§ Michelbach bei Schotten, 18. Februar. Die in ver- 1 stoffener Woche in unserem Gemeindewald (Distrikte Rothenberg, Weides, Dickung und Wann) abgehaltene Holz Versteigerung war gut, besonders von Holzhändlern besucht. Zum Ausgebot kamen 71 Fichtenstämme und wurde der Festmeter mit 30 bis 35 Mk. bezahlt. Der Erlös an Frchtenstammholz ist dieses Jahr ein enorm höherer, da bei der vorjährigen Versteigerung der Festmeter nur auf 24 Mk. zu stehen kam. Als Grund hierfür gilt die Beteiligung von Holzhändlern (Sägewerksbesitzer) aus Nah und Fern. An Brennholz kam nur ein . kleiner Posten zum Ausgebot und wurden im Durchschnitt pro Raummeter Buchenknüppel 2. Klasse 5 bis 5.50 Mk. bezahlt.
x Nieder. Ohmen, 19. Februar. Am verfloffenen Donnerstag wurde hier die Leiche des langjährigen Präsidenten des hiesigen Kriegervereins, Herrn Hanstein, zu Grabe getragen. Ein außergewöhnlich starkes Leichengefolge gab dem Verblichenen die letzte Ehre und legte Zeugnis ab von seiner kameradschaftlichen Verehrung und Wertschätzung. Alle Bezirksvereine des Bezirks Grünberg hatten Vertreter gesandt oder waren in Körperschasten mit ihren Fahnen erschienen. Der Verstorbene war ein Veteran aus den Kriegen 1866 und 1870/71. Wie hoch er deshalb die Bestrebungen des Kriegervereins gehalten, und wie sehr in ihm ein Herz für Kaiser und Reich geschlagen, das sprach der Ortspfarrer, Herr Werner, in beredten Worten am Grabe des Verblichenen. Herr Ranft legte am Grabe als Bezirkspräsident namens des Bezirks einen prachtvollen Kranz nieder, ebenso Herr Dern namens des hiesigen Kriegervereins.
§ Butzbach, 19. Februar. Die gestrige Abendunterhaltung des hiesigen Turnvereins nahm einen schönen । und in allen Teilen wohlgelungenen Verlauf und erfreute j sich eines äußerst zahlreichen Besuches. Die lebenden Bilder, Szenen aus dem Burenkriege darstellend, zu denen teilweise ein erklärendes Gedicht gesprochen wurde, riefen bei dem Publikum, das ja anerkannt burenfreundlich gesinnt ist, einen begeisterten Beifall hervor, ebenso das lebende Bild: Huldigung dem Vater Jahn. Sehr beifällig ausgenommen wurden die turnerischen vorzüglichen Darbietungen einiger Vereinsmitglieder und der von 12 Paaren aufgeführte Stab- und Hantelreigen, sowie die Musikpiecen der Jägerkapelle und Liedervorträge des Turnvereins.
Mainz, 19. Februar. In der gestrigen Fremdensitzung des Karnevalvereins trug sich ein aufregender Vorfall zu. Der Stadtverordnete Jos. Racke wurde noch vor Beginn der Sitzung von einem Sch lag ans all getroffen und mußte mit dem Krankenwagen heimgebracht werden.
