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Bad Nauheim, 17. November. Die Großherzogliche Mtbirettion hat eine vergleichende Uebersicht über die Personen- und Bäderfrequenzziffer,n der drei letzten Jahre herausgegeben. Danach waren in Bad- Nauheim Kurgäste in dem Jahre 1898: 19,534 Gäste J 4,890 Deutsche, 4644 Ausländer), 1899: 22,411 Gäste
I Ln>r Sem Vorsitze des Herrn M ö b u s die Statuten be- | |U--n und angerwmmen und damit der Verein gegründet.
-2r Zweck dieser Vereinigung ist laut § 1 seiner Statuten, y nach China ausgerückten Mannschaften des 2. Großh. eff. Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116, öiuie Söhne Gießens anderer Truppenteile und hier an- Sjsige Reservisten während des Feldzuges zu unterstützen und in eine Fürsorge für deren Familien und Hinterbliebenen einzutreten. Mitglied kann jeder werden, der durch einmalige oder regelmäßige bestimmte Beiträge oder sonstige Gaben den Verein in seinen Bestrebungen unter- sjützt oder dies bisher schon bethätigt hat. An freiwilligen _jen sind dem provisorischen Ausschuß bis jetzt 1988 M 10 Pfg. zugegangen; der bisherige provisorische Ver- ivalter der Kasse, Herr Bruch Häuser, erstattete Bericht übeu die Verwendung der eingegangenen Verträge. Der beim Bankhause A. Heichelheim deponierte Kassenbestand isi beute 996 Mk. 93 Pfg., nachdem den nach China ausge- zogenen Unterossizieren und Mannschaften des hiesigen Re- gim-cnts und in anderen Regimentern stellenden Gießenern sedc in 10 Mk. bar ausbezahlt worden sind. Die Rechnung hmibe geprüft, für richtig befunden und dem seitherigen Siechner Decharge erteilt und Dank für seine Thätigkeit ausgesprochen. Der Vorstand besteht aus 12 Mitgliedern, tzs wurden folgende Herren gewählt: 1. Oberst und Re Kimen tskommandeur v. Dewitz, 2. Kaufmann Hermann Eichenauer, 3. Stadtverordneter Louis E m m e l i u s, 4 Kommerzienrat Georgi, 5. Stadtverordneter Kirch, 6 Kommerzienrat Koch, 7. Architekt Grünig, 8 Heinrich Bruchhäuser, 9. Heinrich Bo m- mersheim, 10. Karl M.öbus, 11. Georg Heb- jlteit, 12. Kaufmann Fischbach. Für kommenden Tomnerstag ist eine Sitzung des Vorstandes geplant, in ber die Aemter verteilt, sowie über die weiteren Maßnahmen Beschluß gefaßt werden soll. Der schöne und
lthätige Zweck des Vereins .dürfte illm im Voraus d^e Sympathien aller Kreise unserer Stadt sichern.
•• National-sozialer Verein. Am Samstagabend fand ta Cafä Ebel eine gut besuchte, vom hiesigen national lojiilcn Verein einberufene Versammlung statt, in der Re- btor Maurenbrecher aus Berlin über die Handels- vertragSpolitik redete. Sein Vortrag erntete lebhaften
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(16,380 Deutsche, 6031 Ausländer) 1900: 21,662 Gäste '(15,910 Deutsche, 5752 Ausländer). Mithin besuchten in der letzten Saison 749 Gäste weniger das Bad. Die hohen Erwartungen, die man im Frühjahr durch das Hervor- tietin des neuen Sprudels in die diesjährige Saison gesetzt hüt«, gingen also nicht ganz in Erfüllung. Bäder wurden abgegeben: 1898: 260,119, 1899; 304,472 und 1900: -302,.506, ferner in jeder Saison etwa 10,000 Bäder in der Kinderheilstätte „Elisabethenhaus". Die Bäderzahl ist also der vorjährigen Saison fast gleich, auffallend ist nur, daß in der letzten Saison mehrSprudel-undSprudel- sirombäder gegeben wurden, nämlich 123,106 gegen 116,512 im Jahre 1899. Die höchste Bäderabgabe eines tagieß betrug am 17. Juli 1900 1115 Sprudel- und , 1763 Thermal-Sool-Bäder.
