Ausgabe 
18.8.1900 Erstes Blatt
 
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zeige ergebenst an.

Anfertigung nach Mass in eigener Werkstätte.

die Unruhestifter. Etwa 20 Ruhestörer wurden verwundet.

->e Polizeistationen sind voll von Gefangenen.

Hochachtungsvoll

Markus Bauer.

Kan-wirlschast.

- Der Verband landwirtschaftlicher G-nosienschaften, veffen Verwaltung sich seit seiner Begründung in Offenbach befand, wird, wie schon gemeldet, auf Beschluß des VerbandstageS vom I. Oktober ab definitiv nach Darmstadt verlegt werden. Die gleich­falls schon gemeldete Wahl des Geh. Regierungsrats Haas zum BerusSanwalt des Verbandes auf Lebenszeit dürfte vermutlich dessen Austritt auS dem hessischen Staatsdienst zur Folge haben.

Grrichtssaal.

Wegen Entwendung eines EieS aus dem Schwänen» nefte wurde der Bursche Heinrich Schwer aus Nowawes vom Pots­damer Schöffengerichte zu sechzig Mark Geldstrafe oder zu zehn Tagen Haft verurteilt.

I Auftrag auf H-rfi-llung und Lieferung von 3000 Stiften I 10000 Sifte" ^hl und einigen Tausend Stiften

Fleychkonserven erteilt erhalten. Es ist deswegen wieder Tag. und Nachtarbeit eingeführt, und weil eine ausreichende Zahl von Civilarbeitern vorläufig nicht erhaltbar war, find 84 Soldaten für den Tag- und 84 für den Nachtdienst kommandiert worden. Diese militärische Hilfe soll jedoch I "ur so lange in Anspruch genommen werden, bis genügend Arbeiter eingestellt find. B

liJD!a4n$' 16. August. Eine sozialdemokra- I enche Frauen-Konferenz soll hier in der Stadt I halle am 15. September stattfinden. Es dürfte dies das I erste sozialdemokratische Frauenparlament sein. Tic Teil­nehmerinnen sollen ihr Mandat durch eine Versammlung

I erhalten. Mit beratender aber nicht beschließender Stimme I sonnen sich aber auch Genossinnen und Genossen beteiligen I "denen die Förderung der proletarischen" Frauenbeweauna I am Herzen liegt, die aber kein Mandat besitzen. Die I Frauenbewegung bleibt das Schmerzenskind der Sozial- I Demokratie. Seit 15 Jahren ist sie kein Stück vorwärts ge- I kommen; sozialdemokratische Frauenorganisationcn sind ja I genügend erstanden, aber zum Teil sind sie wieder einge- I gangen, zum Teil fristen sie das kümmerlichste Dasein;

es giebt keine sozialdemokratische Frauenorganisation von I -oedeutung, und die sozialdemokratische Gewerkschaftskom- I Mission rn Hamburg zählte 1897 noch 14 644 gewerkschaftlich I organisierte Frauen, 1898 gab es nur noch 13 481. Die I beweglichen Klagelaute der Gewertschaftskommissiou, daß die jüngeren Arbeiterinnen für den Lohnkampf nicht zu gewinnen seien, weil sie in erster Linie ans Heiraten däch­ten, und die älteren deshalb nicht, weil sie mit ihrem ge- ringen Einkommen, das sie als Zuschuß zum Arbeitslohn des Mannes betrachteten, zufrieden seien, sind vollständig verhallt. Man hat sich nun entschlossen, durch Bertrauens- personen die Agitation in die Höhe zu bringen; vergebens, in Mainz will man dieses System ausbauen. Auch glaubt , man, durch eine nachdrückliche Agitation für den gesetzlichen , Arbeiterinnenschutz das Interesse der proletarischen Frauen I machrufen zu können. Sodann will man Bildungsvereine für Frauen und Mädchen errichten. Aber all diese kleinen Mittelchen werden nicht genügen, die sozialdemokrattsckie Frauenbewegung in die Höhe zu bringen.

Worms, 16. August. Von dem großen Treffer I mit 200 000 Mk., welcher in die Dinkelmann'sche Haupt- kollekte fiel, wurde bereits gestern abend ein Zehntel-LoS durch den Unterkollekteur Pfeiffelmann ausbezahlt. Von den 58 dabei Beteiligten fast durchweg dem Arbeiter­stande angehörig fanden sich die hier Wohnenden in dem Bardong'schen WirtschastSlokale (Mainzerstraße) ein und in fröhlichster Stimmung nahm jeder seinen Anteil mit 300 Mk. in Empfang.

