einigen Tagen, außer zu Jndustriezwecken, keine Briketts mehr an Fuhrwerke verabreicht. Sämtliche Briketts gehen per Bahn nach Auswärts. Für viele Leute, welche ihren Brandbedarf hier holten, ist dieses Vorgehen der Verwaltung unangenehm. . .
W. Aus der Wetterau, 16. Februar. Derjemge Wetterprophet, welcher im Herbste vorausfagte, daß der heurige Winter kräftiger ausfallen würde, als die beiden vorhergehenden, hat recht behalten. Unsere Winterfrüchte haben sich bis jetzt gut gehalten, und die Tragknospen an den Obstbäumen ebenfalls. Eine auffallende Erscheinung zeigt sich aber bei dem Hausgeflügel, nämlich: es ist sehr träge im Eierlegen. Die Klage ist allgemein, und die Folgen davon sind ungewöhnlich hohe Eierpreise, wir müssen 7 bis 8 Pfg. für gute Landeier zahlen.
N. Aus dem mittleren Niddathale, 16. Februar. Eine kurze Nachricht, wie eS mit unseren Holzpreisen steht, dürfte zur Vervollständigung Ihrer Mitteilungen nicht unwillkommen sein. Die kürzlich stattgehabte Versteigerung brachte alle Sortimente des Brennholzes, sowie des Bau-, Werk- und Nutzholzes. Die Kauflust war rege, es wurden ungefähr 50 Prozent über den Tarifpreis erzielt, woraus folgt, daß die Preise gut waren.
A Mainz, 16. Februar. Während die vom Oberrhein und Neckar heute hier eingelaufenen amtlichen Wasserftands- nachrichten fallen melden, ist der Rhein hier sowohl wie in Mannheim noch fortwährend im steigen und zwar beträgt die Zunahme hier von gestern abend bis heute abend noch nahezu ein Meter. Teilweise ist das starke Wachsen hier dem Main zuzuschreiben, der auch stark im steigen, ist. Nachrichten von unterhalb melden, daß die Nahe und die Mosel gleichfalls steigend sind, so daß die Schifffahrt als „eröffnet" anzusehen ist.
Vermischtes.
* B e r l i n, >16. Februar. 1500 MarkBelohnung, und zwar 500 Mark vom Untersuchungsrichter zu Thorn und 1000 Mark vom Polizeipräsidenten zu Posen, sind auf die Ergreifung eines ehemaligen Offiziers ausgesetzt, der seinem Transporteur auf dem Bahnhof zu Posen entsprungen ist. Der Flüchtige ist der Leutnant a. D. Hellmuth Wessel, geb. am 12. Mal 1871 zu Halle a. S.; es ist gegen ihn eine Untersuchungshaft wegen Betrugs, Unterschlagung und schwerer Urkundenfälschung verhängt. Wessel, auf den auch seitens ber, Berliner Sicherheitsbehörden eifrigst gefahndet wird, ist 1,67 Meter groß, hat dunkelblondes, halbgeschnittenes, fast hochstehendes Haar, kleinen dunkelblonden Schnurbart mit aufgedrehten Enden, braune Augen, hellblonde Augenbrauen und gesunde Zähne. Es wird um seine Verhaftung und Ablieferung in das nächste Amtsgericht gebeten.
* B u d a p e st, 15. Febr. Während sich in der Gemeinde Mernh (Ungarn) der Landwirt Karl Mayer und seine Frau auf einer Faschingsunterhaltung befanden, brach in ihrer
Behausung Feuer aus, wobei drei Kinder des Ehepaares buchstäblich verkohlten.
* Petersburg, 14. Febr. Nach neuntägiger Verhandlung wurde heute der Chef der Fondsabteilung der hiesigen Filiale des Kredit Lyonnais, Johannes Groes, wegen Verschleuderung von 90 000 Rubel mit dem Verluste aller Rechte und Einreihung in eine Arrestantenkompagnie auf zwei Jahre verurteilt. Der der Mithilfe und Mitwissenschaft angeklagte Buchhalter Wengel wurde mit dem Verluste aller Rechte und Einreihung in eine Arrestantenkompagnie auf ein Jahr bestraft. _______________________________
Kunst und Wissenschaft.