Darmstadt, 17. November. Prinz Maximilian zu Isenburg und Büdingen in Wächtersbach hat .MM das Landgerichtsurteil, das seine Klage auf Ein- Moing der Zwangsvollstreckung abwies, Berufung Leidem Oberlandesgericht eingelegt. Termin steht am 7. Januar 3901 an. Inzwischen ist durch Beschluß des Amtsgerichts Lsfenbach vom 9. b. Mts. bie Versteigerung vom 1. Oktober ii der bekanntlich ber Fiskus mit 79,41,000 M. Höchster lend er geblieben ist, genehmigt worben, boch ist diese Entscheidung noch nicht rechtskräftig.
-ko. Marburg, 17. November. In einem Hause der Schwanallee machten sich gestern abend zwei Mädchen, deren Herrschaft verreist ist, Feuer in ihrer Kammer. Als man fyute den ganzen Tag nichts von den beiden bemerkte, ging nach eingetretener Dunkelheit eine Nachbarin in das um nachzusehen. Sie fand die Kammerthür ver- Mossen und erhielt auf ihr Rufen keine Antwort.' Nichts Gutes ahnend, holte sie einen Schlosser herbei. Nachdem dieser die Thür geöffnet hatte, bot sich ein schrecklicher Lnblick. Das ältere Mädchen, die 36 Jahre alte Marie Konrad in aus HerSfeld, lag tot im Bett, das jüngere, di- Katharine Becker aus Neukirchen bei Ziegenhain, ffb noch schwache Lebenszeichen von sich. Sie »urlve sofort in die Klinik geschafft, doch wird an ihrem «ustkommen gezweifelt. Als Ursache der Katastrophe Äjvbe Kohlengas festgestellt, das dem Ofen entströmt war.
-ad- Frankfurt a. M., 18. November. Gestern tagte hier im Saale der polytechnischen Gesellschaft die Ver- fantmlung der Vertreter der Kohlenkassen des MÜA'RheingebieteS, um über die Paragraphen des ihnen mH er zugesandten Entwurfs des Gesellschaftsvertrags der zu gründenden Kohlen.Einkaufsgesellschaft m. b. H. zu beraten. Die Gesellschaft konstituierte sich wib die mit Bmigen Aenderungen angenommenen Statuten sollen mit 1901 in Kraft treten. Vertreten waren 35 Kaffen, u. a. Sergen, BonameS, Bockenheim, Bischofsheim, Fulba, Dießen, Hanau, Homburg v. b. H., Offenbach, Vilbel, NvrviS, Wiesbaben u. f. w.
• * Kleine Mitteilungen aus Hefieu und den Nachbarstaaten. Die Pläne für eine zweigeleisige Eisenbahn von Ivsüheim nach Mombach unb mit Anschlüssen nach Mannz unb Wiesbaben sinb soweit fertiggestellt, baß die Siegt erung soeben die Pläne zur Einsicht der Jntereffenten chn gelegt hat. __________________________
Vermischtes.
• Kiel, 18. November. Beim Aufsuchen ihrer Bojen Rieten gestern Nachmittag in der Kieler Bucht die beiden
erstklassigen Panzerschiffe „Kaiser Friedrich III.N | und „Kaiser Wilhelm II." zusammen. Die Abteilung 2 deS „Kaiser Wilhelm II." liefjvoll Waffer. DaS Schiff wird morgen nach der kaiserlichen Werft gebracht.
* London, 18. November. Aus Can ton kommt die Meldung, daß 200 Häuser durch eine Feuersbrunst zerstört worden find.
• Paris, 18. November. Ein Duell zwischen einem Anwalt des Appellationsgerichtes und einem andern Anwalt fand hier statt. Bei zweimaligem Kugelwechsel war der Ausgang des Zweikampfes resultatlos. Der Grund des Duells liegt in privaten Streitigkeiten.