** Meine Mitteilungen inS Heffen und den Nachbarstaaten. Am Samstag verbrannte ein in Bad-Nauheim be­dienstetes Mädchen ihr neugeborenes Kind. In Ost­hofen wurden einem auf dem Bahnkörper beschäftigten Arbeiter von einem Güterzug beide Beine abgefahren. Der I ^ann hatte einem aus der anderen Richtung kommenden I Zug aus dem Weg gehen wollen, ohne darauf zu achten, I daß auf dem Geleise, das er betrat, ebenfalls ein Zug nahte. In Mainz haben viele der Reservisten, die sich I uach China meldeten, schon ihre Gestellungsordre vom Be- I zirkSkommando erhalten. In Friedberg wurde nach Erbrechen eines Fensterladens und Zerschneiden der Scheibe I in die Mohrenapotheke eingestiegen. Der Einbrecher I fand nichts als vergessene 17 Pfg. vor, da die Kasse abends geleert und in Sicherheit gebracht wird. In Planig wurde bei einer Brodrevision alles Brod, was Minder- I gewicht hatte, an ärmere Einwohner unentgeltlich ver- I abfolgt.

Die Streichhölzer werden teurer! In der vom 12. bis 13. August in Berlin abgehaltenen Generalversammlung desVereins deutscher Zündwarenfabrikanten" haben die Fabrikanten von Sicherheitshölzern eine Kon­ventton abgeschlossen, nach welcher die Verkaufspreise entsprechend erhöht werden. Die der Konvention bei­getreten Fabrikanten repräsentieren neun zehntel der deut- schen Gesamtproduktion. Die erhöhten Konventionspreise tretenen mit dem Tage des Konventionsabschlusses in Kraft, b. Bad-Nauheim, 16. August. Die RegulierungS- arbeiten an der Ufa schreiten ihrer Vollendung ent­gegen. Das Stück an der Promenade entlang zwischen den Gradierbäuen und Friedberg ist seit einiger Zeit fertigge- stellt, und der Teil zwischen Ludwigsbrunnen und den Siede­häusern wird in wenigen Tagen vollendet sein. Von den Siedehäusern bis zu den Parkanlagen ist nur noch eine kurze Strecke zu regulieren, da innerhalb des Parkes die Regulierung schon früher gemacht wurde. Das Bett der Ufa wird 4 Meter breit gemacht. Von dem Ludwigsbrunnen nach den Siedehausern zu wird streckenweise ein Geländer errichtet, weil hier die Ufer senkrecht sind; auch soll die hölzerne Brücke zwischen den Siedehäusern und dem Elisa- bethen-Stift später durch eine eiserne ersetzt werden. Bei Nieder-Mörlen ist die Regulierung ebenfalls nahezu vollendet. 0

-g. Rieder Ofleiden, 15. August. Bei Ausbeutung eines Basaltbruches in der Nähe unseres Dorfes ist man auf ein mächtiges Kieselguhrlager gestoßen. Diese Erde, auch Bergmehl oder Infusorienerde genannt, ist staubartig, ab- farbend, leicht zerreiblich und von weißer und grauer Farbe Die Kieselpanzer untergegangener Kieselalgen bilden den Hauptbestandteil des KieselguhrS. Die Bohrungen werden I fortgesetzt, teilweise auch mit gutem Erfolg. Dabei fördert ES «ne fremde Gesteinmasse zutage, die einer IS U ,9en Schlack- mit schieferartigen Zeichnung

Sman cine weiß- Einkrustung wahr Am »bbana Parnblenv-schiefer schließen, nnn 8 logen, »hohen Berge»" liegt eine große Masse von riesigen Quarzttblöcken, unter denen im Früh- I und Herbst das Rauschen -ine- Baches vernehmbar ist. Die Umgebung ist mit Wald bestanden, sodaß das I ©onje mnen malerischen Anblick bietet und das Wanderunas- ztel vieler Spaz.-rganger .ft. Ein benachbarter Ve - schönerungSveretn ist tn anerkennenswerter Weife dem ene- g-g-n gekommen, und hat die Umrandung mit Anlaa-n her, W«- B°n den nahen Höhen genießt man herrliche Feri- sichten in den Vogelsberg, die Lahnberge, den Knüll und Westerwald. Durch Anlage der neuen Ohmthalbahn dürfte nun jedem Naturfreund Gelegenheit geboten sein, diese Punkte leicht zu erreichen.

