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20.3.1900 Zweites Blatt
 
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Die Mütlk w rgsbehÄtvM^M GlaMeLrr ober Ai- h gtirtig ist, dortsetbsi UW sich in letzter M az/Mnetzmen, daß dn imwe^e nach M in )e üderfM M'r in rden //z Meder hat MM zu dem er« Men, oder, W 7 nach dem Uedersaü ift, um die Spum 5 Verbrechens ir z.- bet von der fe- .u^orderung unfr .eheimnisvollen Mi brechens bringet tu Bergshausen ermittih damen bereits heule >r geführt worden. 2c hungs-AommWn irung des Herrn Amte ichtsschreibers, Kanzlu Leiche thätia, um da sch auszunehnien, / tergshausen anwes^ ib OrtspolizeibeP der Königlichen 2- chiedene Persom' ere Personen, oiv- Hefiihrtm M-kelt N, * '* i*c Unter W d-m bahlfrfr übit(frW /D!cb p M herein zur b

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Kunst und Wissenschaft.

Wie», 17 März. Der Vereinftreie Bühne" Hatto dieser Äbende ttn Festsaale deS Kaufmännischen Vereins eine Ausführung von HalbesJugend" veranstaltet Zahlreiche ^?"en sich im

Saale eingefunden, schon waren einige Worte des Stückes gesprochen, als ein Polizeikommissar im Saal erschien, während eine laute Stimme nach de« Vereinsobmann Schmid rief. Der Kommissar trat dicht vor die Bühne, wendete sich gegen die Zuschauer und nef: Im Namen des Gesetzes erkläre ich die Versammlung für aufge­löst und ersuche die Anwesenden, den Saal zu verlaffen " Diese Worte riefen große Aufregung hervor, man nef:DableibenI Nicht hinaus- gehen'" Pfuirufe wurden laut, auch hörte man:Das ist österreichische Freiheit!" Da keiner sich vom Platze rührte, wurde Polizei in den Saal gerufen, die chn räumen wollte. Die Polizei wurde mit Pfiffen und Geschrei empfangen, und erst nach wiederholtem Drängen der Polizisten entfernte sich das hochcrregte Publikum.

Die Andrupsche Polarexpedition wird nach soeben ge­troffener Bestimmung. Mitte Mai mit derAntarctic" nach Ostgrönland Tibgehen. Acht Gelehrte darunter Otto Nordenftjöld, werden an der Expedition tellnehmen, die auch Nachforschungen nach Andröe anstellen Koll. Der karlsbergsonds hat für die Unternehmung 150000 Kronen ^ergegeben.

Koburger Hoftheater. Die Führung der Hostheater-Jntendanz ivurde dem Hoftheater-Direktor Benda übertragen.

Siegfried Wagner'S Oper ,Der Bärenhäuter" ist zum ?cstenmale in Berlin im königl Opernhause gegeben worden und hat eine sehr warme Aufnahme gefunden.

Kirche und Schule.

Welche Entwicklung das Volksschulwesen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im deutschen Reiche : r l a n g t hat, zeigen die letzten statistischen Feststellungen, wie sie Mtzt für den Abschluß des Jahres 1899 vorliegen. Demnach giebt es z tgenwärtig 59 300 Volksschulen, in denen rund 8 660 000 Kinder von 1.37 500 Lehrern resp. Lehrerinnen unterrichtet werden. Für diese Schulen werden jährlich etwa 341 700 000 Mk aufgewendet, wovon den größten Teil die Gemeinden, und zwar 243 310 000 Mk zu tragen h den. Reich und Staat bezahlen also noch nicht 100 000 000. Den Gemeinden würde also, wenn sie alle gleichmäßig belastet wären, jeder Z olksschüler im Jahre etwas über 28 Mk. kosten, während die Kosten ton Staat und Gemeinde zusammen sich auf etwa 39 50 Mk pro Volks- iHüler stellen-

Heer und Marine.

- General v. Zychliuski f. Der General der Infanterie v. Zychlinsky ist, 84 Jahre alt, in Berlin an Influenza gestorben; er mar zuletzt Kommandeur der 15. Division.

