Ausgabe 
18.4.1900 Erstes Blatt
 
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Jänicke kam nicht allein, vielmehr in Begleitung seines zehnjährigen Pflegesohnes Misch. Diesen hatte ihm näm­lich seine Frau, die sehr eifersüchtig war und von dem Zu­sammentreffen mit der Bergner wußte, mitgegeben. In einem Maskengeschäft hatte der Zauberer sich eine Mönchs­kutte gekauft, an einer anderen Stelle ein großes Messer mit dreiZauberworten" und eine orientalische Trinkschale mit allerhand Handschnörkeleien. Das waren seine Zauber­mittel. Am Teufelssee nächtlicher Weile angekommen, zog Jänicke 20 Schnitte vom Ufer entfernt einen Kreis aus dem Erdboden, stellte sich selbst hinein und schickte seinen Sohn mit der Opferschale nach einer bestimmten Stelle des Sees, damit er dort Zauberwasser schöpfe. Als der Junge zurückgekehrt war, streute er ein blaues Pulver in die Schale und trank selbst daraus. Dann machte er aller­hand Hokuspokus, sprach Zaubersprüche und verließ hier­nach den Kreis, um die Bergner hineintreten zu lassen. Während die abergläubische Person in den Kreis hinein-- ging, wandte sich Jänicke nach dem Gebüsch, erschien nach kurzer Zeit als Mönch verkleidet wieder, das Wasser in der rechten, die Trinkschale in der linken Hand. Abermals nahm er eine Beschwörung vor, streute noch ein Pulver in die Schale und reichte sie der ahnungslosen Bergner zum Trinken. Dann entfernte er sich mit dem Pflegcsohne, der dieser ganzen Beschwörung zugesehen hatte, 18 Schritte nach dem See zu. Während er wegging, brach sein Opfer nach dem Genüsse des Wassers zusammen; das zweite Pulver, das Jänicke ihm zugesetzt hatte, war Strych­nin. Während der Knabe am See blieb, ging Jänicke sodann zu dem Kreise zurück, wandte die Bergner, die schon bewußtlos geworden war, uni, sodaß sie mit dem Gesicht auf der Erde lag, und nahm ihr Geld und ihre Wertsachen an sich. Seinem Pflegesohne sagte er daß sie schlafe und Leim Erwachen im Besitze des gewünschten Reichtums sein werde, und ging mit ihm nach Potsdam und Berlin zurück. Hier verkaufte er schleunigst, was er hatte, und suchte mit seiner Frau das Weite. Frau Jänicke ist bereits wieder nus der Hast entlassen worden, da sie von dem Verbrechen keine Kenntnis hatte. Den Pflegesohn brachte der Mörder vor seiner Abreise seinem Vater zurück. Er räumt, wie gesagt, in diesem Falle den Mord ein, behauptet aber im übrigen, von der Wirksamkeit seiner Zauberei überzeugt zu sein.

Aus Stadt und Kund.

II Bermuthshain, 17. April. Missionar Groh von hier, der zwei Jahre zur Erholung mit seiner Familie teils hier, teils in der Schweiz zubrachte, ist dieser Tage mit seiner Frau abermals nach der Missionsstation Aburi an der Goldküste in Westafrika abgereist. Er war vordem 11 Jahre auf dieser Station, sowie einige Jahre auf dem Predigerseminar in Akropong (Goldküste) als Missionar thätig.

u. Niedn Florstadt, 17. April. Einem bedauernswerten Unfall ist hier ein kräftiger junger Mann zum Opfer ge« fallen. Der Enkel des Gastwirts Musch, der in Kehl feiner Militärpflicht genügt, war auf Oster-Urlaub zu Hause und wollte eine große Tafel des in Teilen an einer Wand lehnenden Tanzbodens, die der Sturm umgeworfen hatte, wieder aufstellen. Während er damit beschäftigt war, stürzten andere schwere Teile um, begruben den Unglücklichen und brachten ihm schwere innere Verletzungen bei, denen er er­legen ist.

A Kirchhain, 17. April. Der Haushaltsetat der Stadt Kirchhain pro 1900 wurde von den Stadt­verordneten mit einigen unwesentlichen Aenderungen ange­nommen. Der Etat schließt in Einnahme und Ausgabe mit 61000 Mark. Die Kommunalsteuern werden mit 120 Proz. erhoben.

** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. In Reinheim wird am 30. Juni das Kriegerdenkmal enthüllt werden. Auf ein, aus Odenwälder Granit her- gestelltes Postament mit Stufenuntergliederung kommt eine Bronzefigur zu stehen, die einen hessischen Infanteristen mit eroberter Fahne darstellt. Der Preis beträgt exklusive Schrift, Erd- und Mauerarbeiten 2800 Mk. In Offen­bach goß das 12 jährige Töchterchen des Arbeiters Berg- mann Petroleum ins Feuer, um es bester anzufachen. Dabei fingen die Kleider des Kindes Feuer. Trotz sofortiger Hilfe erlag das Mädchen schon am Nachmittag den schweren Brandwunden. In Bad-Nauheim werden in dieser Saison 10 oder 11 Aerzte praktizieren. Dem Vernehmen

And künstlerischen Freiheit in ihren Geburtswehen mit leidenschaftlicher Ungeduld zu Hilfe kamen. In seinen Ge­dichten zeigt Gaudy viel Heinesche Ironie und Negation, Oppositionslust und satirische Schärfe, verliert aber trotz­dem fast nie seine gute Laune und vergißt nie seine gute Erziehung. Er gelangt sogar bisweilen bis zur Drolligkeit, der selbst der Reaktionärste nicht widerstehen kann. In bewußten Gegensatz stellt er sich ebensowohl zu den deutsch- patriotischen Empfindungen, indem er Napoleon, den Sohn der Republik, in seinen prächtigenK a i s e r l i e d e r n^ mit warmem und herzlichem Enthusiasmus feiert, wie zu der polizeilichen Ueberwachnng der bürgerlichen Ruhe, indem er seinen teilweise Beranger nachempfundenen frischen und humorvollen, graziösen und kecken Gedichten (Sammlungen, unter den TitelnErat o",K o r a l l e n" u. s. w. erschienen) gegen alles das, was man heute wohl unter den Begriff der Lex Heinze zusammenfaßt, neckischen Protest emlegt. Ueberhaupt scheint eine muntere Gelassen­heit eine seiner Hanpteigenschasten, die die Dinge gehen läßt, wie sie einmal gehen. Die wunderliche Welt seiner Tage scheint ihm nicht wert, mit pathetischem Ernste be­trachtet zu werden. Für alles mögliche, was andere bitter onfregt und empört, findet er, gewissermaßen als ein Un­beteiligter, ein tertius gaudens, seine leichten Scherze. Es gelingt ihm fast immer, seinen Unmut und seinen Zorn Über die sozialen Zustände seiner Zeit mit einem jokosen Mäntelchen zu bekleiden. Obwohl er so thut, als ginge ihn die ganze große Welt um ihn herum garnichts an, ist fie ihm doch so interessant, daß er sich kaum irgend einen bedeutungsvolleren Vorgang entschlüpfen läßt. Von

nach werden am 1. Mai in Dorheim (Wetterau), Ock­stadt und Okarben Postagenturen eröffnet. Bis dahin waren diese Ortschaften von Friedberg aus zu bestellen.Für dieStandesbezirke Krofdorf und Launs- bach ist der Gemeindevorsteher Pfeifer zu Krofdorf widerruflich zum stellvertretenden Standesbeamten ernannt worden. Der Pfarrer Philipp Weyell zu Hamm in Rheinhessen feierte am Samstag im engsten Familienkreise sein 50 jähriges Dienstjubiläum. Außer in seinem seel­sorgerischen Berufe bethätigte sich der Jubilar mit Erfolg auf mannigfachen Gebieten der Wissenschaft, auch in der Dichtkunst. Vom Ministerium der Finanzen ist dem Kriegervere in Bensheim die nachgesuchte Genehmigung zur Aufstellung des geplanten Kaiser Wilhelm-Denk­mals auf dem der Main-Neckar-Eisenbahn gehörigen freien Platz vor dem Bahnhof erteilt worden. In Mainz wurde die Leiche eines dreißig- bis vierzigjährigen Mannes aus dem Rhein gelandet. Die Polizei vermutet, daß der Tote, nach bei ihm gefundenen Gegenständen, aus Nieder­rad bei Frankfurt stammt. Die Leiche hat schon drei bis vier Monate im Wasser gelegen. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten in Offenbach wurde mitgeteilt, daß der verstorbene Fabrikant Philipp Casimir Krafft der Stadt 150000 Mk. als Stiftung für gemeinnützige und wohl- thätige Zwecke vermacht habe.