— Sonntagsruhe für die Aerztek An den Ausschuß der preußischen Aerztekammern ist, wie die Deutsche Mediz. Ztg. berichtet, seitens der Aerztekammer der Provinz Sachsen folgender Antrag gerichtet worden: Der Aerztekammerausschuß wolle nach vorheriger Durchberatung in den übrigen Kammern den Kultusminister bitten, daß er die Vorstände der Krankenkassen, Berufsgenossenschaften u. s. ro: auffordere, für die Sonntagsruhe der Kassenärzte insofern Sorge zu tragen, als an den Sonntagen nur diejenigen Konsultationen und Besuche durch die Kassenmitglieder von den Aerzten gefordert werden dürfen, die unaufschiebbar sind, weil eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Patienten ohne die Inanspruchnahme des Arztes am Sonntag zu befürchten ist. Insbesondere sollen sich die Krankenkassen befleißigen, die Hilfe des Arztes nicht erst am Sonntage nachzusuchen, wenn schon an den Wochentagen die Notwendigkeit der Zuziehung des Arztes wegen einer Krankheit ersichtlich ist. Alle Untersuchungen, welche lediglich dazu dienen, den Gesundheits- oder Krankheitszustand von Kassenmitgliedern sestzu- stellen und darüber Gutachten oder Bescheinigungen auszustellen, sollen für die Sonntage in Wegfall kommen und nur an den Wochentagen Erledigung finden.
— Das Victor von Scheffel-Denkmal, welches dem Dichter in Säkkingen von Kunstfreunden errichtet wird, soll voraussichtlich schon im Juni d I. feierlich enthüllt werden. Bis jetzt sind von freiwilligen Gaben insgesamt 17 600 Mk. bei dem Denkmalsausschuß eingegangen, und bei dieser Gelegenheit wird bekannt, daß auch der Kaiser eine Summe von 1000 Mk. und der Großherzog von Baden, sowie sein Sohn, der Erbgroßherzog, eine Summe von je 500 Mk. gespendet hab:n.______ _______________________________________________________________
Handel und Uerlrehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter Börse vom 16. Februar.
Wechsel auf New-York zu 4.21-22.
Prämien auf Kredit per ult Februar 1.00%, do. per ult. März 2.40 %, Diskonto Kowmandit per ult. Febr. 0.75%, do. per ult. März 1 65%, Lombarden per ult. Februar 0,75% do. per ult. März 1.- Zn, Deutsche Bank per ult. März 0.00%, Dresdener Bank per ult. Febr. 0 00%, Berliner Handelsges. per ult. Febr. 0.00.
Notierungen: Kreditaktien 237-7.30, Diskonto-Kom- mandit 194.50-80, Staatsb. 141.20-00, Gotthard 141.80-00, Lombarden 29.60-30.10-30, Ungar. Goldrente 99.00, Italiener 94 20, 3proz. Mexikaner 26.40, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 4%% Brief.
1% bis 2b/4 Uhr: Kredit 237.30-00, Diskonto 194.80-60-70. Staatsbahn 141.20-00, Lombarden 29 90-30.20, Berl. Handelsg. 172, 3proz. Mexikaner 26.40 B. 30 G., Harqener 226.20-5 50-226.50.
Kohlen.
Da der Streik in Böhmen, Schlesien und Sachsen andauert, werden disponible Mengen hier zu jedem verlangten Preis aufgekauft, sodaß Preisnormen für Effektivlieferung z. Z. nicht bestehen.
Berlofurrgerr. (Ohne Vervähr.)
Italienische Rote Kreuz«Lose vom Jahre 1885. Ziehunz am 1. Februar. Auszahlung am 9 November 1900. Hauptpreise Serie 10962 Nr. 46 20 000 Frcs. Serie 10842 Nr. 27 200u Frcs. Serie 5200 Nr 15, Serie 3806 Nr. 46 je 1000 Frcs. Serie 8572 Nr. 29, Serie 5373 Nr. 27, Serie 8195 Nr. 45, Serie 782 Nr. 36 Serie 328 Nr. 13, Serie 17 Nr 28, Serie 451 Nr. 43, Serie 2ui Nr. 21, Serie 4311 Nr. 6, Serie 5273 Nr. 36 je 50 Frcs.
Auszug aus den Standesamtsregister« ter Stadt Gieße«.
Aufgebote.
