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sofort lot. — In der Fabrik von Heinrich Lanz in Mannheim brach dieser Tage ein Brand aus. Der Betrieb der Fabrik ist dadurch in keiner Weise gestört worden, und die Fabrikation findet, wie man. uns von dort schreibt, nach wie vor geordneten Fortgang.
Vermischter.
* Berlin, 17. Mai. Heute nachmittag entstand auf dem Holzplatz der Firma Seckel & Schwertzer, Bau- und Nutzholzhandlung zu Schöneberg Feuer, das bei dem starken Winde mit großer Schnelligkeit um sich griff. Nm 2y3 Uhr stand bereits die Hälfte des mehrere Morgen großen Terrains mit seinen Lagerbeständen von Hölzern aller Art in hellen Flammen. Die Berliner und Schöneberger Feuerwehr war alsbald zur Stelle und begann mit den schwierigen Löscharbeiten.
♦ Zum Selbstm 0rd des Rostocker Rechtsanwaltes Kortüm macht man folgende Mitteilungen: Prozeßpraxis besaß Kortüm fast gar nicht, dagegen warf ihm nach oberflächlicher Schätzung seine ausgedehnte Praxis in Geldangelegenheiten ein Einkommen von 25—30 000 Mark ab. Die Bollmachten, die ihm von seiner Klientel bei dem weitgehendsten Vertrauen, dessen er sich allgemein erfreute, zur Regelung von deren Geldangelegenheiten in der uneingeschränktesten Weise ausgestellt wurden, wußte er in ebenso ergiebiger wie unauffälliger Weise zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen und die Unregelmäßigkeiten schon durch eine lange Reihe von Jahren hindurch in so geschickter Weise zu verdecken, daß im Publikum bisher nicht der leiseste Verdacht gegen ihn ausgekommen war, obwohl die ergaunerten Gelder bereits auf exorbitante 'dummen angewachsen waren. Manche der Klienten werden um ihr ganzes Vermögen gebracht sein, u. a. soll ein tzräulein von B. an 45 000 Mark verloren haben. Schon letzt übersteigt die festgestellte veruntreute Summe 500 000 Mark ganz beträchtlich. Das erwähnte, allein die Aktiva bildende Grundstück dürfte nebst Einrichtung nach Abzug der hohen Hypothekenbelastung vielleicht 15 000 bis 20 000 Mark erbringen, welche aber das Verfahren wieder größtenteils verschlingen dürfte. Kortüm war Junggeselle und Lebemann, der sich das Dasein möglichst angenehm zu machen wußte, und dessen deliziöse Heine Herren-Diners' und -Soupers in seinem Freundeskreise sehr geschätzt wurden. Immerhin geben seine vornehme Lebensweise und der häufige Besuch fashionabler .Weltbäder, wie Ostende u. s. w., keine ausreichende Erklärung für den Verbrauch der horrenden Summen. Man glaubt deshalb zunächst, daß vielleicht Börsenspekulationen den Weltmann auf die sthiefe Bahn geführt haben möchten. Wie aber erst jetzt allgemein bekannt wird, war er auch ein Don Juan ersten langes, und man ist daher jetzt zu der Annahme geneigt, daß weniger seine kostspieligen! Lebensgewohnheiten oder etwa Börsenspiel als vielmehr seine zahlreichen Liaisons, denen er Diamanten ynb andere kostbare Pretiosen in verschwenderischer Fülle geopfert haben soll, die ungeheuren Summen verschlungen haben. Vielleicht aber ist jedem der drei Faktoren ein gut Teil des verpraßten fremden Gutes auf das Konto zu setzen. Nach Lugano reiste Kortüm am 28. April. Sein Selbstmord durch Gift erfolgte dort am 5. d. Mts. Erst im Lause des Donnerstags begannen sich die näheren Umstände seines Todes und gleichzeitig auch das Gerücht von den großen Veruntreuungen in Rostock zu verbreiten. Wie noch erzählt wird, hat Kortüm kurz vor seinem Tode seinem Hotelwirt in Lugano ein Couvert mit einer Geldsumme und den An-^ Weisungen über sein Begräbnis übergeben.
