Ausgabe 
17.6.1900 Zweites Blatt
 
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abzuwarten. Die Blätter äußern sich günstig über die Bei­legung des franco-englischen Zwischenfalles in Tientsin. Daily Telegraph" erklärt, es liege im Interesse aller Großmächte, daß sie gemeinsam vorgehen.Daily Mail" kommentiert die Ankunft eines russischen Kriegsschiffes an der Mündung des Dang-tse Kiang und erklärt, die Gründe, die Rußland zur Rechtfertigung hierfür angegeben habe, seien nicht genügend. England könne Rußland niemals er« tauben, eine führende Rolle in dem Thale des Dang-tse- Kiang zu spielen. Der englische Einfluß müsse nicht nur nominell, sondern effektiv sein.

London, 16. Juni. Gne Shangaier Meldung berichtet, daß dieMitgliedersämtlicherfremderLegationen thatsächlich in Peking gefangen seien. Die chinesischen Soldaten zögerten nur noch, sie anzugreifen wegen der dort ausgestellten Wachen. JedeSVerkehrsmittel zwischen den fremden Vertretern und ihren HilfS-Kolonnen fehlt. Die Mauern von Peking werden von Tausenden von Chinesen verteidigt und zahlreiche Geschütze seien an den Thoren auf gestellt. General Tung, der seine Befehle direkt von der Kaiserin-Mutter erhält, erklärte, kein fremder Soldat werde Peking betreten. Die fremden Verteter stellten am ver­gangenen Montag dem Tsung li Damen ein Ultimatum, in dem sie die sofortige Oeffnung der Thore Pekings for­derten. Dasselbe wurde vom Tsung li Damen trotz der darin enthaltenen Drohung, Gewalt anzuwenden, unberück­sichtigt gelassen, ebenso ein zweites Ultimatum, das in ähn­lichem Sinne gehalten war. Die Haltung der chinesischen Soldaten wird jeden Augenblick drohender. Die allgemeine Lage ist äußerst ernst.

Loudon, 16. Juni.Daily Mail" meldet aus Ti ent- sin, daß die größte Unordnung in dieser Stadt herrscht, und daß die englischen Truppen, die die Eisenbahn benutzen wollten, erst in einigen Tagen in Peking eintreffen können. Rußland sei bereit, größere Truppenmaffen nach Peking abzusenden. Ein weiteres Telegramm berichtet, daß die internationalen Truppen den Versuch machen werden, die Befestigung von Taku diese Nacht zu stürmen. General Nieh mit 2500 Mann ist auf dem Wege nach Lou-KaiKung, das in der Mitte zwischen Tientsin und Peking liegt. Die Truppen deS Generals Tung begeben sich nach Peking.

Brüssel, 16. Juni. Hier herrscht große Besorgnis über die Sicherheit des belgischen Gesandten in Peking, der zusammen mit dem Personal der französischen Ge­sandtschaft geflüchtet ist. Seit Montag hat die Regierung keine Depesche ihres Gesandten erhalten. Auch über das Schicksal von 50 belgischen Bahnbeamten, die sich auf der Flucht nach Tientsin befinden, ist man in größter Besorgnis. Die russischen Truppen in der Mand­schurei erhielten Befehl, sich kampfbereit zu halten.

Paris, 16. Juni. Die verschiedenen RessortSminister beschlossen nach einer längeren Konferenz, daß die fran­zösische Regierung bei den chinesischen Wirren that- kräftiger eingreifen müffe. Sie gaben sofort die nötigen Befehle zu einer größeren Truppendemon- firation. Der Marineminister verständigte seine Kollegen über die Stärke der Infanterie- und Artillerietruppeu Frankreichs in den ostasiatischen Gewäffern.

Der Krieg in Südafrika.

