„Ostern, Ostern, Fest der Freude!" jauchzt es nah und fern. Wie Weihnachten, ist auch Ostern ein rechtes Familienfest, wie nur wir Deutsche sie zu begehen wiffen. Im Elternhause findet sich im traulichen Verein alles zusammen. Die Schuljugend hat Ferien erhalten und freut sich der ungebundenen Freiheit. Und der junge Soldat ist auf Ofterurlaub nach Hause gekommen und präsentiert sich dem Vater und der Mutter stolz in der blitzenden Extrauniform. Und ist das erst eine Lust, wenn eS auf die Eiersuche geht? Wo ein Gärtchen zur Verfügung steht, da hat der Osterhase hier seine Gaben niedergelegt; wo es fehlt, da ist er ungesehen in die Wohnung geschlüpft und hat sich hier seiner leckeren Bürde entledigt. Und nun suchen Hänschen und Hildchen, Fritzchen und Jlschen um die Wette. Kein Eckchen ist so verborgen, daß nicht große Kinderaugen eS auffinden, kein Winkelchen so heimlich, daß tastende Kinderhändchen in ihm nicht nachspüren. Und sollte doch irgendwie ein Ei der Aufmerksamkeit der Kleinen entgehen, so steht die Mutter ja eng genug mit dem Osterhasen im Bunde, um ihre Lieblinge mit verstohlenem Wink darauf aufmerksam zu machen. Und dann gehtS ans Schmausen! Denn außer den Ostereiern giebts noch Osterkuchen. Und den lassen sich Groß und Klein schmecken, selbst auf die Gefahr einer kleinen Magenverstimmung nach dem Feste hin. Denn auch darin sind wir echte Deutsche: zu einem rechten Feste gehört ein guter Bissen. Und selbstverständlich auch ein guter Trunk! Und an dem läßt mans denn beim Osterausflug auch nicht fehlen.
Air deutschen Industrien auf der jlariffr Weltausstellung.
Man wird es als recht und billig anerkennen müssen, Laß diejenige Nation, welche die andere zu Gaste ladet, auf der Ausstellung den weitesten Raum einnimmt. Frankreich hat diese Vergünstigung für sich in weitestem Maße in Anspruch genommen, um diejenigen Nationen, die auf industriellen Gebieten vor der Republik während der letzten Jahre einen weiten Vorsprung genommen, wieder einzuholen. Aber die Sachverständigen der einzelnen Industrien werden sich kaum durch die Quantität der ausgestellten Erzeugnisse täuschen lassen, und ihre Aufmerksamkeit nicht nur dem Gastgeber, der das Fest bereitet hat, zuwenden. Es wird ein sehr ernster Wettkampf der Nationen werden, aber wir dürfen sagen, daß das Deutsche Reich nicht den Kürzeren dabei ziehen wird.
Die deutschen Industriellen haben im Einverständnis! mit dem Reichskommissar den größten Wert darauf gelegt, ihre Stärke auf Gebieten kund zu thun, auf denen man nicht schon auf der Chicagoer Ausstellung Lorbeern gewann. Denn warum sollte man sich noch einmal als Meister in Künsten präsentieren, in denen man soeben als als solcher anerkannt wurde? Wenn man uns auch den zehnfachen Raum dessen zur Verfügung gestellt hätte,, der --uns tatsächlich zur Verfügung steht, so hätten wir doch nicht Erzeugnisse aller Jndustrieen, in denen wir mit anderen Ländern den Wettkampf aufnehmen können, zu einem anschaulichen Gesaintbild vereinigen können. Das wäre die Aufgabe einer allgemeinen deutschen Industrie- Ausstellung, die wir jedoch vielleicht nie erleben werdens da der Zug der Zeit jetzt dahin gerichtet ist, einzelne Industrien im Gesamtbilde vorzuführen — zumal man gerade in den umfangreichen Ausstellungen auf weit ausgedehnten Terrains am wenigsten Klarheit zu gewinnen verrpag. Jedenfalls dürfte man wohl von den Welt-Ausstellungen in nicht zu langer Zeit ganz abkommen, da auch ein noch so großes Terrain nicht den erforderlichen Raum bieten dürfte.
