zeichnet, um! auf diese Weise, getreu dem englischen Aus-
weiter, „wird schon dafür sorgen, daß in St. Helena ein
Kriegführung wie den Gefangenen gegenüber. Trotzdem,
als Dr. Vangreldt zu demissionieren drohte.
Perioden aus den Erfahrungen der Vergangenheit. Die Frage der durch die Neuregelung bewirkten Machtverschiebung zu Gunsten der Stände habe nur Bedeutung für einen Macht konflikt. Die Wahrscheinlichkeit spreche aber dafür, daß sich in 3 Jahren weit mehr Zündstoff anhäufe, als in 1 Jahr. Heute, im Gegensatz zu den Verhältnissen vor 10 Jahren, müsse die Regierung sich gegenüber dem Ansturm der Volksvertretung in der Ausgabebewilligung abwehrend verhalten, und man dürfe nicht annehmen, daß eine nur wünschende Volksvertretung die Hand dazu bieten werde, die Arbeit der Staatsmaschine auf ein Minimum zu beschränken. Er glaube auch nicht an einen Konflikt. — Eine zweijährige Budgetperiode zeige fast alle Schwächen der dreijährigen und gar keine Vorteile der einjährigen Budgetperiode.
„ein toter Feind ist nicht gefährlich, und die Achtung ist- billig". An wen sollen aber die Teilnahme-Telegramme versandt werden, wenn hunderte an Typhus gestorben sein werden! Will man keine abgefeimte Grausamkeit darin erblicken, feine Gefangenen so umkommen zu lassen, so ist
rottungsprinzip, unbequeme Feinde aus dem Wege zu räumen. „England", so sagt Professor Wefers-Bettink
ter Gefangener auf verseuchten Schiffen nach St. S?elena Englands Humanität gewissermaßen als Brutalität be-
keiten und Erleichterungen zu erhalten.
Es wird gleicherweise berichtet, daß die Gefangenen^ bei Waterval gezwungen find, auf offenem Felde zu biwakieren, ohne Schutzdächer und nur mit Stroh ccks Lager, während die Kranken in einem offenen Schuppen ohne Dach gehalten werden. Es wird mir mitgeteilt, daß Medikamente und Matratzen erst geliefert wurden.
mit entfernteren Städten in Sprachverkehr treten können Auch durch Herstellung neuer Leitungen wird für eine bessere und schnellere Abwickelung des Telegramm- und Sprech Verkehrs Sorge getragen. Der Ober-Postdirektion erwächs' durch diese und andere Neueinrichtungen begreiflicherweise eine bedeutende Arbeitslast, und es herrscht dort regste
Die Buren sind zu gutherzig und zu religiös, um( in diesem Punkte Englands Beispiel zu folgen. Allent^ halben heißt es, daß sie zu milde seien, sowohl in der
es doch zum mindesten eine furchtbare Nachlässigkeit, die England sich hierdurch zu schulden kommen läßt."
dem Hudson Lowe ebenbürtiger Gefangenwärter vorhanden ist. (Hrerbietung bringt England dem toten Joubert; denn
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Naturgemäß können die neuen Anstalten nur nach und nack ins Leben treten, da die dazu erforderlichen AuSkundunger
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Die „Londoner amtliche Zeitung" veröffentlicht De- peschenjderGeneräleBullerundWarrenüber die Vorgänge beim Spionskop, und ferner eine Depesche des Feldmarschalls Roberts, in der die erwähnten Depeschen der beiden anderen Generäle besprochen werden und die Haltung der Generäle scharf kritisiert wird. Nachdem Roberts betont hat, daß in diesen Depeschen der Operationsplan nicht klar dar gelegt sei, tadelt er, daß Warren an dem von Buller vorgeschriebenen Plane Aenderungen vorgenommen habe und bedauert, sich der Ansicht Bullers nicht anschließen zu können, daß der Oberst Torneykroft vorsichtig gehandelt habe, dadurch, daß er den Rückzug vom Spionskop anordnete. Lord Roberts findet im Gegenteile, daß dieser Offizier, über dessen persönliche Tapferkeit er sich höchst lobend ausspricht, nicht zu entschuldigen sei, da er eine solche Verantwortung übernommen habe. Lord Roberts bedauert, daß General Warren, obgleich er die kritische Läge der Truppen gekannt, nicht persönlich den Spionskop aufgesucht habe, und stimmt mit General Buller darin überein, daß es an der nötigen Organisation und an einem systematischen Vorgehen gefehlt, was sehr ungünstig auf die Verteidigung dieser Stellung zurückgewirkt habe. Auch hält Feldmarschall Roberts dafür, daß dieser Versuch, Ladysmith zu befreien, der gut vorbereitet gewesen sei, hätte gelingen müssen. Der Mißerfolg fei teilweise den Terrainschwierigkeiten und den dominierenden Stellungen des Feindes, wahrscheinlich aber auch dem Mangel an Urteilsfähigkeit und administrativer Tüchtigkeit Warrens zuzuschreiben. Was für Fehler auch Warren begangen habe, so müsse man auch den Mißerfolg dem Umstande zu- schreiben, daß der Oberbefehlshaber seine Autorität nicht genügend habe zur Geltung zu bringen wissen und es unterlassen habe, sich davon zu überzeugen, daß seine Befehle auch ausgeführt wurden. Lord Roberts stellt mit Genugthuung fest, daß, wie aus den Depeschen der Generäle Buller und Warren hervorgehe, die Haltung der Truppen bewundernswert gewesen fei.
