Ausgabe 
20.3.1900 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

'Will.

inMrr.

vmtzüchr Hoheit iw MM, am 13. Närj cha^eM §orl ?(d - Ityp ^Wt,btibt :atoten beim to-

er gestrigen täglich bemerlt, ®'

Herrn Kirchs hm itelpartie erst «W ) muß man unter ich W«» **"

Dienstag findet

-en Wunsch eine M S Tante" statt.

nilia Galotti" m' stäung gegeben« t Die WW dieser Saigon ber ­eiten hat ein W ; sr-is yte man L *«8 6 SV'

e £S ® * Kg1? Tonä ei9^1

3#K5? «ÄÄ htzVtzL mit pet roie Aja ien hnt '. jpflii 's V- ti tzSSf <;Wj Äusg^Kch b . mit/'^F em A

ZK LK 'lgung betöL, en' * »ra*

Äs ML 2®**°« Aufgebot,, .^letz von 1894. . ^angehöriger chi' nN soll bereis.

JS* N*ti s^/Sermristn, e Konsul Frechen w wmxjoi ^lomatimn JjJ»Mhili- «fst'vkkte, welche 1(r M und nicht nur fr fjanbriea und Ronfi-' paischen Städten S - Schale den,hei.- .berMrer derk Pn im Sudan ge>- ldschastlichenBeGs- di Muhamed fami, tn; ffen ausgerüstete hu und den fyiiu/mfiH. tischen SM sH ty.tu

des Unycgti der neuen der L>iigin bei chrew bergen, sanden sritevi en ernste Straßen Lordmayors wurde m ifter jtrtrüinmtrt. 6! i wo.

Wenn ihr vorgestern nicht alles so gelang, wie sie wohl selbst gewünscht hätte, so darf es ihr um so weniger an­gerechnet werden, als auch sie von dem schwachen Besuch des Konzertes sicher wenig erbaut gewesen ist. Das Publi­kum zeigte sich für sämtliche Vorträge äußerst dankbar und applaudierte sehr reichlich und herzlich. Wir können heute schon verraten, daß dieser moralische Erfolg Herrn Rrtters- haus veranlassen wird, sein erstes Auftreten in Gießen nur als Abgabe seiner Visitenkarte zu betrachten und seinen Besuch bei günstigerer Gelegenheit zu wiederholen. Hoffen wir daß unser kunstsinniges Publikum ihn dann durch recht zahlreiches Erscheinen für den vorgestrigen Ausfall entschädigt. Pr.

th. Vom Gleiberg. Die rauhen Sturme des Winters und besonders das nasse Wetter der letzten Zeit haben leider diesesmal auch ihre sichtbaren Spuren an dem altehrwürdigen Gleiberg hinterlassen. Es schreibt uns darüber ein Freund der Ruine von hier: Bedauerlicher­weise ist infolge von Wind und Nässe das Gewölbe im allerältesten Teil der Burgruine Gleiberg, soweit es den Eingang zu dem noch gut erhaltenen inneren Burgkeller bildet, teilweise eingestürzt und beschädigt. Es sperren die herabgestürzten Steinmassen vollständig den Zugang zu dem tiefsten Teil der Ruine. Falls der Schaden nicht schleunigst repariert wird, steht der Zusammenbruch des ganzen gewölbeartigen Eingangs zum Keller zu befürchten und ginge damit einer der interessantesten Teile unserer Ruine unwiederbringlich verloren. Falls der Gleiberg- Verein hier nicht eiligst seine Pflicht thut, dürfte es Sache der Aufsichtsbehörde sein, hier das erforderliche zu ver- inlassen. Schon seit Jahren liegt der Beschluß der General­versammlung des Gleiberg-Vereins vor, den Flurbelag im Wirtschaftsgebäude zu erneuern. Ein Gönner des Vereins Eint hierzu die erforderlichen Platten dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt. Aber von Jahr zu Jahr wird die Ausführung des Beschlusses verschoben. Es ist fast als rm Wunder zu bezeichnen, daß hier auf dem mehr wie stark beschädigten Fußbodenbelag, der naturgemäß stark begangen wird, noch kein Mensch gestürzt ist und dabei Schaden an der Gesundheit genommen hat. Früher befand sich in der Ruine eip Treppchen, welches gestattete, von d»em höher gelegenen mittleren Teil der Burg nach dem tiefer gelegenen vorderen Teil zu gelangen, von wo man einen recht hübschen Fernblick hatte. Das Treppck)en war schon vor Jahren schadhaft und ist endlich entfernt worden, über für einen Ersatz hat man leider nicht gesorgt, obgleich d-erselbc nur wenige Mark kosten würde. Ein Herr kann zwar zur Not über Steine und Geröll die ca. 2 Meter ab- Liäi'ty klettern, aber für Damen, und diese sind neugierig,' isst dies äußerst gefährlich. Recht schadhaft und besserunas- ti'dürftig ist das hölzerne Schutzgeländer an dem von der Mufiklinde aus steil an zur Burg führenden Fußpfad. Mögen diese Hinweise dazu führen, daß auch diesen Uebel- ständen abgeholfen wird.