_ Arheilgen, 15. August. Ein in Darmstadt dienender I 'öolbat von hier hat am Sonntag seinen kranken Groß- I bater besucht. Letzterer ist seitdem von dem behandelnden I «tjt als blatternkrank erklärt worden. Die Militär- I bEhörde hat infolgedeffen die ganze Korporalschaft des be- I treffenden Soldaten interniert und die Impfung der ganzen I Kompagnie angeordnet; der Garnison ist bis auf weiteres I oer Besuch Arheilgens verboten.

s r ^üinz, 16. August. Die Armee-Konserven- I ' nf 9at vom Kriegs Ministerium wieder einen bedeutenden I

AmiSel äkB Urrkehr. Kolkswirtsch-st. Frankfurter Höret vem 16. Auguat.

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PräULieH auf Kredit per ult Aug. 1.25°/fo do. per ult Sept. 2.30%, Diekonto-Kommandit per ult. Aug. 1.05 %, do. por ult Sept 2 0/o, Lombarden per ult Aug. 0 55%, do. per ult Sept. 0.95 0/«. Deutsche Bank per ult. Aug. 1.20%.

Notierungen: Kreditaktien 206.40-00000, Dtokonto- Kxmmandit 175.50-30-40-000, Staatsbahn 138.60-000, Lombarden 25.00-00.CO, Italiener 93 30. Spanier 71.70, Sproz Mexikaner 25.20, Bochumer 191.50-60-40-50-190.70 bz., Laura 207.70-207 bz., Harpener 181.40-180.90 bz., Gelsenkirchen 191.90-60 bz., Privat-Diakont 4aie°/o.

I1/« bis 2®/, Uhr: Kreditaktien 206.40-50 bz., Dfr- kcnto-Kommandit 175.50-30-000 bz., Berliner Handelsgesellschaft 000 bz., Staatsbahn 138 60 bz., Lombarden 25.00 b., Laura 000-000. 3proz. Mexikaner 00.00 bz.

Arbeiterbewegung.

Mainz, 16. August. Zwischen der Lohnkommission der strikenden Fabrikarbeiter der Lederwerke und der Direktion finden wegen der ausgestellten Forderungen Unterhandlungen statt. Die Direktion will die zehnstündige Arbeitszeit und bet Ueberstunden zehn Prozent Lohnzuschlag bewilligen, die weitergehenden Forderungen nicht. Eine Versammlung der ausständigen Arbeiter und Arbeiterinnen lehnte diesen Vorschlag ab. Heute findet mit der Lohnkommission unter Zuziehung von Vertretern 1 des Gewerkschaftskartells und des Aufsichtsrats der Lederwerke ein Einigungsversuch vor dem Gewerbegericht statt.

Hamburg, 16. August. Der Verband der Eisenindustriellen hat die vorgeschlagene Vermittelung des Hamburger Gewerbegerichts ab- gelehnt, weil Verhandlungen durch dritte nur den sozialdemokratischen Hetzern zu gut kommen würden. Er ist also nach wie vor entschlossen, den Werftarbeiterstreik als Machtfrage zu behandeln und bis zum Unter­liegen emes Teils kommen zu lasten. Der Strike dehnt sich weiter aus. Heute morgen wurden sämtliche Arbeiter der bisher ganz un­beteiligten Wencke'schen Werft ausständig, weil Strikearbeit ver­richtet werden sollte. Auch aus Flensburg wird gemeldet, daß ein Terl der dortigen Werftarbeiter die Arbeit verließ. Außerdem ist die Möglichkeit vorhanden, daß der Ausstand auf alle Zweige der Ham­burger Eisenindustrie und auf die Schauerleute übergreift. Die letzteren haben eine Versammlung einberufen, um zu beraten, ob eine Lohn­erhöhung gefordert werden soll.

Brüssel, 16. August. Der Ausstand der 58rüffelet Hafen­arbeiter ist beendet.