Nach einer solchen Kritik muß es nur Wunder nehmen, daß Warren und Buller noch in leitenden Stellungen sind
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Ich kann kaum glauben, daß Ew. Ehren das bekanntist, oder daß dieselben die harte Behandlung billigt, welche den Gefangenen der kolonialen Streitkräfte zu Teil wird, und den Mangel an Berücksichtigung, der den britischen Gefangenen bei Waterval gezeigt wird, welche britische Unterthanen und regelmäßig angeworben
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find, und nack Kriegsbrauch daher Anspruch haben auf gleiche Behandlung, wie andere Soldaten.
Ich muß Ew. Ehren daran erinnern, daß alle unter meinem Befehl stehenden Gefangenen gleich gut behandelt werden, gleichviel, ob dieselben Burgher oder Ausländer sind. Ihre Kranken und Verwundeten werden auf das sorgfältigste behandelt, und keinerlei Unterschied zwischen ihnen und unseren Soldaten gemacht.
Ich erbitte .Ew. Ehren baldige Aufmerksamkeit auf diese Zeilen und ermuche darum, daß Befehle gegeben werden mögen, dahingehend, daß die Leute der Kolonial- Streitkräfte aus dem Gefängnisse entlassen und als Kriegsgefangene behandelt werden, wie auch, daß man. die Gefangenen bei Waterval mit Schutzdächern (Obdach) versieht, und die Kranken und Verwundeten ordentlich pflegt, in Uebereinstimmung mit Artikel 6 der Genfer Konvention. gez. Roberts.
.. ^rr Ludwig Habich, der Schöpfer unseres am 10. Mar zu enthüllenden Kriegerdenkmals, weilt gegenwärtig hier, um die Aufstellung desselben persönlich zu leiten. y
** Postalisches. Man schreibt uns: Der ReichShauS- haltSetat für 1900 hat für die ErWeiterung der Post- und Telegraphenanlagen wieder bedeutende Mittel vorgesehen, bei deren Verteilung der Bezirk der Ober-Post: direktion Darmstadt besonders reichlich bedacht worden ist. So ist die Schaffung von Postämtern I in Darmstadt - (Bhf.) und Alsfeld an Stelle der seitherigen Äem/er II, und die Errichtung von Postämtern UI in GustMbm^ und Hochheim an Stelle der seither bestandenen Postagen tuten vorgesehen, während an neuen Poftagenturen nicht weniger als 9 in Hessen zur Einrichtung gelangen werden. Am 1. Mai wird Bad Salzhausen, Ockstadt und Dorheim, am 16. Mai Pfaffenbeerfurth, Okarben und Holzheim eine Postagentur erhalten. Weiter werden solche in Hofheim (Kr. Großgerau), Dietesheim und Pfaffen schwabenheim folgen. Acht davon werden mit Telegraphen anstalten vereinigt werden. Bei den bereits bestehenden Postagenturen in Zell (Odenwald) und Kempten (Rheinhessen) und bei den Pofthilfstellen in Niedermodau, Nieder Hilbersheim, Weschnitz, Aspisheim, Wintersheim, Schwad bürg, Oberwöllstadt, Burggräfenrodc, Bornheim (Kr. Ahec und Lonsheim wird im Laufe des Jahres der Ielt< graphenbetrieb eingerichtet und damit wieder eineW fernab vom Verkehr belegener Orte der Wohlthat einer telegraphischen Verbindung teilhaftig. Dem zu ungeahnte« Aufschwung gekommenen Fernsprechverkehr wird besonders reichlich Rechnung getragen. Nicht weniger als H neue Stadtfernsprech-Einrichtungen werden hergestellt »erben, nämlich