Ausgabe 
16.12.1900 Zweites Blatt
 
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Es starben an:

Masern

Tuberkulose der

Hirnhaut

Lungenentzündung Alkoholismus Schlagfluß Altersschwäche Lebensschwäche

vom

2.16. Jahr, 3

Tochter, Elisabeth. 7. Dem Lackierer Philipp Horn eine Tochter. 8. Dem Sattler Ludwig Biedenkapp eine Tochter. 9 Dem Schutzmann Hermann Schäfer ein Sohn. Dem Großh Polizeiamtmann Paul Hechler eine Tochter, 'Wilhelmine Luise Amalie Johanna Lilly Dem Schriftsetzer Karl Armin Nötiger eine Tochter, Karola Mathilde. 12. Dem Privat« dozenten Dr Walter Kinkel eine Tochter, Anna Marie. 13. Dem Bahn«

arbeiter Wilhelm Kavabewski eine Tochter, Elli Gertrud, arbeitet Friedrich Lauster ein Sohn.

»estordrne.

Briefkasten der Redaktion.

Dr. S. Der Name Wittko dürfte eine Verstümmelung des im Mittelalt, r in Deutschland nicht seltenen Namens Witiko sein, der durch den gleichnamigen Roman Adalbert Stifters auch heute weiteren Kreisen bekannt ist. Ihre Frage, ob der Name slavischer Abstammung sei, ist zu verneinen.

O. Die unter der DeviseWer an ein höheres Wesen glaubt rc. ic." durch die Presse Mitglieder suchende sogreformierte Frei­maurerloge" steht in keinerlei Beziehung weder zur Loge Ludwig zur Treue, noch überhaupt zum Freimaurerbunde.

[djuy sei es auch, daß z. B. den Gießener Feldschützen ae- patliet sei, am Morgen und am Nachmittag je eine halbe vturnde in einem Wirtshaus zu frühstücken. Auf Antrag des ;?reisamtmanns Boeckmann wird beschlossen, eine SicoLganifation des Feldschutzwesens in Antrag zu bringen, las Gutachten nebst den darin enthaltenen Vorschlägen Jintet die Zustimmung des Ausschusses.

Nach Erledigung einiger kleinerer geschäftlicher An­gelegenheiten schließt der Präsident die Sitzung.

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke (ontrnen.

Aus Stadt und Land.

iZvfthriste« über lokale Vorgänge find uns stets sehr erwünscht und werden auf Wunsch gut honoriert.)

Gießen, den 15. Dezember 1900.

Souder-Persouenzuge. Aus Anlaß dcS Weihnachts- nnb des Neujahrsfestes werden an nachstehend verzeichneten Lagen von Station Gießen ab Sonderzüge gefahren: 8m 2 0. Dezember: 1.42 nachts bis Kassel (Ank. 5.2O); 12.216 nachts über Kaffel Sangerhausen-Leipzig oder Berlin; 3.03- nachm. bis Marburg (Ank. 3.53). Am 21. De« zewber: 4.55 nachm. bis Kassel (Ank. 8.35); 12.26 nachts Schnellzug 13 Kl. über Kassel - Sangerhausen rc.; 1.42 vachtls bis Kassel (Ank. 5.20); 4.54 nachm. bis Frankfurt M'anft 6.52). Am22. Dezember: 3 10 nachm. bis Rölm (Ankunft 7.57); 5.35 nachm. bis Köln (Ank. 10.35); 4.55- nachm. bis Kassel (Ank. 8.35); 7.49 abends bis Kaffel An! . 11.16); 12 26 nachts über Kaffel Sangerhausen rc.; 1.42? nachts bis Kassel (Ank. 5.20); 4.53 morgens (Schnell­ing) bis Frankfurt (Ank. 6.07); 11.50 vorm. bis Frankfurt (In!1. 2.03); 4.54 nachm. bis Frankfurt (Ankunft 6.52); 6.45' nachm. bis Frankfurt (Ank. 8.40); 11.28 vormittags b Fulda (Ank. 3.35); 5.00 nachm. bis Alsfeld (Ank. 6.43). - Am 23. Dezember: 3.10 nachm. bis Köln (Ank. 7.57); ö,35' nachm. bis Köln (Ank. 10.35); 4.55 nachm. bis Kassel