Bon Lord Roberts ging am 15. d. M. in London eine ausführliche AepeschMber.-ie^K ä. m p f e vonn 12. d. M. ein. Darin heißt es: Die Buren waren so eifrig auf ihre Flanken bedacht, daß sie das Zentrum vernachlässigten, das Hamilton mit dem Sussex- und Derbyshire-Regiment und den City-Volunteers mit Unterstützung der Garden in glänzender Weise nahm. Die Briten verloren we­niger als 100 Mann. Die berittenen Korps waren gestern mit der Verfolgung der Buren beschäftigt. Ha­milton erlitt durch eine Shrapnellkugel eine leichte Ver­letzung an der Schulter, doch ist er nicht dienstunfähig. Baden-Powell sandte aus seinem Lager 30 Meilen südwestlich von Rustenburg eine Depesche, worin es heißt, er habe über 100 Aufständische fest genommen und sei mit 800 Mann in Transvaal eingerückt. Er stelle jetzt planmäßig Ordnung her, indem er Waffen und Vorräte einsammle. 600 Buren ergaben sich, auch wurden 230 Gefangene gemacht.

Eine Depesche Lord Roberts aus Pretoria vom 14. ds. meldet: Der BurenführerCronjeinKlerksdorp hat sich, wie ein Bote berichtet, am 9. ds. der von Hunter entsandten Truppenabteilung ergeben. Er beschloß die Uebergabe, als er von der Besitzergreifung Pretorias er­fuhr. Viele folgten in der Umgegend Cronjes Beispiel. Das Gerichtsgebäude in Klerksdorp soll voll von einge­lieferten Waffen sein.

Die politische Situation in K a p st a d t i st schwierig. Sir Gordon Sprigg soll ein neues M- binett bilden, dann aber wird, obwohl Sprigg zu den ge­mäßigten Politikern gehört, ein Koalitionskabinett unmög­lich, m.nd die acht Bondmitglieder, die hinter Schreinen stehen, würden abfallen, Sprigg also keine Majorität haben. Cecil Rhodes wird in Kapstadt erwartet, man hofft v!ber, daß er sich nicht in die Politik mischt, was die Situation nur erschweren könnte.

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Telegramme deS Gieherrer Anzeigers.

London, 16. Juni. Baden-Powell, der heldenhafte Verteidiger von Mafeking, ist zum General-Leutnant befördert worden.

Deutsches Keich.

Berlin, 15. Juni. Die V o l l z i e h un a d e s F lot- len g e s e tz e s durch den Kaiser hat gestern in Hom­burg v. d. Höhe stattgefunden. Zu der gestrigen Abend­tafel im königlichen Schloß waren Exzellenz von Li de- quist, der Kommandeur des 18. Armeekorps, sowie Bau­rat Jacobi befohlen. Heute früh traf der Kronprinz von Preußen ein. Das Kaiserpaar in Begleitung des Kronprinzen mit Gefolge ritt auch heute früh wiederum

eigenstem Jntereffe gebotene Teilnahme und UnterWn»«^

nicht gefunden haben. ' * 8

Aus Stadt und Kand.

* Oberst von Dewitz, Kommandeur des hiesigen Infanterie-Regiments, ist heute von seinem längeren Urlaub zurückgekehrt und hat das Kommando des Regiments wieder übernommen.