in Oppenheim, Michelstadt, Osthofen, Lich, Groß karben und voraussichtlich auch in Sprendlingen (Rhein Hessen), Vilbel, Heppenheim, Seligenstadt, Eberstadt uni Groß-Umstadt. Bon den Orten mit bereits bestehender öffentlicher Fernsprechftelle werden 32 in derProvirn Oberheffen (darunter Lauterbach, Heldenbergen, Herbstein Mücke, Grebenhain, Großfelda) durch VerbindungSleitunger an das allgemeine Fernsprechnetz angeschlossen, wodurch ft<
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wundeten von Elandslaagte, welche Behandlungen ein Mann wie der gefangene Kommandant Kock auf dem Wege nach und in Ladysmith erdulden mußte, und die wirkliche Leidensgeschichte der unglücklichen Gefangenen wird erst geschrieben werden, wenn der Tag der Freiheit für sie angebrochen und der englische Zensor sein Veto nicht mehr einlegen kann. Daß in einem langen Feldzuge durch die klimatischen Einflüsse und Strapazen selbst die Konstitution der abgehärtesten Krieger leiden muß, wird niemand bezweifeln; um wie viel mehr mußte dieses bei dem Heere Cronjes der Fall sein, das unter körperlichen Entbehrungen und physischen Qualen heldenmütig 10 Tage lang einer- gewaltigen englischen Uebermacht Stand hielt. Daß ein derartiges Gefangenenheer in Kürze der Herd ansteckender Krankheiten bilden mußte, daß nur Licht, Luft und gute Ernährung diese Helden gesundheitlich erhalten konnte, sollte dieses alles den Engländern unbekannt geblieben sein?" — Gewiß nicht! Und Professor Wefers-Bettink hat so unrecht nicht, wenn er in der Versendung eingepferch-
Politische Tagesschau.
In dem Streit der Geister um die Lex Heinze hat, wie erinnerlich, der Münchener Professor Lipps erklärt, es könne, in den deutschen Richterstand heutzutage nicht so viel Vertrauen mehr gesetzt werden, als daß man ihm so dehnbare Strafbestimmungen, wie die in den Kunstparagraphen jenes Gesetzes enthaltenen zur Entscheidung von Fall zu Fall in die Hand geben dürfe. Diese Meinungs-, Äußerung hat begreiflicherweise lebhaften Widerspruch, hervorgerufen; hierauf antwortet nun Professor Lipps in einem Briefe an die „Münchener Neuesten Nachrichten" aus Lugano. Er erhält darin feine Erklärung aufrecht, daß er das absolute Vertrauen in unsere Rechtsprechung ver- koren habe. Er habe dies als Ausdruck seiner ganz persön- kichen Empfindung gesagt. Unsere Richter mögen gute Menschen sein, aber vielleicht seien sie bisweilen schwache Menschen und unterliegen gelegentlich einmal der Neigung, allzuscharf zu urteilen. Sie können sich der Strömung chrer Umgebung nicht entziehen. Gesetzt man nehme das Wort Unbestechlichkeit so, daß man darunter die Unbestechlichkeit in jedem Sinne verstehe, so müsse er bekennen, die ehemals vielgerühmte Unbestechlichkeit des deutschen Richterstandes sei für ihn zur Legende geworden. Lipps ist der Meinung, daß dieser Wortlaut den Gedanken einer m a -
e 1c n Bestechlichkeit ausschließe, wie er auch in Wirk- nchkeit nur die Beeinflußbarkeit gemeint habe. Im übrigen nabe jein Vorwurf nicht den Richtern allein, sondern unserer ganzen heutigen Zeit gegolten.