Februar. 10. Louis Heß, Kaufmann dahier, mit FumztSkr Fuchs zu Mainz 10. Konrad Döring, Taglöhner bautet, mit E isabetbe Hofmann zu Heuchelheim. 12 Konrad Häde, Eoacksarbeiter zu Borbeck, mit Anna Marth« Elisabethe Wetzel zu Borbeck. 12. Adolph Sieglinger, Geschtrrbändler babier, mit Marie Stichler zu Altenburg. 14. Heinrich Karl Rothwtsch, Bahnardetter dahier, mit Marte WÜ- helmt-re Jullmann dahier. 14. Otto Peter von Eifi, Metzger dahier, mit Christiane Margarethe Decker Hierselbst. 15. Heinrich Honig, Fuhrmann zu Barmen, mit Emilie Reh hterselbst. 15. Dr. Karl Leopold Albert Vogler, prakt. Arzt zu Hamburg, mit Luise Auguste Amalie Kltngspor zu Gießen.
Eheschlietznnge«.
Februar. 10. Max Ludwig Ehmke, Kaufmann zu Alsfeld, mit Luise C arlotte Noll Hierselbst. 10. Karl Heinrich Friedrich Ritter, Kontrolleur zu G ünberg, mit Katharine Karoline Auguste Schmidt hterselbst.
Seborene.
Februar. 4. Dem Schreiner Heinrich Lehleitner eine Tochter, Sophie. 6. Dem Arbeiter Johann Georg Kaiser ein Sohn. 7. Dem Ausläufer Karl Mandler em Sohn 7. Dem Lackierer Karl Käs eine Tochter, Lina. 7 Dem Wirt Wilhelm Fischer eine Tochier 8. Dem Etsendreber Ka>l Enz ein Soh . 8 Dem W>rt Kar: Schmitt eine Tochter. 8. Dem Fabrikarbeiter Christian B.cker ein Sohn, August Ludwig Christian. 9. Dem Fuhrmann Heinrich Häuser eine Tochter. 9 Dem Schuhmacher Heinrich Wiegand ein Sohn. 10. Dem Taglöhner Johann Georg Karl emc Tocht.r, Ma'ie. 12. Dem Schlosser P^ter Bott ein Sohn, Heinrich Wilhelm. 14. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Weber eine Tochter.
Gestorbene.
Februar. 9. Elisabeie Trechsler, geb. Schmitt, 37 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhn«rs Peter T^chssir dahier. 10 Ludwig v. Schmalkalder, 75 Jahre ait, Großh. La> dgerichtsrat i. P. dahier 11. Katharine Vetzberger, geb. Artz, 57 Jahre a't, Witwe dahier 12. Helene St ack, geborene B ck r, Schuhmachers W twe dahier. 12. Johann Georg Brömer. 56 Jaore alt, Steinbruchvesitzer dahier. 14. Emilie L-ngermann, 80 Sabre alt, ledig, Rentnerin dahier. 14. Klara Rothe, geb. Liebhaber, 50 Jahie alt, Kindergärtnerin dahier. 15 Johannes Rebhut, 57 J.hre alt, Metzger und Wirt dahier.
Kunst-Ausstellung. auesteUung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.
Milanz am 31. Dezember 1899.
Aktiva. v4L H
1. An Kaffenkonto . . - 428 2b
2. Warenkonto .... 5699 77
3. Geschäftsutensilien . . 280 50
4. Debitorenkonto . . . 1150 —
Summa 755ö 55
Passiva. w4L H
1 Mitgliederguthaben. . 870 —
2. Kapitalschuloen . . . 2000 —
3. R servefond .... 2172 55
4 Betriebsrücklage . - 1200 —
5. Dividenden . . - . 1316 —
Summa 7558 55
Die Mitgliederzahl betrug Ende 1898 96
Eingctreten in 1899 2
Summa 98
Ausgetreten in 1899 ___9_
Demnach Bestand Ende 1899 89 Genoffen.
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Fünfter Vortrag
Mittwoch den 21. Februar 1900, abends 8% Uhr pünktlich, im Hotel Einhorn (ohne Restauration),
Herr Geheimer Hofrat Professor Dr. Oncken, Giessen
Thema: „Die Tellsage und Schillers Wilhelm Teil“.
Karten für Nichtmitglieder L Mk. 1.— sind zu haben bei den Herren E. Challier, Neuenweg, EL Noll, Mäusburg, sowie abends an der Kasse; für Mitglieder (gratis) und deren Angehörig» (L 50 Pfg.) an der Kasse bezw. dem Gewerbevereinsdiener.
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Berantwortlicher Redakteur: H. Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.
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