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Rittershaus.
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Der Oberbürgermeister.
I. V.: Wolff.
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Wetterbericht. Die umfangreiche Depression, welche geffern noch ganz Ost- und Süd-Europa bedeckte, ist im Abziehen begriffen. Dadurch ist ein neues tiefes Minimum vor der nördlichen norwegischen Küste erschienen. Dasselbe hat seinen Wirkungskreis rasch südwärts bis nach Mitteldeutschland herein ausgedehnt. Dabei haben die Winde in den kontinentalen Lagen nach Westen gedreht und sind auch die Temperaturen namentlich an der deutschen Rordseeküste gestiegen. Das barometrische Maximum weicht südwärts zurück, und reicht heute von der Biscaya-See über Frankreich bis zur Bodensee-Gegend herein Auf unserem Gebiete dauert die unbeständige Witterung mit zeitweisen Schneefällen an. In den Hochlagen der Alpen bestand am Morgen wieder krenger Frost.
Voraussichtliche Witterung: Wolkiges bis trübes aber wärmeres Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
Markus Bauer
Kirchenplatz II.
— Herrenkonfektion. —
Anfertigung n. Maes In eigener Worketätte.
Dunkelkammer freie Benutzung
Tagt M jm da« W/i ilrbtitm y-- n'8 kochM iS Nm Achters und eine« Urut 'ttMrDoifft in b« Monate, te: 2i -ater: Ur-
m'lievmitglieber sinh uiM. Av Mn VÜvlMtll.
Cltfcer an dieser Fundstelle noch nachgetMsen worden in [tu Steingrab bei Züschen und am Wartberg bei Kirchberg.
von Mk. 1.25, Mk. 3.— u. Mk. 5.— bis zu den hochfeinstenCameras
Zubehöre
erprobt und billigst.
Programm:
1. Todessehnsucht von Toeti ....
Pottrrdirnst in brr jyrragogr.
Samstag den 17. März 1900.
Vorabend 6«° Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags Schrifterklärung, Sabbathausgang 7« Uhr.
Goitr^ienst irr urarlMsch« IrligitmeyM^t.
Sabbatbfeier am 17. März 1900
Freitag abend 6 Uhr, Samstag vormittag 8*«1 Uhr, nach mittags 330 Uhr, Sabbathauögang 710 Uhr.
Nachmittag 3 Uhr: Gesetzeslehre.
Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 6 Uhr.
Samstag den 17. Märr. er., abends S Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Einmaliger Opern- und Lieder-Abend
des Königl. Hefopernsängers 1904
Alfred Rittershaus
unter Mitwirkung der Pianistin Fränl. Marie Kleinhanns aus Hannover.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß vom 17. d. Mts. an die vom Standesamt angeordneten Aufgebote nicht mehr an dem alten Rathause, sondern in dem Bürgermeistereigebäude, Gartenstraße Nr. 2, aishängen werden.
Gießen, am 15. März 1900.
Arbeiterbewegung.
Köln, 15. März. Eine überaus zahlreich besuchte Versammlung ktt Maler und Anstreichergehilfen beschloß, sofort mit erhöhten Lohnforderungen bei neunstündiger Arbeitszeit an die Meister heran« lütretm. Falls die Forderungen abgelehnt werden sollten, soll in der nächsten Woche in den Ausstand getreten werden. Als Mindestlohn wird 45 biS 50 Pfg. Stundenlohn beansprucht mit einem Aufschlag fbr liebet: resp. Nachtstunden von 50 bis 100 Proz.
Elberfeld, 15. März. Ein Teil der Färber unserer Stadt ist wieder in den Ausstand getreten. Sie verlangen einen Wochenlohn ton 24 Mk. und Freigabe des „WeltseiertagS" unter Bezahlung des- selb-n. Die letztere Forderung läßt ohne weiteres erkennen, auf welchen tinffuß der Ausstand zurückzuführen ist. Mit Recht lehnen die Färberet- l-sitzer infolgedeffen die Forderungen entschieden ab. Bis jetzt sind fünf Färbereien von dem Ausstand betroffen worden. t , ri
Troppau, 15. März. Zwei in Ostrau und Oskau abgehaltene Lolksversammlungen unter freien Himmel, an denen 12,000 bezw. 8000 Personen teilnahmen, beschlossen einmütig, rm Ausstand zu verharren, bis das Gesetz über den Achtstundentag fertig Jet.