? Bleichenbach, 17. März. Am verflossenen Mitt­woch und Donnerstag fand die Holzner st ei gerung irn hiesigen Gemeindewald statt. Die Preise waren außer» gewöhnlich hoch; so wurden für einen Raummeter Buchen­scheitholz im Durchschnitt 12 Mark, für einen Raummeter d-uchenknüppel 9 Mark, Reisig 1.50 Mark und Kiefern- Knüppel pro Raummeter 6 Mark bezahlt. Auch Bau- und Werkholz erreichten sehr hohe Preise. Die Einnahme betrug zirka 14 000 Mark. Trotz ungünstiger Witterung war die Äeteiligung von fremden Käufern, besonders aus der Wetterau, stark.

H. Ober-Seemen, 18. März. Montag den 26. März si nbet hier Bürgermei st erwähl statt. Da zwei Kan­didaten aufgestellt sind, so wird es eine lebhafte Wahl geben.

K. F. Michelbach bei Schotten, 18. März. In diesem Winter hielt zuerst die Influenza ihren Einzug in unserem Torf. Nur selten wurden Häuser verschont. Kaum ist diese Krankheit erloschen, so tritt unter den Kindern das Schar­lochfieber auf. Infolge dessen mußte die Schule geschlossen werden.

§§ Burkhards (Kreis Schotten), 18. März. Gestern sand lsier Bürgermei st er wähl statt. Die Wahl war eine sehr bewegte; schon seit einiger Zeit stehen die beiden Parteien üm heftigsten Kampfe; auch fehlt es an dem notigen Essen und Trinken in den Wirtschaften nicht. Von 111 Stimmberechtigten gaben 105 Zettel ab. Es fielen 53 Stimmen auf den Kandidaten Heinrich Klein und 52 auf den seitherigen Bürgermeister Heinrich Kunk- 1 e r. Nach Prüfung der Stimmzettel ergab sich, daß zwei Zettel zusammengehangen hatten, infolge dessen von der iöahlkommission die Wahl für ungiltig erklärt wurde. Es wurde sodann durch die Schelle bekannt gemacht, daß am Montag, dem 26. März, eine weitere Wahl stattsindet.

?VomnordwestlichenVogelsberg, 18. März. Während wir uns noch vor acht Tagen des herrlichsten Frühlingswetters erfreuten, hat sich seit gestern die Natur wieder in ein glänzendes Schneegewand gehüllt. Infolge der wechselnden Witterung läßt der Gesundheitszustand der Bewohner viel zu wünschen übrig. Namentlich die Influenza hat viele Leute auf das Krankenlager geworfen.

ss D i e b u r g, 18. Mürz. Um die erledigte erste Mäd - ä) e n s ch u l st e l l e dahier, auf welcher Präsentationsrecht ruht, bewarben sich vier Lehrerinnen. Die Herren Prä- iertatoren haben sich jetzt für die Schulverwalterin Fräu­lein A. Deckelmann zu Seligenstadt, eine geborene Die­burgerin, entschieden.