Arbeiterbewegung.

bm. Mainz, 16. April. Die Ausstände und Streike in den biefigen Baugewerben scheinen jetzt allmählich beendigt zu sein. Nach sechswöchentlicher Pause nehmen dre Tüncher und Maler die Arbeit gleich nach Ostern wieder auf, und zwar bet einem um 15 Pro, nt erhöhten Lohn Die in der letzten Woche mit Mehi- iorderungen bervorgetretenen Dachdecker und Glaser, die am Diensüg in den Ausstand treten wollten, haben nachträglich eine friedliche Varständigung vorgezogen, und demnach unterbleibt bei diesen beiden Gewerben der Streik. Bei den diesmaligen Lohn­kämpfen hier sind in den meisten Fällen die Gesellen Sieger ge- biteben, d. h. sie haben durchweg höhere Löhne erzielt.

Marburg, 16. April. Dm Schreinergesellen wurde bk zehnstündige Arbeitszeit b-willigt. Ueberstunden sollm mit 10 Prozent Zuschlag berechnet werden. Die Regelung der Frage über Abschaffung von Kost und Logis bei den Meistern bleibt diesen überlassen, während über die Festsetzung des Minimallohnes von beiden Beteiligten rnrhmdelt wird.

Kandel nnd Verkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse venn 14. April.

Wechsel auf New-York zu 4.211/s"221/|.

Prämien auf Kredit per ult April 1.05 %, do. per ult. Mai 2.10% Diskonto Kommandit per ult. April 0.85%, do. per ult. Mai 1.80%. Lombarden per ult. April 0.40%, do. per ult. Mai 0.75%, Spanier per ult. Mai 0.00.

Kotierungen: Kreditaktien 228.30-00-00, Disken to- Kommandit 191.30-00-00, Staatsbahn 136.00-000, Gotthard 141.90, Lombarden 28.10-00.00, Ungar. Goldrente 97.55, Italiener 94 80, ßproz. Mexikaner 25.90, Oerterr. Coupons 84.00, Amerik. Coupons 4.18%, Privat-Diskont 45/ie %.

2% Uhr: Kreditaktien 228.30-00 Diskonto-Kommandit 191.40 Staatsbahn 186.00, Lombarden 28 10-00.

Grürrberg, 14. April. Fruchtmorkt. Weizen 15,5000.00, Mark, Korn00,0000ML, Gerste 16,0000,00Mk., Haser 14,0014,50, Mark, Erbsen 00,0000.00 Mk., Linsen 00 Mk., Kartoffeln 4 Mk. bis 4.20 Mk.

Mannheim, 14. April. Die Getreidespeditionsfirma Robert Schad ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Unterbilanz beträgt 300,000 Mk. Beteiligt find die Mannheimer Bank und die Frankfurter deutsche Genosfenschastsbank. Beide Banken sind jedoch gedeckt.

Biehmärkte.

Während der Berichtswoche entwickelte sich auf fast allen einschlägigen Viehmärkten Südwestdeutschlands ein sehr reger Verkehr, und waren es hauptsächlich prima Qua­litäten, die besonders lebhaft begehrt und gehandelt wur­den. In Großvieh und Kälbern erster Sorte entwickelte sich auch sehr flottes Geschäft und wurde ziemlich aus­verkauft, während geringere Qualitäten fast gar keine Be­achtung sanden. Die bevorstehenden Festtage mögen die Märkte wohl in etwas beeinflußt haben, als für dieselben ja immer nur prima Qualitäten Fleisch beansprucht werden.

Getreide.

In der abgelaufenen Woche herrschte im allgemeinen eine recht gute Kauflust seitens der Mühlen, wenn auch die erzielten Preise noch, manches zu wünschen übrig lassen. Tie Forderungen Amerikas und Argentiniens blieben fest, Rußland offeriert anhaltend wenig und nur zu unrentablen Preisen, und Rumänien kommt für hier Heuer nicht in Betracht. Roggen, Gerste, Hafer unverändert. Mais bleibt fest. Die heutigen Notierungen sind: Redwinter 2 136,

unseren heutigen Lyrikern steht ihm einerseits Julius Trojan, andererseits Otto Erich Hartleben nahe.