* Zürich, 18. November. Der Justizdirektor von Zürich hat die Verfügung ber Staatsanwaltschaft, das Strafverfahren gegen Hans Böcklin, ben Sohn bes berühmten Mannes, wegen seiner Unzurechnungsfähigkeit einzustellen, nicht genehmigt, fonbern verlange, baß Böcklin, der am 19. Juli seine Geliebte erstechen wollte, wegen Totschlagsversuchs vor das Schwurgericht gestellt wird.
Kunst und Wissenschaft.
Aus Darmstadt wird geschrieben: Etwas verspätet gelangte Sudermanns Komödie „Die Schmetterlistgsschlackt" am hiesigen Hof« theater zum erstenmale zur Aufführung und fand eine beifällige Aufnahme. Auch derjenige Teil des Publikums, der anfangs geneigt war, das Stück von der scherzhaften Seite aufzufaffen, wurde nach und nach ernst gestimmt, zumal auch die Vorstellung selbst alles, was eine komische Wirkung erzielen könnte, möglichst vermied, und durchweg in würdigem Ton gehalten war.
Grrichlssaal.
— Zum Prozeß Sternberg. Bestechungen haben in der Sternberg'schen Angelegenheit zweifellos eine große Rolle gespielt, das ist der Eindruck aller, die die Prozeßverhandlungen verfolgt haben. Jetzt erzählt die „Post", wie der V-rsuch gemacht worden ist, ihren Metteur zu bestechen, damit er den Verfaffer eines Artikels über den Prozeß nenne. Eine Reche von Personen war dabei thätig, ein angeblicher Affeffor Obst, ein Jnseratenagent Wolff und seine Frau und ein Herr Tanner. Man traktierte den Metteur mit Champagner, Zigarren usw., bot chm 300 Mk. und versprach wettere reichliche Entschädigung sowie Sorge für seine ganze Zukunft. Das sollte sogar in einem notariellen Vertrag festgelegt werden. Die „Post" meint, der Zweck der Leute Sternbergs sei, ihre ganze Meute auf den unbequemen Verfasser zu Hetzen, wie sie überhaupt die Preffe mundtot machen wollten. — Aus Sternbergs Vergangenheit werden in den „M. R. R." allerlei interessante Dinge veröffentlicht. Seit mehr alö 20 Jahren macht Sternberg schon von sich reden, bald in der Welt oder Halbwelt, in der man sich nicht langweilt, bald an dem Ort, an dem er seine Millionen zusammenraffte, an der Börse Er hat viele Opfer auf dem Gewissen, denn es war das unabwendbare Schicksal der Sternberg'schen Unternehmungen, sie gingen zu Grunde und die Aktionäre verloren chr Kapital. Eine der ersten „Gründungen" August Sternbergs war die Vereinsbank. Sie wurde 1881 ins Leben gerufen und schien sich entwickeln zu wollen, denn sie verteilte im ersten Jahr 12,75 Prozent Dividende. Sie entwick lte sich auch — ganz im Interesse Sternbergs. Die Dividenden sanken und langten schließlich auf dem Nullpunkt an. Die Aktien wurden an der Börse gar nicht mehr notiert und konnten höchstens als Tapeten Verwendung finden. Die Aktionäre jammerten, aber bei der Liquidation schien ihnen wenigstens ein kleiner Teil ihres Vermögens gerettet werden zu sollen — man bot ihnen 40 Prozent. Das war an und für sich schon mehr als eine Pleite erster Güte; zu einem hervorragend skandalösen Betrug wurde sie aber erst dadurch gesteigert, daß man den Aktionären die 40 Prozent nicht in bar gab. Wenn Sternberg jemand die Taschen leeren wollte, so besorgte er das Geschäft gründlich, und so gab er ihnen die 40 Prozent in Aktien der Skaskaer Kohlenwerke. Das war eine der vielen Gruben, die er anderen gegraben hat. Sternberg ist ein Meister der Schiebungen gewesen. Er gründet Banken, diese gründen wieder andere Unternehmungen, und nun werden die Millionen zwischen diesen verwandten Instituten hin- und hergeschoben, daß kein Mensch mehr klug daraus wird. Nur über den schließlichen Verbleib ist man sich klar, sie gelangen alle in den Arnheim Sternbergs. Das Schieben war auch ein Charakteristikum