Paris, 16. August. Die strikenden Kutscher ersuchten ben Mmsterpräfidenten Waldeck-Rousseau, das Schiedsrichter-Amt zu über­nehmen. Er ist dazu bereit, wenn auch die Unternehmer diesen Antrag stellen. Die zweitgrößte Unternehmer-Gesellschaft, deren 1600 Kutscher Miene machten, sich dem Ausstand anzuschließen, hat sich mit diesen geeinigt

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WindeckenHanau Nord, der bisher nur vorn 15. No­vember bis 16. Februar verkehrte, wird künftig vom 1. Ok­tober bis 31. März befördert.

Personal»achrichten. Dem praktischen Arzte Dr. Vier­ling in Mainz wurde der Charakter als SanitätSrat ver­liehen, der OberrechnungSrevisor bei der II. Justifikatur- Abteiluug der Oberrechnungskammer Friedrich Engelbach wurde auf fein Nachsuchen mit Wirkung vorn 1. August 1900 aus dem Staatsdienste entlassen, der Revisionsgehilfe Otto Klöß aus Darmstadt wurde zum OberrechnungS- reoisor bei der II. Iusttfikatur-Abteilung der OberrechuungS- kammer mit Wirkung vom 1. August ernannt.

Feuerwehr. Um die Schlagfertigkeit der Feuerwehr zu erhöhen, sollen, wie wir hören, zeit­weise bei den Hebungen unvermutet Angriffe auf fingierte Brandobjekte stattfinden. So fand gestern seitens der Gießener freiwilligen Feuerwehr ein solcher statt auf ein Haus in der Kaplaneigasse, der, wie wir hören, recht gut gelungen ist; die Anwohner schienen zwar etwas erschreckt zu sein, glücklicherweise war es ja aber kein Ernst, wenn auch kein Spiel. Möge nur das Ko-PS unter der derzeitigen wackeren Leitung auch größeren Zuzug aus den Bürger­kreisen finden, und die Bürgerschaft erkennen, wie nützlich und nötig die Feuerwehr ist.

** Manöver-Postsendungen. Die militärischen Herbsrübungen bcainnen jetzt. Es sei deshalb auf die Wich­tigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Aufschriften bei den Manöver-Postsendungen hingewiesen. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname (möglichst auch Vor­name), Dienstgrad und Truppenteil Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, Kolonne u. s. w. und für gewöhnlich der ständige Garnisonsort, eintretendenfalls mit dem Zusatzeoder nachzusenden". Die Angabe eines Marschquartiers empfiehlt sich nur dann, wenn es genau bekannt und wenn vorauszusehen ist, daß die Sendung so zeitig an dem angegebenen Bestimmungsort eintreffen wird, daß sie vor dem Weitermarsche in Empfang ge- nomine« werden kann, und daß die Abholung von der Post I auch mit Sicherheit Zu erwarten ist. Da der Stab des Regiments und die einzelnen Bataillone u. s. w. ihre Post- sacheii in vielen Fällen bei verschiedenen Postanstalten in Empfang nehmen, so ist eine genaue und richtige Aufschrift bei den an Offiziere gerichteten Manöver-Postsendungen ebenso wie bei den Mannschafts-Sendungen unentbehrlich I Durch mangelhafte oder ungenaue Anfertigung der Auf- I schriften wird die Ankunft der Sendungen oft erheblich I verzögert. Zur Vermeidung von Auslassungen in der Auf- I fdjnft oder zur Erhöhung der Deutlichkeit empfiehlt sich I die Verwendung von Briefumschlägen mit entsprechendem I Vordruck.

Vermischtes.

Berlin, 16. August. Der in Charlottenburg wohnende Zahntechniker Otto Horwitz versuchte heute morgen I seinen älteren Bruder Bruno durch drei Revolver« schüsse zu töten und beging alsdann Selbstmord durch Vergiften. Man glaubt, daß die That in einem Anfalle von Geistesstörung verübt wurde.

* Ueber eine empörende Herzlosigkeit des eigenen Sohnes gegen seine leibliche Mutter wird aus Bartenstein ge­meldet: Dort hatte der Barbier K. seine Mutter bei sich wohnen. Seil längerer Zeit war es ausgefallen, daß die I Frau nicht mehr sichtbar war. Die Polizeibehörde stellte Nachforschungen an und dabei wurde die 70jährige Frau in elendestem Zustande im Schweinestalle vorgesunden. Sie soll dort seit fünf Monaten gelegen haben. Ihr Körper starrte über und über von Schmutz und Ungeziefer und der ganze Leib war mit Wunden bedeckt. Man hat die beklagenswerte Frau bei fremden Leuten untergebracht. Die ganze Stadt ist über das Geschehnis empört, zumal K. ein wohlsituierter Mann und Hausbesitzer ist. K. ist in I Haft genommen worden.