-, das Mobilmachnng-jahr 1900/1901 sind die *' chgnationen für den Fall einer Mobilmachung den inaktiven Offizieren ourch die BeztrkskommandoS zugestellt worden. Bekanntlich werden im Ftll einer Mobilmachung zahlreiche inaktive Offiziere, welche sich frei- ir..llig der Heeresverwaltung zur Verfügung stellen, in verschiedenen «.' mmandostellen verwendet, und diese Stellenbesetzung bildet bei den al jährlichen Mobtlmachungsarbeiten ein Hauptmoment in der frühzeitigen Fürsorge für den Kriegsfall.

Mel, 17. März. Der kürzlich vom Stapel gelaufene russische Kreuzer erster KlaffeAskold" ist das eigenartigste Kriegsschiff, welches auf der Germaniawerft erbaut wurde, und stellt eine hervoc- rc-gende Leistung deutscher Schiffsbautechnik dar. Das 6000 Tonnen grwße Schiff zeichnet sich durch ein starkes Panzerdeck, eine mächtige Ar tillerie, sehr hohe Geschwindigkeit, einen großen Aktionsradius und eine streng durchgeführte Raumteilung aus. DerAskold" besitzt sehr schlanke Formen, zwei Signalmasten und fünf hintereinander stehende SHornstemschlote. Die Maschinen entwickeln 19,000 Pferdekräfte und «»en dem Schiffe eine Geschwindigkeit von 23 Seemeilen. Die Be- sa? ung wird 580 Mann zählen. Zum Kommandanten ist der Kapitän erlen Ranges v. Reitzenstein ernannt. Die gewaltige Armierung besteht auZ zwölf 15, zwölf 7,5, acht 4,4, zwei 3,4 Zentimeter« Schnellfeuer- geichützen, zwei Maschinengewehren und sechs Torpedorohren. Um den

außerordentlich hohen russischen Schießbedingungen zu genüge«, mußte für die Panzerdeckplatten ein ganz besonders zusammengesetzter und sehr schwer zu bearbeitender Stahl hergestellt werden. Das ganze Schiff ist aus deutschem Stahl erbaut.

Auszug aus Leu Kirchenbücher» der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Matth äusgemeinde.

Den 10 März. Eugen Maria August Sohn, praktischer Tierarzt zu Fruchtersheim und Marie Karoline Ranft, Tochter des Kaufmanns Kaspar Ranft III. zu Gießen.

JohanneSgemeinde.

Den 10. März. Christoph Ludwig Hens, Arbeitet zu Gießen, ein Wittwer und Christina Schwalm, Tochter des verstorbenen Taglöhners Johann Georg Schwalm zu Liederbach.

Getaufte.

Mat thäusgemeinde.

Den 11. März. Dem Taglöhner Friedrich Möbus eine Tochter, Marie Justine Karoline, geb. den 17. Februar.

Denselben. Dem Viehhändler Heinrich Klein eine Tochter, Anna Elise, geboren den 12. Januar.

Denselben. Dem Taglöhner Balthasar Erb ein Sohn, Wilhelm Konrad Hartmann, geboren den »8. Dezember.

Dem Kaufmann Friedrich Jung eine Tochter, Anna, geboren den 22. Januar.

Markusgemeinde.

Den 11. März Dem Taglöhner Johann Georg Carl eine Tochter, Marie, geboren den 10. Februar

Lukasgemeinde.

Den 11. März. Dem Schlaffer Max Hugo Nitzschke ein Sohn, Gustav Hugo, geb. 4. Januar.

Denselben. Dem Schlosser Karl Stommel eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren 23. Januar.

Denselben. Dem Wagenwärter Werner Krug eine Tochter, Ida Klara, geboren 17. Februar.

JohanneSgemeinde.

Den 11. März. Dem Fuhrmann Karl Erb eine Tochter, Anna, geboren den 3. Januar.

Denselben. Dem Rechtsanwalt Dr. Fritz Hoos eine Tochter, Emma Marie Thekla, geboren den 15 Januar.

Denselben. Dem Postassistent Karl Heinrich Theodor Erb eine Tochter, Gertrude Anna Emma Julie, geboren den 27. Dezember 1899.

Denselben. Dem Schloffer Franz Otto ein Sohn, Johann August Robert, geboren den 12. Dezember 1899.

Den 16. März. Dem Friseur Wilhelm Balser ein Sohn, Heinrich, geboren den 14. März.