ss M o s b a ch bei Dieburg, 18. März. Unter Leitung des Herrn Baron von Haxhausen wurden in letzter Zeit in unserer Umgegend Nachgrabungen nach Ueber- testen .aus der Steinzeit veranstaltet, welche ein iberaus (günstiges Resultat, ergaben. Die zahlreichen Funde mürben heute imBachgau - Hof" in unserer Nachbar­gemeinde Wenigumstadt zu einer interessanten Ausstellung gruppiert. Sie gaben ein anschauliches Bild von der in grauer Vorzeit im Bachgau ansässigen Bevölkerung. Die damalige Bevölkerungsziffer stand der jetzigen kaum nach; mir tagen die Ansiedelungen ehemals auf den Höhen, vLhreno man die jetzigen Wohnorte nur im Thale findet. Die Wohnplätze bestanden aus runden zeltartigen Hütten, di« nach Art unserer Fachwerke aus Lehm hergestellt und imsgebrannt waren. In der Mitte der Hütte befand sich time vier bis sechs Fuß große Vertiefung, welche zur Asueruug diente. Durch diese an der schwarzen Erde deut- M erkennbaren Feuerungs-Anlagen kam man zur Entdeckung der Ansiedelungen. Die Steininstrumente,

Kochgeschirre, Knochenreste rc. wurden bei Einebnung des Bodens in die Vertiefung gezogen, und mit verrußter Erde überdeckt. In sämtlichen Ansiedelungen fand man bis jetzt noch kein einziges Instrument aus Eisen, ein treffender Be­weis für das hohe Alter der Fundstücke. Bemerkenswert ist auch die Aehnlichkeit der Fundstücke mit Ausgrabungen ans der -Steinzeit in Oberitalien, indem die dort gefundenen Kochgeschirre genau dieselben Verzierungen aufweisen.

(1 Seligenstadt, 18. März. Der unserer evange­lischen Gemeinde gehörende Pfarrgarten, eine Schenkung der verstorbenen Eheleute Steuerrat Rau, ist mit Zustim­mung der Kirchenbehörden um die Summe von 5000 Mk. an die politische Gemeinde käuflich übergegangen. Bei Aus­führung des geplanten Straßendurchbruchs vom Gasthaus Zum Schwan" nach dem Bahnhöfe wird der Garten von der neuen Straße durchschnitten. Der zum Garten ge­hörendeFestungsturm" soll erhalten bleiben, und wurde zu diesem Zweck von den Herren Landtagsabgeordueter Horn und Bürgermeister Nover um 1000 Mark angekaust. Für die evangelische Kirchengemeinde wird demnächst ein anderes Gartengelände erworben. Herr Post-Assistent Scheid zu Darmstadt, ein geborener Seligenstädter, hielt gestern abend imRiesen" für die Mitglieder und Freunde des Ortsgewerbevereins einen Vortrag über die wichtigsten postalischen Bestimmungen. Der Vortrag war»gut besucht und wurde mit Beifall ausgenommen.

A Klein Krotzenburg, 15. März. Die 36jährige unver­heiratete Fabrikarbeiterin Elisabethe Kopp von hier, welche dieser Tage ihr Kind unmittelbar nach der Geburt durch Ertränken in einer Pfuhlcisterne tötete und seitdem unter Polizeiaufsicht stand, wurde jetzt nach dem Seligen­städter Bezirksgefängniffe verbracht und gestern nach dem Provinzial Gefängnisse zu Darmstadt überführt. Das an­fänglich hartnäckige Leugnen ist inzwischen einem reumütigen Geständnisse gewichen.