8.35); 12.26 nachts (Schnellzug) über Kassel und Lmgerhausen rc.; 4.53 morgens (Schnellz.) bis Frankfurt .stlnkunft 6.07); 11.50 vorm. bis Frankfurt (Ank. 2.03); 454 nachm. bis Frankfurt (Ank. 6.52). Am 24. De- zunber: 3.10 nachm. bis Köln (Ank. 7.57); 5.35 nachm. Lis Köln (Ank. 10.35); 4.55 nachm. bis Kassel (Ank. 8.35); D2.26 nachts (Schnellzug) über Kassel-Sangerhausen rc.); 453 morgens (Schnellzug) bis Frankfurt (Ankunft 6.07); □1.50 vorm. bis Frankfurt (Ank. 2.03); 4.54 nachm. bis Frankfurt (Ank. 6.52); 5.00 nachm. bis Alsfeld (Ank. 6.43); 429 nachmittags bis Gelnhausen (Ankunft 6.33). Am 85. Dezember: 4.53 morgens (Schnellzug) bis Frankfurt fflnl. 6.07). In der Nacht vom 26. zum 27. De« V-aib er: 2.43 bis Frankfurt (Ankunft 4.50). A m 51. Dezember: 5.35 morgens bis Köln (Ank. 10.35); 455- morgens bis Kassel (Ank. 8.35); 4.54 morgens bis Aankfurt (Ank. 6.52); 8.18 abends bis Frankfurt (Ank. 10.08). - Am 28. Dezember: 4.54 morgens bis Frankfurt M 6.52). - Am 2. Januar: 1.42 nachts bis Kassel jlut 5.20); 4.54 morgens bis Frankfurt (Ank. 6.52).

nichts besonderes bemerkt, führen sämtliche Züge 1.4. Waffe. Arbeiterzüge, die sonst SamStags fahren, werden «ich am Montag den 24., Montag den 31. Dezember ge- fshr«m und Arbeiterzüge, die sonst Montags fahren, werden uch am Donnerstag den 27. und am Mittwoch Ihn 2. Januar 1901 gefahren. Es liegt im Interesse lit Reisenden, möglichst die oben angeführten Sonderzüge, Bie meistens als Vorzüge vor den fahrplanmäßigen Zügen Ksglhren werden, zu benutzen, weil diese Züge auf den Äb- WiKstationen die Anschlüsse an andere Züge sicherer er- irich-m, als die nachfolgenden Hauptzüge.

* Der Konzertverein ersucht uns, seine Mtglieder laraiuf aufmerksam zu machen, daß die Räume in der cZiaidtkir che eine vollständige Umgestaltung der bekannten PaHordnung e-fordern. Um jedem Wirrwarr vorzu tkugM, hat der Vorstand in seinem Inserat in unserer MÜing genau bezeichnet, wo jeder seinen Platz zu suchen lat. Der Vorstand setzt nun aber auch voraus, daß dieses ^nsarat beachtet wird, denn wenn auch Herren des Dor« MM, sowie instruiertes Dienstpersonal am Platze ist, lobciirftc denn doch die Bittesei jeder sein eigener Fülhrer und komme fünfzehn Minuten früher, »ie: seither«, zu beachten sein. Ein Billetverkauf

der Kirche findet nicht statt, wovon Nichtmit- ilisrder Kenntnis nehmen wollen. Wer sich also vorher W bei Herrn Cha Hier mit Karten versehen kann, findet

Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen

49. Woche vom 2. Dezember bis 8. Dezember 1900.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mann MUitär.) Sterblichkeitsziffer: 23,O6<V00, nach Abzug der Ortsfremden 20,970/«,,

Kinder

Auszug aus -en Standesamtsregistern der Stadt Gießen.

Aufgebote.

Dezember 8. Ludwig Wilhelm Seipp, Schutzmann in Darmstadt mit Frieda Louise Margarethe Enders in Rockenberg. Otto Feldhausen, Schneider zu Weilburg mit Ottilie Klein daselbst. 10. Paul Hasenbein, Arbeiter in Hasenberg mit Marie Quik daselbst. 12. Otto Usinger, Sergeant in Gießen mit Elise Kaiser zu Windhausen.