ansehnliche Festversammlung! Im Namen der Landes- Universität gestatte ich mir. Sie auf das herzlichste willkommen zu heißen und auf das wärmste hier zu begrüßen. Don nah und fern find Sie der Einladung zum heutigen Feste gefolgt; wir haben die Ehre, Vertreter der Staats- Regierung wie der Bauleitung, Vertreter der reinen Wissenschaft wie der lebensvollen Technik, der hiesigen Stadt wie der Armee, der Lehrer wie der Studierenden unserer Hochschule in diesen Räumen zu erblicken. Sie find erschienen bei einem Feste, welches bestimmt ist, Arbeit abzuschließen und Arbeit zu eröffnen; zur Einweihung zweier.Institute, in denen verwandte und doch selbständige Wissenschaften gepflegt werden sollen; Sie werden Paten sein bei der Jnaugurierung des physikalischen und des physikalischchemischen Institutes. Und wie die Paten nicht gleich zum ersten Atemzuge des Kindes geladen werden, so sind auch Sie nicht zum ersten Arbeitstage gsladen worden. Schon kräftig pulsiert das Leben in den Räumen beider Institute; schon geht eine stattliche Schar von Schülern ein und aus; , schon sind die Direktoren völlig vertraut mit den neuen I Stätten ihrer Thätigkeit; und so begrüßen wir Sie hier auf wohlbekanntem Boden mit wohlbegründetem Stolze: wir wissen, daß es sich der Einweihung lohnt. Und mit dem Gruße der Ludoviciana verbinde ich ihren aufrichtigsten Dank: Dank einem jeden von Ihnen für sein Erscheinen; Sie haben dadurch Ihr Jntereffe für unsere Hochschule in liebenswürdiger Weise dokumentiert; — und besonderen Dank allen denen — mögen sie unter uns weilen oder fern sein die durch ihre Mitwirkung bei Planung, Herstellung und Einrichtung der Institute zum Gelingen des <S(Ln¥nrr^CItrUflcn' Anregung der Professoren Himstedt und Lellmaim erwog die Gr. Regierung im Jahre 1890 wohlwollend die Frage nach der Errichtung der neuen Institute; die moderne Entwickelung der Wissenschaften hatte die Mauern der damaligen Räume zu sprengen gedroht. Die Regierung vertrat die Notwendigkeit der Neubauten vor den Landständen; große Summen wurden gefordert und bewilligt, und im Februar 1891 erfolgte der Auftrag an das Bauamt zur Erwerbung der nötigen Gelände. Nun wurden die Pläne angefertigt; aber mancherlei ungünstige Derhältniffe, nicht zum mindesten der Personenwechsel in den beteiligten Profeffuren, verzögerte die Ausführung und machte Aenderungen erforderlich. Erst im April 1896 wurde mit der Auffüllung des Bauplatzes begonnen und dann ein Jahr später mit den Bauarbeiten selbst. Im Sommer 1898
Rohbau fertig da; es begann der innere Ausbau I und die innere Einrichtung, die wieder bedeutende Summen I beanspruchte. Im Mai 1899 konnten die Räume des Physikalisch-chemischen Institutes ihrer Bestimmung übergeben werden, und im Oktober war mit diesem Hörsaal das gesamte Gebäude vollendet. Mit unermüdlichem Wohlwollen hat die Großh. Regierung allen Wünschen der Fachmänner zu ent- I sprechen gesucht; mit großer Freigebigkeit hat die LandeSver- I tretung bedeutende Summen bewilligt; mit unverdrossener I Asbeit haben die Baubehörden das Werk in jahrelanger Thätig- I feit gefördert. Und wenn wir heute des Vollendeten uns er- I freuen, so bringen wir in erster Linie dafür der Hohen Regierung, der Landesvertretung und den Baubehörden unseren tiefgefühlten Dank dar. Auch außerhalb des Rahmens amtlicher Beziehungen wurde den neuen Instituten in ihrer Werdezeit Wohlwollen und Sympathie entgegengebracht. Dankenswerte Ratschläge und thatkräfrige Unterstützung wurde ihnen von hervorragenden Fachgenossen und erfahrenen Institutsdirektoren gewährt. Mit dem Danke an diese Herren verbinde ich das Gedenken an die bisherigen Direktoren der jetzt vollendeten Institute; sie haben mit aufopferndem A'beitSmute ihr Bestes eingesetzt, um Bestes zu erreichen. Und so ist das Gebäude herausgewachsen und heraufgewachsen als Frucht allseitiger Arbeit; und der Arbeit soll es nun geweiht werden. Zur Arbeitsstätte übergebe ich es seinen beiden Direktoren, zur Arbeitsstätte für Lehrer und Schüler, zur Arbeitsstätte für reine und angewandte Wissenschaft. Mögen die Hoffnungen und Wunsche sich erfüllen, die wir dem Physikalischen und dem Physikalisch Chemischen Institute heute entgegenbringen!