* Stockholm, 17. Mai. Das Dampfschiff „Prinz Carl" ging gestern abend von Arboga nach Stockholm ab, und hatte um Mitternacht Quicksund passiert, als ein Passagier, nachdem er eine größere Anzahl Mitreis ender in den verschiedenen Schiffsräumen ein geschlossen hatte, in jeder Hand einen Revolver haltend, alle Personen, denen er auf dem Schiffe begegnete, niederzuschießen begann. Später benutzte er auch einen Dolch und ein Messer. Der Kapitän erhielt einen Dolchstich in den Rücken, eine Frau einen solchen in die Brust, ein Knabe einen Messerstich, der Steuermann einen Revolverschuß in die Schulter, von vier im Rauchsalon Karte spielenden erhielt einer einen Schuß durch die Stirn und wurde getötet, da er trotz der Drohung des betreffenden Individuums eine unwillkürliche Bewegung machte. Als das Dampfschiff in Köping anlangte, sprang der Mörder in ein Rettungsboot und ruderte eilig fort. Mit dem Steuermann als Führer ging das Dampfschiff nach Stockholm weiter, wo es heute früh anlangte. Die Polizei ging sofort an Bord und nahm die Leichtverwundeten in Gewahrsam, 4 Schwerverwundete wurden nach dem Krankenhause überführt. In Eskilstuna verfolgten vier Polizisten eine Persönlichkeit, deren Signalement mit dem des Mörders übereinstimmte. Am nachmittag wurde der Verdächtige in Skopsdorg verhaftet. Im Augenblicke seiner Verhaftung wollte er einen Revolverschuß auf die Polizisten abfeuern, wurde jedoch entwaffnet. In seinem Besitze wurden zwei Revolver und noch 57 Patronen gefunden. Der Verhaftete erklärte, mit einem gewiffen Johann Philipp Nordlund identisch zu sein, der im April nach Verbüßung einer Strafe wegen Brandstiftung aus dem Gefängnis entlassen war. Er gestand ein, daß er die Blutthat verübte. Er hat dem Kapitän über 800 Kronen geraubt. Ueber die Mordthat äußerte sich Nordlund völlig gefühllos
* Eine schreckliche Katastrophe hat sich im Hafen zu Petersburg ereignet. Auf einem Minenboot platzte der Kessel, wobei 6 Matrosen sofort getötet rmd einer schwer verwundet wurde. Die Unglücklichen vnrden viele Meter hoch in die Luft geschleudert und später als gräßlich verstümmelte Leichen aus dem Wasser gezogen. Das Unglück ist nicht durch Ueberheizung entstanden; es wird vielmehr angenommen, daß Waffer in die Feuerung gekommen ist.
Universität und Hochschule.
— Ein Prnfefforenstreit in Heidelberg. Auf dem Parteitage der badischen Bolkspartei, der am 2». April d. I. m vffenbmg
abgehalten wurde, bemerkte Hofrat Osthoff, ein Heidelberger Professor I der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät, dessen Freireligiosität I unanfechtbar sei, der aber glaube, daß in gewissen Kreisen ein anderer I Wmd herrsche, habe sich vor einigen Jahren bei der Besetzung eines I theologischen Lehrstuhles für die Anstellung eines Positiven ausgesprochen. I zJafcei zitierte er das, wie er sagte, damals auf diesen Herrn gemünzte I Witzwort, „er fürchte nur Gott nicht, sonst alles auf der Welt". Ost- I host hat die anwesenden Berichterstatter ersucht, diese Aeuherung nicht I m die Oeffentlichkeit zu bringen; doch wurde in der »Franks. Ztg." über I den Zwischenfall berichtet. Geheimrat Königsberger, der diese I Aeußervng auf sich beziehen mußte, verlangte in einem Briefe von I Osthost näheren Aufschluß. Osthoff gab offen zu, daß er ihn gemeint I habe, sprach aber zugleich sein tiefes Bedauern aus und erklärte sich I zur öffentlichen Zurücknahme bereit. Nach weiterem Briefwechsel gab I sich Königsberger mit der ihm angebotenen Erklärung zufrieden, ver- I langte aber, daß sie in der Nummer der „Franks. Ztg." erscheine, die I am Montag den 7. Mai, morgens 8 Uhr in Heidelberg emtreffe, I widrigenfalls er alle Schriftstücke veröffentlichen werde. Osthoff sandte I seine Erklärung denn auch am Samstag den 5. Mai an die „Franks. I Ztg." ab. Doch erschien die Erklärung in der betreffenden Nummer I nicht, und Königsberger übergab die Briefe und Erklärungen sofort einem Heidelberger Blatte. Noch am Montag brachte die „Franks Ztg." in ihrem Abendblatte, das abends nach 7 Uhr in Heidelberg ausgegeben wird, die Erklärung, und in der Dienstagsnummer des Heidelberger Blattes, die 19 Stunden später ausgegeben ward, wurde der Brief» wechsel veröffentlicht.