Im „Nieuwe Roterd. Courent" erhebt Professor We- fers-Bettcnk von Utrecht im Namen der Menschlichkeit Einbruch gegen die Verschiffung der gefangenen Buren nach St. Helena mit folgenden Worten-
„Von Epidemien in den gefangenen Heeren der Engländer fn den Freistaaten hört man nichts. Und warum! nicht? Weil dort alle Bedingungen zur Erhaltung der Kraft und damit die größte Widerstandsfähigkeit gegen Krankheits-Infektionen gegeben find: „Licht, Luft und gute Ernährung". Wie sehr sticht gegen diese gesittete Kriegs- Hührung der von England so verleumdeten Buren die englische Kriegsführung in der Behandlung Verwundeter und Gefangener ab? Wir wissen heute schon in Europa, trotz englischer Zensur, welche Leiden die Gefangenen und Ver-
Ein späteres Telegramm aus London meldet baß s. I Generäle Sir Redvers Buller und Charles Warr? I auch- «ichrer Kommandos verlustig gehen werden infni I der scharfen Kritik, die Lord Roberts an ihrem Verbal - I bei den Operationen am Spionskop geübt hat. Tie »f I berufung resp. Demission beider wird demnächst erfofo,
29^ Chirur gev-^ougretz.
Aus allen Gauen Deutschlands und aus Oesterrei^,,. die Meister des Messers, die Chirurgen, herbeigeM I nach altem Brauch in der Woche nach dem Osters', Jahresversammlung in der deutschen ReichshauptsW >' I zuhalten.
Nach Vorbegrüßung im Hotel de Rome fand die nii, Sftlle Eröffnung des 29. Chirurgen-Kongresses heute mittag durch Geh. Medizinalrat Professor v. Bergmanr I statt. Von hervorragenden Operateuren waren u. a er schienen Geh. Rat Dr. v. Esmarch (Kiel), der Generol' stabsarzt der Armee Exzellenz v. Coler, der Generalair, Schiernrng vom Kriegsmimsteriurn, v. Bramann ^rendelenburg (Leipzig), Gussenbaur (Wien), Waqnq | (Komgshütte), Schade (Bonn), Richter (Breslau) u. a n I In seiner Begrüßungsrede wies der Vorsitzende mi I ^e hohe Bedeutung des verflossenen Jahrhunderts Wr. die Entwickelung der chirurgischen Kunst und Wissenschch I m Den ersten Vortrag hielt der Heidelberger Chirur Professor Czerny über „die Behandlung inopc I able r Krebs e." Etwa 45 Prozent der an Krebs er | ir?liiten Patienten eignen sich nicht für einen operativer Eingriff, ungefähr 40 000 Meusckjen sterben jährlich in I Deutschland an bösartigen Geschwülsten, und vielleicht drei mal so viele führen als Opfer des tückischen Leidens ein I qualvolles Dasein. Als ein Fortschritt in dem Kamps gegen I die Krebskrankheit ist die im März dieses Jahres in &ri:i I ",nber der Aegide des Kultusministers vorgenommene I Gründung einer „Gesellschaft zur Erforschung des Krebse. I zu bezeichnen. Wichtiger ist aber die Einrichtung d- sonder er Krebs-Hospitäler nach dem Muster
I iands und Newyorks. Die sicher festgestellte stetige Zu nähme der Krebskrankheit, besonders in den Städten, recht fertigt die Gründung solcher Spezialkrarrkenhäuser ir * vollem Maße.
Die folgenden Vorträge behandelten sämtlich die Ergebnisse der operativen Technik bei Krebsgeschwülsten. Eine interessante Uebersicht über die operativen Ergebnisse an elf verschiedenen Kliniken gab Professor Krönlein | (Zürich). Bei 881 operierten Fällen, welche er aus den letzten zwei Jahrzehnten zusammengestellt hat, fand er im Durchschnitt -eine Sterblichkeit von 19,4 Prozent; also -ein Fünftel der Kranken starb trotz der Operation. Bemerkenswerte Verbesserungen in der Technik des operativen Eingriffs gab Professor Rehe (Frankfurt a. M.) an.