Brüx, 14. März. Hier und in Steglitz fanden Ausschreitungen seitens der Ausständischen statt. Die Polizei wurde mit Sternen zurückgetrieben. Das Militär schritt ein.
Mobiliar-Delsteistruus»
Montag, den 19» März d. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in der Wohnung des Herrn Rendanten Stroh, Lndwigstratze 10 II, dahier eine Partie Möbel u. Haus- nt, sowie Weißzeug und Frauenkleider.
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Wohnung
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Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter Börse vem 15. März.
Wechsel auf New-York zu 4.21,/a~221/|.
Prämien auf Kredit per ult März 0.85 °/o, do. per ult. April L95O/o Diakonto Kommandit per ult. März 0.80°/o, do. per ult April 1.900/n Lombarden per ult. März O.650/0, do. per ult. April 0.85 0/0, do. per ult. Mai 0.00, Deutsche Bank per ult. MArZ Notierungen: Kreditaktien 234.50-70-000.00, Diakonto- Kommandit 196 80, Staatab. 188.90-000, Gotthard 143.70, Lombarden 28.60-00.00, Ungar. Goldrente 97.20, Italiener 94 80, Sproz. Mexikaner 26.10. Oesterr. Coupons 843/,, Amerik. Coupons 4.20'/g, Privat-Diakont ö’/ia’/o G.
II/,bis 28/. Uhr: Kreditaktien 234.60-70.000, Diakonto-Komman- dit 197-197.10, Staatabahn 138.30-60, Lombarden 00.00 Portugiesen 00 00 B. 00 G. Bochumer 00.00.
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ft von unserer Stadt-' >ezu>. Viehmar/t- 1 wird etwa 50 neu angelegten Vth- und 70 Meter to dieselbe, einWM Ulf. betragen. Die Pe SaufommiffioR xat dü notwendigen p, M m Mtistn za )en. Dü tttaW» lommen werden, t« jgt werden, daß bis 18. JllNi i tli^en Feste:
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Kirchliche Nachrichten,
tzvaqgelifche Gemeinde.
Sonntag den 18 März. Oculi.
Gottesdienst.
3n -er Gtadttirche.
Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarkuSgemcinde.
Pfarrer Dr. Grein.
Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markus- gemeinde. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Mittwoch den 21. März, abends 6 Uhr: 4. Pasfions- andacht. Pfarrer Dr. Grein.
Donnerstag den 22. März, abendS 8 Uhr: Vereinigung
Gerichtssaal.
Marburg, 13 März. Die Strafkammer verurteilte heute nach mir umfangreichen Verhandlung den früheren Landwirt Andreas ll-gn-r aus Leidenhofen, früher 8u 9HeberWaufen bei Smna, wegen 1 aerbsmäßiger Wilddieberei zu 8 Monaten Gefängnis.