Shestvtteßuugeu.

Dezember 8. Ludwig Schneider IV., Taglöhner dahier mit Karoline Zimmermann hierselbst. Heinrich Haberkorn, Sergeant zu Butzbach mit Marie Volpert hierselbst. 12. Johannes Käfer, Schneider dahier mit Johannette Karoline Vogt, Wittwe dahier. Ludwig Leun, Gerichts- affeffor dahier mit Ottilie Paula Quabeck hierselbst. Karl Martin Schäfer, Eisendreher dahier mit Margarethe Katharine Simon hierselbst. «eboveue.

Dezember 3. Dem Fuhrmann Wilhelm Christian Schmidt ein Sohn, Wilhelm Heinrich Jost. 5. Dem Fuhrmann Christian Werner eine Tochter, Margarethe. 6. Dem Schuhmacher Theodor Eihfeller eine

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Summa: 11 (1) 8

Dezember 8. Karoline Marie Falkenheiner, 2 Jahre alt, Tochter von Schreiner Ernst Falkenheiner dahier. Frieda Hammel, 1 Jahr alt, Tochter von Müller Heinrich Hammel dahier. Anna Schröder, 1V9 Jahr alt, Tochter von Bergmann Adam Schröder dahier. 9. Friedrich Karl Philipp Volz, 2 Jahre alt, Sohn von Flaschenbierhändler Friedrich Volz dahier. Bernhard Schirmer, 71 Jahre alt, Rentner dahier. Bernhard Schwarz, 24 Jahre alt, Chemiker dahier. 10. Anna Rau, 1 Jahr alt, Tochter von Dachdecker Heinrich Rau dahier. Otto Deichert, 46 Jahre alt, Postsekretär i. P. dahier. 11. Louis Scheid, 72 Jahre alt, Fabri­kant dahier. Georg Büchler, 33 Jahre alt, Oberlehrer zu Groß-Umstadt. 18. Karl Nicolai, 23 Jahre alt, Dachdeckergehülfe dahier. 14. Mar­garethe Mathilde Lina Schlitz, 1 Jahr alt, Tochter von Cementarbeiter Philipp Schlitz dahier.

Zusammen: Erwachsene: im

1. Lebensjahr:

fclifjeö gefordert wird ohne Rücksicht darauf, ob Pfändung jutgefunben hat oder nicht. Ter Versuch soll nach. Ann»

( des Reichssttafgesetzbuchs geregelt werden. _ Bei M'lerei" soll gefordert werden, daß der Betreffende tkii Umständen nach annehmen mußte, daß der Gegen- punt» gestohlen war. Für denRückfall" sollen sten gere Strafen eingeführt werden und zu diesem Zweck tzwtlragung der Strafen für Feldfrevel ins Register an» geordnet werden. Haftung der Eltern, Pflegeeltern usw. ß-c Kinder und Dienstboten ist beizubehalten. Die gesetz- sichein Thatbestände sind nicht zu vermindern, dagegen soll der Strafrahmen entsprechend den gesunkenen Geld­preisen hinaufgesetzt werden. Abzuschaffen ist das ilbnerdieuen der Strafe, zumal kein Zwang dazu besieht, auch meist minderwertige Arbeit geleistet wird nut) die Gemeinden die Kosten für Beaufsichtigung und jür «Gerätschaften zu tragen haben. Deshalb gleich Um» mmidlung der Strafe im Unvermögensfalle in Haft. An dir Stelle bestimmter Strafsummen im Gesetz sollen vleLfrahmen mit Maximal- und Minimalgrenze treten. - Im Anschluß an diese Vorschläge spricht Schade- .ilikinburg den Wunsch aus, den Ausdruck Feldfrevel durch Helt diebstahl zu ersetzen und führt lebhaft Klage über den schlechten Zustand, in dem sich u n s e r F e l d - (di n 6 tue f e ii befinde. Es werde so gut wie nichts ge­leistet. Von anderer Seite wird darauf hingewiesen, daß die Feldschützen zu schlecht von den Gemeinden bezahlt würden, daß es ihnen auch an einer ausreichenden Kon­trolle fehle. Unvereinbar mit einem genügenden Feld

Gerichtssaal.