der Weimarer Bank. Das Gesamtkapital dieser Bank wurde durch 11720 Stimmen repräsentirt und von diesen gehörten 8000 der „Häuser- und Grundbesitzer-Aktiengesellschaft", die sich rühmen kann, auch von Sternberg gegründel zu sein. Die Aktien dieser Gesellschaft aber befanden sich hinwiederum im Eigentum der Weimarer Bank, die von der Aktiengesellschaft ein Kapital von 9 Mill. Mark zu fordern hatte. Der Mitarbeiter der „M. N. N." präzisiert dieses Verhältnis kurz dahin, daß zwei Drittel aller Aktien der Weimarer Bank sich in deren eigenem Besitz befanden. In der Bilanz vom 15. Januar 1894 waren Kontokorrent Debitoren mit nicht weniger als 17111490 Mark aufgesührt. Die Grundbesitz Aktiengesellschaft hatte im Jahre 1892 auch Kreditoren für 9 392651 Mk. und das bei einem Aktienkapital von 50010 Mk. Zwei Jahre später arbeitete dieses herrliche Unternehmen schon mit einer Unterbtlanz von zwei Dritteln des Grundkapirals. Dem genannten Blatt ist natürlich die Verantwortung für die Behauptungen, die von hier aus nicht nachgeprüft werden konnten, zuzuweisen.
Elberfeld, 17. November. Die Strafkammer verurteilte gestern den Rechtsanwalt Dr. Nolben wegen P'Lvarikation zu drei Monaten Gefängnis «uf Grund deS S 356 Reichsstrafgesetzbuchs, der bestimmt: „Ein Advokat, Anwalt oder ein anderer Rechtsbeistand, welcher bet den ihm vermöge seiner amtlichen Eigenschaft anvertrauten Angelegenheiten in derselben Rechtssache beiden Parteien durch Rat oder Beistand pflichtwidrig dient, wird mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft. Handelt derselbe im Einverständnis mit der Gegenpartei zum Nachteile seiner Partei, so tritt Zuchthausstrafe bis zu fünf Jahren ein.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Grünberg, 17. November. Fruchtmorkt. Weizen 15,76—15,94 Mark, Korn 15,50—00,00 Mark, Gerste 13,66—14,00 Mark, Hafer 12 44—13,00 Mark, Erbsen 17,30—00,00 Mark, Linsen 00,00—00,00 Mark, Samen 00,00—00 Mark, Kartoffeln 4,10—0,00 Mark.
Tabak.
Hamburg, 18. November. Das Geschäft hielt sich in ruhigen Grenzen. Für Domingo-Tabake ließen die Preise etwas nach, was bei den großen Zufuhren kaum anders zu erwarten war. Die an den Markt gebrachten 1200 Seronen fanden zu sehr schlEem Preise Aufnahme, doch hofft man, daß die für bie nächste Zeit avisierten ca. 10,000 Kolli wieder einen besseren Preis erzielen dürften. Brasil- Tabake kamen in letzter Woche nicht an den Markt, und auch Havanna wurde nur in geringen Posten gehandelt. Ca. 10,000 Packen Yara- Cuba und Cuba>Tabake, welche für Regwzwecke begeben waren, sind aufgeworfen worden und dürften demnächst wieder an den Markt kommen. In unserer Schwesterstadt findet dieser Tage eine Einschreibung für ca. 700 Ballen Klodjen Java Loedneadjang-Tabak teils Schneidegut, teils für Zigarren statt, welche hier Interesse hervorrust. Alles per Vi Kilo Kg. Havanna: Deckblatt, gut und fein braun 6—18 Mik., do. ord. braun und braun 4-6 Mk., do. und Einlage, gemischt 3—4 Mk., Emlage 0,90—3 Mk Durchschnittspartien 1,50—4,50. Domingo: 8, 88, 888 0,55—0,75, FF 0,45 - 0,60, F 0,35—0,50, A 0,25—0,40. Columbia: Ambalema prima 0,55—0,76, sekunda und tertio 0,35—0,65, Carmen prima 0,45—0,60, sekunda und tertio 0,30—0,45. Mexiko 0,60—3,00. Brasil: Patent und Patent fino 0,80—1,40, Primas 0,70—0,85, Sekunda 0,65—0,75, Tertia 0,60-0,70. Refugo 0,45 biS 0,60. St. Felix Patent und Patent fino 1,50—2,50, Prima 1,00 bis 1,50, Sekunda 0,85—1,00. Tertia 0,70—0,85. Rio Grande. Durch
schnittspartien 0,30—0,50. Paraguay 0,20—0,40. Nordamerika! Seedleaf Deckblatt 1,00—1,50, do. Umblatt 0,50—0,70, do. Filler 0,35 bis 0,45. Sumatra und Java 0,25—5,00. Borneo 0,50—5,00.
