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Anschluß erfolgen kann. Die Anlage wird von den meisten Bürgern mit Freuden begrüßt.
Q Hain Grundau, 17. Juli. Unweit unseres Dorfes läßt eine Frankfurter Firma eine Zement-, Falzziegelund Blendstein-Fabrik errichten. Gegenwärtig werden die PlanierungSarbeiten vorgenommen. Nach der Station Mittel-Gründau soll ein eigener Schienenstrang gelegt werden. Die Fabrik wird in einem Jahre eröffnet; etwa 1200 Arbeiter sollen in ihr beschäftigt werden.
Ober-Rosbach, 18. Juli. Die in früheren Jahren in schwunghaftem Betrieb gewesenen von Köppenschen Manganerzgruben bei Ober-Rosbach sind von zwei .Herren nunmehr käuflich erworben worden. Seit einiger Zeit haben diese verschiedene Versuchsarbeiten vornehmen lassen, wodurch das Manganerzlager in vorzüglicher Qualität neu erschlossen worden ist. Auf Grund dieser Aufschlüsse sind bereits verschiedene Schächte niedergebracht, worunter ein Maschinenschacht, in dem in letzter Zeit das Manganerzlager fest, geschlossen angetroffen wurde, dessen Mächtigkeit bis heute noch nicht festgesteNt ist. Die z. Z. gewonnenen Erze werden täglich auf der Bahnstation Fried- verg verladen.
Darmstadt, 17. Juli. Innerhalb eines Jahres ist in unserm Großherzogtum zum zweitenmale der Fall zu verzeichnen, daß die zur Besetzung ausgeschriebene O Kerle h r e r st e l l e an einer Volksschule u n u m w o r b e n geblieben ist. Der Stadtvorstand von Alzey hat jedoch mit klarem Blick den Stein des Anstoßes erkannt und nach dem Vorbilde Neu-Isenburgs nicht nur die Dienstzulage des Oberlehrers von 600 auf 800 Mk. erhöht, sondern auch das Anfangsgehalt auf 1800 Mk. festgesetzt. Mit dieser Gehaltsordnung ist Alzey unter allen hessischen Städten, Offenbach ausgenommen, an die erste Stelle gerückt. Offenbach zahlt den Höchstgehalt eines Lehrers und eine Vergütung von 600 Mk.
-nt- Griesheim, 18. Juli. Heute nachmittag erschoß sich auf dem Lagerplatz ein Husar von dem Regiment Nr. 13. Was den jungen Mann, den Sohn einer achtbaren Familie aus Frankfurt, zum Selbstmord getrieben hat, ist bis jetzt nicht bekannt.
Mainz, 17. Juli. Bei den am Samstag stattgeh chten Uebungen der Pioniere in der Nähe von Biebrich stieß ein Floß, das rheinabwärts durch die von den Pionieren fertiggestellte Pontonbrücke fahren wollte, gegen diese Brücke an, worauf sich das Floß vollständig gegen die Brücke legte. Durch diesen Zusammenstoß fiel eine große Anzahl Brücken- baumaterial in den Rhein, welches von den Pionieren wieder aufgefischt werden mußte, wobei eine größere Anzahl Pioniere in das Wasser stürzte. Die Brücke mußte nun teilweise abgebrochen werden, um das dagegenliegende Floß durchlassen zu können. — In der Nacht vom 14. zum 15. Februar wurde bekanntlich der Glaser Hapel, als er nach Hause gehen wollte, auf dem Bahnhofsplatz von einem Unbekannten ohne jede Veranlassung überfallen und mittelst eines Messers derart verletzt, daß der Unglückliche infolge der erhaltenen Verletzung im Hospital verstorben ist. Eine lange nach dem Vorfall ausgesetzte Belohnung zur Ermittelung des Thäters hatte keinen Erfolg, und so hat nunmehr die Staatsanwaltschaft die Belohnung zur Ermittlung des unbekannten Thäters auf 500 Mk. erhöht.