Darmstadt, 12. Dezember. Schwurgericht. Heute vor­mittag bejann die Verhandlung gegen den Schlossergesellen Gebhardt Pflüger. Am 4. Oktober hat er in Darmstadt seine Geliebte Katharina Kunz erschossen. Er hat vor dem Untersuchungs­richter ein volles Geständnis abgelegt. Er hat fich aufgeregt, daß d eKäthe" ihn vernachlässigte und ihm nicht einmal die Mitteilung gemacht, wo sie in Da mstadt wohne. Er hat geglaubt, sie sei mit einem anderendurchgegangen". AlSbald habe er die Absicht gefaßt, sie in Darmstadt aufzusuchen, in der Nacht des TageS vorher, alS er hinfuhr, habe er vor Aufregung nicht schlafen können. Entgegen den Angaben vor dem Untersuchungsrichter will er nicht die Abficht gehabt haben, seine Geliebte zu erschießen, den Revolver habe er zu seiner Sicherheit gekauft, da kurz vorher ein Bekannter von ihm an- gefallen worden sei. In einer Wirtschaft hat der Angeklagte zuerst nach drrKäthe" gefragt, doch vergeblich, dann auf der Polizei, wo er die Adresse erhielt. Sofort hat er seine Geliebte aufgesucht, von ihrer Herrschaft aber erfahren, daß sie ausgegangen sei. Er ist daun in ein Restaurant gegangen, hat da ein Glas Bier getrunken und einige Ansichtskarten geschriebm, sogar witzigen Inhalts, ©einen Humor erklärt der Angeklagte damit, daß er geglaubt habe, betriffS Käthchen" gehe alles gut. Als er die Wirtschaft verlassen, sei ihm die Geliebte auf der Straße begegnet, er habe sie begrüßt und von ihr 10 Mk. begehrt, diese aber nicht erhalten. Ueberhaupt sei fie kalt gegen ihn gewesen- und habe schließlich gesagt, ihretwegen brauche er nicht nach Darmstadt zu kommen. Er habe alsdann die Drohung ausgestoßen, er werde alles der Herrschaft sagen, was fie in Frank­furt getrieben (Schlüsselmitnahme, verschiedene intime Beziehungen rc.), um fie zu bewegen,wieder gut" zu werden. Alles sei aber ver­gebens gewesen, sie habe kurz und bündig>erkiäit, nichts von ihm wiffen zu wollen. Darauf habe et nach dem Revolver gegriffen und sei dem aufschreienden und entfliehenden Mädchen nachgesprungen. Ueber die nun folgenden Einzelheiten will der Angeklagte nichts mehr wissen, auch nichts davon, daß er den ihn festnehmenden Per­sonen Widerstand geleistet. Er wurde zu 5 Jahren Gefängnis öerurteUt.

Darmstadt, 13. Dezember. Eine interessante Frage hat jüngst das Amtsgericht I hier beschäftigt. Ein Passa­gier, der die Dampf st raßenbahn benützte und sich aus der P l a t t f o r m vor dem Zugabtcil der zweiten Klasse befand, weigerte sich, den Billetsatz dieser Klasse zu zahlen. Auf Klage entschied das Gericht, daß der Fahr­gast nur dem Preis der dritten Klasse zu erlegen brauche, die Plattform von beiden Wagenklassen sei die gleiche. Im Reglement der Bahn ist nur vermerkt, daß das Stehen auf der Plattform erlaubt ist.

Müller wies barauf: Mitteln auch damit erbeausstellungen eher

Eine landwirtschai' inerhalb weniger Süp- Geiverbeausstellimg ' M und so bidor-": V ttschaftlichen AusM VJ' inbtn. So w rar 180000 M. ,n 4 N-W

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solche von 4 Uhr nachmittags ab im Laden des Herrn Gärtners Berger.