Beerdigte.

Lukasgemeinde.

Den 10. März. Marie Bender, geb. Wagner 87 Jahre alt, starb den 8. März.

JohanneSgemeinde.

Den 10. März. Heinrich Brücher, Lehrer an der höheren Töchter­schule, 48 Jahre alt, starb den 7. März.

Denselben. Amalie Heuser, geb. Horfimeper, Dittwe des Buch­bindermeisters Gustav Heuser, 75 Jahre alt, starb den 7. März.

Denselben. Christine Wagner, ledig, 31 Jahre alt, starb den 8. März.

Den 15. März. Elise Will, ledige Tochter des verstorbenen Schneidermeistes Georg Will II, 73 Jahre alt, starb den 12. März.

Den 16 März. Katharina Dornhöfer, geb. Stork, Ehefrau des Lademeisters Friedrich Dornhöfer, 55 Jahre alt, starb den 14. März. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse vom 17. März.

Wechsel auf New-York zu 4.211/s-221/|.

Prämien auf Kredit per ult. März 0.80 %, do. per ult. April 1.85%. Diskonto Kommandit per ult. März 0.75%, do. per

Vorsicht beim Waschen ist für die Gesundheits­und Schönheitspflege der Haut das erste Erfordernis. Werden scharfe, die Haut und ihren so feinen Or­ganismus angreifende Seifen benutzt, so entstehen daraus sowohl für die Gesundheit, wie Schönheit oft die unangenehmsten Folgen. Deshalb nehme man zum täglichen Gebrauch die erprobte und ärztlich so warm empfohlene Patent-Myrrholin-Seise, bei welcher man keine Gefahr läuft, der Haut zu schaden. Ueber- all, auch in den Apotheken, erhältlich. 128

ult. April 1.80%. Lombarden per ult März 0.55%, do. per ult. April 0.80%, do. per eit. Mai 0.00, Deutsche Bank per ult. März 0 00.

Kotierungen: Kreditaktien 235.10-00-000.00, Diskonto- Kommandit 197.30-50, Staatsb. 189.000, Gotthard 142.40, Lom­barden 28.80-00.00, Ungar. Goldrenh- 97.10, Italiener 94.80, Sproz. Mexikaner 26.05, Oesterr. Coupons 84%, Aanerik. Coupons 4.20%, Privat-Diskont 5% 5%%.

1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 235.10-00.000, Diskonto-Komman- dit 197.40-00, Staatsbahn 139.00-0u0, Lombarden 28.80 Portugiesen 25 00 B. 00 G. Bochumer 00.00.

Biehmärkte.

Die süddeutschen DLbmä'kle waren in der Berichtswoche sehr ftaif frequentiert, aber auch sei'ens der Käufer sehr gut besucht. ES entwickelte sich allenthalben sowohl in Großvieh, als auch Kälbern und Schweinen ein sehr lettjaftft Geschäft, und wurde bet den größeren Märkten hierin ziemlich ausv<rkauft. An kleineren Plätzen zeigte sich etwas ILberftanb, es dürfte aber doch unter der Hand noch viel verkauft worden sein.

Getreide.

Während der abgelaufenen Woche herrfchte im Getreidegeschäst etwas brffere Stimmung, die sich auch in gebefferter Kauflust zetgte. Amerika und Argentinien roa-m fest preishaltend und tonnten teil­weise etwas höhere Preife bedingen. Roggen fest und etwas höher. Gerste unverändert. Hafer konnte bei besserer Nachfrage etwas höhere Preise erzielen. Mats ist s-hr fest und steigend bei anhaltend reger Bedarstzsrage. ES notieren beute: ReSwinter II 132 Mk., Kansas II. 125.50 Mk., Lavlata f. a-Q. 128-129 Mk., russ. Roggen 112 Mk., Mixed-Mats 86.50 Mk. per Tonne auf Rvtterdam.

Kohlen.

