sodann ebenfalls bewilligt. Morgen steht der Ttat des Bankenwesens zur Beratung.
— Wie die „Volksztg." hört, werden verschiedene Abgeordnete, die von Fraktions wegen den Kompromißantrag unterzeichnet haben, bei der Abstimmung dagegen stimmen.
Köln, 13. März. Die hiesige Handelskammer beschloß eine Eingabe an die Regierung, den Flei sch - b e s ch a u g e s e tz e n t w u r s in der von der Reichstagskommission beschlossenen Fassung abzulehnen, und eine Petition an das Abgeordnetenhaus, dem Entwurf, betr. die Warenhaus st euer, seine Zustimmung zu versagen.
Frankfurt a. M., 13. März. Ausstellung für Krankenpflege Frankfurt a. M. 1900. Es ist noch wenig bekannt, daß die Ausstellung eine eigene offizielle Ansichtspostkarte auSgegeben hat. Das Bild ist auf die Rückseite der Jubiläumspostkarte mit einer Marke gedruckt. Diese Ansichtspostkarte erhält besonderen Wert, wenn dieselbe auf dem Postamt in der Landwirtschaftlichen Halle aufgegeben wird, da dieses den Stempel „Ausstellung für Krankenpflege" führt. — Der Besuch der Ausstellung ist andauernd ein außerordentlich lebhafter. Der Pächter des Ausstellungsrestaurants veranstaltet am Donnerstag, dem 15. d. M. nachmittags von 3—5 Uhr ein Konzert der Kapelle des 81. Infanterie-Regimentes.
Universität Md Hochschule.
- , ~ Dr Bergt, Privatdozent an der technischen
Hochschule m Dresden, zum a.-o. Profeffor in Greifswald.
— Berufe«» Zum Nachfolger des verstorbenen Professors der Philosophie an der Unwersttät Bonn Geh. Rat Neuhäußer, der Professor an der Breslauer Universität Dr. phil Baumker; er soll die Berufung angenommen haben. — Pfarrer Ecke in Bremen als a.-o. Professor der systematischen Theologie an die Unwersttät Königsberg. — An Stelle des verstorbenen Professors Canestrini E. Ficalbi aus Messina als Professor der Naturwissenschaften an die Universität Padua. Er ist Evolutionist und Verfasser eines Traktats über allgemeine Zoologie, sowie von Studien über Mosquitos.
— Verschiedene-r Dr. Eduard Buchner, der als Nachfolger Prof. Fleischers die Professur für Chemie an der Berliner landwirt» lchastlichen Hochschule übernommen hat, ist als Privatdozent in den Lehrkörper der Universität in Berlin eingetreten.
Vermischtes.
* M. Gladbach, 10. März. Auf eigentümliche Weise verschaffte sich der Fabrikarbeiter Schlösser Geld. Vor einigen Tagen begab er sich nach dem Standesamte und meldete dort, daß er wieder einmal glücklicher Vater geworden sei. Auf die Geburtsurkunde des Kindes, dem er den Namen Anua gab, erhob er dann bei der Fabrik- I krankenkasse das Wöchnerinnengeld. Jetzt kam seine Frau nach dem Standesamte und teilte entrüstet mit, sie habe in der Zeitung von der Geburt eines Töchterchens gelesen; so etwas ließe sie sich aber nicht nachsagen; die Mitteilungsei völlig unwahr. Als man daraufhin den „glücklichen Vater" aufsuchen wollte, entdeckte man, daß er mit dem Gelde flüchtig geworden war. Die Anklage gegen ihn wird auf Urkundenfälschung und Betrug lauten.
• Cleve, 12. März. Beim Spielen erhängt. Zwei Kinder eines in der Nähe wohnenden Gärtners, ein zehnjähriger Knabe und ein zwölfjähriges Mädchen, spielten im Walde „Aufhängen". Der Knabe machte sich eine Schlinge, legte diese um seinen Hals und befestigte sie dann an einem niedergebogenen Baumstämmchen. Das Mädchen hatte, damit der Knabe den Strick befestigen konnte, das Stämmchen niedergehalten. Als die Kleine | hierauf den jungen Baum losließ, schnellte dieser zurück, so daß der Knabe in der Schlinge mit hochgezogen wurde. Während derselbe hilflos in der Luft schwebte, eilte das erschreckte Mädchen zu den Eltern, um Rettung herbeizuschaffen. Als der Vater jedoch an der Stelle eintraf, fand er den Knaben bereits leblos vor. Er schnitt ihn eiligst ab und stellte Atmungsversuche mit ihm an, mußte jedoch bald zu seinem Schmerze einsehen, daß der Knabe bereits tot war.