)( Mainz, 18. März. Die bevorstehende Guten- b er g feier beherrscht sozusagen gegenwärtig das ganze öffentliche Leben hier. Zu den prachtvollen Kartons Conrad Sutters zu dem Festzuge, welche verflossene Woche in der Stadthalle" ausgestellt waren, hat in den Nachmittags­stunden eine wahre Völkerwanderung stattgefunden, und alle Kreise der Bevölkerung haben sich beeilt, sich irgend eine Gruppe des Zuges zur Teilnahme zu sichern. Schon in den ersten Tagen der Ausstellung des Zuges waren die Anmeldungen zur Teilnahme an dem Zuge sowohl seitens einzelner Personen wie auch der verschiedeusteu Korpo­rationen so zahlreich, daß man sich entschließen mußte, noch einige weitere Gruppen in den Zug einzufügen. Die jüngere Damen- und Herrenwelt hier spricht nur noch von der Gutenbergfeier und dem Festzug, und hat Meister Conrad Sutter keine kleine Mühe, den Wünschen der weiblichen Zugteilnehmerinnen alle gerecht zu werden. Zu der populären Festschrift für die Feier, welche in 2000 Exem­plaren gedruckt werden soll, sind jetzt die Beiträge ein­geliefert. Dieselben behandeln: Gutenberg und sein Werk (Verfasser: Landgerichtsdirektor Dr. Bockenheimer), über das Zunftwesen (Dr. Seidenberger), die litterarischen Zu­stände zur Zeit Gutenbergs (Dr. Schrohe) und eine Zu­sammenstellung über die Gutenberg-Litteratur (Dr. Heiden­heimer).

)( Mainz, 18. März. Kommenden Sonntag findet hier ein hessischer Handelskammertag statt. Auf der Tagesordnung stehen sämtliche Gegenstände, welche als Beratungsgegenstände auf dem demnächst stattfinden­den deutschen Handelstage auf der Tagesordnung stehen, sodaß auf dem hessischen Handelskammertag gewissermaßen eine Vorberatung der Gegenstände stattsindet, die demnächst den deutschen Handelstag beschäftigen werden. Der Zahl­meisteraspirant Mertens vom 63. Feld-Art.-Regiment ist seit dem 12. März spurlos verschwunden. Es wird ver­mutet, daß sich Mertens ein Leid zugefügt hat.

Vermischtes.

* Fiume, 18. März. Großes Aufsehen erregt die Verhaftung des Sekretärs des hiesigen serbischen Konsulats Fröhlich. Derselbe ist verdächtig, die Fabrik seiner Mutter angezündet zu haben, um die darauf stehende Versicherungssumme zu erheben.

- 1 m .j._ BSBe i-jl. . saaasx sssbs esj.uj 1 =

Kirche und Schule.

Gera, 18. März. Die Amthorsche höhere HandelS- lehranstalt, welche vor kurzem auf 50 Jahre ihres Bestehens zurück« blicken durste, entließ zu der großen Anzahl von Zöglingen, die im Laufe der langen Zett für ihren kaufmännischen Beruf vorgebildet wurden, in diesem Jahre 19 junge Leute mit dem Zeugnis der Reife und zwar einen Schüler mit der Zensur 1, zwölf mit 2, und die übrigen mit 3.

Arbeiterbewegung.

A Mainz, 18 März. Die Lohnkommission der im Ausstand befindlichen Tüncher- und Malergesellen hier hat heute Vor­mittag in der Stadt ein Flugblatt verteilen lassen, in welchem des längeren ausgeführt ist, daß als Urheber des gegenwärtigen Lohnkampfes einzig und allein die Tüncherinnung anzusehen sei, die sich entschieden weigere die Lohnsätze anzuerkennen, die schon lange in den Nachbarstädten Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt beständen.

Lübeck, 16. März. Die Malergehilfen find in einen Ausstand eingetreten, weil ihnen die Bewilligung erhöhter Lohnforderung und Verkürzung der Arbeitszeit auf neun Stunden versagt wurde.

Bremen, 16. März. Die Holzarbeiter Bremens und Um­gegend traten in einen allgemeinen Ausstand ein.

Leplitz, 17. März 500 Ausfiändische versuchten durch Drohungen im Austria-Johannes-Britanniaschacht die Einstellung der Arbeit zu er­zwingen. Durch Militär wurde die Maffe zersprengt. Zwei Personen wurden verhaftet.