Kirchliche Nachrichten.
Svavgelische Gemeinde.
Montag den 19. November, abends 8 Ubr: Bibelstimde iw Konfirmandensaal der JohanneSkircke. Hebräerbrief Kap. 8. Treue gegen den treuen Gottesboten Christus und die Ruhe deS Bolle- Gottes. Pfarrer Dr. Naumann.
DienStag den 20. November, nachmittags b'/r Uhr, Bereinigung ber konfirmierten Mädchen ber Lnkasgemeinbe im Schwesternhaus (Johannesstraße). Pfarrer Euler.
Familien Nachrichten.
Gestorben: Adolf Strauß in Offenbach.
Neueste Meldungen.
Berlin, 19. November. Die Drucklegung ber neue« Kanal-Vorlage ist im Ministerium ber öffentlichen Arbeiten bereits beenbet, sodaß ber Entwurf dem Lanbtage bei besten Wieberzusammentritt zugehen wirb. Nicht nur ber Rhein -Elbe-Kanal werbe in unveränberter For« toteber aufleben, fonbern auch ber Umbau ber Berlin- Hohen-Saathener Wasserstraße. Die Verbesserung ber Verbindungen von ber Ober zur Weichsel werbe vorgeschlagen werben. Auch ber masurische Kanal soll in Angriff genommen werben. Die gesamten Baukosten find angeblich auf 420 Millionen Mark veranschlagt.
Danzig, 19. 9toüember. In Worla ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Eine Anzahl,Mädchen, die von ber Arbeit aus einer Cementfabrik zurückkehrten, setzten bei Ueberschreiten eines Baches ben Brückensteg in schaukelnde Bewegung. Derselbe brach zusammen. Fünf Mädchen fielen ins Wasser. Nur drei von ihnen konnten mit Mühe gerettet werden.
Dresden, 19. November. Gestern abend ist der Dichter Ernst Eckstein nach langem Leiben im Alter von 55 Jahren gestorben. (Eckstein war 6. Februar 1845 zu Gießen geboren. Er ftubierte hier unb in Bonn, in Berlin unb Marburg Sprachen, ßitteratur und Philosophie, 1868 ging er nach Paris, wo er seine „Pariser Silhouetten" verfaßte, bie hier in Gießen 1873 erschienen. 1872 — 1874 lebte E. in Wien als Rebakteur an ber „Neuen Fr. Presse". Von bort siedelte er nach Leipzig über, wo er bie „Dtsch. Dichterhalle" unb baS Witzblatt „Schalk" redigierte. Seit 1884 lebte E. in Dresden. Seine bekanntesten Schriften sinb bie in etwa 100 Auflagen erschienene Humoreske „Der Besuch im Carcer" unb bie Romane„Die Claubier", „Prusias" unb „Aphrobite". D.Reb.)