* Eisenach, 12. März. Dieser Tage hatten sich hier I die Vertreter der Burschenschafter auf den sieben technischen Hochschulen Deutschlands zur Beratung versammelt, wobei I es sich in der Hauptsache um die Gründung eines techni- I schen Burschenschaftsverbandes handelte. Derselbe wurde I denn auch mit Einmütigkeit unter dem Namen „Rüdes- I Heimer Deputierten- Konvent" begründet.
* Weimar, 12. März. Zwei hohe chinesische I Würdenträger weilten in unserer Stadt, um dem früheren Gesandten des Deutschen Reiches in Peking, Wirk!. Geheimerat v. Brandt, Exzellenz, einen Besuch abzustatteu. I
Heer und Marine.
« hat hinsichtlich der Rekrutierung des Heeres
1900 bestimmt: Der späteste Entlaffungstag der Reservisten ist der 29. September 1900. Das Nähere bestimmen die Generalkommando-, für die Fußartillerie die General-Inspektion der Fußartillerie. Bei denjenigen Truppenteilen, die an den Herbstübungen teilnehmen, findet die Entlassung der zur Reserve beurlaubten Mannschaften in der Regel am zweiten, ausnahmsweise am ersten oder dritten Tage nach deren Beendigung oder nach dem Eintreffen in den Standorten statt. Abweichungen hiervon können das Kriegsministerium und in Bezug auf einzelne Mannschaften die Generalkommandos verfügen. Die Oekonomte- Handwerker und die Milüärkrankenwärter sind am 29. September 1909 ru entlassen. Die Einstellung der Rekruten zum Dienst mit der Waffe erfolgt nach näherer Anordnung der Generalkommandos bei der Kavallerie und bei der reitenden Artillerie möglichst bald nach dem 1. Oktober 1900, jedoch grundsätzlich erst nach dem Wiedereintreffen von den Herbstübungen tn den Standorten. Die Rekruten für das Fuß- artillene-Regiment von Hindersin (Pommersches) Nr. 2, für die Unter« offizterschulen, sowie die als Oekonomie-Handwerker und MUttärkranken wärter ausgehobenen Rekruten sind am 2. Oktober 1900 emzustellen. güt die Rekruten aller übrigen Truppenteile setzt das Kriegsministerium den näheren Zeitpunkt der im Laufe deü Monats Oktober 1900 statt findenden Einstellung fest Das Kriegsministerium hat dazu unter anderem angeordnet: Die bei den Infanterie-Truppenteilen zu einer einjährigen aktiven Dienstzeit zur Einstellung gelangenden Bolksschullehrer und Kandidaten des Bolksschulamts gelten als überetatsmäßige Rekruten. Truppenteile, welche sich lediglich durch Freiwillige rekrutieren, dürfen solche auch für die überetatsmäßigen Rekrutenzahlen in Aussicht nehmen. Wegen Vermeidung der Einberufung, der Beförderung und Einstellung der Rekruten am Sonntag wird auf die Verfügung vom 9. Dezember 1895 Bezug genommen. Die Gesamtsumme der zu beantragenden Rekruten zum Dienst mit der Waffe beträgt für ein Infanterie Regiment 861, Jäger-Bataillon 240, Feldartillerie-Regiment fahrende Batterien 281, Fußartillerie-Regiment 533, Train-Bataillon 62 Traingemeine und 124 Trainsoldaten, Kavallerie-Regiment 123, eine Abteilung reitender Artillerie 32
Die neue Militär-Penfiouögtsetzgebung. Die Budgetkommission des Reichstags hat dem Plenum den Bericht über ihre
Mteratur.