Nun sind aber auch die in Paris vertretenen deutschen Industrien nicht an einem Punkte vereint, sondern sie treten sporadisch, d. h. überall, wo sie mit ähnlichen Erzeugnissen fremder Nationen verglichen werden sollen. Das ist jedoch kein Nachteil für uns, zumal man nicht nur die fertigen Erzeugnisse, sondern auch ihre Entstehung sehen wird, wobei die große Leistungsfähigkeit unserer Maschinen sehr wohl zur Geltung kommen dürfte.
Unmittelbar an die große Maschinenhalle des Jahres 1889 stoßen zwei Galerien für die Licht- und Kraftmaschinen. Eine derselben wird die französischen Maschinen dieser Art, die andere die gleichartigen Maschinen! fremder Nationen aufnehmen. Deutschland ist hier durch Kraftmaschinen sehr günstig vertreten, und eine Berliner Firma stellt einen großen Laufkrahn aus, der gegenwärtig zur Montierung der großen Maschinen auf der Ausstellung dient. Er hat eine Spannweite von 2i 6Meter und hebt
Winterwohnung hielt, herumkrabbelte. Und jetzt kam es wie eine Inspiration über mich, was ich meiner „treuen Abonnentin" mitzuteilen hatte. Ich schrieb mit diploma- tischer Umgehung der Anrede:
„Treue Abonnentin. Der Maikäfer ist glücklich angekommen, er lebt. Chokotade scheint er bei uns auch nicht zu fressen. Wir werden aber die Versuche dieser rationellen Fütterungsmethode fortsetzen".
Kaum hatte ich dies hingeschrieben, so kam der jetzt gänzlich wiederhergestellte Maikäfer durch das Zimmer geflogen und setzte sich aüf das soeben Geschriebene, — wahrscheinlich um es durchzulesen. Er hatte nichts dagegen zu erinnern. Dann wandte er sich gleichgiltig ab und unterwarf die Gerätschaften des Schreibtisches einer Besichtigung. Unter den Blumentöpfen, welche auf dem Fensterbrett standen, befanden sich einige, welche bereits neue Sprösslinge zeigten. Der Maikäfer begann diese als be^tMbn, und ich ließ ihn gewähren. — Alles der „treuen Abonnentin" zuliebe, die vermutlich nie- mals einen Pfennig für das Sck)rodaer Wochenblatt gezahlt
Zwei Tage später wieder ein Lebenszeichen von ihr Sie schrieb nämlich: * '
„Lieber her rehdachsionär, lebt mein Maikeffer noch ich bin die Mieze von Richters und frist er schon Schukke- lade.
nachschrifftt. Die treue Abonendin ist die Mama daß übrige bin aber ich und mein bruder Otto hat mir beis schreiben geholfen wir Habben ihm in unserm Gahrten gefunden."
Nun, mit der „Mieze von Richters" brauchte ich nicht
Lasten von 25 000 Kilogramm bis zu 12 einhalb Meter Höhe.
Nach einer Bestimmung des französischen Ausstellungs- Programms, dürfen, wie Geheimrat Tr. Richter mitteilte, in dieser Maschinenhalle nur die Elektrizitäts-, Kraft- und die Metall- und Holz-Bearbeihungsmaschinen Aufnahme finden, während alle übrigen Maschinen in den industrie- ellerr Fachabteilungen und in räumlichem Zusammenhang mit den fertigen Erzeugnissen aufzustellen sind. Diese von der bisherigen Uebung abweichende Anordnung geht von dem Gedanken aus, die Beschauer möglichst eingehend mit dem Herstellungsprozeß der verschiedenen industriellen Erzeugnisse bekannt zu machen, und so bildend und erzieherisch zu wirken. So anerkennenswert diese Absicht an sich auch ist, wird sie bei der Uebersetzung in die Praxis großen Schwierigkeiten begegnen. Es liegt auf der Hand, daß sehr viele Produzenten den Herstellungsprozeß ihrer Produkte ,im einzelnen gar nicht veranschaulichen können, ohne damit wichtige Fabrikationsgeheimnisse preiszugeben; und andererseits ist die Fabrikation industrieller Erzeugnisse vielfach mit so unangenehmen Begleiterscheinungen, wie Staubentwickelung, Lärm und üblem Geruch verbunden, daß ihre Vorführung sich in einer Ausstellung ohne weiteres verbietet. Die Bestimmung des französischen Ausstellungsprogramms ist aber zwingender Natur, alle Länder müssen sich ihr fügen, und sie hat für uns vielleicht sogar insofern einen Vorteil gehabt, als dadurch möglich wurde, einen insgesamt größeren Platz für die deutsche Maschinen- industrie zu gewinnen, -als es bei Anforderung des Raums in einer ungetrennten Fläche erreichbar gewesen wäre.
