Anskmö.
jebe männliche Bevölkern ng, da alle Erwachsenen sich an der Grenze befinden.
Brussel, 19. Januar. Die hiesigen Transvaalkreise find durch die Leichtigkeit, womit General Buller den Tugela überschritt, sehr erstaunt. Man glaubt an eine Kriegslist seitens der Buren. Jedenfalls wird jetzt eine große Entscheidungsschlacht zwischen den Truppen des Generals Buller und den Buren erwartet, von deren Ausgang auch das Schicksal von Ladysmith abhängt. Im übrigen ruft der Uebergang Bullers über den Tugela keinerlei Entmutigung hervor.
Deutsches Reich.
Berlin, 18. Januar. Der Kaiser hat heute im Kapitelsaale des Königlichen Schlosses ein Kapitel des hohen Ordens vom Schwarzen Adler abgehalten. Diesem ging im Rittersaale die Investitur der schon früher ernannten Ritter, zunächst der Herzöge Albrecht und Nikolaus von Württemberg, sodann des kommandierenden Generals des 14. Armeekorps, v. Bülow, voraus, worauf die neu investierten Ritter am Kapitel teilnahmen.
— Der Kaiser hörte heute vormittag von 10 Uhr ab den Vortrag des Kriegsministers v. Goßler und daran anschließend denjenigen des Chefs des Militärkabinetts v. Hahnke.
— In der 18er-Kommission des Reichstages wurde heute in die Beratung der Novelle zum MÜnz- gesetz eingetreten. Die Artikel 1, 2 und 3, welche die Außerkurssetzung der goldenen Fünfmarkslücke und der Zwanzigpfennigstücke von Silber und von Nickel bestimmen wurden angenommen. Morgen wird die Beratung fort-
London, 19. Januar. Der Gegenbefehl, welcher den Offrzreren, die sich aus Egypten nach Südafrika begeben sollten, erteilt worden ist, scheint durch die Truppenbewegungen Meneliks begründet zu sein. Die englische Regierung ist bis jetzt noch völlig im unklaren über den Zweck, welchen Menelik verfolgt, und ttaut sich eine Schwächung der Sudan-Garnison aus diesem Grunde nicht zu.
London, 19. Januar. General Buller hat sein Haupt-Quartier in der Nähe des Annyberges auf- geschlagen. Er hat einen Aufruf an die Truppen gerichtet, welcher folgenden Wortlaut hat: Soldaten.' Wir werden unsere Kameraden in Ladysmith befreien und wir werden uns nicht mehr zurückdrängen lassen. Dieser Aufruf wird Weitet von genauen Anordnungen, welche Offiziere und Mannschaften betreffen. Der physische und moralische Rustand der Truppen läßt nichts zu wünschen übrig.
London, 19. Januar. Ein Telegramm aus Annyberg am Tugcla-Fluß bringt Einzelheiten über das »erbringen Bullers. Es ist die Brigade des Generals Dundonald, welche am vergangenen Mittwoch Springfield besetzt hatte. Spater besetzte der General auch den Anny- t*8' ®elJct sich gegenüber dem von den Buren verschanzten Lager befindet. Der Feind scheint durch unser Er chemen überrascht gewesen zu sein. Wir können von unserer Stellung das feindliche Lager übersehen
L°ud°». 19- Januar. Aus einer sonst sehr zuver- lässigen Quelle verlautet, daß gestern nachmittag 4 Uhr "".^^'Telegramm im Kriegsamt eingetroffen sei, wo- nach Ladysmith entsetzt sei. Die offizielle Bestätigung wird stündlich erwartet. — General Buller sandte an das Kriegsamt folgende Depesche aus dem Lager bei SpearmanS
18. Januar: Eine Batterie Feldartillerie, eine Hau- bitzen-Batterie, die Brigade des Generals Lyttleton sind im aBcgune, den Tugela bei Potgieters Drift zu überschreiten. Die Buren-Stellung wurde von den Engländern bombardiert. Fünf englische Meilen oberhalb überschritt General Warren den Fluß auf einer Ponton-Brücke von
sm-r96* ®C W' r • ^ine Truppen bis zum Abend 5 Meilen vorgerückt sein werden. Auf ihrer rechten
?lc 58u.r/n„ eifrig beschäftigt, sich zu verschanzen.