-äs- Mainz. 17. Juli. Die Gutenbergausstel- lung im kurfürstlichen Schlosse ist jetzt bereits über drei Wochen geöffnet und hat an Anziehung durchaus noch nicht verloren. Der außerordentliche Zuspruch aus allen Kreisen und aus weiter Ferne ist durch das in der Ausstellung Gebotene erklärlich. Bietet diese doch eine Uebersicht sowohl über die Entwickelung der Druckkunft als über die Leistungen der graphischen Künste sowie des gesamten Buchgewerbes in so reichhaltiger und hervorragender Weise, wie dies nur durch das Zusammentreffen besonders glücklicher Umstände bei der Gutenbergfeier ermöglicht werden konnte. Diese einzig in ihrer Art dastehende Ausstellung wird nur noch bis nächsten Sonntag den 22. Juli einschließlich daueru. Sie ist täglich von 10 bis 6 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
Mainz, 18. Juli. Nach einer soeben erlassenen Verordnung der hessischen Steuerbehörden müssen in Heffen im Gegensatz zu den anderen Bundesstaaten die Angehörigen des Heeres und der Heeresverwaltung, die Fahrräder in Privatbesitz haben, auch die bestehende Steuer entrichten. Auf Ersuchen des hiesigen Kreisamtes ist dies den betreffenden Militärs letzter Tage durch das Gouvernement mitgeteilt worden. Für sämtliche, nicht ausschließlich dem Dienste dienende Fahrräder müffen die An- gehörigen des MilitärftandeS eine Steuer von 5 Mk. bezahlen, und zwar muß die Steuer an die l Kreiskasse entrichtet werden. Wie verlautet, will man militärischerseits Schritte thun, daß diese ausschließlich hessische Fahrradsteuer für die militärischen Kreise wieder abgeschafft wird. (DaS wäre eine Bevorzugung des Militärs vor dem Zivil, die der Berechtigung entbehrt. Entweder verbleibt die Steuer auf Fahrräder in Privatbesitz von Zivil und Militär oder man läßt sie überhaupt fallen. Ein drittes kann es u. E. Überhaupt nicht geben.)
Bom Rhein, 18. Juli. Der Fremden- und Reiseverkehr am Rhein wird in diesem Jahr durch die Pariser Weltausstellung sehr ungünstig beeinflußt. Mit Ausnahme von Köln, das von Norddeutschland vielfach als Ausgangspunkt zur Reise nach Paris benutzt wird, ist der Verkehr im Vergleich zu früheren Jahren ein ganz geringer, und es klagen insbesondere die Besitzer der kleineren und Mittelhotels, welchen ihre üblichen Gäste aus Nord- und Süddeutschland «ast ganz fehlen. In den größeren Hotels an den Hauptvlätzen des Rheins ist der Verkehr insofern etwas belebter, als dieselben meistens mit den großen englischen unb amerikanischen Reisegesellschaften Vereinbarungen getroffen haben, die ihnen eine gewisse Anzahl Fremden sichern, die in diesem Jahr weniger aus Engländern als aus Amerikanern besteht. Erfahrungsgemäß ist der Verdienst !bei solchen Gesellschaftsreisen für die Hoteliers ein weit ge
ringerer als bei Einzelreisenden. Im Spätjahr, wenn sich die Pariser Ausstellung zum Ende neigt, hofft man durch die von Frankreich zurückkommendm Fremden noch etwas Ersatz für den gegenwärtigen Ausfall zu bekommen.
Wetzlar, 17. Juli. Als einen Nachklang zu der großen Festsymphonie des vorigen Jahres, wo ganz Deutschland seinen Goethe feierte, dürfen wir es auffassen, daß der Jahrestag der Ankunft Goethe's in Wetzlar (etwa 20. Mai 1872) in unserem Nachbarorte Garbenheim, wo Goethe „für gewöhnlich seine Niederlage hatte-, durch Anbringung eines neuen Erinnerungszeichens gefeiert wurde. In dem Saale der Wirtschaft von Friedrich Henopp, des Nachfolgers der Frau, die „Wein, Bier, Kaffee schenkt", und unter deren Linden Goethe manche Stunde verlas und verträumte, ist von einem Goetheverehrer sein Bild nach May (1776) in der Werthertracht, blauer Frack und gelbe Weste, angebracht worden, und darunter folgende Verse, die Goethe's Sommerleben in Garbenheim-Wahlheim kurz zu- sammensassen:
Goethe in Garbenheim 1 7 72.
Noch webt um diese Wipsel sacht An ihn ein Rückgedenken, Der in des Volkstums tiefen Schacht Hier lernte sich versenken.
Ec trug sein übervolles Herz Hierher so manchen Morgen, Ec mischte sich m Emen Schmerz Und teilte Eure Sorgen.