rtzraukfnrt a. M., 14. März. (Strafkammer.) Unter «isilichen Amtsbrüdern", so lautet der Titel eines Artikels vom H Januar in der Bolksstimme", der Anlaß zu einem Preßprozest 8,nZ Derantoor'i7i4=n' R-d-N.ur des Bl-U-S Dr Mas Quarck m keckbach gegeben hat. Di-Sache ist schon einmal m anderer Form als krivatklage des Pfarrers Schmidt gegen Pfarrer Urspruch, bekanntlich m 9. Januar vom Schöffengericht verhandelt worden. Der Angeklagte
Quarck erklärt sich veranwortlich, bestreitet aber die Beleidigung. Li- Anklage sieht in der ganzen Tendenz des Artikels eine „schwere keleidiaung" des Pfarrers Cordes, der in der Privatklage als Zeuge formierte, u. a in der Bezeichnung „eines lustigen Streichs" für eme Siije nach Darmstadt mit Besuch der dortigen Oper. Dem Zeugen Lordes wird die Absage bei einer Weihnachtsfeier an jenem Tage als L»rnachlässigung seiner Amtspflicht vorgeworfen mit der Bemerkung, Cordes habe eine dienstliche Zusage dem Vergnügen geopfert. Wetter wird eine Beleidigung gefunden in dem Passus: „Eines Tages habe n gehört, Kaufmann Carl Ludwig Schäfer kolportiere eine Mitteilung, aonach Urspruch erzählt, Pfarrer Cordes habe während seines Wttwer- standes von einer Dirne eine Rechnung erhalten, bei der er erstaunt gewesen sei über die Höhe, nicht über die Rechnung selbst. Der als Qeuge vernommene Pfarrer Cordes sagt: das betreffende Mädchen Haber auf beffere Wege bringen wollen, sie aus ihren schädlichen Umgebungen entfernt. Die Sache habe mit seiner Person nichts zu thun. Die Darmstädter Affaire beruhe seinerseits auf einer Vergeßlichkeit, von einer Bcrletzung seiner Amtspflicht fei leine Rede. Auf die Frage des Staats, anwalts Dr. Knecht über die Wirkungen des Artikels schildert Cordes diese als sehr nachteilig für ihn. Er und seine Frau seien mit zum rttl anonymen Briefen behelligt worden. Man habe ihn in einem «rief an seine Frau „einen schlechten Hund" genannt. Zeuge E. L. Echäfer, über seine Aussagen vor Gericht in dem Prozeffe Urspruch beringt, wiederholt, was er damals gesagt und was Urspuch seiner Frau mitaeteilt hat. Staatsanwalt Knecht sieht den beleidigenden Inhalt des Artikels als zweifellos an. Er beantragt 3 Monate Gefängnis. Der Verteidiger des Angeklagten beantragt Freisprechung und sucht dies durch den Artikel selbst zu rechtfertigen, der keine unwahre Berichterstattung enthalte. Das nach der zweistündigen Beratung verkündigte Urteil lautet auf 200 Mk. Geldstrafe und Publikation. Angeklagter habe nicht blor Bericht erstatten wollen; was er geschrieben, beziehe sich keineswegs nur auf Urspruch, wie er behauptet. Der Eingang des Artikels beute an, daß er gegenüber der teilweisen Enthüllung der „bürgerlichen Priffe" noch weitere Thatsachen anführen könne. Es sei zwischen den Zeilen zu lesen, daß die Dirnenaffaire doch wohl nicht über alles jmtifelloö sei. Auch die Erholungsreise des Cordes mit Urspruch nach Darmstadt wird als Beleidigung nach 8 185 angesehen. Die Bezeichnung .lustiger Streich" solle beweisen, daß das Verhalten des Beleidigten sich im Widerspruch mit seinem geistlichen Amte befunden habe, umsomehr, als er im Artikel als streng orthodoxer Pfarrer hingestellt sei als .luftiger Teilnehmer" der Fahrt. Auch kommen die Vorstrafen des An- gtklngten in Bettacht. (Frkf. Ztg.)
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2. ,Erlköoig“ von Schubert-Liszt .
3, a) Vorbei! von Achenbach 1 b) Wanderlied von Schumann J
4. a) Nocturne (Cis-moll) 1 y0Q Chopin . M. Kleinhanus.
b) Valse (E-moll) j r
6. Scene und Finale aus ,.Bajazzo“ von Leonoavallo . A. Rittershaus.
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konfirmierten Mädchen der Mallhüusgemeinde.
In der JohanneSkirche.
Vormittags 9i/t Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die LukaSgemeinde.
Pfarrer Euler.
Nachmittags 6 Uhr: Siehe Stadtkirche.
Montag den 19. März, abends 8 Uhr: Bibrlstunde im Konfirmandenfaal der Johanneskirche. Text: Ap.-Gesch. Kap. lv, 44 ff.
Pfarrer Euler.