Mit dem Kongresse ist auch in diesem Jahre eine reich beschickte Ausstellung von Instrumenten, Apparaten und Medikamenten aller Art verbunden.
und nuht langst Ordre erhalten haben, nach England rur>, ■ •# M-Hren; aber tn Ermangelung guter Führer m° h m» ®
eben mit Mittelgut vorlieb nehmen, llustände di- Mil1 ?lUt^Ianb unmöglich ivären. Mittlcrwelle fällt die öfkr £it
id;« Meinung über den Höchstkommandicrenden in «loer dH
föntet" selbst e.n Nicht um em 5>°ar schmeichel^ M
Staatsminister a. D. Finger findet, daß Vieles für die einjährige Budgetperiode spricht. Die erhoffte Klarheit des Budgets, wie sie der Finanzminister wolle, sei bei uns aber im Hinblick auf die Art der Einnahmen und Ausgaben nicht zu erhalten. Die politische Seite der Vorlage sei die, daß der Großherzog auf fein verfassungsmäßiges Recht, die Stände mindestens alle 3 Jahre zu berufen, verzichte und dem ständischen Wesen mehr Einfluß eingeräumt werde. Man müsse auch böse Zeiten im Auge haben und der Volksvertretung nicht zu viel Macht in die Hände geben. Er bitte den Antrag der Minderheit anzunehmen; doch wolle er bei dessen Ablehnung gleichwohl der Regierungsvorlage zustimmen. — Geh. Kommerzienrat Michel stellt fest, daß von diesem verfassungsmäßigen Rechte des Landesherrn, die Stände nur alle 3 Jahre zu berufen, kein Gebrauch gemacht werde. Die Vorlage fei notwendig aus finanzpolitischen Gründen. Die von der Minderheit beantragte Verfassungsänderung erscheine ihm gegenüber der bestehenden Verfassung als große Einschränkung der ständischen Rechte; denn bei 0^ ^sährlgen Budgetperiode sei der Regierung nur die Er- I hat Lord Roberts einen Protest an Präsident Krüger ge- mächtigung erteilt, bei nicht erfolgter rechtzeitiger Bewilligung I langen lassen, der also lautet:
6 Monate weiter Umlagen zu erheben, durch den Antrag I t Ew. Ehren.
der Minorität werde dies Recht sür unbestimmte 8eit aus I '34 erfahre, daß die kolonialen Gefangenen in Pre- g-d-hnt. Di- zweite Kammer werde einem solchen Anträge I toria6 T,. ^""Wisse sestgehalten werden und schlecht Ä' efnen"schweren^du‘1'*1«t8 fW in der Vor- He ^“ön^’Mf
niAf S t finanzpolitischen Erwägungen I Dysenterie unter den (befangenen befinden und der Arzt
(y gerechtfertigten Eingriff tn die Verfassung und glaubt, I demissioniert hat, weil er es unmöglich fand, die rich-
oatz man die fett 80 Jahren übliche 3jährige Budgetperiode I tige Medizin und entsprechenden medikalen Bequemlich- recht wohl noch weiter beibehalten könne. ■ -
Staatsminister Rothe erklärt, daß die Regierung die politischen Bedenken sorgsam in Erwägung gezogen habe, diese jedoch durch das Gewicht der finanztechnischen Gesichtspunkte beseitigt seien.
cw F^fi Isenburg-Büdingen war niemals Anhänger der abgekürzten Budgetperioden, stimmt aber aus praktischen Gründen und um der Regierung sein volles Vertrauen auszudrücken für die Vorlage.
Bei der Abstimmung wird der Antrag der Minderheit des Ausschusses abgelehnt und die beiden Vorlagen entsprechend den Beschlüssen der Zweiten Kammer angenommen. Die Regierungsvorlagen, die Bewilligung eines Beitrags von 25000 Mk. für das in Mainz zu errichtende Guten- bergmuseum, die etatsmäßigen Stellen bei der Main- Neckarbahn u. der Nebenbahn Weinheim-Fürth, endlich die Nachtragsfordernngen des Staatsminifteriums, der Ministerien des Innern, der Justiz und der Finanzen pro 1900/01 zu dem auf dieses Etatsjahr erstreckten Hauptvoranschlag für 1897/1900 und die Errichtung 10 neuer Oberförstereien betr., werden sämtlich entsprechend den Beschlüssen der Zeiten Kammer angenommen und hierauf die Sitzung geschlossen.
Die Kammer wird voraussichtlich Anfang Juni wieder zusammentreten.
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