*• Evangelischer Kirchengesangverein. Zu der konzert- reichen Wintersaison hat am Sonntag der evangelische Kirchengesangverein seinen eigenartigen Beitrag geliefert. Wer sich in den vergangenen Wochen an dem ruhelosen musikalischen Wellenspiel der großen symphonischen Werke und an den dramatischen Ausbrüchen des weltlichen Kunstgesangs satt gehört hatte, dem war es gewiß ein Labsal, wieder einmal -en einfachen erhabenen und doch so eindrucksvollen Tönen der älteren und neueren Kirchenmusik lauschen zu dürfen. Sowohl die Aufstellung des Programms, in welchem Bach und Mendelssohn, M. Praetorius, A. Lotti und A. Becker Frauenchöre, Knabenchöre und gemischte Chöre, Gesänge acapella und mit Orgelbegleitung mit einander abwechselten, als auch die Sorgfalt, mit welcher die einzelnen Nummern einstudiert waren, zeugen davon, daß dem Kirchengesang-
Heil widerfahren ist an dem Tage, da er Herrn Musikdirektor Trautmann als seinen Dirigenten begrüßen durste, unter den Chorwerken verdient vor allem Erwähnung die mit großer Frische und sichtlicher Begeisterung vorget^gene Motette von A. Becker: „Sehet, welch eine Liebe". Der schon berechnete Kontrast, in welchem der Jubel dieses zu der ernsten, leicht umflorten Melodie des zweiten Satzes (darum kennet euch die Welt nicht) steht, war von -rgretfend-r Wirkung. Bon den Frauenchören dürste be- sond-rs das kurze stimmungsvolle eindringende Klagelied von A. Lotti' „Alle die tiefen Qualen" einen gewissen Ein- druck h-rv°rg-rus-n haben. In den leichteren und schwierigeren Lhoren acapella (Prätorius, H. Schütz, R. Succo) tarnen die unterschiedenen Stimmen, vornehmlich die Alt- und Sopranstimmen meist deutlich zu Gehör und auch das En- I semble war lobenswert, obgleich gerade in letzterer Hinsicht weitere Fortschritte nicht ausgeschlossen scheinen. Während aber in unserem berühmten Gießener Konzertsaal die
Stimmen in verzweifeltem Kampfe mit dem engen Raum Nch Hervorthun müssen, und die besten Anstrengungen oft zu Schanden werden, konnten die Besucher des Kirchenkonzertes wahrnehmen, insofern es ihnen bei dem gewaltigen Andrang gelungen ist, einen günstigen Platz zu erobern, unb schön die Schallwellen sich in dem langen Schiff der Kirche entwickeln, und welche Unterstützunq die Kunst der Sänger dadurch erfährt. Dies zeigte sich insbesondere auch bei den Sololeistungen der Konzertsängerin, Fräulein H. Paasche, aus Frankfurt a. M., I deren Stimme in der mittleren Lage sehr ansprechende I § ^ßfarbe aufweist. Besser als das wunderbar tiefe I Dach sche Lied: „Gieb dich zufrieden" gelang ihr der I stark an Mendelssohn erinnernde Hiller'sche Gesang: „Sei I 1“ mir!“ In der bekannten Auferstehungs-Arie des I Händel'schen Messias, in die man nie zuviel Innigkeit der I Empfindung wird hineinlegen können, hat sich die Sängerin sowohl wie die Orgelbegleitung vor dem so häufigen Fehler I ^nes schleppenden Vortrages gehütet und in der Schlußpartie auch einen wirkungsvoll gesteigerten animus I an den Tag gelegt. Nicht vergessen wollen wir die I Leistungen des Organisten, Herrn Görlach, der die Orgel i sowohl in den Begleitungen als auch in selbständigen Vorlagen zur Geltung brachte. Mit einer charaktervollen ?a^'^enr3u9c leitete er die ganze Aufführung in wür- I diger Weise ein. Der längst beliebte Knabenchor fungierte wie gewöhnlich unter strenger Anpassung an die Weisungen seines Dirigenten, so zu sagen mit militärischer Pünktlich- kett. An den schonen Erfolg dieser geistlichen Musikauf- sührung knüpft sich der aufrichtige Wunsch, daß dem Kirchen- gesangvcrem neue tüchtige Mitglieder erblühen möchten, damit er uns auch größere zusammenhängende Werke bieten
I lonne. Daß der Verein in dieser Beziehung alles Erreich- I bare leisten wird, dafür bürgt der Name seines jetzigen I SeiterS. Sollten seine Bemühungen auf diesem Arbeitsfelde I ihm vielleicht geringere Genuglhuung gewähren, als sie ihm I in seinem direkt beruflichen Wirken zuteil wird, so mag er I auen Ersatz in dem Bewußtsein finden, daß der „neue I Dirigent" durch diese Kirchenkonzerte in d«n weiten Kreisen I unserer Stadt populär werden wird. ‘ Br. I
_ ** Der vom Bauer'schen Gesangverein am Sonntag im I "Cafö Leib" veranstaltete Maskenball hatte sich, dank I des vortrefflichen Arrangements, wiederum eines sehr zahl- I reichen Besuches zu erfreuen. Der hier noch nicht zur Darstellung gebrachte pompöse Einzug des Prinzen Karneval I mit Gefolge, wie auch die musterhafte, unter Leitung des I Herrn Wiegandt aufgeführte malerische „Schiffergruppe", I und last not least die die Lachmuskeln der Zuhörer in I steter Bewegung haltenden originellen Darbietungen des I unter Leitung des Dirigenten „Durch" stehenden Gesang- I üeremS Monter aus Oberheffen fanden den ungeteilten I Seifau der Anwesenden. Eine stark frequentierte Schieß- I bude bot die nötige Abwechselung. Der „Bauer'sche Ge- I sangverein" hat auch mit dieser Veranstaltung bewiesen, I bafj er nicht allein auf gesanglichem, sondern auch auf I humoristischem Gebiete vollkommen auf der Höhe der Zeit, steht.