— In der neuesten Nummer der für die moderne Richtung ton« angebenden Halbmonatsschrift „Die Gesellschaft" schreibt der hervorragende Kritiker C. Hans von Weber: Zum Schluffe habe ich - abgesehen von einigen Nichtigkeiten - noch von zwei dramatischen Erstlingswerken zu benchten, die beide als Proben starken Talentes be. zeichnet werden dürfen. Besonders die Tragikomödie „Eine beschränkte Frau" von Julius Baer «Tragik in 3 Akten Dresden, E. Pierson, 1900) lehrt uns eine interessante und sehr ciaen- artige dichterische Persönlichkeit kennen. Die Leitmotive dieses Dramas sind eine echte Herzensgüte und ein tiefer Humor, dessen Ausdrucks mittel oft an Wedekind erinnern ohne ihn nachzuahmen, namentlich in der kühnen Mischung des Grotesken nut dem Tragischen. Lothar Wetael heiratet em reiches, älteres Mädchen, um das Verhältnis mit seiner chm geistig ebenbütlgen Geliebten fortsetzen zu können. Seine „beschränkte" Frau, die tn feiner Liebe die Rettung aus einer freudlosen Jugend et» bückte, geht an der Enttäuschung zu Grunde. Ein verbummelter Studtengenoffe Lothars vertritt die Rolle eines grotesken Chorus Er tst dramatisch entbehrlich, aber litterarisch die Meisterleistung der Dichtung. Dieser Charakter tst lebenswahr und durchaus originell. Seora Engels sollte ihn spielen. Die Figur der Gattin hat der Verfasser etwas zu verschwenderisch in seiner ordentlich zärtlichen Arbeit beschenkt. Ihre Güte streift zuweilen an das unfreiwillig komische, besonders im Verkehr mit dem Dienstmädchen, der allerdings zu einer der schönsten Szenen des Dramas Veranlaffung giebt.
Lokales und UrooinMes.
•* Jugend von heute. Sämtliche Darmstädter Blätter berichten, daß „Jugend von heute", welches heute abend mit Herrn Willy Loehr vom Darmstädter Hoftheater als Gast für den Theaterverein hier zur Darstellung gelangt, bei der Wiederholung in Darmstadt einen noch weit größeren Erfolg hatte als bei der ersten Aufführung, lieber Herrn Loehrs Leistung als „Hermann" ist die gesamte Presse voll des größten Lobes.
** Einen grausigen Fund machte man gestern im Schwagerschen Hause am Seltersweg. An einer schwer zugänglichen Stelle des Dachgeschosses öffnete man einen dort stehenden alten Holzkasten, in dem sich vollständig mumifizierte Leichenteile befanden. Wahrscheinlich hat früher einmal ein Mediziner im Hause gewohnt, der diese Teile zu Studienzwecken verwendet hatte.
Darmstadt, 14. März. 10 Uhr 30 Min. Telephonmeldung. Seine Kgl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht, am 3. März den seither dem Distrikts-Kommando Starckenburg zugeteilten Major Freiherrn Leopold von Normann zu Darmstadt zum Kommandeur des Gendarmerie-Distrikts : Oberhessen in Gießen mit Wirkung vom 1. März zu j ernennen. — Durch Entschließung Gr. Ministeriums der Justiz wurde der Gerichts-Accessist Heinrich Gteßner aus Echzell zum Gerichts-Assessor ernannt. — Die in verschiedenen Blättern verbreitete Nachricht von der Einberufung der Kammer auf den 21. März ist als verfrüht zu bezeichnen, da die Ausschußberichte bis dahin nicht fertig gestellt sind. — Heute abend sindet im Saale der Oper eine von dem I Journalisten- und Schriftstellerverein einberufene große I Protest-Versammlung gegen die lex Heinze statt.
(--) Darmstadt, 13. März. Am verflossenen Montag sand im weißen Saale der Stadt Pfungstadt eine von hier I und auswärts sehr zahlreich besuchte Gastwirte-Ver - I sammlu n g statt, in welcher Herr Direktor R'einemer I einen Vortrag über die Bestrebungen des Bundes Deutscher I Gastwirte und die Bundessterbekasse hielt. Die Versamm- | lung wurde von Herrn Stadtverordneten C. Ph. Müller I dem Vorsitzenden des Vereins eröffnet und geleitet; der- I felben wohnte u. a. auch Herr Landtagsabgeordneter Reg.- I
7 °,a £ bei- x5U ca zweistündiger Rede verstand es der I Merent, den Anwesenden die eingehendste Kenntnis über I des Wirtsgewerbes zu geben, insbeson- I l-nb ^lHraiche, Flaschenbierhandel, Kon- I Absswnsfrage, Feierabendstunde, Fachschule, Stellen - Ver- ! Mittelungswesen, Automaten, Tanz- und Klavierftemvel I Spar- und Darlehnskassen u. s. w. Redner schilp eingebend die am 1. Januar d. Js. in Kraft getretenen Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches und^des Han- delsgefetzes, besonders, owett diese das S^oteb und Gast- I Wirtsgewerbe betreffen, hierbei auf die große, dem Gewerbe auferlegte Haftpflicht und die Buchführung im Gast- Wirtschaftsbetrieb näher eingehend. In dem zweiten Teil des Vortrags wies Rednex auf die so weit verbreitete I Sterbekasse des Bundes deutscher Gast wirte I hin, welche jetzt mehr als eine Million Mark au Witwen I und Waisen ausbezahlte, ein Versicherungskapital von über I 800 000 000, einen Jahresumsatz von mehr als 80^0)0 Mk I
waren Lu Hm Huan, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister des Kaisers von China, uud Kmgmthat, Legationssekretär bei der Kaiser!, chinesischen Gesandtschaft tij Berlin. An der zu Ehren der Gäste ver. anstalteten echt chinesischen Abendtafel nahmen auch der Großherzsg mit seinem Adjutanten, und Damen, sowie der Kontgl. sächsische außerordentliche Gesandte Frhr. v. Reitzen« stein nebst Gemahlin Teil. Legationsrat Kinginthai hatte seinen chinesischen Koch mit nach hier gebracht, der das Mahl, das nach chinesischer Sitte eingenommen wurde, bereitet gatte. Das Haus des Geheimrats v. Brand war nach chinesischer Weise geschmückt.
