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18.3.1900 Drittes Blatt
 
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waren dabei verloren gegangen. Die Unterleibswunden waren sehr zahl­reich, bei den wenigsten waren Operationen von Nutzen, bei vielen aber hatten die Mauserkugeln in irgend welcher Richtung den Unterleib durch­bohrt, und doch trat ohne Operation Genesung ein. Operationen sind im Felde immer schwer auszuführen, und sind nur bei örtlich begrenzten Verletzungen angebracht. Verwundungen der Leber haben gute Heilung gezeigt, auch Verwundungen der Niere. Ein Offizier, dem ein Flinten­geschoß die Leber durchbohrt hatte, erholte sich nach einer ernsten Krisis rasch. Bei den Verwundungen durch das Mausergeschoß sind wenig Am­putationen nötig. Die Verwundungen durch Granaten sind furchtbar, und schwer zu behandeln. Einem Manne war fast die ganze Gesichts­seite einschließlich der Augen weggeschoffen, einem andern der Vorder­arm und die beiden Hüften. Wunden in der Brust waren zahlreich, heilten aber leicht. Der Zutritt von Brand war sehr selten. In einem Falle hatte ein Shrapnel die Arterie des Unterarms angeschosien, und der Verwundete kam selbst vom Berg herunter, indem er eine höchst merkwürdige Aderpresse auf die Wunde drückte, sie bestand nämlich aus einem Stück Kautabak und Lehm." Der Thätigkeit der weiblichen Krankenwärter wird in diesem Berichte das höchste Lob gezollt.

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Kirche und Schule.

Das neue Urheberrecht und die deutsche Schule.

Bisher war es gesetzlich gestattet, einzelne Gedichte, Aufsätze oder Teile eines Litteraturwerkes in ein Lesebuch aufzunehmen und daran vom pädagogischen Standpunkte aus nach Befinden zu ändern. Der Entwurf eines neuen Gesetzes über das Urheberrecht hebt jedoch in $ 23 diese Freiheit, an den in das Lesebuch aufgenommenen Stücken zu ändern, völlig auf, macht vielmehr etwaige Aenderungen, die durch Rücksicht auf den Unterricht und die Erziehung geboten sind, von der Zustimmung des betreffenden Schriftstellers abhängig, so daß also ohne seine Ein­willigung ein auch nur in Kleinigkeiren abgeändertes Stück von chm nicht in das Lesebuch eingefügt werden darf. Gegen diese Bestimmung hatte sich bereits eine Eingabe an die deutschen Unterrichtsverwaltungen gerichtet, die von 99 der angesehensten Berlagshandlungen unterzeichnet war. Dieser Eingabe tritt jetzt namens der Schule der Herausgeber der Zeitschrift für den deutschen Unterricht, Stadtschulrat Prof. Dr. O. Lyon in Dresden, deffen Name zu den ersten auf diesem Unterrichts­gebiete zählt, in dem letzten Hefte der Zeitschrift bei. Da die Frage von allgemeinem Jntereffe ist, geben wir in Kürze seine Ausführungen wieder. Zunächst hält auch Stadtschulrat Lyon heute eine so strenge Bestimmung, wie sie der neue Entwurf beabsichtigt, im Hinblick auf den gegenwärtigen, im allgemeinen hohen wissenschaftlichen Stand unserer Äesebuchlitteratur kaum für geboten. »Ein strengerer philologischer Geist durchzieht heute die ganze Lehrerschaft, und dieser gibt sich auch darin kund, daß man zu Aenderungen der Lesestücke nur greift, wenn es die unterrichtliche und erziehliche Aufgabe der Schule unbedingt fordert. Dieses Recht zu ändern, muß aber, unter der angep ebenen Ein­schränkung, der Schule durchaus gewahrt bleiben. Denn in der Schule ist der höchste Richtftuhl, vor dem alle Fragen entschieden werden müssen, die Seele des Kindek. Ein gesunder und großer Staat wird dah^r dieses geringe Opfer für die Gesamtheit und für die Jugend der Nation von j^dem Schriftsteller oder Dichter fordern, ohne befürchten zu müssen, dadurch dem Individualrecht allzu nahe zu treten, oder berechtigte Jntereffen zu verletzen."Es würde tief zu beklagen sein," führt der Aufsatz weiter aus,wenn der 8 23 deS Entwurfes zum Gesetz erhoben würde. Denn der mächtigste Fort­schritt jn unserer Lesebuchlttteratur, und damit in unserem Schul­wesen überhaupt: die H.ueinziehung der Schöpfungen unserer lebenden Dichter und Schriftsteller in dm Unterricht, die dadurch ermöglichte Erziehung unserer Jugend zur Teilnahme an dem litterarischen Leben unserer Zett, die Einprägung der Sprache der Gegenwart an den besten lebenden Meistern und Mustern, die unbedingt der immer mehr veraltenden Sprache der Klassiker gegenüber gefordert werden muß, das alles würde uns durch ein solches Gesetz in außerordent-