Nicht ebenso günstig werden wir auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens vertreten sein, obwohl zum mindesten die deutschen Lokomotiven eine internationale Berühmtheit erlangt haben. Diese Abteilung liegt bekanntlich ganz fern vbn dem Weltausstellungsplatze, nämlich im Park von Vincennes, wo die Amerikaner den weitaus größten Teil des verfügbaren Terrains für sich in Anspruch genommen. haben. Man wird zwar einige deutsche Lokomotiven hier finden und in der Sportabteilung des Parkes Automobilen und Fahrräder deutscher Fabrikanten, aber diese Ausstel-i lung wird für Deutschland keine Errungenschaft bedeuten.
Wir ziehen es vor, nach dem Marsfelde zurückzukehren. Die große Maschinenhalle des Jahres 1889, dieser große Eisenpalast mit seinen kühn geschwungenen Dachbindern, wird neben einer höchst umfangreichen Nahrungsmittel- Ausstellung der Landwirtschaft den breitesten Raum gewähren. In dieser Abteilung wird deutsches Mastvieh, das sich bekanntlich nicht zu verstecken braucht, sehr stark vertreten sein; auch wird man hier mehr als hundert Pferde aus Schleswig-Holstein, Hannover, Ostpreußen und anderen Provinzen finden.
Einen sehr lebhaften Wettkampf mit anderen Nationen, ganz beronders aber mit Frankreich führt die deutsche Textilindustrie. Aber es ist dennoch zweifelhaft, ob sie so recht zur Geltung kommen wird, da wir nur Maschinen und Stoffe vorführen werden, während andere Nationen auch in der Abteilung für Bekleidung mit einer großen Fülle von Objekten auftreten werden. Indessen dürfte die deutsche Seidenindustrie sich große Preise erringen, denn,' sie wird u. a. durch eine Kollektiv-Ausstellung der Chemnitzer Seiden vertreten sein.
Ferner werden wir noch aus den Gebieten der chemischen Industrie, der Optik und Feinmechanik, des Buchgewerbes und der Papierindustrie, sowie im Bergbau- und Hüttenwesen bedeutende Leistungen aufweisen können. Es sind nicht sehr viele Klassen, an denen sich Deutschland beteiligt, aber diejenigen Industrien, welche an dem friedlichen Wettkampf teilnehmen, werden mit einer reichen Fülle der vorzüglichsten Erzeugnisse erscheinen. Die Fabrikanten wollen nicht versäumen, bei dieser Gelegenheit kund zu thun, daß immer noch deutsche Waren der verschiedensten Gattungen, insbesondere Tuche, Metall- und Lederwaren, Schmucksachen u. s. w. unter fremder Marke auf den Weltmarkt gelangen, obwohl England und Frankreich bereits Maßnahmen getroffen haben, zu verhindern, daß fremde Waren unter englischer und französischer Marke verkauft werden. So werden z. B. eine Menge deutscher Webstoffe in Paris und Frankreich als englische verkauft; sie sind mit englischen Marken versehen und werden aus England bezogen. Von Paris gehen, wie Fachleute berichten, sehr viele deutsche Waren unter französischer Marke nach Deutschland zurück. Der deutsche Fabrikant hat natürlich den bescheidensten Nutzen davon; um wie viel besser wäre es für das Ansehen und die Entwickelung deutscher Industrien und Gewerbe, wenn alle seine Erzeugnisse unter deutscher Flagge auf den Weltmarkt segelten.
viele Umstände zu machen; außerdem waren wir ja bereits, in ein, wenn auch nur schriftliches, freundschaftliches Verhältnis getreten. So entschloß ich mich denn, sie im „Briefkasten" zu duzen. Ich antwortete:
„Mieze. Dein Maikäfer lebt noch immer, aber er scheint zu kränkeln. Dir und Deinem Bruder Otto besten Gruß."