* Leipzig, 13. März. Fridtjof Nansen stattete heute vormittag der Firma F. A. BrockhauS, welche die deutsche Ausgabe des Werkes „In Nacht und Eis'> gedruckt und verlegt hat, einen Besuch ab. Das versammelte Ge. schäftspersonal empfing den berühmten Forscher mit einem begeisterten Hoch, wofür Nansen mit freundlichen Worten
Verklagte Künstlerinnen. Aus Paris wird berichtet: Französische und exotische Künstlerinnen machen gegenwärtig der französischen Justiz viel zu schaffen. Ueber oie grimmige Fehde, die die unbegreiflicherweise noch immer schon gesagte Otero mit ihrer Schneiderin auszu- l^chlbn hatte, ist schon berichtet worden. Jetzt sind das wirklich schone Fräulein Sorel vom Odeon, welches ftelir ganre s letzte Lebensstunden verschönt haben soll, und ba« « 7ei!Lbrr herrlichen Sarah, die auch in Deutschland be rannte Rosa Bruck vom Vaudeville, von ihren Lieferanten vor den Kadi zitiert worden. Fräulein Sorel weigert sich, ihrem Weinlieferanten eine Rechnung über 17 300 Francs Zu bezahlen Die Prachtnummern der Rechnung sind meh- rere Dutzend Flaschen „Haut-Brion" zu 100 Francs für die F asche, em Preis, der der Tafel der trefflichen Künstlerin Ehre macht. Bei Rosa Bruck handelt es sich um Pferde. Ein „Freund" hat ihr in einer generösen Laune ein Paar Rappen geschenkt; er vergaß aber leider — wie das schon vorkommen soll — die Pferde zu bezahlen, und nun hat £>er ungalante Pferdehändler, dem die Tiere gehörten, die prächtigen Rappen in Rosa's Marstall pfänden lassen, und die .Künstlerin auf Zahlung von 3500 Francs verklagt.
I und einen in ersten Hypotheken und deutschen Wertpapieren I angelegten Reservefond von ca. 560 000 Mark aufweist. I besonderen Vorzüge dieses schönen und segensreich I Sir*eI/en Instituts veranlaßten auch heute wieder eine I Anzahl Neubeitritte. Gerade hier im Stadt- und Landkreis I -Darmstadt f)at diese Kasse schon sehr wohlthätig in vielen I Familien gewirkt, indem hier fast alle Gastwirte mit ihren I grauen diesem Institute angehören und so bei Sterbefällen I Zehntausende von Mark an die Hinterbliebenen ausbezahlt I konnten. Herr Regierungsrat Noack dankte für I oie Einladung zur heutigen Versammlung und dem Re- I serenteu für seinen ausführlichen belehrenden Vortrag. I ^5,.Gastwirtsverbindungen seien ja das glänzende Beispiel I dafür, daß „Einigkeit start macht".' und ständen als Muster I ^..^orbildlich für andere gewerbliche Vereinigungen da.