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Einem rne ngrbenst an, daß

und Gewehrfeuer nicht auf. Der Spionkop liegt gerade dem Berge gegenüber, in dessen Schutz unser Hospital stand, sodaß von diesem der Kampf gesehen werden konnte. Der Hügel ist steil und mußte vom Fluß aus erstiegen werden, ich sah unsere Leute htnausklettern, und dachte mir, daß an manchen Stellen das Herabschaffen der Ver­wundeten schwierig sein würde. Dabei waren unsere Leute einem schweren Granatenfeuer ausgesetzt. Unser Hospital umfaßte 60 ge wöhnliche und 10 Osfizierszelte. Am Tage vor der Schlacht war der Befehl gekommen, das Lager um 100 glockenförmige Zelte zu D-rmebren, sodaß 50 Verwundete mehr ausgenommen roerben könnten. Eine Vermehrung der Hilfskräfte aber war nicht möglich. Am Tage nach der Schlacht wurden die Verwundeten in Scharen eingetracht, fast 600 an diesem einen Tage. Wir halten schon 300 abges-ndt, sodaß die Verluste weit schwerer waren, als bei Eolenso. Trotz Liefer großen Zahl von Verletzten waren sie schon am Abend alle unter Dach, die am schwersten verwundeten waren verpflegt, und alle hatten es so bequem wie möglich, ein Beweis für die vorchg- ltche Arbeit in einem Feldlazarett. Die freiwilligen Krankenträger und die Kults thaten ausgezeichnete Dienste. Die meisten Ver­wundeten mußten von der Spitze deS Spionkop herunterg-holt werden, einen Pfad von etwa 2 englischen Meilen Länge, sehr steil, und stellenweise sehr schwierig. Sie konnten nur auf den Armen getragen werden, und erst am Fuße des Hügels traten Wagen in Funktion. Wahrscheinlich litten die Verwundeten furchtbar unter diesem Transport, obgleich er so schonend wie möglich ausgeführt wurde. Die Aerzte, die auf dem Gipfel nach den Verwundeten sah n, erzählten, daß der Anblick der Toten und Verwundeten furchtbar g.wesen wäre, zumal die Wunden zum größten Teile von Granat­splittern und Shrapnels herrührtcn. Einige Soldaten wurden fast in Stücke gerissen. Das Wetter war am Schlachttage warm, wie an einem heißen Sommertage in England, glücklicherweise nicht so b, wie bei der Schlacht von Eolenso. Die Verwundungen waren aber im ganzen weit schlimmer als dort, zumal die Soldaten be­reits von den Strapazen im höchsten Grade erschöpft waren. Die meisten von ihnen hatten seit acht bis zehn Tagen ihre Kleider n>cht vom Leibe gebracht, hatten ohne jede Decke im Freien ge­schlafen, und ihre Ration war auf ein Mindestmaß beschränkt gewesen. Dabei waren die Nächte kühl, fast stets von reich­lichem Thau begleitet, glücklicherweise aber fast ohne Regen. Der Mangel an Schlaf und das lange Warten auf dem Berge hatte die Leute sehr mitgenommen, auch das unaufhörliche Geschützfeuer mußte furchtbar aufregend gewirkt haben. Einige der Schwerverwun­deten schliefen, als sie eingebracht wurden, trotz ihrer Wunden, viele waren, ganz abgesehen von ihren Verletzungen, im höchsten Grade er­schöpft und heruntergekommen. Trotz ihrer Leiden benahmen sich die Verwundeten musterhaft, keine Klage kam von ihren Lippen, und sie waren rührend in ihrer Selbstlosigkeit und ihrer Besorgnis, keine Mühe zu machen. Ein Beispiel von Heldenhaftigkeit verdient eine besondere Erwähnung. Ein armer Bursche, dem ein Granatsplitter das linke Auge und die ganze linke Gesichtsseite fortgeriffen hatte, sodaß in der fürchterlichen Höhlung die Zunge sichtbar wurde, hatte stundenlang oben auf dem Spionskop gelegen und konnte nicht sprechen. Bei seiner An­kunft im Hospital gab er zuerst ein Zeichen, daß er zu schreiben wünschte. Nachdem man ihm Papier und Bleistift gegeben hatte, schrieb er blos:Haben wir gesiegt?" Niemand, hatte den Mut, ihm die Wahrheit zu sagen. Die Wunden des Mausergewehres zeigten nichts neues. Auf größere Entfernungen wirkt das Geschoß wie ein spitzes Instrument, das die Knochen glatt durchschlägt, ohne sie zu zersplittern, und Nerven und Adern mit merkwürdiger Feinheit zerteilt. Mehrere Soldaten waren durch den Hals geschoßen, einer durch Kehlkopf und Schlund; bei letzterem Falle war es völlig unbegreiflich, daß der Patient diese Verletzung Überleben konnte, trotzdem erholte er sich nach Ausfüh­rung des Luftröhrenschnittes. Die Verwundung des Generals Wood­gate war fürchterlich. Ein Granatsplitter war am äußeren Winkel der rechten Augenhöhle eingedrungen, und hatte den ganzen Schädel nach hinten aufgeriffen, das rechte Auge und ein großer Teil des Gehirns