Rürfchau, 16. März. Eine große Anzahl von Arbeitern hat sich zur Wiederaufnahme der Arbeit für morgen und Montag angemeldet. Morgen hält des Einigungsamt eine Sitzung.

Schadlar, 16. März. Wegen der Entfernung eines ausständischen Arbeiters aus seiner der Kohlengewerkschaft gehörigen Wohnung kam es zu Zusammenrottungen, deren Teilnehmer von der Gendarmerie zerstreut wurden. Unter den Arbeitern herrscht gereizte Stimmung.

MLHrisch-Ostrau, 18. März. Infolge der bestimmten Zu­sicherung der Regierung, die Arbeitszeit zu regeln und Generalpardon zu erwirken, beschloß daS Streikkomitee, im Sinne einer friedlichen Beilegung des Streikes zu wirken.

Seraing, 16. März. Auf zwei Schächten der Zeche Marchaye sind sämtliche 500 Arbeiter ausständisch. Sie verlangen 10 Prozent Lohnerhöhung. Gestern wurde zwischen den Ausständiscben und den Arbeitgebern verhandelt. Man befürchtet, daß sich heule die übrigen

Schächte von Marihaye sowie die Cockerillschen Gruben der Bewegung anschließen werden.

Carmaux, 18. März. Die Grubenbesitzer gaben eine ab­schlägige Antwort auf die jüngsten Forderungen der Arbeiter. Sie er­klärten, den Schiedsspruch von 1892 nicht übertreten zu haben und in ihren letzten Konzessionen weit genug gegangen zu sein._________________

Sjridjto der vereisi-tra Frsuksurter Stidttheater.

Opernhaus.

Dienstag, 20. März. '/>7 Uhr. Gastspiel des Kammersänger» Herrn Curt Sommer vom Hoftheater in BerlinHugenotten" Raoul: Herr Sommer. Im Ab. Gew. Pr. Mittwoch, 21. März. 7 Uhr. Zweites und letztes Gastspiel des Fräulein Fritzi Scheff vom Hoftheater in München.Postillon von Lonjumeau" hierauf Kurmärker und Picarde". Außer Ab. Gew. Pr. Donnerstags 22. März. </,7 Uhr. Letzte Gastdarstellung des Kammersängers Herrn Curt Sommer. .Meistersinger". Walter Stolzing: Herr Sommer. Im Ab. Gew. Pr. Freitag, 23. Mürz. Geschloffen. SamStag, 24. März 7 Uhr.Schuster Jan", hieraufHänsel und Gretel". Im Ab. Gew Pr. Sonntag, 25. März. «,,7 UhrTannhäuser". Im Ab. Große Pr. Montag, 26. März. Geschloffen.

Schauspielhaus.

Dienstag, 20. März. 7 Uhr.Zaza". Im Ab. Gew. Pr. Mittwoch, 21. Mürz.Hedda Gabler". Im Ab. Gew. Pr. Don- nerStag, 22. März. 7 Uhr. Vorstellung bei kleinen Pr.Ehren­schulden", hieraufHans Lange". Außer Ab. Freitag, 23. März. 7 Uhr.Versunkene Glocke". Im Ab. Gew. Pr. Samstag, 24. März. 7 Uhr.Im weißen Röß'l". Im Ab. Gew. Pr. Sonntag, 25. März. 3'/, Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen.Logen­brüder". Außer Ab. 7 Uhr. Reu einstudiert:Ein Erfolg", von P. Lindau. Im Ab. Gew. Pr. Montag, 26. März. 7 Uhr Talisman". Im Ab. Gew. Pr.

Kirchliche Nachrichten.

Evan-elische Gemeinde.

Montag den 19. März, abends 8 Uhr: videlstuude im Konfirmandenfaal der Johanneskirche. Text: Ap.-Gefch. Kap. 10, 44 ff.

Pfarrer Euler.

Dienstag den 20. März, nachmitags 5>/, Uhr: Versammlung der konfirmierten Mädchen der LukaSgemeinde im Schwesternhaus (JohanneSstraße). Pfarrer Euler.