>zn hiesigen militärischen Kreisen glaubt man, daß der Erfolg der Buller'schen Operationen hauptsächlich von Warrens Flanken-Umgehung abhängt. Man nimmt an, General Warren mit seinen 14000 Mann nordwärts i«!C\ r nach Dewdrop marschieren dürfte und hofft, daß diese Operation nicht nur die Aufhebung der Belagerung von Ladysmith, sonderen auch die Umzingelung und Vernichtung des Haupteiles der Burenarmee zur Folge haben werde. ° a
Meilen westlich davon überschritten haben. Wegen des heftigen Feuers der Buren faßte er in der Richtung auf Sproenkopp festen Fuß. Gleich nach dem Uebergange über den Fluß begann Lyttletons Brigade mit Haubitzen und Schiffskanonen die ganze Stellung des Feindes zu beschießen. Das Feuer, welches die Buren nicht erwiderten, währte den ganzen Tag über. Während diese Operation bei Potgieters ausgeführt wurde, führte Warren seine Division sechs Meilen höher hinauf über den Tugela, um daselbst eine starke Stellung zu beziehen. Einige Schüsse wurden seitens der Buren auf die Pioniere, die Pontons herstellten, abgefeuert.
Für morgen ist ein Kabinettsrat einberufen. — Die „Datty Mail" erfährt aus Pietermaritzburg: Ankömmlinge von Eastcourt erklären, gestern hätten Kämpfe am Tugela stattgefunden. Das Resultat ist unbekannt.
London 18. Januar. Das Kriegsamt bestätigt die Meldung von dem Uebergang des Generals Warren über .Den Lugela.
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Telegramme des „Gießener Anzeiger".
191 Januar. Die Ursache des Einstellens jeder Truppenbewegung in offensivem k k englischer Generale
w Südafrika beruht lediglich auf Befehl zuständiger Stelle, lerf ^de Offensive zu vermeiden sei, bis
die Befehlshaber Roberts und Kitchener ihren Felozugsplan festgestellt haben.
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— Wie das „Berl. Tagebl." vernimmt, ist ein Gesetz m Vorbereitung, welches über den schriftlich en Nachlaß im Amte verstorbener Staatsmänner und Mili-
Bestimmungen trifft, ähnlich wie sie in Frankreich schon bestehen Hiernach erhält die Regierung nach dem Kleben des Betreffenden die Befugnis, die vorhandenen Schriftstücke sofort mit Beschlag zu belegen. Der Entwurf dürfte demnächst den gesetzgebenden Faktoren zugehen.
— Nach einer Meldung des „B. T." aus Peters- sUr °r Staatsmänner im Verein mit
dem Pariser Kabinett Schritte zu unternehmen beabsichtigen, die darauf abzielen, eine internationale Revision des bestehenden und m seiner Unzulänglichkeit erkannten See- •■leA61\cc§tcS in6 ^brk zu setzen. Es wäre nicht un- möglich baß diese Pläne sich zu dem Vorschläge verdichteten, .^nir.n* ®°"fcreni -inznberusen, der die Aufgabe
zufallen würde, auf Grund eines vorher vereinbarten Pro- «Nd ft ^?°'uug des Begriffs der Kriegskontrebande und des HmidelS der neutralen Mächte nach neutralen ^führen $ etnc internationale Übereinkunft herbei-
Schales uni) Urovinstelles.
Ö*"1,h’c,d,ro Anhalte«, srunvsatzlich nicht aufgcnommerr.)
w Gießen, 19. Januar 1900,
[n des Akademischen Gesangvereins. Sogroßes,
s° vieles, w,e diesmal der Akademische Gesang' muHf Hnn ir Se'tUft9 <einc8 "°r'refflichen Dirigenien seiner mu iksinnigen HeimatSfiadt und Alma Mater
Vloia“a darzubieten unternimmt, das erfordert an^die"-dl.s »^beit, liebevolle unermüdliche Hingabe an die edle Sache, sondern auch einen reiht erheblichen £ ften«ufm nb. Wir glauben an dieser Stelle auch treten*- $u dürfen, ohne dem Verein zu nahe zu
*”*?’ r?nr'tck doch wie wir wissen, nicht daran gedacht Vereinst lDeI^cn «Uten Zweck auf die Fahne des Mnh,n k ietkt schreiben, da man wohl unter allen Um GM.„f„ntai-.aU' ret^!ten "uß, daß ein gut Teil bet behSn f° au8 bcr Dereinskasse und den Mitglieder- o-“, 9? Ü-deckt werden muß. Der Verein ist in letzter ttwas w.rtr^nftmdCen' bcr' um fcinen Gießnern e was wirklich Hervorragendes zu bieten, feine Mühe und TOul }nhe'S°r tCn 9^eut *“■ - Dor kurzem hat Herr ®' Trautmann uns einen mufn
>$°$,9Cn“6 bereitet, für den wir ihm und den ^"wirkenden vielen, sehr vielen Dank schulden. Und nun
* r uns die schönste Gelegenheit, diesen Dank ab- Miragen, indem wir ihn in seinem Streben unterstütze,', >n seinem Streben, durch seinen Akademischen Gesang- Musikfreunden feilen gehörte, schöne herrliche Tonschopsungen zugänglich zu machen. Stets bleibt es für ben wahren Künstler der schönste Dayk, wenn wir ihm baV,r au* re$‘ "Nb echt aüs vollem Herzen zu schätzen wissen, Was er uns bietet. Großes und Weihevolles, Ernstes und Freudiges, will uns Herr Traut
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nn bleibendes Ande ml 'r W 18.