In der That hatte die Lebensfreude des Käfers nicht lange gedauert. Er flog nur noch wenig umher und kroch trübselig bald in der Ofenröhre, bald aus dem Schreibtische herum.
Bei Richters schien meine Antwort aber große Aufregung hervorgerufen zu haben; denn ich erhielt umgehend folgende Zuschrift:
„Lieber her reactehr sie müssen ihm recht warm Halten und leberthran soll serr gut sein, auch wurmkuchen unt sialmjak mit lakrizen fast alle stunde ein eßlefel wir grießen Ihn Ahle beide auch serr. Mieze und Otto."
Bevor ich darauf abermals antworten konnte, trat eine traurige Katastrophe ein. Ter Maikäfer zeigte nämlich, wenn er den Schreibtisch besuchte, eine besondere Vorliebe für das Tintenfaß, auf dessen Rand er sich setzte, um tiefsinnige Betrachtungen anzustellen. Sobald ich ihn am Rande des schwarzen Abgrundes sitzen sah, nahm ich ihn herunter und setzte ihn auf einen Blumentopf. 2lber als ich einmal in einen schwierigen Leitartikel vertieft war, bemerkte ich ihn zu spät auf dem Tintenfaß, ich hörte nur das „Plumps!" als er hinetnfiel. Mittelst einer Zange } heraus und warf ihn in das Waschbecken. Nactidem er mir gehörig gereinigt schien, trug ich ihn in die Ofenrohre, worauf er mir — wenn ich mich nicht täuschte
« „ n stromabwärts von den Repräsentation
Pavillons der Nationen ist neben England und den V-> einigten Staaten auch Deutschland ein Terrain überlass'! zur Vorführung seiner Leistungen auf dem Gebiete E^chiffsbau- und Schissahrtswesens. Lier haben die arote deutschen Rhedereien und Werften nach Entwürfen k Baumeisters Georg Thielen in Hamburg einen „Schiff Pavillon" errichtet, der nach Fertigstellung mit' sein r hohen Leuchtturm sehr reizvoll zu werden verspricht
Das deutsche Kunstgewerbe findet wie das Kunstn werbe anderer Nationen sein Unterkommen in einer te Hallen der Jnvaliden-Esplanade. Der Rgum ist hier nil zu eng bemessen, sodaß sich dio.schönen Erzeugnisse deutsä-- Kunstfleißes sehr gut präsentieren werden. Wir werd'' hier, zu anmutigen Gruppen vereint, Möbel, Bronin Silberwaren, dekorierte Gläser u. s. w. finden, sowie fefa umfangreiche Kollektionen der Münchener Keramik ur/> der Königlichen Porzellan-Manufakturen. Ein besondere Zugstück dieser Abteilung werden die Innendekoration unb Möbel eines Saales bilden, welchen der Kölner Meistei Pallenberg nach Entwürfen Lechters für 150 000 Mark aus führt, und die später in den Besitz des Kölner Museum- übergehen sollen. Für kirchliche Kunst ist endlich in Forn einer Kapelle ein besonderer Pavillon errichtet; denn ber‘ artige Erzeugnisse vermag man am besten in dem zum. hörigen Rahmen zu beurteilen.
Die deutsche Bauindustrie wird am würdigsten burq das deutsche Haus repräsentiert, das schon vielfach ti. schrieben wurde. Es ist am Quai d'Orsay errichtet, wo auo die Pavillons der anderen Staaten erbaut sind. Bekanm. lich war der Entwurf für dieses Haus zum Gegenstand' eines Preisausschreibens gemacht worden, aus welchem Prof. Fr. v. Thiersch und Postbauinspektor Radke als Sieger hcrvorgingen. Der Kaiser hat den Entwurf Radkes zur Ausführung bestimmt, und man wird in diesem Falle der Wahl des Kaisers nur seinen Beifall zollen können, dem das Gebäude trägt wirklich deutschen Charakter. Es war ursprünglich eine große Halle geplant, aber später ergab sich die Notwendigkeit, das deutsche Buchgewerbe und die photographische Ausstellung in diesem Gebäude mit untere zubringen, und da die Objekte dieser Abteilung viel Wans fläche verlangen, so mußte man an Stelle der großen Halle einzelne Säle schaffen. Von den offiziellen Räumen werden am reichsten der Empfangssaal, die Zimmer des Reichs- ko^nmissars und seines Stellvertreters ausgestattet, und zwar nach Vorbildern aus Sanssouci und dem Stadtschloß in Potsdam.