Gingesandl.
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Publikum vor fremden Geschäftsreisenden zu warnen, namentlich olchen, die man persönlich garnicht kennt, auch nicht einmal die Firma, für welche die Betreffenden reisen, bezw. Offerte machen. In letzter Zeit haben redegewandte, mit den nötigen Kniffen ausgerüstete Leute es verstanden, unter allerlei Vorspiegelungen Leute ra finden, welche ihnen Waren bestellt haben, die nach Eintreffen bei näherer Besichtigung um die Hälfte teurer waren, als am Platze. Wir wollen aus der Fülle der uns bekannten Fälle nur den Verkauf von „Unterhemden" streifen; so werden unter dem schönen Namen „Macco-Hemden" ober „egyptische Pflanzenfaser" (in Wirklichkeit reine Baumwolle) dem Publikum solche Hemden zum Preise von 7,50—8,50 Mk. verkauft, die in der That nur einen Wert von höchstens 3,50 bis 4 Mk. besitzen.
Will der so getäuschte Empfänger nun die Annahme der Ware verweigern, oder zurücksenden, so läßt sich die Firma auf nichts ein; denn — der Käufer hat jedem Reisenden einen sogenannten Schluß - schein unterschrieben, — daß er wohl ober übel gezwungen ist, du Ware zu behalten; denn will er sich auf einen Prozeß einlaffen, so kommt nicht viel dabet heraus; denn der unterschriebene Schlußschein ist bindend, und da auf demselben auch noch der Vermerk steht „Erfüllungsort, sagen wir Berlin" (also der Wohnort des Verkäufers) so muß ein event. Prozeß am Wohnort des Lieferanten ausgefochten werden, und wer geht darauf ein. Deshalb kaufe man seine Ware bei bekannten soliden Geschäften, eS ist der billigste und beste Weg, und weise die fremden, aufdringlichen Hausierer und unbekannten Reisenden energisch zurück, nur dadurch wird unser Land von solchen Elementen rein gehalten zum eigenen Nutzen des Publikums.
Gleichzeitig nehmen wir Veranlaffung, die Gewerbetreibenden, namentlich die kleineren Geschäftsinhaber vor ähnlichen Elementen zu warnen, denn die letzteren werden infolge von Unerfahrenheit oft in der unverantwortlichsten Weise auSgebeutet und namentlich auch nur dadurch, daß sie fremden Menschen Bestellscheine unterschreiben, ohne oft zu wiffen, was der mit feinen fchönen Geberden und Redensarten versehene Reisende, alle in Auftrag genommen hat. Auch hierüber lassen sich viele Fälle niederschreibm, doch auch nur einen Fall zur allgemeinen Kenntnis.
