Daab (BerSrod) Tenorsolo und Lindenstruth
P.CI. Frankfurt a. M., 17. Dezember. Gestern Abend geae«.I0>Nhr stürzte sich die Frau des Fuhrmanns
•'"i auS einem Fenster ihrer im 2. Stock eines
at rin geheimer Sitzung, nachdem eine Kommission mehrere inKLheiidr Vorberatungen abgehalten hatte, die Errichtung inec höheren technischen Lehranstalt (Gewerbe- vlfci btm ie) beschlossen, welche Abteilungen für das Archi- lektitlisach, für das Bau- und Maschinen-Jngenieur Wesen, sowi«sti die chemische Industrie erhalten wird. Als Auf- uahsttiebedingung wird die Berechtigung zum Einjährigen WEii tärbienft oder eine ähnliche Vorbildung, sowie fine üsMchlnde praktische Vorbildung gefordert. Bisher 6e= >teht-n nvr zwei Anstalten im Deutschen Reiche, welche ähn- ich^ Ziele verfolgen, nämlich die Königliche höhere Ge- verfalle zu Chemnitz — seit Jahresfrist: „König!. Semabe-Nademie" genannt — und das „höhere poly- cchchilche Institut" in Cöthen (Anhalt.) Eine Baugewerk- chu^, büe jetzt bereits in genügender Anzahl besonders in Novdtm! schland vorhanden sind, wird mit der Friedberger Fachschule nicht verbunden werden; desgl. wird dieselbe nichü mit den zahlreichen besonders in den letzten 10 Jahren übe7>rM errichteten Fachschulen für Maschinenbau und Elektro- chck il, den sogenannten Technikums und natürlich ebenso -veniis mit den technischen Fachschulen in Konkurrenz treten, •nfciiem eben zwischen diesen Lehranstalten rangieren. Da ■ tnei solche höhere Fachschule feit längerer Zeit schon von der Großindustrie und Praxis gefordert wird, so ist eine rasche Entwickelung dieses neuzeitlich zu organisierenden
Mck!s, dessen Leitung zwei im Preußischen Fachschuldienst Unc^rig bewährten Fachleuten anvertraut wurde, mit Sichcheit zu erwarten. Dieses höhere polytechnische In ÜituTl toirb im Herbst 1901 ins Leben treten, worüber die n Kchjahr n. Js. herauszugebenden ausführlichen Pro- iraixic deren Erscheinen man in interessierten Kreisen vereitel mit großem Interesse entgegensieht, nähere Auskunft
Wir wollen hoffen und wünschen, daß das geplante littunchmen unserer Stadt und seinen Bewohnern zum gereicht.
Äarmstadt, 17. Dezember. Dem in der Zeit vom ' öwember bis 9. Dezember a. c. hier abgehaltenen Stuaisexamen für das höhere Finanzfach unterzogen ch »acht Kameralisten, von denen sechs die Prüfung be- ■tatt M Das Alter der acht Examinanden schwankt zwischen 24 ub 33 Jahren. Die Geprüften werden in aller Kürze m s ihr: en Steuerfache als Assessoren verwendet.
w. Mainz, 17. Dezember. Eine Waggonsendung Ku^scr im Werte von 14 000 Mk., die von Karlsruhe 'hter^rr lgekommen war, wurde hier durch badische Eilend-ihn bedien stete gestohlen. Das Kupfer wurde ;n eine hiesige Alteisenhandlung verkauft. — Als dem b e ffi-n Schützenim Unteroffizier - Kaiserpreis - Schießen Le- 18. Armeekorps wurde gestern dem Feldwebel Alker bon litr 12. Kompagnie Regiments 87 der Kaiserpreis, eine goltcknr lühr, von Major Sunkel überreicht. Alker hat bei sieben Schuß löO Ringe geschossen.
Fo»! fthaus hier erbaut wird. Der Gesamtgemeinderat hat zu dissem Zwecke 6000 Mk. bewilligt.