Sonbon, 17. Januar. Die „Times" veröffentlichen em Telegramm aus Mafeking vom 3. Januar, welches bie Stadt belagern, erhielten tn ^orm nnes Geschützes neuesten «Ä. Munmonswagen. Mit demselben werden Geschosse geworfen, welche em chemisches Produkt enthalten CÖ E der Luft in Berührung kommt' Ja ^nig Schaden angerichtet. — Oberst
<?htb h bcn Häuptling Messens seines Amtes ent-
Tag fegte. ^Ympathreen für die Buren an den ^0 Januar. Ein Telegramm aus Pietermaritzburg vom 17. Januar lautet: Ein Spezial-Kouricr ^er »Times of Natal" bringt Mitteilung aus Ladysmith vom b ds., aus der hervorgeht, daß der Angriff des Feindes gegen die Stadt am 6. Januar von zwei Seiten vor sich ging. Das Gefecht dauerte 17 Stunden Man ?rhLQnUtLr«eiT großem Heldenmut, und es war
größtenteils der Haltung der Infanterie sowie dem be- ^n erungswurdigen Angriff des Devonshire-Regiments M danken, daß der Feind zurückgeschlagen worden ist Das Regiment leichte Kavallerie, welches sich an diesem Kampfe beteiligte, hat schwere Verluste erlitten Von hn Offi^eren dieses Regiments wurden acht verwundet. Die ^^ndeentwickelten Truppen wurden auf 10000Mann lO.^alleS r^ig »ar 9t" Bom 6' bi«
All_ äanuar. Hier eingetroffene Flüchtlinge
aus dem Freistaat berichten, daß die Oranje.Buren Ve?- leidigungswerke m einem Umkreise von sechs Meilen um Blomfontem herum anlegen. DaS Land ist fast ohne
r ~,?£ "Nordd. Allg. Ztg." erklärt, daß die Verhandlungen über die Wiederherstellung der Produktenbörse in Berlin mit der Frage der Spiritus-Notiz nicht m Zusammenhang stehen. Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg halte vielmehr an seiner früheren Forderung N « der Börse alsbald zu beseitigen
Bis zur Wiederherstellung der Produktenbörse dürfte noch einige Zeit vergehen. ' '
. ? b/ Fall Weingart. Am 9. November, am Vor- abend von Luthers Geburtstag, hat der höchste kirchliche '^?uuover, bestehend aus 13 Geistlichen wie^ Richtern, Pastor Weingart in Osnabrück,
wie wir bereits meldeten, seines Amtes enthoben. Pastor 'eingart ist nut der härtesten Strafe belegt worden, weil sduw Predigten ui Widerspruch zu der Lehre ber Bekenntnisse gesetzt habe. Er ist zwar hnleuici- Ankläger „mit Freudigkeit für Gf)rimjJeUp/nAet "1 bz,r Heilsthatsache, für den lebendigen Christus, eingetreten", er hat segensreich in seiner Gemeinde gewirkt, aber er hat — was der Hauptpunkt der Anklage wider ihn gewesen ist — nicht die sinnlich wahrnehmbare Auferstehung des gestorbenen und begrabenen yerrn und die Wiederbelebung seines irdischen Leibes verkündigt Pastor Weingart hat sich für seine Ailffassuna umsonst auf den Apostel Paulus und viele angesehen? Lehrer der protestantischen Kirche berufen. Da er aber mchts wider sein Gewissen thun wollte, und nicht mit dem ..iakel der Untreue und Unwahrhaftigkeit vor seine Ge- meinde treten mochte, wird er seiner Gemeinde entrissen.