Dies Heim erkor sich seine Wahl, Sein Herz fand hier Erquickung, Genas von starrer Formen Qual Und leidensvoller Schickung.
Sein Malerauge hat bei Euch Manch frisches Bild gewonnen, Wenn er der Stadt beschränktem Reich Aufatmend war entronnen.
Und wenn datz ländliche Gericht Er sich anS Feuer rückte, Ward Leben ihm HomerS Gedicht, Das täglich ihn entzückte.
So leb' er fort in treuem Sinn, Nie dürft ihr ihn vergessen, Ihn, den zu dauerndem Gewinn Ihr sommerlang besessen.
** Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Kaufmann Georg Schmidt, Inhaber der in Darmstadt bestehenden Firma Emil Vierheller (nicht zu verwechseln mit der Firma Gebr. Vierheller), hat sich erschossen. — Dem Schäfer Konrad Schütz in Ehringshausen ist in Anerkennung der der dortigen Schäfereigesellschaft 50 Jahre lang geleisteten treuen Dienste das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. — In Treisbach wollte ein junger Bursche mit seinem mit zwei Kühen bespannten Wagen aus der Lehmgrube Lehm abfahren. Als er in die Grube ein- suhr, stürzte Plötzlich mit donnerndem Getöse eine hohe Erdwand auf das Gefährt und verschüttete es vollständig. Der junge Bursche, der bis an die Brust von Erde bedeckt war, wurde schwerverletzt herauSgezogen. Die eine Kuh war sofort tot und die andere mußte getötet werden. Der Wagen ist auch total demoliert.
Zum Schicksal Andrees.
Nack) längerer Pause kommt wieder einmal ein Zeichen von Andree: Die Schwimmboje Nr. 3, an der Südküste von Island aufgefischt und mit der Jahreszahl 1896, dem Jahr, in dem ursprünglich die Auffahrt stattfinden sollte, versehen. Aber sie bildet ein ebenso schlimmes Zeichen wie die im September 1899 beim König-Karl-Land gefundene Pollarboje, denn es fehlt der Deckel, und in der Röhre war keine Nachricht, so daß nun wohl endgiltig angenommen werden muß, daß der Ballon ins Meer gefallen i st. Das Dunkel, das über der Andreeschen Expedition weilt, wird auch durch diesen Fund nicht gelüstet, doch dieser bildet nach; der „Voss. Ztg." von neuem eine Bestätigung für die Annahme, daß sich die Katastrophe in der Gegend bei oder hinter Franz- Josef-Land abgespielt haben muß, von wo aus dann, die drei bis jetzt gefundenen Schwimmbojen mit der Strömung in westlicher Richtung getrieben wurden. In diesem Monat sind es drei Jahre her, daß Andree abfuhr, und es ist nun natürlich nicht mehr darauf zu rechnen, daß die Lustschiffer noch leben. Schon eine Schiffsexpedition, die drei Jahre wegbleibt, ohne etwas von sich hören zu lassen, giebt Anlaß zu Bedenken, um wieviel mehr eine Ballonexpedition, deren Luftfahrt selbst nur von kurzer Dauer sein konnte und der alle Hilfsmittel fehlen, um Ueberwinterungen mit Ruhe entgegensehen zu können. Das Geschick, das Andree und seine Begleiter betroffen hat, ist um so trauriger, als ihm nicht der Vorwurf erspart werden kann, beim Ballon nick)t die nötige Vorsicht angewandt zu haben. Im großen und ganzen hatte Andree sein Unttzxnehmen mit außerordentlicher Umsicht ins Werk gesetzt, und schon fyie Füllung und. Aufbewahrung eines so riesigen Ballons im stürmischen arktischen Gebiet war eine bedeutende Leistung. Selbst Fachleute hatten keine Idee, wie Andree mit den vorhandenen Geldmitteln einen sichern Aufbewahrungsort für den Ballon schaffen wollte, und dock) wurde dies schwierige Problem mit Herstellung der zerlegbaren, hölzernen Ballonhalle leicht gelöst. Verwun- derlich war der Entschluß Andrees, nachdem sich bei dem Aufenthalt auf Spitzbergen im Jahre 1896, wo wegen Ausbleiben günstigen Windes die Abfahrt verschoben werden mußte, ein außerordentlicher Gasverlust zeigte, nicht einen neuen und bedeutend größeren Ballon zu bauen, obwohl ihm die Mittel dazu angeboten wurden. Er begnügte sich damit, einen Streifen einsetzen zu lassen, wodurch der 4800 Kubikmeter betragende Umfang um 300 Kubikmeter vermehrt wurde, was jedoch belanglos war. Hierzu kam gleich bei der Abfahrt der Verlust eines Teils der Schlepptaue. Da sich die Schwebefähigkeit des Ballons als ungenügend erwies, war gleich von vornherein das Gelingen der Polarfahrt sehr in Frage gestellt. Der Ballon mußte sicherheitshalber im stände sein, sich weit längere Zeit, als die eigentliche Fahrt dauern konnte, in der Luft zu halten.