Es notieren: Ruhr-Fettnuß Körnung 1 und 2: Mk. 230 biS 240, Nußschmtedekohlen Mk. 215 bis Mk. 225, Deutfche Anthracit- Nußkohlen Mk. 310 bis Mk. 320, englische Anlhracit Nußkohlen Mk. 350 big Mk. 360, Ruhr-Flammnuß Körnung 1 und 2: Mk. 230 bis Mk. 240, Ruhr-Flammnußkohlm 3: Mk. 220 bis Mk. 230, Fett- sckrot Mk. 210 dis Mk. 220, Rvhr-Bruchkoks Mk. 325 bis Mk. 335, AussiebgrieS Mk. 150 bis Mk. 160. Alles pro 10 Tonnen. Die fortdauernden AusstandSbewegungen im böhmifchen Braunkohlen­becken entziehen sortgefetzt dem Markte große Mengen, habet sind die Zufuhren immer noch so spärlich, daß die Kundschaft nur von Hand zu Mund bedient werden kann.

Verlosungen. (Ohne Gewähr.)

Petersburg, 14. März. Gnvinnziehung her russischen Prämienanleihe von 1866 : 200 000 Rubel Ser. 18340 Nr. 49. 75 000 Rubel Ser. 5397 Nr. 41. 40 000 Rubel Ser. 13580 Nr. 39, 25 000 Rubel Ser. 7273 Nr. 24 Je 10 000 Rubel Ser. 17 944 Nr. 22, Ser. 8763 Nr. 4, <5n. 12150 Nr. 38. Je 8000 Rubel Serie 6228 Nr. 17, Ser. 16 059 Nr. 21, Ser. 12145 Nr. 6, Ser. 15 970 Nr. 2, Ser. 19738 Nr. 21. Je 5000 RubeL Ser. 2113 Nr. 9, ©er. 10 967 Nr. 25, S«r. 8789 Nr. 20, Ser. 14 331 Nr. 34, Ser. 10 694 Nr. 46, Ser. 19 097 Nr. 1, Ser. 16 724 Nr. 20, ©er. 15 867 Nr. 44. Je 1000 Rubel ©er. 18 750 Nr. 34, ©er. 13 295 Nr. 16 ©er. 10 826 Nr. 11, ©er. 8427 Nr. 38,

©er. 142 Nr. 22, ©er 2308 Nr. 50, ©er. 14346 Nr. 42, ©er. 15536

Nr. 32, ©er. 9622 Nr. 22, ©,r. 262 Nr. 5, ©er. 5288 Nr. 43, ©er. 10 063 Nr. 21, ©er. 2910 Nr. 26, ©er. 11612 Nr. 48

©er. 2063 Nr. 31, ©er. 10 868 Nr. 43, ©er. 2248 Nr. 27,

Ser. 14128 Nr. 32, ©er. 195 Nr. 45, Ser. 15 655 Nr. 26.

Bekanntmachung.

Die Listen über die während der Zeit vom 1. April 1900 bis Gnbe Mrz 1901 für die Pflichtfeuerwehr heranzuziehenden Personen liegen vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab während acht Tagen auf unserem Bureau Zimmer No. 15 zu jedermanns Einsicht offen. Es wird dies unter dem Arrsügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß während dießer Offenlegungsfrist Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständig­keit der Listen sowie Befreiungsansprüche auf Grund der OrtSfeuerlösch- ortnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich dec EinteUung in eine bestimmte Abteilung der Pflichtfeuerwehr mündlich oder schriftlich bei uns oorgebracht werden können.

Gießen, den 16. März 1900. 2100

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth.

Bekanntmachung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. März bis 15. Mai 1900 von nagens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Fried­as Bewoeilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch m Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden.

Gießen, den 16. März 1900.

,An Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

WS Gnauth.

Bekanntmachung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der Ratsdiener 'ths zum Vertteter des Vollziehungsbeamten Mulch bestellt und als solcher krpflichtet worden ist.

Gießen, 16. März 1900.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 2081

Kchflihast fit Sld- Mi WlmdMie.

Montag de« 19. März, 8'/« Uhr, im Kotel Kroßherzog von Kessen (Kleiner Saal):

Kleine Sitzung.

Lerrr Dr, W. Sievers: 1987

1. Neuere Vorgänge auf dem Gebiete der Geographie.

2. Vorlage neuer geographischer Litteratur.

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soll Moutartz den 20. März 1900, nachmittags 6 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Buraau an den Meistbietenden versteigert werden.

Wieseck, 16. März 1900.

Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 2069

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