Als Novellist hat Gaudy eine gewisse Ähnlichkeit mit Heyse. Hier entfaltet sich die ganze Lebhaftigkeit und Liebenswürdigkeit seines Temperaments, die Regsamkeit und die Anmutigkeit seines Geistes, seine scharfe und feine Beobachtungsgabe und seinen Witz.

In den Jahren 1836-38 hatte er Italien bereist, und es entstanden seine farbenreichen und poesievollen Venetianischen Novellen", die in ihrem Aufbau an dieBlätter im Moose" von Julius Mosen erinnern. Selbst in Kiesen verleugnet er nicht den politischen Satiriker. So trägt es sich gleich in den ersten dieser Novellen gar wundersam zu, daß zwei Männer, ein Edelmann und ein Gondoliere, ihre Köpfe verlieren, und zwar nicht bildlich, sondern thatsächlich, und dann durch ein Versehen mit­einander vertauschen. Sie erregen dadurch öffentliches Aergernis und werden vor den Staatsanwalt gebracht, der eine fulminante Rede hält:Welches unabsehbare Ver­derben so sagt er erwächst nicht unserer Verfassung von dem Augenblicke an, wo adliges und bürgerliches Blut sich in einem Kadaver vermischt! Welcher Wirrwarr von aristokratischen und demokratischen Grundsätzen in einem und demselben Leibe! Wo bleibt dann die eiserne Kon­sequenz, mit der wir ein volles Jahrtausend hindurch auf einem Fleck stehen geblieben?" Und die zweite Novelle beginnt, ganz aktuell, mit scherzhaften Seitenhieben auf die Engländer. Lady Nuthook, eine junge englische Peeresse, streift mutterseelenallein durch die Welt, verläßt aber weder bei Tag noch bei Nacht ihren Wagen und läßt nur in den

Kansas 2 127.50 bis 129, Laplata f. a q 127 bis J russ. Roggen 9 p. zwei Drittel 110 bis 112, Mired 93 per Tonne cif Rotterdam.

Mehl.

Feste Berichte vom Auslande im Verein mit befpia I Nachfrage gestalteten den Mehlmarkt im Laufe dieser WH U fester und veranlaßten den Konsum zu besserem Eingreif 'I! Für rheinische Weizenmehle konnte man schlank 24.a0 ) II Basis 0 erzielen, obwohl immer noch Mühlen vorhalh-H sind, die mit aller Gewalt durch Verkäufe unter Ta -I preis die Besserung nicht aufkommen lassen wollen. man wohl solche Mißverhältnisse einer unrichtigen Posi:ü,I der betreffenden Firmen zuschreiben darf? Alle Mom-Hl sprechen nur für eine weitere Besserung, und nach öftersI tau« man entschieden auf ein lebhafteres Geschäft rechne» I Futterartikel immer noch fest und stark begehrt.

Tabak.

Wie ja vorauszusehen war, konnte auch, im Laufe dich: i Berichtswoche eine Besserung im Tabakgeschäfte nicht ein", treten. Es wurden einige Partien 1893er und 1897er rhei». | bayerischer Tabak zu Einlagezwecken von Spekulanten Fabrikanten zu Anfang Mk. 50, einige hundert Zenn^I 1898er rheinbayerischer Tabak zu Ende Mk. 20 von 2pe!»,I lauten an Händler verkauft. Für Helle badische und tzert». | sandblatt ist vermehrte Nachfrage, doch sind hierin |»( U Vorräte sehr klein und die Preise zu hoch. Beim ©inttitt I wärmerer Witterung wird wohl allenthalben mit der zir, ten Fermentation der neuen Ernte begonnen, und ist $ noch fraglich, ob die neuen Tabake von ihrer fröftwr. Qualität verlieren werden. Wir werden zurzeit hier» et. berichten. In losen Pfälzer Rippen geschäftslos, lose feint Mk. 8 bis 9, feine gebündelte Mk. 11 bis 13.

