zahl der Stellet? für ordeittlich? Mitglieder der Akademie m jeder Klasse von 27 auf 30 erhöht wird Letter wurde m tgeteilt, daß der Kaiser an eine Anzahl um die Arbeit der Akademie besonders verdienter Männer Ordens-Auszeichnungen ver­liehet, hat. U a. wurde Professor Theodor Mommsen der Role Adler­orden I. Klasse verliehen. Weiterhin sprach der vorsitzende Sekretär der Akademie deren Dank für die derselben gewährten Bewilligungen und die den Mitarbeitern verliehenen Auszeichnungen aus und verkündete die von der Akademie anläßlich ihrer Jubelfeier vollzogene Ehrenwahl.

tjn t® jini»« itblotf dlüMald, Jw liier' zu Sörzen! Mltül If-

Sirße«, bttt 13.

Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden u. a. Reichskanzler Fürst Hohen, lohe, die Staatsminister Dr. Falk, von Goßler, Dr Studt, der bayrische Gesandte Graf Lerchenfeld und der Minist-rial-Direktor Dr. Althoff. Hierauf ergriff der Kaiser das Wort zu einer längeren Rede, in der er u. a. ausführte: Er erinnere sich gern der Beziehungen, welche die Akademie mit dem Dohenzollernhause verknüpften. Alle Könige Preußens ?ätten als unmittelbare Protektoren teilnehmend, leitend und fördernd I "ber dieser Schöpfung des Kurfürsten Friedrich III. gewaltet. Er freue sich, heute anerkennen zu können, daß die Akademie der Wiffenschaften I nUl? i$on durch zwei Jahrhunderte ihre unversiegte Lebenskraft bewahrt I und daß sie den Erwartungen, die seine Borfahren in sie gesetzt haben, I wollig entsprochen hat und wenn die Akademie die Wiffenschaft von vorn- | he"in in ihrer Universität erfaßt habe, so könne man es ihr andererseits I nachrühmen, daß sie sich der Verfolgung aller außerhalb der Wiffenschaften I liegenden Interessen gänzlich fern gehalten habe. Sie habe es stets | verschmäht, in das Gebiet der politischen Leidenschaften hinab zu I neigen und ihre oberste Pflicht vielmehr allezeit in der reinen und | interesselosen Pflege der Wiffenschaft erblickt. In dieser selbstlosen | Angabe, der sie großes zu danken habe, und die ihr weiterhin den I Erfolg ihres Schaffens verbürgt, diene sie zugleich dem gottgewollten | Ziele alles Wissens, die Menschheit in die Erkenntnis der göttlichen | Wahrheit einzuführen. Daß dies allezeit geschehe, so schloß der Kaiser, I walte der Segen des Höchsten über der Akademie auch im neuen | Jahrhundert. Der Vorsitzende Sekretär der Akademie antwortete mit I einem Hoch auf den Kaiser, und ein Chorgesang schloß die Feier. Nach I Schluß derselben fand im festlich geschmückten Uhrsaal der Akademie I der Wiffenschaft der Empfang der auswärtigen Delegationen statt. I DerReichsanz." bringt einen ausführlichen Bericht über den heutigen I Festakt im Weißen Saale des königl. Schlaffes und teilt mit, daß zu | Ehrenmitgliedern der Akademie ernannt wurden: Reichskanzler | Fürst Hohenlohe, Staatsminister Falk, Kriegsminister Goßler, Kultus- I Minister Studt, der bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld, der Direktor I «n Kultusministerium Althoff, der Generaldirektor der Museen Schöne, I Frau Maria Wentzel geb. Heckmann; ferner wurde eine Anzahl zu aus- | wärtigen Mitgliedern ernannt. Bei dem Festakte teilte der Kultus. I Amskr Studt mit, daß der Kaiser für die Herausgabe der Werke I Wilhelm v. Humboldts und füc ein Wörterbuch der klassischen I Rechtswissenschaft die erforderlichen Mittel aus dem Dispofittons. I l?uds zur Verfügung stelle, daß ferner zur Erhöhung des wiffenschaft- | lichen Fo tds der Akademie für größere Unternehmungen ein Mehrbetrag | "VN 25,000 Mk. und gleichzeitig die Mittel zur Begründung von vier I sür bestimmte Unternehmungen in Aussicht genommenen wiffenschaft- I "chen Beamtenstellen in den Entwurf des Etats für 1900 eingestellt tUr Z" korrespondierenden Mitgliedern der Akademie der Wiffenschaften wurden ernannt: Benecke, Friedländer, Groeber und Theodor Noeldeke, sämtlich in Straßburg, Spengel in Gießen, Schroeder und Karl Gegenbauer in Heidelberg.