Offenbach, 15. Juni. In der Person desGeneral­agenten" G. P. Martin hat unsere Polizei einem der ver­wegensten Kautionsschwindler das Handwerk gelegt. Martin, der erst 22 Jahre alt und verheiratet ist, kam im vorigen Jahre, nachdem er eine Borstrafe wegen schweren Diebstahls verbüßt hatte, nach Frankfurt. Obschon er mittellos war, gelang es ihm, Vertrauen und Kredit zu ge­winnen. In Frankfurt, gegenüber dem Polizeipräfium^ mietete er sich einen Laden für 2000 Mk., in dem er Orna­mente und Schornsteinaufsätze in traulichem Verein auS- stellte Dinge, die ihm natürlich in Kommission gegeben waren. Als Geschäftsführer setzte er einen Mann ein, der ihm vor allem Kaution stellen mußte, im übrigen aber nur den Laden zu hüten hatte, denn für die VerkaufSobjekte interessierte sich kein Mensch. Martin aber, der Inhaber diesesgroßen" Geschäfts, glaubte trotzdem an eine Ver­mehrung seines Personals denken zu müssen, zumal er auch in Offenbach sich als Generalvertreter für alle möglichen Unternehmungen etabliert hatte. In seinen Inseraten, die er zur größeren Vorsicht durch eine Annoncen-Txpedition besorgen ließ, verlangte er nicht gerade viel; eines aber war für alle Bewerber unerläßlich: sie mußten Kaution stellen können. Gab einer in seinem Offertschreiben an, daß er über eine Kautionssumme verfüge, dann hatte er bereits 24 Stunden später ein Brieflein, in dem Martin ihn bestellte, und kam dann der Betreffende an, so wurde daS Engagement auch sofort vollzogen falls er die Kaution bar in der Tasche mitsührte. Und hatte einer Geld, dann ließ ihn Martin nicht wieder los, bis das Engagement perfekt war. Dann wurden Verträge vereinbart und notariell beglaubigt, und darin wurde vor allem auch unter Androhung hoher Konventionalstrafen betont, daß keiner der Angestellten mit dem andern ein Wörtlein über die Art seiner Anstellung, seiner Beschäftig­ung, die geleistete Kaution rc. reden dürfe. Nach und nach hatte derHerr General-Vertreter" auf diese Art 6 Leute angestellt, die alle mit unnützen Laufereien be­schäftigt wurden; die eingezogene Kaution belief sich auf nahezu 5000 Mark, und davon lebte Martin und davon

nach der Saalburg, wo Ausgrabungen vorgenommen, wurden. In das Homburger Schloß zurückgckehrt, fuhr die kaiserliche Familio uM.42 UhrKO Miu. nach Schloß Fr ied- r i ch s h o f zur Teilnahme au der Gedenkfeier für Kaiser Friedrich. Ter Kaiser reiste Nachmittags 3 Uhr mittels Sonderzuges von Bahnhof Cronberg nach Hannover, die Kaiserin und der Kronprinz kehrten heute nachmittag nach Hornburg zurück.

Das Mausoleum neben der Friedrichskirche in Potsdam war am heutigen Todestage Kaiser Fried­richs prächtig dekoriert. Das Kaiserpaar ließ einen kost­baren Kranz niederlegen, desgleichen die Kaiserin Fried­rich, der Großherzog und die Großherzogin von .Baden, Prinz und Prinzessin Heinrich, sowie Erbprinz und Erb- prinzessin von Meiningen. Im Laufe des Vormittags er­schienen Abordnungen derjenigen Regimenter, deren Chef Kaiser Friedrich gewesen, um Kränze niederzulegen.

Das Denkmal Kaiser Friedrichs vor dem Brandenburger Thor soll am 18. Oktober 1901, dem 70. Geburtstage des Kaisers, enthüllt werden.

Wie derReichsanzeiger" meldet, legt der preu­ßische H o f für den Großherzog von Oldenburg die Trauer an vom 14. bis zum 27.*Juni. Der Kaiser wird an der am 19. d. M. stattfinden Beisetzung des ver­storbenen Großherzogs in Oldenburg teilnehmen.

Der Kaiser hat dem bairischen Gesandten Grafen Lerchenfeld und dem sächsischen Gesandten Graf Ho­hen th al die Brillanten zum Roten Adlerorden 1. Klasse verliehen.

Wie dieNordd. Allg. Ztg." hört, ist der durch die Ernennung des Legationsrats Dr. S t u e b e l zum Direktor der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes feige- wordene Posten des Gesandten in Santiago (Chile) dem bisherigen Gesandten in Guatemala, Dr. v. Voigts-! R h e tz, übertragen worden, der in der Person des bis- I hörigen Generalkonsuls in Sofia, Legationsrates von Reichenau, einen Nachfolger erhält. Ferner tritt der Ministerresident in Lima, Z e m b s ch , in den Ruhestand und ist bei dieser Gelegenheit durch die Verleihung des persönlichen Gesandtentrtels ausgezeichnet worden. Auf den Posten in Lima ist, gleichfalls unter Verleihung des persönlichen Gesandtentitels, der bisherige Ministerresident in Port au Prince, Geh. Legationsrat Dr. M i ch a h e l l e s, berufen, der durch den bisherigen Kaiserlichen General­konsul in Antwerven, P e l l d r a m , ersetzt wird.