— Verschiedenes r Aus Heidelberg wird berichtet: Wir wir erfahren, hat man im Nachlaffe von Geh. Rat Georg Meyer ein um- I fangreiches druckfertiges Manuskript über das »Wahlrecht" aufgefunden, das in rechtsvergleichender Behandlung die Anforderungen der verschiedenen Gesetzgebungen vor allem an den Aktivwähler zu Parlament und Gemeindevertretunq darstellt ______________________
Kunst und Wissenschaft.
Ein Volksschullehrer als Ehrendoktor. Ains Stockholm wird der ^,Voss. Ztg." mitgeteilt: Daß ein Volksschullehrer zum Ehrendoktor ernannt wird, ist sicher ein seltener Fall. Diese Auszeichnung wurde dem hiesigen Volksschullehrer Gustav Flink durch die Upsalaer Universität zu Teil, indem die philosophische Fakultät von ihrem alten Recht, zu Ehrendoktoren Männer zu ernennen, „deren gelehrten, künstlerischen oder bürgerlichen Verdiensten die Fakultät ihre Achtung bezeigen will", Gebrauch machte. Erst lange nachdem er Volksschullehrer geworden war, besucht Flink an der hiesigen Hochschule Vorlesungen in Chemie und Mineralogie. 1883 nahm Flink an der Norden- skiöldschen Grönlandexpedition teil, blieb aber auf Island, um dort mineralogische Studien zu treiben. Nach dem Ural unternahm er im ganzen sieben Forschungsreisen, und seine letzte Reise hatte wiederum Grönland zum Ziel. Das Ergebnis seiner Forschungen sind umfassende Sammlungen von Mineralien und eine Menge wissenschaftlicher Abhandlungen.
Gerichtssaal.
Mainz, 17. Mai. Ein raffinierter Schwindler hatte sich gestern in der Person des dreißigjährigen Kaufmannes Nik. Hilden- brandt aus Tborn vor der Strafkammer zu verantworten. Er ist unter den verschiedensten Namen und Standesbezeichnungen, mit gefälschten Papieren reichlich versehen, im Dezember in den Städten Mainz, Bingen, Gießen, Kassel und München ausgetreten, und hat besonders seine Wirte, a er auch Geschäftsleute und Verkäuferinnen um hohe Geldbeträge und Wertsachen geprellt. In Freiburg erhielt er kürzlich vier Jahre, und in Hanau fünf Vierteljahre Zuchthaus. Die Strafkammer erkannte auf eine Gesamtstrafe von 7'/, Jahren ZuchtbauS._____________________________________________________
Amldwirtschast.