Wie weit es in dieser Beziehung die Ballontechnik
bringen kann, darüber wird möglicherweise die wissenschaftliche Dauerfahrt Aufschluß geben, die in einiger Zeit von einem Nachbarort Berlin s aus unter Leitung des Meteorologen B e r s o n von statten gehen wird. Das Unternehmen, das durch die Bemühungen des Herrn Zekeli in Potsdam zu stände gekommen ist, sollte schon am 15. Juli vom Sportpark Friedenau aus beginnen, aber gegenwärtig ist noch nicht einmal der Ballon fertig. Dieser wird etwa doppelt so groß sein, wie der Andree'sck>e Ballon, dock) wird man einen Maßstab für die Beurteilung der Andreeschen Fahrt dabei kaum gewinnen können, da Andree mit Hilfe seiner den Boden berührenden Schlepp- taue stets in gewisser Höhe Mer den Erdboden bleiben wollte, was eine bedeutende Reibung üud gleichzeitig eine große Verringerung der Fahrgeschwindigkeit im Gefolge hatte. Eine solche Verwendung der Schlepptaue kann in unseren Gegenden natürlich nicht in Frage kommen, doch soll bei der deutschen Dauerfahrt versucht werden, der Temperaturveränderung des Gases durch eine teilweise dreifache Hülle und Ventilation vorzubeugen. Damit hofft man dann, den Ballon einen Monat hindurch in der Luft halten zu können, und es bleibt nun abzuwartett, wie sich das Ergebnis in Wirklichkeit gestaltet. Jedenfalls deutet aber auch dieser bevorstehende Versuch einer Dauerfahrt größeren Umfangs darauf hin, daß man mit der Möglichkeit rechnet, dem Ballon größere Aufgaben zuzuweisen. Ist Andree einje solche Aufgabe auch nicht geglückt, so wird seine Fahrt doch in mancher Hinsicht anregend wirken, wofür schon die in Aussicht stehende Dauerfahrt einen Beweis liefert.
Universität und Aschschule.
— Aus Heidelberg wird geschrieben: Unser großer Anatom, Geheimrat Prof. Dr. Gegenbaur wird demnächst in den Ruhestand treten. Gegenbaur ist 72 Jahre alt und im letzten Jahre viel krank gewesen. — Der Physiker Prof. Ludwig Boltzmann in Wien hat der Berufung an die Leipziger Hochschule Folge geleistet und wird bereits in den nächsten Tagen dorthin übersiedeln. — In Heidelberg verstarb am 17. d. M. im 80. Lebensjahre Jakob Erhardt, der seit 1846 bis 1896 langjähriger Vorstand einer sehr beliebten Privatlehr, anstatt daselbst gewesen. — Aus Erfurt teilt man unterm 17. d. M. mit: Heute ist der Stadtarchivar Prof. Dr. Karl Beyer, ein bekannter Altertumsforscher, im 52. Lebensjahre gestorben. — Zum Direktor der Technischen Hochschule in München wurde für die nächsten 3 Jahre der Profeffor der Mathematik und Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Walther Dyk,.ernannt.
Kunst und Wissenschaft.