Paul Heyse's 70. Geburtstag. Aus Gardone-Riviera | vom io März wird berichtet: An einem milden Frühlingssonntage 1 Amgen heute die Deutschen an der Riviera des Gardasees Paul Heyse's 70 Geburtstag. Am tiefblauen Himmel war fein Wölkchen zu erblicken Der See schimmerte in seiner blauen Pracht. Unter den leuchtenden Sonnenstrahlen gewann selbst das fahle Grün der Olivenhaine ringsum ö-arhe und Leben. Die Mandelbäume erstrahlten in ihrem Blütenschmuck, war em so wunderbarer Frühlingstag, wie wir deren selbst am Gardasee nur wenige erleben Der Dichter hatte gewünscht, den Tag : im engsten Familienkreise, in seiner sonnigen Villa am Seeufer zu ver- | onngen. Seine Gattin und seine Schwägerin, seine Tochter v:rw. Frau Dr. Baumgarten mit ihren vier Kindern, sein Schwiegersohn Oberst- leuinant Layriz aus München, seine Schwägerin Fpgu Geheimrat Kugler aus Tübingen sollten allein bei chm sein. Aber Freunde des Dichters hatten es sich nicht nehmen lassen, persönlich ihre Glückwünsche darzubringen, und so ging es in Heyse's Haus sehr lebhaft zu. Nach­dem schon gestern zahlreiche Gratulattoncn eingelaufen waren, traf heute fnM l2eC eine solche Fülle von Geschenken, Telegram,nen

und Glückvunschschre'ben ein, daß sie sich zur Stunde, in der wir diesen Bericht schreiben, noch gar nicht übersehen lasten. Vormittags begab sich I ?uritfia,lVon Gardone zur V.lla Heys-, um die Glückwünsche I ?rP;hbeUtKen/°l?n,e?U überbringen. Deutsche Mädchen in Frühlings- 1 kle'dern überbrachten dem Dichter Rosen, Veilchen und Narcissen. Paul Heyse war in heiterster Stimmung und dankte für die Huldigung in I s-mer liebenswürdigen Weise. MitEvviva- und Hochrufen auf den I poeta Paolo Heyse klang die herzliche Ovation aus. Der Abend I vereinigte die Festgäste mit der Familie des Dichters in seiner Villa. I Sin Feuerwerk und eine Serenade, von den Besuchern Gardones dar- I gebracht, lockten die Leute aus Fasano und Gardone herbei: es war wie I em Volksfest.

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Grnarmtr Der provisorische Leiter der Kunstgewerbeschule des österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien Professor F- Freiherr v. Myrbach-Rheinfeld zum Direktor dieser Anstalt An Stelle des nach Marburg übersiedelnden Pathologen Hugo Rib'bert der a.-o. Profeffor m der medizinischm Fakultät der Universität Heidel­berg Dr. Paul Ernst, ein geborener Züricher, zum o. Profeffor für allgemeine und spezielle pathologische Anatomie und Histologie an der Züricher Hochschule, sowie zum Direktor des pathologischen Instituts. Der a.-o. Profeffor Dr. Jakob Krall an der Universität Wien zum o. Profeffor der alten Geschichte des Orients.

Habilitiert: In der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig Dr. med. Hirsch als Privatdozent für inner Medizin.

r Gestorben: Am 17. März der Senior der katholisch-theo­logischen Fakultät der Universität Breslau Professor I. H. Friedlieb im 90. Lebensjahr. Der Nestor ver dänischen Chirurgen, Profeffor Saxtorph in Kopenhagen, im Alter von 77 Jahren. Er war ein Schuler des berühmten französischen Chirurgen NÄaton und der erste, der int Jahre 1870 die antiseptische Methode Lister« hier einführte.