Sonntag den 25. März findet Beichte und heil. Abend­mahl für die Lukas« und die Johannesgemeinde im Abend- gottesdienst statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Ge­meinde erbeten.

Zu dieser Abendmckhlsfeier in der Passionszeit werden mit der Gemeinde insbesondere auch die Konfirmierten des vorigen Jahre- und der vorangehenden Jahre herzlich eingeladen.

Markus Bauer* Kirchenplatz II. Herrenkonfektion. Anfertigung n. Mass In eigener Worketätte.

Ärmste Meldungen.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 19. März. Zu der gestern an der Börse von den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft ein­berufenen Protest-Versammlung gegen das Fleisch­beschaugesetz hatten sämtliche Handelskammern West- Süd- und Mittel-Deutschlands Delegierte oder Zustimmungs- Adressen gesandt. Es wurde eine Resolution gegen das betreffende Gesetz angenommen, ebenso in einer vom ber­liner Wahlverein der freisinnigen Bolkspartei einberufenen Versammlung.

Berlin, 19. März. DaSKleine Journal" meldet auS Brüssel: Im Kantange-Gebiet des Kongo­staates sind reiche Goldlager entdeckt worden.

Berlin, 19. März. Wie dasKleine Journal" aus bester Quelle /erfährt, ,finb Verhandlungen, im Gange, welche die Herstellung des Friedens mit den süd- af i kani sch e n Republiken bezwecken. Die deutschen und amerikanischen Diplomaten sind ernstlich bemüht, eine Basis zu schaffen, welche den Friedensschluß ermöglichen soll. Diese Dienste der genannten Staaten werden von England in wohlwollender Weise acceptiert, und es ist zu hoffen, daß Transvaal seine Unabhängigkeit mit Bezug auf die innere Verwaltung behält, während England eine gewisse Oberhoheit eingerdumt wird, wenn die Angliede­rung Transvaals und oes Oranje-Freistaates an die eng­lische Kap-Kolonie ermöglicht und England seine berech­tigte Machtsphäre in Afrika findet. Die ganze Aktion ent­spricht der politischen Ansicht unserer maßgebenden Kreise.

Berlin, 19. März. DasBerliner Tageblatt" mel­det aus Lissabon: Der Kolonialminister, welcher vom Parlament interpelliert wurde, dementierte die Zeitungs-Nachricht, daß englische Konsular - Beamte in Laureneo Marquez die Verzollung der eingeführten Waren überwachten. In allen portugiesischen Zollhäusern sei es jedermann gestattet, der Waren-Verzollung beizuwohnen. Wenn Beauftragte des englischen Konsulats von diesem allgemeinen Rechte Gebrauch machten, könnte ihnen dies nicht verwehrt werden.

Ludwigshafen, 19. März. DiePfälzische Rund­schau meldet: Die Antwort des Kaisers auf das Begrüßungstelegramm der neugebildeten Ortsgruppe Lud­wigshafen des Flottenvereins lautet: Herrn Geheimrat von Lavale. Seine Majestät, der Kaiser und König haben allerhöchst sich über die erfolgte Bildung der dortigen Orts­gruppe des Flotten-Vereins sehr gefreut, und lassen Euer Hochwohlgeboren ersuchen, allen Beteiligten allerhöchst ihren Dank zu übermitteln. Auf allerhöchsten Befehl: von Lucanus.

Wien, 19. März. Die Hochzeit der Kronprin» zessin Wittwe Stephanie mit dem Grafen Lonyay findet bestimmt am 22. März statt.

Wien, 19. März. Der Montags-Revue zufolge ist eine baldige Verständigung zwischen Oesterreich und Ungarn wegen Aufhebung der ungarischen Transportsteuer zu erwarten. Dagegen sind die Fragen betreffend Befreiung der ungarischen Staatsquote von der österreichischen Rentensteuer sowie die Aufhebung der Strom­gebühren am eisernen Thor noch stationär.