Für Wanderungen an den Telegraphen- und Fernsprech-Anlagen, um diese gegen den Uebergang von Starkströmen, sowie gegen störende induk- torische Einwirkungen der elektrischen Bahn zu schützen, hat die Große Berliner Straßenbahn-Gesell­schaft an die Kaiserliche General-Po st kasssl eine Entschädigung von 5 9 6 0 0 0 Mark zu ent- I richten. In diesem Betrage ist die Entschädigung für Be- I seitrgung etwaiger in den Fernleitungen auftretenden I Störungen, sowie der Störungen, die durch die automobil I betriebenen Bahnen, oder durch gewisse, mit Oberleitung I ausgerüstete Bahnstrecken entstehen sollte, nicht enthalten. I Hierfür würde die Große Berliner Straßenbahn noch eine I besondere Entschädigung von zusammen 64 000 Mark zu I zahlen haben.

Im preußischen Abgeordnetenhause wurden I heute zunächst die Gesetzentwürfe betreffend die Verpflichtung I der Gemeinden in Hannover und Westfalen zur Bullenhaltung I in dritter Lesung, ferner die Vorlage betreffend Aen d erung I der Landesgrenze gegen das Großherzogtum I Oldenburg in erster und zweiter Leser angenommen. Als- I dann trat das Haus in die Beratung des vom Herrenhause I in veränderter Fassung zurückgelangten Gesetzentwurfes be- I treffend Zwischenkredite bei RentengutSgründ- I ungen. DaS Gesetz wurde in der Faffung des Herren- I Hauses angenommen. Es folgte alsdann die Beratung des I vom Herrenhause zurückgelangten Gesetzentwurfes über die I Warenhaussteuer. In der Spezialberatung über § 1 I wurde zunächst über einen Antrag Hausmann (natl.) ab- I gestimmt, die Steuergrenze auf 500000 Mk. festzusetzen. | Die Linke stimmte geschlossen. Bei Auszählung ergab sich I Beschlußunfähigkeit. Es waren 181 Abgeordnete anwesend, | von denen 66 für den Antrag stimmten. Der Präsident I setzte auf später eine neue Sitzung an mit der Tagesordnung I Weiterberatung des Warenhaussteuergesetzes. In der neuen I Sitzung wurde zunächst in wiederholter Abstimmung der I Antrag Hausmann abgelehnt. Es bleibt also bei der I Steuergrenze von 400000 Mk., wie das Herrenhaus I beschlossen hat. Dagegen wurde der Zusatz des Herren- | Hauses betreffend Steuerfreiheit der Beamten- I Konsum-Vereine einstimmig abgelehnt. Bei einer I weiteren Abstimmung über einen Antrag Barth zu § 5 I stellt sich abermals die Beschlußunfähigkeit des Hauses heraus. I Im Herrenhause wurde heute u. a. der Gesetzentwurf | betreffend die Erweiterung des Landkreises Frank- I furt a. M. sowie die Vorlage betreffend das Ruhegehalt I und Reliktengesetz der Organisten, Kantoren und Küster I nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses angenommen, I desgleichen der vom Abgeordnetenhause eingegangene Gesetz- I entwurf betreffend die Aenderung der LandeSgrenze gegen I das Großherzogtum Oldenburg.

Auf dem diesjährigen zu Wabern abgehaltenen I Parteitage der Hessischen Rechtspartei wurde, neben der erneuten Forderung auf Wiederherstel- I lung deS hessischen Landes, folgende Resolution an- I genommen: Die Hessische Rechtspartei begrüßt in den Kundgebungen des Prinzen Ludwig vonBayern I die Regungen eines ihr verwandten StammeSbewußtseinS I nicht in Abwehr gegen eine starke NeichSgewalt, auch nicht in grundsätzlicher Ablehnung ihrer Fortbildung zu einem wirklichen Kaisertume, daS wir auf verfassungsmäßigem I Wege und unter klaren Garantieen einzelstaatlicher Be- I schränkung sogar wünschen können; wohl aber als den not- I gedrungenen Protest gegen die fortwuchernden Usurpationen Großpreußens zur Ausbeutung | und Verfälschung eines wahren Reiches deutscher I Nation. Beklagen aber müffen wir, daß diejenigen, die I dlesem Großpreußen im Jahre 1866 zum Opfer fielen, von Süddeutschland aus bisher die ihnen geschuldete und aus