Sonntag den 25. März findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und die Johaunesgemeinde im Abendgottesdienst statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Zu dieser Abendmahlsfeier in der Passionszeit werden mit der Gemeinde insbesondere auch die Konfirmierten des vongen Jahres und der vorangehenden Jahre herzlich eingeladen.
Es wird wiederholt daraus aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen Hal, und wttd dringend gebeten, es rechtzeitig — spätestens eine Wecke vor der Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 17. März.
Nachmittags um 4»/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zm heil. Beichte.
Samstagnachmittag 5 Uhr und abends 8 Uhr und Sonntag- morgen wird ein fremder Priester Beicht hören.
Sonntag dm 18. März. 3. Aasteusonntag.
Vormittags von 6«/, Uhr an: Gelegenheit zur HI. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe;
vor und in derselben Austeilung der heil. Communion;
„ um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe; Militärgottesdienst. Verlesung des Fastenhirtenbriefes für die Militärgemeinde.
„ um 9i/a Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5 Uhr: Christenlehre; daraus sakramentalische Bruderschaftsandacht.
Mittwochabend um 6 Ubr ist Fasten-Andacht.
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b) Die Nebensonnen J
c) Das Mädchen u.der Schmetterling von Rittershaus 8. B-dur-Variationen von Schubert.....M.
9. Poatillonslied aus „Der Postillon von Lonjumeau“ . A.
10. Rhapsodie (G-moll) von Brahms . . . M. Kleinhanns.
11. Die Erzählung vom Gral aus Lohengrin . . . A. Rittershaus
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Schisssnachrichtcn
Der Postdampfer „Kensington" der „Red Star Stnie*, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 13. März wohlbehalten in Rew-Dork angekommen.
Für die Buren sind bei der unterzeichneten Ortsgruppe weiter eingegangen r Von O. G. in Gießen Mk. 2.
Die Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen VerbandeS.
Leveickcn des Burea.n „derr-tb'
Berlin, 16. März. Die Universitäts-Behörden bedienen sich bekanntlich in ihren öffentlichen Bekanntmachungen der lateinischen Sprache. Auf Anregung des preußischen Kultusministers hat der Kaiser diesem die Ermächtigung erteilt, allen darum nachsuchenden preußischen Universitäts-Behörden zu gestatten, in ihren wissenschaftlichen oder geschäftlichen Angelegenheiten die lateinische Sprache ausznschNeßen oder einzuschränken. In folgedessen schweben jetzt, wie die „National-Zeitung" hört, bei den preußischen Universitäten und Fakultäten Verhandlungen darüber, ob und in welchem Umfange sie von dieser Erlaubnis Gebrauch inachen wollen.
Berlin, 16. März. Gegenüber anderweitigen Meldungen verlautet der „Deutschen Tageszeitung" zufolge, daß die dritte Lesung des Fleischbesch au-Gesetzes vorläufig vertagt worden ist, um Zeit zu weiteren Verhandlungen zu gewinnen.
Berlin, 16. März. Die Budget-Kommission des Reichstages wird in der nächsten Woche die Flotten- Vorlage noch nicht beraten. Die Mitglieder der Kommission, so wird mitgeteilt, seien wochenlang angestrengt thätig gewesen. Sie bedürften infolge dessen der Erholung. In der übernächsten Woche soll dann die Beratung beginnen.
Berlin, 16. März. Wie mehrere Blätter melden, ist im Reichstage die dritte Lesung des Fleischbeschaugesetzes nunmehr auf morgen in Aussicht genommen. Der Magistrat von Fürth sandte, dem „Berl. Tagebl." zufolge, eine Eingabe an die Regierung gegen das Fleischbeschaugesetz. Aehnliche Schritte unternahm das dortige Gremium für Handel und Gewerbe.
Paris, 16. März. Die hiesige türkische Gesandtschaft läßt die gestern verbreitete Meldung, wonach eine Toch- terdes Sultans eptslohen sei, als vollkommen erfunden dementieren.
Wichard, Hammstraßk 14. HkuteFttitagu. Samstag gekschtk Leber. Kessler, Pfeldemehger.
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