Ein Reisender besucht einen hiesigen kleineren Gewerbetreibenden (Nichtkaufmann) trägt ihm den Alleinverkauf der Weine seiner Firme an, und zwar mit allen denkbaren Versprechungen; mit dem hohen Verdienst, der in Aussicht gestellt wird u. s. w. läßt sich der Mann verleiten, auf dieses plumpe, den Schwindel en der Stirn tragende Geschäft, hinzufallen. — Die Ware kommt, wird chemisch untersucht, es stellt sich heiauS, daß dieselbe minderwertig und ca. 50 Prozent zu teuer ist. Der Herr Absender ist aber für seine Ware doppelt gedeckt, denn er wußte die Unkenntnis des Mannes auszunutzen und nahm — vom Jnlande — einen Zollvorschuß in solcher Höhe, daß
--- Fellingshausen, 20. Februar. (Einweihung der l neuen Kirche.) Am Donnerstag feierte man hierfelbst em Fest seltener Art. Bereits fünf Jahre sind es her
I u"s?re alte Kapelle für baufällig erklärt wurde, uni» I pabbn wir feit dieser Zeit unsere Gottesdienste in der ehe I "Egen Gemeindestube im Backhaus abhalten müssen. Wir haben nun em neues Kirchlein, an dessen Vollendung jn | letzter Zeit tüchtig gearbeitet werden mußte, da die Ein- I I^lhung desselben am heutigen Nachmittag vorgenommen I ?»Tb-Cn diesem Anlasse hatte unser Dorf selbst
5?J" d'e kleinsten Straßen hinein Festesschmuck angelea Als die festgesetzte Stunde, V/2 Uhr mittags, herangekommen
I war, da wogte es von Festgästen in unserer Dorfstraße I welche alle aus der Nähe und Ferne herbeigeeilt waren" I Schengen Betfal wurde eine kurze Abfchiedsfeier von dem Ortsgeistlichen Herrn Pfarrer Vömel gehalten, woraus
I Ole ganze Festversammlung nach der neuen Kirche zog und ^ße Aufstellung an dem Portal nahm.Da- selbst befand sich u. A. Generalsuperintendent Dr. Maurer
I aus Wiesbaden, umgeben von vielen Geistlichen, dem Kircheu- I ünb bcn Bauleuten und mehreren Ehrengästen I Nachdem der Gesangverein das Lied: „Machet die Thore wert" vorgetragen, folgte die Uebergabe des Schlüssels und JClCJIlle Emzug in die Kirche. Der Festgottesdienst
I wurde durch em Lied eingeleitet, worauf Herr General- I supermtendent den Weiheakt vornahm. Da die neue Orgel I (J!? auf gestellt war, so wirkte bei dem Gememdegesana ^^^rchor aus Kleinlinden mit. Das Innere der
I k kr h^sch ausgestattet und wollen wir auch hier I r! eblen Geber gedenken. Herr Superintendent überreichte als Geschenk eine Prachtbibel, gestiftet von I. M. der Kaiserin, nut der Inschrift: „Alle eure Sorgen werfet Al 'hu, denn er sorget für euch". Herr Klingspor aus Gießen, welcher am hiesigen Orte eine Zigarrenfabrik be- trewt, stiftete em Chorfenster, Herr Gail hatte die Aus- fchnmckung von Altar und Kanzel übernommen und schenkte orj^bem binen Abendmahlskelch. Herr Schwall stiftete t Kne dreiarmige Altarleuchter und ein Krankenkommunionbesteck. An unfern früheren Seelsorger wird uns ein Altar- truzisix erinnern, welches die Söhne des verstorbenen Herrn Dekan Schmidt schenkten. Freiherr von Stumm-Hallberg hat 1000 Mark zur Bausumme gestiftet. Die Gemeinde selbst aber hat es nicht an freiwilligen Beiträgen fehlen lassen, vor allem aber ist noch zu erwähnen, daß der hiesige Konsum-Verein eine große schwere Glocke schenkte, welche mit ihrem vollen Tone unsere zwei alten Glocken zu einem herrlichen Dreiklang ergänzt.
r. Fritzlar, 19. Februar. Der landwirtschaftliche Kreisverein hatte sich mit einer Eingabe an das Land ratsamt gewandt, doch dafür zu sorgen, daß im Jntereffe des Ackerbaues der starken Vermehrung der Sperlinge Einhalt gethan würde. Darauf halte das Landratsamt verfügt, daß die Bürgermeister des Kreises zur Bekämpfung der Spatzen dergestalt vorgingen, daß ein wirklicher Erfolg gesichert wird und auf die Vernichtung eines jeden Spatzen eine Prämie von 4—5 Pfennig gesetzt wird. In einigen Gemeinden, in denen die Gemeindekassen nicht besonders gestellt und die Prämien nicht gezahlt werden können, haben die Gemeinde-Vertretungen den Beschluß gefaßt, daß jeder Einwohner eine Anzahl vernichteter Spatzen in einem gewissen Verhältnis zu dem Grundbesitz in einer bestimmten Zeit zu liefern hat. — Infolge der anhaltenden Regengüsse sind Eder und Schwalm rapid gestiegen und haben die angrenzenden Wiesen und Felder total unter Wasser gesetzt.
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