Frankfurt a. M., 19. November. Der gestern hier versammelte national-soziale Lanbes-Verein für Hessen, Hessen-Nassau unb Walbeck konstituierte sich enb- gültig unb wählte Marburg zum Vorort und ben Redakteur Erdmannsdörfer-Marburg zum Vorsitzenden. Redakteur Dc. Maurenbrecher-Berlin hielt einen Vortrag über Handelsverträge und Brotwucher, indem er sich scharf gegen das Agrariertum wandte. Die Versammlung nahm einstimmig folgende Resolution an:
Die Versammlung ist sich der ernsten Bedeutung der bevorstehenden Entscheidung über die zukünftige deutsche Handelspolitik voll bewußt. Bei der großen Gefahr für die Zukunft unseres Wirtschaftslebens im Ganzen und besonders für die Lebenshaltung der deutschen Arbeiter- Bevölkerung, die in den agrarischen Plänen auf Verdoppelung der be- stehenden Getreidezölle liegt, richtet der national soziale Landesverein an alle auf der linken Seite des politischen Lebens stehenden Männer, insonderheit an alle national-sozialen des Bezirkes die dringende Aufforderung zu gemeinsamem Protest gegen die agrarische Politik ^sich zusammenzuschließen.
Rom, 19. November. Die Verhandlungen zwischen der deutsck^n ReichD-Regierung und dem Vatikan wegen Errichtung einer katholischen FakultätzuStraß- b u r g sind gescheitert.
Valparaiso , 19. November. (Kabel - Meldung der „Paris-Nouvelles".) Die Stadt ist abgebrannt. Einzelheiten fehlen noch.
Börsennachrichten.
Berlin, 17. November.
8. 15-18 unk. b. 1900
8. 19-20, unk. b. 1905
8. 13, 14
8. 21, 22, unk. b. 1905
81.50 M. 81.507»
75.00 M.
99.50 ,
90.50 „
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89.30 „
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3< z 0/o do.
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4 ®/0 Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 4% do. 8. 5/4 unk. b. 1904
31/29/' do. 8. 7/8, unk. b. 1906
4 ü/o D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908
SV.o/o do. unk. 1905
4 % Preuss. Hyp--A -Bank 8. 8-12
Telephonischer Kursbericht
Frankfurt, den 19. November.
3</i % Reiohsanleihe . . 95.30 30/0 do . . 86 60 3Vi % Konsols .... 95.30 3 <7o do .... 86.45 3Ve % Hessen .... 92.80 5 "/o Italien. Rente . . . 94.55 40/0 Griech. Monop.-Anl. —.— 3 0/0 Portugiesen . . . 24.8< 3 0/0 Mexikaner .... 25.30 41/» % Chinesen .... 75.30
Tendenz:
Kreditaktien..... 208.60
Diskonto-Kommandit . . 179.70 Darmstädter Bank . . . 135.60 Dresdener Bank .... 149.1t Berliner Handelsges. . . 152.50 Oeaterr. Staatsbahn . . 140.70 Gotthardbahn .... 145.50 Laurahütte.....210.50
Bochum...... 190 80
Harpener . .... 183.40
schwach.
— Preußischer Beamtenverein in Hannover. Lebens-, Kapital« (Aussteuer- und Militärdienst-), Leibrenten- und BegräbviS- geld Versicherungs-Anstalt für alle Deutschen Reichs-, Staats- und Kommunal- rc. Beamten, Geistlichen, Lehrer, Rechtsanwälte, Aerzte, Tierärzte, Apotheker, Redakteure, Ingenieure und geprüften Baumeister, sowie für Privatbeamte in gesicherten Stellungen. Keine bezahlte» Agenten und infolgedeffen niedrige Verwaltungskosten. VersicherungS- bestand Ende Oktober 1900: 57 831 Versicherungen über 199 240 900 Mk. Kapital und 488 547 Mk jährliche Rente. Reiner Zugang vom
1. Januar bis Ende DHober 1900: 2374 Versicherungen Über 11 277 250 Mk. Kapital und 34 160 Mk. jährliche Rente. VermögenS- bestand: 58 960 000 «k.