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Ucker Weise erschwert, ja zum Teil unmöglich gemacht. Jeder der die knorrige, eigenwillige Art unserer Lttteraturgrößen, der die Neigung der Dichter, sich auf sich selbst zurückzusetzen, und für die Gesamtheit kaum etwas von ihren vermeintlichen selbstherrlichen Neckt'n des Individuums und der Persönlichkeit zu opfern, genauer kennt, jeder, der zugleich aber auch weiß, wie dringend nötl« Aende­rungen um der höchsten erziehlichen Zwecke und der heiligen Un­antastbarkeit der Kindesseele, und der jungen, sproffenden GeisteS- triebe willen oft sogar in Meisterwerken sind, vermag die Gefahr m erkennen, die in einem solchen, unserer Meinung nach verfehlten Gesetze schlummern würde/ Es ist mit dem Verfasser iu wünschen, daß die deutschen Untetrtchtsverwaltungen nachdrücklich gegen eine derartige Bestimmung auftreten, und daß ihr Einspruch doch schließlich auch die für bas Individualrecht schwärmendm Juristen (übrigens nur eine kleine Zahl) besiegen, und so etunn vrbängnisvollen Paragraphen den Eintritt in das neue Urheber, recht verwehren. Dies um so mehr, alS dasselbe Gesitz in einem anderen Paragraphen zugunsten der Musikautomaten-Industrie das Jabiowualrecht der Komponisten einfach völlig beiseite schiebt- was einem Industriezweig reckt ist, das sollte doch wahrhastig btt deutschen Jugend, in der die Zukunft des Volkes liegt, nur zu einem Bruchteil billig sein.

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