I Loudon, 15. Juni. Kumassi wird von 100 000 I Aschantis belagert. Die Verbindungslinie wird von 5000 Aschantis besetzt.

Paris, 15. Juni. Waldeck-Rousseau hat soeben vor der Amnestie-Kommission der Kammer eine Reche wichtiger Erklärungen abgegeben. Der Minister­präsident erklärte, das Ministerium sei entschloffen, der Agitation in der Affaire Dreyfus ein Ende zu machen. Es sei notwendig, den gerichtlichenVerfolgungen Einhalt zu thun. Die Ausdehnung der Amnestie auf die vom Obersten Gerichtshof Verurteilten müffe er ablehnen ebenso wie jede anderweitige Erweiterung des Projektes' durch die die Ausführung verzögert werden könne. Die Regierung fordere die Genehmigung deS Gesetzentwurfs nach dem Beschluß des Senates. Die Ausdehnung der Amnestie auf Alfred DreyfuS würde diesem das Recht be' nehmen, die Revision zu beantragen. Ein Mitglied fragt I wie sich im Fall der Ausdehnung der Amnestie auf Dreyfus seine militärische Lage gestalten würde. Der Ministerpräfi- dent erwidert, da die Amnestie völlige Auslöschung der Er. eignisse bedinge, befinde sich der Benefizant in der Situa. tion, in der er sich vor der Verurteilung befunden habe. Der Deputate Cauvin hat ein Amendement eingebracht, daS die Ausdehnung der Amnestie auf Dreyfus und ass die Verurteilten des Obersten Gerichtshofes bezweckt, aber verlangt, daß Dreyfus auf eine Wiedereinstellung in die Armee verzichtet, alle weiteren juristischen Schritte einstellt, und daß die anderen Verurteilten jede politische Agitation abschwören.

(Kammer.) Symian interpelliert über den kürz« lachen Ausstand in Chalons, wo 3 Arbeiter ge« tötet und 3 verwundet wurden. Waldeck-Rousseau führt aus: Die Gendarmen wurden durch Manifestanten wieder­holt angegriffen. 23Gendarmenwurdenverwundet. Zeugen bestätigten, die Gendarmen hätten in gerechter Not­wehr gehandelt. ZevaeS und andere Sozialisten greifen die Regierung an und verlangen eine parlamentarische Untersuchung. Waldeck-Rousseau lehnt dies ab. Die par­lamentarische Untersuchung wird mit 270 gegen 250 Stimmen abgelehnt. Waldeck-Roufseau nimmt eine Tages­ordnung Symian an, die erklärt, die Kammer rechne darauf, daß die Regierung alle durch die gerichtliche Untersuchung festgestellten Verantwortlichkeiten verfolgen lassen werde. Diese Tagesordnung wird mit 299 gegen 231 Stimmen angenommen.

Madrid, 15. Juni. Sagasta erklärte, der Zwist inner­halb des Kabinetts sei derartig, daß eine Krisis unver­meidlich binnen wenigen Tagen ausbrechen werde, wenn der Anlaß zu einem anständigen Rücktritt gefunden sei. Die Abreise der Königin nach San Sebastian sei aufgeschoben. Die König werde wahrscheinlich nicht abreisen, ohne daß eine Abänderung eingetreten sei. Die Lösung der Krisis ist jedenfalls sehr schwierig.

Budapest, 15. Juni. DemEgyetorteS" wird aus Travnik telegraphiert, dort herrsche große Erregung da­rüber, daß zwei vornehme Muhamedaner verhaftet und alle Muhamedaner, die nach Oesterreich reisen wollten, zwangsweise zuräckgesührt würden.

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