Verschiedene-r Aus Rostock wird geschrieben: Der Nerven­arzt Dr. Otto DornblÜth verläßt Rostock, seine Vaterstadt, um in Frankfurt a. M. ein größeres Sanatorium für Nervöse zu begründen. Aus Krakau wird gemeldet: Hier wurde zum erstenmale eine Dame -um Doktor der gesamten Heilkunde promoviert: Frau Sophie Cholewa- Moraczewska, welche bereits in Zürich den Dottorgrad besaß und denselben nun hier nostrifizieren ließ.

verunglückt war, mittelst Bahn hierher verbracht, um in der Klinik Aufnahme zu finden. Derselbe verstarb jedoch schon auf dem Transport hierher in der Bahn. Gestern abend 10y3 Uhr brach in Großen-Buseck Feuer aus, und äscherte die Scheuer des Landwirts Konrad Rohrbach ein. Nur durch das frühzeitige Entdecken des Feuers wurden die Anwohner der Brandstelle vor größerem Schaden bewahrt. Es werden Bauunternehmer, Unter­nehmer von Tiefbauten, Hausbesitzer und son­stige Handwerksmeister darauf aufmerksam gemacht, daß Gruben, Löcher und sonstige Vertiefungen derart zu verwahren sind, daß niemand zu Schaden kommt, da sonst das Gesetz ihn dafür verantwortlich macht. Ein angeblicher Student, der sich von Boden nannte, erschwindelte gestern nachmittag bet einem hiesigen Uhrmacher eine goldene Uhr mit Kette rm Werte von 160 Mk. Der Fremde ist identisch mit einem Schwindler, der unter dem Namen Freiherr v. Herzenberg am 15. I. Mts. in Jena ein Fahrrad er­schwindelte. Man konnte des Schwindlers hier nicht mehr habhaft werden. Verfolgung ist eingeleitet.

() Aus den Gewerbevereinen. Für die Ge- ??or Büdingen ist der namhafte Betrag von

H und für diejenige in Nidda von 700 Mk. als |tt)ette§alfte für jede Anstalt bewilligt worden, und werden diese Summen in aller Kürze zur Auszahlung kommen.

schließen, daß das Schulwesen für ge­werbliche Anstalten bedeutend gefördert wird; denn in an­deren Städten, wo sich derartige Anstalten befinden, wer­den ficher ähnliche Zuschüsse geleistet.

der Wetterau, 19. März. Für Freunde von Wittern nbsbeob ach tun gen geben wir fol- gende kurre Nachrichten: Die Tage vom 18. bis 26. März

>ur die Witterung bis in die erste Juniwoche von hervorragender Bedeutung. Herrscht in dieser Zeit Frost und Ostwind, so giebt es ein trockenes, tauhes Frühjahr; i herrschen Sturm und Schneetreiben, so d«s man sich aus ka"en, nassen Frühling gefaßt machen; Feuchtigkeit, milde Winde und Westwind deuten auf einen milden, hei- ^ren gewächsigen Lenz. Wie sich der Wind in den Tagen vom 8. bis 26. Marz stellt, so bleibt er mit wenig Abwechs­lung bis Anfang Juni stehen. Für den Vogelsreund be­merken wir, daß die Elster um die jetzige Zeit ihr Nest Et und das Flugloch so anlegt, daß es vorder während des Fruchahrv herrschenden Windrichtung abgewendet er- I steint. Madame Elster will also während des Brut- I gescliastes und in der Zeit, wo die Jungen ausgepäppelt I werden, nicht von lästigen Winden gezaust werden. Unsere I Xfinbkute geben genau auf den Bau des Elster- oder Atzel- nestes acht und machen Schlüsse auf die kommende Witte- I Eg. Da die hier vorgebrachten Thatsachen auf lang­jähriger Beobachtung beruhen, so ist immerhin etwas da- I van, und es nimmt vielleicht mancher Naturfreund Ver- f onlaHung, der Sache einige Aufmerksamkeit zu widmen.