Das Urteil bedeutet die Verdammung und Ausstoßung aller der evangeUfchen Christen aus der hannoverschen Landeskirche, welche den Buchstaben der Schrift und der Bekenntnisle nicht als unabänderliche Glaubensaesetze anerkennen. Viele Zierden der theologischen Wissenschaft Äderte, von Geistlichen, iind unzählige fromme evanqe- lische Manner und Fr.auen teilen den Standpunkt Wein- 1lm unterscheiden zwischen Buchstaben und Geilt zwischen Vergänglichem und Bleibendem in der evanae- Uschen Verkündigung und in den Bekenntnissen der Kirche L)le leben der Ueberzeugung, daß Frömmigkeit nnh Pn^hp .^kaube und Wissenschaft keine unversöhnlichen G^gen- jagen ber Wissenschaft und bcr beutiaen Sübunn h™ C an. yabcu sie buch jüngst aus ber «eeirf-i» ° s 9 beV, Är,c9 len gegen Rubvlpl)' vo?i Teufels öffentlich verteidigt. 8 ba5 2afGln des Dortmund, den IS Qnnirnr'
Schiffbarmachung der L i p v e hnt hpftf C ^>tadtverordnetensaal eine arofip Ä ^ute hier un an ber sich zahlreiche SnbuftrFelk beSe"® weitere schritte beirfifniiPH »n««« vcLeuigren. Es wurden
Hauptmann näheres zu beraten. Sefce? WurTe oonto
19' Januar. Der Kaiser, welcher beute unn mTl7i^n9haa6oU3u .3Urütffe^rf' wird morgen bie De d-s Kabinetts Wittek annehmen und als. dann bem neuen Ministerpräsibenten von Sorbet eine Au g-wahrem Letzterer wirb bem Monarchen eine voll- ständig neue Mmisterliste unterbreiten ’
Wien. 19 Januar. Der Reichsrat soll am 12 kommenden Monats einberufen Werben '
D°r Baron oon Castellane wr^rnnbhr.tZ01!,Efr(.6ctarmetitanitocn Millionärs Soul! 3« tfrau ijat, erht bei Borsenspekulatiouen Verluste von mehreren Millionen Franks. Er hat sich deshalb hnnSr,® IUnil“-Cr ®afhn New-York eingeschifft, um von seinem Schwiegervater die nötigen Gelder zur Deckung e'ttua @7Ä iU D-- Mitgift seine^G^ x 2?lt[lonen F^nks, wovon sie jedoch nur ben Nießbrauch der Zinsen haben. Castellane war Mitglied der nationalistischen rallirerten Partei, welche sich seinerzeit fioube? b6eifhnntCro 9(uß^rcitun9en gegen den Präsidenten Loubet bei dem Rennen zu Auteuil hinreißen ließ.
Pans, 18. Januar. Der Prozeß gegen die ^^^^Nlsten-Brüder, welcher nächsten Montaa Eammt, soll eine ganze Reihe von Neben raschungen bringen und zu einem neuen Staatsprozesse Anlaß ttPll,« Staatsanwalt wird in seiner Anklage fefb gellen, daß die Assumptwniften sich an dem Komplett be- teüigt haben, desgleichen an dem Attentat zu Auteuil sowie Var^nnh -bes Machenschaften der Nationalistengruppe in rfnb l??er drovinz. Es verlautet, das Kabinett sei ^ ^ ossen, sich auf diese Anklage zu stützen, um von dem Generalprokurator eine neue Untersuchung zu verlanaen fSm!hftrh^Cnbk au «er bcm Abgeordneten Habert auch die
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ärbE,t3eber unterstützt zu haben und schlug ein? Tagesordnung vor, Worin die Haltung ber Regierung at-
®alJ interpellierte ^sodan? bie ube.F bu ungenügende Inschutznahme der 9fr- bettswilligen während dieser Ausstände. Waldeck-Rousseau sowie der Handelsminister beantworteten beide Jntervetta- . 3hre Zurückweisung wurde durch die sich widersprechenden Interpellanten wesentlich erbittert, und schließlich rfuhr das Tadelsvotum Dejeantes eine Ablehnung mst WäÄtrwi
Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt Nach der «pr eine Besichtigung der Marineausstellu«. statt. Abends folgte em Festmahl. *•
Dresden, 19. Januar. Das Kaiserpaar troi heute nachmittag mit dem fahrplanmäßigen Zuge, b? um einhalbzwci Uhr Berlin verläßt, hier ein und Bpnfi jirb sofort zur Herzogin Adelheid von Schleswig.HolstÄ deren Zustand heilte e,n äußerst kritischer ist. Das Bul etw welches hierüber mittags 12 Uhr ansgegeben Wurhe i™ L' Ste S sich et? verMmmett
h"nnfr>rCn2?Ot -^Oradig. Gegen morgen trat eine be -ÄS ÄSä SS4SÄ5 W- kämg-iche Schloß a?s aiobn^ung gn ?boten f ^“sgife?9 paar lehnte ba$ Anerbieten jebodj ab und zog es vor im ber^h'bp0^ Wohnung zu nehmen, weil sich dasselbe in Villa^finL 0O" ber "krankten Herzog belohntem