? Lang.Göns, 16. Dezember. Am Samstag abend feierte die FmilMige Feuerwehr ihr 2Ojähriges Stiftungsfest r Saale des Wirts Wenzel. Die Vereine „Germania" unb i ,Frohsinn", der Kriegerverein, der Turnverein, und >r Ocl^orftand hatten sich eingefunden. Hauptmann 'sinn 'hielt über das Entstehen der Freiw. Fen^webr -ineaSlebe, worauf er Ehrendiplome für 20jährige Dienstzeit i HeiSsltraßenwart PH. Schmied, Schmiedemeister Heinrich Bolllsr iw d Schlosser Johs. Müller, überreichte. Obmann )er gedachte der Heimgegangenen Kameraden. W. Boller nN aif die passiven Mitglieder ein Hoch aus. Hauptbüro Wrnzel, der seinen Austritt erklärte, dankte für die chmri ßcls bezeugte Gefolgschaft und brachte ein Hoch auf n i Hülfen und den Großherzog aus. Das Fest wurde durch 'tomqttl iinb lebende Bilder sehr verschönert.
):( Butzbach, 18. Dezember. Heute Morgen gegen Mlhr nahm sich und seiner Frau ein bekannter Fabrikant onn hier das Leben durch Erschießen, nachdem sie est »in Nacht 11 Uhr ihr letztes Kind durch den Tod verlöre«» hallen.
Friedberg, 16. Dezember. Ein für unsere Stadt wichtiges, und wir wollen hoffen in seinen Folgen auch für -'ies'De freudiges Ereignis ist zu melden. Der Gemeinderat
Hamj« am Gretenweg belegenen Wohnung auf die Straße. SieriM einen Schädelbruch und einen Bruch der Wirbel- säuU^sodaß der Tod sofort eintrat. Vor dem Sturze aus- V Fenster hatte die Frau, einen Streit mit ihrem Jcom — Ein Stationsgehilfe und ein Gehilfe der LZa^iNnisterei des HauplbahnhofS, beide verheiratete und Familienväter, wurden verhaftet, weil sie .die der Wagenputzer-Genossenschaft gehören, nnter- 1p. “ Luben. — Nach einer Mitteilung des Magistrats
.)iwitn inne Gemeinden Hausen, Ginnheim, Praunheim und
1 ®e19ütung fär jj I™ Smelnbefranfni Mligerbiichttn iw fine6 Gehilfen. 19, |
der Gas- M I 20. Die Belenchir 9 eines neuen te. iSrlaubniä MW
22, Aefnch bti/ Schank von Biqmik 3. DeSgi. des L die Sbahe im HE
Der Grohherzos!. obi, den Aaufm:
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btt '■ Groch-Secau) Bratsche kommen. In Anbetracht des nicht Stoffes ist die Aufführung für ein Dorf jedenfalls
Iec!et für und ungewöhnliches Unternehmen. Da dieselbe
I? ^-lLtiati -ine" kichliche Feier darfiellt, so ist der Eintritt unentgeldlich.
I -vir hören, ist für den Nachmittag des Neujahrtages
I Di-peng hiJÄ ' w beginnend) eine Wiederholung geplant.
I66 ®eot9 Ntt v" Etzbach, 17. Dezember. Für die Ortschaften Atz- I Belafsnng n loriar, Binzenbach und Dutenhofen, die alle nicht
I Hi1viel Duldungen besitzen, ist ein gemeinsamer Waldwärter In der besteht. Derselbe hat in Atzbach ober Dorlar, da beide les f^ kJW Drhh ziemlich nahe am Wald gelegen sind, auch unter den Ihrlfiraße im'r* fyier »wähnten Dörfern die größten Wälder besitzen, seinen Wchiulrikck b"^^ohchilitz, In Ermangelung einer Dienstwohnung war bei Itr hier-« ' diesen:vereinigten Kommunalförfterstelle ein steter Wechsel zu
' Muilg: vemvAfen. Der jetzige Inhaber, Förster Schauß, der beim |cn(j.U|9 MM- BürMmeisteramt zu Krofdorf vorstellig geworden war, hat lohnHo’ Lch 'N' M Bescheid erhalten, daß mit nächstem Jahr ein Kier ^ttSnwern ' ' ‘
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Eckenheim Anträge auf Eingemeindung gestellt. Die Verhandlungen sind noch im Gange. Den genannten Orten dürfte sich noch Rödelheim anschließen.
FC. Höchst a. M., 16. Dezember. Gestern abend entstand in einem Außengebäude der Farbwerke eine Kesselexplosion, die das betreffende Fabrikgebäude sofort in Brand setzte. Die eigne Feuerwehr der Fabrik beschränkte das Feuer auf seinen Herd. Der Schaden ist erheblich. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Der wissenschaftliche Direktor, Geh. Regierungsrat Dr. Laubenheimer, der bei den Rettungsarbeiten mit thätig war, verstauchte sich dabei den Fuß, so daß er nach seiner Wohnung getragen werden mußte.
** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Der vollzählich versammelte Kreistag hat unter Verzicht auf sein Vorschlagsrecht einstimmig den Wunsch ausgesprochen, daß der bisherige Landratsamtsverwalter, Regierungsassessor Dr. Sartorius, zum Landrat des Kreises Wetzlar ernannt werde. — JnOber-Ramstadt brannte die Breitwieser'sche Mühle nieder. Zahlreiche Tiere kamen in den Flammen um. Einige Kühe und Ochsen konnten jedoch noch mit Mühe gerettet werden. Man vermutet Brandstiftung. Ein an demselben Tage entlassener Knecht soll das Feuer angelegt haben. Das Vieh, soweit es Überhaupt gerettet wurde, mußte zum größten Teil geschlachtet werben.
Vermischtes.
* München, 17; Dezember. Ein großartiger Wucherprozeß ist in Vorbereitung. Eine Anzahl jüdischer und christlicher Ehrenmänner haben geldbedürftige Kavaliere, Offiziere, Studenten, Künstler und Geschäftsleute in der schamlosesten Weise ausgeplündert. In der Presse werden die Namen dreier solcher Vampyre genannt. Unter diesen drei Biedermännern soll eine ganze Anzahl zum Teil sehr geachteter Geschäftsleute stehen. Diese Räuberbande arbeitet mit 60 bis 120 Prozent. So ist ihnen ein bekannter hiesiger Künstler, der vor drei Jahren 24000 Mk. erhielt und seine Schuld bisher nicht einlöfen konnte, gegenwärtig 60000 Mk. schuldig. Die Wucherer und ihre Opfer sehen dem Prozeß und den damit verbundenen Enthüllungen mit Angst und Schrecken entgegen.
* Warschau, 17.Dezember. Bei der Eröffnung des neuen Kunst Palastes insultierte der Direktor der Krakauer Akademie, Julius Falat, den bekannten Maler Kossak thätlich. Ein Pistolen-Duell unter den schwersten Bedingungen ist die Folge.
Handel und Uerlrehr. Uolkswirtschast.
— Deutsche Gruudschuld Bauk, Berlin. Die Vertreter und der Ausschuß der Besitzer von Obligationen veröffentlichen weitere Einzelheiten über den Befund ihrer Revision. Sie fanden geradezu h aarsträubende Dinge! Seit 1 J/s Jahren sind aus dem Hypotheken- bestand 41 Millionen — beinahe die Hälfte'der Hypotheken— verschwunden! Und das sollen lauter gute, erstklassige gewesen sein. Fragt man sich, wie das möglich sein konnte, so muß man vor allen Dingen den Treuh ändern, denen die Hypotheken unterstellt sind, diese Frage vorlegen. Wie konnten diese zugeben, daß Hypotheken in solchem Umfang aus ihrem Verschluß herauskamen? Oder falls die Herausnahme — mit anderen Worten Diebstahl — vor Jnkraftreten der Staatsaufsicht (am 1. Januar 1900) erfolgt war, wie konnte dieser staatliche Treuhänder das Vorhandensein bescheinigen? Aufklärung von feiten der Staatsregierung bleibt abzuwarten. Inzwischen müssen die Besitzer sich selbst helfen und durch sofortige Einreichung ihrer Stücke vermeiden, daß das Institut zusammenbricht.
P o m m e r s ch, e .H y p o t h e k e n - A k t i e n - B a nk. In der dieser Tage abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats machte die Direktion von der zeitigen Geschäftslage Mitteilung. Die Direktion erklärte, daß sowohl formell als materiell die für die Pfandbriefe notwendigen Unterlagen vorhanden sind und daß irgend welche Besorgnisse wegen etwaiger Verluste nicht in Aussicht stehen. Die Geschäfte der Bank bewegen sich durchaus in dem Rahmen der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften. Es wurde angeregt, sogleich den zeitigen Status zu veröffentlichen. Da aber die Bearbeitung eines genauen mit Erläuterungen versehenen Status — und nur ein solcher gewährt einen richtigen Einblick — immerhin eine gewisse Zeit in Anspruchi nimmt, so wurde in Rücksicht auf den bevorstehenden Jahresabschluß beschlossen, den Abschluß pro 31- Dezember 1900 so schnell als möglich fertigzustellen und denselben alsdann sofort zur Kenntnis der Interessenten zu bringen. Tie Beziehungen zur Jmmobilien- Verkehrsbank, die aus der vor 10 Jahren stattgehabten Reorganisation der Pommerschen Hypotheken-Aktien-Bank herrühren, beschränken sich auf Beleihungen, die nach pflichtmäßigem Ermessen der Direktion durchaus sicher sind. Aktien der Jmmobilien-Verkehrsbank, deren Liquidation übrigens von deren Verwaltung bereits beschlossen ist, besitzt die Pommersche 5zypotheken-Aktien-Bank nicht.