Dresden, 16. August. Zu der aus Leipzig ge­meldeten VerhaftungS-Affaire wird gemeldet, daß es sich um einen jungen Menschen aus Württemberg han­delt, der thatsächlich in der Trunkenheit derartige Aeuße- rungen gemacht hat. Er soll zunächst auf seinen Geistes­zustand untersucht werden.

* Karlsruhe, 16. August. Heute früh brannte in Hofstetten bei Wolfach das Haus des Hofbauern Allgeier nieder, wobei vier Personen den Tod in I den Flammen fanden.

* New-York, 16. August. Bei dem Rassenkampf I zwischen Weißen und Schwarzen, der die ganze Nacht un Nachtlebenviertel New-Jork- stattgefunden hat, find nebzig Personen verletzt worden. Aus Lake Cpriffie (Süd-Carolina) wird berichtet: Ein Volks- I h°ufe von 5000 Weißen scharte sich gestern zusammen und griff die Negerbevölkerung an, um den Tod des Pottzeweamten zu rächen, der am Sonntag von den I schwarzen getötet wurde. Die Polizei zerstreute schließlich |

Kunst und Mist'rnslhuft.

~ Dem Dünen Poulsen ist es gelungen, einen Apparat zu kon- flkuteren, welcher ein Telephongespräch in der Ferne aufzeichnet und nach Belieben wiedergiebt. Die -Umschau" (Frankfurt a. M., H. Bechhold Verlag) ist in der Lage, über diesen interessanten Apparat, den Telephonographen, eingehend zu berichten und eine Reihe vorzüglicher Abbildungen desselben zu geben. Nach den Mitteilungen derUmschau" leistet der Apparat noch weit mehr, als bisher in Die Oeffentlichkeit gedrungen ist. Er ersetzt nicht nur den bisherigen Phono­graphen, deffen Mängel allgemein bekannt sind, und hält nicht nur kurze telephonische Müteilungen, wie bereit« erwähnt, fest, man kann aus ihm stundenlange Reden, die in weiter Ferne gehalten werden, telephonisch mederschrelbeN' man kann diese Reden gleichzeitig Hunderten, ja Tausend Abonnenten eines Nachrichtbureaus gleichzeitig per Telephon mitteilen.

verspricht der vollkommenste Schnelltelegraph zu werden, wodurch das bisherige langsame Telegrapbensystem und die teueren Drahtleit- ungen entlastet werden Mit demselben Apparat vermag man auch den r* <n te-n ^6 Telepon zu verstärken, und infolgedeffen telepho- msche Verbindungen herzustellen, die wegen ihrer großen Entfernung bisher nicht ausführbar waren

7* Die chinesischen Wirren halten die Kulturnationen um so mehr m Athem, als es sich hier vorwiegend um handelspolitische Inter» esten handelt. In wie hohem Maße das der Fall ist, beweist eine Serie von Artikeln, die Prof. H. Schumacher soeben in derPariser Welt­ausstellung in Wort und Bild", Verlag von Kirchhoff u. Co. in Berlm (i Heft 40 Pfg.), veröffentlicht.

Paris, 16. August. An weiteren Auszeichnungen wurden an c e Künstler verliehen: In der Klaffe der Radierungen cLr°afl *rc^c an Koepping und Menzel; goldene Medaillen an Forberg, H. Meyer und an den OriginalradierungSverein. Silberne Medaillen an Fechner, Holzapfel, Krueger, Naab, Wolff. In der Klaffe der Skulpturen große Preise an Reinhold Begas, Bruett, Breuer, Diez. Goldene Medaillen an Bruett, Hildedrand, Rudolf Matson, Ruemann, Schott, Stuck, Tuaillon. silberne Medaillen an Epler, Geyger, Herter, Uphues, Vogel, Volz, Widemann. In der Architektur große Preise an Radke und Seidl; goldene Medaillen an Haller und Hocheder, Thursch; silberne Medaillen an Eggert, Eude, Grisebach, Hauberiffer, Littmann, Hoffmann, Olzen, Roßbach und Schmechten.

Den Eingang sämtlicher Saison-Neuheiten in Tuch und Buckfekin für Herbst und Winter 187