Das Gebäude ist in allen wesentlichen Teilen in Holz erbaut und außen und innen mit Drahtgipsputz bekleidet. Ein malerischer Turm, welcher die umstehenden Gebäude überragt, wird den deutschen Besuchern als Wegweiser dienen. Die Fronten werden von Böhland in Mineralfarben bemalt, das Treppenhaus durch ein schönes Glasfenster von Lüthi in Frankfurt a. M. erhellt. Tas Erdgeschoß enthält eine deutsche Weinstube, welche sehr reidi mit schönen Malereien zur Verherrlichung der Gaben des Bacchus geschmückt werden.
Ummchtztes.
* Die völlige Sonnenfinstern iS am 28. Mar wird in Europa nur aüf der iberischen Halbinsel sichtbar sein. Da der Himmel Ende Mai in den östlichen Provinzen meist klar zu sein pflegt, so wird Hch das Gros der spanischen Beobachter nach Eiche und Santapola begeben. Ebendahin werden auch viele ausländische Gelehrte und Mitglieder astronomischer Vereine strömen. Von England sind 200 — allein von Dublin kommen 150 unter Führung von Sir Howard Grubb —, von Frankreich eben» falls mehrere Hundert, von Deutschland etwa 50 angekündigt, und auch Belgien, Holland, Norwegen, Rußland usw. werden vertreten sein. Es war auch davon die Rede, daß Prinz Ludwig Ferdinand von Baiern dorthin kommen würde. Wahrscheinlich wird vorher eine Gelehrtenversammlung unt.r Vorsitz Lockyers stattfinden, um über die Verteilung btt Arbeit, was Zeit- und Temperaturmessungen, Spektralanalyse der Corona, photographische Aufnahmen usw. anbi« langt, zu beraten.__
Kunst-Ausstellung. aueetellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags nii Ausnahme des Semstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 8 bi 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Ulf ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg< an Bonn- und Feiertagen 20 Pfg.
— einen dankbaren Blick zuwarf. Als ich meinen Leitartikel beendigt hatte und nach ihm hinblickte, lag er auf beit Rücken Uchd war tot.
Man wird sich (meine. Bestürzung denken können. 3$
empfand nun die ganze Schwere meiner Verantwortung^« vollen Stellung; aber schließlich blieb mir doch nichts anderes übrig, als Mieze und Otto per Briefkasten die Traue anzeige zukommen zu lassen. Darauf ging mir eine Pof- karte dieses Inhalts zu: _
„Geehrter Rehdachsionär. Meine Schwester Mre'-e weint sie Wil ihrem Maikeffer widerhaben ich lachte ikr aus, Mama gab mir eine Ohrfeige. Was soll ich bus mit ihr machen. Otto Richter."
Tas Mitgefühl mit der weinenden Mieze und ctt gewisses Schuldbewußtsein gab mir den Gedanken ein, von Konditor einen Maikäfer aus Chokolade zu kaufen uiv denselben „Fräulein Mieze Richter" zu senden, mit den Bemerken, der Maikäfer lebe zwar nicht mehr, aber -i habe nun bei Lebzeiten soviel Chokolade gefressen, daß
selbst zu Chokolade geworden sei. . ~
Nachstehendes Dankschreiben beendete die wichtige Koo respondenz. reba$ionef}C Ctt0 $at ihm den Kopfs weh' gebisen und das hat mir so leit getuten das ich auch o- übrichen auffaß wenn sommer is, schicke ich ihnen n viele mehr Maikeffer die kennen sie alle zu Schuttes, werden lassen. _ „
Es grießt und küßt
Ich habe die weitere Entwickelung ^cht abgewawl vielleicht setzt mein Nachfolger in Schroda die Jiauafi zücht fort.