Vietze», 18. Dezember. Marktbericht. Au? beurioer Lochenmartt kosteten: Butter ver Pfd. JL 1.10—1.20, Hühneren: per St. 8—10 4, 2 St. 00—00 4, Enteneier 2 St. 00—16 4, ®anfe» eier ver St. 00—00 4, Käse 1 St. 5—8 4, Käsematte 2 St. 6—6 4, Erbsen per Liter 22 4, Linsen per Liter 34 4, Tauben per Daa, A 0.60—0.90, Hühner per St. X 0.90—1.30, Hahnen per Stück X 0.66—1.00, Enten per St. X 2.00—2.20, Gänse per Pfund A 0.60—0.60, Ochfenfleisch ver Pfd. 68—74 4, Kuh. und Rindfleisch ver Pfd. 60—64 4 Schweinefleisch per Pfd. 60—70 4, Schweine- Atsch, gesalzen, per Pfd. 74 4, Kalbfleisch per Pfd. 60-64 4 Hammelfleisch per Pfd. 60—60 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 biß 5.50 A, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 5.00—0.(0 Milch per Lite'- 18 4.
Arbeiterbewegung.
Amsterdam, 15. Dezember. Der Streik der 5)afen = ?a<6 Ju zichcn. Die hiesigen »Si c Arn bereits Mußnahmm getroffen, um die Aus- d" Generalstreik erklärt werden sollte, durch andere l!fra,te iU "sHen, die aus Holland, England unb S)eutfä= werden sollen. Die gesamte Bürgerwehr wird ItDcnteus tut diesen Tag aufgeboten werden.
in ft™ Dezember Die Angestellten der Viktoria-Bergwerke
eme Petüwn an das Parlament gerichtet, worin rtL?lCs?n?te ®"roeI!^un0 des Gesetzes betreffend die fremden Arbeiter gegen die amertkanhchen Arbetter verlangen. Dieselben beschweren sich.
daß die Arbeitgeber den Amerikanern höhere Löhne als ihnen selbst, bezahlen.
SchWuschriäste«
Der Postdampfe'. „Switzerland" der „SRcb Star Line" ta Antwerpen ist taut Telegramm am 14. Dezember wohlbehalten in Phila« delphia angekommen.
Gerichtssaal.
Düsseldors, 17. Dezember. Der Rechtsanwalt Hugo Krüger in Oplad-ri wurde von dcr entaffammer wegen Unterschlagung von 6000 Mk. Geldern aus verschiedenen Konkursmassen zu acht Monaten Gesängnrs D er urteilt.
Berlin, 17. De ember. Wie die „Welt am Montag" mttteilk, rst gegen d-rr Rechtsanwalt Dr. Mendel, einen weiteren Vertrtbiger Sternbergs, das Disziplinarverfahren eingeleitet worden, wegen seiner Versuche, Artikel in der Sternbergsache in die Zäiungen zu lancieren.
Dünkirchen, 15.Dezember. Der englische Schiffskapitän Morrison, der vor einigen Tagen einen französischen Arzt mißhandelt hatte, ist genern vom Seegericht zu 40 Tagen Gefängnis verurteilt worden.
Kriefkasten der Redaktion.
M. Sie haben wohl die letzten Kammerverhandlungen nicht ge» lesen. Unser Finanzmimster Gnauth bekennt sich zu den Ansichten des badischen Mimsters Buchenberger, der die Warenhaussteuer nach preußischem Muster ablehnt und die bestehende Gewerbesteuer Les richtigen will.
Neueste Meldungen.
(Telephon Meldungen des „Gießener Anzeigers".)