— Um die Arbeiterfrage auf dem Lande durch Gewinnbeteiligung der Arbeiter zu lösen, hat sich eine Anzahl von Volkswirten mit praktischen Landwirten, Industriellen und Kaufleuten zu- sammengethan, die folgenden Versuch einer Agrarreform planen: Von einem Großgut soll etwa ein Drittel der Fläche als Pachtland für die Arbeiter abgetrennt werden. Die Pacht würde sich in der ortsüblichen Höhe halten und mit der Verpflichtung verknüpft sein, einen Teil der Arbeitszeit dem Gutsbetriebe für den ortsüblichen Tagelohn zur Verfügung zu halten. Neben dem Lohn sollen die Arbeiterpächter den größten Teil des Reingewinnes erhalten Ferner soll ein Konsumverein eingerichtet werden, eine Viehverficherung, Genossenschafts-Molkerei, -Brennerei, -Stärkefabrik, -Mühle rc. An dem Plan beteiligt sind Theodor Barth, Hans Crüger, der Anwalt der Schulze-Delitzsch-Genoffen- schaften, Richard Roesicke, hervorragende praktische Landwirte, wie Amtsrat Max Mankiewicz in Falkenrehde, Heinrich Sohmey, der Geschäftsführer des Ausschusses für Wohlfahrtspflege auf dem Lande; ferner Fabrikbesitzer Dr. Ginsberg-Berlin, Albrecht Guttmann-Berlin, I. Stern, der Direktor der Posener Sprit-Aktiengesellschaft, Hermann Sudermann, Dr. Franz Oppenheimer u. f. w. Um das Programm in die Praxis zu übertragen, sollen 500,000 Mk. beschafft werden, und ein engeres Komitee, das sich zur Ausführung des Planes gebildet hat, hat unter der Hand von dieser Summe bereits 250,000 Mk. zusammengebracht. In der Person eines erfahrenen praktischen Landwirts, Lothar Meyer, glaubt man einen geeigneten Leiter gewonnen zu haben, und es ist somit die Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß das hochintereffante Experiment wirklich gemacht werden wird.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag den 20. Mai. Rogate.
Gottesdienst.
In der Ttadttirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markus- gemeinde.
Vormittags 9Vs Uhr: Profeffor D. Stamm.
Vormittags 11 Ubr: Kinderkirche für die Mattbäusgemeinde.
Irr der JohanneSkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler.
Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde.
Vormittags SV, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JoharrneS» gcmetnde. Pfarrer Dr. Naumann.
Donnerstag den 24. Mai. Himmelfahrtag. Gottesdienst.
In der Stadtttrche.
Vormittags SV, Uhr: Pfarrer Schlosser.
Än der AokanneSkircke.
Bormittags SV, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Friedhofskapelle.
Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Euler.
Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzuyehen hat, und wird dringend gebeten, es rechtzeitig — spätestens eine Woche vor der Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 19. Mai.
Nachmittags um 41/, Uhr mid abendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 20. Mai. 5. Sonntag nach Ostern.
Vormittags von 6V, Ubr an: Gelegenheit zur hl. Beichl.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;
vor und in derselben Austeilung der hell. Kommunion.
, um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe. Militärgottesdienst mit Predigt. . _ . . x
„ um SV, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2V, Uhr: Sakramentalische Bruderschafts-Andacht.
Dienstag und Freitag abend 6V, Uhr ist Maiandacht.
m der jgnegey.
SamStag den 19. Mai 1900.
Vorabend 7«- Uhr, morgens 883 Uhr Predigt, nachmittags
4 Uhr, SabbathauSgang 8&» Uhr
Gottrrdirrrst brr inaelitischerr Arligio«zrftAsch>st.
Sabbathfeier am 19. Mai 1900.
Freitag abend 7«» Uhr, Samstag vormittag 8 Uhr, nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 9W Ubr.
Wochengottesdienst morgens 680 Uhr, abends 9f5 Uhr.
Arbeiterbewegung.
Berlin, 17. Mai. Der Direktion der „Großen Berliner Straßenbahn" sind gestern neue Forderungen durch 12 Angestellte der Bahn und 2 Mitglieder des Verbandes der Handels- und Transport- Arbeiter -»gestellt worden. Hierauf ist heute ein Schreiben der Direktion an die gewählte Kommission der Arbeitnehmer ergangen des Inhalts, daß das Direktorium bereit sei, morgen vormittag eine lediglich aus Bahnangestellten bestehende Abordnung zu empfangen und mit derselben über die Forderungen zu beraten. Eine Unterhandlung mit Mitgliedern des Verbandes der Handels- und Transport-Arbeiter, die nicht im Dienste der Straßenbahn stehen, wird prinzipiell abgelehnt. Das Direktorium ist der Ansicht, daß sich bezüglich der Gehaltserhöhung und täglichen Dienstzeit ein Einvernehmen erzielm laffen werde; dagegen wird eine Reihe Einzelforderungen entschiedener Ablehnung begegnen. Die Direktion scheint mit einem bevorstehenden Strike zu rechnen, da alle Vorbereitungen für einen Ausnahmezustand geschaffen werden. Auch die Regierung nimmt bereits zu der Angelegenheit Stellung. Cm Kommissar des Ministers hat, wie verlautet, bereits dieserhalb heute mit der Direktion veihandelt.