* Aus de« Bureau des Stadttheaters. Am Sonntag gelangt Ferdinand Raimunds Meisterwerk, die drei­aktige ZauberpoffeDer Verschwender", Musik von Conradin Kreutzer zur Aufführung. Der Billetvor- verkauf für die Sonntagsvorstellungen findet vor den Feiertagen bis abends 61/, Uhr in Ernst ChallicrS Musikalien­handlung statt. In die kommende Woche fällt das zweimalige Gastspiel des Affendarstellers F. Johnson auS New Aork. Der BerlinerLokal-Anzeiger" schreibt:

Das Alexanderplatz Theater hat nun einen Affen und zwar einen recht gewandten, der sich in der Restroy'sche PosseDer Affe und der Bräutigam" in der Person eines Mr. Johnson zur großen Ergötzlichkeit des Publikums präsentierte. In der That reicht das Talent des Mr. John­son in der Darstellung des gliedergewandten Vierhänders an das seiner einst vielgenannten Vorgänger völlig heran, selbst Aloys Müller, der Affenmüller der 70er Jahre, entwickelte nicht größere Behendigkeit und Natürlichkeit in seiner Darstellung.

Dienstag den 18. ds. ist Volksvorstellung und zwar wirdDorf und Stadt" von Charlotte Birch- Pfeiffer gegeben.

* Spezialitäten. Am letzten Sonntag fand im Lokal zu denVier Jahreszeiten" eine große Spezialitäten- Vorstellung statt. Man schildert uns die Leistungen der Künstler als sehr gut, namentlich die der Gebrüder Orelly als Salonakrobaten. Frl. Dalby als Tanzsoubrette zcrchnetc sich durch ein schönes, wohlklingendes Organ und flotten Tanz aus und wußte das Publikum auch durch hochelegante Toiletten zu fesseln. Frl. Martha Bosmann soll eine gute Liedersängerin sein. Die Vorstellungen am Nachmittag und Abend waren sehr gut besucht und es mußten 3 bis 4 Nummern zugegeben werden. Das Publi­kum konnte mit dem Bewußtsein den Saal verlassen, einige fröhliche Stunden verbracht zu haben. Am morgenden Sonntag finden wieder zwei Vorstellungen mit neuem Pro­gramm und neuen Kräften statt, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr.

** Auch ein Jubiläum. Man schreibt uns: Im Laden des Herrn Fr. Krogmann an der Bahnhofstraße bemerkt der Vorübergehende einen Kassenschrank mit der Aufschrift: Tausendster Kassenschrank aus der eigenen Fabrik." Die Kr.'sche Fabrik hat aus kleinen Anfängen die Fabrikation von Kaffenschränken zu einem heute schon ganz bedeutenden Industriezweig Gießens gestaltet. Das Personal des Herrn Krogmann hat ihm aus Anlaß des 1000. Fabrikats zweiGedenktafeln überreicht. Zu Ehren dieses Tages findet eine Feier in Lonys Bierkeller statt.

Hande! und Uerlrehr. Uolkswirtschast.

Die deutsche Hypotheke«bank in Meiningen ver­öffentlicht in unserer heutigen Nummer ein Inserat, das Beachtung verdient.

Sohlen.

ES notieren: Ruhr-Fettnutz Körnung I und II Mk. 240 biS Mk. 250, Nutzschmtedekohlen Mk. 220 bis Mk. 230, Deutsche Anthrscit-Nußkohlen Mk. 380 bis 390, englische Anthracit-Nußkohlen Mk. 430 bis Mk. 440, Rutzr-Flammnuß Körnung I und II Mk. 240 diS Mk. 250, Ruhr - Flammnuhkohlen III Mk. 220 bis Mt. 230, Fettschrot Mk. 190 bis Mk. 200, Ruhr-Bruchcoks Mk. 330 bis Mk. 340. Alles per 10 Tonnen ab Mannheim. Englische Jndustrtckohlen geringwertiger Qualitäten beschweren andauernd btn Markt und werden zu jedem Preise abgegeben.

Spiritus.

Spiritus hat während der Berichtswoehe den Preis nicht viel ge­ändert. Das Geschäft ist weniger belebt wie in den vorhergehenden Wochen, doch fanden die Zufuhren prompte Aufnahme und schließt Roh­spiritus heute an der Berliner Börse mit Mk. 44,90. Auf heute beruft der Ring seine angeblich Getreuen zum ersten Appell zusammen Die Versammelten dürften wenig mit den Erfolgen der Leitung zufrieden sein, da die bekannten Ausschüttungspreise wenig denjenigen Preisen entsprechen, die außerhalb des Ringes erzielt wurden. Die Regiffeure dieser Versammlung werden Übrigens die Anwesenden mit den bekannten Floskeln zu beruhigen suchen. Vor Schluß wurde der statistische Bericht pro November bekannt. Derselbe weist eine kolossal starke Produktion gegen den Parallelmonat des Vorjahres auf, eine Abnahme des Konsums und eine Zunahme des Bestandes um rund 62 Mill. Liter.