Darmstadt, 18. Dezember. Bei der heutigen Kammersitzung über den Antrag der Abgg. Dr. David und Haas-Mainz betr. die Bahndammführung der Linie Mainz—Wiesbaden teilt die Regierung durch Ministerialrat Emmerling mit, daß sie dem Projekt die landespolizeiliche Genehmigung versagt habe. — Der Antrag Ulrich und Genossen, betr. die Errichtung einer teck)- nischen Mittelschule in Offenbach wurde dem Ausschuß überwiesen, nachdem Abg. Noack als Vertreter der Zentralstelle der Gewerbe mitgeteilt hatte, daß das Bedürfnis für die Errichtung einer derartigen Schule von feiten der Regierung anerkannt sei, und man beabsichtige eine Kommission einzusetzen, in welcher auch Juteressenteir Offenbachs hinreichend vertreten sind.
Berlin, 18. Dezember. Ter Alldeutsche Verband, Ortsgruppe Berlin, hatte zu gestern abend eine Volksversammlung nad); der Tonhalle einberufen, die von etwa 500 Personen besncyt war, unter denen sich die in Berlin lebenden, aus Transvaal ausgewiesenen Deutschen befanden. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende der mit dem Schulschiff „G n e i s e n a u" ums 'Leben gekommenen deutschen Söhne, die - das deutsche Volk nicht vergessen rverde. Die Versammlung ehrte das Andenken der Toten durch Erheben von den Plätzen. Die für die Buren geplante Sammlung wurde zu Gunsten der Hinterbliebenen der auf der „Gneisenau" ums Leben Gekommenen veranstaltet. Zur Ausweisung der Deutschen aus Transvaal sprack). Redakteur Eichler sowie die aus Transvaal ausgewiesenen Jakob aus Johannesburg, Hirsch aus Pretoria und andere. Sämtlick^e Redner tadelten, daß die deutschen Konsuln meistens die In t e r e s se n d e r De u t sch e n den Engländern gegenüber sehr schlecht gewahrt hätten. Jakob erklärte mit ziemlickfer Bestimmtheit, daß General Joubert von den Engländern bestochen gewesen fei. Es wurde eine Resolution einstimmig angenommen, worin nach, wie vor gebeten wird, die vorgebrachten Beschwerden der Ausgewiesenen anzu- erkemien. Ferner beschloß die Versammlung, dem Abg. Dr. Hasse für sein energisches Einschreiten zu Gunsten der Buren im Reichstage den herzlichsten Dank auszusprechen. An den Präsidenten Krüger wurde ein Telegramm gesandt, in dem die Versammlung ihm 5)eil und Gruß entbietet
Saloniki, 18. Dezember. Die Polizei entdeckte ein gegen die hiesige rumänische Handelsschule geplantes Attentat. Die Schule sollte während der Feier des heiligen Michael in die Luft gesprengt werden. • Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.
New-Nork, 18. Dezember. Die „Umbria" von der Gunard-Ltnie ist hier eingetroffen, nachdem sie 9 Tage lang einen schweren Seesturm abzuhalten hatte. 223 Passagiere erster Klasse waren während dieser Zeit gewissermaßen Gefangene in den Kabinen des Zwischendecks. Die Kabine des Kapitäns, der Mufiksaal und die Bibliothek waren von Wasser angefüllt. Alle auf Deck befind- uchen Gegenstände wurden von den Wogen weggespült.
BörsennachricMen.
Berlin, 17. Dezember.
4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 40 56 M.
4% do. 8. 5/6 unk. b. 1904 40. 0
3Vs 0/ do. • 8. 7/8, unk. b. 1906 00 00 ”
4 0/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 96 50 ”
SV/Vo üo. unk. 1905 87.50
40/0 Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12| 77.6O *
4 0/0 do. 8. 15-18. unk. b. 1900 77^60 M.
4 % do. 8. 19-20, unk. b. 1905 77.60
81'- % do. 8. 13, 14 72.50 ”
3V1 % do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 72 50 ”
Telephonisches« Kursbericht.
Frankfurt, den 18. Dezember.
S'/'i % Reichsanleihe
3%
do
-Anl.
Kreditaktien . . Diskonto-KomSandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handels^es. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbabn Laurahüite
Bochum , . .
H vrpener schwach.
. 96.60
. 87.80
. 96.6t
. 87.8«
. 93.80
. 95.15
!. 43.8t
. 25.3t
. 25.40
. 79 0<
Tendenz:
8*/i °/o Konsols .
3 % do
SVg % Hessen
5 °/q Italien. Rente
40/0 Griech. Monop
3 °/o Portugiesen
3 o/.j Mexikaner .
4*/a % Chinesen .
. 210.30 . 175.40 . 132.00 . 14600 . 147.80 • 142 40 . 15 .80 . 197.00
. J 78 00 . 170 10