Mochte die Vereinigung fortfahren, recht viel gutes zu I schaffen. Diese Worte wurden mit allgemeinem Beifall I ausgenommen. Die Versammlung wurde vom Vorsitzenden I imt D-ank an den Referenten durch Erheben von den Sitzen I um 7 Uhr geschlossen. Der Verein und die Bundessterbe- ;
taffe hat durch diese Versammlung wieder einen namhaften I Zuwachs zu verzeichnen.
a 0 Darmstadt, 13. März. Der Großherzogliche I Kammerherr, Oberstallmeister Major MoritzFreiherr vonRiedesel zu Eisenbach ist heute im Auftrage der Grotzherzoglichen Familie nach Kiel ab gereist, um der am 15. d. M. in Kiel stattfindenden Taufe des jüngsten Sproßlings des Prinzen Heinrich von Preußen beizuwohnen, und wird am 16. wieder hierher zurückkehren. I Darmstadt, 13. März. Der Acceß der Ju- risten an den Landgerichten soll, wie aus guter I UueHe verlautet, für die Zukunft eine besondere Regelung I ! erfahren. Es ist in Aussicht genommen, die Zahl der zu- I zulastenden Herren einer gewissen Beschränkung zu unter- I werfen, sodaß gleichzeitig am Landgericht Gießen nur 6, I am£anbgerid}t Mainz nur 8 und am Landgericht Darrn-
t nur 12 Gerichtsaccessisten beschäftigt werden können. I "^ie Gesuche um Zulassung sind nach bestimmten Richtungen I äu prüfen. Abgesehen von dem Zeitpunkte des bestandenen Fakultatsexamens soll die Zugehörigkeit des Gesuchstellers I zu der Provinz des gewählten Landgerichts geprüft werden. I Genügen mehrere Gesuchsteller dieser Anforderuiiq, so soll der den Vorrang haben, dessen Prüfungszeugnis die beste Note aufroeift; bei gleicher Note entscheidet das Alter. Diese I Grundsätze bedeuten, ganz allgemein betrachtet, eine Erschwerung und Verlängerung des Vorbereitungsdienstes; itc durften ihren natürlichen Grund in dem immer mehr I Oberhand nehmenden Zudrang zum Studium der Rechts- I wistenfchast und der Unmöglichkeit haben, die Herren in I wünschenswerter Weise bei ihrer großen Zahl an den Landgerichten zu beschäftigen. Wahrscheinlich will man auch eine gleichmäßigere und entsprechendere Verteilung der Herren an die verschiedenen Landgerichte bezwecken, denn die Residenz Darmstadt scheint viele Herren der anderen Provinzen angezogen zu haben.
Ausland.
Wien, 13. März. In der heutigen Parlamentssitzung kam es bei der Debatte über den Bergarbeiterstreik tuegen einer Aeußerung des sozialistischen Abgeordneten Dascynski, es sei bedauerlich, daß sich Mitglieder des Kaiserhauses in Gesellschaft von Raubrittern, wie des Grafen Larisch, Rothschild und Guthmann, befänden, wiederholt zu argen Skandalszenen zwischen Deutsch-Nationalen einerseits und den Christlich-Sozialen andererseits. Der Präsident mußte den Abgeordneten Dascynski, Resel und einem sozialistischen Abgeordneten einen Ordnungsruf erteilen.
Wien, 13. März. Das Abgeordnetenhaus nahm das Rekrut en gesetz in zweiter und dritter Lesung an, ohne irgend welche Aenderungen vorzunehmen.
Budapest, 13. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses warf der auf der Gallerte befindliche Schriftsetzer Lippert Flugblätter unter die Abgeordneten, in welchen die ungarischen Abgeordneten auf- aefordert werden, sich mit den Buren zu vereinigen und den verfolgten Buren zu Hilfe zu eilen. Der Schriftsetzer I ■ sthemt geistesgestört zu sein; er wurde von der Polizei entfernt.
Lemberg, 13. März. Nachdem gestern mittag die Lemberger polytechnische Hochschule durch den Rektor ge- schloffen war, ließen die Studenten an den Mauern uni) Thureii des Hochschulgebäudes einen Aufruf anschlaqeu, wvrm sie sich solidarisch erklärten, den Urheber der 'De- monstration gegen den Professor Thullie den akademischen Behörden nicht zu nennen. Die Studenten werden ausge- I fordert, alle Mittel zur Entfernung Thullies von der Hoch- I schule aufzubieten.
Sofia, 13. März. Hier zirkuliert das Gerücht, Ruß- I land habe beschlossen, einen Finanzdelegierten nach I Bulgarien zu senden, um die Geldbeschaffung für das I notleidende Fürstentum in die Hand zu nehmen.
Konstantinopel, 13. März. Die Tochter des I Sultans, Hadedza, ist mit dem Dichter Niedjar und in I Begleitung der Tochter Osman Paschas, Riza, ent» I flohen. Der Sultan ist über die Flucht tief erschüttert. I
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