Hopfe«.

Nach wie vor sind die Umsätze sehr gering, und irr in' Nürnberg fast gar kein Verkehr am Markte zu verzech neu. Einige kleinere Partien gutfarbiger Kundschastsivare wurden gehandelt, die Preise blieben fest.

Kohlen.

Es notieren: Ruhr-Fettnuß Körnung 1 und 2 Mk 230 bis Mk. 240, Nußschmiedekohlen Mk. 215 bis Mk. 225, deutsche Anthracit-Nußkohlen Mk. 310 bis Mk. 320, enq> lisch? Anthracit-Nußkohlen Mk. 350 bis Mk. 360, Auhr- Flammnuß Körnung 1 und 2 Mk. 230 bis Mk. 240, Mv Flammnußkohlen 3 Mk. 220 bis Mk. 230, FettschrokMt,2K bis Mk. 220, Ruhr-Bruchkoks Mk. 325 bis Mk. 335, siebgries Mk. 150 bis Mk. 160. Alles pro, 10 Tonnen c i Mannheim. Durch den kalten Nachwinter ist die Situativ: im Hausbrandgeschäft immer noch gespannt, währenddN j im Jndustriekohlengeschäft sich eine ruhigere Auf fas jung l der Lage durchzudrängen beginnt. Englische JuduMe- kohlen sind daher auch schon im Hinblick auf ehre gering i wertige Qualität und überspannten Preise vernachlayigi: gute Ruhrprodukte dagegen nach wie vor zu raisonoblcn j Preisen begehrt. ____________

der Stadt Meße«.

Evangelische Gemeinde.

Getränte.

JobanneSgemelnde.

Dm 7. April. August Johann Peter Mahr, Maschinensch'oisa zu Gießen, und Minna Babette Herrmann, Tochter deS Feld­webels i. P. Johann Adam Heinrich Herrmann >u Gießen.

Getaufte.

LnkchSgemetnde.

Den 8. April. Dem Hilföbremser Wilhelm Mühl rin Sohn, Wilhelm Friedrich Philipp, geboren den 10. Mürz.

JohanneSgemeivd».

Dm 8. April. Dem Maschinisten Heinrich Wilhelm Lczil ein Sohn, August WUHelm Karl, geboren den 27. Februar.

Beerdigte.

LukaSgemetode.

Den 8. April. Karoline Germann, geb. Wo«, Ehefrau M Bäckers Karl Germann, 47 Jahre alt, starb den 6. April.

rloatirmtulea-kachi

Markus Bauer, Kirchenplatz II«

Städten ausnahmsweise die Stores nieder, um sich eine» Wegweiser und Plan der Stadt zu kaufen. So 9cl0^ sie auch bis kurz vor Rom. Da entsteigt sie ihrer JtM<l- erklimmt einen Hügel und richtet ihr Fernglas auf Turm der Peterskirche, rümpft vornehm das Näschen, die Achseln und steigt wieder, ohne eine Silbe zu verlier-«, in die Karosse, um unverzüglich umlenken ju einem Strich nach Genua zu kutschieren und sich dorr -- zuschiffen. Man erinnert sich da des Scherzes V1 reichen Jenenser Studenten, der eines Tages einen 1UW Fuchs mit nach Rom nimmt. Im D-Zuge wird die dorthin ununterbrochen zurückgelegt. In Rom angelomni- bestellt der bössidele Musensohn auf dem Dahnhol £ sich und seinen Komilitonen, einen armen *7

sich vor Freude über die ihm bevorstehenden unoergletf lichen Genüsse auf klassischem Boden kaum fassen k ; eine Tasse Kaffee. Der Kaffee wird getrunken, es verg^. etwa 20 Minuten. Da wird die Abfahrt des ExpreßM nach Deutschland gemeldet und unerbittlich schlepp ; Aeltere, der übrigens Rom schon kannte, den ^ungerei - sich zum Zuge, der sie umgehend wieder zurück zu scheu Heimat nach Jena bringt. , u

Gaudys Schriften verdienen es durchaus auch d . noch gelesen zu werden. Mit größerer Berechtigung als er freilich können wir sagen, daß leiderm ic- g^ Zeit ein Autor keinen anderen liest, als sich selber, w wer ist heute keinAutor"!