IEJ1LL1___
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 18. Mai 1900.
Zu der in Nr. 115 des „Gießener Anzeigers" gebrachten Notiz über den Weißbinderstreik erklären wir, daß die Zahl der Ausständigen richtig ist, und die Situation genau dieselbe, wie am Tage des Ausbruchs des Stteiks. Die Situation ist für die Gehilfen immer noch so günstig, wie am Anfang, trotz der weitgehendenOrganisation derArbeitgeber. Die Gehilfen find entschlossen, auszuharren, bis ihre Forderungen bewilligt werden. Zeugnis legt davon ab, daß ungefähr 60 Mann abgereist sind, und daß der Weißbindermeister Z. nach Flanksurt gereist ist, um den Vorsitzenden des Arbeiter-Agitationsbezirks um Arbeiter zu bitten. Die Lohnkommisfiop.
I. A.: Stock.
Schiffsnachrichteu
Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch die Agenten: Carl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 16. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer Großer Kurfürst, Capt. W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr nachmittags wohlbehalten in New-Iork angekommen.
Bremen, 17. Mai (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Schnellpostdampfer Kaiserin Maria Theresia, Capt. A. Gichter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr morgens wohlbehalten in New-Aork angekommen.
Neueste Meldungen.
Berlin, 18. Mai. Infolge der gestrigen^ Erklärung des Staatssekretärs v. Thielemann in der Sitzung des Budgetausschusses des Reichstages wird in parlarnentari-, schen Kreisen, in denen eine weitere Ermäßigung des Umsatzstempels erstrebt wird, jeder weitere Versuch als aussichtslos angesehen. Es wird also bei einem Umsatz- stempel von dreizehntel Pro Mille aller Voraussicht nach sein Bewenden haben.
Berlin, 18. Mai. Tie Annahme, daß bei einer aus Rußland zugereisten Dame ein Fall echter Pocken vorliegt, wird von zuständiger Seite für unzutreffend erklärt. Es handelt sich lediglich um Windpocken, die bei dieser Dame allerdings in sehr schwerer Form aufgetreten sind. Die Aerzte rechnen damit, die Patientin morgen vielleicht schon aus dem Krankenhause entlassen zu können.
München, 18. Mai. Eine Versammlung der na«, tionalliberalen Partei nahm eine Resolution an, welche die Notwendigkeit der Opposition deÄ Reichstages gegen die Lex Heinze betont.
London, 18. Mai. Lord Hamilton erklärte gestern in Betreff der Hungersnot in Indien, es handle sich nicht allein um einen Mangel au Lebensmitteln, sondern auch um einen Mangel an Beschäftigung. Die erste Pflicht der Regierung sei jetzt, die Industrie im Lande zu fördern.
London, 18. Mai. Bei Bradfort entgleist« ein Expreßzug und siel den Tamm herab. Soweit! bisher bekannt, sind 8 Personen schwer verletzt.
Brüssel, 18. Mai. Prinz Albert von Bel-, gien unterbricht am 22. d. M. seinen Aufenthalt int Feldlager von Beversoo, um am 24. Mai in Berlin ein- zutreffen. Wie unterrichtete Hofkreise wissen wollen, dürfte dieser plötzlichen Abreise des Prinzen und voraussichtlichen Thronfolgers von Belgien die Verlobung mit einer deutschen Prinzessin zu Grunde liegen.
Wien, 18. Mai. Die Blätter konstatieren, daß der Verlauf der gestrigen Parlamentssitzung den Beweis erbracht habe, daß oie Bemühungen des Präsidenten Dr. v. Fuchs, die tschechische Obftruktion zu unterdrücken, seitens der Rechten nicht die genügende Unterstützung fanden, und daß ein kleiner Teil der Polen und Slaven falsches Spiel treiben und die Tschechen insgeheim unterstützen. c f
New-Bork, 18. Mai. Bestem Vernehmen zufolge soll beabsichtigt werden, auf das Ersuchen der amerikanischen Aussteller in Paris die Beratung des a me r i fa - ni sch-fr an zö fischen Handelsvertrages wieder aufzunehmen und noch: vor Vertagung der Kammer darüber abzustimmen.