Kögelsberg, 19. März. Die wieder- Yvlten Ruckfalle in den Winter, nachdem schon sommerlich I loarnie iage zu Ende Februar aufgetreten, mahnen den I Imker zur besonderen Aufmerksamkeit für seine Völker. I

<9. in^e Winter, sowie das warme Februarwetter ließen I frühe Brut ansetzen. Wir konnten Mche schon int Februar in der That beim Nachsehen der stocke entdecken. Das Brutgeschäft erfordert aber vielen -iQomg, da die Bienen den FuUerbrei für die Brut aus Honig und Blütenstaub bereiten. An Honig war jedoch im vorigen Herbste nicht Ueberfluß, sondern Mangel. Fehlt eben den Bienen die Nahrung, deren sie aus angeführtem Grunde mehr bedürfen als im Winter während der Ruhe so muß ^etzt noch ein Volk elendiglich am Hungertode sterben, ^a, dieser Umstand kann noch im April und selbst in der ersten Hälfte des Mai eintreten, wenn nämlich ein gleicher Futtermangel bei gleich ungünstiger Witterung herrscht. Mag auch draußen in der Natur manch Früh- linasblumchen seinen Kelch öffnen und mögen auch die Haselnußstauden mit reichem Blütenstaub ihre goldenen Kätzchen darbieten, es nützt den Bienen nichts, wenn kaltes Wetter sie in ihre Wohnungen bannt. Darum heißt es setzt für den Imker, die Stöcke ob ihres Honigvorrates aenau untersuchen. Wo er fehlt oder wo nur Mangel §u befurchten, da reiche man sofort Notfutter und zwar den vekannten, bestbewährten Fruchtzucker. Gerade eine frühe Brutanlage laßt starke Völker zurzeit der Frühjahrshaupt- ttacht, der Rapsblüte, erhoffen.

** Anläßlich der Jubelfeier der Akademie der Wissen­schaften in Berlin wurde u. a. auch Herr Professor Doktor Spengel in Gießen zum korrespondierenden Mitglied

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Handel und Uerkehr. NslkswirWP.

Frankfurter Börse vom 19. März

Wechsel auf New-York zu 4.211/r221/|.

Prämien auf Kredit per ult März 0.75 %, do. per Du April 1.80% Diskonto Kommandit per ult. März 0.75%, do n« ' ult April 1.80% Lombarden per ult März 0.55%, do. per' nh April 0.80%, Berl. Handelsges per ult. April 1.60%.

Notierungen: Kreditaktien 285-285.40.00-00, Diskonto. Kommandit 197.60-000, Staatsb. 138.40, Gotthard 142.20, Lorn- barden 28.40-80.00, Ungar. Goldrente 96.80, Italiener 94.70, Zp«, Mexikaner 26.00, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4 Privat-Diskont 5%6 Geld.

1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 235.30-00.000, Dißkonto-Komman- dit 197.60-50, Staatsbahn 188 40-000, Lombarden 28.90 Portugiesen 25 00 B. 00 G. Bochumer 00.00.

Arbeiterbewegung.

Brüx, 19. März. Infolge energischer Intervention der Re- gierung erklärten sich die Werkbesitzer bereit, nach Beendigung deS Streiks eine Lohnerhöhung zu bewilligen.

Mährisch»Ostr<m, 19. März. Ja der heute stattfindenden Versammlung wird über die Wiederaufnahme der Arbeit im Ostrau-Karwiner Revier entschieden weiden. Dir Arbeit dürfle morgen oder übermorgen in vollem Umfange wieder aufgenommin werden.

Madrid, 16. März. In San Feliu de Guixol« und in Palames (Gerona) sind Ausstände der Korkaroeiter aus­gebrochen. In San Feliu wollten sie Kameraden, die Weiterarbeiten wollten, gewaltsam daran hmdern und die Fabriken zerstärin. Die Gendarmerie griff daher ein, und es kam zu einem blutigen Zu­sammenstoß, wobei u. a. ein Gendarm durch einen Messerstich tSltich verwundet und einer der Ausständischm erschoffen wurde. Ta die Erregung fortdauert, so ist von Gerona weitere Gendaimerie ab' gegangen. Viele Familien vrrlassm den O.t, wo weitere Unruhen befürchtet werden.

Telegramme des »Gietzeper Anzeiger^.

Mährisch'Ostrau, 20. März. Die Erwartung, daß der streik beendet werden würde, hat sich nicht erfüllt. Die aestern nachmittag abgehattene Versammlung verlief tumultuös. »irL?Cm?. flten Arbeiterführer, welche zur Wiederaufnahme der bPriPkt n£«n' tbatlrch angegriffen, einer derselben schwer

verletzt. Ls wurde beschlossen, den Streik fortzusetzen. Im Oi lauer

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