Tabak.

Im Laufe der Berichtswoche wurden in Plankstadt zirka 4500 Zentner Tabak neuer Ernte von Mk. 24 bis 28 verkauft. Der Preis wurde durch das Eingreifen dreier großer Fabrikanten bis zu Mk. 28 getrieben, der Handel, der sehr wenig kaufte, hätte diese Preise keines­falls angelegt, da der Tabak in Brand teilweise sehr zu wünschen übrig läßt, die Abhängung dagegen war musterhaft. Im Grenzhof wurden von drei Parthien, teilweise verhagelt zwei zu Mk. 22 bis 24 gekauft. Es sind in der badischen Pfalz noch die Orte Freudenheim, Seckenheim und einige kleinere Reste in verschiedenen Orten zu verkaufen, womit sodann der Einkauf bei uns geschloffen werden dürfte. In der Rhein­pfalz sind die Schwergutorte Mutterstadt, Dannstadt und der Schneid­gutort Schifferstadt, ferner von den Zigarrenorten noch die Orte Bell­heim (fast ganz), Herxheim, noch zirka 2500 Zentner zu verkaufen und hat sich der Preis von Mk. 28 auf Mk. n6 herabgedrückt; wir halten auch diesen Preis für diese Qualität noch zu hoch. Die abgehängten Neckartabake, die jetzt geliefert werden, sind, rote bereits von uns erwähnt, größtenteils schlecht geliefert. Wir haben wiederholt von der beliebten Einkaufsweise abgeraten, da jetzt noch Zeit wäre, die fertigen Tabake zu kaufen. Wir hoffen, daß, hierdurch gewitzigt, die Herren Händler und Fabrikanten in Zukunft beim Einkäufe etwas vor­sichtiger verfahren werden. In alten Tabaken war das Geschäft wäh­rend der Berichtswoche ruhig. Lose pfälzer Rippen geschästhlos, lose feine Mk. 8 bis 9, gebündelte Mk. 11,50 bis 12 verpackt.

Schiffsnachrichten.

Der PostdampferSouthwark" derRed Star Linie* in Ant­werpen, ist laut Telegramm am 12. Dezember wohlbehalten in New-York angenommen.

Ei» praktisches Weihnachtsgeschenk sür die Dam^n. wett, das zugleich auch dem Schönheitssinn entgegenkommt, ist eine jener eleganten Nähmaschinen, die das hiesige Geschäft der Singer Co. Nähmaschinen Akt. Ges., Bahnhofstr. 4, jetzt wieder in einer prächtigen Weihnachts Ausstellung den Kunden vor Augen stellt. Jedem Salon geretcht eine dieser Maschinen, die in ihrem Aeußeren so schmuck aussehen, zur besonderen Zier, ihr Hauptvorzug liegt aber in ihrer un­übertroffenen Konstruktion und Leistungsfähigkeit, Eigenschaften, die auch von der Jury der Pariser Weltausstellung wieder anerkannt worden sind, die der Singer Co. für die von ihr ausgestellten Nähmaschinen die höchste vor ihr zu verleihende Auszeichnung, denGrand Prix, zu­erkannt hat. Das ist wiederum eine Anerkennung von Fachleuten, wie sie die Allgemeinheit schon seit Jahrzehnten ausgesprochen hat. Die Singer Nähmaschine besitzt denn auch Eigenschaften, die sie jeder Dame lieb und wert machen müffen. Besonders möchten wir auf ihre neuere Errungenschaft, die Herstellung moderner Kunststickereien, Hinweisen, eine Kunstfertigkeit, die ohne besondere Apparate auf ihr g.-übt werden, und die sich jede Dame nach einer leichten und kostenfteien Unterweisung an- eignen kann. Wer daher ein zugleich praktisches wie elegantes Weihnachts­geschenk für seine weiblichen Angehöiigen erstehen will, der kaufe ihnen eine Original Singer Nähmaschine.

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