Zur Erfindung der Buchdruckerknnst. ES kommt uns zufällig eine aus dem Jahre 1895 stammende Nummer deö ,L>ann. Cour." in die Hände, in der wir folgendes lesen: „Armer Gutenberg, mit Deinem Ruhm alS Erfinder der Buchdruckerkunst wird cs nun bald vorbei sein! Der „Foaia Diecesana" zufolge, dem offiziellen Organ des rumänischen BtStumS von Karansebes, soll eS rem Architekten und Altertumsforscher Adrian Diaconu gelungen sein, in den Ruinen der ehemaligen römischen Kolonie „Berfovta" bei Bogsan, unweit Temesvar, Beweise dafür vorzufinden, daß die Romer, speziell Angehörige der IV. Legion Flavia Felix, schon im II. Jahrhundert n. Chr. die Typographie mit verstellbaren Lettern kannten und im Castrum stativum von Bersovia auSübten. Auch soll, so heißt es wörtlich weiter im „H. C.", „nach der Behauptung dieses Herrn, auS einer Stelle imC'cero (aus welcher?) ganz klar hervor- gehen, daß die Römer thatfächttch das Drucken mit einzelnen Typen kannten. Schließlich soll diese Entdeckung bereits durch zwei Mitglieder der Bukarester Akademie der Wissenschaften geprüft und für richtig befunden worden sein! (ES ist wohl mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß diese Meldung deS rumänischen Blattes zur Kategorie der sogenannten „Sauregurken-Blüten"
Soweit das genannte hannoversche Blatt. Wir können unsere Verwunderung nicht unterdrücken, daß der Redaktion des „Hann- Cour." Ciceros rhetorische Schriften unbekannt zu sein scheinen. In einer dieser Schriften, wenn wir nicht irren in „De oratore“, fpricht Cicero ahnungsvoll die ganze Theorie der Lettern aus, indem er vom Redner sagt, daß er, im Besitze aller Regeln, doch ebenso wenig schon die ganze Redekunst innehabe, wie jemand den Homer besitzen würde, wenn er sämtliche Buchstaben, die in Homers Dichtungen vorkommen, etwa von Metall angefertigt, in einem Haufen vor sich liegen hätte. Bücher zu drucken verstand man bekanntlich schon lange vor Gutenberg: man schnitt eine ganze Seite in Holz. Bekannt ist auch, daß jeder vornehme Römer einen Siegelring trug, mit dem er nicht nur Bilder, sondern auch Schriftzüge in Siegelwachs druckte, wie eS die Aegypter schon anderthalb Jahrtausende früher gethan hatten. Ja, die römischen Kaiser besaßen Stempel, mit denen sie ihre Namen unter Dekrete druckten, -o.
Handel rmd Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter Börse vorn 18. Juli.
Wechsel auf New-York zu 0.00-00.
Prämien auf Kredit per ult. Juli 1.35%, do. per ult Aug, 2.75%, Diskonto-Kommandit per ult. Juli 1.85%, do. per ult. Aug. 2.85%, Lombarden per ult Juli 0.55%, do. per ult. Aug. 1.00%. Deutsche Bank per ult. Juli 0.00 %.
Notierungen: Kreditaktien 208-207 70-80-0, Diskonte- Kommandit 175.70-40-60.00, Staatsbahn 140.30-000, Lombarden 25.50 Italiener 92.90, Spanier 72.40-00, Bproz Mexikaner 25.40, Bochumer 194.80-000 bz., Laura 211.30-212.00 bz,, Harpener 187-000 00 bz., Gelsenkirchen 191.50-80.000 bz., Ungar. Goldrente 00.00, Oesterr« Coupons 00.00, Amerik. Coupon« 0 00, Privat-Diskont 4% G.
1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 207.80-206-60 bz., Diskonto- Kommandit 175.60-174.50-60 bz., Staatsbahn 140 30 bz., Lombarden OO.OO’bz., Bochumer 000-00 bz.. Berliner Handelsges. 148.50-148 bz., Spanier gestern 72-72.20 bz , Htrpener 186.20-185.50 bz.
Märkte.
Gießen, 19. Juli. (Amtlicher Marktbericht.) Bei dem am 17. und 18. Juli fiattgehabten Markt waren aufgetrieben 1353 Stück Rindvieh, 547 Schweine. Der nächste Markt findet statt am 7. und 8. August, am letzteren Tage auch Krämermarkt.
Limburg a. b. Lahn, 18. Juli. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter Roter Weizen 14.09 Mk-, Weißer Weizen —Mk., Korn 12.00 Mk., Gerste 9.40 Mk., Hafer 7.49 Mk., Erbsm —Mk., Kartoffeln —Mk.
Markus Bauer Spezial'Gefchäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener werkftätte.
Gießen, Airchenplatz y. 187
A e* AyUa a!» (Hessen) zw. Darmstadt u. Heidelberg,
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